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121

Friday, August 24th 2018, 2:56pm

Du wolltest aber doch bei den Verantwortlichen und anderen Benutzern Bewußtsein schaffen, was die Digitalisierung/Breitbandisierung bedeutet.

In mir keimt Egoismus. Ich verabschiede mich langsam von dem Gedanken, unsere Verwaltung diesbezüglich beeinflussen zu können. Stattdessen suche ich nur noch die bestmögliche Lösung für mich. Ich werde versuchen, mit dem vermutlichen Kabel-Versorger Kontakt aufzunehmen (wenn er es nicht ist, muss er mich weiterreichen können), schildere ihm, was ich will, und er soll mir sagen, wie ich es realisieren kann. Und in mir wächst die Wut auf den Aufwand, den ich treiben soll, weil die das Analog-Signal abklemmen. Bis auf einen DVB-C-Hörfunkempfänger ist ja ohnehin alles Bastelei.

Gruß, Anselm

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122

Friday, August 24th 2018, 3:52pm


Die enthalten einen Diplexer (Frequenzweiche) für die früher üblichen jeweiligen Frequenzbereiche.
Die machen im Breitband/Digital-Zeitalter nicht nur keinen Sinn mehr sondern wohl auch Probleme und sollten deshalb durch Wandsteckdosen mit zwei gleichwertigen Breitbandanschlüssen ersetzt werden.
Ich erinnere mich dunkel, daß es nach Anschaffung meines ersten Kabelreceivers Probleme mit dem Empfang eines Multiplexes im Ubergangsbereich oberhalb UKW gab.

Die alten Dosen hatten auch einen Filter für den Flugfunkbereich, da geht dann heute der S2 und S3 nicht richtig (oder gar nicht).


Grüße

96k

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123

Friday, August 24th 2018, 4:07pm

Ja, das hilft meiner Erinnerung "auf die Sprünge",
das war das Problem,
und dies ist wohl die richtigere Erklärung.

Die Filterei gehört weg, freie Bahn für die gesamte Kabelbandbreite schaffen nur die ungefilterten Breitbandanschlüsse.

MfG Kai

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124

Friday, August 24th 2018, 4:16pm

Ja, das hilft meiner Erinnerung "auf die Sprünge",
das war das Problem,
und dies ist wohl die richtigere Erklärung.

Die Filterei gehört weg, freie Bahn für die gesamte Kabelbandbreite schaffen nur die ungefilterten Breitbandanschlüsse.

MfG Kai

Genau! Nach der Störung des 2m Amateurfunkbandes durch den S6 soll der Flugfunk nun auch was davon haben. :)


Grüße

96k

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125

Friday, August 24th 2018, 4:44pm

Diesbezüglich ist Vodafone zu loben, denn es werden nicht einfache Kabel verlegt, sondern mehrfach-abgeschirmte mit hoher Leck-Dämpfung.
Wer Powerline-Produkte und billige chinesische LED-Leuchtmittel benutzt, hat oder macht sicher mehr HF-Probleme.

MfG Kai

126

Friday, August 24th 2018, 6:45pm

Mal abgesehen von der stellenweise kreativen Verwendung von Fachbegriffen (Diplexer, Leckdämpfung...) würde ich jedem raten bei einem notwendigen Wechsel von Antennendosen Fachpersonal zu beauftragen. Die Möglichkeiten sind da doch etwas größer und hängen auch vom Aufbau der jeweiligen Anlage ab. Nur auf kleine Dämpfungswerte zu achten kann (ist es in den meisten Fällen auch) falsch sein.
Zu dem gibt es ja auch noch den Rückkanal, in einer großen Anlage ohne jegliche Filterei... viel Spaß.

