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Thursday, August 30th 2018, 3:49pm

DLFs Rückzug von UKW per Antenne

Im Editorial des DLF Programm-Heftes für September 2018 schreibt dessen Hauptabteilungsleiter "Technik und Infrastruktur" Dr. Chris Weck:
Zitat:
"zum Herbst 2018 wird Deutschlandradio ... in zwei bisherigen UKW-Verbreitungsgebieten vollständig auf eine rein digitale DAB+ Hörfunkverbreitungstechnik umstellen. Im bayerischen Mittenwald und ... Helgoland werden dann die Programme Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und auch Deutschlandfunk Nova sowie der Sonderkanal 'Dokumente und Debatten' ausschließlich digital über Antenne empfangbar sein." ... "Nach einem einmonatigen Simulcastbetrieb wird anschließend die gleichzeitige UKW-Ausstrahlung der bisherigen zwei Deutschlandradio-Programme in den beiden Regionen eingestellt."
...
"Die weiteren Planungen sehen vor, ab dem Jahr 2021 sukzessive die terrestrische Simultancastausstrahlung zu reduzieren und weitere UKW-Sender außer Betrieb zu nehmen. Das Ziel ist, nach 2025 den vollständigen Umstieg auf das terrestrische Digitalradio DAB+ abzuschließen."
Zitatende
... markiert Auslassungen

MfG Kai

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2

Friday, August 31st 2018, 8:08am

...jetzt geht es also auch schon bei UKW über Antenne los. :cursing: Die haben echt ein komplettes Rad ab...

verärgerte Grüße, Rainer

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3

Friday, August 31st 2018, 9:04am

Unser öffentlich rechtlicher hier vor Ort (SWR), macht gerade auch verstärkt Werbung für DAB+
Gruß
Manfred

2 x Grundig TS 1000. Jeweils wahlweise als 2Spur, 4Spur oder Autoreverse. Beide mit Dolby, drahtloser Fernbedienung, mit Op-Amp Ausgang und Hinterbandanzeige. In täglicher Verwendung: Grundig SXV 6000, Grundig ST 6000, CF5500-2,TS 1000, Grundig A5000 und Dual 731Q an Canton Plus E Subwoofersystem. Werkstatt: Proline 3000 Endstufe , Grundig T6500 und Sony TC 377. Im Esszimmer: Grundig V5000, T5000, CF 5500 und Grundig CF 5500-2 an Canton Plus C Subwoofer.

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4

Friday, August 31st 2018, 10:33am

ja, das ist bei MDR- Info ganz genau so. Die machen normalerweise keine Werbung, was sehr angenehm ist. Umso mehr wird dafür für DAB+ getrommelt. Total nervig.

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5

Saturday, September 1st 2018, 1:57am

NDR-Info macht es genauso, wie alle ARD-Anstalten.
Das Schlimme an der Sache sind die völlig überzogenen Behauptungen die da genannt werden und im Nebensatz gleich wieder relativiert werden:
Mehr Programme, zum Beispiel, in vielen Fällen. Sieht man sich dann die DAB+ Programmliste an, dann sind es nur Unterprogramme der Programme vom NDR.
Dabei wird einem suggeriert das man dann den MDR in Hamburg hören kann.

Dann wird einem erzählt das man dann Radio völlig rauschfrei hören kann und das zukünftig alle Neu verkauften Pkw mit DAB Radios ausgestattet sind.
Wann ist es in Hamburg schon mal windstill?
Von den anderen Nebengeräuschen im Auto mal ganz zu schweigen.
Das mit den Autos ist ein ganz mieser Dreh diese Technik zwangsweise durchzusetzen: Werden genug Fahrzeuge verkauft kommt irgendwann der rechnerische Punkt das genügend Haushalte mit DAB+ Empfängern ausgestattet sind um Bundesweit UKW abzuschalten.

