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31

Tuesday, November 27th 2018, 1:43pm

Das Ping-Png-Stereo finde ich auch etwas einfallslos. Das Weiße Album war übrigens das Letzte von den Beatles, welches Alternativ auch in einer offiziellen Monoversion veröffentlicht wurde.

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32

Tuesday, November 27th 2018, 5:59pm

Wer weiss heute schon was damals Original war. Es wurde schon soviel an diesem alten Beatles Zeug rumgedoktert. Bin auch kein Freund dieses Albums. Im Grunde mag ich keine LP der FabFour so richtig. Ich persönlich finde die Beatles am besten wenn man sich Ihnen über Ihre Singlesveröffentlichungen nähert. Auf den LPs war mir schon immer zuviel Pop bzw. Füllstoffkladeradatsch.
VG Martin

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33

Tuesday, November 27th 2018, 7:23pm

[…] das "Weiße" ist schon richtiges Stereo, zumal es als erste Beatles-Produktion auf Achtspur aufgenommen wurde […]

Das kann man so pauschal nicht sagen. Achtspurig ist nur ein Teil der Titel produziert worden, die Geschichte dahinter ist übrigens ganz putzig. Im einzelnen sind das „Dear Prudence“, „Savoy Truffle“, „Martha, My Dear“ und „Hey Jude“, weil die in den Trident-Studios aufgenommen wurden, die als freies Tonstudio spuranzahlmäßig damals weiter waren als der EMI-Beamtenladen. Ansonsten „While My Guitar …“, die veröffentlichte Version von „Helter Skelter“, „Glass Onion“, „I Will“, Birthday“, „Piggies“, „Happiness …“, „… Bungalow Bill“ „Long, Long, Long“ und „Honey Pie“. Und „Julia“.


Das Ping-Png-Stereo finde ich auch etwas einfallslos. Das Weiße Album war übrigens das Letzte von den Beatles, welches Alternativ auch in einer offiziellen Monoversion veröffentlicht wurde.

Es wird gerne vergessen (und steht auch im Wikipedia-Artikel falsch), daß die Alben damals nicht auch, sondern in erster Linie monaural produziert wurden. Platten waren seit jeher einkanalig, und Stereo war in den Sechzigern höchstens was für Klassik-Spinner. In der Popmusik hatte das (noch) nichts verloren, da Radio hauptsächlich auf Mittelwelle (oder schlimmer) stattfand und, wie oben schon richtig erwähnt, die Zielgruppe auch nicht mit Stereoanlagen ausgerüstet war.

Als man gegen Ende der Sechziger auf den zweikanaligen Trichter kam, stand man vor dem Problem, das ältere Repertoire irgendwie in Stereo wiederveröffentlichen zu müssen. In den meisten Fällen unterblieb das, weil gar keine mehrspurigen Produktionen (mehr*) zur Verfügung standen. Diese Werke spielen bis heute in mono. Manchmal behalf man sich durch sogenanntes Fake-Stereo: Man bastelte irgendeinen Phasenmurks zur Basisverbreiterung oder behalf sich mit linearen Verzerrungen – links mehr Höhen, rechts die Tiefen oder so.

Im Falle der Beatles (in Europa!) entschied man sich gegen Fake-Stereo (mit Ausnahme eines halben Titels, dies jedoch aus anderen Gründen) und man griff auf die zweispurigen (nicht stereophonen!) Viertelzoll-Produktionsbänder zurück, auf deren einer Spur das Instrumentalplayback war, auf der anderen nur der Gesang. Dies hatte man gemacht, da man bei der Endmischung die Balance zwischen diesen beiden in der Hand haben wollte, bzw. um einen Overdub (z. B. die Harmonika bei „From Me To You“) bequem aufspielen zu können. Für eine 1:1- (oder vielmehr 2:2-) Veröffentlichung waren diese Bänder nie vorgesehen, aber genau das hat man getan – und dies war eben der Ursprung des Ping-Pong-Stereos.

In Amerika wurden die frühen Beatles-Platten doch in Fake-Stereo herausgebracht. Warum? Weil der Capitol von der EMI nur die Mono-Master geliefert worden waren und sie dadurch keinen Zugriff auf die Zweispurbänder hatte.


