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  • »Franz« ist der Autor dieses Themas

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1

Dienstag, 8. Oktober 2013, 20:35

Grundlagenlehrgang am Gerät

Hallo zusammen,

Anfang diesen Jahres habe ich mit dem Bandmaschinnenhobby angefangen. Inzwischen habe ich mir schon etliche Geräte an Land gezogen. Mit gründlicher Reinigung, div. mechanischen Eingriffen und Austausch von Feinsicherungen bekommt man schon Einiges hin, aber nun habe ich den Ehrgeiz und würde mir gerne etwas mehr elektronischen Hintergrund aneignen.

Gibt es jemanden der Zeit und Lust hätte, an Hand eines Saba TK 420 (einfaches 2-Spur Gerät) Anfängerfragen zu beantworten? Ich habe zwei funktionierende Geräte dieser Sorte. Ein Gerät mit Schaltplan würde ich gerne dem "Lehrer" geben.

Gruß, Martin

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2

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 12:29

Hallo Martin,

gleiche Anfragen gibt es in allen, sich mit dem Thema Tonband beschäftigenden Foren. Sie haben fast zu hundert Prozent keinen Erfolg. Auch Dein "Vergütungsangebot" wird da kaum einen aus der Reserve locken. Nichtsdestotrotz könntest Du Glück haben, wahrscheinlich nur dann, wenn in Deinem Ort nicht mehr als zwei Straßen weiter ein fortgeschrittener ambitionierter Hobbyist oder gar pensionierter Fachmann wohnt. Sogar in einer Großstadt kommt sowas in der Regel nicht zustande, kann ich Dir aus meiner Erfahrung berichten. Eine solche Anfrage habe ich mal vor sechs Jahren in Köln gestartet. Hier wohnen mehr als 10 Forenmitglieder. Reaktion auf meine Anfrage: NULL.

Es bleibt Dir nichts anderes übrig als anfänglich aufmerksam in allen Foren mitzulesen, Bücher zu wälzen, ein Messequipment anzuschaffen usw. usw. Wenn Du dann ein paar Wochen später eingestiegen bist, erste konkrete Fragen zu einer von Dir erworbenen Bandmaschine stellen. Geholfen wird Dir hier immer, wenn Du ein paar Regeln beachtest. Insbesondere meine ich damit das Zeitmanagment der Forenmitglieder, also nicht ungeduldig werden!

Es gibt unterschiedliche Forentypen, die Du kennenlernen und unterscheiden können mußt. Ich werde mal, wenn die Zeit gekommen ist versuchen diese mit meiner Brille zu charakterisieren. Das ist aber ein völlig anderes Thema. Vielleicht lande ich damit wie weiland Toni Schumacher im Aus.

In Deinem Fall ist ein anfängliches Telefongespräch zum Einstieg sicher hilfreich, eh Du noch weitere Geräte zu den "etlichen anderen" stellst, die Du bereits hast. Auch solltest Du in Deinem Profil etwas mehr über Dich, Deine Vorkenntnisse, Deine Absichten usw äußern.

Also herzlich Willkommen in der Höhle der Löwen
Frank

Nachtrag: Habe erst jetzt Deine bisherigen Beiträge komplett gelesen. Über die von mir erwähnten "ersten Wochen" bist Du ja fast hinweg. Ich lass das hier trotzdem mal stehen, weil ich meinem 1000sten Beitrag entgegenstrebe. Dann bekommt man als Preis hier ein A810 8o
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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »frank1391« (9. Oktober 2013, 12:45)


3

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 15:56

Hallo,

ich sehe das "Problem" etwas anders. Grundlagen lernt man nicht in zwei Stunden. Und schon garnicht am offenen Gerät. Und dann ist die Thematik Bandmaschinentechnik nicht so trivial, dass man es mal eben erklären könnte. Martin kann mich gerne mal besuchen kommen - das sollte gerade noch in seinem Dunstkreis liegen ;) Aber ich befürchte, dass er danach verwirrter nach Hause fährt, als er hergekommen ist.

Die nötige Literatur liegt im Downloadbereich (http://download.magnetofon.de) bereit. Da sind auch noch andere interessante Dinge. Wenn du die durchgearbeitet hast, kannst du die viele Dinge selbst beantworten. Und für den Rest gibts das Forum :) Bei der Suche und Auswahl der Hardware, also Meßgeräte, etc., ist dann ein Besuch empfehlenswert.

Gruß
Michael


PS: Die A810 kannst du dir aber getrost abschminken ... ein Royal de Luxe Chassis hätte ich noch ...

