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91

Dienstag, 14. August 2018, 18:06

Gestern kam der Brief von Kabel Deutschland mit der definitiven Ankündigung, Analog-UKW im Kabel abzuschalten.
Heute war ich nach Alternativen im "Fachhandel" suchen. Entweder Antenne und UKW terrestrisch hören oder einen weiteren Empfänger. Mit Antenne wird das bei mir leider nichts nur Rauchen und HR3 :thumbdown: halbwegs ordentlich. Also ein weiteres Kästchen aufstellen und auf den Tisch eine weitere Fernbedienung. (Langsam wird mir der Platz für mein Bierglas knapp.)
Habe ein Kästchen, VT855, für 65 Piepen gekauft. Spielt gut, habe mal ein Musikstück analysiert: Das Diagramm der Frequenzanalyse sieht genauso aus wie bei Kabel-UKW analog.
So, das war die digitale Revolution bei mir :cursing: .
Gruß Jürgen

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92

Dienstag, 14. August 2018, 18:36

oder einen weiteren Empfänger

Ich habe gerade noch mal am Begriff "Empfänger" gekaut und bin zu dem Schluss gekommen, dass er korrekt ist, wenn man davon ausgeht, dass jemand eine Hifi-Anlage betreibt, mit separatem Verstärker und Boxen. Dann kann er den DVB-C-Empfänger anschließen und seinen UKW-Empfänger wegwerfen. Wenn jemand aber eine Kompaktanlage mit integriertem Verstärker (und eventuell auch Lautsprechern) hat, ist die Verwendung eines DVB-C-Empfängers meines Erachtes nur eine Notlösung.

Wenn Du oder jemand anderes im Fachhandel auf eine DVB-C-taugliche Kompaktanlage im UKW-Preissegment (also nicht dem von Restek) stößt, bitte unbedingt posten!

Meines Erachtens haben noch viel zu wenig Leute die Analogabschaltung mitbekommen und die Konsequenzen verstanden. Da dürfte es noch einen mittelgroßen Aufstand geben. Ich möchte unmittelbar nach der Abschaltung nicht bei der Hotline der Kabelanbieter beschäftigt sein.

Falls ich in dieser Diskussion etwas wiederholt haben sollte: Das ist in meinem Alter so. ;)

Gruß, Anselm

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93

Dienstag, 14. August 2018, 19:06

Das Diagramm der Frequenzanalyse sieht genauso aus wie bei Kabel-UKW analog

Das wundert mich nicht, denn seit geraumer Zeit wird (zumindest im Netz von Vodafone) das "analog UKW" wohl aus den digitalen Signalen aufbereitet.
Das schließe ich daraus, daß im Gegensatz zu früher seit etlichen Monaten (ich habe versäumt, mir das Umstellungsdatum aufzuschreiben) das "analog UKW" im Kabel die gleiche Verzögerung wie das digitale Signal gegenüber dem terrestrisch verbreiteten UKW hat.

Wenn man mehrere Empfänger am Kabel parallel betreiben möchte, braucht man wohl
1. unterschiedliche Geräte, damit sich die IR-Fernbedienungen nicht in die Quere kommen
2. entsprechend viele HF-Anschluß-Buchsen oder HF-Verteiler oder Empfänger, die den HF-Eingang auch wieder als gepufferten Ausgang zur Verfügung stellen.
Letzteres hatte mein ursprünglicher PACE-Receiver. Der XC80 und der renkforce 1510C haben das nicht.
Der 1510C hat zwar eine LAN-Buchse, ist aber nicht über eine Web-App steuerbar. Sie dient nur als Internet-Zugang für eine Wetter-App.

MfG Kai

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94

Dienstag, 14. August 2018, 22:48

Was nur im vierstelligen Euro-Bereich von einem Hersteller erhältlich ist, dürfte für die absolute Mehrheit der Radiohörer so gut wie nicht existieren


Hallo, Anselm!