Volkmar

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Friday, September 27th 2019, 3:55pm

Bei mir ist gerade das Programmheft Oktober 2019 des Deutschlandradio eingegangen.
Auf Seite 11 wird unter dem völlig daneben formulierten Titel "Rauschangriff in Bayern" berichtet: "In Amberg, Füssen und Kempten hat Deutschlandradio deshalb von UKW auf DAB+ umgestellt und sendet seine Programme nicht mehr über das analoge Rauschradio."

Im Text werden außerdem folgendes Ansichten vorgetragen:
(1): "Außerdem: Für Konzerte, Klangkunst und Hörspiele im 5-zu-1-Stereoton sollte die beste Übertragungsqualität gerade gut genug sein. Das gelingt mit DAB+."
(2): "Wir sind uns sicher: Ihre Ohren bestätigen, dass sich der Kauf eines neuen DAB+ Radios gelohnt hat. Nur mit DAB+ hören sie- und Sie auch - das volle Programm."

Dazu ist nach meinem Kenntnisstand anzumerken:
Zu (1): Beste Übertragungsqualität erreicht man derzeit mit dem beim Satelliten-Rundfunk angewandten digitalen Übertragungsverfahren. Sehr gute Qualität kann auch mit dem vereinzelt noch (HR ?, BR ?) angewandten "alten" DAB-Verfahren (AAC-LC) bei ausreichend hohen Bitraten (zB 192 kbps) erreicht werden. Die Übertragungsqualität von DAB+ (genauer AAC-HE v1) ist deutlich schlechter, hat nicht die gleiche "Transparenz". Darüber gibt es objektive Fachberichte.

Konkret zu DAB+ : Die Deutschlandradio-Programme werden im Hamburger Raum mit 112 kbps (DLF-Kultur) und 104 kbps (DLF & DLF-Nova) übertragen. Der Frequenzumfang des Audio-Signals wird nach Digitalisierung mit 48 kHz Sampling-Rate in ein Low-Band und ein High-Band unterteilt. Das Low-Band wird intern mit einem Verfahren sehr ähnlich AAC-LC mit einer Samplingrate von nur 24 kHz weiterverarbeitet und codiert. Dazu wird nötigerweise das Low Band auf 11,2 kHz Bandbreite begrenzt. Über den Pegelverlauf im High-Band werden ein paar Bits an Zusatz-Informationen hinzugefügt. Das High-Band wird aber nicht codiert. Bei Wiedergabe wird das Low-Band decodiert, auf 48 kHz Sample-rate umgesetzt, hat dabei immer noch 11,2 kHz Bandbreite. Das ursprüngliche High-Band (der Bereich über den 11,2 kHz des Low-Band bis zur typischen Audio-Obergrenze von 16...17 kHz) wird durch künstliches "Gezischel" ersetzt, das man aus dem Low-Band "nach oben transponiert", falls da eine Korrelation bestand, oder durch künstliche diskrete Signale ersetzt. Da kann es also gar keine echte "Transparenz" geben, sondern nur insoweit, wie die Ohren sich täuschen lassen.

Als ich vor einiger Zeit mal im Programmheft Dolby 5 Kanal Konzertübertragungen angekündigt sah, habe ich beim Hörerservice angefragt, wie man die empfangen kann. Die Anwort war:
"Die im Programmheft mit dem "Dolby Digital 5.0" Symbol gekennzeichneten Sendungen im Deutschlandfunk Kultur können momentan nur via Satellit in Dolby Digital 5.0 empfangen werden: DVB , ASTRA 1, Transponder 77 , ZDF.vision"
Von DAB+ war keine Rede.

Zu (2): Statt
"Nur mit DAB+ hören sie- und Sie auch - das volle Programm." müßte es richtiger heißen
"Nur per Satelliten-Radio hören Sie das volle Programm."

MfG Kai

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Friday, September 27th 2019, 10:01pm

Hallo Kai,

Danke für die Informationen und Deine Bewertung.