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4

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 17:57

ich sehe das "Problem" etwas anders. Grundlagen lernt man nicht in zwei Stunden.
Michael,
ich sehe (lese), daß Du das Problem auch nicht anders siehst. Denn Widerspruch kann ich da nicht erkennen, gehe eher davon aus, daß Du über meinen Beitrag mal eben "flüchtig drübergerutscht" bist. Zugegeben, der Hinweis auf den Downloadbereich fehlte. Auch die Einladung zum Besuch, aber wenn er will, der Martin, in Köln gibt es dann sogar Kaffee und Kuchen. Alles andere wurde geschrieben.

Gruß
Frank

Ach, der Stein des Anstoßes war das Telefonangebot, oder? Da sollte nix Geheimes stattfinden, und wenn, unter ner 600er Saba läuft bei mir nix. :rolleyes:

Übrigens, vielen Dank für das Chassisangebot, nehme ich gerne an. Wann bringst Du es? :whistling:
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »frank1391« (9. Oktober 2013, 18:05)


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5

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 22:49

Hallo,
Frank, danke für deine Einschätzung und Hinweise. Eins möchte ich aber doch vorab klarstellen: Das Saba TG 420 für den "Lehrer" war nicht als Lockangebot gedacht. Dafür ist das Gerät viel zu einfach gestrickt. Nein es ging mir dabei erst mal um die Sache selbst. Das Gerät ist m. E. sehr übersichtlich und vom Platzangebot sehr großzügig aufgebaut. Es ist ein Zweispur-Monogerät mit nur 9,5 cm/s Bandgeschwindigkeit. Einfacher kann ich mir ein Gerät kaum vorstellen. Ja mit einem Profi in ein paar Jahren die elektronischen Besonderheiten der 600 SH zu diskutieren, das wäre die Krönung.

Michael, warum nicht am offenen Gerät experimentieren? Ich kann inzwischen elektronische Bauteile unterscheiden, habe eine grobe Ahnung bezüglich deren Aufgaben, das Ohmsche Gesetz ist mir nicht mehr fremd, mein Anfängermultimeter habe ich durch ein im Forum empfohlenes Gerät ersetzt und damit auch schon Spannungs-, Widerstands- und Strommessungen durchgeführt. Über Sicherheitsaspekte bin ich mir im Klaren, lerne aber auch da noch gerne dazu. Teilweise kann ich Bauteilsymbole auf den Schaltplänen zuordnen. Aber das und noch etwas mehr ist für eine Fehlersuche bei weitem nicht hinreichend.

Angefangen bei dem Trafo über Gleichrichter, Kondensatoren, Widerstände, Potis, Transistoren etc die Spannungsangaben auf dem Schaltplan in der Wirklichkeit (Platine) finden und messtechnisch korrekt nachvollziehen. Das wäre mal so ein Anfangsanliegen.

Gruß, Martin

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6

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 10:14

Hallo Martin,
nicht als Lockangebot gedacht
Ich schrieb von "Vergütungsangebot". Du mußt Dir klar darüber sein, daß
die von Dir gewünschte Einführung nicht in Stunden oder Tagen zu
erledigen ist. Dein "Lehrer" muß eine Menge Zeit mehr aufwenden. Ich,
der nur etwas weiter als Du bist, weiß das aus eigener Erfahrung. Nach
meinen Rufen in der Mitgliederwüste Köln habe ich den Weg, der oben beschrieben wurde
eingeschlagen. Ich las in allen Foren alles mit und ersteigerte in
Amazonien oder in der Bucht günstig Bücher, in denen ich auch heute,
nach langer Zeit hin und wieder nachlese. Diese Anfänger Bücher sind
nicht im Forum zu finden, weil damit wohl auch explizit fremde Rechte
verletzt würden.
Schade, daß Du nicht in meiner Nähe wohnst, ich wäre ein solcher Nachbar, nicht als Lehrer sondern als Coworker.

Ein paar Buchtitel (für manche vielleicht Kinderbücher, mir haben sie den Einstieg erleichtert)

Manfred A. Heinrichs, Tonband Service Handbuch
Heinrichs, Tonband- und Cassetten-Recorder-Service
Finke, Fono- und Tonbandgeräte
Heinz Richter, Transistorgeräte

Wenn ich jetzt weiter auf das von Dir Geschriebene eingehen würde, wäre ich bei meiner "Anschlagzahl" heute abend noch dran, deshalb bereits oben schon einmal das Gesprächsangebot, daß Du ebenso natürlich mit jedem anderen führen kannst.
Angefangen bei dem Trafo über Gleichrichter, Kondensatoren, Widerstände, Potis, Transistoren etc die Spannungsangaben auf dem Schaltplan in der Wirklichkeit (Platine) finden und messtechnisch korrekt nachvollziehen. Das wäre mal so ein Anfangsanliegen.
Wenn Du so weit bist, bist Du kein Anfänger mehr, sondern Fachmann!



