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1

Friday, June 26th 2009, 1:05am

Ich hoffe, daß sich das noch als Ente entpuppt: Der Stern-Newsticker meldet, Michael Jackson sei gestorben.

2

Friday, June 26th 2009, 1:51am

http://www.tagesschau.de/kultur/michaeljackson104.html

http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,632670,00.html

Gruß Ulrich

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3

Friday, June 26th 2009, 9:03am

´
Auch der WDR redet von nichts anderem. Menschlich ist es für die Familie und seine Freunde sicher traurig. Ich denke aber nicht, dass der Menschheit ein Verlust entstanden ist, wenn ein austauschbarer Musiker nicht mehr auftritt.
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.

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4

Friday, June 26th 2009, 9:29am

Ja,

und Celine Dion fühlt den gleichen Schmerz wie beim Tod von JFK (lt. spiegel.de). Man glaubt es nicht.

Wie alt war die Dame seinerzeit bei JFK´s Tod? 3 oder 4 Jahre, 6 vielleicht?
Welcher Unsinn schwallt noch auf uns? Muss jetzt jeder zu M.J.´s Tod befragt werden?

Dagegen schmerzt mich z.B. der Tod von Rory Gallagher, Keith Moon, John McGeoch, Mick Ronson, den diversen Rabauken der Ramones, Joe Strummer,
Malcolm Owen, John Fox, Kevin Coyne ...

aber eben auch:

Hanns Dieter Hüsch, Matthias Beltz (und weiteren) noch heute wie damals.

Und manche von denen scheinen mir schon vergessen.

Gruß
Rick

ausnahmsweise vergessene nach-editiert:
Lux Interior, Heiner Pudelko
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(John Lydon)

Matze

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5

Friday, June 26th 2009, 9:47am

Meine Eltern haben es mir auch erzählt als ich sie eben besucht hatte.
Ich wusste da noch nix von.

Quoted

Frank postete
Ich denke aber nicht, dass der Menschheit ein Verlust entstanden ist, wenn ein austauschbarer Musiker nicht mehr auftritt.
Naja, Er ist nicht ganz so austauschbar wie die normalen Boygroups es später waren.
In Meiner Generation war er für viele noch eine grosse Nummer. Allerdings hat er auch stark polarisiert...
Ah... Jetzt kommt es in den Nachrichten im DLF... Kurz vor seinem Comeback verstorben... Naja musikalisch wird uns da nix bedeutendes abgehen...
Jedenfalls, er hat stark polarisiert, finde ich. Einmal die absoluten Fans und dann die die das Zeug nicht abkonnten. Ich fand am Anfang das man sich seine Stücke sehr schnell übergehört hat. Zuerst ganz gut, aber nix für die Ewigkeit. Später konnte ich das Zeug nicht mehr ab. Inzwischen geht es wieder etwas. Ich gehe recht langsam zum Radio wenn auf dem Classic Rock Sender wieder dirty Diana gekreischt wird (was hat dieses Stück da zu suchen, naja, andseres Thema.) um den Sender umzuschalten.

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6

Friday, June 26th 2009, 10:18am

Ich weiß nichts mit der Meldung anzufangen.
Zu dem Musiker MJ habe ich nie eine Beziehung aufbauen können.
Mir war sein Auftreten immer zu affektiert. War auch nie meine Musik.
Zu seiner großen Zeit (und bis heute sporadisch) habe ich Reggae gehört.

Ähnlich ging es mir aber auch mit Elvis, den ich nur noch als fetten medikamentensüchtigen Herrn im Zirkusdirektoranzug kennengelernt habe.
Den Hype um seine Person habe ich auch nie verstanden.

Tragisch sind wohl eher die Parallelen zwischen den beiden, die vom Popgeschäft erst groß- und dann kaputtgemacht wurden.

Mehr leid tun mir die drei Kinder Jacksons, die jetzt wohl für den Rest ihrer Tage durch allerübelste Talkshows gezerrt werden.


Friede seiner Seele.
Bert

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7

Friday, June 26th 2009, 10:43am

Ich kann auch weder mit Elvis und schon garnicht mit Michael Jackson etwas anfangen.

Ich muß zugeben, als ich das heute Morgen hörte, mußte ich laut lachen.

