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31

Wednesday, July 3rd 2019, 12:14am

Bei Sat dürfte es sich um mpeg1 layer II handeln:
https://de.wikipedia.org/wiki/MPEG-1_Audio_Layer_2
ausführlicher in der englischen Version:
https://en.wikipedia.org/wiki/MPEG-1_Audio_Layer_II

Kriegst du den Pegel da nicht höher ?
War der Eingang gut ausgesteuert ?

MfG Kai
PS.: Auf DLF-Kultur gibt es nachts zwischen 01:05 bis 5 Uhr moderierte Musik-Sendungen unterbrochen von Nachrichten zur vollen Stunde. Die Genres wechseln von Nacht zu Nacht, die Moderatoren zusätzlich. Montags Klassik, Dienstags Jazz, Mittwochs Americana, Donnerstags Rock, Freitags Weltmusik, Samstags Filmmusik (nur 3-5 Uhr), Sonntags 2:05 - 4 Uhr Chansons & Balladen, ab 4:05 bis 6 ? Clublounge.

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32

Wednesday, July 3rd 2019, 12:20am

Hallo Kai
Das ist der Original .TS Stream. Das kommt leider so.

Ist aber eine ganz üble Geschichte mit den Musiksendern via SAT.Der Pegel bei Rebel TV ist ziemlich schlapp. Da muss ich schon kräftig am
AMP drehen um was zu hören.

Schalte ich nun auf VIVA oder MMTV fliegen mir die Ohren weg.
Die Sender kommen mit enormen Pegelunterschieden.
Rebel TV lade ich mir auf den PC und arbeite den Pegel nach, bevor ich es auf den NW-Player speichere.


Verständnissfrage...von welchem Eingang sprichst du??
Besten Gruß
Meik
Axo...kleiner Nachtrag. Ich nehme Radiosendunge selten auf.
Versuche immer alles als Video zu bekommen.
Aber diesen Donnerstag werd ich mal rein horchen. Danke für deinen Hinweis darauf

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33

Wednesday, July 3rd 2019, 12:39am

Ich hatte "kurzschlüssig" nur an den Audio-Eingang eines Interfaces gedacht also zB Line-Input einer Soundkarte oder, was ich seit kurzem benutze, ein opt. SPDIF->USB-Interface angeschlossen am DVB-C Empfänger. Direkt den Stream nehmen geht natürlich auch, nur mangelt es da oft an einer Einstellmöglichkeit für den Pegel.
Ich kann sowohl den Ausgangspegel am DVB-C Empfänger einstellen, als auch die Eingangs-Empfindlichkeit am PC, trotz SPDIF, also quasi analog (allerdings in Stufen).
Da gibt es auch Pegel-Unterschiede. Am lautesten kommt JAMFM, da muß ich den Ausgangspegel etwas zurücknehmen, damit der SPDIF nicht übersteuert wird. DLF dagegen liegt selbst bei maximalem Pegel vom Empfänger in den Spitzen meist bei -5,5 dB. DLF-Kultur kommt bis knapp unter 0 dB hoch.

MfG Kai

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34

Wednesday, July 3rd 2019, 1:24am

Hi Kai
Ich nehme nur das auf was SAT mir bietet. Radio als auch Video.
Den digitalen Ausgang kann ich leider nicht regeln.
Da die genannten Sendungen auf DLF Kultur ja mehrere Std. gehen ist durchgängiges aufnehmen
mit dem SAT Receiver möglich.

Die Aufnahme wird dann auf den PC gezogen wo sie geschnitten und als WAVE gespeichert wird.
Dabei passe ich auch die Pegel an.
Die WAVEs kommen dann auf den Synology oder auf eine DAT Cassette. Oder MD, für meine Frau... :rolleyes:


Habe mir extra eine Soundkarte mit digitalen Ein und Ausgängen besorgt damit ich
keine DA-AD Wandlung vornehmen muss.
Ein und Ausgangssignal kann ich leider nur am PC beeinflussen.

Gruß

Meik

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35

Wednesday, July 3rd 2019, 6:03pm

Mit WaveRec
http://www.waverec.de/
kannst du die 4 Stunden in vier 55-Minuten-Blöcken ohne die Nachrichten zeitgesteuert aufnehmen, entweder als WAV oder als mp3. Dabei kannst du auch die Eingangs-Empfindlichkeit einstellen (so wie es das benutzte Interface erlaubt).
Es sollte sich ein Sat-Receiver finden lassen, bei dem man den Ausgangspegel einstellen kann.

