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  • »olav246« ist der Autor dieses Themas

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1

Dienstag, 16. Oktober 2018, 15:29

Klangvolle Namen ...

Klangvolle Namen vom Komponisten bis zur Produktionsfirma - aber die Qualität dieser neuen, aus einer Erbmasse stammenden Schallplatte ist unter aller Sau! Wenig Höhen, kaum Dynamik, nichtlineare Verzerrungen u.s.w. Schlimmer als die 64Bit-MP3 Sendungen von amerikanischen Internetstationen.
War das so üblich, daß für Billig-Ausgaben so mies produziert wurde? (fragt ein ETERNA-Gewöhnter)
Gruß, Jürgen
»olav246« hat folgendes Bild angehängt:
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2

Dienstag, 16. Oktober 2018, 16:55

Eigentlich nicht. Ich hab auch zwei oder drei Ausgaben "Das Beste" von RCA, kann das aber nicht bestätigen. Wobei miese Produktionen sich ja quer durch die ganze Vinyllandschaft ziehen. PhonoMax erzählte mal, dass bei einer renommierten Schneidefirma jahrelang ein Dolby Prozessor defekt war. Ein Kanal wurde also entdolbysiert, der anderen nicht. Sowas hört sich auch komisch an.

Gruß
Michael

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3

Dienstag, 16. Oktober 2018, 17:07

Hast du mal mit diesen Aufnahmen verglichen ? :
https://flac4u.com/76135-tchaikovsky-art…inor-op-23.html

Die Aufnahme selbst scheint von 1949 zu stammen.
Da kann man wohl kein HiFi erwarten.

Fall deine Platte schlechter ist, als andere Kopien dieses Konzertes, wären noch andere spekulative Erklärungen möglich:
1. Bei der Produktion der Platten ist (warum auch immer) ein Fehler unterlaufen. Deshalb hat man sie als Reader's Digest Beilage verramscht.
2. Die Platte wurde vielfach mit einem Hobel abgespielt. -> Höhenverlust und Verzerrungen.

Ich hab mal eine Jazz-CD erwischt, auf der einige Stücke bei lauten Passagen ganz scharfe Spike-artige Verzerrungen hatten.
Als ich mir die in einem WAV-Editor ansah, erkannte ich, daß der Pegel offenbar auf größer als in 16 Bit darstellbar skaliert worden war (vielleicht in einem 24 oder 32 Bit Audio-System) und man dann einfach die unteren 16 Bit auf CD geschrieben hat. Das führt dazu, daß Werte > 32767 bei Wiedergabe als negative Werte interpretiert werden, daher die extrem schnellen Sprünge im Signal.
Das war aber "Glück" im Unglück, den nun konnte ich die ursprünglichen Werte rekonstruieren, alles auf Betrag < 32767 runter-skalieren und davon eine störungsfreie CD schreiben.

MfG Kai

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4

Dienstag, 16. Oktober 2018, 17:07

Hallo Eterna-Verwöhnter,
da schauen wir doch mal in discogs.com und stellen fest, dass die RCA diese Einspielung bereits vor 1949 (!) auf Schellackplatten veröffentlicht hat (‎RCA DM-1159, mit einem hübschen, zeitgemäßen Albumcover - ja, es war ein Album mit 4 Schellacks). 1949 erschien eine Wiederveröffentlichung bereits auf LP (RCA LM-1028 ). Es handelt sich also um eine historische Aufnahme, an die man keine größeren Ansprüche an den Klang stellen kann. Deine Version ist bei discogs zwar verzeichnet, jedoch ohne Datumsangabe. Ich denke, sie dürfte aus den frühen 70ern sein. Der "Das Beste"-Schallplattenklub dürfte wohl überwiegend aus billigen Re-Issues bestanden haben - wie die Bücher ja auch.
Beste Grüße

Stefan
Edith: Überschneidung mit Kai
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5

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 13:31

Das klärt die Sache ...

Viele Dank für den Hinweis auf die Schellack-Produktion. Das erklärt das merkwürdige Klangbild. Es ist im Wesentlichen das gleich wie bei den paar Schellackplatten die ich besitze. :D
Gruß, Jürgen

PS: ETERNA hat diese Tatsache immer auf ihre Etiketten geschrieben.