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Montag, 31. März 2014, 12:27

Kaufempfehlung Mignon-Akkus für Schnurlostelefon

Hallo :)

Seit längerem pfeifen in einem Telefon meiner Eltern (Telekom "T-Concept CPA710") die NiCd-Akkus auf dem letzten Loch (es sei ihnen nach weit über zehn Jahren zugebilligt), und ich habe mir vorgenommen, sie jetzt endlich mal zu ersetzen. Der Versuch mit zwei ganz normalen NiMH-Akkus, die ich hier rumliegen hatte, verlief vor einer Weile allerdings ernüchternd - die Akkus hielten noch weniger durch, als es da die NICd's noch taten ;( .

Der Telefonhersteller empfiehlt in seiner Anleitung ( von 1998 ), "nur zugelassene" Akkus zu verwenden:

Quellcode

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"Als Ersatzbedarf bzw. als Reserve sind ausschließlich NiCd-/
NiMH-Zellen folgender Typen zugelassen:
NiCd: 
RC 6/600, Fa. Saft oder RC 6, Fa. UCAR
P-60 AA, Fa. Panasonic oder N-3UN / N-3UC, Fa. SANYO
R 6 NC-P, Fa. Philips oder ACCU 1000, Fa. DAIMON.
AccuPlus No. 5006, Fa. VARTA
NiMH: 
HR-3 U, Fa. SANYO oder CE R 6, Fa. Emmerich
GP 120 AA HC, Fa. GP oder EMH-1100 AA C, Fa. Energizer
VH 1101 AA, Fa. VARTA"


Dringesteckt haben bisher Sanyo N-3U Akkus (1,2 V, 700 mAh) - zum einen finde ich die bei der Suche im Netz nicht mehr, und zum anderen widerstrebt es mir auch, für NiCd-Akkus heute noch Geld auszugeben. Alle NiMH-Typen aus der Auflistung sind aber heute so oder so nicht mehr zu kriegen, jetzt frage ich mich, ob die Akkus in solchen Telefonen in besonderer Weise gefordert werden...?

Hatte jemand von Euch mal mit dem Problem zu tun und hat eine Lösung gefunden? (Oder hatte ich einfach nur Pech mit meinen NiMH's?)

Danke für jeden guten Tip :)

Michael

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2

Montag, 31. März 2014, 13:36

Der Telefonhersteller empfiehlt in seiner Anleitung ( von 1998 ), "nur zugelassene" Akkus zu verwenden:


So ungefähr liest sich das in der BDA von meinem vor einiger Zeit geschenkt bekommenen Siemens Gigaset auch, nur mit Micro- statt Mignon-Zellen. Ich hab' todesmutig "Topcraft"-NiMH Akkus von Aldi-Nord mit 850 mAh reingetan. Funktionierte zwei Jahre lang einwandfrei. Kapazität im Leerlauf: Mehrere Tage. Beim Telefonieren: Zwei bis drei Stunden. Ich weiß nicht, ob das Telefon mit den zugelassenen Akkus noch mehr könnte, aber mir kam das OK vor.

Nun sind sie allerdings hin. Ich fürchte, ich habe das Telefon zu lange (mehrere Monate) auf der Basisstation gelassen, ohne es zu benutzen.

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3

Montag, 31. März 2014, 14:22

ich denke, es hängt von dem Ladegerät ab, welches im Handgerät verbaut wurde. Denn so weit ich weiß, ist bei den normalen Mignon und Micro-AKkus die Ladeeinheit nicht im Akku sondern im Telefon, bei den LiIo-Akkus ist diese im Akku integriert.
Ich könnte mir vorstellen, dass Akkus mit hoher Kapazität ev. nicht voll geladen werden.

Vielleicht weiß jemand mehr?

4

Montag, 31. März 2014, 15:14

Ohha, und wieder wird Falschwissen verbreitet !