Mich würde interessieren, wie sich die Hörerzahl von den DLF-Sendern insgesamt und über die verschiedenen Übertragungsarten in den letzten Monaten entwickelt hat.

Es würde mich wundern, wenn da keine fallende Tendenz zu beobachten wäre...

Schöne Grüße
Frank

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Friday, September 27th 2019, 11:22pm

Hallo Frank,

man kann immer versuchen, seine Frage(n) an den Hörer-Service zu richten:
hoererservice@deutschlandradio.de

Man bekommt sofort eine automatische Empfangsbestätigung und dann gehen die Tage ins Land...
Manchmal bekommt man eine inhaltliche Anwort, manchmal auch nicht.
Manchmal bekommt man Antworten, die der Frage eher ausweichen und Nebel werfen (zB wenn man nachfragt, wieso auf ihren Internetseiten, auf denen mitgeteilt wird, daß Unity Media die Übertragung von Deutschlandradio eingestellt hat, nicht mitgeteilt wird, daß Deutschlandradio einige Zeit vorher die Verträge gekündigt hatte...).
Manchmal bekommt man Antworten von gut informierten Mitarbeiten (zB aus den Bereichen Betriebstechnik), die wirklich nützlich sind (sowohl die Antworten als auch die Mitarbeiter :D ) und die auch zu weiterer Kommunikation bereit sind, soweit es ihre Arbeit zuläßt.

MfG Kai

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Saturday, September 28th 2019, 10:02am

Ich find es nur traurig das einfach so per se über die Interessen und Meinungen der Hörer entschieden wird und man zum Kauf neuer Gerätschaften getrieben wird.

Das ist reiner Kommerz.
Ich möchte gerne weiter mit meinem alten analogen Receiver hören.
VG
Wolfgang

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10

Saturday, September 28th 2019, 11:08am

Das ist reiner Kommerz.

Das kann man so nicht sagen. Deutschlandradio verdient damit nichts sondern reduziert damit seine Betriebskosten.

Allerdings ist unübersehbar, daß die Argumentation in dem Aufsatz zweier Mitarbeiter des "Digitalradio Büro Deutschland" logisch nicht schlüssig ist. Vorgetragen wird, daß die Verbreitung per DAB+ der am schnellsten und stärksten wachsende Radio-Empfangsweg sei. Mit UKW seien nicht alle Hörer bundesweit erreichbar. Zitat: "Die dürftige Ausstattung mit UKW-Frequenzen steht uns dabei im Weg, Wir brauchen DAB+, um gehört zu werden." Es ist offensichtlich, daß es keine logische Konsequenz daraus ist, bestehende UKW-Sender nicht mehr zu nutzen. Daß eine von Seiten der Hörerschaft nur zögerlich akzeptierte Verbreitungstechnik, die nun fast zwangsweise gepusht wird, dadurch zur am stärksten wachsenden Modalität wird, ist ein Selbstgänger aber kein Beleg für die Qualität dieser Technik.
Die Argumentation wird sogar widersprüchlich, Zitat: ""Vielfalt ist da meistens gut, wo man sie auch hören tut" Die im DAB+ Sinne umformulierte Allgäuer Weisheit war dann auch tonangebend für eine breit angelegte Kommunikations-Kampagne in Bayern ...". Wieso der Wunsch nach Vielfalt dann zur Reduktion derselben durch Abschalten der UKW-Sender führt, bleibt Geheimnis der Autoren. Vermutlich haben die aber nicht an die Vielfalt der Übertragungswege, sondern an die per DAB+ in dürftiger Qualität zusätzlich empfangbaren Dudel-Programme gedacht.
Traurig ist vor allen Dingen, daß die technisch Verantwortlichen, offenbar so wenig Durchblick hinsichtlich der Eigenheiten des DAB+ AAC-HE v1 Verfahrens haben, daß nur das Promotion-Gejubel der Lizenzgeber kritiklos kolportiert wird.
Hinter dem Wechsel von UKW zu DAB+ steht im Grunde nur der eigene Wille gepaart mit dem Bestreben, Betriebskosten zu minimieren (Die UKW-Sender Betreiber wollen Geld verdienen).