Gruß
Frank

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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »frank1391« (10. Oktober 2013, 10:23)


7

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 22:50

Eine solche Anfrage habe ich mal vor sechs Jahren in Köln gestartet. Hier wohnen mehr als 10 Forenmitglieder. Reaktion auf meine Anfrage: NULL.
Hallo Frank,

du hast sicher recht damit, dass es innerhalb eines Forums schwer sein kann, persönliche und tatkräftige Hilfe vorort zu bekommen.

Ich bin noch relativ neu im Geschäft und hatte damals um Hilfe für einen im Keller gefundenen Tonbandkoffer von Grundig gebeten. Ich hatte das große Glück, einen wirklich supernetten Helfer hier im Forum zu finden, der mir in einfachen, leicht verständlichen Worten die Grundfunktionen - sowohl elektrisch als auch mechanisch - eines zugegebenermaßen einfachen Gerätes erklärte und mich auch mal selbst machen ließ. Natürlich um rechtzeitig einzugreifen, wenn ich im Begriff war, etwas falsch zu machen.

Und auch bei meiner Revox A77 war der gleiche Forianer zeitnah zur Stelle, da habe ich das erste Mal an einem Tonbandgerät gelötet (nachdem mir erklärt wurde, was ich wo warum löten sollte). Ich denke schon, dass ich da einiges mitgenommen habe, was mir in Zukunft sicher nicht schaden wird.

Ich bin natürlich noch sehr weit davon entfernt, mich ein Fachmann nennen zu können, wenn ich jedoch bedenke, was ich in den letzten zwölf Monaten in diesem Bereich gelernt habe, macht mich das schon sehr stolz.

Ich finde die Idee, an einem Gerät live unter der Fuchtel eines Experten zu lernen, sehr gut. Der Lehrer sollte jedoch in der Lage sein, sich auf die Ebene des Lernenden zu begeben und ihn nicht mit Fachchinesisch zu ermüden. Und ich glaube, genau daran hapert es in den meisten Fällen.

Ich bin dem Grundig-Thomas jedenfalls sehr dankbar für seine Geduld und Ausdauer. Vor allem merkt man halt die Begeisterung für diese Geräte und das steckt durchaus an.

Franz´ Idee finde ich sehr gut und wünsche ihm einen Lehrer, wie ich ihn hatte. Der ohne erhobenen Zeigefinger Begeisterung UND Wissen vermittelt.
So macht das Bandeln Spaß.

Tim.
Gruß Tim

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8

Freitag, 11. Oktober 2013, 09:40

Hallo Tim, herzlichen Glückwunsch !

Ich gehe mal davon aus, daß Thomas in Deiner Nähe wohnt und ihr euch persönlich kennenlernen konntet.

Vielleicht habe ich etwas übertrieben, auch ich habe einige Kontakte im Forum mit denen ich regen Austausch betreibe, aber es sind solche, die sich aufgrund der Entfernung in der Regel auf Telefongespräche beschränken müssen. Schöner wäre es, wenn so etwas wie das Nordtreffen auch in der westlichen Hemisspäre stattfinden würde. Vielleicht bin ich da selbst auch zu bequem, ich könnte ja dorthin fahren.

Es ist ja auch kein Vorwurf an andere, sie alle haben sicher ihre guten Gründe, sich über Forenaktivitäten hinaus nicht weiter engagieren zu können. Auch kann ich bei manchen "Fachleuten" verstehen, daß sie selbst eher dazulernen wollen als mit Anfängern über Grundsätze der Elektronik zu diskutieren. Manche sind einfach nicht lehrfähig, so wie einige von uns Anfängern nicht lernfähig sind.

Weil es offenbar, aus welchen Gründen auch immer, zu den oft gesuchten Lerngruppen nicht kommt, scheint der andere Weg des Zusammenfindens der lernwilligen Anfänger der bessere zu sein. Die bei solchen Treffen aufkommenden Fragen können dann ja im Forum diskutiert werden.