Uwe M. schrieb : " bei den LiIo-Akkus ist diese im Akku integriert. "

Das stimmt nur zum teil ! Lithium Akkus haben meist keine Laderegelung ausser in Sonderfaellen, warum hatte bis vor kurzem ein grosser Flugzeugbauer mit diesen AkKus wohl Probleme gehabt ? Wenn haben die Lithium Akkus eine Schutzschaltung die den Akku trennt bei Ueber und Unterspannung und gegebenenfalls auch bei hohen Stromlasten. Sollte ungesicherte Lithium Akkus zum Einsatz kommen, sollte schon der jenige wissen der damit umgeht was das fuer ein gefaehrliches Zeugs ist und damit umgehen koennen .

So, was nun den Telebimmel Akkus angeht , Ni-MH ist schon ok, aber dank der hochgezuechteten Kapazitaeten kommen andere Probleme hinzu, denn irgendwo muss das ja untergebracht werden :-) So nehmen wir mal eine GP (Golden Peak) 2700 Mignon zelle als Beispiel, ups , die passt ja schon garnicht mehr rein und wenn dann eng, diese Zelle ist wirklich schon an den aeusseren maximalen Toleranz was den Abmessungen betrieft gebastelt worden, sprich fuer manche Batterieschaechten zu Dick. Hinzu kommt, das bei etlichen Ni-MH Zellen die Selbstentladung recht hoch ist, letztens noch voll aufgeladen, nach 3 Monaten , hoppla, 2 Fotos und das Saudingen von Kamera ist schon wieder leer . Naechste Problem was hier am Schnurlos Telebimmel zu tage kommt der aelteren Generation, deren geringe Ladestrom. Fuer Akkus mit wenig Kapazitaet und dadurch auch geringere Selbstentladung reichen 30-40 mA Ladestrom aus um nach gefuelten 20 Stunden Voll zu sein, Bei einem Akku heutiger Zeit steht das telebimmel dann eine Woche in der Ladeschale rum, und es ist immer noch nicht voll, weil ein teil der Selbstentladung schon den Ladestrom auffriesst.

Es gibt von Marken Hersteller nun speziel fuer telefongebrauch die passenden Akkus, aber der Kunde schreckt davor zurueck , weil die meist Teuerer sind und meist auch weniger Kapazitaet haben als die normal verfuegbare Handelsware , diese haben aber spezielle Eigenschaften wegen Selbstentladung und geringere Ladestroemen, nur keinen interessierts, sehen Preis, O.O ,zu teuer , bleibt im Laden liegen und vergammeln meist Jahre dort.

Will mann nun diese Spezial Zellen net zu legen, gibt es seit einiger Zeit eine leckere Alternative die Sanyo ins Leben gerufen hat, diesen hoehren auf Eneloop , haben auch eine etwas geringerer Kapazitaet aber dafuer auch wirklich geringe Selbstentladung , so das nach 3 Monaten nicht nach 2 Fotos schluss ist, sondern erst wenn eh die last vergangen ist zum Fotoknipsen :-) Von den Kosten her , leicht Teurer als normale Zellen. Andere Marken wie Varta haben nachgezogen wie mit der Ready to use Serie oder von GP es nun eine Serie gibt.

Mein Tip nach 2 Jahre in gebrauch liegt bei den Sanyo zellen, kein Ausfall und bisher 5 bis 10 % kapazitaets verlusst , Varta hab ich ein Satz in gebrauch knapp ein Jahr mit ca. 5% verlust, GP ein Jahr 2 von 4 Zellen total ausfall, die 2 uebrigen knapp ueber 20% Kapazitaets verlusst (waren aber auch recht billig dafuer).



MFG Ralf
Ich putze hier nur...

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5

Freitag, 25. April 2014, 21:47

Ich hab' todesmutig "Topcraft"-NiMH Akkus von Aldi-Nord mit 850 mAh reingetan.


Wiederbelebung mit den Pendants von Aldi-Süd (da ich inzwischen auf die andere Seite des Aldi-Äquators gewechselt bin).


