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Sunday, July 28th 2019, 11:42am

Audio-Pegel in Youtube-Musik-Videos

Wer sich gelegentlich Youtube Musik-Videos anschaut, merkt schnell, daß die technische Audio-Qualität recht unterschiedlich ist und oft allerlei zu wünschen übrig läßt.
Um den akustischen Eindruck meßtechnisch zu präzisieren, hab ich gerade mal ein paar Beispiele von Konzert-Mitschnitten, auf die ich neugierig war, näher betrachtet. Dabei ist mir ein potentielles Problem aufgefallen, daß ich bisher nicht für möglich gehalten habe:
Bei Youtube wird die Audio-Spur in Stereo (auch wenn tatsächlich nur monofon) mit dem aac (LC) Verfahren mit 44100 Hz Abtastrate und Bitraten etwas über 90 kb/s codiert.
In Microsoft wav-Files ("PCM") kann der Pegel aufgrund der 16-Bit Sample-Darstellung nicht größer als 0 dB (="1" bzw +32767/-32768 ) sein. Bei mp3-Files habe ich auch noch nichts anderes erlebt. mp3-Files haben allerdings Skalierungsparameter, mit denen der tatsächliche Wiedergabepegel in 1,5 dB Stufen verändert werden kann. Den nutzt zB mp3DirectCut, um ohne Re-Encodierung den Gesamt-Pegel zu ändern oder sogar Fades über die Block-Pegel durchzuführen.
Bei 9 von 13 gerade betrachteten aac-Files von Youtube-Audio-Tracks fand ich zu meiner Verwunderung Spitzenpegel über 0 dB. Der lag im krassesten Fall bei +3 dB.
So sieht der File in Audacity aus:

Rot ist markiert, wo in einem 16 Bit-Wiedergabe-System geclippt würde, wenn der Audio-Pegel nicht vor dem DA-Wandler reduziert wird.
Audacity arbeitet default-mäßig in 32-Bit Gleitkomma-Darstellung, die auch Betrags-Werte > 1 erlaubt.
Deshalb kann man um -3 dB "verstärken", um den Pegel auf Werte <=1 zu reduzieren:

Oben noch mal das Eingangssignal ohne die rote Clip-Warnung,
darunter das um 3 dB herabgesetzte Signal.
Da werden jetzt auch im ersten Block noch Variationen der Hüllkurve sichtbar.

Ohne Clip-Verzerrungen läßt sich so ein File nur wiedergeben, wenn die Möglichkeit besteht, den Pegel vor dem DA-Wandler (bzw. genauer: vor allen Verarbeitungsstufen, die in 16 Bit Integer-Darstellung arbeiten) abzusenken.
Will man sicher gehen, muß man den File decodieren, runterskalieren und in das Format der Wahl re-codieren.

Eigentlich wäre es Aufgabe von Youtube, bei der Konvertierung von hochgeladenen Files dafür zu sorgen, daß die Audio-Pegel auf Beträge <1 reduziert werden.
Mir ist nicht bekannt, ob es in aac-Files einen replay-gain Parameter gibt, mit dem man so eine Absenkung ohne Re-Codierung durchführen könnte. mp3DirectCut erlaubt anders als bei mp3-Files keine "Normierung" des Pegels von aac-Files.

MfG Kai

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2

Sunday, July 28th 2019, 3:39pm

Also mir ist nur bekannt, dass Youtube den Durchschnittspegel aller Videos angleicht, um große Lautheitssprünge zwischen verschiedenen Videos zu vermeiden.

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3

Sunday, July 28th 2019, 3:46pm

Hallo Kai,

mich stört Rudimentäres: Erstens Optisches: Immer wieder sehe ich Videos, die in einem falschen Seitenverhältnis hochgeladen wurden. Als Nachbearbeitung sollte es möglich sein, das Seitenverhältnis zu korrigieren. Aber ich habe den Eindruck, dass viele gar nicht merken, dass ihre Figuren alle adipös oder magersüchtig sind. Zweitens Akustisches: Den Lautstärkeunterschied der Videos finde ich zum Teil gewaltig; besonders angenehm, wenn man sich ein paar Titel nacheinander anhört. Auch dafür sollte zur Nachbearbeitung "Normalisieren" à la Audacity möglich sein. Aber auch das dürften viele Hochlader gar nicht bemerken. Da sind "Deine" Verzerrungen fast noch harmlos ...