Gruß Ulrich

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127

Friday, August 24th 2018, 7:16pm

Hallo Ulrich,

wenn man älter wird, fallen einem nicht immer gleich die richtigsten Worte ein. Dann versuche ich das in hoffentlich verständlicher Weise zu umschreiben. Diplexer ist mit Sicherheit nicht falsch aber vielleicht ungebräuchlicher als Frequenzweiche.
Mit Leckdämpfung habe ich das Schirmungsmaß gemeint.
Um auch mal was Präzises von mir zu geben, hier die technischen Daten des verlegten Kabels:

Koaxialkabel Ören HD 103 Class A+ inkl. 6 Stecker und Abmantler
inkl. 6 Stück CABELCON Kompression F-Stecker 4,9 mm Self-Install
inkl. CABELCON Koaxial Abisolierwerkzeug
für die Montage der Self-Install F-Stecker wird keine Kompressionszange benötigt

Hochwertiges Koaxialkabel Ören HD 103 Klasse A+
für HDTV über Kabelanschluss oder Satellitenempfang geeignet
Koppelwiderstand 5-30 MHz: < 2,5 mOhm/m
Wellenwiderstand: 75 Ohm +/- 2 Ohm
Schirmungsdämpfung nach Klasse A+ gemäß EN 50117-2 und EN 50117-2-4
Innenleiter: Ø 1,02 mm Kupfer
Dielektrikum: Ø 4,6 mm
1. Schirm: mit dem Dielektrikum verklebte Aluminiumfolie
2. Schirm: verzinntes Kupfergeflecht (62 % Bedeckung)
3. Schirm: mit dem Außenmantel verklebte Aluminiumfolie
Außenmantel: Ø 6,8 mm PVC weiß mit Meterskalierung
minimaler Biegeradius: 35 mm

Schirmungsmaß:
30 - 1000 MHz: > 110 dB
1000 - 2000 MHz: > 95 dB
2000 - 3000 MHz: > 85 dB

MfG Kai

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128

Friday, August 24th 2018, 11:44pm

Eigentümer solcher Gemeinschaftseinrichtungen ist meist die Eigentümergemeinschaft, selten der einzelne Eigentümer.

Dazu möchte ich folgendes ergänzen, das hängt mit dem Kaufvertrag und der zugehörigen Teilungserklärung aus den Gemeinschaftsanteilen zusammen.

MfG, Dietmar
MfG
Dietmar

129

Saturday, August 25th 2018, 12:55am

Das mit den Fachbegriffen ist ja nur eine relativ unwichtige Geschichte.
Mit ging es darum, das es gerade in größeren Anlagen (=vielen Anschlüssen) recht komplex werden kann.
Einfach eine Dose im Baumarkt kaufen kann nach hinten losgehen, oft nicht direkt an der gewechselten Dose sondern irgendwo anders in der Anlage. Der Nachbar im Mehrfamilienhaus (und auch der Fachmann der den Fehler suchen darf) kann dann schon mal "begeistert" sein.

Apropos Baumarkt als Quelle für Antennendosen:

https://www.obi.de/antennendosen/hirschm…kdose/p/1825231

Die Fülle an relevanten Informationen ist dort doch oft immens :)

Gruß Ulrich

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Saturday, August 25th 2018, 7:08am

Danke für deinen Hinweis auf den Rückkanal.
Bei der Erst-Einrichtung der Anlage für Internet+Telefon hab ich dem Techniker zugeguckt und mitbekommen, daß und wie er an der Verstärkung des Eingangsverstärkers gestellt und an der Verzweigung im Keller zum Kabel zum Kabelmodem einerseits und zum alten Kabel zur TV & Radio Wanddose im Wohnzimmer Leistungsteiler bzw. Dämpfungsglieder ausgewählt hat, bis ihm ( und meinem UKW- Empfänger) die Pegel zusagten. Beim "neulichen" Austausch vom Abzweigkabel und Kabelmodem wurde nochmals Bedarf für etwas mehr Dämpfung vor dem Modem festgestellt und 3dB eingfügt.
Ich habe aber nie bemerkt, daß die Verstärkung bzw Pegel für den Rückkanal justiert wurden.
Sind die "automatisch" passend, wenn der Vorwärtskanal richtig eingestellt ist ?