MfG Kai
Nachtrag: Hier kann ich mir auch einen Seitenhieb auf die Medienanstalten (auf deren Digitalisierungsbericht sich die Autoren beziehen) nicht verkneifen: Die fühlen sich nicht zuständig für technische Übertragungsqualität, aber für Programmvielfalt. Deshalb werden die per DAB+ zusätzlich empfangbaren (privaten/kommerziellen) "Dudel"/etc-Programme sehr positiv bewertet. Die geringe Übertragungsqualität dort und die auf 13,5 kHz bzw neuerdings auf 13 kHz beschnittene Bandbreite der DVB-C Radioprogramme von Vodafone/KD werden anscheinend als belanglos akzeptiert. Bei DAB+ möglicherweise sogar durch Zuweisung von Kanalkapazität gesteuert.
Diese Anstalten werden nahezu 100 %ig finanziert durch die Rundfunkbeiträge.

This post has been edited 1 times, last edit by "kaimex" (Sep 28th 2019, 11:32am)


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Tuesday, October 1st 2019, 1:22pm

Gerade wollte ich das Deutschlandradio-Programmheft für den Monat September 2019 zum Altpapierstapel entsorgen, habe aber nochmal reingeblättert, ob es darin einen aufbewahrenswerten Aufsatz gab.
Da entdecke ich auf Seite eine Antwort zu Franks Frage in Beitrag #7
Mich würde interessieren, wie sich die Hörerzahl von den DLF-Sendern insgesamt und über die verschiedenen Übertragungsarten in den letzten Monaten entwickelt hat.

Es würde mich wundern, wenn da keine fallende Tendenz zu beobachten wäre...

Dort schreibt der "Referent für Grundsatzfragen" der Intendanz unter dem Titel "Viele Wege führen zu Deutschlandradio", Zitat:
"Am 10. Juli wurde ... die aktuelle Media-Analyse veröffentlicht. Zwei Mal im Jahr werden rund 70000 Menschen nach ihren Hörgewohnheiten befragt. Ihre Ergebnisse sind so etwas wie ein Akzeptanz-Gradmesser für Radio-Sender.
Für Deutschlandradio mit seinen drei Programmen Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova brachte diese 'Sommer-MA' Rekordwerte - dank Ihnen, liebe Hörerinnen und Hörer. Obwohl die allgemeine Radionutzung leicht gesunken ist, konnten unsere Programme aus Köln und Berlin erneut mächtig zulegen. Insgesamt 2,82 Millionen Menschen in Deutschland hören werktäglich unsere Sender. Vor einem Jahr waren es noch 2,59 Millionen und im Sommer 2017 2,13 Millionen."
Hier wurde also irgendwie von einem Bruchteil von 70000 Befragten auf 2,82 Millionen hoch-extrapoliert. Die statistische Unsicherheit dieser Rechnung wird nicht verraten. Es soll schließlich ein positiver Eindruck erweckt werden. Es wird noch erläutert:
"Dabei befragt sie" (die Media-Analyse) "unabhängig vom Verbreitungsweg - entscheidend ist, etwas vereinfacht gesagt, welche Programme wann, wo und wie lange gehört wurden." Es geht also um Inhalte und nicht die Modalitäten.
Zur Entscheidung für DAB+ wird noch Folgendes vorgetragen, Zitat:
"Unseren Programmen Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur wurden seit der Gründung von Deutschlandradio im Jahr 1994 nicht überall UKW-Sender zur Verfügung gestellt (Deutschlandfunk Nova sendet seit seinem Sendestart 2010 ausschließlich digital). Als bundesweiter Anbieter wollen wir aber natürlich möglichst im ganzen Land zu empfangen sein. Deshalb hat sich Deutschlandradio schon früh für DAB+ ausgesprochen und dessen Ausbau vorangetrieben."
Auf obiges "deshalb" kommt man nicht durch Anwendung von Logik. Ebenso hätte man den Ausbau bzw. die Nutzung weiterer UKW-Sender/Frequenzen begründen können.