Ich sprach nicht umsonst von "Wermutstropfen". Andererseits: Mit der Anschaffung eines MSAT+ habe ich ernstlich geliebäugelt - aus verschiedenen Gründen: Zum Einen habe ich im Musikzimmer keinerlei TV-Bildschirm, eine Nur-Radio-Sat-Lösung wäre für diesen Zweck perfekt. Zum Zweiten ist das Ding nicht einfach ein "Nur-Radio-Empfänger", sondern eher ein "Nicht-TV-Empfänger": Während so ziemlich jeder andere DVB-Empfänger auf Fernsehen optimiert ist, ist Radioempfang eher ein Abfallprodukt. Was TV empfängt, kann "mit links" auch Radio. Ein paar Feinheiten seien am Rande erwähnt: Die Resteks haben galvanische Trennung zwischen Audio-Ausgang und HF-Eingang - es entstehen also keine lästigen Brummschleifen, die mit gewöhnlichen DVB-Empfängern nur mit entsprechenden Entkopplungsmaßnahmen vermieden werden können. Und: Die Restek-Geräte können ohne Anschluss eines irgendwie gearteten Monitors konfiguriert und programmiert werden.

Auf die Anschaffung eines Restek-Empfängers habe ich dennoch verzichtet, tatsächlich nicht zuletzt wegen des Preises. Außerdem wurde bei mir vor einigen Jahren der Sat-Receiver durch ein HD-fähiges Gerät ausgetauscht. Der alte "konnte" nur SD-Fernsehen, dafür aber Digitalradio ohne Einschränkungen. Die einmalige Programmierung habe ich vorgenommen, als er noch am TV-Gerät hing. Jetzt habe ich sämtliche TV-Sender wegprogramiert und nur den Radioempfang zugelassen. Dank Fernbedienung kann ich alle DVB-S-Radiosender direkt anwählen, und die Klartextanzeige des Receivers zeigt mir eben unmittelbar den Sendernamen (und mitunter auch weitere Infos, je nach Sender). Mein "Nur"-Radioempfang ist digital, einigermaßen komfortabel und quasi ein Gratis-Produkt. Das genügt mir vollauf.
Gruss,

Hendrik

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Sind wir nicht alle ein bisschen γ-Fe₂O₃?

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95

Mittwoch, 15. August 2018, 15:22

Hallo Hendrik,

neugierig geworden, habe ich mir nun mal RESTEK (High End Made in Germany) und ECAB+ und MCAB+ mal angesehen. Das sieht wirklich qualitativ (und preislich) spitze aus. Für meinen Zweck aber zu aufwändig.

Danke für Deinen Bericht und Gruß, Anselm

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96

Mittwoch, 15. August 2018, 16:36

Auch diese Geräte können nicht aus dem dekodierten MPEG Datenströmen wieder das Signal der zugrunde liegenden CD oder Schallplatte rekonstruieren. Insofern geht der restek Promotion Text, der ähnliche Qualität suggeriert, an der Realität vorbei und unterstützt nur eine möglicherweise überzogene Käufererwartung.
Durch ein goldenes Essbesteck wird das Essen auch nicht besser.
Die veröffentlichten exzellenten Daten habe nichts mit den entsprechenden der ganzen Signalverarbeitungskette zu tun.

MfG Kai

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97

Donnerstag, 16. August 2018, 09:13

Das Diagramm der Frequenzanalyse sieht genauso aus wie bei Kabel-UKW analog

Das wundert mich nicht, denn seit geraumer Zeit wird (zumindest im Netz von Vodafone) das "analog UKW" wohl aus den digitalen Signalen aufbereitet.
...
MfG Kai


Das geht schon länger so und das machen auch die Sendestudios. Da legt keiner mehr CDs auf, da kommt alles von Servern. Allerdings weiß ich nicht wie die Titel dort abgelegt werden. Sicherlich nicht im CD-Format, eher komprimiert. Aber ob das verlustlos (z.B. FLAC) passiert, kann man nur hoffen.
Gruß,
Michael/SH

Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu (Ö v. Horvath)

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Donnerstag, 16. August 2018, 16:59

eher komprimiert. Aber ob das verlustlos (z.B. FLAC) passiert

Glaub ich nicht, da siegt idR die Ökonomie und damit möglichst hoher Kompressionsgrad.
Kein Beweis, aber doch ein Indiz in die Richtung ist, daß zB aus der Mediathek des DLF ihre eigenen Konzertmitschnitte in einem MPEG Format kommen.
Man kann auch andersrum denken :
Welchen Sinn hätte es noch, verlustlos zu speichern, wenn alle aktuellen Ubertragungsformate verlustbehaftete Verfahren sind, weil möglichst hohe Kompressionsgrade gewünscht werden (siehe AAC gebenüber herkömmlichem mp3).