* Die teuren Mehrspurbänder wurden in der Regel nach erfolgter Abmischung gelöscht und wiederverwendet. Im EMI-Beamtenladen hatte man allerdings glücklicherweise mehr Geld und dachte vielleicht vorausschauender, so daß die Beatles-Mehrspurbänder erhalten geblieben sind.


Monaurale Grüße

TSD


Literatur für Härtner: Lewisohn, The Complete Beatles Recording Sessions und Kehew/Ryan, Recording The Beatles.

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34

Tuesday, November 27th 2018, 9:23pm

Ich kann mich nicht an eine Mono-Dominanz bei 1968 gekauften LPs erinnern.
Mindestens das meiste, was ich aus der Zeit habe, ist stereophon.

Damals hatte noch nicht jeder ein Stereo-Radio und das Haupt-Informationsmedium für (englische) Rockmusik zumindest der frühen 60er Jahre war das englische Programm von Radio Luxemburg, nachmittags über Kurzwelle und nachts über Mittelwelle (two-oh-eight) und eventuell noch AFN auf Mittelwelle, beides naturgemäß in Mono. Ich weiß nicht, ob der Rundfunk zwecks Promotion mit extra angefertigten Mono-Abmischungen beliefert wurde.

MfG Kai

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Tuesday, November 27th 2018, 9:45pm

Ich meine mich daran zu erinnern, vor vierzig Jahren im Toningenieurstudium gelernt zu haben, dass die sog. Knüppelstereophonie anfänglich bei Pop-Produktionen nicht zuletzt deswegen verbreitet war, damit sie auch auf den damals allgegenwärtigen Musikboxen mit ihren eng beieinander angeordneten Stereo-Lautsprechern überzeugend wirkte.
Ob ich das wirklich glauben sollte, wusste ich schon damals nicht.

Anfang der 1970er jedenfalls habe ich das White Album nur in einer "normalen" Stereoversion gehört.
Die Knüppelvariante ist glaube ich auf der 2009 remasterten CD enthalten, die ich gerade nicht zur Hand habe.

Grüße, Peter

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36

Tuesday, November 27th 2018, 10:00pm

Ich kann mich nicht an eine Mono-Dominanz bei 1968 gekauften LPs erinnern.

Nun, 1968 ging die Mono-Dominanz zuende, bzw. Stereo setzte sich durch. Nicht zuletzt war „das weiße“ auch das letzte Beatles-Album, welches noch in zwei unterschiedlichen Mischungen erschien, dazu noch in verschwindend geringer Mono-Auflage.

Ich meine mich daran zu erinnern, vor vierzig Jahren im Toningenieurstudium gelernt zu haben, dass die sog. Knüppelstereophonie anfänglich bei Pop-Produktionen nicht zuletzt deswegen verbreitet war, damit sie auch auf den damals allgegenwärtigen Musikboxen mit ihren eng beieinander angeordneten Stereo-Lautsprechern überzeugend wirkte.

Zumindest im Falle der Beatles ist es nicht so. Daß es der eine oder andere Producer anderer Künstler (soll es tatsächlich gegeben haben) g**l fand, ist aber nicht auszuschließen.

Die Knüppelvariante ist glaube ich auf der 2009 remasterten CD enthalten, die ich gerade nicht zur Hand habe.

Knüppel gab’s „beim weißen“ nicht. Ich vermute, Du meinst die 1965er-Mixe von Help! und Rubber Soul.


Gemischte Grüße

TSD

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Tuesday, November 27th 2018, 10:17pm

Damals hatte noch nicht jeder ein Stereo-Radio und das Haupt-Informationsmedium für (englische) Rockmusik zumindest der frühen 60er Jahre war das englische Programm von Radio Luxemburg, nachmittags über Kurzwelle und nachts über Mittelwelle (two-oh-eight) und eventuell noch AFN auf Mittelwelle, beides naturgemäß in Mono.