Also mochmals herzlichen Glückwunsch zu "Deinem Thomas", welcher auch immer das ist (TK240?). Ich habe hier keinen.

Gruß
Frank
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9

Freitag, 11. Oktober 2013, 18:54

Ein guter Impuls, wer hätte Interesse ?

Hallo Frank,

zu deiner Anmerkung:

Weil es offenbar, aus welchen Gründen auch immer, zu den oft gesuchten Lerngruppen nicht kommt, scheint der andere Weg des Zusammenfindens der lernwilligen Anfänger der bessere zu sein. Die bei solchen Treffen aufkommenden Fragen können dann ja im Forum diskutiert werden.

träfe zwar zu dass dann ein "Blinder einen Blinden leitet", aber die "Grube" in die man fallen könnte ist m. E. nicht sehr tief. Vieleicht ein guter Anfang, und durchaus effektiver als alleine zu studieren. Das ganze etwas transparent über das Forum gestaltet, man sollte m. E. weiter darüber nachdenken.

Gruß, Martin

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Samstag, 12. Oktober 2013, 19:24

Hallo Mitlesende,
bei solchen Threads bin ich immer hin- und hergerissen, ob ich meinen unmassgeblichen Senf dazu geben soll. Immerhin besteht die Gefahr, sich die Schnauze zu verbrennen. Ich tue es trotzdem, wähle meine Worte mit Bedacht und weise ausdrücklich darauf hin, dass ich hier niemanden an die Karre fahren will.
Also... ...ein (Internet-)Forum ist in meinen Augen eine öffentliche Plattform, auf der vermeindlich Gleichgesinnte/Interessierte Erfahrungen, Fragen, Kenntnisse u. Informationen austauschen können. Alles was dort "passiert" (sei es Online-Hilfestellung oder sei es "Telefonsupport", praktische Hilfe oder was auch immer...) geschieht aus der Motivation und dem Engagement seiner Mitglieder. Persönliche Kontakte, Mitfahr-/Mitbring-Gemeinschaften, Workshops, Verlässlichkeit, gar Freundschaft... ...dies alles geschieht, weil (mindestens) zwei Menschen aufeinander zugehen. Beruhen also auf Gegenseitigkeit und sind beileibe keine Selbstverständlichkeiten - nicht im Alltag und erst recht nicht im WorldWideWeb. Solche Ringeltauben sind echte Glücksgriffe, wer sie findet bzw. erlebt, darf sich glücklich preisen aber einem Forum als einer Art Institution "abverlangen" darf/sollte man so etwas nicht. Ein Forum kann also allenfalls Hilfe zur Selbsthilfe geben. Alles darüberhinaus ist Glücksache.
Diese Hilfe zur Selbsthilfe - und dies gepaart mit zumeist friedlichem Miteinander - funktioniert hier in diesem Forum vergleichsweise sehr gut. (Nur mal am Rande erwähnt... ...kann man nicht oft genug tun). Vergessen darf man überdies nicht, dass selbst die Online-Hilfe dem Helfenden eine Menge Zeit u. Geduld abverlangt, wenn er/sie es denn beharrlich tut und die Aktionen auch noch zum Erfolg führen. Diejenigen, die darüberhinaus nach mehr praktischer Zuwendung rufen, mögen sich bitte einmal vergegenwärtigen, dass auch ein Forentreffen ein gewisses Maß an Vorbereitungszeit und Aufwand erfordert - dies um so mehr, wenn nicht nur Stammtischplauderei betrieben werden soll, sondern man am "kränkelnden Objekt" (d.h. irgendein defektes Gerät) mit Rat und vor allem Tat zur Seite gestanden wird. (Diejenigen, die einmal in ihren eigenen Wänden einen Reparatur- oder Einmeßworkshop oder einfach nur ein nettes persönliches Treffen organisiert haben, wissen wovon ich rede). Nicht Jeder kann das erbringen. Warum sollen auch immer die Erfahrenen den Stein ins Rollen bringen? Wo sind nicht nur die ständigen Rufe nach Treffen, Workshops und ähnlichem sondern auch von diesen Hilferufenden konkrete Taten? Niemand wird daran gehindert, ein Treffen konkret auch selbst mal zu organisieren.
Kehre ich nun zur Ausgangsfrage des Thread-Eröffners zurück. Nützliche Literaturhinweise sind hier ja schon gegeben worden und denen kann ich mich nur anschliessen. Einige dieser Bücher besitze ich selbst und lese noch immer regelmässig in ihnen.