Aber ich muß auch gestehen, daß mir keiner (!!) der Namen, um die @Rick Monson trauert, irgendetwas sagt....

Hüsch, ja, den hab ich schon irgendwo mal gehört, kann den aber gerade nirgends einsortieren.

Liebe Grüße
Martin
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8

Friday, June 26th 2009, 10:47am

Quoted

Frank postete
wenn ein austauschbarer Musiker nicht mehr auftritt.
Was die Austauschbarkeit angeht, muss man meiner Meinung nach zwischen dem Michael Jackson der 1970er und 1980er und dem Michael Jackson der 1990er und 2000er Jahre unterscheiden.

Erster war alles andere als austauschbar. Die Alben "Off The Wall", "Thriller" und "Bad" oder auch das (nicht auf einem Jackson-Album erschienene) "Say Say Say" im Duett mit Paul McCartney sind für mich unsterbliche Meisterwerke.

Danach kam dann leider aus meiner Sicht der fortschreitende Absturz in die musikalische Bedeutungslosigkeit. Das nächste Album "Dangerous" fand ich zwar damals enttäuschend, aber aus heutiger Sicht noch passabel. Alles weitere war dann nur noch schwach.

Menschlich finde ich den Tod zum jetzigen Zeitpunkt einfach nur tragisch. Ich hätte ihm nach den Strapazen der letzten Jahre eine erfolgreiche Welttournee und anschließend ein glückliches Leben gegönnt. Ob er das jemals hatte, ist für mich mehr als fraglich.

Matze

Unregistered

9

Friday, June 26th 2009, 10:49am

Hüsch war der einzige den ich aus der Liste kannte.
Kabarretist. Habe vor langer Zeit (Ich war wohl so 16 / 17) mal einen Auftritt im TV gesehen und das hat mir gut gefallen.

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10

Friday, June 26th 2009, 10:50am

Siehst Du, Martin...

Du hast wenigstens gelesen und nachgedacht.

Wenngleich ..., hihi, bei Mick Ronson hätte es schon klingeln müssen.

Gruß
Rick (Monson)
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11

Friday, June 26th 2009, 10:55am

Naja, Heiner Pudelko ist nun auch nicht sehr bekannt geworden.
Mit seiner Stimme hätte er aber problemlos Leadsänger bei Led Zeppelin werden können. Er hat auch schöne Texte gehabt. War für den großen Erfolg leider immer zu sehr neben dem Massengeschmack. Wie Rio Reiser (damals) auch.

Beltz war auch gut....sofern er keine Musik gemacht hat... :)
Bert

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12

Friday, June 26th 2009, 10:59am

Moin,

MJ war auch für mich nicht der große Musiker im Popgeschäft.
Vielleicht kann man es nicht vergleichen, aber die Beatles und die Rolling Stones haben der Popmusik mehr gegeben als der Michael.

Es ist traurig, was der Ruhm mit manchen Musikern so macht. Wenn ich lese, MJ wollte noch 50 Konzerte mit Hilfe von Kilogramm an Medikamenten durchziehen, war er wohl seit einiger Zeit nicht mehr in der realen Welt zu Hause...

Heribert

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13

Friday, June 26th 2009, 11:08am

Ehrlich,

ich finde es schön, daß so mancher sich mit den Namen meiner "Liste" befasst und sich "Die Vergessenen" in Erinnerung ruft.
Pudelko starb, jünger als M.J. übrigens, an einem Hirntumor.

- Frag´ Herr Georg Schramm, Herrn Volker Pispers, Herrn Priol, Herrn Rating und Herrn Deutschmann, um die "GROßEN" Lebenden zu nennen, nach dem verstorbenen Herrn Beltz, und Sie werden augenblicklich feuchte Augen bekommen. Ich wette darauf. -

Und die Jungs von den Ramones starben auch eher qualvoll als stilvoll.
"Stilvoll" wäre z.B. wie bei Lord Uli (oder Ulli?). Aber das ist hier nur "noch ein Name".

Netter
Gruß
Rick
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14

Friday, June 26th 2009, 11:11am

Das sehe ich auch so wie Heribert.