Hach ja, da kommen die Erinnerungen hoch... :rolleyes:
AFN allerdings habe ich hier in Hannover nie gehört, was aber daran liegen kann, dass ich gar nichts von ihm wusste. "Radio Lucky Luxemburg" auf 1440 kHz/208 m aber war abends mein "Stammsender", oft heimlich mit Ohrhörer aus dem Crown 6-Transistor.
Und auf UKW 93 MHz (Kanal 20) der BFBS, der in Hannover ein Studio hatte. Da gab es z.B. Tony Prince mit der Top-20-Show. Man sendete aber nur mit bescheidener Leistung, so dass man die Zimmerantenne in die richtige Richtung drehen musste.... Jaja. ("Today I have good news and I have bad news. Die erste Hälfte wird nich verstehen, was ich jetz eben gesacht habe und die zweite Hälfte weiß noch immer nich, was ein Earschplittenloudenboomer ist!")....

Aber ich lasse mich zu off-topischen Erinnerungsduseleien hinreißen; das war ja hier gar nicht das Thema. Sorriiee! :whistling:

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38

Tuesday, November 27th 2018, 10:22pm

Das Ping-Pong-Stereo war früher nicht so schlimm, eher ein Effekt. Denn das Bewußtsein, im Stereodreieck sitzen zu müssen war auf aufgrund der Monogewohnheit nicht weiter ausgeprägt, man saß einfach irgendwo im Raum, von links eben das Drumset von Ringo und von rechts der Gesang von John. Das war toll. Dieses Stereo war eher wie ein "Doppelmono".

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39

Tuesday, November 27th 2018, 10:42pm

off-topische Erinnerungsduseleien ...; das war ja hier gar nicht das Thema

Das gehört zum Zeit-Kolorit und ist deshalb garnicht so off...
BFBS hatte ich nur vergessen. Hab ich leider nur verrauscht aus Bremen reingekriegt.
Neulich hab ich mal als Alzheimer-Gegentest versucht, mich an die Moderatoren der damaligen Zeit zu erinnern.
Dabei kam folgende Liste zustande: Brian Methew, Tony Blackburn, Tommy Vance, Dave Lee Travis, David Hamilton, John Peel, Jimmy Savile, Alan Freeman, Keith Fordyce, Jimmy Young, Paul Burnett. Später sah ich, daß es dazu in der englischen Wikipedia einiges zu lesen gibt. (Mindestens einer von ihnen wurde später unrühmlich bekannt.)
Das "Keynsham spellt K-E-Y-N-S-H-A-M, Keynsham, Bristol" hab ich immer noch im Ohr (und Clearasill...).
Stereo & HiFi war damals kein Kriterium. Rauschen, Knacken, Gewitter-Krachen, Störtöne, alles unwichtig, hauptsache das Neueste aus London und Liverpool, teilweise direkt aus dem Cavern-Club.

MfG Kai

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40

Tuesday, November 27th 2018, 10:43pm

Die erste Hälfte wird nich verstehen, was ich jetz eben gesacht habe und die zweite Hälfte weiß noch immer nich, was ein Earschplittenloudenboomer ist!")....

Ich gehöre definitiv zur ersten. Ein was!?
Wenn ich das Wort im Radio hören würde, würde ich vermutlich glauben, der Empfang sei gestört.
By the way, BFBS sendete für Düsseldorf aus Langenberg auf 96,5 MHz in brüllender Feldstärke, da reichte ein nasser Schnürsenkel als Antenne.
Ich sage nur "The Archers" :whistling:
Grüße, Peter

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Tuesday, November 27th 2018, 10:49pm

Knüppel gab’s „beim weißen“ nicht. Ich vermute, Du meinst die 1965er-Mixe von Help! und Rubber Soul.

Die kenne ich, meine ich aber nicht. Bei Gelegenheit schau ich mal nach.
Könnte auch Sgt Pepper's gewesen sein ...

Grüße, Peter

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42

Tuesday, November 27th 2018, 11:32pm

Ich gehöre definitiv zur ersten. Ein was!?

Nein, dann gehörst du doch zur Zweiten!