Mich würde zu den von dir "vermessenen" Programmen noch die benutzte mpeg-Bitrate bzw Transport-Stream Bitrate interessieren.
Bei Sat ist ja meist von 320 ... 384 kbps die Rede. Deutschlandradio scheint aber nur 256 kbps zu verwenden.

MfG Kai

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36

Wednesday, July 3rd 2019, 7:05pm

Stimmt, 'linear' ist schon merkwürdig.
VG Jürgen

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37

Wednesday, July 3rd 2019, 9:10pm

Hallo Kai
TV Sender

Rebel TV 160kbit 48khz Audio / 2127 kBit 25 Bilder sek ( bekleckert sich nicht mit Ruhm )Radio Sender
Radioharmony FM 192 kBit 48 khz
1Live 320 kBit 48 khz
Rock Antenne 192 kBit 48khz
Sender die übers Netz kommen , IP TVHD one 192kBit 48khz Audio / 5543 kBit 29 Bilder sek Video

MM TV 95kBit 48khz Audio / Keine Datenrate angegeben
Viva 166kBit 44khz Audio / 2752 kBit 29 Bilder sek Video
Besten Gruß

Meik
Mal eine Frage....
Wie kommt es eigentlich immer zu diesen verrückten Zeilenumbrüchen nachdem man den Beitrag abgesendet hat??
Siehe Beispiel
Meik1954 has attached the following images:
  • So eingegeben.JPG
  • Darstellung nach absenden.JPG

This post has been edited 1 times, last edit by "Meik1954" (Jul 3rd 2019, 9:30pm)


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38

Wednesday, July 3rd 2019, 9:25pm

Hallo Meik,

meine Frage zielte mehr darauf ab, ob du DLF und DLF-Kultur über Sat tatsächlich mit "nur" 256 kbps bekommst.
Kommen die ersten 5 genannten alle über Sat ?

IP TV geht übers Internet und benutzt vermutlich modernere "effizientere" Kompressionsverfahren. Insofern sind deren Bitraten nicht mit denen von Sat (mpeg1 layer 2) zu vergleichen.

MfG Kai

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39

Wednesday, July 3rd 2019, 9:49pm

Hi Kai
Ja, DLF und DLF Kultur kommen tatsächlich nur mit 256kBit-s, 48 khz
Die ersten 5 sind alles Sender via SAT
Gruß

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40

Thursday, July 4th 2019, 7:24am

Hallo Meik,

danke für die Zusatz-Info.

Ich habe erst jetzt deine nachträgliche Frage im Beitrag #37 gesehen.
Der Editor "hat eine eigene Meinung, wie Beiträge zu schreiben sind".
Verstanden habe ich die Methode noch nicht, aber auch schon oft erlebt, daß er meine "schöne" Absatzgestaltung zerrupft hat mit völlig irrwitziger Setzung von Leerzeilen und Entfernen von mir gesetzter Leerzeilen.
Es hängt wohl auch davon ab, ob man im "Editor"-Mode oder im "Quellcode"-Mode schreibt.
Ich benutze gerade den "Quellcode"-Mode, weiß aber nicht mehr, ob das auf einer Empfehlung von Michael(B) beruht.
Im Zweifelsfall mal ausprobieren, zB den gewünschten Text vorher mit einem schlichten Text-Editor schreiben, dann ins Editor- oder Quellcode-Window des Forums kopieren und per Vorschau prüfen, was daraus gemacht wird.

Noch eine Frage, kannst du DAB+ aufnehmen?
Ich würde gern mal prüfen, ob es den komischen "sägezahn-förmigen Verzögerungseffekt" auch gibt, wenn man einen File zB aus der DLF-Audiothek mit einer DAB+-Aufnahme über ein anderes Gerät als meins aufnimmt. Ich hatte im vorigen Beispiel einen DVB-T-Stick und das Programm DAB_Player auf PC benutzt. Ansonsten habe ich nur noch ein NOXON A540 Internet-Radio, das angeblich auch DAB empfangen kann, was ich aber noch nicht ausprobiert habe. Heute abend gibt es ab 21:05 beim DLF eine Jazz-Sendung, die man vielleicht auch in der Mediathek findet. Daran könnte man dann unabhängig von Sat oder DVB-C den DAB+-Empfang "messen". Ein paar Minuten Mitschnitt eines Teils mit möglichst weitem Audio-Spektrum (nicht gerade ein Bass-Solo oder nur ein Akkordeon) reichen dafür. (4 Minuten wav sind ja auch schon 46 MB).