6

Sonntag, 27. April 2014, 07:22

Hallo Michael,

Wie Ralf auch schon schrieb...
ich kann auch nur positives von den SANYO Eneloop Akkus berichten... die sind wirklich Tip Top...
inzwischen habe ich die in sämtlichen Geräten verbaut vom Milchaufschäumer, Telefon bis zum teuren ZOOM H4n Aufnahmerekorder...
als Ladegerät nutze ich ein TECHNO LINE BC-900 was auch mit anderen unterschiedlichen Label Namen bei diversen Anbietern zu bekommen ist...

Mfg
Sven

7

Sonntag, 27. April 2014, 19:29

Tja, ich finde das nur traurig das vom Themen ersteller keine Rueckmeldung kommt, obwohl dieser hier zwischenzeitlich im Forum aktiv war und ist.

Von daher war es ihm wohl doch nicht ganz so wichtig.
Ich putze hier nur...

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8

Donnerstag, 1. Mai 2014, 01:18


Tja, ich finde das nur traurig das vom Themen ersteller keine Rueckmeldung kommt, obwohl dieser hier zwischenzeitlich im Forum aktiv war und ist.


Da möchte ich mich erst mal entschuldigen - denn ich stolpere erst gerade wieder quasi im Vorbeistreunen über das Thema. Ich hatte es zwar abonniert (na klar) - aber über Eure zahlreichen Antworten kam die ganze Zeit keine Mail-Benachrichtigung ;( . Ich hab also überhaupt nicht mitbekommen, was hier alles so passiert ist :S .

Danke erst mal für Eure Tips. :)

Inzwischen habe ich mit den Akkus von Aldi-Süd auch einen Versuch gestartet - nach anfänglich nettem Verhalten gibt es jetzt auch wieder Erscheinungen, die mir die Erklärung mit dem zu geringen Ladestrom und der Selbstentladung sehr plausibel vorkommen lassen. Also kein echter Fortschritt.

Nach Euren Tips scheint mir die Kombination Eneloop und Techno Line BC-900 sehr erfolgversprechend? Da würde ich mich dann mal drum kümmern...

Merci noch mal :)

Michael

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Donnerstag, 1. Mai 2014, 01:30

Inzwischen habe ich mit den Akkus von Aldi-Süd auch einen Versuch gestartet - nach anfänglich nettem Verhalten gibt es jetzt auch wieder Erscheinungen, die mir die Erklärung mit dem zu geringen Ladestrom und der Selbstentladung sehr plausibel vorkommen lassen. Also kein echter Fortschritt.


Heißt konkret...?

Bei mir: Telefon am Samstagmorgen von der Basisstation genommen, zwei Telefonate geführt (davon ein längeres, ca. 40 Minuten). Sonntag früh waren noch zwei von drei Strichen da. Über den Tag drei weitere Telefonate (jeweils zwischen 5 und 10 Minuten) geführt. Als ich das Telefon am Sonntagabend nach fast zwei Tagen wieder auf die Station gelegt habe, war der Ladestand immer noch bei zwei Strichen. Sofern sich das jetzt nicht dramatisch verschlechtert, ist das für mich OK.

Jürgen Heiliger

unregistriert

10

Donnerstag, 1. Mai 2014, 08:57

Hallo Michael, Freunde und Mitleser,

Die Frage die man sich bei der Accufrage immer stellen sollte ist doch für welchen Eiunsatzzweck will ich den Accu nutzen.

Nicdht ein jeder Typ ist für alle Anwendungsbereiche gleich gut geeignet.

Lithmium Typen mögen z.B. keine hohen, wenn auch kurzfristigen, Entladungsströme..... dies ist die Domäne der NiCad Typen. Doch leider haben gerade auch diese die höchste Selbstentladungsneigung.

