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61

Monday, May 16th 2016, 11:26am

Russia Today rückt zurecht, wer der eigentliche Sieger war. Interessant finde ich, dass bei der Zuschauerabstimmung der Russe Lazarew von den Ukrainern zwölf Punkte bekam und die Ukrainerin Jamala von den Russen zehn Punkte. Ein bisschen Frieden ...

Gruß, Anselm

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62

Monday, May 16th 2016, 1:10pm

P.S.: Ach ja, hier noch eine kleine Rückmeldung an Jamomamo:
Deine "Schreibe" geht mir unter allen Aspekten (formal und inhaltlich) ziemlich auf den "Keks". Grundsätzlich!

Huch, jetzt bin ich aber vollkommen erschrocken, weil ich mit einer solch formalfundierten Inhaltskritik grundsätzlich und unter allen Aspekten nicht gerechnet habe. Ich gelobe also, in Zukunft keine Beiträge mehr zu schreiben, welche du lesen musst.

Können wir so wieder Freunde werden?

Frägt: ein Achim.

  • "timo" started this thread

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63

Monday, May 16th 2016, 2:59pm

Interessant finde ich, dass bei der Zuschauerabstimmung der Russe Lazarew von den Ukrainern zwölf Punkte bekam und die Ukrainerin Jamala von den Russen zehn Punkte.


Ein ähnliches Phänomen gab es aber auch lange bei Serbien und Kroatien. Ein bisschen Frieden? Leider ist der Grund wahrscheinlich in beiden Fällen viel trivialer: In den Ländern wohnen viele Angehörige der jeweils anderen Bevölkerungsgruppe, die dann für "Ihr" Land anrufen.

  • "timo" started this thread

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64

Thursday, September 15th 2016, 12:29am

Spannend wird jetzt, was der NDR für's nächste Jahr für einen Plan aus dem Hut zaubert.


Nun ist es raus: Eine Castingshow, wenn auch diesmal umständehalber ohne Raab-Beteiligung.

http://www.derwesten.de/kultur/fernsehen/id12193563.html

Auf den ersten Blick keine schlechte Idee, aber auf den zweiten sind die Unterschiede zu diesem Jahr verschwindend gering: J.L. Kriewitz hat kurz vor ihrere Teilnahme ebenfalls eine Castingshow (wenn auch ohne Bezug zum ESC) gewonnen. Vielleicht ist der Vorteil, daß das abstimmende Publikum dieses mal ein anderes, älteres, ESC-affineres sein wird, aber ich bin trotzdem skeptisch. Der Erfolg von Lena war nicht dem Casting zu verdanken, sondern zu einer Hälfte ein Glücksfall und zur anderen ein Verdienst der engagierten Vermarktung durch Stefan Raab. Wenn die Veranstalter nicht zumindest beim zweiten Punkt an den richtigen Rädchen zu drehen wissen, ist der nächste große Flop keinesfalls ausgeschlossen.

Und wenn's wider Erwarten doch mal wieder eine Top-10-Platzierung werden sollte, dann plädiere ich stark dafür, diese wundervolle Gelegenheit zu nutzen, würdevoll und ohne den Eindruck vom schlechten Verlierer ein paar Jahre zu pausieren.

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65

Thursday, September 15th 2016, 5:36pm

Hallo Timo,

wenn Deutschland "ein paar Jahre" pausiert, dann müsste jemand anders bezahlen.

Erinnere ich recht, dass die "Sonderregelung" für die Teilnahme der Großen ohne Qualifikation erst erfunden worden war, als Deutschland sich nicht qualifiziert hatte ..?

Wie auch immer: Wenn der "Zahlmeister" ausfällt muss vielleicht Putin ran. Oder ein anderer "Sponsor" mit eventuell nicht nur musikalischem Interesse ...

Tschüß, Matthias
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66

Thursday, September 15th 2016, 6:05pm

wenn Deutschland "ein paar Jahre" pausiert, dann müsste jemand anders bezahlen.