Gruß, Anselm

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4

Sunday, July 28th 2019, 5:39pm

Hallo Anselm,

"Normalisieren" ist immer möglich "auf Kosten" einer zusätzlichen verlustbehafteten Codierung (die man aber eigentlich vermeiden sollte). Ärgerlich ist dabei, daß jemand nicht vorn vornherein für "anständigen" Pegel gesorgt hat.
Zu leise Wiedergabe erzeugt keine Clipp-Verzerrungen, dafür aber schlechteren Störabstand und schlimmstenfalls mehr Quantisierungsgeräusch. Insofern erscheint mir zu hoher Pegel unerfreulicher.
Wenn du mt VLC die Videos anschaust, kannst du unter "Werkzeuge->"Effekte und Filter" einen Compressor aktivieren und so einstellen, daß er hauptsächlich als Lautstärke-Ausgleich wirksam wird: zB mit den Parametern "RMS/Spitzenwert"=0.5, "Ansprechen"=1.4 ms, "Öffnen"=799.9 ms (5000 ms wäre wünschenswert, geht aber nicht), "Schwelle"=-24 dB, "Faktor"=5.0 oder nach Belieben zwischen >1 und 20, "Kantenrundung"=1 dB, "Grundverstärkung"=15 dB (bis 19).
Das mit dem Seitenverhältnis merkt mancher Hochlader eventuell nicht, weil sein Wiedergabe-Tool es automatisch richtig einstellt, deins aber nicht.
Unverständlich bleibt, daß manche Musikfreunde, die Konzerte gefilmt haben, unsensibel sind gegenüber der teils saumäßigen Klangqualität ihre Aufnahmen.
Andererseits glaube ich nicht, daß ein Aufnahmegerät Audio-Pegel über dem Clipp-Level erzeugt, sondern allenfalls selbst clippt. Das was ich da sehe, halte ich für das Produkt eines unbedachten Konversionsprozesses (solange niemand Gegenbeispiele anführen kann).

MfG Kai

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Sunday, July 28th 2019, 6:09pm

Ich bin auch immer bestrebt, möglichst einen verlustfreien Sound in meinen Videos hochzuladen. Gelingt leider nicht immer.

Ich nehme dabei den Sound von den Tonbandmaschinen direkt mit einem Zoom H4 auf und ersetzte die Tonspur des Videos damit. Meine Videokamera hat ein zu schlechtes Mikro an Board. Leider ist oft mein Intro und die Begleitmusik bei Fotos lauter, obwohl ich versuche, das immer anzugleichen. Nun bin ich aber auch nicht der Videoexperte schlecht hin und habe begrenzte Softwaremöglichkeiten.
Wichtig ist mir eigentlich, die Soundqualität der analogen Geräte herüber zu bringen.

Hier mal ein Beispiel meiner Videos.

https://www.youtube.com/watch?v=_JvEyKPaeB4&t=286s
Gruß André

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Monday, July 29th 2019, 2:25pm

2 x gelesen, 2 x gestaunt. Ich ziehe gerade von meinem alten Notebook mit Windows 7 auf ein neues mit Widows 10 um. Falls Ihr das schon mal gemacht habt, habt Ihr Verständnis, dass ich im Moment nicht ausführlicher antworten kann.

Dank und Gruß, Anselm

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7

Tuesday, July 30th 2019, 5:33pm

Falls Ihr das schon mal gemacht habt

Nein, ich bin doch kein Masochist...
Es ist einfacher, alt und neu zu benutzen und bei Bedarf über LAN aufeinanderzuzugreifen.
Microsoft hat kein Interesse daran, die Migration von altem Zeug zu unterstützen. Sie wollen halt immer wieder ihre Programme "neu" verkaufen.

