You are not logged in.

Posts: 830

Date of registration: Feb 23rd 2006

  • Send private message

31

Saturday, December 7th 2019, 11:56am

moin moin

meine aussagen beziehen sich auf das, was in norddeutschland der fall ist. hier gibt es nur dab+ in der form he-aac(v1).

Dann würde ich mich freuen, wenn Du dies demnächst dazu schreibst.



dab+ in der form des alten dab mit lc-aac gibt es hier nicht. der hr ist da wohl eine ausnahme-erscheinung.

DAB+ mit LC-AAC ist kein "altes DAB"! Das "alte DAB" verwendete nur MPEG 1 Layer 2, bei DAB+ sind LC-AAC und HE-AAC zulässige Codecs.


Viele Grüße

96k

  • "kaimex" started this thread

Posts: 4,743

Date of registration: Dec 20th 2015

Location: bei Hamburg

Occupation: Rentner

  • Send private message

32

Saturday, December 7th 2019, 12:33pm

Meine Äußerungen beziehen sich defaultmäßig auf das, was für mich erreichbar ist. Das erscheint mir so selbstverständlich, daß ich das nicht jedesmal dazu erkläre.
DAB+ mit LC-AAC ist kein "altes DAB"! Das "alte DAB" verwendete nur MPEG 1 Layer 2, bei DAB+ sind LC-AAC und HE-AAC zulässige Codecs.
"Meinswegen". Ich dachte, die hätten auch schon LC-AAC benutzt. Daß LC-AAC und HE-AACv1 und möglicherweise sogar HE-AACv2 zulässig sind, ist mir bekannt. HE-AACv2 scheint aber noch nicht verwendet zu werden.
LC-AAC ist in der Menge der per DAB+ verfügbaren Programme eine Rarität bzw Ausnahme-Erscheinung. Das sieht man, wenn man sich die Liste aller DAB-Programme bei
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_…_in_Deutschland
anschaut. Das steht zwar nicht dabei, für LC-AAC kommen aber nach Empfehlung der Lizenzgeber/Erfinder von HE-AAC, LC-AAC, DAB+ nur Bitraten >= 128 kbps in Frage (ob das schon bei 128 kbps praktiziert wird, weiß ich nicht). Die Bitraten sind gelistet.
Insofern ist es irreführend, den Eindruck zu erwecken, die Verhältnisse beim HR seien repräsentativ für DAB+ in Deutschland.

MfG Kai

Posts: 830

Date of registration: Feb 23rd 2006

  • Send private message

33

Saturday, December 7th 2019, 1:23pm

Meine Äußerungen beziehen sich defaultmäßig auf das, was für mich erreichbar ist. Das erscheint mir so selbstverständlich, daß ich das nicht jedesmal dazu erkläre.

Das macht es nicht besser. Deine Aussage war: > Bei DAB+ ist zu bedenken, daß alles oberhalb 12 kHz ge"türkt" ist.
Das ist so pauschal einfach falsch und hat für jemanden, der z.B. in Hessen den Hessischen Rundfunk oder in Bremen Radio Bremen hören will, keine Bedeutung.



LC-AAC ist in der Menge der per DAB+ verfügbaren Programme eine Rarität bzw Ausnahme-Erscheinung. Das sieht man, wenn man sich die Liste aller DAB-Programme bei
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_…_in_Deutschland
anschaut. Das steht zwar nicht dabei, für LC-AAC kommen aber nach Empfehlung der Lizenzgeber/Erfinder von HE-AAC, LC-AAC, DAB+ nur Bitraten >= 128 kbps in Frage (ob das schon bei 128 kbps praktiziert wird, weiß ich nicht). Die Bitraten sind gelistet.
Insofern ist es irreführend, den Eindruck zu erwecken, die Verhältnisse beim HR seien repräsentativ für DAB+ in Deutschland.

Ich habe nicht geschrieben, daß die Verhältnisse beim HR repräsentativ für DAB+ in Deutschland sind. Deine Behauptung - "Bei DAB+ ist zu bedenken, daß alles oberhalb 12 kHz ge"türkt" ist" - ist trotzdem falsch.
Anbei die aktuelle Übersicht mit Programmen in LC-AAC (ohne Gewähr):