Mir ist keine andere Band bekannt, die eine so breite Streuung an musikalischer Stilrichtung treffsicher umgesetzt hat, wie die Beatles.
Und, man möge mich berichtigen, keine andere Band wurde und wird so häufig gecovert wie sie. Und selbst nach vierzig Jahren finde ich fast alle ihrer Titel perfekt.
Michael Jackson war ein Kind seiner Zeit. Zeitgenössische Jugendstar halt.
Ich glaube nicht, daß man sich musikalisch in einigen Jahrzehnten an ihn erinnern wird. Höchstens an den Medienrummel um ihn.

Pikant:
Zu seiner großen Zeit sicherte sich der damals finanziell sehr potente Jackson die Rechte an den Beatles-Songs.
Das heißt, wenn Paul McCartney einen alten Titel singen wollte, mußte er Lizenzgebühren an Jackson zahlen.
Hat dem Michel unter dem Strich aber auch nicht weiter geholfen.

Bert
Bert

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15

Friday, June 26th 2009, 11:13am

Den Lord Ulli kannte ich noch persönlich.
Der hing immer in Wegberg im "Le Pirate" am Tresen rum. :D
Bert

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16

Friday, June 26th 2009, 11:18am

Quoted

Huubat postete
Pikant:
Zu seiner großen Zeit sicherte sich der damals finanziell sehr potente Jackson die Rechte an den Beatles-Songs.
Das heißt, wenn Paul McCartney einen alten Titel singen wollte, mußte er Lizenzgebühren an Jackson zahlen.
Das bedeutete damals auch das Ende der ehemals guten Freundschaft zwischen Paul McCartney und Michael Jackson. Erst Jahre später, als Linda McCartney starb und Michael Jackson ihm sein Beileid aussprach, haben die beiden wieder miteinander geredet.

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17

Friday, June 26th 2009, 11:28am

Das Problem das ich mit Michael Jackson habe ist,
daß er schon zu Lebzeiten bedauert, und seine Niedergang betrauert wurde.
Diese Comeback-Pressekonferenz war doch eher die eines ..., ich weiß nicht, "fertigen Freaks"?
Ich habe nicht eine Sekunde an ein Zustandekommen auch nur eines Konzerts mit vollem, authentischem Gesang geglaubt.

Der Arme wurde schon jahrelang weg-betrauert.

Trotzdem, mein Respekt vor seinem kommerziellem Erfolg und seinem fraglos stilbildendem Showtalent anno 198x.

Rick
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18

Friday, June 26th 2009, 11:41am

Wenigstens die Spicegirls haben es nochmal Ende 2007 zu einer Tournee geschafft. :D

Hätt ich auch nie dran geglaubt, aber fast 10 Jahre drauf gehofft, weil ich ja damals in den 90ern für Dortmund keine Karte mehr bekommen hatte. :(

Endlich diese heißen Mädels zu sehen konnte ich dann mit viel Glück zwei Tage vor Weihnachten 2007 im Kölner "Henkelmann" (Köln Arena) nachholen. :)

Liebe Grüße
Martin
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19

Friday, June 26th 2009, 11:46am

Bevor ich mit den Spicegirls nach Dortmund fahre, gehe ich lieber mit Heesters ins "Maxim". :D
Bert

20

Friday, June 26th 2009, 12:45pm

Ich habe durchaus einen Hang zum Zynismus. Meine ersten Gedanken waren heute morgen: "Also das versteht er unter 'Comeback'!"

Vielleicht gelingt ihm aber auch nur das, was Jim Morrison mißglückt ist, die Inszenierung des eigenen Todes. Sollte das sein Plan sein, drücke ich ihm die Daumen.

niels
Ich halte die analoge Aufzeichnung einer qualitativ gut erzeugten digitalen Aufzeichnung für unterlegen.
Aber jene macht mir mehr Freude.

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21

Friday, June 26th 2009, 12:45pm

Ich hab's heute Nacht auf CNN gesehen, da war man sich aber scheinbar noch nicht 100%ig sicher ob er nun tot ist oder nicht.

Ich konnte den Rummel um MJ auch nie nachvollziehen, seine Musik gibt mir
gar nichts. Für mich war er immer ein ziemlicher Freak. Wenn sich einer
"umfärben" lässt, kann doch irgendwas nicht stimmen im Oberstübchen, oder?

