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  • "Michael Franz" started this thread

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1

Tuesday, December 7th 2004, 12:44pm

Wenn eine Zeitschrift "LP" heisst, so interssiert das natürlich einen Schallplattensammler und Musikfan wie mich. Nischenprodukte des Zeitschriftemarktes finden selten genug ihren Weg zum Kiosk, um so erfreuter war ich, daß meine Stammtanke die Erstausgabe ausliegen hatte.

Der Titel "LP" suggeriert ein Hauptaugenmerk auf das Thema Vinyl - der kleiner gedruckte Untertitel rückt diese Aussage wieder zurecht: Eine "Zeitschrift für analoges Hören und Vinylkultur" war das Ziel der Macher.

Blättert man durch das Heft, so fällt auf, daß Marginalien viel Raum gewidmetet wird:
Ein Retro-Kofferradio wird vorgestellt, freilich ohne die Info, ob es sich um einen 1:1 Nachbau handelt oder ob hier moderne Technik in alt aussehende Gehäuse gesetzt wird. Über die Klang- und Empfangseigenschaften wird nicht weiter berichtet. Dicke Bretter zu bohren ist nicht Stärke der Redaktion. Diese Erkenntnis findet sich auch in der Besprechung der beiden Bücher "Die Analogen Hitmaschinen" und dem Plattenspielerbuch von Uli Zauner (Kultmaschinen).

Die Schreiber wiederholen sich, attestieren beides mal "aufwendige Recherchen" und wenn ich das im Falle Zauner auch unterschreiben mag - bei den Hitmaschinen halte ich das für nicht gegeben.

Danach gelange ich zu einem Grundlagenartikel über die CD-Technik. Das bisher gültige Abtasttheorem wird in Zweifel gezogen, eine alternative Sichtweise dargelegt, der Artikel gipfelt nach einigen Diagrammen und Ausführungen in der schon auf der Titelseite propagierten Erkenntnis: Das beste Medium zur Tonspeicherung und Wiedergabe ist die Vinylplatte, die CD hat versagt! Kein Wort davon, daß es CD-Produktionen gab, die auch audiophilen Ansprüche gerecht wurden. Nur kurz wird erwähnt, daß die CD heute eher am unteren Ende der Digitaltechnik zu finden ist und mittlerweile große Fortschritte erzielt worden sind. Letztlich scheint es in dem Artikel nicht um das Suchen und Finden einer Antwort zu gehen, vielmehr sollen vermeintliche Antworten - Analog ist besser - propagiert werden.

Schade - das Thema enthält Stoff genug für einen Mehrteiler. Die Abgrenzung zwischen Analog und Digital, der Versuch, Zusammenhänge zwischen Gehörtem und Gemessenem herzustellen, das hätte eine spannende Artikelserie geben können, die auch die Digitalos angesprochen hätte. So hat man diese Chance vertan und im Grunde nur einen Grund vorgeschoben, diese Zeitschrift machen zu können. Diverse Fehler in dem Artikel will ich nicht weiter erwähnen. Das sind Fehler, wie sie in der Hektik einer Erstausgabe vorkommen können. Der Fachmann wird sie erkennen, und der Laie braucht's ja nicht so genau zu wissen, sofern er sich zum vorgegebenen Endergebnis durchringen kann.

Es folgen Tests. Getestet werden Plattenspieler, Tonarme, Tonabnehmer und Phono-Vorverstärker. Die Tests unterscheiden sich in nichts von dem, was üblicherweise in den High-End-Postillen geboten wird. Wenig Fakten, kaum Meßergebnisse, dafür viele, viele subjektive Eindrücke. Um sich von den etablierten Zeitschriften abzugrenzen, wählt man eine besonders subjektive Form der Bewertung - ganz ohne mochte man wohl doch nicht auskommen: Eine Zahl zwischen 70 und 180 ist ein Äquivalent zum menschlichen Pulsschlag und soll den Erregungszustand des Testers nach dem Test ausdrücken. Ob der erhöhte Pulsschlag nahe der Herzinfarktsgrenze nun positive oder negative Ursachen haben soll, wird nicht weiter erläutert. Dafür ist die Grafik schön auffällig.

Kriterien für die Auswahl der Testgeräte erschliesen sich dem Leser leider nicht. Die Auswahl wirkt wie Zufall. Vielleicht müssen die Redakteure auch nehmen, was sie kriegen können, berichten entsprechend wohlwollend und verzichten weitestgehend auf Kritik. Mein Eindruck: Leute, die gerne mit HiFi spielen, tun das weiterhin und berichten über ihre Spielzeuge.

Ungerührt verbreitet man revolutionäre Erkenntnisse: Einer der hochgelobten Arme hat keine Antiskating-Einrichtung. Die Antiskating-Kraft soll durch ein verdrilltes Anschlußkabel des TAs aufgebracht werden. Begründung des Konstrukteurs: Er lehne Anti-Skating generell ab, und wenn die Leute unbedingt eines wollen, dann wenigstens eines, welches nicht schaden würde. Vielleicht weil es gar nicht wirkt? Es spricht nicht für die Qualtät dieser Zeitschrift, daß man diesen Sachverhalt einfach so stehen lässt, nicht näher kommentiert und auch nicht näher untersucht.