NIMeHydridtypen schaffen etwa 85 % der Entladungsströme von NiCad-Typen ohne die Grätsche zu machen, haben wesentlich geringere Selbsentladungsneigung, mögen es aber keinesfalls bis an die Grenze ihrer Minimalspannung gefahren zu werden, dann haben sie nur ein sehr kurzes Leben. Dafür ist die Anzahl ihrer möglichen Ladezyklen wesentlich geringer als bei NiCad-Typen.

Lithmium-Ionen-Typen sind dort am stärksten wo es um möglichst hohe Spannung ohne nennenswerten Abfall bei geringen Entladeströme geht.

NiCad = ca. 3000 Ladezyklen
NiMeHy = ca. 1500 Ladezyklen
Lithmium = ca. 2000-3000 Ladezyklen

immer davon ausgehend dass man nach etwa 10-facher nutzung oder ¼-jährlich ein sogenanntes Refresh-Programm gefahren wird. Dabei wird der Accu normal geladen und dann mit seinem Nennstrom bis zur Entladespannung runtergezogen. Idealer Weise dabei die mA gemessen und das ganze solange wiederholt bis sich die mA-Leistung des Accus sich nicht mehr wieder erhöht.

Von sogenannten Schnelladungen, meist mit dem 3-fachen Wert der normalen Aufladeleistung sollte man in der Regel absehen, da sich in diesen Fällen die Accus zu sehr erhitzen und darunter leiden.

Ich habe schon Fälle gehabt da haben einzelne Accus 10 Jahre und länger gehlten ohne nennenswerte Leistungsverluste. Doch in den letzten Jahren schaffen es die Accus solches nicht mehr, sind sie doch auch leider immer höher gezüchtet.

Gruß
Jürgen

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11

Donnerstag, 1. Mai 2014, 11:21

Alles sehr theoretische Erwägungen.
Niemand führt Buch über Zyklenzahl, Maximal- und Minimalspannungen oder -ströme.
Ich nutze einen Akku, bis er leer ist. Dann wird er geladen. Wie auch sonst?


Und da sind die alten NiCd unschlagbar.
Ich hab hier welche bei einem Bosch Profi-Akkuschrauber, die sind über 25 Jahre alt und immer noch zu benutzen.
Zwar mit erbärmlicher Kapazität (zwei oder drei Schrauben) , aber immer wieder und immer noch ladbar. Und ich setze diese Schrauber gewerblich ein.
D.h. die müssen schon was leisten.

Was ich aber schon an NimH und Li-ion-Akkus weggeworfen habe, die noch nicht mal ein Jahr alt waren und auch in Kofferradios, Fotokameras oder Funk-Türklingeln ein recht beschauliches Leben geführt haben, geht auf keine Kuhhaut. Nach höchstens 5x laden machten die die Grätsche.
Für die erzielte Betriebsdauer wäre ich mit Kohle-Zink erheblich billiger gefahren.
Von der aufgewendeten Zeit und der speziell dafür angeschafften Ladetechnik ganz zu schweigen.

Der Tod der NiCd hat aus meiner Sicht rein politische Gründe.
Es gibt in punkto Haltbarkeit einfach nichts Besseres und darüber hinaus auch nur wenige Anwendungen, wo man deutlich leistungsfähigere Zellen überhaupt benötigt.
Bert

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Sonntag, 4. Mai 2014, 22:45


Heißt konkret...?

Die Akkus verhalten sich nicht so richtig berechenbar. Mal halten sie relativ lang durch, mal sind sie schon nach einem nicht sehr langen Telefonat erschöpft.
Zu ihrem Verhalten passen auch Eure Erfahrungen mit Selbstentladeverhalten und den Geschichten beim Aufladen. Ein Pärchen war tagelang im "Reservefach" des zum Telefon gehörigen Ladegerätes, und die waren, als ich sie einsetzte, laut Anzeige auf dem Telefon nur zu 2/3 geladen. Hängt womöglich auch mit Eigenschaften des Ladegerätes zusammen?

Apropos berechenbar - die Benachrichtigungsfunktion des Forums funktionierte mit Blick auf Eure Beiträge bei mir immer noch nicht ;(

Michael