Hier ist die Auflösung: Earschplittenloudenboomer

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43

Tuesday, November 27th 2018, 11:42pm

Nein, dann gehörst du doch zur Zweiten!

Und zusätzlich zur Gruppe der präsenil Verwirrten, wie mir scheint. Ist halt schon spät.
Danke für die musikalische Fortbildung - wattet all gibt ...

Grüße, Peter

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44

Wednesday, November 28th 2018, 9:11am

Ich kann mich nicht an eine Mono-Dominanz bei 1968 gekauften LPs erinnern.
Mindestens das meiste, was ich aus der Zeit habe, ist stereophon.

MfG Kai


Angeblich soll Mono bei den Briten noch viel länger üblich gewesen sein als im Rest von Europa, wo die Stereo-Mixe der Beatles üblicher waren.

Bei der ersten CD Veröffentlichung der Beatles Alben in den 80ern hat man die frühen Alben nur in Mono veröffentlicht, erst mit den Remastered CD-Boxsets gab es dann die Stereo-"Mixe". Übrigens hat man sowohl bei der Stereo als auch bei der Mono CD-Box die Dynamik komprimiert, in der Stereo Version sogar stärker.
Für die Vinyl-Veröffentlichung der Stereo Remasters hat man die CD Master verwendet (48khz/24bit), weil die Nachbearbeitungen nur in dem Format gemacht wurden. Hätte man andere Master verwenden wollen, hätte das erst von den übrigen Beatles bzw. deren Rechteverwaltern abgesegnet werden müssen.

Für die Mono-LP Box ist man dann zurück zu den Masterbändern gegangen und hat versucht, die Neuauflage so dicht wie möglich an die jeweiligen UK Erstausgaben herankommen zu lassen, mit dem Unterschied, dass man den Bassbereich nicht zurückgenommen hat, was damals nötig war, damit die LPs nicht die Nadel auf den billigen Plattenspielern zum Springen bringt.

Wie auch bei Sgt. Pepper hört man beim neuen Remix des weißen Albums teils schon deutlich, dass die alten Masterbänder eben eine bis mehrere Generationen (Kopien) vom Mehrspur-Master entfernt sind. Das gleiche gilt auch für die Remixe auf der Neuauflage des "1" Albums. Aber auch beim Remix klingt z. B. Helter Skelter nicht so gut, wie in der Mono-Version. Dafür sind die Esher-Demos sehr hörenswert.

Und was Sgt. Pepper betrifft, soll George Martin ja mal gesagt haben: "You've never really heard Sgt Pepper until you've heard it in mono."

Gruß
Robert
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Wednesday, November 28th 2018, 10:26am

Knüppel gab’s „beim weißen“ nicht.

Hab die 2009 remasterte Version gerade auf meiner Festplatte wiedergefunden, und wie fast immer verhält sich die Geschichte etwas komplexer :whistling:

Beim White Album gibt es einige wenige "geknüppelte" Stücke, d.h. die Instrumentengruppen liegen entweder ganz links oder ganz rechts, bei mittiger Lead Vocal. Durch Abschalten eines Kanals (z.B. wegen Totalausfall einer Spur auf einer Tonbandkopie) fallen diese Instrumentengruppen weg, wodurch folgende Stücke völlig anders klingen:

Dear Prudence
Martha my Dear
Blackbird
Mother Nature's Son
Everybody's Got Something To Hide ...
Savoy Truffle

Auf folgenden Alben gibt es ebenfalls einzelne Knüppelstücke, wo teilweise auch die Vocals 100% links oder rechts liegen:
1963 Yellow Submarine
1963 Please Please Me
1963 With The Beatles
1965 Rubber Soul
1966 Revolver
1967 Sgt. Pepper's
1969 Yellow Submarine

Grüße, Peter

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46

Wednesday, November 28th 2018, 10:58am

Jetzt macht sich bei mir bemerkbar, daß „das weiße“ auch nicht eben zu meinen Lieblingsalben dewr Beatles gehört und ich die Stücke nicht genau im Kopf habe. Zum Nachhören von Festplatte habe ich ohnehin nur die Mono-Ausgabe, zum Nachhören von CD bin ich zu faul. Ich gehe davon aus, daß man trotz 8-Spur-Aufnahme (Martha, Savoy Truffle, Dear Prudence; alle bei Trident aufgenommen) einfach so gemischt hat wie man es schon immer tat. Die anderen sind ohnehin vierspurig.