MfG Kai

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8

Tuesday, July 30th 2019, 6:41pm

off-topic

2 x gelesen, 2 x gestaunt. Ich ziehe gerade von meinem alten Notebook mit Windows 7 auf ein neues mit Widows 10 um. Falls Ihr das schon mal gemacht habt, habt Ihr Verständnis, dass ich im Moment nicht ausführlicher antworten kann.

Dank und Gruß, Anselm


OS Umzug:

https://www.heise.de/ratgeber/Windows-Um…on-4320857.html

https://www.heise.de/ct/artikel/c-t-WIMage-3863074.html

Gruß

Thomas
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9

Tuesday, July 30th 2019, 7:09pm

Mit dieser Antwort möchte ich das Thema zumindest hier abschließen, weil es hier wirklich OT ist. Notfalls ziehen wir um. Auf einen mehr oder weniger kommt's auch nicht mehr an.

Hallo Kai,

Es ist einfacher, alt und neu zu benutzen und bei Bedarf über LAN aufeinanderzuzugreifen.

Direkt ans Internet darf der alte jedenfalls nicht mehr. Und man muss Platz für zwei Rechner haben. Und Zubehör aufteilen. Nö, nix für mich.

Quoted

Microsoft hat kein Interesse daran, die Migration von altem Zeug zu unterstützen. Sie wollen halt immer wieder ihre Programme "neu" verkaufen.

Wenn ich Microsoft wäre, würde ich's auch so machen. :)


Danke für die Links, aber dafür ist's zu spät, ich bin schon mittendrin. Und mache es halt ganz sauber: Neuer Rechner mit Windows 10, sämtliche Programme neu installieren (und das sind bei mir viele) und sämtliche Daten transferieren (und das sind bei mir auch viele). Aber irgendwann habe ich dann wirklich einen Rechner ohne Spuren des alten Betriebssystems.

Gruß, Anselm

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10

Tuesday, July 30th 2019, 7:21pm

.....mit dem WIMage gibt es keine Altlast vom alten OS, dies ist eine echte Neuinstallation aber mit speziell angepasstem Installationsimage mit all Deinen Programmen.

Du hättest lediglich Dein Win 7 auf 10 aktualisieren müssen, ein WIMage mit dem alten Rechner erstellen und im Anschluss auf den neuen Rechner zu installieren.

Gruß

Thomas

PS: Man sollte hier halt nicht übermäßig lange an den alten Sachen kleben. Auch die alten Anwendungen zeitig aktualisieren, sonst hängt man halt fest und findet den Absprung nicht.
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11

Tuesday, July 30th 2019, 7:46pm

Man sollte hier halt nicht übermäßig lange an den alten Sachen kleben

Das klingt verwunderlich aus dem Mund von Leuten, die Tonbandgeräte statt zeitgemäßer Digital-Technik verwenden :D .

MfG Kai

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12

Tuesday, July 30th 2019, 8:02pm

Wenn man Nostalgie dort belässt wo sie hingehört nicht. Ich will ja keine Bandmaschine zu einem Datenrekorder mit USB oder Thunderbold Datenschnittstelle migrieren.

;-)

Gruß
Thomas
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Wednesday, July 31st 2019, 3:45pm

Dabei ist mir ein potentielles Problem aufgefallen, daß ich bisher nicht für möglich gehalten habe

Ich halte Pegel von +3dB auch nicht für möglich. Was machst Du denn, um die Tonspur von YouTube nach Audacity zu bekommen?

Quoted


Bei Youtube wird die Audio-Spur in Stereo (auch wenn tatsächlich nur monofon) mit dem aac (LC) Verfahren mit 44100 Hz Abtastrate und Bitraten etwas über 90 kb/s codiert.