Hallo Matthias,

ist das wirklich so? Ich bin (ohne es wirklich zu wissen) immer davon ausgegangen, daß der ESC aus einem Eurovisions-Topf finanziert wird, in den alle Mitgliederländer der European Broadcasting Union eine nach Einwohnerzahl gestaffelte Summe einzahlen, unabhängig von der ESC-Teilnahme.

Weiß man, wie es bei Italien war, die ja über zehn Jahre lang nicht dabei waren? Konnten die dadurch wirklich etwas einsparen?

Quoted

Erinnere ich recht, dass die "Sonderregelung" für die Teilnahme der Großen ohne Qualifikation erst erfunden worden war, als Deutschland sich nicht qualifiziert hatte ..?


Ja, das war 1996, als es (soweit ich mich erinnere) noch keine Halbfinale gab und die Sendezeit des Finales für die sprunghaft gewachsene Zahl der Bewerberländer zu knapp war. Daher wurde der deutsche Beitrag "Der blaue Planet" von Leon, der von den Juries ohnehin nicht konkurrenzfähig eingestuft wurde, gar nicht erst zugelassen.

Soweit ich weiß, hat aber gerade der Umstand, daß Deutschland trotz seiner hohen EBU-Gebührenzahlungen nicht teilnehmen durfte (und die Veranstaltung damit für einen Großteil der deutschen Zuschauer nicht mehr von Interesse war) damals die Gemüter erhitzt.

Das Argument gilt zwar heute im Prinzip immer noch, aber ich könnte besser mit ein paar Jahren Pause (trotz Gebühren) besser leben, als mit so unmotivierten, schlecht organisierten Teilnahmen, wie wir sie jährlich seit 2013 jährlich erlebt haben.

Gruß,
Timo

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67

Thursday, September 15th 2016, 9:48pm

Moin, moin,

vor ein paar Jahren hat es einen TV-Beitrag "hinter den Kulissen" gegeben. Wenn ich recht erinnere wurde dort berichtet, dass Deutschland nicht nur einen EBU-Anteil für die Ausrichtung des ESC leiste, sondern auch einen Großteil der Technik für die Aufzeichnung / Übertragung stemme. Ich glaube mich zu erinnern, dass die Firma von Herrn Raab dabei nicht unerheblich beteiligt gewesen war. Ob das immer noch so ist ...? Man könnte das sicherlich recherchieren ...

... und dann kommt man zu dem Ergebnis, dass der diesjährige ESC direkte Umlage-Kosten für die Fernseh-Anstalten der ARD von zusammen etwa 400.000€ verschlungen hat. In Anbetracht der Tatsache, dass ein alternatives Programm auch Geld kosten würde, viel alternatives Programm pro Sende-Minute deutlich teurer wäre, nicht übertrieben.
Eine größere Produktion des eigenen Songs, die möglicherweise Mittel für ein besseres Abschneiden wäre, würde die Sache allerdings teurer machen. Denn die Song-Produktion kommt natürlich dazu. Ebenso die nationale Vorentscheidung usw.

Aber bleibt es denn dabei? Das WirtschaftsBlatt meint, nein. Tatsächlich kostet allein der ESC den Ausrichter einen zweistelligen Millionenbetrag. Der wird neben der EBU-Umlage (insgesamt ca. 5 Mio. €) und den staatlichen Kosten (Polizei usw.) vor allem von der ausrichtenden Sende-Anstalt getragen.
Natürlich amortisiert sich die Sache auch wieder, zum Beispiel über die touristischen Einnahmen. Doch sind das unterschiedliche Kassen.