MfG Kai

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41

Thursday, July 4th 2019, 9:38am

Hallo Kai
Nein, DAB kann ich leider nicht aufnehmen.
Sorry, ich hätte dir da gerne geholfen ;(

Das mit dem Editor oder Quellcode werd ich mal ausprobieren.
Gruß
Meik

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42

Thursday, July 4th 2019, 2:00pm

Hallo Meik
und sonstige Mitleser,

inzwischen habe ich erfolgreich getestet, daß mein Internet Radio NOXON A540(+) tatsächlich auch DAB+ empfangen kann.
Leider kommen in den Spitzen bei bei DLF und DLF-Kultur nur ca. -8 dB raus, bei einigen kommerziellen Programmen etwas mehr.
Der Lautstärke-Steller des Gerätes wirkt nur auf den Analog-Ausgang, nicht auf den SPDIF-Ausgang.

Damit werde ich mal weitere Vergleiche versuchen.

MfG Kai

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43

Sunday, July 7th 2019, 11:52am

Inzwischen habe ich weitere Messungen gemacht, um dem in Beitrag #25 gezeigten Verzögerungseffekt auf die Spur zu kommen:

1. Gleichzeitige Aufnahme mit DAB_Player sowie DAB+ per Noxon A540 . Die resultierenden Files waren absolut synchron. Insofern kann es sich nicht um einen individuellen Bug der jeweiligen Software handeln. Wäre natürlich denkbar, daß im Noxon die gleichen freien Bibliotheken wie im DAB_Player benutzt werden.

2. Vergleich von DAB+ -Mitschnitt eines DLF-Musik-Programms mit der Version in der Mediathek des DLF: Synchron. Damit ist DAB+ vom Verdacht befreit.

3. Vergleich des DVB-C Mitschnitts des gleichen Programms mit der Mediathek-Version: Monoton zunehmende Zeitverschiebung zwischen beiden Versionen (fast linear mit leichter Welligkeit), also kein Sägezahn-ähnlicher Verlauf.

Messung über ca. 32 min, Steilheit ca. 15 ppm. Anderer früherer Mitschnitt, ca. 53 min, Steilheit ca. 12 ppm

Die im Beitrag #25 gezeigte Messung beruhte auf einem Mitschnitt von NDR2 aus dem Lokalradio-Multiplex bei 122 MHz im Kabelnetz von Vodafone/KD im Vergleich mit DAB+ per DVB-T-Stick plus DAB_Player. Eine zweite Messung (DAB+ per Noxon) führte zu ähnlichem Sägezahn mit gleichen Steigungen, aber etwas anderen Extremwerten Max & Min.

Steilheit des flachen Astes ca. 90 ppm, steiler Ast: -169 ppm
Die Tonhöhen-Änderungen aufgrund des gezeigten Sägezahn-ähnlich verlaufenden Zeitversatzes liegen übrigens bei 0,16 Cent im flachen Ast und -0,29 Cent im steilen Ast. (1 Cent = 1/100 Halbton = 1/1200 Oktave). In den Umkehrpunkte springt deshalb die Tonhöhe um 0,45 Cent.
Laut Wikipedia wird als korrekte Tonhöhe empfunden, wenn Intonation innerhalb 1 Cent (~578 ppm) erfolgt.

Damit muß ich meine frühere Annahme, der Verzögerungseffekt käme nicht über den DVB-C Weg, zurücknehmen. Die Frage ist nun, ob es an unterschiedlichen Quell-Signalen für DAB und DVB-C seitens des Programm-Anbieters, an der Signal-Verarbeitung im Kabelnetz (Re-Sampling, Re-Codierung) oder dem benutzten DVB-C-Empfänger liegt.

MfG Kai
PS.: Da hatte ich doch glatt ein Bild vergessen: Zieht man vom Verlauf im ersten Bild den linearen Fit ab, bleibt die Schwankung darum herum übrig:

Dieser Rest zappelt im Bereich +- 1 ms (Ausreißer der Messung ignoriert).