MfG Kai

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131

Saturday, August 25th 2018, 11:00am

Ja Hilfe, hier brummt's ja, und nicht aus dem Lautsprecher! :) Bin grade im Rentnerstress. Gegebenenfalls bitte per PN rufen.

Ein schönes Wochenende wünscht Anselm

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132

Saturday, August 25th 2018, 12:46pm

Fasst man dieses Rundfunk-Thema zusammen, dann frage ich mich, wo die Vorteile für den Hörer liegen?

Zurück in die Vergangenheit . Man kaufte sich einen UKW Empfänger (MW-KW evtl. LW) wollte man einen guten Empfang, war eine Außenantenne (Dach oder Fenster) von Nutzen.
Dann aus der Notwendigkeit Hausinstallation, Dachantenne, Hausverstärker, Antennenkabel Antennendose. Luxus mehrere Antennendosen. Zusätzliche Empfänger meistens Kofferradio mit Stab oder Wurfantenne. In der Region waren ja nur ein oder zwei Radiosender zu empfangen.
Dann die Sendervielfallt von Privatsendern, neue Standorte mit geringere Leistung, Antenne neu ausrichten. Die vielen Dachantennen auf den Dächern störte! Dann noch die Satellitenschüssel.

Das Zauberwort Kabelempfang! Koaxialkabel verlegte die Telekom für besseren Fernseh- und Rundfunkempfang. Nun zusätzliche Anschluss-Kosten. Die Weiterentwicklung wurde dann für das Fernsehen ausgerichtet. Bessere Bildqualität, da hatte man was davon. Rundfunk/Radio Schattendasein.
Die Entwicklung spielte sich im Fernsehbereich ab. Mehr Sender mussten verpackt werden, Frequenzen wurden rar! Für Privatsender gute Webeeinnahmen. Programmvielfallt! usw.

Das Digitalzeitalter! Alles besser.
Nun waren auch im Kabel die Kanäle begrenzt. Man fing an die analogen, breitbandigen Kanäle/ Sender zu entfernen, um Platz für neue Kanäle zu schaffen.
HD bis 4K, also weiteren Qualitätszuwachs. Man trieb es immer weiter, heute braucht der neueste Fernseher Internetanschluss. Es wird ein Fernseher entwickel der alles kann.
Es fehlen wieder Frequenzbänder im Kabel, die Technik kann es momentan noch nicht, dann kam's.
"Aus" für UKW aber - das zieht sich noch hin. Also schon mal, parallel im Kabel entfernen.

Nun frage ich mich, welchen Vorteil habe ich? Bis jetzt, nur zusätzliche Kosten mit vielen Unannehmlichkeiten. Zusätzlich landen unzählige Geräte auf dem Müll.
Keine bessere Tonqualität nur einige Zusatzinfos. Ist das den Aufwand wert? Wer hat den Nutzen?

MfG, Dietmar



https://www.radiomuseum.org/forum/ukw_ab…ale_gefahr.html
MfG
Dietmar

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133

Saturday, August 25th 2018, 1:12pm

Den Nutzen hat der Kabelversorger, der die aus seiner Sicht unnützen Geräte und Kosten für die analoge UKW-Verbreitung einspart, an deren Stelle dann aber andere Angebote unterbringen kann, die ihm wohl mehr Einnahmen bringen.

MfG Kai
Nachtrag: Herrn Draghi hatte ich noch vergessen. Der bestraft ja die Sparer und freut sich, wenn möglichst viele Leute neue Geräte anschaffen müssen.

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134

Saturday, August 25th 2018, 1:23pm

Fasst man dieses Rundfunk-Thema zusammen, dann frage ich mich, wo die Vorteile für den Hörer liegen?

Du sagschd es loud und ieberdeidlich, Dietmar.

