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  • "kaiman_215" started this thread

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1

Wednesday, June 17th 2009, 12:17am

Hab einige alte Bibliotheks CDs gekriegt die sehr verkratzt sind. Da man oft die Zahnpasta Methode sieht dachte ich versuchst mal dein Glück. Habe Zahnpaste Super Weiss genommen und Auto Lackpolitur, beides ist nicht zufriedenstellend. Die ursprünglichen Kratzer werden besser, gehn aber nicht ganz raus. Durch die Politur sind viele haarfeine Kratzer draufgekommen die man nur bei Gegenlicht so richtig sieht. Die CDs laufen aber noch.
Hat jemand eine Idee wie man die Plastik Unterseite der CD wieder 100% glatt kriegt? Gibts eine spezielle Kunststoff Politur?
Grau ist alle Theorie und grün des Lebens goldner Baum

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2

Wednesday, June 17th 2009, 12:41am

Hallo,

es gibt spezielle CD Reparatur Sets.

Einige enthalten einfach feinstes Schleifpapier unterschiedlicher Körnung und eine Politur, sowie Reiniger.

Andere sind ein Gerät mit Hand- oder Elektroantrieb, bei denen Scheiben zum Polieren auf der CD rotieren.

Im Prinzip ist es aber immer so, dass man dabei große Kratzer durch kleinere ersetzt, die dann wieder durch kleinere ersetzt werden, bis man ein Ergebnis hat, wie von Dir beschrieben.

Die Sets sind geeignet, verkratzte CD´s, die nicht mehr fehlerfrei laufen, wieder zum Laufen zu bringen. Vertrauen würde ich darauf aber nicht. CD vorher kopieren, soviel noch lesbar ist.
Die behandelte CD ebenfalls kopieren, ich befürchte, die behandelte Oberfläche ist empfindlicher, als original.

Band ab - Band läuft,

Rainer

cassettenfreund

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3

Wednesday, June 17th 2009, 5:13am

Die Kratzer auf der CD wirst du nicht wieder herausbekommen. Die einzige Möglichkeit wäre, die alte Schutzschicht gegen eine neue auszutauschen. CD-Schleifgeräte entfernen die Kratzer nicht, sondern polieren sie nur, damit der Laser nicht mehr abgelenkt wird.

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4

Wednesday, June 17th 2009, 8:20am

Hallo,

meine Vorredner haben vollkommen recht, so gut wie eine neue CD wirst Du sie nicht mehr hinbekommen.
Einen tiefen Kratzer kann man nur duch weitere Materialwegnahme verringern.
Mit purer Handarbeit kann man dabei schon ins Schwitzen kommen, aber mit einer weichen Polierscheibe die nicht zu schnell läuft, damit es nicht zur Erwärmung des Kunststoffes kommt, geht es schon flotter voran.
Erst ein grobes Schleifmittel verwenden und dann schrittweise die Körnung des Schleifmittels verringern.
Man kann sogar vorsichtig mit feiner Stahlwolle beginnen und anschließend feinpolieren.

Das Prinzip ist folgendes:

Durch die beim Polieren entstandenen vielen feinen Kratzer, bedingt durch die im Schleifmittel enthaltenen Schleifpartikel,
wird die Fehlerkorrektur des Players rechtzeitig angeregt und ist auf die Korrektur des tiefen Kratzers besser vorbereitet.
Außerdem verringern die feinen Kratzer die Streuung des Laserlichts, so daß es an der defekten Stelle wieder besser reflektiert wird.
Der Fachhandel hält für CD Reparaturen auch Schutzsprays bereit, womit die Oberfläche geglättet und zusätzlich geschützt werden kann.

Bernd

Araso

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5

Wednesday, June 17th 2009, 11:51am

Moin, moin.

Das Thema Schleifen kann man wohl so bestätigen.

Was mich jetzt wundert, ist die Aussage über diese Reparatursets.
Ich habe bisher sowas nie in der Hand gehabt, aber ich ging immer davon aus, daß die -nach Reinigung- einen Kratzer füllenden Schutzlack auftragen.

Meines Erachtens müßte man doch in der Richtung vorgehen können.
Auf anderen Materialien habe ich mit Klarlack Erfolge gehabt, aber bei dem CD-Material geht das damit nicht. Außerdem müßte das viel dünnflüssiger sein.
Mit Autowachs wird es auch nichts, da die optische Oberfläche nicht geeignet ist.

Wer hat da vielleicht eine High-Tech Idee?

Viele Grüße, Arnulf.

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6

Wednesday, June 17th 2009, 12:32pm

Hallo Arnulf,

der Lack muß den gleichen Lichtbrechungsindex wie das CD Material besitzen, sonst kann man das Gegenteil erreichen.