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44

Sunday, July 7th 2019, 3:24pm

Um zu testen, inwieweit der benutzte DVB-C Empfänger zu dem Effekt beiträgt, habe ich einen zweiten, eigentlich schon ausgemusterten Empfänger reaktiviert. Es handelt sich um einen alten PACE DC220KKD, der vor vielen Jahren Kabel Deutschlands Standard-Empfänger war.
Der aktuelle Empfänger ist ein TELESTAR Digistar T2 IR (dies soll keine Empfehlung sein!)
Die beiden DVB-C Empfänger waren per SPDIF->USB Interface am PC angeschlossen.
Mit ihnen wurde ein kurzer Mitschnitt vom NDR2 Programm aus dem 122 MHz Multiplex von Vodafone/KD in zweifacher Ausfertigung gemacht.
Dritter Empfangsweg war ein ehemaliger DVB-T-Stick, benutzt als DAB+ Frontend mit dem Programm DAB_Player.
Die drei wav-Files wurden durch Beschneiden am Anfang möglichst gut synchroniert und dann per Kreuzkorrelation die relative Verzögerung paarweise bestimmt.
Bild 1 zeigt das Ergebnis eines ersten Versuchs:

Er mußte leider nach knapp 2 Minuten beendet werden, weil das DAB+ Signal Aussetzer bekam.
Man sieht aber, daß beide Empfänger etwa gleichen Anstieg der Zeitdifferenz gegenüber DAB+ aufzeigen. Der Wert liegt beim flachen Ast wieder bei etwa 90 ppm wie bei den früheren Messungen. Die Differenz zwischen den beiden Empfänger (unten rot) ist viel kleiner (~1/18 ).

Etwas später habe ich die Messung bei stabilerem DAB+ Signal wiederholt:

Der Unterschied zwischen den beiden Empfängern ist hier kaum auszumachen. Erst nach ca. 3 min wird er allmählich sichtbar.
Auch hier sind die Steigung des Sägezahns wie bei den früheren Messungen ca. +90 ppm und -169 ppm.

Da es sich bei den Empfängern um unterschiedliche Fabrikate sehr unterschiedlichen Alters handelt, deuten diese Mess-Ergebnisse an, daß die Ursache des Sägezahn-ähnlich verlaufenden Zeitversatzes zwischen DVB-C und DAB+ wohl vor den Empfängern liegt, möglicherweise abhängig von Programm-Quelle und Übertragungs-Multiplex.

MfG Kai

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45

Monday, July 8th 2019, 7:39pm

Heute habe ich mal einen Mitschnitt des Live-Internet-Streams von NDR2 mit dem gleichzeitigen DAB+-Signal verglichen.
Die DAB+ Version hat eine nominelle Sample-Rate von 48 kHz.
Für den Internet-Stream (mpeg 1 layer 3 im ps-Format) benutzt NDR2 leider nur 44,1 kHz.
Der Mitschnitt mußte für den Vergleich auf 48 kHz "re-sampled" werden. Das habe ich Audacity beim Export als wav-File mit "höchster" Qualitätsstufe machen lassen.
Das kam raus:

Wieder der Sägezahn-ähnliche Verlauf, ohne daß DVB-C im Spiel war.
Nur der gleiche Netzbetreiber hat den Internet-Strom zu mir gebracht.
Hier hat der flache Ast eine Steigung von 73.7 ppm, der steile -187 ppm.
Die Summe beträgt 260.7 ppm.
Bei den früheren Messungen betrug die Summe auch immer ~ 260 ppm.
Sie bewirkt an den Umkehrpunkten einen Tonhöhen-Sprung von +- 0.45 Cent.

Dieses Ergebnis läßt vermuten, daß die Verzögerungs-Variation bereits beim NDR "verbrochen" wird.

MfG Kai

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46

Monday, July 15th 2019, 5:38pm

NDR Info sendete am Sonanbend, 13.07.2019, ab 22:05 Uhr bis Sonntag Morgen, 14.07.2019, 6 Uhr eine "Jazz Nacht" und brachte in 8 Teilen a' 55 Minuten Mitschnitte der diesjährigen jazzahead! Messe in Bremen.
Die Sendungen werden auch zum "Nachhören" auf den Internet-Seiten von NDR Info angeboten:
https://www.ndr.de/info/sendungen/jazz/N…dung925194.html