Das kann man so pauschal nicht sagen. Die Audio-Datenraten ist stark von der Auflösung des Videos abhängig. Je höher die Auflösung, desto besser auch die Tonqualität. Eigentlich Quatsch, weil der Ton ja viel weniger Platz benötigt als das Bild, ist aber trotzdem so.

Man sollte, wenn im Video vorhanden, auch immer auf 4K Auflösung einstellen, so lange der Rechner dafür schnell genug ist, auch wenn der Monitor nur 1080p ist. Die bessere Kompression sieht man trotzdem sofort. (Ob es beim Ton oberhalb von 1080p noch höhere Datenraten gibt, weiß ich gerade nicht.) Viele YouTuber skalieren ihre 1080p Videos von dem Hochladen deshalb auch auf 4K/2160p hoch, damit die bessere Kompression genutzt wird.
Revox A77 MK III (2-Spur), A77 MK IV HS (2-Spur), B77 MK I (4-Spur) - Tandberg 10X - Uher Variocord 263

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Wednesday, July 31st 2019, 4:34pm

Also mir ist nur bekannt, dass Youtube den Durchschnittspegel aller Videos angleicht, um große Lautheitssprünge zwischen verschiedenen Videos zu vermeiden.


Was natürlich überhaupt nicht funktioniert, wie ich immer wieder erfahre.
Ein Teil unserer Geräte: 2 x Grundig TK47, Grundig TK 830, Grundig TM 700, UHER 5000 Universalgerät, Telefunken Magnetophon M300, AKAI X-201D, 2 x Dimafon Universa inkl. Platten von 1952 und 1959, TK830, Arabella Musiktruhe 55 mit TM700 integriert, Magnetophon 300 und 302TS, Tefifon M540 und Tefifon M541, TK6L, Tannhäuser 55 & 56, Othello 55, Dual Plattenspieler 1004, 1004S und 1002, Sonolor Röhrenradio, Tefifon B52, Dual Party 295 und noch einige mehr......

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Wednesday, July 31st 2019, 4:41pm

Ich halte Pegel von +3dB auch nicht für möglich.
War aber so in einem Fall. Es gab außerdem einen Fall mit ca. +1.85 dB, drei mit +1.2 ... 1.4 dB, fünf mit Werten zwischen 0 ... +1 dB. Bei insgesamt 15 Fällen.
Was machst Du denn, um die Tonspur von YouTube nach Audacity zu bekommen?
Ich habe VLC unter "Netzwerkstream öffnen" mit der URL des Videos gefüttert,
zum Beispiel diese
https://youtu.be/-BUwce-M0QY
und statt "Wiedergabe" gewählt "Konvertieren" in ein selbst geschaffenes Format Audio_mp4 mit den Eigenschaften:
Verkapselung: MP4/MOV
Videocodec: Video: -
AudioCodec: Audio: Originalaudiospur beibehalten
Untertitel: -
Die so erzeugten mp4-Files enthielten laut MediaInfo alle das genannte Format. Es mag andere geben.
Audacity kann die Files lesen, wenn ffmpeg installiert ist. Man kann die Files auch mit ffmpeg vom mp4 ins aac-Format wandeln, dabei werden sie jedoch etwas größer.
Audacity zeigt Files im Amplituden-Intervall -1...+1 an.
In der englischen Version gibt es unter "View"->"Show Clippling" die Option, Clipping rot markieren zu lassen.
Wenn die nicht aktviert ist, erkennt man in der Normaldarstellung nicht sofort, ob geclippt ist oder nicht.
Unter "Effekt" gibt es die Option "Amplify". Wenn der File als ganzes markiert oder nicht markiert ist (statt einer Teil-Selektion) bietet Audacity bei Aufruf dieser Option das Verstärken um genau den Wert an, der den Spitzenpegel auf 0 dB einstellt.
Bei dem File mit der oben genannten Video-URL steht da -2.923 dB. Das heißt, der File hat einen Spitzenpegel von +2.923 dB.