Für mich selbst kann ich sagen, ich höre immer noch viel DLF und DLF Kultur aber weniger als früher, seit ich per Internet-Radio Programme zur Verfügung habe, die jederzeit Musik passend zu meinem Geschmack spielen.

MfG Kai

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12

Thursday, November 28th 2019, 2:26pm

Heute bekam ich die Dezember-Ausgabe von Deutschlandradios Programmheft.
Das Editorial hat diesmal der Intendant geschrieben.
Er resummiert zunächst die Feiern zum 25-jährigen Bestehen von Deutschlandradio und erinnert danach an die Geburtsstunde des Rundfunks in Deutschland am 22.12.2020, die es nächstes Jahr zu feiern gibt. Dann folgt eine Äußerung, der man entnehmen kann, welche Vorstellungen Deutschlandradio von seiner Hörerschaft hat (Zitat):
"Seitdem ist das Radio zum Alltagsbegleiter geworden. Oft als Dinosaurier verlacht oder totgesagt, erfreut es sich immer noch guter Gesundheit. Auch wenn sich die Hörgewohnheiten verändert haben und vor allem Jüngere eher über ihre Smartphones als über das klassische Radiogerät in der Küche hören." Zitatende.

Der Musik- oder Hörspiel-Freund, der abends derartige Sendungen über seine STEREO-Anlage in angemessener Ton-Qualität genießen möchte, kommt in dem Szenario nicht vor.
Da wundert es nicht, daß deren Interessen bei der Konfiguration des Dynamik-Kompressors im Sende-Prozessor keine Berücksichtigung finden. Hinterfragt man das, wird allenfalls noch auf die Notwendigkeit gut verständlicher Sprache in lauter Umgebung (wie zB Auto) verwiesen.

MfG Kai

13

Thursday, November 28th 2019, 3:18pm

Also, es ist -für uns- reine Abzocke. Warum ? Weil durch den Zwangsumstieg natürlich neue Geräte angeschafft werden müssen. Ist es reiner Zufall, dass gerade die Industrie sowie der Import und Export nun auch in diesem Bereich dadurch angekurbelt wird? Natürlich wird wieder einmal gelogen. Die ganzen vorgetragenen Scheingründe des angeblich ach so rauschfreien Empfangs, sind selbstverständlich Blödsinn. Jeder der in der Lage ist sein analoges Gerät zu bedienen weiß das. Wer natürlich Extrawünsche hat, Radio "Dunkelbrei" , irgendwo in der Welt - auf der Welt zu hören, der hat natürlich Rauschen drinnen, aber ich bezweifle , daß man in Ghana dennoch Radio Osthorn in Deutschland hören kann, mit DAB. Also auch solche Gedanken sind sinnfrei.

Die Zwangsgebühren (GEZ) sollen steigen und gleichsam wird verprochen keine Werbung zu machen. Warum muß man dann z.B. auf Inforadio Werbung hören? Inforadio ist ein in Berlin und Brandenburg verbreiteter öffentlich-rechtlicher Nachrichtensender mit Sitz in Berlin.
Warum werden wir so dreist belogen? Ach, was heißt warum.... wir werden ja permanent belogen, von Politik und sonstigen....
Man kann mir erzählen was man möchte, das ganze stinkt gewaltig. Alles Lug und Betrug, auf weiter Welle...