Seine Musik war für mich immer ziemlich unterste Schublade, kann ich einfach nichts dran finden. Da halte ich mich lieber an die Beatles, Stones und Dylan.

Ganz ähnlich geht's mir auch mit Elvis Presley. Der war zwar schon tot als ich geboren wurde, aber warum manche Menschen so einen Hype um ihn machen verstehe ich nicht. Er hat ein paar gute Songs (z.B. In The Ghetto) aufgenommen, aber wirklich viel bewegt hat er doch eher nicht, denke ich.
Da haben die Fab Four doch schon wesentlich mehr für die Pop/Rockmusik getan. Den Tod von John Lennon und George Harrison finde ich äusserst bedauerlich.

Naja, jetzt sind die Medien halt mal ein paar Tage lang mit MJ beschäftigt und im Radio werden seine Songs rauf und runter geleiert werden und dann wird
man ihn langsam vergessen und sich wieder mit dem Tagesgeschäft beschäftigen.

So wie immer halt...

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22

Friday, June 26th 2009, 1:01pm

Ganze Server brechen unter der Last der Nachricht zusammen, und es sind keine Musik-download-sites. So kommt es noch einmal zu einem letzten live-Rauschen im Web, bevor an der Legende gestrickt wird. RIP...

PS: &more...

cassettenfreund

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23

Friday, June 26th 2009, 1:07pm

Schon interessant, wie wenig hier mit der Musik von Michael Jackson was anfangen können. Seine Erfolge aus den 80ern sind für mich riesengroße Meilensteine im Pop-Himmel. Smooth Criminal könnte ich jeden Tag hören, Billie Jean ist der Klassiker auf jeder Party, und was an Dirty Diana auszusetzen ist, weiß ich auch nicht. Schade um ihn.

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24

Friday, June 26th 2009, 1:08pm

Um Presley zu verehren, muß man wohl zu seiner großen Zeit im jugendlichen Alter gewesen sein.
Ist aber wohl bei allen Menschen so, daß die Spanne zwischen 12 und 18 prägend für den späteren Musikgeschmack ist. Egal, in welcher Epoche man lebt.

("Alter" definiere ich im Übrigen in dem Abstand von WDR4 auf den selbstprogrammierten Programmtasten im Autoradio zur Taste mit der Beschriftung "1".
Je weiter vorn, desto älter der Fahrer.
Ist die "1" erreicht, befindet man sich nicht nur mental auf der Ebene von Ernst Mosch.)

Aber es ist wohl so, daß sich viele Leute des heutigen musikalischen Urgesteins an Elvis orientierten. Auch Lennon und McCartney.
Elvis hatte wohl damals eine gewisse Signalfunktion in der übrigen Heile-Welt-Nachkriegsmusik.
Ich finde ihn ja auch nicht schlecht; er begeistert mich aber auch nicht.

Bert
Bert

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25

Friday, June 26th 2009, 2:15pm

Hallo Leute,

...das MJ in gewisser Weise als "etwas übertrieben schillernd" angesehen
werden kann, verwundert eigentlich wenig. Wem von Kindesbeinen an
durch überehrgeizige Eltern und Manager das Pop-Geschäft als wahre
Welt vorgeführt wird, wem es danach gelingt, die Phase des Ausstiegs
aus diesem Familien-Unternehmen "Jackson Five" erfolgreich zu durch-
leben (ohne im gleichen "Nichts" zu verschwinden wie zB die Osmonds)
und wem dann über 20 Jahre die Krone des "King of Pop" aufgesetzt
wird, na, der kann doch gar nicht "normal" bleiben.

Und ob nun seine Musik und seine Performance gefällt, oder nicht
(mir gibt sie auch nichts, aber die ganze Stilrichtung gibt mir nichts)...
...sein künstlerisches Wirken hat schon gewisse Masstäbe gesetzt.
Dass er in den letzten Jahren die Erwartungshaltung (seine und die
seiner Fans) nicht mehr erfüllen konnte, hat sicher zu den vielen
Negativschlagzeilen geführt, auf die sich die Yellow-Press seit Jahren
so gierig stürzt. Das zeigt für mich aber um so deutlicher, welche
Sozialisation hinter ihm liegt.