Diese Gelegenheit, mal Radio-Übertragung mit online-Angeboten zu vergleichen, habe ich anhand des 6.ten Teils von 03:05-4 Uhr genutzt. Darin gab es den Auftritt der Karl Seglem Band und des Hedvig Mollestad Trios.
Ich habe parallel über DVB-C und DAB+ im wav-Format aufgenommen.
Am Sonntag-Vormittag habe ich dann die Nachhör-Version runtergeladen.
Sie hatte das Format mp3, 128 kbps, 48 kHz, Encoder Lame 3.99r. Dauer im Gegensatz zu den Mitschnitten 64:43.66 min.
Den File habe ich aus Audacity als wav exportiert zwecks einfachem Vergleich mit den Mitschnitten.
Alle drei Files wurden am Anfang so getrimmt, daß sie bezüglich des ersten Musikstückes "gleichzeitig" anfingen.
Außerdem habe ich die unterschiedlichen Maximalpegel in Audacity auf etwa gleichen Wert von -0.5 dB gebracht.
In Wave-Form Darstellung sehen die drei Files dann so aus:

Oben die DVB-C Version, darunter die DAB+ Version, unten die Online-Version.
Die beiden oberen sehen nahezu gleich aus. Im Vergleich mit der Online-Version fällt eine kräftige Dynamik-Kompression auf.
Ich habe versucht, mit Audacitys Compressor-Tool die online-Version in eine ähnliche Hüllkurven-Form zu bringen. Das gelang annäherungsweise mit folgenden Parametern:
Threshold -16 dB, Noisefloor -40 dB, Ratio 3:1, Attack Time 0.1 s (kürzer geht nicht), Release Time 5.1 s, Make-up gain for 0 dB after compressing, Compress based on Peak. Anschließende Absenkung des Pegels auf gleichen Spitzenwert von etwa -0.5 dB.
Die Bandbreiten der drei Versionen sind:
DVB-C : ca. 15 kHz (Vodafone/KD überträgt NDR Info im ARD-Multiplex mit 13,5 kHz und im "Lokale Programme"-Multiplex mit ~15 kHz)
DAB+ : 15.7 kHz (Low band bis ~11.2 kHz, "Kerbe" im Spektrum bei 11.6 kHz)
NDR Info wird wie alle DAB-Programme hier im Norden als AAC-HE v1 übertragen. Bitrate ist 96 kbps.
Online-Version: 16.5 kHz (was für die "sparsame" 128 kbps Bitrate eine "Herausforderung" ist)
Erfahrungsgemäß benötigt man bei mp3 für hohe Qualität bei solchen Bandbreiten höhere Bitraten.
Deshalb habe ich Lame den zu wav decodierten File wieder zu mp3 re-encodieren lassen, nun allerdings zu variabler Bitrate mit vorgegebenen Qualitäts-Parametern.
Das wird angewiesen mit "lame... -V x .....", wobei der Parameter x Werte zwischen 0 ... 9.999 annehmen darf. x=0 erzeugt die höchste Qualität.
Mit dem Parameter x=4.376 bekam ich gleiche Filegröße wie der Download und 128 kbps.
Die nächsten beiden Bilder zeigen, wie die File-Größe und die mittlere Bitrate mit x variieren.


Vergleich der wav-Files an den Enden der Mitschitte zeigte, daß sie deutlich "im Verzug" gerieten gegenüber dem Download: DAB+ um ~148.9 ms, DVB-C ~113 ms.
Der Versuch, diesen Zeitverzug im Detail zu messen, gestaltete sich etwas schwierig. Deshalb sind die Messungen von DAB+ und DVB-C gegenüber Download("Mthek") etwas zappelig ausgefallen (siehe Nachtrag), während die von DAB+ vs DVB-C deutlich sauberer gelang.
DVB-C gegenüber Mthek:

zeigt einen linearen Trend von -34.2 ppm mit einer sinuswellenförmigen Variation darauf.

DAB+ gegenüber Mthek:

zeigt einen linearen Trend von -45.5 ppm mit einer sägezahnförmigen Variation darauf.

DAB+ vs. DVB-C:

sollte die Differenz zeigen, einen komplexeren sägezahn-förmigen Verlauf.

Die Auswertung eines typischen Zackens führt auf Steigungen von -101.4 ppm und +158.1 ppm mit der magischen Differenz von 259.5 ~ 260 ppm bzw. einem Tonhöhensprung um 0.45 Cent.
Die Auswertung der Zacken im vorigen Bild führt auf ähnliche Werte.