MfG Kai
Nachtrag: Oben hab ich mich zu unpräzise ausgedrückt: Rot wird markiert, was geclippt erscheint oder geclippt würde, wenn man es ohne Runterskalierung im 16Bit-Inter-Format (Standard WAV oder mp3) exportieren würde. In Audacity ist es noch nicht geclippt, weil Audacity intern default-mäßig eine 32-Bit Floating-Pont-Darstellung benutzt, die mit Zahlen >1 und <-1 kein Problem hat. Wenn man den o.a. File von Audacity auf einen Spitzenpegel von zB -0.5 dB "verstärken" läßt, gibt es auch beim Export nach 16Bit-WAV oder mp3 kein Problem.

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16

Tuesday, September 3rd 2019, 10:11am

Hallo,

ich habe mir nach den o.a. Erfahrungen mal die innere Struktur von mp4-, aac- umd mp3-Files angesehen. Bei mp4 speziell diejenigen, die Container für AAC-LC sind (und von VLC erzeugt wurden).
Alle diese Files enthalten u.a. die Audio-Daten in Blöcken, "frames" genannt. In diesen Blöcken gibt es für jeden Kanal einen "global_gain" Wert (1 Byte) , mit dem der Pegel des Kanals im Block in 1.505 dB Schritten (bzw. 4te-Wurzel(2) als Faktor) skaliert werden kann, ohne die Codierung "anzufassen".
Auf Basis dieser Erkenntnisse habe ich für alle 3 Fälle je eine Kommando-Zeilen-Utility geschrieben, mit der man solche Files umskalieren kann.
Denn Spitzepegel in Audio-Files kann man sich von ffmpeg melden lassen. Das geht zB unter Windows mit dem Befehl
ffmpeg -y -i <filename> -af astats -f null NUL
Der Output ist eine lange Liste statistischer Informationen, u.a. RMS/Effektiv-Werte beider Kanäle bei Stereo und die Peak/Spitzen-Werte, auch oberhalb von 0 dB auf Basis der Rekonstruktionswerte im Gleitkomma-Format vor Beschneidung auf das 16 Bit-Integer-Format der PCM-Daten, die meist zum D/A-Wandler der Soundcard geschickt werden.
ffmpeg kennt auch eine "Filter-Option" namend "volumedetect". Die ist jedoch ungeeignet, da sie auch bei zu hoch skalierten Pegeln immer nur maximal 0 dB meldet, auch wenn der Spitzenpegel tatsächlich darüber liegen würde (wenn nicht geclippt würde).
Die Utilities sollten sich bei Bedarf auch unter Linux kompilieren lassen.
"Spaßeshalber" habe ich damit Files im Pegel um + oder - 90 dB geändert, in Audacity geladen, mit der "Amplify"-Option wieder auf ursprünglichen Pegel gebracht und vom Original abgezogen. Die Differenz lag meist unter -90 dB.

Vermutlich ließe sich das Verfahren bei Bedarf auch auf direkte Mitschnitte von Sat-Radio anwenden (Mpeg 1 Layer II ?). Da ich selbst bislang noch keinen Sat-Zugang habe, bräuchte ich zum Ausprobieren ein ganz kurzes File-Beispiel (wenige Sekunden reichen).

Wer lieber Windows-Programme mit GUI benutzt, kann mp3-Files zB mit mp3directCut umskalieren ("Normieren") und aac/mp4-Files mit dem Programm aacgain
http://aacgain.altosdesign.com/

MfG Kai

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Saturday, September 7th 2019, 9:21am

Beim Stöbern nach guter Musik in YouTubes Video-Sammlung bin ich auf ein Beispiel gestoßen, wie ein Video-Produzent durch Inkompetenz bei Kameraführung und Tontechnik aus einer guten Musik-Performance eine kaum erträgliche Anhör-Strapaze machen kann:
https://youtu.be/h28Oe0mZjkI
Die Tonaufnahme ist sehr hoch ausgesteuert, komprimiert und wahrscheinlich schon vor Youtube soft-geclippt und in Youtube zusätzlich noch so hoch skaliert worden, daß die Spitzenpegel in der Tonspur des Videos ca. 2,5 dB über der Clippgrenze liegen. Die Folge ist bei Standard-Wiedergabe-Technik nahezu ständiges Clippen und Kreuzmodulation.
Schade um die schöne Musik.
Beispiele, daß es auch anders geht sind
https://youtu.be/NsMRoQr0ujM
und
https://youtu.be/eWAMDbxtnOg

Das Clippen beim Abspielen kann man vermeiden, indem man die Tonspur um 2 Einheiten der AAC-Codierung (=3.01 dB) runterskaliert.

