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31

Tuesday, October 29th 2019, 12:29pm

ändert sich die Audioqualität mit Erhöhung der Videoauflösung, hast du das mal nachgemessen?
Wegen dieser Frage habe ich eben mal an einem Fall Messungen durchgeführt bei 3 Auflösungen: 144p, 480p und 720p HD. Das Beispiel hat in jedem Fall die gleiche Video-URL von https://youtu.be/82uT7icwyWk
Der Audio-Track wird geliefert als AAC-LC mit variabler Bitrate (zwischen 101...141 kbps), Sample-Rate 44100 Hz. Die Bandbreite beträgt ziemlich genau 15 kHz. Der Spitzenpegel liegt etwa 2.5 dB über dem Clip-Level.
Wenn ich in Audacity paarweise die Differenz bilde (nach Absenkung um 3 dB), kommt exakt Null raus, d.h. die Audio-Tracks sind identisch, unabhängig von der Video-Auflösung.
Ich habe noch einen zweiten Fall testen wollen mit den Video-Auflösungen 144p/240p/360p/480p (mehr wurde nicht angeboten). Die Video-URLs waren alle gleich: https://youtu.be/mnnmfsiDHYg. Bei dem File ließ sich aber der Audio-Track nicht extrahieren.
Wenn jemand Beispiele hat mit von der Video-Auflösung abhängiger Audio-Qualität, bitte ich um Angabe der Video-URLs.

MfG Kai

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32

Saturday, November 30th 2019, 5:58pm

Bei Youtube gibt es etliche Konzertmitschnitte aus dem Club "The Funky Biscuit" in Boca Raton, Florida. Das Genre ist Blues-Rock.
Von denen habe ich mir mal 10 näher angesehen.
Es war kein einziger dabei, dessen Audio-Pegel über die ganze Länge unter dem Clip_Level (0 dB) blieb.
Folgende Spitzenwerte traten auf:
+ 0.33 0.43 0.48 0.59 1 1.2 1.90 1.83 2.79 3.35 dB
Eine Darstellung aus Audacity der Fälle mit 0.48 dB und 3.35 dB zeigt, wie häufig Übersteuerungen (rot markiert) auftreten:

Im ersten Fall wird so sporadisch geclipt, daß es vermutlich garnicht auffällt. Beim zweiten Fall wird sehr häufig geclipt, so daß es angebracht ist, den internen Pegel im File um 3 Stufen (4.5 dB) herabzusetzen, um das Anhören angenehmer zu gestalten.

Dieses Bild zeigt, wie groß der Klirrfaktor wäre, wenn man ein Sinus-Signal um x dB übersteuern würde:

Bislang habe ich Pegel bis zu etwa +5.5 dB gesehen. Ein Sinus hätte da schon über 20 % Klirrfaktor.

MfG Kai

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33

Wednesday, December 11th 2019, 8:33pm

Google hat ein eigenes Audio-Format geschaffen namens opus. Verwendet werden die Endungen opus und opu.
In Dokumentationen wird behauptet, daß dieses Format eine höhere Datenkompressions-Effizienz habe als AAC-LC bzw. bei gleicher Bitrate bessere Audio-Qualität liefere. Das Format wird zur freien Verwendung im Web propagiert. Auch youtube Videos können mit dem Audio-Format geliefert werden. Diese werden als die qualitativ "besten" bezeichnet. (Hinsichtlich Musik-Wiedergabe gibt es dazu allerdings auch alternative Äußerungen im Web).
Wenn das Audio beim Encodieren zu hoch skaliert wurde, gibt es bei den opus-Files das gleiche Problem mit Clipping bei der Umwandlung zu 16 Bit PCM.
Ich habe deshalb ein Tool geschrieben, das den Ausgabe-Pegel von opus-Files vorher um einen gewünschten Wert reduziert. Die nötige Reduktion kann man sich vom Tool ffmpeg melden lassen. Ebensolche Tools sind für AAC-LC in adts-containern und mp3 vorhanden.

MfG Kai

helmut

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34

Tuesday, December 17th 2019, 1:31am

Habe dereinst mal ein youtube Video auf Kassette aufgenommen, das ging fürchterlich in die Hose.