Kleine Korrektur: Yellow Submarine war 1966.


Klugscheißende Grüße

TSD

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Wednesday, November 28th 2018, 1:41pm

Kleine Korrektur: Yellow Submarine war 1966.

Bist du sicher?
https://de.wikipedia.org/wiki/Yellow_Submarine

Grüße, Peter

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48

Wednesday, November 28th 2018, 2:00pm

Kleine Korrektur: Yellow Submarine war 1966.

Bist du sicher?
https://de.wikipedia.org/wiki/Yellow_Submarine

Grüße, Peter


Wenn er den Song meint dann ja (erschien m.W. erstmals 1966 auf dem Album "Revolver")
Viele Grüße
Jörg

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49

Wednesday, November 28th 2018, 2:18pm

Wenn er den Song meint dann ja (erschien m.W. erstmals 1966 auf dem Album "Revolver")

Stimmt.
Dann hätten wir allerdings aneinander vorbei geredet, da ich in #45 "Alben" geschrieben und "Revolver" zusätzlich erwähnt hatte.

Grüße, Peter

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50

Wednesday, November 28th 2018, 2:31pm

Auf folgenden Alben gibt es ebenfalls einzelne Knüppelstücke, wo teilweise auch die Vocals 100% links oder rechts liegen:
1963 Yellow Submarine
1963 Please Please Me
1963 With The Beatles
1965 Rubber Soul
1966 Revolver
1967 Sgt. Pepper's
1969 Yellow Submarine

Daß Du „1963“ geschrieben hattest,blendete mich derart, daß ich den ganzen Rest nicht mehr richtig aufnehmen konnte: Einmal, daß es nochmal richtig da steht, und andererseits, daß es ja um Alben geht. Man soll sowas halt immer erstmal sacken lassen.


Hastige Grüße

TSD

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51

Wednesday, November 28th 2018, 2:42pm

Daß Du „1963“ geschrieben hattest,blendete mich derart, daß ich den ganzen Rest nicht mehr richtig aufnehmen konnte: Einmal, daß es nochmal richtig da steht, und andererseits, daß es ja um Alben geht. Man soll sowas halt immer erstmal sacken lassen.

Was auch für mich gilt :whistling: :thumbup:

Wie ich dazu gekommen bin, Yellow Submarine zweimal aufzulisten, weiß ich schon nicht mehr, doch um es mit dem (zeitgenössischen) Adenauer-Zitat zu kommentieren: "Wat kümmert mich mein Jeschwätz von jestern - nichts hindert mich, weiser zu werden."

Weiser, obgleich nicht erleuchtet,
Peter

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Monday, December 3rd 2018, 1:11pm

Hallo zusammen,
m.W.n. waren es - zumindest hier in Europa - lediglich die englischen Plattenfirmen, die ihre Langspielplatten noch bis in die späten 60er Jahre parallel in Mono und Stereo veröffentlicht haben. (Die Briten hatten eine Aversion gegen Stereo ...)
Los Americanos haben wie die Deutschen ab ca. 1966 ihre Alben ausschließlich in Stereo veröffentlicht, auch wenn es international noch parallel dazu Monoversionen gab.

Lediglich Singleveröffentlichungen wurden hierzulande bis ca. Mitte der 70er Jahre mal in Mono, mal in Stereo veröffentlicht.
George Harrison von den Beatles sagte mal in einem Interview, das sie in den Abbey Road - Studios zusammen mit Producer George Martin & seinen Technikern mit beiden Formaten experimentiert hätten & das sie sich alle einig waren, das Stereo unnatürlich klingen würde. So kam es, das die Beatles bis zum 'Sgt. Pepper - Album lediglich bei den Monoabmischungen im Studio dabei waren, während sie die Stereoabmischungen weitestgehend den Tontechnikern überlassen haben; George Martin hat es letztendlich nur 'abgesegnet'.
Ab dem 'White Album' kam es zu einem Umdenken, da sich Stereo nun doch mehr & mehr durchzusetzen begann. (John Lennons Avantgarde-Stück 'Revolution No. 9' wurde sogar ausschließlich in Stereo abgemischt, so das man bei der Herstellung des Mono-Mix zu einem sog. 'Down-Mix' gezwungen war.)
John Lennon war es übrigens, der gesagt hat, das man 'Sgt. Pepper' nicht gehört hätte, wenn man es nicht in Mono hören würde ... ;)