Ihn indes mit den Beatles zu vergleichen ist ohnehin daneben. Deren
Musik wurde in eine Aufbruchstimmung hinein produziert - das musste
für die damalige Jugend einen ganz anderen Wert haben. Und Lennon/Mc
Cartney waren vor allem eines: sehr fleissige Song-Writer, und das auch
für andere Künstler. So etwas hinterlässt viel nachhaltigere Spuren in einer
solchen Szene. Dies auch der Grund, weshalb der Titel "King of Pop" meiner
Ansicht nach eigentlich an einen anderen Herrn gehen müsste.

Elvis ist für mich wieder eine ganz andere Nummer. Ein "echter"
Rock`n`Roller rümpft bei ihm wahrscheinlich ohnehin die Nase. Aber Elvis
hat den Rock´n`Roll "hoffägig" gemacht, raus aus dem Schmuddel-
image, den verschwitzten Clubs und rauf auf die Casino-Bühnen von
Las Vegas und Reno. Und denen, die mit der Musik trotzdem nichts anzu-
fangen wussten, konnte Elvis sein "handsome smiling" wenigtens in seinen
läppischen Filmrollen zeigen. Elvis für alle ! In einer solchen Rolle hätte
man sich Chuck Berry irgendwie nicht vorstellen können, oder?

Eine gewisse Annerkennung in einem sehr schnellebigen Popgeschäft
gebührt MJ auf alle Fälle, wie ich finde, auch wenn der ein oder andere
das für sich anders bewertet. Nachhaltige Spuren für die Musikkultur, wie
sie z.B. ein J.-S.Bach oder ein L.v.Beethoven hinterlassen haben, darf
man von einem Pop-Musiker ohnehin nicht erwarten. Innerhalb von ein
paar Jahrzehnten wird er/sie weitestgehend vergessen sein.
Das einzige, das die modernen Gesellschaften an "Kulturerbe" hinterlässt,
sind die Ozonlöcher und die Müllberge - leider. Pop-Musik wird es wohl eher
nicht sein. Aber das ist ein anderes Thema....

...und Tschüß

Peter
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26

Friday, June 26th 2009, 2:15pm

Aha, ich bin 32 und WDR4 liegt auf der Taste "4". Wie sollte es auch anders sein?

1 - Einslive
2 - Big FM
3 - WDR 2
4 - WDR 4
5 - Radio FiV
6 - BFBS

(Autoradio hat nur 6 Tasten)

Liebe Grüße
Martin
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27

Friday, June 26th 2009, 2:21pm

Hallo Martin,

...wie zuvor schon von anderen erwähnt: "man" hört am
liebsten den Musikstil, mit dem man seine "Sturm- und Drangzeiten"
durchlebt hat. Daraus darf man folgern, dass das Programm von WDR4
niemals einen Platz auf meinen Stationstasten zugewiesen bekommt,
gleichgültig, wie alt ich werde !!! (Jawohl : 3 Ausrufezeichen !).
Selbst wenn mein Autoradio 20 Stationstasten hätte....

Ist aber alles Geschmacksache.

Gruss

Peter
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28

Friday, June 26th 2009, 2:51pm

Naja, ich schweife schon wieder ab.

Diesen WDR4 Einheitsbrei tagsüber kann ich auch garnicht ab. Aber Nachts nach 12 Uhr, wenn ich aus dem Kino komme, spielen die oft recht gute Musik.

Gruß
Martin
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cassettenfreund

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29

Friday, June 26th 2009, 4:35pm

Quoted

PeZett postete
...wie zuvor schon von anderen erwähnt: "man" hört am
liebsten den Musikstil, mit dem man seine "Sturm- und Drangzeiten"
durchlebt hat.
Ausnahmen bestätigen die Regel. ;)
Meine Sturm- und Drang-Zeit war von 2003 bis 2008. Als Gelegenheits-DJ habe ich Musik aus dieser Epoche auch, aber ich kann Nelly Furtado, Lady Gaga und co. nichts abgewinnen. :D

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30

Friday, June 26th 2009, 6:34pm

"Thriller" war meine erste Platte. Das war schon toll!