Wir haben 2015 unseren Fernseher entsorgt und schauen uns das Gehirnwaschprogramm der Sender nicht mehr an. Uns geht es dadurch auch besser und die Abende sind schöner. Traurig, dass wir dennoch diese Zwangsgebühr entrichten müssen, für etwas daß wir gar nicht nutzen. Komisch, einen Streamingsender wie Netflix und Co. müssen wir nicht zwanghaft bezahlen, weil wir ihn eben nicht nutzen. Aber eine ARD, ZDF, SWF und wie sie alle heißen und zusammenstecken, die müssen wir zahlen. Das nun auch noch der Analogbetrieb von Radiosendern immer mehr eingestellt wird, über die Köpfe der Bevölkerung hinweg, ist eine weitere maßlose Frechheit sondersgleichen. Maßlos.... der wahre Grund für GEZ liegt eben nicht in der besseren Versorgung sondern wohl eher in der Ausschüttung und Absicherung der "Betreiberköpfe" nebst Entourage....

https://www.heise.de/tp/features/Update-…en-4260410.html

Oder das ein Tom Buhrow, an der Spitze des größten ARD-Senders, des Westdeutschen Rundfunks (WDR), 399 000 Euro am meisten bekommt, ist schwer zu vermitteln....

https://www.hna.de/kultur/tv-kino/mega-g…zr-8681734.html

Doch das sind eben nur ein Teil der Zwangsgebührenskandale....

Qualität und Auftrag der ÖR ? Einseitige Berichterstattung, Talkshows die politisch gesehen deutlich immer wieder in eine Richtung deuten, ansonsten Tatortproduktionen für die einfachen Gemüter des Volkes. Langweilige Inhalte dieser Art sind nicht mehr auszuhalten für uns. Deswegen nutzen wir kein Fernsehen mehr. Informiert sind wir dennoch und meistens weitaus besser und mit weniger "linker Couleur" , aus dem Internet und nicht von ÖR dort. Alternative Datenquellen sind weitaus erschöpfenden und .... wahrer.

Alles in allem , eine weitere traurige Entwicklung , analog wird bald gar nichts mehr bieten und wir Bürger sind mal wieder dumm genug uns das alles bieten zu lassen. Der einzige Weg scheint über die Wahlurne zu gehen.

...unsere 5 Pfennige dazu...

:(

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Wednesday, December 4th 2019, 3:01pm

Heute wurde in den DLF-Nachrichten mitgeteilt, daß die 3 Deutschlandradio-Programme ab Anfang 2020 wieder im Kabelnetz von Unitymedia verbreitet werden. Nachlesen kann man das zB bei
https://www.teltarif.de/deutschlandradio…news/78868.html
Die Änderung und die Beendigung des Rechtsstreites über Einleitungsentgelte hat der neue Eigner Vodafone herbeigeführt nach Gesprächen/Verhandlungen mit Deutschlandradio.
Unitymedia hatte die Verbreitung der Programme Anfang 2019 eingestellt, nachdem Deutschlandradio diesbezügliche Verträge zum Ende 2018 gekündigt hatte.
Deutschlandradio hatte auf seinen Internet-Seiten auf ersteres hingewiesen ohne die eigene Kündigung zu erwähnen.

MfG Kai

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15

Yesterday, 8:31am

Hallo Kai,
... aber nur digital in DVB-C!
Analoges Kabelradio gibt es übrigens bei uns in Berlin (Kabel D'land) schon seit 2018 überhaupt nicht mehr.
VG Stefan

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16

Yesterday, 5:29pm

Sischer dat !
Bei Vodafone gibt es kein analoges UKW mehr im Kabel.
Wie es zuletzt bei Unitymedia war, weiß ich ncht.
Da wird Vodafone aber sicher die gleichen Ziele verfolgen.
Insofern wäre mal interessant, ob Unitymedia die Radio-Programme auch schon mit reduzierter Bandbreite überträgt oder zu beobachten, ob es demnächst damit losgeht. Vermuteter Hintergrund ist ja die das Schaffen von Platz für die Einführung des DOCSIS Systems im Kabel.