Ich wundere mich, warum noch keine Revolution ausgebrochen ist. Mit einem Digitalfernseher und einem Analogradio am Kabel halte ich mich für Otto Normalkunden, nicht für einen exklusiven Spinner. Seit Tagen grübele ich und informiere mich, womit ich ab 16. Oktober (unser Umstelltag, wie ich nun mühsam herausgefunden habe) Radio höre. Über den Digitalfernseher, was umständlich wäre? Über einen Digitalreceiver, den ich kaufen müsste und für den ich keinen Platz habe? Oder weiter analog mit weniger Programmen als per Kabel über Wurf- oder Zimmerantenne mit Platzbedarf und Qualitätseinbußen? (Außenantennen sind bei uns verboten.) Oder mit einem zu kaufenden Empfänger für DAB+ mit ähnlichen Antennenproblemen? Oder mit einem Internetradio bei bekannter Qualität, für das ein LAN-Anschluss erforderlich wäre (WLAN vermeide ich möglichst).

Das Ganze würde ich noch verstehen, wenn wir nun überflutet würden mit neuen Radios, die an das "Kabel" angeschlossen werden können. Aber die scheinen rar wie Lottogewinne und so teuer, dass man einen solchen dafür braucht.

Kopfschüttelnde Grüße, Anselm

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135

Saturday, August 25th 2018, 1:25pm

Ich stimme mit der Ansicht von Dietmar voll überein.

Auf längere Sicht werden die Kabelbetreiber, siehe die zusätzlich kostenpflichtigen "Luxus"-Ergänzungen beim TV, auch ähnlich beim Radioempfang vorgehen. Irgendwann gibts dann nix mehr, ohne den Geldbeutel extra aufzumachen. :S

Ich habe mich deswegen wieder "rückentwickelt" und die gute alte Wurfantenne an meinen Onkyo - T 9990 angehängt. :thumbsup:


Zum Glück ist die Empfangssituation hier recht gut, die Signalanzeige ist nicht schlechter als vorher vom Kabel.

Grüsse
Peter-Paul
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136

Saturday, August 25th 2018, 1:41pm

Hallo Peter-Paul,

Ich stimme mit der Ansicht von Dietmar voll überein.
Zum Glück ist die Empfangssituation hier recht gut, die Signalanzeige ist nicht schlechter als vorher vom Kabel.

Und Du kriegst damit natürlich auch alle (bei mir) 37 analogen Programme in tadelloser Qualität wie bisher? :D

Gruß, Anselm

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137

Saturday, August 25th 2018, 1:48pm

Hallo Anselm

diesen Luxus habe ich natürlich nicht. ;)


Ich höre hauptsächlich Klassikradio und ab und an mal Bayern 1, andere Sender muss ich noch raussuchen. :D

Ausserdem muss ich ja immer zwischen Bandmaschine und Plattenspieler "hin- und herspringen", zwei Hände sind einfach zu wenig. :)


Grüsse


Peter-Paul

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138

Saturday, August 25th 2018, 1:54pm

Außenantennen sind bei uns verboten.

Beim DARC gab es ein Buch über "Stealth Antennas", also heimliche als solche nicht erkennbare Außenantennen.
Ist momentan anscheinend vergriffen. Vielleicht kann jemand den Abschnitt über VHF/UHF bzw UKW zur Verfügung stellen.

MfG Kai

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139

Sunday, August 26th 2018, 11:01am

Aufklärung ganzseitig!

In unserem Merkur, Wochenausgabe diese Anzeige!

Und am Ende: Schaust oder hörst du noch analog, brauchst du zusätzlich einen Digitalreseiver, um das digitale Signal zu empfangen. Gerne beraten wir dich.....

MfG, Dietmar
MfG
Dietmar

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140

Sunday, August 26th 2018, 11:44am

Aufklärung ganzseitig!