Ergänzen möchte ich die Reihe noch um folgende Lesewerke:

Schröder - Tonbandgeräte Meßpraxis (Frankch Verlag)
Junghans - Tonbandgeräte-Praxis (Franzis Verlag)
Nijsen - Moderne Tonbandgeräte-Technik (Philips)
Friesecke - Die Audio-Enzyklopädie (Saur Verlag)
...es gibt derer natürlich viele andere...

Sieht man von den Magnetbandgerät-spezifischen Eigenschaften mal ab, besteht ein Bandgerät ja grösstenteils aus elektronischen "Standard"-Bausteinen, deren Wirkungsweise sich auch in Grundlagen-Nachschlagewerken erlernen lassen. Wer dies lieber "online" tut, dem sei folgende Seite empfohlen: http://www.elektronik-kompendium.de/
Gerade was die Erläuterung grundlegender Bauteilefunktionen, Grundschaltungen, Mess(geräte)-Praxis ("wie messe ich was und womit?") angeht, enthält diese Seite eine Fülle von Lesestoff. Hat man sich dann diese "graue" Theorie "angefressen", erklettert man die zweite Stufe: die Praxis. Dafür bedarf es ab einem bestimmten Punkt sicher eines gewissen Messgeräte-Fuhrparkes, vor allem aber bedarf es der Fähigkeit, die logischen Zusammenhänge einzelner Funktionen aus einem Schaltplan "herauszulesen" bzw. der Fähigkeit, des strukturierten und von Instinkt begleiteten Fehlersuchens. Und diese erlangt man (meines Erachtens nach) durch Übung (Routine): Schaltpläne lesen und immer wieder lesen... ...und noch mal lesen. Mit einfachen Schaltungen (siehe elektronik-kompendium) fängt man an, um so den Schrecken vor "grösserem Wirrwarr" zu verlieren. Dies vor erfordert Zeit, Geduld, Beharrlichkeit - das ist, wie Michael B. schon treffend bemerkte, nicht mal eben gemacht. Nicht umsonst gibt (gab) es zur Erlangung dieses Rüstzeuges einen Lehrberuf, der eine 3 Jährige Lehrzeit erfordert(e). Es mag in unserer schnellebigen Zeit ("ich will Alles schnell u.sofort und ohne Mühe erreichen...") altmodisch klingen aber beharrliches Studium gehört schon dazu, wenn man sich so etwas nach Feierabend "rein zieht". Das Geheimnis des "Könnens" liegt ja oft auch im "Wollen"!
Ebenfalls hilfreich beim Erlangen der Routine: ...bei einer gemeinschaftlichen "Online-" Fehlersuche hier im Forum kann man durch Mitlesen und gleichzeitigen Studieren des Schaltplanes enorm viel lernen, vor allem, wenn das Problem dann am Ende gelöst wird. Nebenbei erwähnt: wer ein Problem hier postet und es am Ende gelöst wird (wie und mit wessen Hilfe auch immer), möge bitte die Lösung auch posten - nur so wird ein solcher Thread wirklich "rund"!
Genug der vielen Worte, die euch hoffentlich zum Nachdenken angeregt haben.
Viele Grüße
Peter (...der Dank vieler Mitglieder dieses Forums viel gelernt hat und dies noch immer tut)
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Sonntag, 13. Oktober 2013, 11:57

Hallo Peter,

hinter allem was Du schreibst kann ich 100%ig stehen Auf die Füsse getreten hast Du damit keinem.

Aus der leidvollen eigenen Erfahrung, daß solche Treffen wenn überhaupt nur spärlich stattfinden, (damit meine ich die, die von den Fachleuten initiiert werden) entsprang mein Gedanke, daß Anfänger sich in personas zusammensetzen und sich vom Forum begleiten lasssen. Das ginge aber wohl nur bei kurzen Entfernungen zwischen den Wohnsitzen und mit viel Geduld. Zeitlich würde man dies irgendwie in die Reihe kriegen, da nicht zu erwarten ist, daß es große Gruppen wären. Eher würden sich dann wohl zwei oder drei Leute treffen.

Es kommt ein viel größeres Problem hinzu, daß Du ja auch erwähnst: die nötigen Messgeräte. Welcher "beginner" würde sich, wenn er überhaupt weiß, was gebraucht wird, vorab diesen Messpark anschaffen, der zur Verfügung stehen muß.