Zu den drei Deutschlandradio-Programmen ist noch anzumerken, daß davon der DLF mit seiner Signalverarbeitung für die Sender-Modulation optimiert ist für gute Sprachverständlichkeit in nicht ruhiger Umgebung. Die dazu benutzte Dynamik-Kompression & Pegel-Limitierung ist nicht gut geeignet für anspruchsvollere Musik und Hörspiele, weil dort die vom Künstler gewollte Dynamik vernichtet oder gar im Hör-Eindruck invertiert wird (laute Passagen wirken leise, leise dagegen laut).
Möglicherweise wird sogar aus Kostenersparnisgründen ein für die speziellen Belange von UKW optimiertes Signal digital für Sat und alles andere ausgegeben.
Fall das nicht stimmt, bitte ich um Widerspruch bzw. Dementis.

MfG Kai

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Yesterday, 9:20pm

Bei mir gibt es noch analoges UKW im Kabel.
Standort zwischen Stuttgart und Ulm. Anbieter Unitymedia.
Gruß
Manfred

2 x Grundig TS 1000. Jeweils wahlweise als 2Spur, 4Spur oder Autoreverse. Beide mit Dolby, drahtloser Fernbedienung, mit Op-Amp Ausgang und Hinterbandanzeige. In täglicher Verwendung: Grundig SXV 6000, Grundig ST 6000, CF5500-2,TS 1000, Grundig A5000 und Dual 731Q an Canton Plus E Subwoofersystem. Werkstatt: Proline 3000 Endstufe , Grundig T6500 und Sony TC 377. Im Esszimmer: Grundig V5000, T5000, CF 5500 und Grundig CF 5500-2 an Canton Plus C Subwoofer.

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18

Yesterday, 9:29pm

Hallo Manfred,

das ist ja interessant.
Ich meine mal irgendwo gelesen zu haben, daß Unitymedia mit der Einführung von DOCSIS schon weiter war als seine Mitbewerber.
Demnach ginge das ja auch ohne analoges UKW aus dem Kabel zu entfernen.
Könntest du mal stichprobenartig bei einigen DVB-C Radio-Kanälen (zB DLF , DLF-Kultur oder andere öffentlich-rechtliche) die Bandbreite ermitteln ?

MfG Kai
Nachtrag: Interessant wäre auch, ob es zwischen der analog-UKW-Version eines Programms und der DVB-C Version eine erhebliche oder nur geringfügige Verzögerung gibt.
Bei Vodafone gab es "anfangs" eine große Verzögerung (>2 s), irgendwann wurde sie auf einmal sehr klein. Vorher war die Verzögerung zwischen analog-UKW im Kabel und echtem ("terrestrischem") UKW sehr klein, danach sehr groß (fast 3 s). Der zweite Zustand dürfte ein Indiz dafür sein, daß die letzte Version von analogem-UKW im Kabel von Vodafone auf ähnliche oder gleiche Weise digital erzeugt wurde wie die DVB-C Version.

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19

Today, 7:13am

Autsch,

ich habe Deine Posts zu diesem Thema zwar immer mit Interesse gelesen, mich aber nie wirklich um die technischen Details gekümmert.

Über den Eindruck der Qualität kann ich nur für 2 ÖR Kanäle sprechen, weil ich nur diese beiden höre.
Der SWR und der BR. Die Qualität des Kabel UKW ist astrein, völlig rauschrei und scheinbar ohne Limiter. Die Erkenntnis für den Limiter ziehe ich aus Tonbandaufnahmen mit Peak Charakteristik..
Da sind die Ausschläge doch erheblich und hängen nicht blos dauernd um die 0db rum.
Dieser optische Eindruck wird auch durch den Höreindruck bestätigt. Nur bei neuer Musik, was auf diesen Stationen auch mal läuft, hört man glegentlich wie die Musik "einen in den Nacken bekommt"
Das ist aber nur bei neuer Musik.