Viele Grüße,
Tom
Florence Foster Jenkins: „Die Leute können vielleicht behaupten, dass
ich nicht singen kann, aber niemand kann behaupten, dass ich nicht
gesungen hätte.“
^^

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Tuesday, December 4th 2018, 12:36pm


John Lennon war es übrigens, der gesagt hat, das man 'Sgt. Pepper' nicht gehört hätte, wenn man es nicht in Mono hören würde ... ;)

Das dachte ich auch, aber als ich noch mal google gefragt hatte, ob das auch stimmt, wurde auf mehreren Seiten geschrieben, dass George Martin das gesagt hat.

Gruß
Robert
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Sunday, December 9th 2018, 2:55pm

..und wer die Scheiben der Fab Four standesgemäß abspielen will, greift (vielleicht) zu folgendem:


https://www.ebay.de/itm/Pro-Ject-Platten…bZAtM:rk:3:pf:0

Man merke: für den eingefleischten Fan findet sich immer der passende Artikel.
PeZett has attached the following file:
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)

This post has been edited 1 times, last edit by "PeZett" (Dec 9th 2018, 6:30pm)


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Tuesday, February 26th 2019, 8:45am

HD Tracks ----Obacht

Ich bin mir nicht sicher ob das Thema hier richtig ist.

Nachdem hier aber HD Track Titel besprochen wurden schreibe ich es hier rein. Wenn es gar nicht passt dann bitte verschieben.

Aus gegebenem Anlass:
I habe mir ebenfalls ein paar Hd - Tracks heruntergeladen. Alle als 96/24 flac.

Darunter auch CCR's Chronicle. Yello live in Berlin etc.
Bei einem Cassettentest kam heraus, daß die HD Version weniger Dynamic hat als die CD Version.
Vielen Dank an meinen Tester, der das festgestellt hat und wenn er will, sich gerne melden darf.

Aber nicht nur die Dynamic ist geringer. Wenn man das Frequenzspectrum beobachtet, stellt man weiter fest, daß das Spectrum bei, zumindest meinen HD-Tracks, praktisch aprubt bei 22kHz abbricht.
Zwangsläufig muß man sich dann die Frage stellen, was denn die zusätzlichen Bits, ausser etwas aufzublähen bzw. aufzufüllen, sollen?

Zwar reingefallen, aber immer noch nicht ganz geheilt suchte ich eine HD Ausgabe von Simon & Garfunkel. Die Rauschfahnen am Ende der Titel stören mich schon seit den 70er Jahren.
Noch nie habe ich von S& G Klassikern rauschfreie Aufnahmen gehört auch nicht von mehreren CD's.

Und Bingo...auch da gibts HD-Tracks.

Die Google Suche über die Qualität der S&G HD-Tracks brachte dann folgende Links zu Tage.
Vor allem Teil 2 behandelt Simon & Garfunkel

HD-Tracks Teil1

HD-Tracks Teil2

Ergo, ich werde wohl weiterhin die verrauschten Originale anhören (müssen)

Hat sich schon jemand die edlen Beatles Hd-Tracks angeschaut?
Es gibt ja auch durchaus positive HD Ausgaben, wie in Teil 2 aufgeführt wird.
Gruß
Manfred

2 x Grundig TS 1000. Jeweils wahlweise als 2Spur, 4Spur oder Autoreverse. Beide mit Dolby, drahtloser Fernbedienung, mit Op-Amp Ausgang zur Impedanz und Pegelanpassung und jetzt neu....die VU Meter zeigen Hinterband an. Tägliche Verwendung: Grundig SXV 6000, Grundig ST 6000, CF5500-2,TS 1000, Grundig A5000 und Dual 731Q an Canton Plus E Subwoofer. Werkstatt: Grundig V 5000, T6500 und Revox B77/HS. Im Esszimmer: Grundig V5000, T5000, CF 5500 und Grundig CF 5500-2./size]

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Tuesday, February 26th 2019, 3:20pm

Aus gegebenem Anlass:
I habe mir ebenfalls ein paar Hd - Tracks heruntergeladen. Alle als 96/24 flac.