Habe es zuerst in den Hochpegel Eingang von der Vorstufe reingesteckt, dann am Tape Out aufgenommen. Also die Dynamik war fast weg, nur total laut. Alles klang gleich. Direkt vom PC Ausgang in den Vorverstärker. Jede LP ist da hundertmal besser. Danach war ich kuriert von solchen Aufnahmen.
Gruß, Helmut

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35

Tuesday, December 17th 2019, 7:05am

es gibt gute und schlechte audio-tracks - und vieles dazwischen.
wenn die aufnahme auf cassette schlechter klingt als direkt vom pc in den verstärker oder kopfhörer eingespeist, dann wurde bei der aufnahme auf cassette etwas falsch gemacht.
viele von amateuren gefilmte konzertvideos wurden mit tontechnisch ungeeigneten kameras bzw mikrofonen gemacht. darunter sind viele mit exzessivem kompressor-gebrauch bzw übersteuerte. ausserdem wird bei der bearbeitung bei youtube zuweilen eine anhebung des mittleren pegels vorgenommen, ohne zu kontrollieren, ob die spitzenwerte unter der clipp-grenze bleiben. das clippen kann man durch digitale nachbearbeitung des audiotracks vermeiden. die zuvor gemachten fehler lassen sich nicht eliminieren sondern allerfalls abmildern ( zb frequenzgang-defizite).

mfg kai

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36

Monday, June 15th 2020, 7:40am

Gestern bin ich bei youtube auf eine Konzert-Aufnahme des Mahavishnu Orchestras von 1972 gestoßen, die ich in Erinnering an die damaligen CD-Veröffentlichungen mir gern mal angesehen und angehört habe.
Mahavishnu Orchestra 8-23-1972,
Chateauvallon, France @ Amphitheatre - Festival de Chateauvallon
https://youtu.be/rD36-Zn2bA4
Der Klang war erträglich aber nicht HiFi.
Bei näherer "Betrachtung" des Audio-Tracks sah ich zu meiner Verwunderung, daß der Frequenzgang bei ca. 6 kHz steil abfallend endet.
Die Quelle des Video ist nicht ersichtlich. Es gibt unter anderer Adresse noch eine zweite Version optisch gleicher Qualität, deren Audio ich nocht nicht geprüft habe.

Gab es ein Video-Aufzeichnungsverfahren mit nur 6 kHz Audio-Bandbreite ?

MfG Kai
Nachtrag: Die zweite Version des Videos unter
https://youtu.be/yV_TiHf3vlc
hat ebenfalls nur 6 kHz Audio-Bandbreite
Eine Konzert-Aufnahme aus dem "Community Theater, Berkeley, Ca 11/9/72 " hat zwar 15.7 kHz Bandbreite aber interne Spitzenpegel 1.92 dB über dem Clip-Level für 16 Bit Audio-Ausgabe, die ohne Umskalierung zu Verzerrungen führen.

This post has been edited 1 times, last edit by "kaimex" (Jun 15th 2020, 8:09am)


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37

Monday, June 15th 2020, 8:27am

Ich befasse mich gerade erst mit YouTube-Videos, zur Ankurbelung meines Business...

Ich habe zuvor einen Video-Profi gefragt, wie das mit dem Ton sei, ich habe aus der Vergangenheit schreckliche Beispiele. Er verwies auf die von ihm genutzte Software "da Vinci Converter" und die darin einzustellende "Lautheit".
Ich komme aber so gerade mit IMovie klar und habe hier meinen O-Ton des Bandgerätes (über dem Umweg Digitalisierung/Mac/Wavelab/Normalisierung) statt den der Kameras unterlegt.
Bei Rechtsklick auf das Video gibt es ein Auswahlmenü, im letzten Begriff "Statistik für Nerds" sehe ich, dass mein Ton mit "100%" gekennzeichnet ist, was nach Meinung des erwähnten Fachmannes das erklärte Ziel sein soll.
Der Ton klingt auch über meine Studio-Lautsprecher recht original.

https://youtu.be/JaG6WjPECbA
Schöne Grüße

Rainer

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Monday, June 15th 2020, 10:52am