Eine weitere Hürde ist das notwendigerweise strukturierte Vorgehen. Die Anfänger (schreckliche Bezeichnung) sind ja immer solche, die ihr ureigenes Maschinenproblem, sobald sie die Freigabe haben, dem Forum zur Lösung präsentieren. Ein Treffen aber muß vorbereitet werden und dabei macht es wenig Sinn, wenn jeder seine Patienten mitbringt. Man wird sich da ob des kumulierten vorhandenen Nichtwissensstandes nicht dürchwühlen können. Also (nur) eine A77 oder RdL auf den Tisch und da wird solange dran "rumgemacht" bis sie läuft oder endgültig den Geist aufgegeben hat. (Der Aufschrei ist jetzt schon zu hören.)

Ein verdientes Mitglied in meinem Umfeld plant ein solches Treffen in naher Zukunft. Da freue ich mich schon jetzt wie ein Schneekönig drauf.

Gruß
Frank
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »frank1391« (13. Oktober 2013, 12:01)


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Sonntag, 13. Oktober 2013, 12:17

Hallo Frank!

Wobei so eine A77 ja noch vergleichsweise gut geeignet ist, bei so einem Treffen rangenommen zu werden - ihr servicefreundl. Aufbau lässt Reparaturen (zumindest an der Elektronik) in recht kurzer Zeit zu. Wenn ich dagegen an eine ältere Akai oder Teac denke... ....no thanks! Um da an die Innereien dran zu kommen bedarf es oft schon einer Stunde Arbeit. So etwas kann man in dem beschränkten Zeitraum eines Treffens kaum lösen!
Auch die hier im Thread erwähnte Saba 600 SH ist nichts für Ungeduldige.

Gruß
P.
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Sonntag, 13. Oktober 2013, 16:21

Hallo Peter !
Also (nur) eine A77 oder RdL auf den Tisch
Wegen der von Dir erwähnten Servicefreundlichkeit habe ich die beiden Modelle genannt. und es sollte heißen eine (1) Maschine, meinetwegen auch zwei gleiche nebeneinander.

Wie geschrieben: 100%ige gedankliche Deckungsgleichheit


Gruß
Frank
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Dienstag, 21. Januar 2014, 12:07

ma-muesste-ma

aus gegebenem Anlass (Projekt Lazarus) stolpere ich gerade über diese versandete Kurzdiskussion aus dem Oktober 2013. Eigentlich ist fast alles darin enthalten, was z.Zt. zufällig (weil Jahreswechsel war und pro Jahr ein gutes Werk vonnöten ist ;) ) rund um die verunfallte A-77 des 'TE/TO' IRL passiert. Mehr noch: ich hatte Anfang 2013 beschlossen, mich von einer der vorhandenen 810-er zu trennen. Das ausgesprochene Angebot ist aber nicht angenommen worden. Da besteht also entgegen der Friedrichsdorfer Prognose noch Aussicht, daß der 2000-ste Beitrag in erhoffter Weise versüsst wird. Das kann allerdings nicht umsonst sein, hab' schon mal eine 810 für 100€ weitergegeben, wobei die 100€ nie auf meinem Konto eingegangen sind, die Gegenseite aber sogar begonnen hatte, mit Anwalt zu drohen (völlig wirr, die Maschine war über einen dritten - nicht <firstthird> ;) - persönlich angeliefert worden...): das soll ein Einzelfall bleiben.

Ebensowenig habe ich Lust, parkende 820-er von Rabauken ruinieren zu lassen, die wie im Falle JürgenH.s offenbar zu blöd waren, ihren Kofferraum richtig zu öffnen und Birnen mit Äpfeln vertauscht haben und anschließend Kompott zubereitet haben... Daher wird es vor Ort keinen wie auch immer gearteten 'Arbeitsladen' - vulgo workshop - geben.

Auch Geheimniskrämerei, kurze Dienstwege, 600 SH, langer Atem, Deckungsgleichheit, Schnauze, verdientes Mitglied, Kontratenor, Ringeltauben, Einigkeit & Recht & Freiheit - all das taucht symptomatisch in den vorangegangenen 13 Beiträgen auf, welch phantastisches Forenebenbild! - mit der Konsequenz: siehe Beitragstitel.

Ich schlage vor, die Diskussion an dieser Stelle noch einmal erneut aufzunehmen. Aufgrund der Reibereien der letzten Wochen, die von mir nur aus dem rechten Augenwinkel heraus mitgelesen wurden (auf dem Auge bin ich extrem kurzsichtig), auferlege ich mir zu diesem Thread ab sofort ein unwiderrufliches Schweigegelübde. Nutzt die Chance, falls ihr sie erkennt.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »user-332« (25. Februar 2014, 10:21)