Boah. Ich mag nicht, von Firmen geduzt zu werden, und ich mag keine englischen Sprüche wie "The future is exiting. Ready?" ABER: Über die angegebene Seite www.vodafone.de/digitalezukunft habe ich erstmals wirklich Brauchbares zur Radio-Analogabschaltung gefunden. Das Video zeigt leicht verständlich eine praktikable Lösung, das digitale Hörfunksignal mittels Receiver auf dem vorhandenen analogen Gerät zu empfangen (so es einen Aux-Anschluss hat). Da können sich andere eine Scheibe abschneiden.

Bleibt natürlich das Problem, dass ein Receiver gekauft werden muss, Platz braucht und mit einem ganzen Kabelsatz angeschlossen werden muss. Viele dürften da überfordert sein. Aber immerhin. Als Wegweiser zum Video ein interessanter Hinweis, danke.

Gruß, Anselm

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Sunday, August 26th 2018, 1:43pm

Ich weiß nicht, ob noch jemand von uns so konkret und dringend nach einer Hörfunk-Ersatzlösung nach der Kabel-Abschaltung sucht wie ich. Durch Dietmars Vodafone-Hinweis habe ich den dort angebotenen Radio-Receiver Vistron VT 855-N auf einer Übersichtsseite von Vistron gefunden, mit ausführlichen technischen Daten. Er ist größer als der TechniSat Cablestar 100, aber liegende Bauweise. Nachdem Suchmaschinen auf der Suche nach Radio-Receivern überwiegend TV-Receiver anzeigen, mag das von Interesse sein.

Gruß, Anselm

(Mehrfach editiert.)

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142

Sunday, August 26th 2018, 2:09pm

Moin aus Hamburg!

Durch das Verfolgen von hier angeführen Links stieß ich gerade darauf, dass in unserem Hamburger Stadtteil Uhlenhorst bereits am 30.10.2018 die Abschaltung erfolgen soll.

TOD UND TEUFEL!

Ich hatte ja nicht die Hoffnung, davon nicht betroffen zu werden, aber das Ende so konkret vor Augen zu haben ... Das ist eine schleichende Einteignung meines Revox 285 !!

Natürlich suche auch ich nach einer guten Lösung; momentan präferiere ich den Cablestar 100 aufgrund seiner geringen Abmessungen. Gibt es schon erster Erfahrungen damit?

@ Anselm: Du präsentiertes hier vor einigen Wochen (?) auch einen Link auf einen Kabel(receiver) -> Empfänger. (Nein, nicht der aktuelle!) Das war der einzige Link, den ich nicht gleich verfolgt hatte, und jetzt find ich ihn nicht mehr. Könntest Du ihn bitte noch einmal posten? Danke

Grüße von
Hannes
Meine Elektronik-Kenntnisse: Ich löte nach Zahlen :)

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143

Sunday, August 26th 2018, 2:24pm

@ Anselm: Du präsentiertes hier vor einigen Wochen (?) auch einen Link auf einen Kabel(receiver) -> Empfänger. (Nein, nicht der aktuelle!) Das war der einzige Link, den ich nicht gleich verfolgt hatte, und jetzt find ich ihn nicht mehr. Könntest Du ihn bitte noch einmal posten? Danke

Ich bin mir keiner Schuld bewusst. ;) Will heißen: Meiner lückenhaften Erinnerung nach habe ich vor dem Vistron selbst gar keinen Receiver genannt. Der DVB-T2-Receiver von Pearl war im Gespräch, aber inzwischen las ich, dass der Hörfunk gar nicht in DVB-T2 eingespeist wird. Mehr als Cablestar und Visitron kenne ich bisher nicht.