MfG Kai

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Sunday, September 8th 2019, 6:53am

Musik-Performance

Aha! :D

Gruß, Anselm

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Sunday, September 8th 2019, 9:42am

Hallo Anselm,

ich freue mich, daß wenigstens einer meiner obiges Geschreibsel gelesen hat.
Mit "Musik-Performance" war ich auch nicht glücklich, aber mir fiel kein passenderer Begriff ein.
"Musik-Aufführung" war mir zu blaß und leblos.
Sprache lebt davon, daß man neue Kombinationen schafft aus allen Elementen, die aus der weiten Welt zu uns schwirren.
Wenn du eine bessere Formulierung kennst, weih mich bitte ein.

Wie kann man eigentlich bei YouTube kritische Anmerkungen zu solchen vermurksten Videos machen, ohne sich anmelden und seine EMail-Adresse bekannt geben zu müssen ?
Braucht man dazu eine Fake-Identität ?

MfG Kai

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Sunday, September 8th 2019, 10:40am

Hallo Kai,


ich freue mich, daß wenigstens einer meiner obiges Geschreibsel gelesen hat.

Das ist ja auch mein Thema.

Quoted

Mit "Musik-Performance" war ich auch nicht glücklich, aber mir fiel kein passenderer Begriff ein.
"Musik-Aufführung" war mir zu blaß und leblos.
Sprache lebt davon, daß man neue Kombinationen schafft aus allen Elementen, die aus der weiten Welt zu uns schwirren.
Wenn du eine bessere Formulierung kennst, weih mich bitte ein.

Wenn es mir an der Muttersprache gebricht 8) , schlage ich hier nach. Eine "gute Musik-Darbietung" wäre meine Wahl.

Quoted

Wie kann man eigentlich bei YouTube kritische Anmerkungen zu solchen vermurksten Videos machen, ohne sich anmelden und seine EMail-Adresse bekannt geben zu müssen ?
Braucht man dazu eine Fake-Identität ?

Da wird wohl nichts anderes als eine vorgetäuschte Identität übrigbleiben. Wobei man aufpassen muss: Ist man irgendwo unter richtigem Namen bei Google, Microsoft, Facebook usw. angemeldet, ist der Weg zur Enttarnung nicht weit. – Solche "Leistungen" zu kommentieren, fände ich gut, aber Du bist besser in der Materie.

Gruß, Anselm

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Sunday, September 8th 2019, 11:51am

Hallo Anselm,

danke für "Musik-Darbietung", darauf bin ich einfach nicht gekommen.
Wenn man jahrzehntelang beruflich vornehmlich mit englischer Fachliteratur zu tun hatte und die Konzernberichts/Umgangssprache Englisch war, fallen einem eben doch zuerst Anglizismen ein (und man schreibt guitar statt Gitarre, und Anselm's Tip statt Anselms Tip), ganz zu schweigen von englischer und deutscher Komma-Setzung.
Aber davon mal abgesehen, Angeln liegt in Schleswig-Holstein, Sachsen noch östlicher, also ist Angelsächsisches doch eigentlich auch Deutsch-stämmig...

Der Leistungs-Vollbringer zeigt übrigens unterhalb des Video-Fensters noch stolz sein Konterfei, scheint also gar kein Bewußtsein der Mängel seiner Produktion zu haben.
Den Künstlern tut er damit bestimmt keinen Gefallen.

MfG Kai