BR-KLASSIK: 144 kbps LC-AAC Stereo
BR Heimat: 128 kbps LC-AAC Stereo
Bremen Eins: 128 kbps LC-AAC Stereo
Bremen Zwei: 128 kbps LC-AAC Stereo
Bremen Vier: 128 kbps LC-AAC Stereo
Bremen Next: 128 kbps LC-AAC Stereo
ENERGY BREMEN: 144 kbps LC-AAC Stereo
NORDSEE: 144 kbps LC-AAC Stereo
ffn Bremen: 144 kbps LC-AAC Stereo
RADIO ROLAND: 144 kbps LC-AAC Stereo
PELI ONE: kbps LC-AAC Stereo
90.vier: 144 kbps LC-AAC Stereo
mart Radio: 88 kbps LC-AAC Stereo
MDR KLASSIK: 112 kbps LC-AAC Stereo
hr1 : 136 kbps LC-AAC Stereo
hr2 : 144 kbps LC-AAC Stereo
hr3 : 136 kbps LC-AAC Stereo
hr4 Rhein-Main: 136 kbps LC-AAC Stereo
hr4 Nord/Ost: 136 kbps LC-AAC Stereo
hr4 Mittelhessen: 136 kbps LC-AAC Stereo
YOU FM: 136 kbps LC-AAC Stereo
hr-iNFO: 88 kbps LC-AAC Mono
WDR 3: 128 kbps LC-AAC Stereo
Studio Nahe: 144 kbps LC-AAC Stereo
SWR2: 128 kbps LC-AAC Stereo
Radio Karlopolis: 128 kbps LC-AAC Stereo
DASDING: 112 kbps LC-AAC Stereo


Viele Grüße

96k

  • "kaimex" started this thread

Posts: 4,743

Date of registration: Dec 20th 2015

Location: bei Hamburg

Occupation: Rentner

  • Send private message

34

Saturday, December 7th 2019, 3:10pm

Das macht es nicht besser. Deine Aussage war: > Bei DAB+ ist zu bedenken, daß alles oberhalb 12 kHz ge"türkt" ist.
Das ist so pauschal einfach falsch und hat für jemanden, der z.B. in Hessen den Hessischen Rundfunk oder in Bremen Radio Bremen hören will, keine Bedeutung.
Diese Aussage bezieht sich auf das, was ich in Süd-Holstein etwas außerhalb Hamburgs per DAB+ empfangen kann. Das ist alles in HE-AACv1 kodiert. LC-AAC gibt es hier nicht per DAB+.
Ich kann hier weder DAB+ aus Bremen noch aus Hessen empfangen. Was da möglich ist, ist nicht repräsentativ für die DAB+ Szene in Deutschland. Für die große Mehrzahl des Inhalts der DAB-Multiplexe (ca. 96 % der darín transportierten Programme) ist die Aussage richtig. Auf die restlichen 4 % trifft deine Botschaft zu.

MfG Kai

Posts: 830

Date of registration: Feb 23rd 2006

  • Send private message

35

Saturday, December 7th 2019, 4:34pm

Das macht es nicht besser. Deine Aussage war: > Bei DAB+ ist zu bedenken, daß alles oberhalb 12 kHz ge"türkt" ist.
Das ist so pauschal einfach falsch und hat für jemanden, der z.B. in Hessen den Hessischen Rundfunk oder in Bremen Radio Bremen hören will, keine Bedeutung.
Diese Aussage bezieht sich auf das, was ich in Süd-Holstein etwas außerhalb Hamburgs per DAB+ empfangen kann. Das ist alles in HE-AACv1 kodiert. LC-AAC gibt es hier nicht per DAB+.
Ich kann hier weder DAB+ aus Bremen noch aus Hessen empfangen. Was da möglich ist, ist nicht repräsentativ für die DAB+ Szene in Deutschland.


Hallo Kai,

es ist schade, daß bei Dir in der Region LC-AAC bei DAB+ nicht verwendet wird. Trotzdem bleibt Deine Aussage falsch, da bei DAB+ nicht ausschließlich HE-AAC mit SBR Verwendung findet, was Deine Aussage aber unterstellt.
Für jemanden in Bremen oder Hessen ist Deine Aussage eine Falschinformation, das sie eine absolute Behauptung darstellt. Schreibe doch einfach etwas wie "... bei der Mehrzahl der DAB+-Programme ...".
Jemand der wie Du mit einigen Dingen sehr genau ist (z.B. nur 13 kHz Audiobandbreite bei Vodafone) sollte doch in der Lage sein, auch beim Thema DAB+ diese Präzision anzuwenden.



Für die große Mehrzahl des Inhalts der DAB-Multiplexe (ca. 96 % der darín transportierten Programme) ist die Aussage richtig. Auf die restlichen 4 % trifft deine Botschaft zu.

Meine "Botschaft" war:
> ... was Du beschreibst ist "Spectral Band Replication", die bei HE-AAC (High-Efficiency AAC) bis ca. 80 bis 100 kBit/s Verwendung findet.
> Bei LC-AAC (Low Complexity AAC) findet SBR keine Anwendung.
> Auch wenn die meisten DAB+-Programme in Deutschland in HE-AAC mit SBR ausgestrahlt werden, so ist Deine Aussage falsch. Der HR z.B.
> strahlt alle seine Programme über DAB+ in LC-AAC ohne SBR aus.

Meine "Botschaft" trifft also nicht nur für die 4% zu, wie Du an dem fett markierten Teil lesen kannst.



Meine Äußerungen beziehen sich defaultmäßig auf das, was für mich erreichbar ist.