Gruß, Anselm

144

Sunday, August 26th 2018, 2:37pm

Das ist halt alles der "technische Fortschritt". Nicht ist für die Ewigkeit.
Was die Änderungen im Kabel betrifft, die auch technische Eingriffe in die Hauskabelanlagen erforderten, die gab es schon immer.
Ursprünglich startete Breitbandkabel/Kabelfernsehen (hieß ja komischerweise nie Kabelradio:)) mit einer oberen Frequenzgrenze von 230MHz ohne Nachbarkanalbelegung, das wurde dann später in Schritten erweitert über erst 300MHz (mit Nachbarkanalbelegung) bis zu 470MHz (die oberen Sonderkanäle) , dann folgten die UHF Bänder über die Schritte 600MHz, 750MHz und heute bis 862MHz.

Zwischendurch gab es mal das Intermezzo mit DSR auf 118MHz (Bandbreite fällt mir nicht ein), da wurden dann Antennendosen geändert, da sie ja auf der Rundfunkseite die 118MHz ausgeben mussten. Nach Wegfall von von DSR wurden die unteren Sonderkanäle mit analogem TV belegt, die Dosen wurden wieder geändert da ja nun dieser Frequenzbereich auf der Fernsehseite lag.

So nebenbei wurde im Zuge der Digitalisierung das Kanalraster in einigen der unteren Sonderkanälen geändert, die Kanalbreite ging dort von VHF üblichen 7MHz auf 8MHz. Das ganze wurde auch noch vom Anbieter abhängig unterschiedlich ausgeführt. Der jeweilige Fernseher/Empfänger musste dieses neue Kanalraster ja beherrschen (in den meisten Fällen durch Softwareupdate). Es gab auf einmal mehrere Kanalraster, das "Normale" und das des Kabelanbieters.

Dann folgten noch die Einführung des Rückkanals 5MHz bis 65MHz, die unteren Sonderkanäle vielen für Fernsehen weg.

All diese Änderungen konnten zu notwendigen Anpassungen in den Hauskabelanlagen und auch Empfängern führen, die auch jedes mal Geld gekostet haben.
Dazu stiegen auch die Ansprüche ans Schirmungsmaß der Anlagen, es gab immer wieder mal Ärger mit einem BOS-Funk.

Nun folgt(e) halt das aus für analoges Fernsehen und für "UKW" im Kabel. Nix is fix.

Gruß Ulrich

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145

Sunday, August 26th 2018, 3:03pm

Hallo Anselm,
Über die angegebene Seite www.vodafone.de/digitalezukunft habe ich erstmals wirklich Brauchbares zur Radio-Analogabschaltung gefunden. Das Video zeigt leicht verständlich eine praktikable Lösung, das digitale Hörfunksignal mittels Receiver auf dem vorhandenen analogen Gerät zu empfangen (so es einen Aux-Anschluss hat).

ich kann nicht nachvollziehen, welchen Erkenntnisgewinn du aus den Seiten ziehen konntest, der über früher gesagtes hinausging.
Von "Empfang" im eigentlichen Sinn ist da garnicht die Rede, es wird gezeigt, daß du die Audio-Ausgänge eines Digital-Recevers/Set-Top-Box oder Digitalfernsehers an einen Stereo-Eingang (zB AUX) deines Verstärkers oder bisherigen Radio/Receivers anschließen mußt, um Radio über dessen Lautsprecher zu hören.
Das sollte ja wohl von Anfang an klar gewesen sein.
Du kommst nicht drum herum, wenn du keinen dafür geeigneten Digital-Fernseher benutzt, an den Digital-Receiver ein Display anzuschließen, da der nicht ohne bedienbar ist und die Hersteller davon ausgehen, daß ein Monitor oder Fernseher angeschlossen wird.