Vielleicht mal zu Carglas gehen, Carglas reparierts?

Gruß

Bernd

Araso

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7

Wednesday, June 17th 2009, 3:02pm

Hi Bernd.

War ich sogar schon.
Außer dem gleichen Brechungsindex brauchst du aber was, das auch in gleicherweise bei Temperaturänderung mitgeht.
Hart und weich trennt sich leider wieder.

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8

Wednesday, June 17th 2009, 3:43pm

Na gut dann lass ich die so wie sie sind solange sie noch laufen. Wollte eigtl nur mal sehn ob das wirklich so gut klappt aber scheint viel schön Gerede zu sein.
Interessant ist das Thema Schutzlack für meine Neuen, kaufen und gleich versiegeln, damit auf Dauer vor Kratzern schützen, das hört sich doch sehr sinnvoll an.
Natürlich Alternativen zu den teuren "HighEnd" Produkten. Habe noch Lötlack hier aber mit dem Flussmittel da drin wird das wohl nichts :-)
Grau ist alle Theorie und grün des Lebens goldner Baum

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9

Wednesday, June 17th 2009, 4:35pm

Der Schutzlack kann aber, wie hier schon erwähnt wurde, genau das Gegenteil bewirken, wenn die 'Schutzschicht' nicht dieselben optischen Eigenschaften hat, wie das Polykarbonat der CD. Wenn es ein Hersteller gibt, der Schutzlack anbietet, würde ich dem Ganzen erst glauben, wenn er zweifelsfrei die Durchlässigkeit des Lacks bei allen üblichen Wellenlängen der Laserdioden nachweisen kann.
Meine CDs sehen übrigens immer noch fast genauso aus, wie beim Kauf, weil ich sie nur in der Spielerschublade auf die Reflektionsschicht lege und sonst immer nur schwebend in der Hülle.

Schutzlack für die Oberseite darf man nicht aufbringen, weil der die Beschichtung zerstören kann. Unter der Bedruckung liegt nämlich die Verspiegelung und wenn die hin ist, nützt auch die schönste unzerkratzte Unterseite nichts mehr.

Also, der beste Schutz ist die pflegliche Umgangsweise mit den CDs (gilt auch für DVDs), alles andere ist Mumpitz...
Gruß,
Michael/SH

Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu (Ö v. Horvath)

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10

Wednesday, June 17th 2009, 4:49pm

Quoted

mash postete

Schutzlack für die Oberseite darf man nicht aufbringen, weil der die Beschichtung zerstören kann.
Und ich habe mir gerade das "Colour Protection Spray" zur Versiegelung meiner selbstbedruckten CD's geholt, um sie resistenter zu machen.

Bernd

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11

Wednesday, June 17th 2009, 5:00pm

Quoted

capstan postete

Quoted

mash postete

Schutzlack für die Oberseite darf man nicht aufbringen, weil der die Beschichtung zerstören kann.
Und ich habe mir gerade das "Colour Protection Spray" zur Versiegelung meiner selbstbedruckten CD's geholt, um sie resistenter zu machen.

Bernd
Es geht hier um Kauf-CDs, wenn ich das richtig verstehe. Es gibt, oder gab Sets aus bedruckbaren DVDs (CDs auch)?, die mit einer Spraydose Schutzlack verkauft werden. Ich hoffe, dass der Hersteller genau weiß, was er da verkauft. Allerdings sind gebrannte CD-Rohlinge lange nicht so lange haltbar, wie gepresste Kauf CDs. Sollte der Lack im Laufe der Zeit den Spiegel zerstören, ist die CD wahrscheinlich sowieso nicht mehr lesbar.
Gruß,
Michael/SH

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GXNet

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12

Wednesday, June 17th 2009, 8:06pm

Hallo in die Runde,

meine Idee wäre die Politur zu benutzen, die es für LCD Displays (Handy) usw. gibt. Habe leider noch keine Kauf-CD mit diesem Problem. Wenns aber bei Displays hilft, warum nicht auch bei CDs. Beim blauen "C" kostet die grüne Tube 10 Euro für 50gr. Ich benutze das Zeug in der Firma für kleine LCDs mit sehr guten Erfolg! Kratzer weg, wenn sie nicht zu tief sind. Wichtig: Ein sehr weiches, faserfreies Tuch benutzen, keine Watte, Küchenrolle oder Klopapier o.ä. Den beigelegten Schleifpapierstreifen auch gleich in die Tonne! Der ist noch zu grob!

Aber wie gesagt, mit CDs habe ich es noch nicht probiert.

VG
Michael