Darunter auch CCR's Chronicle. Yello live in Berlin etc.
Bei einem Cassettentest kam heraus, daß die HD Version weniger Dynamic hat als die CD Version.
Vielen Dank an meinen Tester, der das festgestellt hat und wenn er will, sich gerne melden darf.

Ich habe bislang nur HD Tracks von den Beatles untersucht, hauptsächlich vom White Album und Sgt Pepper's . Das mit der technisch verringerten Dynamik stimmt, es sind auch klare Anzeichen digitaler Begrenzung erkennbar, doch der Frequenzbereich endet nicht durchweg abrupt bei 22 kHz. Die Abmischung von 2018 gefällt mir übrigens subjektiv besser, sie wirkt auf mich nicht "auf Lautheit geprügelt". Einige Beispiele:


1) Pegeldiagramm

Sgt Pepper's 2009


Sgt Pepper's 2018


Dear Prudence 1984


Dear Prudence 2009


Dear Prudence 2018




2) Frequenzgang

A Day in the Life 2018 (Ende)


Back In The U.S.S.R. 2018



Grüße, Peter

This post has been edited 1 times, last edit by "Peter Ruhrberg" (Feb 26th 2019, 5:13pm)


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Tuesday, February 26th 2019, 4:14pm

stellt man weiter fest, daß das Spectrum bei, zumindest meinen HD-Tracks, praktisch aprubt bei 22kHz abbricht.
Zwangsläufig muß man sich dann die Frage stellen, was denn die zusätzlichen Bits, ausser etwas aufzublähen bzw. aufzufüllen, sollen?

Die "zusätzlichen Bits" haben mit der oberen Frequenzgrenze garnichts zu tun, sondern mit der darstellbaren Dynamik und dem Quantisierungsrauschen.
Die Samplerate (96 kS/s) setzt die Grenze für den maximalen Frequenzumfang, die Bits für die Dynamik.
Mit beiden verhält es sich aber so wie mit einer Maaß auf dem Oktoberfest: man bekommt idR nicht soviel Inhalt, wie reinpaßt.
Die klassischen Beatles-Aufnahmen wurden mit Bandgeräten gemacht. Wo sollen da denn Frequenzanteile > 22 kHz herkommen ?
Es ist auch zu befürchten und wird mit diesen Erfahrungen bestätigt, daß 96 / 24 hauptsächlich ein Marketing-Argument ist, das "Mastering" aber nach anderen Gesichtspunkten durchgeführt wird.
Davon abgesehen ist die Ur-Dynamik ja auch völlig künstlich durch Studio-Arbeit erstellt worden und unterliegt damit der Willkür von Produzent und Künstlern . Es handelt sich doch in den meisten Fällen nicht um Mitschnitte von Live-Aufnahmen, mal davon abgesehn, daß die Beatles in der letzten Phase garnicht mehr in der Lage waren, die Studio-Produkte Live aufzuführen. Das hat dann ja auch das frühe Ende der Band herbeigeführt. Es war doch zum Schluß mehr ein Kunstprodukt von George Martin unter Beteiligung und Verwendung von Ideen der Beatles.