MfG Kai

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146

Sunday, August 26th 2018, 3:54pm

... okay, auch ich bedauere die allmähliche Abschaltung von UKW zunächst im Kabel und später auch terrestrisch. Mein schöner Revox B260 wird also überflüssig. Allerdings höre ich seit vier Jahren Radio nur noch als Stream im Internet. Das geht auf allen digitalen Geräten, die ich besitze, vom Computer bis zum Smartphone. Da natürlich auch mobil, z.B. in der Bahn, auf dem Fahrrad oder im Auto - vollkommen problemlos, auch wenn einige im Forum das nicht wahrhaben wollen. Ein weiterer Vorteil: Mindestens eine Woche stehen meine Sendungen im Internet bereit, so daß ich auch später hören kann. Radio im Kabel ist für mich kein Thema mehr. Alle anderen Übertragungswege sind für mich obsolet. Hoch lebe das Internet!

Trotzdem ist es schade. Die Zeiten der nicht ständigen Verfügbarkeit von Inhalten waren schöner. So war eine Radiosendung etwas schönes, weil vergänglich. Die Uhr werde ich allerdings nicht zurückdrehen können. Also höre ich Radio via IT ...
Olaf, der eher passiv seit Jahren hier mitliest und sich an den fachlichen Beiträgen über Tonbandgeräte erfreut

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147

Sunday, August 26th 2018, 4:58pm

Das sollte ja wohl von Anfang an klar gewesen sein.

Mir schon, Kai. Aber die Art der Informationsvermittlung geht weit über das hinaus, was ich bisher von anderen Kabel-Versorgern, inklusive dem für mich zuständigen, gesehen habe.

Gruß, Anselm

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148

Sunday, August 26th 2018, 5:52pm

@Anselm:
Ach so, das mag sein.
In meiner Region, das ist das eigentlich Schlimme, gibt es im Kabel nur ein Vodafone Monopol, keine Konkurrenz.
Man kann nicht wie beim Strom zu einem anderen Anbieter wechseln.
Kein Wunder, daß der Monopolist macht was ihm gefällt, wenn sich die regionale Medien"behörde" (mir fällt mal wieder nicht der korrekte Name ein) dem nicht entgegenstellt,
und die Nachhaltigkeits-Propheten auch nicht der Zwangsverschrottung von Analog-Radios.

Noch ein Nachtrag zu deiner Frage/Verwunderung in Beitrag #134
Zitat von Anselm : "Ich wundere mich, warum noch keine Revolution ausgebrochen ist."
Das dürfte wohl der Sinn der neuen Mediengesetze in Bayern, Sachsen und Bremen mit der Digitalisierungsanweisung gewesen sein, potentielle Revolutionäre ins Unrecht zu setzen.
Wer will schon gerne (auch wegen eines Revox-)Radios in den Knast ?

MfG Kai

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149

Sunday, August 26th 2018, 7:19pm

Man kann nicht wie beim Strom zu einem anderen Anbieter wechseln.

Als Miteigentümer einer WEG musst Du auch schlucken, was die Mehrheit Dir eingebrockt hat. Und als Mieter darfst Du nicht mal die Klappe aufmachen und mit abstimmen.

Gruß, Anselm

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Sunday, August 26th 2018, 11:57pm

Also, am 23.8. hat auch mein Kabelanbieter (vodafone) die analogen Kabelkanänle abgeschaltet. Jetzt kommt auf jedem Sender nur eine Ansage, daß man auf eine Webseite www.vodafone.de/digitalezukunft gehen soll, bla bla bla.

Ich habe Radio viel öfters benützt als Fernsehen. Fernsehen eher selten, und meistens bei meiner Freundin, die eine Satellitenanlage hat. Beim (digitalen) Fernsehreceiver nervt auch, daß er wenn man ihn nach ein paar Tagen anschaltet, er erst "neue Programminformationen" runterladen will und ein paar Minuten blockiert ist. Das kann man zwar überspringen, nervt aber trotzdem.

Ich werde das einzig Vernünftige machen, und meinen Kabelanschluß kündigen. Entweder baue ich mir eine Satellitenschüssel aufs Haus (eher unwahrscheinlich) oder benütze gleich nur das Internet. Da haben sie ihre "digitale Zukunft"...

Viele Grüße,
chris