Bezieht sich das auf alle Deine Aussagen hier im Forum? ;-)


Viele Grüße

96k

Posts: 230

Date of registration: Sep 2nd 2019

Location: Düsseldorf

  • Send private message

36

Saturday, December 7th 2019, 5:33pm

Hier in Düsseldorf hat s auch noch Analog UKW im Kabel, gestern Abend mit meinem Grundig T5000 getestet :)

Posts: 431

Date of registration: Jan 19th 2009

Location: NRW

  • Send private message

37

Saturday, December 7th 2019, 7:25pm

Heute wurde in den DLF-Nachrichten mitgeteilt, daß die 3 Deutschlandradio-Programme ab Anfang 2020 wieder im Kabelnetz von Unitymedia verbreitet werden. Nachlesen kann man das zB bei
https://www.teltarif.de/deutschlandradio…news/78868.html
Die Änderung und die Beendigung des Rechtsstreites über Einleitungsentgelte hat der neue Eigner Vodafone herbeigeführt nach Gesprächen/Verhandlungen mit Deutschlandradio...


Hallo Kai,

danke für die gute Nachricht.

Offenbar scheinen ja eher die Betroffenen auf die Verantwortlichen zugegangen zu sein als umgekehrt.

Hier zwischen Köln und Düsseldorf sendete Unitymedia im UKW-Breitbandkabelnetz seinerzeit nur DLF und DLR Kultur, nicht jedoch DLF Nova, welchen ich auch nicht per Antenne, aber via DVB-C erreiche. DVB-C Radio, da nur am TV vorhanden, nutze ich eigentlich nie.

Nach wie vor ertönt auf den seinerzeitigen DLF-Kabelfrequenzen 93,35 und 94,45 MHz z.Zt. die Ansage "...der bislang auf diesem Sendeplatz ausgestrahlte Radiosender wird auf Wunsch des Radiosenders nicht mehr im Unitymedia-Netz verbreitet"

Das Delay zwischen terrestrischem und Kabel-UKW beträgt bei mir etwas weniger als eine Sekunde, zwischen Antenne und DVB-C gut 2 Sekunden (getestet mit WDR3 und 5).

Schöne Grüße
Frank

  • "kaimex" started this thread

Posts: 4,743

Date of registration: Dec 20th 2015

Location: bei Hamburg

Occupation: Rentner

  • Send private message

38

Saturday, December 7th 2019, 8:24pm

Hallo Frank,

Offenbar scheinen ja eher die Betroffenen auf die Verantwortlichen zugegangen zu sein als umgekehrt.
Es gab Mitte des Jahres (ich glaube im Juli) erste Gespräche zwischen Deutschlandradio und Vodafone/KD. Von wem die Initiative ausging, weiß ich nicht. Dagegen weiß ich, daß davor die Techniker bei Deutschlandradio nicht wußten, woher Vodafone/UKD die Signale nimmt/bezieht, die sie vor Einspeisung in ihrem Kabelnetz auf 192 kbps "transcodieren", wobei auch die beobachtete Bandbreiten-Reduktion als Nebeneffekt eintritt. Deutschlandradio hatte selbst in Berlin diese Bandbreiten-Reduzierung bemerkt, kannte aber zu der Zeit die Ursachen nicht.

"...der bislang auf diesem Sendeplatz ausgestrahlte Radiosender wird auf Wunsch des Radiosenders nicht mehr im Unitymedia-Netz verbreitet"
Das ist meines Wissens so schief daneben formuliert, wie die einseitige Deutschlandradio-Info, Unitymedia hätte sie rausgeschmissen. Deutschlandradio hatte die Verträge (über "Einleitungsentgelte") mit Unitymedia gekündigt, aber natürlich nicht gewünscht, nicht weiter übertragen zu werden.
Wenn man bei der ARD anfragt, ob es seitens der Rundfunkteilnehmer irgendwelche Ansprüche an einen Kabelnetz-Provider gibt, mit der Original-Qualität der ausgegebenen Programm-Ströme beliefert zu werden (also der für DVB-S ), dann bekommt man die Antwort, "nein, die Einspeisung der Radio-Programme ist eine freiwillige Leistung der Netz-Betreiber". Das vermittelt mir den Eindruck, daß es wohl auch "Anstalten" gibt, die nix dafür bezahlen (ist aber Spekulation meinerseits).

Ich höre viel DLF zur überregionalen Information und einige Musik-Programme von DLF Kultur (u.a. die nachts zwischen 1-5 Uhr am Dienstag und Donnerstag, nicht direkt, sondern am nächsten Tag aus nächtlichem Mitschnitt). Musik-Sendungen des DLF höre ich mir, wenn sie danach in der Mediathek verfügbar sind, garnicht mehr direkt an, sondern beschaffe mir die Mediathek-Version, weil sie mehr Bandbreite und Dynamik hat und oft das ganze Konzert enthält statt nur den in 55 Min gesendeten Teil.

MfG Kai