Die Verzögerung des Nachrichtenpieps bei Kabel UKW würde ich aus der Erinnerung heraus mit 2s schätzen.

Einzig das Piano im Intro von Locomitive Breath, was eigentlich Radiountauglich ist weil zu leise, wird hörbar verstärkt was meiner Meinung nach der Sender macht und nicht über den Übertragungsweg passiert.

Um wirklich vergleichbare Ergebnisse zu erhalten schlage ich deshalb vor, Dir Kai, jeweils einen Mitschnitt von Kabel UkW und über den Fernseher DVB-C zu schicken.
Dann kannnst Du mit Deiner Software und Deiner Erfahrung auch vergleichbare Ergebnisse erzeugen.

Mein Tuner hat einen zweiten Ausgang, so daß das Kabel UKW direkt, ohne Vorverstärker, in das Laptop gelangen könnte.
Beim Fernseher muß ich erst noch kucken wie ich das mit möglichst kurzem Übertragungsweg hinbekomme.
Gruß
Manfred

2 x Grundig TS 1000. Jeweils wahlweise als 2Spur, 4Spur oder Autoreverse. Beide mit Dolby, drahtloser Fernbedienung, mit Op-Amp Ausgang und Hinterbandanzeige. In täglicher Verwendung: Grundig SXV 6000, Grundig ST 6000, CF5500-2,TS 1000, Grundig A5000 und Dual 731Q an Canton Plus E Subwoofersystem. Werkstatt: Proline 3000 Endstufe , Grundig T6500 und Sony TC 377. Im Esszimmer: Grundig V5000, T5000, CF 5500 und Grundig CF 5500-2 an Canton Plus C Subwoofer.

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20

Today, 7:43am

Nachtrag

Das einfachste dürfte sein über den Kopfhörerausgang (Klang linear) des Fernsehers aufzuzeichnen.
Dann jeweils 1min aufzeichnen. Max. Aussteuerung -5 bis -3dB. Speichern als WAV- File.

Das ergibt pro File ca. 10MB und dürfte per Email zu verschicken sein.
Gruß
Manfred

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21

Today, 2:45pm

Hallo Manfred,

danke für das Angebot, aber mein Mailtool braucht "ewig", um ein paar MB zu transportieren. Das merke ich jedesmal, wenn mir jemand mit guter Absicht Fotos von ein paar MB-Größe schickt. Das dauert so lange, daß ich denke, das Mailtool ist inzwischen abgestürzt.
Es würde völlig reichen, daß du die Audio-Ausgänge deines Empfängers an den Sound-Eingang deines PCs anschließt (ich gehe mal von "Windows" aus) und dort das Program AudioAnalyzer startest.
Das gibt es umsonst bei
http://softsolutions.sedutec.de/
Das Programm hat einige Einstell-Optionen.
Ich verwende meist:
Sampling Rate:48000
FFT Size: 8192
Window: Blackman-Harris
Freq. Axis: lin
Num Chan: 2
Num Avg: 16
Max Hold: on
Axis Settings: Frequ Min:0, Frequ Max:24000 Hz, Amp Min -100 dB, Amp Max: -10 dB, Global Level Correction: 10 dB
Analyser Settings: Amplitude Spectrum, Line-Input
Das Display zeigt dann einerseits ein über 16 Rechnungen gemitteltes aktuelles Spektrum und die Kurve aller seit Start aufgetretenen Spitzenwerte. Rechts ist dann meist eine "Abbruchkante" zusehen, an der man bei linearer Achse leicht die Frequenz-Obergrenze ~ Bandbreite ablesen kann.
Darunter gibt es ein Balkendisplay, auf dem man kontrollieren kann, ob der A/D-Wandler des Sound-Eingangs gut ausgesteuert ist.
So sieht es zB aus bei "Radio Bob" per DVB-C im Kabel von Vodafone/KD:


MfG Kai