In einem weiteren Plattendreher-Artikel vergleicht man - der Dreher arbeitet mit Stand-Alone-Motoren - den Klang bei Verwendung verschiedener Motoren. Verblüffenderweise sollen auch ungeübte Hörer ganz einwandfrei die Unterschiede hören zwischen einem Schweizer Gleichstrommotor und seinen beiden badischen Synchon-Kollegen, einmal schnell drehend und einmal langsamer. Natürlich ist der Letztere, der die besten Ergebnisse bringt, nicht mehr lieferbar. Wäre auch zu schön gewesen, hätte man das passende Objekt der Begierde einfach so kaufen können. Nun muss man einem Geheimtip hinterher rennen. Fazit: Den Kombinationsmöglichkeiten Laufwerk - Arm - TA wird nun mit dem Motor eine weitere Dimension hinzugefügt. Wer zum Frühstück Mozart hören will, hat nun nicht mehr nur die Auswahl zwischen 3 Tonarmen sondern kann mit 3 Motoren zusätzlich variieren ;) Hinweise über das Testprocedere gibt es keine, auch war es nicht möglich, diese deutlich hörbaren Unterschiede mit irgendwelchen Meßwerten zu untermauern. Erklärungen für diese Phänomene werden in dieser Branche schon lange nicht mehr gesucht - ernsthaftes technisches Interesse wird nicht vorrausgesetzt. So tut man der analogen Sachen keinen guten Dienst sondern schaufelt Wasser auf die Mühlen der Abstreiter.

Nach einem kleinen Artikel über den passenden Wein zu einer bestimmten Musik - in Zusammenhang mit einem bestimmten Rebensaft, dessen Namen mir entfallen ist erwähnt man, sehr originell, Keith Jarret und das Köln-Concert - geht es endlich in den Musikteil:

Das neue Album der Fantastischen Vier gibt Anlass zu einem dürftigen Artikelchen, der nichts enthält, was man nicht schon in anderen Zeitungen besser und ausführlicher gelesen hätte. Die Plattenrezensionen? Das, was eigentlich am meissten interessieren würde? Nun, es geht um Reissues. Viele der Alben sind bekannt, man hat schon darüber gelesen, und wer sich nicht konsequent der CD verweigert kennt die Musik schon. Man liest also eine weitere Meinung über ein Werk, daß man evtl. schon kennt und über das man schon viele Meinungen gelesen hat. Es gibt keine Vergleiche mit den zuvor veröffentlichen Versionen und schon gar keine Vergleiche mit den CDs. Man tut ganz einfach so, als gäbe es nur diese Vinylplatten. Es wirkt dann schon ein bisschen lächerlich, "Transformer" von Lou Reed nochmals zu besprechen.

Nach dem Durchblättern dieses etwas dürr geratenen Musik-Teils ist die Lektüre beendet, und ich frage mich, was mit dieser Zeitschrift erreicht werden soll. Fundierte Testarbeit ist hier nicht zu erwarten. Der Musikteil wird in den darauf spezialisierten Magazinen besser, aktueller und kompetenter geboten. Eine Begründung dafür. wieso man z. B. dieses Reissue kaufen soll und nicht die Originalplatte als 2nd-Hand oder vielleicht doch die CD, bekommt man nicht. Und wenn ich Smalltalk über Höreindrücke willkürlich zusammengestellter Plattendreher lesen möchte, so gibt es eine Reihe von hierauf spezialisierten Foren. Ob aus der "LP" noch eine veritable Zeitschrift wird, kann ich nicht beurteilen. Ich werde das verfolgen, ohne jedoch Geld dafür auszugeben. Bis dahin halte ich mich an die Kataloge der einschlägigen Plattenfirmen und lese die Besprechungen von Franz Schöler.
Michael(F)

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2

Tuesday, December 7th 2004, 2:07pm

Es fehlt mir immer noch die wirklich ehrliche Hifi-Zeitschrift, wie es die Hifi-Stereofonie mal war. Wobei mir dort der Musikteil nicht so gefiel. Wenn ich mir die heutigen Zeitschriften ansehe, habe ich das Gefühl, die Welt will belogen werden. Deine vorgestellte Zeitschrift scheint auch dort hinein zu passen. Alles wird übertrieben dargestellt. Kleinigkeiten werden in den Himmel gelobt, nur um etwas sensationell klingen zu lassen (Beispiel aus einer Zeitschrift: Der Metallrahmen für die Elkos wurde um Eigenschwingungen zu vermeiden, mit Samt beklebt). Manchmal werden pseudowissenschaftliche Begriffe benutzt (Voodoo?). Das stärkste, wass ich mal gelesen habe, war, dass Stereoplay/Audio-Redakteure behaupten, den Festplattentyp an den wiedergegebenen Musikstücken heraushören zu können. Hier ging es um auf Festplatte kopierte CDs. Danach war die Zeitschrift für mich komplett erledigt. Kann man den ehlichen Inhalt nicht mehr verkaufen, interessiert das niemanden mehr? Ok, die Amis versuchen den Irak-Krieg auch mit erfunden Details zu begründen. Irgendwie erinnert mich das langsam an '1984', von Georg Orwell. Die Wahrheit ist in erster Linie zweitrangig, im Vordergrund steht in erster Linie der Zweck.
Gruß,
Michael/SH

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3

Tuesday, December 7th 2004, 2:36pm

Quoted

mfranz posteteDie Wahrheit ist in erster Linie zweitrangig, im Vordergrund steht in erster Linie der Zweck.
Und der Zweck ist das Geld, was in der Tasche der Herausgeber klingelt, oder besser klingeln soll.

Auf der anderen Seite: analoge Technik für den normalen Anwender gibts fürn Appel und 'n Ei bei A**d, L**l & Co jede Woche neu. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf 5.1 oder 7.1 (übrigens hat man beim IRT Versuche mit der Übertragung von 5.1 Signalen über einen DAB Kanal gemacht - Surround im Auto ...) oder noch mehr. Wie sich diese Kombination aus Brüllwürfel und Piezoscheiben anhört dürfte klar sein. Will die Masse eigentlich mehr?

Ich denke nicht. Die Hörkultur der vergangenen Jahre ist vorbei. Es muß bunter, schriller, cooler, hipper oder sonstwas sein. Bestes Beispiel sind die gängigen Fernsehprogramme. Kollektives Dummschwätzen in der 6. Staffel.

Ergo, gibt es nix wirklich Neues, über das derartige Zeitschriften berichten können. Deutsche Firmen, die Testgeräte an Zeitschriften überließen gibt es nicht mehr. Die Firmen, die noch existieren, sind zu klein. Es rechnet sich nicht. Und damit sind wir wieder am Anfang der Geschichte.

Gruß
Michael

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4

Tuesday, December 7th 2004, 2:58pm

Die anderen zeitschriften können von Glück reden, daß der Michael sie noch nicht mit der gleichen Hingabe kritisch durchleuchtet hat... ;)

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5

Tuesday, December 7th 2004, 7:15pm

Ein Kompliment von mir an den Erfinder des Wortes 'Brüllwürfel' .
Ehrlich, ich bin allein am PC gesessen und habe gelacht.

cdj74

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6

Tuesday, December 7th 2004, 9:23pm

Ich hab die "LP" im "Pressezentrum" eines Bahnhofs fast komplett gelesen (mein Zug hatte mal wieder Verspätung und mein Anschlusszug war seit 7 Minuten weg).
Ehrlich gesagt, war ich enttäuscht. Ich hatte ein Blatt von enthusiastischen Analogfreaks erwartet. Es ist aber nur ein Blättchen, was auf einen irgendwo fahrenden "Analog-Retro-damit-Kann-man-Geld-machen-Zug" aufspringt. Alleine, dass der Untertitel das Wort VinylKULTur erwähnt, stieß mir schon auf.

Es scheint mir in diversen Artikeln so, als ob die LP versucht, Analog-Anhängern Argumente gegen Digitalos zu liefern (und dafür auch pseudo-wissenschaftlichen Schwachsinn bemüht). Wahre Analog-Anhänger brauchen diese Argumente doch überhaupt nicht. Der "Kampf" Analog gegen Digital fand vor etlichen Jahren statt und ist längst entschieden. Wer heute analoge Geräte benutzt, tut das bestimmt nicht, weil eine Zeitschrift tolle Gründe gegen digitale Geräte nennt.

Von einer ersten Ausgabe hätte ich mehr "Einsteiger" bezogene Artikel erwartet (der Artikel über CD Technik ist meiner Meinung nach völlig fehl am Platze). Ein Grundlagen Artikel über Plattenspielertechnik wäre besser gewesen. Mit Themen wie "So kann ich den verstaubten Plattenspieler vom Dachboden an meine Stereoanlage anschliessen" würde man vielleicht Neu- und Wiedereinsteiger erreichen. Mit "CD is böse" bestimmt nicht!

Insgesamt uviel "HighEnd-Geschwafel"... spricht vielleicht die drei Leser mit einem Millionen Budget an und bestätigt ihnen, dass sie genau den richtigen Motor haben. Toll!

Wie schon im von Michael Franz angemerkt lässt der Musikteil zu wünschen übrig. Von einer VINYLKULTUR Zeitschrift darf man einfach mehr erwarten als belanglose Rezensionen über bekanntes Material. Gerade Re-Issues schreien doch nach einem Vergleich. Die Redakteure müssen taub sein ;)
Natürlich muss eine neue Zeitschrift sich erst etablieren (können) und deshalb werde ich mir die nächsten Ausgaben auch angucken (auf die Bahn kann ich mich schließlich verlassen ;) ).

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7

Tuesday, December 7th 2004, 10:33pm

@Michael(F)
Hat der Verlag der LP auch eine Internetadresse?
Gruß,
Michael/SH

Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu (Ö v. Horvath)

cdj74

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8

Wednesday, December 8th 2004, 12:07am

Eigentlich sollte hier die "LP" schon aufgeführt sein...

http://www.presse-im-handel.de/cgi-bin/search.cgi?cmd=vrs&db=pp&mh=50&nh=1&sb=1&so=ascend&hgruppe=2&ugruppe=10&titel=

... ist sie aber noch nicht.

Wahrscheinlich wird die Seite demnächst aufgefrischt. Die "LP" ist erst am 3.12. erstmalig erschienen.

  • "Michael Franz" started this thread

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9

Thursday, December 9th 2004, 10:08am

Quoted

mfranz postete
@Michael(F)
Hat der Verlag der LP auch eine Internetadresse?
Dies hier habe ich gefunden:

www.lp-magazin.de

Leider hat die Seite, die aufgeht, nix mit dem Magazin zu tun...
Vielleicht hat jemand anders mehr Glück.
Michael(F)

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10

Thursday, December 9th 2004, 10:34am

Quoted

Michael Franz postete
Dies hier habe ich gefunden:

www.lp-magazin.de

Leider hat die Seite, die aufgeht, nix mit dem Magazin zu tun...
Vielleicht hat jemand anders mehr Glück.
Scheinbar doch, denn man kann ein ABO der LP gewinnen.
Gruß,
Michael/SH

Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu (Ö v. Horvath)

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11

Thursday, December 9th 2004, 10:41am

Bei mir geht penetrant diese Seite hier auf:

http://lloxx.metazoa.de/
Michael(F)

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12

Thursday, December 9th 2004, 10:56am

Quoted

Michael Franz postete
Bei mir geht penetrant diese Seite hier auf:

http://lloxx.metazoa.de/
Das ist die Verlagsseite. Die bieten jede Menge Video/Hifi-Zeitungen, auch die LP.
Gruß,
Michael/SH

Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu (Ö v. Horvath)

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13

Thursday, December 9th 2004, 11:10am

Schau mal dort weiter rechts mittig, da kann man das Abo gewinnen...wenn man es gewinnen möchte...und das Pech haben sollte... ;)

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14

Thursday, December 9th 2004, 11:48am

Im Triple-A diskutieren sie von der gewünschten Abgrenzung der Zeitschrift zum "Schrott". Etwas elitär möchte man es da schon haben. Da ist das ja genau das richtige Umfeld :D
Michael(F)

wz1950

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15

Thursday, December 9th 2004, 2:58pm

Quoted

Michael Franz postete
Im Triple-A diskutieren sie von der gewünschten Abgrenzung der Zeitschrift zum "Schrott". Etwas elitär möchte man es da schon haben.
Gestern nacht habe ich mir das zweifelhafte Vergnügen gegönnt, den erwähnten Thread komplett zu lesen. Resümee: Dort könnte ich nie "heimisch" werden, ich bleibe lieber bei den bekannten TB-Foren, in denen ich mich zuhause fühle! :)

Gruß, Wolfgang

Jürgen Heiliger

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16

Thursday, December 9th 2004, 3:02pm

Hallo Michael Franz,


lästern kann jeder gut und mich juckt es unheimlich in den Fingern. Nur auf dieses Niveau begebe ich mich nicht. Lies dazu auch einmal meine E-Mail an Dich Privat.

Nur solltest Du auch so fair sein die Antwort von Holger Barske auf die Internet-Adresse der 'LP' hier auch zu veröffentlichen.

Ein mittlerweile sehr Nachdenklicher Jürgen Heiliger

Jürgen Heiliger

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17

Thursday, December 9th 2004, 3:08pm

Quoted

wz1950 postete

Quoted

Michael Franz postete
Im Triple-A diskutieren sie von der gewünschten Abgrenzung der Zeitschrift zum "Schrott". Etwas elitär möchte man es da schon haben.
Gestern nacht habe ich mir das zweifelhafte Vergnügen gegönnt, den erwähnten Thread komplett zu lesen. Resümee: Dort könnte ich nie "heimisch" werden, ich bleibe lieber bei den bekannten TB-Foren, in denen ich mich zuhause fühle! :)

Gruß, Wolfgang
Hallo Wolfgang,

wir beide kennen nun schon längere Zeit und Du weißt das ich mich in Roberts und im AAA-Forum mich zu Hause fühle. Dies hat aber nie etwas mit Besserfühlen oder sonstigem zu tun.

Ich sehe meine Aufgabe darin den Leuten zu helfen, wo immer ich kann. Du wirst es aber nie erleben, das ich in einem Forum über das andere ablästere. So wie es hier Michael Franz gerade macht. Was ich persönlich sehr schade finde.

Nachdenkliche Grüße
Jürgen Heiliger

wz1950

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18

Thursday, December 9th 2004, 3:39pm

Hallo Jürgen,

Deine Einstellung ist mir bekannt, und ich respektiere sie. Deinen Einsatz für unser Forum rechne ich Dir hoch an, und ich freue mich, daß Du Dich bei uns wohlfühlst.

Daß Michael gern mal lästert, ist auch bekannt. Er macht das aber, zumindest für meine Begriffe, niemals in beleidigender oder angreifender Form.

Es gibt zum Glück genügend Foren für unser Hobby, so daß sich jeder diejenigen aussuchen kann, in denen er sich wohlfühlt. Gegenseitige Kritik sollte möglich sein, sich aber auf begründete Ausnahmen beschränken und vor allem sachlich bleiben.

Das ist jedenfalls meine Sicht der Dinge. :)

Gruß, Wolfgang

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19

Thursday, December 9th 2004, 4:38pm

Ein Forum, wie das AAA, mit fast 2.000 Mitgliedern und 80.000 Postings muß langfristig eine große Angriffsfläche bieten. Gelegentlich tummle ich mich dort, habe aber nie einen schlechten Eindruck gehabt. Vielleicht bildet der erwähnte Thread da die Ausnahme.

Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, wie überhaupt Kritik geäußert werden kann oder darf. Darf man über ein (irgendwie) verwandtes Forum im eigenen Forum kritisch berichten oder diskutieren? Sollte man das eher im betroffenen Forum tun? Wo sind die Grenzen?

Angenommen, die Zeitschrift 'LP' würde sich melden und sich beschweren, wo sie doch auch Analogies sind, wir hätten doch besser einen bösen Leserbrief an sie schreiben sollen...

Wir sollten diese Fragen einmal klären!

wz1950

Unregistered

20

Thursday, December 9th 2004, 5:08pm

@Andreas:

Mein Eindruck von dem Herausgeber der Zeitschrift, der sich ja an der Diskussion beteiligt hat, ist positiv. Der gehört nicht zu denjenigen, die keine Kritik abkönnen. :)

Diskussionen über andere Foren sowie Kritik an denselben sollte m.E. zwar möglich sein, aber nicht zur Gewohnheit werden. Im allgemeinen halte ich Kritik im betroffenen Forum für besser, dennoch kann es begründete Ausnahmen geben.

Gruß, Wolfgang

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21

Thursday, December 9th 2004, 5:08pm

Hallo Jürgen,

Im AAA-Forum hast Du mir nach meinem Posting direkt geaqntwortet und mein angebliches "kritisches Poltern gleich beim ersten Posting" bemängelt, ohne auf die von mir aufgeworfenen Sachfragen an sich einzugehen. Daraufhin habe ich umgehend - ebenfalls im board - geantwortet. In Erwartung einer ebenfalls öffentlichen Replik von Dir, die leider ausblieb, las ich soeben Deine Mail an mein Privatadresse. Nun meine Frage:

Wieso unterhält das AAA ein öffentliches Forum, wenn die wesentliche Korrespondenz "hintenrum" stattfindet. Wieso verweisen die Mods dauernd auf den Weg der PN und der e-mail? Es gibt Foren, bei denen diese Heimlichtuerei verpönt ist. Mit Recht, wie ich meine. Ich führe meine Diskussionen, die ich in der Öffentlichkeit beginne, gerne auch vorneherum zuende, mit allen Beteiligten. Das geht auch ohne Porzellan zu zerschlagen.

Was Du mir per mail geschrieben hast, enthielt sachliche und kompetente Antworten auf meine und andere Postings im AAA, und dieser Anteil an Sachlichkeit hätte dem dortigen Thread sehr gut getan. Er hätte auch dafür gesorgt, daß es im Thema weiter geht, statt im Nonsense-Talk zu versacken, und das wäre letztendlich auch im Sinne von user hb gewesen, der die "LP" herausgibt. Ich würde mir nicht die Mühe einer ausführlichen Kritik machen, wenn ich diesem Projekt nicht im Grunde positiv gegenüber stehen würde. Es ist mir völlig unklar, welche Art von Diskussionen im AAA-Board überhaupt erwünscht sind, wenn eine sachliche, unpolemische, durchaus auch zu widerlegende Kritik als ein Stein des Anstoßes gesehen und die Dikussion darüber unterdrückt wird. Ich denke wirklich, daß Du Deine Antwort öffentlich machen solltest, das täte dem AAA-Forum nur gut!

Es ist im übrigen diese heimlich-verdruckste Vereinsmeierei, die mich dem AAA kritisch gegenüber stehen lässt. Besonders deutlich wurde das beim letzten großen Aufruhr, über den ich auch hier in diesem Forum geschrieben habe. Satzungsänderung, Absetzen von Mods, Austritte, Löschungen, Wiedereintritte. Man könnte auch sagen: Kindergarten! Ohne den Hintergrund zu kennen und auch ohne ihn kennen zu wollen, bin ich der Meinung, daß die Mods nicht gut gearbeitet haben, vielleicht auch deshalb, weil sie nicht anders konnten oder durften: Statt offener Worte, wie mehrfach eingefordert, nur Verweise auf PNs, abgeschlossene Threads und genervte Mods, die die Diskussion abwürgen wollten. Grundsätzlicher Fehler: Man kann ein Forum nicht nach den Regeln eines Vereins führen. Man kann auch nicht alles unter den Teppich kehren und sich einbilden, es bliebe dann dauerhaft ruhig! Dies sind jedoch AAA-typische foreninterne Themen, und aus denen werde ich mich als Neuling im AAA 'raushalten. Bei der Diskussion um "LP" geht es um ein normales Sachthema - hier lasse ich mir das Recht auf Kritik und freie Meinungsäusserung auch von Dir nicht streitig machen. Um des lieben Friedens willen ruhig zu halten, das ist meine Sache noch nie gewesen.

Die Antwort des Herausgebers bez. der URL war:
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Die Domain lp-magazin.de ist momentan noch auf das Brieden'sche Portal (lloxx.de) umgeleitet.
Jenes hat mit dem kommenden LP-Webauftritt nichts zu tun.
Gruß, Holger
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Tja, was soll man dazu sagen? So was hatte ich mir fast gedacht. Unerklärlich, daß der Internetauftritt nicht fertig ist, wenn die Erstausgabe erscheint. Das wäre die geeignete Plattform für Diskussionen gewesen, auch für Berichtigungen und Ergänzungen. Ein Termin für die Fertigstellung wurde leider nicht genannt.

Im Übrigen bin ich der Meinung, daß Interessierte bei AAA lesen können, weitere Postings werde ich nicht hierher kopieren.


Was mein "Ablästern" anbelangt:
Wenn auf den Vorschlag, in der "LP" auch über das untere Preissegment zu berichten, Antworten kommen wie: "Hol' Dir doch Prospekte aus dem Media-Markt", wenn dann von rotzfrecher Anmache schwadroniert wird, vor der man am liebsten auskotzen möchte und von dem ganzen Schrott, von dem man sich "...durchaus auch elitär..." abgrenzen soll, dann passt es natürlich wie die Faust aufs Auge, wenn man unter der angegeben URL des designierten Elite-Magazins diese ganze Massenware findet, die einige Teilnehmer an diesem Thread so sehr verabscheuen.

Als Ablästern möchte ich das nicht bezeichnen - das tue ich dann, wenn ich es tue, bei euch drüben - aber ein breites Grinsen von einem Ohrläppchen zum anderen liest Du völlig richtig aus meinem Posting heraus. Die Antwort darauf hättest Du Dir nicht verkneifen brauchen!

In diesem Sinne wünsche ich mir ein konstruktives, kritisches Streiten zur Pflege eines gemeinsamen Hobbies.
Michael(F)

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22

Thursday, December 9th 2004, 5:26pm

=> wolfgang wg. hb
Ich bin auch der Meinung, daß der Typ Kritik vertragen kann, sie sogar sucht, denn ohne Feedback stochert er im Nebel. Wohlwollend-nickende Schulterklopfer, die ihn mit nicht näher begründetem "Weiter so!" ins Schilf schicken, hat er ja genug. Daß in einem öffentlichen Forum über eine Zeitschrift diskutiert wird, ist meiner Meinung nach völlig in Ordnung.
Michael(F)

Jürgen Heiliger

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23

Thursday, December 9th 2004, 6:03pm

Hallo Michael,

hier mein Posting mit dem ich auf Dein zweites Posing geantwortet habe. Zum Ersten habe ich übrigens nichts geschrieben.

Zitat:
>>>>>Hallo Jungs,

nu bitte hier keinen Kriegsschauplatz :D :D :D

Kritik sei jedem erlaubt, aber die Art und Weise wie ?(

Nur Kritisieren können wir alle, ich glaube darin sind wir alle gut; aber es besser zu machen und dies in der Erstausgabe fällt nicht leicht.
Und sollten wir uns da nicht ALLE an der Nase packen?? ;) ;)



@ Michael Franz, Mkh

Neu in ein Forum zu kommen und "loszupoltern", bzw. nur zu kritisieren find' ich persönlich nicht gut.

Oder hab' ich das auch gemacht?


Ein sehr nachdenklicher Gruß

Jürgen<<<<

Mit diesem wollte ich Dir nicht den Mundverbieten, wie könnte ich nur, sondern Dich kitzeln konkrete Verbesserungsvorschläge zu posten.
Entschuldigung wenn dies nicht so rüber kam.

Warum ich Dir erst heute morgen per E-Mail geantwortet habe, fragst Du?
Weil ich mich selber kenne und es manchmal besser ist erst einmal eine Nacht darüber zu schlafen.

Meine Bitte hier sei: Lasst uns an Verbesserungsvorschlägen arbeiten und diese dann Holger Barske zuleiten.

Da stehe ich dann auch voll dahinter.

Zu dem hier sei mir als Betroffenen nur eine Anmerkung gestattet.
>>>> Es ist im übrigen diese heimlich-verdruckste Vereinsmeierei, die mich dem AAA kritisch gegenüber stehen lässt. Besonders deutlich wurde das beim letzten großen Aufruhr, über den ich auch hier in diesem Forum geschrieben habe. Satzungsänderung, Absetzen von Mods, Austritte, Löschungen, Wiedereintritte. Man könnte auch sagen: Kindergarten! Ohne den Hintergrund zu kennen und auch ohne ihn kennen zu wollen, bin ich der Meinung, daß die Mods nicht gut gearbeitet haben, vielleicht auch deshalb, weil sie nicht anders konnten oder durften: Statt offener Worte, wie mehrfach eingefordert, nur Verweise auf PNs, abgeschlossene Threads und genervte Mods, die die Diskussion abwürgen wollten. Grundsätzlicher Fehler: Man kann ein Forum nicht nach den Regeln eines Vereins führen. Man kann auch nicht alles unter den Teppich kehren und sich einbilden, es bliebe dann dauerhaft ruhig! Dies sind jedoch AAA-typische foreninterne Themen, und aus denen werde ich mich als Neuling im AAA 'raushalten. Bei der Diskussion um "LP" geht es um ein normales Sachthema - hier lasse ich mir das Recht auf Kritik und freie Meinungsäusserung auch von Dir nicht streitig machen. Um des lieben Friedens willen ruhig zu halten, das ist meine Sache noch nie gewesen. <<<<

Bestimmte Gründe die dazu geführt haben waren der Öffentlichkeit nicht bekannt, und sollten daher nicht in der Öffentlichkeit Diskutiert werden. Es war ein Streit unter Männer, und so sollte es auch gehandhabt werden. Sei Dir sicher wenn diese Männer sich geeinigt haben werden sie auch ein gemeinsames Statement veröffentlichen, und damit alle Zweifel ausräumen.

Ich bitte dies auch zu respektieren.
Ansonsten sehe dazu auch folgenden Thread der auf meinen Wunsch geöffnet und wieder geschlossen wurde:
http://www.analog-forum.de/wbboard/thread.php?threadid=7343&boardid=9&styleid=1

Gruß
Jürgen


PS: EDIT konntet Ihr mir mal einem Link zu Eurer Diskusion geben? Danke

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24

Thursday, December 9th 2004, 6:51pm

Hallo Jürgen,

Quoted

Neu in ein Forum zu kommen und "loszupoltern", bzw. nur zu kritisieren find' ich persönlich nicht gut.
Diese Aussage von Dir sah ich als Antwort auf meinen Einstieg ins AAA-Forum. Ich denke schon, daß man das so sehen kann. Ein Poltern meinerseits konnte ich nicht erkennen, Kritik gestehe ich mir zu.


Dessenungeachtet verfolgen wir beide gleiche Ziele, und das sollten wir weiterhin betreiben:

Ich wollte eigentlich erreichen, daß in einem kritischen Thread vor allem auch verbesserungswürdige Dinge angesprochen werden. Dies von möglichst vielen Usern, denn Holger Barske braucht ein möglichst breit gestreutes Feedback.

Leider sehe ich es mittlerweile als sinnlos an, im AAA darüber zu diskutieren - da hat es ein paar unkritische Claquere, die nicht begründen, warum sie etwas toll finden und dafür denen, die detailliert begründetet Kritk üben, das Leben schwer machen. Ich hab' keine Lust, mich durch einen 11-Seiten-Thread zu wühlen, in dem es 5 Seiten nur darum geht, sich gute Nacht zu sagen. Ich habe auch keine Lust mir Sprüche durchzulesen wie ".... es geht ja nur um eine Zeitschrift...". Sorry, was heist hier "nur"? Da startet jemand ein Projekt, investiert Zeit und Geld, geht ein unternehmerisches Risiko ein, und dann sagt sogar ein Mod "... es geht ja hier nur um eine Zeitschrift...".

Wenn das Thema nicht wichtig ist, brauchen wir es auch nicht zu diskutieren.

Hier können wir das gerne tun, denn wenn jemand keine Lust mehr hat, so geht er einfach einen Thread weiter statt sich mit einem genervten "Nein, es geht schon wieder los..." gegen die zu stellen, die beitragen und weiter machen wollen. Und ich möchte auch nicht dauernd von einem Super-Moderator dazu aufgefordert werden, die PN zu benutzen.

Hier können wir gerne Vorschläge ausarbeiten. Die brauchen wir Barske nicht zukommen lassen, die kann er hier nachlesen.

Mein Vorschlag für die weitere Diskussion:

Wer die LP kennt, soll sich bitte dazu äussern
Wer sie nicht kennt, sollte mal schreiben, was er von einer Zeitschrift mit den Schwerpunkten "Vinyl" und "Analog" erwartet.
Es werden sich sicher genug Diskussionspunkte ergeben, in die sich auch jene einklinken können, die die "LP" noch nicht gelesen haben.
Michael(F)

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Thursday, December 9th 2004, 6:56pm

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Jürgen Heiliger postete
Meine Bitte hier sei: Lasst uns an Verbesserungsvorschlägen arbeiten und diese dann Holger Barske zuleiten.
Ketzerische Frage: Wer zahlt uns dafür Honorar?

Ich gebe hier zu bedenken, dass diese Zeitschrift ein kommerzielles Produkt ist, sich daher auch der Kritik im nationalen Vergleich stellen muß. Eine Zeitung herauszugeben und nicht auf Kritik gefaßt zu sein ist so ähnlich, wie einen Webserver ins Internet zu stellen und überrascht sein, wenn er gehackt wird. Ich glaube auch nicht, dass diese Zeitschrift als Zuschußobjekt gestartet wurde, sondern das die erklärte Absicht dahintersteht Geld zu verdienen.

Die Güte einer Zeitschrift wächst aus der angenommenen Kritik der Leser. Natürlich kann man nicht jeden Hinweis aufnehmen. Irgendwo hat der Herausgeber ja ein Ziel und einen Weg, dem er folgt. Und Kritik hat auch Grenzen.

Was mich genauso wie Michael(F) stört, war der Umgang mit der Kritik. Wieder einmal (und ich sage es hier vollkommen bewußt) dieses elitäre, fast hochnäsige Verhalten von AAA Mitgliedern gegenüber Außenstehenden. Titelthema: Tippfehler. Natürlich können diese passieren (man sieht ja auch bei der FAZ eindeutig, welche Version von Word sie nutzen ... achtet nur auf die Tippfehler :) ), aber Einwände dagegen mit einem großmütigen "Ach was solls, ich erkenne Tippfehler meilenweit" vom Tisch zu wischen ist kein Stil. Was macht eben genau dieser Leser mit Tippfehlern, die er nicht erkennt? Und wie ein anderer schrieb, und dem schließe ich mich an: Meßwerte sind Meßwerte und sind nicht interpretationsfähig.

In diesem Sinne, wünschen wir der "LP" einen guten Start und fehlerfreie Ausgaben.

Michael

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26

Thursday, December 9th 2004, 7:08pm

=> MichaelB

Ich denke, man sollte Holger Barske und gewisse weite Teile des AAA-Forums nicht in einen Topf werfen. Er geht mit Kritik recht souverän um, und ich denke, er ist interessiert daran, ein Feedback zu bekommen. Er war es auch nicht, der die Tippfehler bagatellisierte, das waren andere, die wohl meinten, ihm damit einen Gefallen zu tun. Sein Problem: Er ist im falschen Forum ;)

Barske will Geld verdienen, und das soll er auch. Ich bin interessiert an einer Zeitschrift, die sich fundiert und qualifiziert über das Thema "Analog" und auch "Vinyl" auslässt. Das Thema ist mein Hobby, insofern gebe ich gerne meinen Senf dazu. Das ist nämlich auch ein Hobby von mir ;)

Nur möchte ich das gerne in einem angenehmeren Umfeld tun, also hier...
Michael(F)

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27

Thursday, December 9th 2004, 8:39pm

Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie man sich über nichts und wieder nichts aufregen kann. Mir blieb nun auch keine andere Wahl, als die 13 Seiten vom LP-Thread zu lesen. Es wird immer User geben, die eine unqualifizierte Bemerkung machen, das kann niemand verhindern. Aber man muß sich, wenn ein Thread zu brennen beginnt, damit auseinandersetzen. Das ist beim AAA nicht geschehen, ganz im Gegenteil.

Die Bemerkung 'Neu in ein Forum zu kommen und "loszupoltern"' halte ich für völlig daneben! Was soll ein Neuer im Forum denn machen? Däumchen drehen? Soll er schreiben 'Stimme dir zu' und wenn ja, welcher Meinung soll er dann zustimmen, damit es kein 'Poltern' ist? Sobald jemand Forumsmitglied ist, kann er sich beteiligen. Ich finde es schrecklich, wenn Neulinge Angst haben müssen, von den alteingessenen Forumsmitgliedern zurechtgestutzt zu werden - eine Unsitte, die ich aus Computerforen nur zu gut kenne!

Wenn ein Neuling tatsächlich daneben liegt, dann versucht man ihm zu helfen und gibt ihm Tipps zum Eingewöhnen.

Richtig dumm finde ich die Bemerkung 'Aufruf der Moderation : Weitere "Freundlichkeiten" - wenn sie denn überhaupt sein müssen - bitte per PN oder privater eMail austauschen.'. Theoretisch hat er nicht ganz unrecht, aber dieser Thread brennt und es gibt noch nicht einmal einen Grund für die ganze Aufregung! Auslöser war wohl der Michael, der die Zeitschrift kritisch dargestellt hat, und Diskussionsgrundlagen lieferte. Grundtenor der Antworten ist jedoch 'Raus aus unserem Sandkasten, du bist doof'. Wenn die Zielsetzung des AAA-Forums die kritikfreie Beweihräucherung des Analogen schlechthin sein soll, sollte man bei der Registrierung die Neulinge deutlich warnen, daß Diskussionen und Kritik unerwünscht sind!

Aber das Volk im AAA-Forum macht auch, was es will. Da kann der Tom beschwichtigen, wie er möchte. Irgendwie wird auch gar nicht geantwortet, sondern Smalltalk betrieben, wo man eine herrliche und nette Diskussion haben könnte. Das ist schade. Hoffentlich versandet beim AAA nicht jeder Thread so! Ich hatte zumindest schon einige sehr gute Themen gesehen und war bis eben gerade begeistert.

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Thursday, December 9th 2004, 9:05pm

Ich habe die LP gerade gekauft, ich möchte mir auch eine Meinung dazu bilden.

Unabhängig davon, schreibe ich hier, wie ich mir meine Wunschzeitschrift vorstelle:
Ich vermisse eine ehrliche Hifi-Zeitschrift. Eine, die sich an physikalische Grundlagen hält und nicht an Voodoo-Zauber glaubt. Da habe ich aber so meine Zweifel, eine Krähe hackt der Anderen kein Auge aus. Wo bleibt die Zeitung, die den Mut dazu hat. Ich kann mir vorstellen, das die anderen 'Fach'-Zeitschriften sich dagegen wehren werden. Denn eine von denen muss ja offensichtlich lügen verbreiten. Enthalten sollte so eine Zeitschrift:
-Bei Klangvergleichen den Doppelblindtest einsetzen.
-Gerätevorstellungen, auch für den kleinen Geldbeutel.
-Regelmäßig auch ein Vergleich Oldie mit aktueller Neuware.
-Es muss nicht nur analoge Ware sein.
-Bei LP/CD-Vorstellungen auch einen Klangvergleich CD zu LP.
-Sachliche Artikel über Techniken, so in der Art wie Phonomax das hier praktiziert.
-Berichte z.B. über alternative, in der Gegenwart als vergessen geltende Techniken.
-usw.

Warum muss man sich das alles aus dem Internet holen. Die Art wie das hier dargestellt wird, zeigt doch, wie die potenziellen Leser einer Zeitschrift es sich wünschen.
Gruß,
Michael/SH

Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu (Ö v. Horvath)

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29

Friday, December 10th 2004, 8:46am

So eine Zeitschrift ist heute fast unmöglich! Die Werbebranche wird dich ausbluten lassen, klappt das nicht, hetzt sie dir die Abmahnmafia auf den Hals oder versucht dir sonstwie das Genick zu brechen. Du mußt die Testgeräte selber kaufen, wie Stiftung Warentest auch, hast aber das Geld dafür kaum. Die Audioindustrie wird dich wohl kaum beliefern wollen. Überdies ist das viel zuviel Einsatz, sprich unwirtschaftlich: gut verkaufen läßt sich auch mit weniger Aufwand :( Die stereophonie wurde nicht umsonst zu Grabe getragen...

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30

Friday, December 10th 2004, 10:13am

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highlander postete
So eine Zeitschrift ist heute fast unmöglich!
...
Naja, etwas Idealist muss man als Herausgeber da schon sein. 'Querdenkende' Zeitschriften gibt es in vielen Bereichen. Das Öko-Testmagazin fing auch mal ganz klein an. Es muss sich halt eine Szene bilden, die 'alternativen' Stereo-Fans. Wenn da dann einige Hersteller aufspringen? In Boxenselbstbauszene (Zeitschrift dafür gibt es auch) ist auch noch nicht alles so überdreht.
Gruß,
Michael/SH

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