Während die ARD nach "Lenas" Sieg die Sache hatte finanzieren können, mussten kleinere Sende-Anstalten sich erheblich strecken, zum Beispiel Rechte für Sport-Übertragungen abgeben. Die Ukraine war angeblich nicht in der Lage gewesen, den eigenen Contest zu finanzieren. Andere kleinere Ausrichter ebenfalls nicht. Und da kommen Hilfe-Leistungen anderer ins Spiel, die nicht direkt in den Büchern auftauchen. So rückt dann eben der deutsche Technik-Tross an und übernimmt nicht einfach nur die Bilder um sie nach Deutschland zu übertragen, sondern produziert sie für den Ausrichter, sorgt für Beleuchtung usw..
Das ist am Ende immer noch nicht übertrieben teuer, denn die Sendezeit muss schließlich gefüllt werden. Aber wenn man selber nicht dabei ist, des öfteren nicht dabei ist, dann rutscht vielleicht nicht nur das Halbfinale ins Dritte oder wird bei Phönix gezeigt, sondern auch das Finale. Und wäre man dann noch bereit, sich, über den EBU-Anteil hinaus, an der Produktion zu beteiligen?
Bei der Ukraine hatte Russland eine Kredit-Finanzierung des ESC abgelehnt. Ging auch ohne. Auch mit inoffizieller Hilfe. Wenn aber ein anderes "armes" Land irgendwann nicht in der Lage sein sollte, die Veranstaltungs-Kosten aufzubringen, und auch keine "inoffizielle" Hilfe bekommt, dann wird man einen anderen Weg suchen. Gibt es dann einen "Cola-Contest" oder den "Sportschuh-Gesangswettbewerb"?

Man sollte sich darüber klar sein, dass auch die Sport-Übertragung Geld kostet. Ebenso jede andere Programm-Minute. Da dürfte der ESC nicht übertrieben teuer sein, solange er Zuschauer findet. Die findet er, wenn wir mitmachen..


Mal unabhängig davon ob die Beiträge der letzten Jahre meinen Musikgeschmack treffen, muss ich doch sagen, dass wir mit den "eigenen" Produktionen etwas über-kritisch sind.
Einerseits bin ich nicht der Meinung, dass die Platzierungen der letzten Jahre etwas darüber aussagen, ob die deutschen Beiträge wirklich um so viel schlechter sind, als ein relevanter Teil der anderen Songs des Wettbewerbs. Man sollte auch nicht ganz vergessen, dass "unsere" Abgesandte dieses Jahres immerhin eine große Fangemeinde (gehabt) hat. Für die war sie gut genug gewesen. Und so mancher "Kritiker" hatte ihr im Vorwege gute Chancen auf ein vernünftiges Abschneiden eingeräumt. Nun hat sie nicht gewonnen und ist plötzlich unakzeptabel. (schon immer gewesen). Was ist wahr?

Ich habe es schon mal erwähnt: Für viele etablierte Künstler im "Westen" gilt der ESC als Karriere-Killer, den sie meiden. Ob Roger Cicero seinen Auftritt als positive oder als rentable Erfahrung in Erinnerung behalten hat? Welcher etablierte Künstler ist bereit, allein die Werbe-Tour ESC durch die EBU-Mitgliedsländer mitzumachen und seine eigenen Termine zurückzustellen? Hat nicht die Idee mit Herr Naidoo bewiesen, welches Risiko sich ein Künstler aussetzt, wenn er sich auch nur bereit erklärt, mitzumachen?

Kein Wunder, dass wir immer wieder Newcomer ins Rennen schicken. Nun müssten die vernünftig betreut werden. Ein Stefan Raab hatte das wohl gekonnt und auch getan. Welchen Aufwand das bedeutet, will ich nicht wissen. Er hat letztlich zumindest die Chance gehabt, als Produzent zu profitieren. Und wenn der Künstler schon einen Produzenten hat? Eine Plattenfirma? Einen Manager?

Kürzlich war die Vorjahres-Teilnehmerin in einer Talkshow und hat berichtet, wie es ihr nach dem ESC ergangen ist. Man hat sie fallen lassen, wie die viel beschworene heiße Kartoffel. Wer von uns (Verbrauchern) hat ihre Platte gekauft? Wer von uns ist also bereit sich an der Finanzierung eines erfolgreichen Beitrages zu beteiligen? Soll die ARD das machen und darf sie das überhaupt?

Tschüß, Matthias
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch