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1

Samstag, 28. Januar 2017, 20:24

Regelbare Lötstation von Lidl

Hallo,

ohne die hitzigen Diskussionen über Discounter-Produkte wieder anfeuern zu wollen: Mein heutiger Spontankauf bei Lidl für 9,99 €. Vielleicht ist es ja für jemanden interessant. In "meiner" Filiale (Neuss-Weißenberg) standen noch einige herum.





Gruß,
Timo

Edit: Produktseite

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2

Samstag, 28. Januar 2017, 20:35

Na ja... Ich weiß nicht, ob das wirklich ein Schnapp war.

Ich verlange von einer Lötstation zwei Dinge: 1.) Dass ich einen Anhalt habe, welche Temperatur ich eingestellt habe. Ob das nun eine einfache Skala am Poti ist oder eine Digitalanzeige, ist wurscht. Aber ich weiß ganz gerne, was ich da eingestellt habe. So nach dem Motto: feine Lötungen mit 310-320 Grad, normale mit 330-340, dicke Masseflächen oder Drähte mit 360-400 Grad. Bei einem lustigen pinkfarbenen Kugelknopf sehe ich das leider nicht. 2.) Ich möchte auch eine echte Regelung, bei der ein Thermofühler im Lötkolben den Istwert ermittelt und damit die Versorgungsspannung (quasi-analog, in Wirklichkeit wohl gepulst oder digital) einstellt. Am besten gibt es dafür ein Doppeldisplay, auf dem Soll- und Istwert gleichzeitig angezeigt werden.
Alles Andere ist in meinen Augen Tinnef.

Wenigstens ist die Station billig. ^^

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3

Samstag, 28. Januar 2017, 20:50

Ob das nun eine einfache Skala am Poti


Hallo Holgi,

die ist natürlich vorhanden.



Zitat

2.) Ich möchte auch eine echte Regelung, bei der ein Thermofühler im Lötkolben den Istwert ermittelt


Die wird sie für den Preis wahrscheinlich nicht haben. Allerdings vermute ich mal, daß man dafür eine ganze Menge mehr investieren müsste.

Aber man fängt ja klein an. Wenn ich den Status des Gelegenheitslöters noch mal irgendwann überschreiten werde, muss ich noch mal tiefer in die Tasche greifen. Bis jetzt freue ich mich über die Regelbarkeit und die Haltespirale für den heizen Lötkolben. Vor allem letzten habe ich bei meiner letzten Bastelei schmerzlich vermisst.

Reichelt hat übrigens ähnliches für 13,95 €. Hatte ich auch schon länger auf der Liste, aber das lohnt sich ja wegen der Versandkosten nur, wenn man eh da bestellt.

Gruß,
Timo

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4

Samstag, 28. Januar 2017, 22:23

Hallo Timo,

hast Du das Gerät denn schon probiert?

Taugt das Handstück etwas? Sind die Spitzen auswechselbar? Passen Standard-Spitzen oder braucht es etwas Spezielles? Hält das Gerät die Temperatur oder kühlt es ab und heizt dann nach?

Tschüß, Matthias
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch

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5

Samstag, 28. Januar 2017, 22:50

Hallo Timo,
ich will dir deinen Schnapp wirklich nicht schlecht reden. Ich hab mir vor ca. 1 Jahr das gleiche Teil von der gleichen Firma gekauft. Meine Erfahrung ist damit, zum groblöten, sprich mal so ein paar Kabelenden verzinnen geht es. Die Lötspitze ist einfach ein Graus.
Ich hab mir dann mal dieses Teil zugelegt:

http://www.pollin.de/shop/dt/NTY4OTUxOTk…_V_25_50_W.html

brauchte auf Arbeit was für kleinere Reparaturen, und er geht wirklich gut. Hatt eine Dauerlötspitze die bei normaler Pflege wirklich gut funktioniert. Bei dem Preis währe sogar noch der Ständer mit abgefallen. Natürlich kommt noch das Porto.

VG
Wolfgang

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6

Samstag, 28. Januar 2017, 23:08

Hallo Matthias!

hast Du das Gerät denn schon probiert?


Nein. Was für Erfahrungsberichte könnte ich denn nach einem Test noch beisteuern? Ich gehe davon aus, daß mein Urteil mit annähernd 100%iger Wahrscheinlichkeit "Funktioniert erwartungsgemäß" lauten wird.

Zitat

Taugt das Handstück etwas?


Woran zeigt sich das? In der Hand liegt es gut, hat auch eine gummierte Halterung.

Zitat

Sind die Spitzen auswechselbar?


Ja. Es sind auch zwei verschiedene (Punkt und etwas breiter) dabei.

Zitat

Passen Standard-Spitzen oder braucht es etwas Spezielles?


Laut Internet haben die Lötspitzen ein M3-Gewinde.

Zitat

Hält das Gerät die Temperatur oder kühlt es ab und heizt dann nach?


Keine Ahnung.

Edit: Aber für eine Nachregelung müsste ja eigentlich ein Thermofühler vorhanden sein. Das wäre für 10 € ein bisschen viel verlangt. Ich vermute mal, daß es nur eine Leistungsregelung mit (im besten Fall) konstanter Temperatur gibt.

Die Lötspitze ist einfach ein Graus.


Was ist so grausam daran? Ernst gemeinte Frage, ich hab' mich damit nie weitergehend beschäftigt. Optische Begutachtung ergibt: Eine Lötspitze.

Edit: Habe mal im Internet nach Erfahrungsberichten gesucht. Die Haltbarkeit der Lötspitze wird zumindest bei den Vorgängermodellen PLS 48 A1 und B1 tatsächlich oft kritisiert.

Gruß,
Timo

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7

Samstag, 28. Januar 2017, 23:42

Hallo,

meine Meinung dazu: das Ding kann löten und das soll es. Revox konnte Tonbandgeräte bauen, es gab aber auch andere, die es mehr oder weniger auch geschafft haben, Ton vom und aufs Tonband zu bringen.... Langer Rede kurzer Sinn: es tut, was es soll und wer braucht einen Mercedes, wenn er nur in der Garage steht. Es gibt viele Lötkolben, die über weniger Funktionen als das Discounterangebot bieten.
Kommt also alles auf den Anspruch an. Dass jemand mit mehr Fachkenntnis da andere Optionen wünscht ist klar, allerdings haben die wenigsten unter uns das in Bezug auf Löten. Einstellungsmöglichkeiten finde ich deshalb zweitrangig. Lieber die eine Sache richtig machen als halbe Möglichkeiten haben. Wenn ich daran denke, mit was für ollen Dingern unsere Rostwickler gebrutzelt wurden und manche noch immer funktionieren oder es wieder tun, wenn man die kalte Lötstelle -egal wie- bearbeitet, dann sagt das ja schon was. Ich habe übrigens einen Weller, der immernoch unglaubliche 290€ kostet (Neupreis, so viel hätte ich nicht bezahlt) und keinen Drehknopp o.Ä. hat. Er lötet, hält die Temperatur und hat schon über 100 Uher Reports gesehen. Ganz verkehrt, denke ich, kann das Teil also nicht sein, obwohl nicht justierbar.
Zurück zum Lidl: die 10€ wird die erste Reparatur wertmäßig an dem bearbeiteten Gerät schon gutmachen. Wer nur ab und an brutzeln will/muss kann damit jedenfalls gut anfangen und wird dann schnell merken, ob es überhaupt größeren Bedarf gibt und was man dann wirklich braucht.

Gruß Andreas

P.S.: kennt jemand den Coldheat Akkulötkolben? Wenn ja, würde mich hierzu eine ehrliche Meinung interessieren.
Festina lente!

Motto der SN-Sammler: Irgendwann haben wir sie alle...

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8

Sonntag, 29. Januar 2017, 02:13

Timo,
mit "Graus" meinte ich das die Spitze immer so schnell verzundert, egal welche Temparatur man einstellt, und sie dann das Zinn schlecht hält und man sie oft und aufwendig reinigen muß. Bloß mal so am Schwamm abstreifen reicht da nicht.
Aber wie Andreas schon schrub: Löten tut er!

VG
Wolfgang

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9

Sonntag, 29. Januar 2017, 02:37

OK, warten wir mal ab bis zum ersten Einsatz.

Das letzte Vierteljahrhundert meiner Lötkolben-Historie sieht übrigens so aus:



Ganz links ein Billigteil von Conrad aus den 1990er Jahren. Hat mir lange Zeit gute Dienste geleistet, aber inzwischen ist die Lötspitze verbraucht. Statt Ersatz habe ich mir 2008 das Set daneben (bei der Discounter-Konkurrenz) gekauft. Im Prinzip ganz in Ordnung, aber eben ohne Regelung. Und der Ständer (Blechteil) ist leider ziemlich nutzlos.

Insofern bin ich bis jetzt nicht verwöhnt.

10

Sonntag, 29. Januar 2017, 08:37

Hallo!

Ein ähnliches Billig-Löteisen habe ich mir vor 2 Jahren für den Keller zugelegt.
Erfahrungen damit?
Nun ja, wie sagt man? "Er tut et."
Für Gelegenheitslötungen, mal eben schnell, ganz brauchbar.

An meine Report & Co. lasse ich aber nur meinen guten alten WELLER Magnastat.
Gut, weil ich mit seiner Lötleistung und den wechselbaren Spitzen (halten lange)
sehr zufrieden bin.
Alt, weil er seit 1983 treu und zuverlässig das macht, was er soll. Nämlich löten...



Gruß
Wolfgang

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11

Sonntag, 29. Januar 2017, 10:10

Hi,

zu Beginn meiner "Basteltätigkeit" hatte ich auch einen 220V mit gekrümmter Lötspitze. Reichte mir damals. Als ich dann aus der "Chemie-Branche" nach Weiterbildung dann bei den BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) für den Rest meines Arbeitslebens untergekommen bin, habe ich mir auch den unter anderen auf der Dienststelle verwendeten Weller TCP gekauft. Den habe ich mittlerweile auch schon über 30 Jahre. Wir hatten so ziemlich die ganze Palette der Weller Lötgeräte in benutzung, einschließlich Gaslötkolben. Der hat eigendlich auch bei Kälte draußen gut funktioniert, bis ein Lagermensch mal meinte , warum das teuere Weller-Gas kaufen Feuerzeuggas geht doch auch, aber halt nur über 0 Grad. :D Einen Gaslötkolben habe ich mittlerweile auch, aber den von Aldi. Für mal eben, wenn keine Steckdose in der Nähe ist reicht er. Zumal ich ihn auch mit Heißluft für Schrupfschlauch nutzen kann.
Einem Verwandten habe ich letztens auch so einen einfachen einstellbaren für ca 16 € in der Bucht gekauft. Der ist bei seiner Spur N-Bahn auf jeden Fall besser zu gebrauchen als sein alter 220V mit total verbogener krummer Spitze.

Gruß
Friedhelm
der ab Januar 2009 zur A77Hs , 2x 4400 Report Monitor und TK46 sowie Tk47 noch eine M15a in sein Pflegeprogramm aufgenommen hat. Nicht zu vergessen 2 Uher CR1600, 1 Uher CR1600TC und die 2 Thorens TD 124 II :-)

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12

Sonntag, 29. Januar 2017, 10:42

Mit etwas Glück findet man bei Ebay Kleinanzeigen eine gebrauchte Weller Lötstation für EUR 50,-. Mir standen die Tränen in den Augen, als ein junger Mann vor mir an der Kasse EUR 280,- für eine nagelneue Weller Lötstation hingeblättert hat.

MfG, bitbrain2101
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13

Sonntag, 29. Januar 2017, 10:48

Meine Erfahrungen mit solchen Billig-Löteisen sind leider eher negativ. Von Regelung kann natürlich keine Spur sein - darf man zu dem Preis auch nicht erwarten. Schlimmer jedoch sind ihre Lötspitzen bzw. deren Aufnahme-Hülsen. Hier tritt recht schnell durch Materialverformung und Oxidation der Effekt auf, dass die Spitze einfach nicht mehr richtig heiss wird und dann kann man das Ding meist entsorgen.
(Das trifft auch auf die billigen Standardeisen ohne Leistungssteller zu...)

Dem Gelegenheits-Löter empfehle ich den Erwerb eines gebrauchten Gerätes eines Markenherstellers (Weller oder Ersa): neue Spitze rein und fröhlich sein!

Soweit mein "Löten-Senf" zu dem Thema...

Gruß
P.
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14

Sonntag, 29. Januar 2017, 11:19

Dem Gelegenheits-Löter empfehle ich den Erwerb eines gebrauchten Gerätes eines Markenherstellers (Weller oder Ersa)


Ich befürchte da nur die typischen Gebrauchtkauf-Probleme: Produkte (egal welche), die qualitativ ein gewisses Ansehen haben, werden nur selten gebraucht angeboten, weil die Besitzer in den meisten Fällen nicht um die Erkenntnis verlegen sind, daß man für gleichwertige Neu-Produkte sehr tief in die Tasche greifen müsste. Wenn es dann doch mal passiert, dann sind auch die Gebrauchtpreise meist entsprechend hoch.

Gerade mal auf einer bekannten Gebrauchtplattform geguckt: Eine Weller WECP 20 steht 1 1/2 Stunden von Auktionsende bei knapp 80 €. Man darf annehmen, daß der Preis noch dreistellig sind.

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Sonntag, 29. Januar 2017, 11:57

Weller Lötstation WECP 20 mit Lötkolben, Preis: 50 € https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze…2080611-84-3455
Ebay Kleinanzeigen sind ohne Bieten, entweder Festpreis oder VB
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Sonntag, 29. Januar 2017, 14:40

Moin, moin,


erst einmal finde ich gut, dass Timo das Teil hier zur Diskussion stellt. Schließlich sind die meisten von uns keine Profis und löten nur gelegentlich. Und "ein paar Euro" sind leicht ausgegeben, wenn man grad' Bedarf hat.

Der grauen Koffer von der "Diskounter-Konkurrenz" (taucht regelmäßig bei verschiedenen Anbietern auf), den Timo's Bild zeigt, habe ich auch und der war Anlass meiner Frage: Die Strom-Zuleitungen sind steif, was die Arbeit behindert, die Lötspitzen sind minderwertig und lösen sich erschreckend schnell auf.
Mein einfacher Wella ( ;) ) aus den Achtzigern funktioniert immer noch und dort habe ich sogar noch die erste Spitze, könnte immer noch Ersatz bekommen. Andere Geräte sind halt Wegwerf-Artikel. Schade, wenn man sie zu schnell wegwerfen muss.
So kenne ich Lötkolben, wo der Griff oder das Stromkabel heiß wird oder wo die Spitze schon einmal im Betrieb heraus fällt. Ich habe einmal eine Lötstation gesehen, die keinen Hauptschalter gehabt hatte. Ist der Lötkolben einer "Station" fest mit ihr verbunden oder lässt er sich ggf. tauschen? Und wenn ja, ist der Anschluß universell oder ein Spezial-Teil, das man nur beim Supermarkt-Lieferanten bekommt?

Ich benutze momentan eine Weller-Station ohne Display, bei der das Handstück mit Hilfe eines dreipoligen DIN-Steckers verbunden ist. Das Kabel ist so flexibel, das es nicht hinderlich ist. Die Ablage steht natürlich einzeln, so dass man mit dem heißen Kolben nicht in die Nähe der Lötstation kommt. Die Spitze des Kolbens lässt sich tauschen und Ersatz bekomme ich im Fachhandel. Die Station hat nicht nur einen Hauptschalter, sondern auch ein abnehmbares Kabel mit Schutzkontakt. Warm wird tatsächlich nur der Teil, von dem ich erwarte, dass er sogar heiß wird. Einfach aber solide und sicher.

Tschüß, Matthias
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch

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17

Sonntag, 29. Januar 2017, 20:03

Nach Billigzeugs über die Jahre hab ich mir vor ungefähr 10 Jahren den hier gekauft - kostete damals weniger als die Hälfte :whistling:
Eine Station hab ich bisher noch nicht vermisst - was ich jedoch nicht mehr missen möchte ist meine Entlöt-Station
Viele Grüße
Jörg

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18

Sonntag, 29. Januar 2017, 22:04

erst einmal finde ich gut, dass Timo das Teil hier zur Diskussion stellt.


Diskussion war so gar nicht geplant, aber es hätte mir klar sein müssen, daß es so kommt. :)

Zitat

Der grauen Koffer (...) Die Strom-Zuleitungen sind steif, was die Arbeit behindert, die Lötspitzen sind minderwertig und lösen sich erschreckend schnell auf.


Die dicken, steifen Kabel kann ich bestätigen, was insbesondere in Verbindung mit dieser Ablage aus Blech ziemlich lästig ist. Bis man den Kolben darauf mal so abgelegt hat, daß er auch liegen bleibt, bedarf es oft mehrerer Anläufe. Die Lötspitze (bei dem 25-Watt-Kolben, der andere ist noch unbenutzt) sieht nach fast neun Jahren gelegentlicher Benutzung aber m.E. noch in Ordnung aus. Zudem ist Ersatz ja recht preiswert, hab' irgendwas um die 1,50 € in Erinnerung.

Wie sind die Lötspitzen bei den Markenherstellern eigentlich befestigt, mit seitlicher Schraube oder mit eigenem Schraubgewinde? Bisher hatte ich immer die Schrauben-Variante, die Parkside-Station dagegen hat eine Spitze mit Gewinde. Zumindest theoretisch gefällt mir die letzte Lösung besser.

19

Montag, 30. Januar 2017, 08:08

Hallo!

Bei meiner Löstation ist das Zuleitungskabel des Lötkolbens sehr flexibel und
mit Silikon-Ummantelung versehen. Das beugt ungewünschter Verschmorung
des Kabels bei zufälliger Berührung vor.

Die auswechselbaren Lötspitzen werden mittels Überwurfmutter an Ende des
Lötkolbens fixiert. Eine einfache und sichere Lösung.

Mein erstes Löteisen war ein ERSA, wo die Lötspitzen in eine geschlitze Hülse
ausliefen. Keine gute Konstruktion. Mangels gescheiter Ablage, ließ ich den Löt-
kolben über die Tischkante hängen. Das hat der gerade verlegte Teppichboden
nicht lustig gefunden. Und meine Mutter erst. Da schweigt des Sängrs Höflichkeit...

Gruß
Wolfgang

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20

Montag, 30. Januar 2017, 11:29

ich finde, jeder, der mit solchen Angeboten liebäugelt, sollte sich vorher den Spaß gönnen, ein richtiges Profi-Werkzeug auszuprobieren. Wenn man z.B. ein paar Stunden mit einer Weller-Lötstation gearbeitet hat, und danach so eine Lidl-Krücke benutzen muss, braucht es keine Qualitäts- und Nachhaltigkeits-Diskussionen mehr, um zu begründen, wieso im professionellen Umfeld so viel Geld für Weller Geräte ausgegeben wird.

Gutes Werkzeug tut im Portemonnaie einmal weh, danach hat man aber für den Rest des Lebens Ruhe. Discounter-Schrott lebt hingegen davon, dass man nie zufrieden ist und immer weiterkauft. Und am Ende ist es so, dass gute Werkzeuge nicht nur mehr Spaß machen und bessere Ergebnisse liefern, sondern über die Jahre sogar billiger sind. Die Firmen holen sich ihr Geld sowieso, die Besitzer von Aldi und Co. würden nicht zu den reichsten Menschen der Welt gehören, wenn sie ihren Kunden etwas schenken würden.

Und auch wenn ich kein Öko-Apostel bin, aber wenn für 9,99 Euro so ein Gerät angeboten wird, zahlt für den Preis noch jemand ganz anderes die Zeche, egal, ob das Gerät was taugt oder nicht. Auf Zigarettenpackungen müssen doch seit einiger Zeit Horrorfotos abgedruckt werden, wieso schreibt eigentlich niemand vor, dass auf den Kartons von solchen Billigprodukten Bilder der Produktionsstätten und Informationen über die Arbeitsbedingungen der Arbeiter abgedruckt sein müssen, und Informationen über die Inhaltsstoffe des Containergases, nach denen solche Geräte immer so würzig riechen. Ich glaube, spätestens dann würde den Käufern die Lust auf solche Schnapper vergehen.

Gruß Frank

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21

Montag, 30. Januar 2017, 11:44

Natürlich ist so eine gut ausgestattete Lötstation von Weller oder Ersa was Feines. Ich selbst habe nur einen Chinaböller für 35€, welcher ebenfalls vorllegregelt mit Digianzeige seit 8 Jahren seinen Dienst zu meiner vollen Zufriedenheit tut. Vorher hatte ich einen Ersa-24V-Lötkolben, der am Trafo aus meiner Lehrzeit brutzelte und auch wenn es keiner glauben mag, auch damit konnte ich sauber löten, denn mit dem Ding mußte ich damals auch mein Lehrprüfstück löten, elektronische Regelungen gab es damals noch nicht auf dem Massenmarkt und in der Industrieproduktion. Da mußte man löten können. Eine Regelung macht eigentlich nur bei sehr empfindlichen Bauteilen oder speziellen Lot Sinn. Ansonsten ist das eher Übung.

Die Meisterköche haben übrigens keinen elektronischen Luxusherd, sondern bevorzugen die Gasflamme, immer mit volle Pulle...der Rest ist auch hier können vor anbrennen.... ;)
Gruß
André

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22

Montag, 30. Januar 2017, 11:54

ich habe auch schon einige Lötkolben durch, vom Ersa 30 Watt bis zur Conrad Station mit elektronischer Regelung. Bis heute ist für mich aber die alte Weller WTCP die Referenz - man kann sie vielleicht wirklich mit einem Gastronomie-Herd vergleichen, ohne überflüssigen Schnickschnack, aber im Kern optimiert. Die Gastronomie Herde haben nämlich gegenüber den Heimgeräten zwei entscheidende Vorzüge - viel mehr Leistung und viel bessere Regulierbarkeit - und genauso ist es bei der Weller WTCP. Der Lötkolben hält seine durch die Spitze vorgegebene Temperatur, hat aber genügend Leistung, dass die Temperatur nicht runtergeht, wenn man die Spitze an einen größeren Zinnklumpen hält. Die Schnelligkeit, mit der der Weller Kolben nachregelt, habe ich noch bei keiner anderen Lötstation gefunden, und das ist viel wichtiger als eine Digitalanzeige, an der man sehen kann, wie stark die Ist-Temperatur bei Belastung runtergeht. Mit der WTCP kann man einfach löten, man verkokelt nichts, hat aber immer sofort genügend Power, um das Lot schnell zu schmelzen. Selbst die elektronisch einstellbare WECP kann da nach meiner Ansicht nicht ganz mithalten.

Gruß Frank

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Montag, 30. Januar 2017, 12:22

ich finde, jeder, der mit solchen Angeboten liebäugelt, sollte sich vorher den Spaß gönnen, ein richtiges Profi-Werkzeug auszuprobieren. Wenn man z.B. ein paar Stunden mit einer Weller-Lötstation gearbeitet hat, und danach so eine Lidl-Krücke benutzen muss, braucht es keine Qualitäts- und Nachhaltigkeits-Diskussionen mehr, um zu begründen, wieso im professionellen Umfeld so viel Geld für Weller Geräte ausgegeben wird.


Das kann man jetzt von zwei Seiten sehen. Mein ehemaliger Chef hat mal stolz erzählt, er habe die Nachbarskinder ("Die kriegen zu Hause nur den Kirberg-Saft von Aldi!") auf dem Geburtstag seines Sohnes zu "richtigen" Fruchtsäften bekehrt, und nun wollten sie angeblich gar nichts anderes mehr trinken. Als ich ihm (vorgeblich scherzhaft) sagte, daß mir die Eltern leid tun und er sich nicht wundern solle, wenn die Kinder beim nächsten Geburtstag nicht mehr kommen dürfen. war er beleidigt. :D

In dem Sinne: Für meine paar Lötarbeiten im Jahr brauche ich keinen Weller, und wenn Du mit dem, was Du oben schreibst, recht hast, bin ich wahrscheinlich gut damit beraten, erst gar keinen auszuprobieren. :)

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24

Montag, 30. Januar 2017, 19:31

Der Lötkolben hält seine durch die Spitze vorgegebene Temperatur

Genau das ist für mich der entscheidende Nachteil der alten WTCP Lötstationen. Man hat immer für die gerade anstehende Arbeit die falsche Spitze im Lötkolben, weil Temperatur entweder zu niedrig oder zu hoch. Abwechslendes Löten von feinen Drähten und dickem Abschirmgeflecht ist auch ein Problem. Ich habe für meine WECP Spitzen in verschieden Formen, wenn ich die auch noch für verschiedene Temperaturen bräuchte wie bei der WTCP, würde mir das zu teuer. Ich kann nur jedem Benutzer von feinem Lötgerät von diesen nassen Schwämmen abraten. Die heute verwendeten Messingdrahtgeflechte sind wesentlich schonender für die Spitze. Bei den feuchten Schwämmen erleidet die Spitze jedesmal einen Kälteschock bei Abstreifen, hört man beim WTCP schön am Klicken der Magnastat Regelung, weil er nachheizen muss. Ich hatte früher immer nach längerer Benutzung einer Spitze Probleme mit Materialausbrüchen an der Spitze. Seit ich Messingdraht benutze, tritt das nicht mehr auf.

@timo Die Story mit dem Apfelsaft ist Realsatire, Klasse :D

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