Vergleich des musikalischen Inhalts:
Angekündigt waren 5 Tracks des Hedvig Mollestad Trios von zusammen 30:37 min, 3 Tracks der Karl Seglem Band von zusammen 30:24 min, macht insgesamt schon mal 61:01 min. Der Moderator will am Anfang, zwischendurch und gegen Ende auch noch was erzählen. Das konnte also nicht in eine 55 min Sendung passen.
Gesendet wurden erst die Tracks der Karl Seglem Band, danach paßten noch ca. 23 min von Hedvig M. in die Sendung.
Höchst erfreulich ist, daß der Download den vollständigen Auftritt des Trios enthält.

Der Download glänzt außerdem durch höhere Bandbreite und (möglicherweise) Original-Dynamik. Weniger erfreulich ist die dem qualitativen Anspruch der Sendungen nicht gerecht werdende Bitrate.

MfG Kai
Nachtrag: Durch Verbesserung der Mess-Software gelangen deutlich bessere Darstellungen der Verzögerungen von DVB-C & DAB+ gegenüber der Online-Version. Deshalb habe ich die zappeligen ersten Versionen durch neue Bilder ersetzt.

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47

Wednesday, July 17th 2019, 3:35pm

Spezifische Unterschiede der Übertragung/Codierung per DAB+ und DVB-C lassen sich anhand der (mittleren) Spektren der 3 Programm-Varianten aufzeigen.
Dazu habe ich über die jeweils gesamte File-Länge die spektralen Leistungen gemittelt (Rms Wert):

Da die gesendeten Versionen Dynamik-komprimiert waren, liegen ihre mittleren Pegel etwas höher als die Mediathek-Version (blau)
Unterhalb 3 kHz ist die DAB+ Version (grün) von der DVB-C-Version (rot) verdeckt. Bei höheren Frequenzen wird sie etwas darunter sichtbar.

In der Anname, daß die Mediathek-Version die "naturbelassenste" sei, habe ich dann die Differenzen von DVB-C bzw. DAB+ Ergebnis minus Mediathek Ergebnis gebildet und so vertikal verschoben, daß erstere im Mittel bei Null liegt. Damit die Unterschiede bei hohen Frequenzen klarer hervortreten, sind die Frequenzgänge hier über linearer Frequenz-Achse dargestellt:

Bis zu etwa 2 kHz sind die Differenz-Pegel nahezu gleich. Darüber fällt DAB+ gegenüber DVB-C etwas ab.
Ein deutlicher Einschnitt ist in der roten DAB+ Kurve bei 11.5 kHz zu sehen. Bei 11 kHz lag DAB+ noch 1 dB unter DVB-C, bei 11.6 kHz liegt eine im Mittel 6 dB tiefe Kerbe vor.
Tatsächlich geht das "Low band" der DAB+-Version der NDR-Programme (übertragen mit 96 kbps) nur bis ~11.2 kHz. Dort ist hier eine kleine 1 dB tiefe Einkerbung zu sehen.
DAB+ (AAC-HE v1) verarbeitet das Audio-Signal in 64 Bändern (Quadratur-Mirror-Filter: QMF). Diese haben bei einer Sample-Frequenz von 48 kHz eine Bandbreite von 375 Hz (24 kHz/64). Unter der roten Kurve habe ich die Mitten der Bänder 30 bis 43 mit einem schwarzen Strich markiert. Im Kurvenverlauf oberhalb der Kerbe bis etwa 15 kHz kann man einige dieser Filter als angedeutete "Glocken" über diesen Strichen wieder"erahnen". Das Tiefpass-begrenzte Low-band wird intern mit halbierter Sample-Rate (24 kHz) verarbeitet (encodiert, auf Empfängerseite decodiert und dann ge-"upsampled" auf die ursprünglichen 48 kHz). Die Höhen oberhalb der Grenze des "Low band" werden mit dem SBR-Verfahren (Spectral Band Replication) aus dem Low-band konstruiert/transponiert, sofern sie im Original eine Korrelation dazu hatten, anderfalls werden synthetisch ähnliche Signale erzeugt.

Die Vorteile des DAB+-Verfahrens liegen hauptsächlich auf Seiten der Übertragungstechnik: kleinere Datenraten und kleinere Sende-Leistungen reichen aus, um bei einem als ausreichend erachteten Prozentsatz der Hörerschaft unterhalb der Schmerzgrenze zu bleiben.

MfG Kai