Hallo Rainer,

Aussagen wie 100% oder Anpeilung eines Lautheitsziels sind Indizien dafür, daß hier nicht das Gespür für das Wesentliche vorhanden ist.
Ein Lautheitsziel nimmt keinerlei Rücksicht darauf, ob der Crest factor (Scheitel-Faktor: Verhältnis von Spitzenwert zu Effektiv-Wert) dazu führt, daß bei Skalierung des Audio auf das Lautheitsziel die Spitzenwerte größer werden als 0 dBFS.
Bei einem sehr großen Anteil der youtube Videos liegen die Spitzenwerte im File über 0 dBFS. In Extremfällen habe ich +2,x dB gesehen, was uU zu fast ständigem Clippen bei der Ausgabe im 16 Bit PCM Format an den DA-Wandler des Sound-Interfaces führt.
Eine Angabe wie 100 % ist wertlos. Das muß man schon detaillierter betrachten.
Da liegt einiges im Argen bei der Behandlung der Audio-Tracks. Natürlich kann man dem End-Resultat nicht mehr ansehen, wer es verbrochen hat: der, der den Ton aufgenommen hat, einer zwischendrin in der Bearbeitungskette oder wohlmöglich youtube beim automatischen Skalieren/Bearbeiten/Umcodieren der Videos für die verschiedenen angebotenen Formate.

MfG Kai
Nachtrag: Da hab ich doch leichtfertig einen zuviel verdächtigt: der, der den Ton aufgenommen hat, kann es nicht gewesen sein. Denn wenn der übersteuert, ist das Audio bereits geclipt und kann keine Spitzenwerte über 0 dBFS haben. Das passiert nur im nachhinein bei Verwendung von Software, die den Pegel im Audio-File nach AD-Wandlung (und eventuell Daten-Kompression) hoch-skaliert.

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Monday, June 15th 2020, 1:22pm

Danke, Kai,

ich hatte von dem erwähnten Fachmann nur übernommen, dass „100%“ bedeuten, dass der Ton nicht komprimiert wurde. Was mir bei der Wichtigkeit gerade des Tones bei meinen Videos ja am Herzen liegt. Und ich hatte mit allen Tönen aus Wavelab, max 0 dB, kein Problem.
Schöne Grüße

Rainer

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Monday, June 15th 2020, 11:32pm

Hallo zusammen,

ohne auf das eigentliche Kernthema eingehen zu wollen (weil ich da nichts nutzbringendes beitragen könnte), wollte ich nur mal darauf hinweisen,
dass ein Herunterladen von nur der Tonspur mit den meisten Download-Managern problemlos möglich ist.
Ich nutze z.B. den "JDownloader 2".
Dieser überwacht das Clipboard von Windows, und sobald z.B. der Link des YouTube-Videos in die Zwischenablage kopiert wird, erscheint das Video inkl. Tonspuren, inem Screenshot und der Videobeschreibung.
Dort kann man die gewünschten Teile auswählen und herunterladen. Sogar die Wahl des Audio- und Videoformats ist wählbar (siehe Bild im Anhang).


Gruß,
Klaus
MrBean has attached the following image:
  • jdownloader-youtube.JPG

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Thursday, June 18th 2020, 12:12am

Hallo zusammen,

nachdem mich einige Hinweise bezüglich meines Post zum Download von YouTube-Tonspuren erreicht haben, möchte ich nur kurz klarstellen, dass das Programm JDownloader nicht als illegal angesehen wird.
Auch der Download von YouTube - Videos oder Tonspuren - solange dies natürlich ausschließlich für den privaten Gebrauch geschieht - ist legal; Stichwort "Privatkopie".
Auf diversen Seiten im Netz nachzulesen (Suchbegriff "JDownloader legal?").

Ich möchte auf keinen Fall irgendwelche halbgare oder nicht zulässige Handlungen provozieren oder gutheißen!

Auf jeden Fall danke für Eure Hinweise zu dem Thema!

Gruß,
Klaus

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42

Thursday, June 18th 2020, 5:47am

Guten Morgen.

Die geäußerten Bedenken sind laut Nutzungsbedingungen berechtigt. ("Folgendes ist nicht zulässig: ... Auf jegliche Teile des Dienstes oder der Inhalte zuzugreifen sowie diese zu vervielfältigen, herunterzuladen ...") Hätte YouTube seine ursprüngliche App auf meinem Fernseher nicht abgeschaltet oder Ersatz bereitgestellt, wäre ich nie auf die Idee gekommen, nach einem anderen Weg zu suchen. Den entstandenen Schaden durch meinen Umweg, frei zugängliche Videos ausschließlich auf meinem privaten Fernseher anzusehen, müsste man mir allerdings vorrechnen. Ich habe gebeten, meinen Beitrag zu löschen.

Gruß, Anselm