MfG Kai

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Tuesday, February 26th 2019, 8:36pm

Vorsicht bei HD-Tracks, man sollte die Herkunft kennen. Ein Beispiel: Ich habe die LP "Tutu" von Miles Davis. Aufgenommen in den 80ern, war wohl seine letzte Platte. Damals war 48/24 Stand der Technik. So wurde sie später auch bei einem Onlineanbieter eingestellt. Ich schaute in den Webshop gut ein halbes Jahr später wieder rein, war die selbe Aufnahme nun als 192/24 verfügbar, na sowas. Und ich wette, auch nach dem "upsamplen" werden keine Frequenzanteile oberhalb 24kHz messbar sein. Viele Anbieter machen heimlich "upsampling" um die Tracks besser und etwas teurer verkaufen zu können, ähnlich dem "Kilometerdrehen" bei Gebrauchtautos. Es ist daher sinnvoll, sich die Aufnahmen anzuschauen, das Produktionsjahr zu kennen usw. Es gibt auch Anbieter, die CD-Auflösung zum Download anbieten, kann man sich überlegen, ob das noch lohnt... Oder sind von der Konkurrenz "geklaute" Aufnahmen, die nur reduziert zum Download angeboten wurden und er selbst macht Upsampling um sie teurer und besser zu verkaufen. Selbst der gute Niel Young, der sich ja so engagiert für HD-Downloads eingesetzt hat und einen eigenen Shop dazu eingerichtet hatte wurde am Ende dabei erwischt, das er viele ältere Tracks hat upsamplen lassen. Das merkten die Leute nämlich auch, als sie sich das Spektrum dieser Dateien mal genauer anschauten...

Ich bestelle noch nicht so viele Tracks, auch wenn die Angebote oft sehr verlockend sind. Bei HD-Tracks.com hatte ich bisher Glück, die Aufnahmen waren in ihrer Auflösung authentisch. Bei der Kompression ist das so eine Sache und das ärgert mich auch. Auch hier ist man bei der Webseite mit Analysen zum Loudnesswar vielen HD-Tracks auf die Schliche gekommen, das auch diese wie ihre CD-Pendants stark komprimiert waren, währen die gleichen HD-Master auf Schallplatte eine deutlich höhere Dynamik hatten. Warum man das so macht, erschließt sich mir auch nicht. Denn Hörer, die HD-Files kaufen, wollen eigentlich das Maximale und keine CD-Qualität.

Die Beatles-Aufnahmen habe ich auch und bin trotz der verringerten Dynamik allerdings zufrieden. Der hörbar feinere Klang hat seinen Reiz.

@ Peter
Könnte man da vielleicht mit einem Expander nachhelfen, wenn man auf ein Tonband überspielt?

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Tuesday, February 26th 2019, 8:53pm

Könnte man da vielleicht mit einem Expander nachhelfen, wenn man auf ein Tonband überspielt?

Die Wirkung eines digitalen Limiters lässt sich prinzipiell nicht rückgängig machen, da seine Kennlinie mehr oder weniger horizontal verläuft (anders funktioniert das "Abrasieren" der Spitzenpegek auf exakt gleiche Werte nicht.

Was die Kompression angeht, wurde diese mit höchster Wahrscheinlichkeit bereits in den Einzelspuren vor der Mischung eingesetzt und ist deswegen aus dem Stereosignal nicht mehr herauszurechnen.

Apropos: Bei Popmusik ist es seit jeher üblich, Kompressoren einzusetzen, um der Abmischung mehr "Druck" zu verleihen. Eine Popmusik-Produktion völlig ohne Kompression klingt ziemlich offen gestanden ziemlich fade. Da schneidet man besser ein Live-Jazztrio o.ä. "unplugged" mit, so erhält man etwas, was die Chance hat, dem Live-Erlebnis am nächsten zu kommen.

Grüße, Peter

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Tuesday, February 26th 2019, 9:45pm

Der technische und algorithmische Fortschritt macht es heutzutage möglich, auch das Upsamplen älterer Aufnahme durch Hinzufügen künstlicher Höhen (mittels dem von DAB+ bzw HE-AAC v1 bekannten SBR) zu verschleiern und für den Nicht-Profi schwer bis garnicht mehr erkennbar zu machen.

Was mich ein bischen wundert, ist das bislang keine Aufnahmen aus der Schellackplatten-Zeit aufgetaucht sind, die mit SBR wenigsten auf Vodafone Bandbreite von 13,5 kHz gebracht wurden.

MfG Kai