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  • »Hannes« ist der Autor dieses Themas

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1

Freitag, 13. Oktober 2017, 07:26

Orgel in St. Severin / Sylt

Moin aus Hamburg!

Gerade zurück von einem Kurzurlauf auf Sylt hoffe ich hier Infos zu bekommen.

Ein Abstecher zur Kirche St. Severin in Keitum zeigte, dass die Kirche wg. Renovierungsarbeiten geschlossen ist. Auch die Orgel wird überholt. Dabei fiel mir der Begriff "Hauptausreinigung" der Kirchenorgel auf. Mich würde interessieren, was sich hinter diesem für mich eigentümlich wirkenden Begriff verbirgt. Vielleicht erfahre ich ja hier "Erleuchtung" :)

Vielen Dank sagt

Hannes
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2

Freitag, 13. Oktober 2017, 07:48

Vielleicht erfahre ich ja hier "Erleuchtung" :)

Die habe ich soeben erfahren bei denen, die etwas davon verstehen sollten:
im "Merkblatt über die Pflege von Orgeln" ab Seite 1 unten
und einem anderen über "Orgel und Baumaßnahmen" auf Seite 7 oben.
Siehe Anhänge.

Im Orgelfach trifft man nicht selten auf archaisch anmutende Begriffe :rolleyes:

Grüße, Peter
»Peter Ruhrberg« hat folgende Dateien angehängt:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Peter Ruhrberg« (13. Oktober 2017, 08:12)


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3

Samstag, 14. Oktober 2017, 15:42

Da in Orgeln große Hohlräume, Resonanzkammern und ordentliche Pfeiffen herumstehen, können da Mäuse eingezogen sein, Vogelnester unbemerkt geblieben und die Windmaschinen verstopft sein...

:whistling:

4

Samstag, 14. Oktober 2017, 18:37

Resonanzkammern in der Orgel - was soll denn das sein? Bitte um detaillierte Aufklärung.

F.E.

5

Samstag, 14. Oktober 2017, 18:59

Na ja, mit der Brechstange und gutem Willen kriegt man das mit dem Resonanzkörper(-kammer) in der Orgel schon hin gebogen :)

Lingualpfeifen

Gruß Ulrich

  • »Hannes« ist der Autor dieses Themas

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6

Sonntag, 15. Oktober 2017, 16:07

Moin!

Ich danke euch für eure Beiträge, die mich erleuchtet haben.

Orgelmusik ist etwas sehr schönes für mich, der Einblick in technische Hintergründe erhöhen mir den Genuß ...

Ich wünsche allen einen schönen Sonntag!

Hannes
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7

Sonntag, 15. Oktober 2017, 19:28

Hallo Hannes,

nachdem die Definitionsfrage schon geklärt ist, zur Verdeutlichung ein paar Bilder von einem Instrument hier in der Nähe, das eine solche Ausreinigung (in diesem Falle sogar noch mehr, nämlich eine denkmalgerechte Restaurierung) sehr nötig hätte:



Man sieht deutlich, wie viel Staub zwischen und in den Pfeifen liegt. Beim "großen Staubsaugen" alle ca. 20 Jahre werden üblicherweise alle Pfeifen ausgebaut, das Orgelinnere gereinigt, und je nach Verschmutzung auch die Pfeifen gewaschen, ausgeblasen oder mit einem Pinsel vom Staub befreit. Besonders am Labium und an der Kernspalte ist das kritisch, weil sich durch den Dreck die Luftströmung und damit der Klang deutlich verändern kann.

Auch kann man sich anhand der Bilder vorstellen, wie viel Arbeit in so einer Ausreinigung steckt...

Viele Orgelbauer haben auf ihren Homepages ausführliche Bilder z.B. von Restaurierungsberichten - zum Beispiel hier: http://www.orgelbau-schmidt.de/index.php/aktuelles/ulmbach (trotz Namensgleichheit habe ich keine Verbindung zum verlinkten Betrieb).

Ein faszinierendes Instrument :)

Viele Grüße
Andreas