MfG Kai

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99

Donnerstag, 16. August 2018, 18:37

eher komprimiert. Aber ob das verlustlos (z.B. FLAC) passiert

Welchen Sinn hätte es noch, verlustlos zu speichern, wenn alle aktuellen Ubertragungsformate verlustbehaftete Verfahren sind, weil möglichst hohe Kompressionsgrade gewünscht werden (siehe AAC gebenüber herkömmlichem mp3).

Mit jeder neuen Codierung verschlechtert sich das Signal. Es ist deshalb nicht falsch, im Studio PCM zu speichern, auch wenn der Weg zum Hörer dann datenreduziert erfolgt.


Grüße

96k

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100

Donnerstag, 16. August 2018, 18:54

Wenn man in dem Format speichert, in dem es es auch rausgeht zum Hörer, gibt es keinen Unterschied.
Die Systeme müssen nur so gestaltet sein, daß überflüssige Neu-Codierungen unterbleiben.

MfG Kai
Nachtrag: Das würde allerdings zugegebenermaßen erfordern, daß man auf (digitale) Mischpulte verzichtet und stattdessen unterschiedliche Inhalte (Musik-Konserven, Ansagen) nur per Sequenzer fährt. Will man dagegen feine Blenden fahren und Ansagen über die Musik legen (schreckliche Praxis), kommt man um die Umwandlung ins PCM-Format (oder gar analog) nicht herum und muß danach wieder codieren.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »kaimex« (16. August 2018, 19:38)


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101

Freitag, 17. August 2018, 10:25

Wenn man in dem Format speichert, in dem es es auch rausgeht zum Hörer, gibt es keinen Unterschied.
Die Systeme müssen nur so gestaltet sein, daß überflüssige Neu-Codierungen unterbleiben.

MfG Kai
Nachtrag: Das würde allerdings zugegebenermaßen erfordern, daß man auf (digitale) Mischpulte verzichtet und stattdessen unterschiedliche Inhalte (Musik-Konserven, Ansagen) nur per Sequenzer fährt. Will man dagegen feine Blenden fahren und Ansagen über die Musik legen (schreckliche Praxis), kommt man um die Umwandlung ins PCM-Format (oder gar analog) nicht herum und muß danach wieder codieren.

Hinzu kommt die Verwendung von unterschiedlichen Codecs für die verschiedenen Verbreitungswege (DAB+, DVB-S, Internet usw.).


Grüße

96k

102

Samstag, 18. August 2018, 14:59

Meiner Meinung nach geht "Schön" zwar anders, aber es ist zumindest ein reines DVB-C Radio:

https://www.technisat.com/de_DE/CABLESTA…52-12037-12038/

Gruß Ulrich

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103

Samstag, 18. August 2018, 15:32

Wenn man google nach Ulrichs Begriff "DVB-C Radio" suchen läßt, findet man noch mehr Modelle, darunter 2 von vistron. Eines davon wird auch von Vodafone als solches angeboten. Das hat sogar den "durchgeschleiften" HF-Eingang, so daß man mehrere "daisychainen" kann. Nur für den separaten Zugriff per IR-Fernsteuerung muß man sich was einfallen !assen.
Diese Geräte kosten alle mehr als die günstigsten Set-top-Boxen, bieten aber eigentlich nur ein zusätzliches einzeiliges Kanaldisplay. Ab ca. 35€ bekommt man bei Pollin ein LCD-Viceo-Display.

MfG Kai

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104

Samstag, 18. August 2018, 18:14

Hallo!

In Geräte Beschreibung folgender Hinweis:

Anschluss an die Radio-Buchse. Hinweis: Je nach Dosenhersteller kann es sein, das die Signale für digitales Kabelradio nicht an der Radio-Buchse vorhanden sind
Werden bei der Erstinstallation keine Radioprogramme gefunden kann es daran liegen, dass die Signale für digitales Kabelradio nicht an dem genutzten Anschluss der Antennendose anliegen.

Der TV Anschluß ist schon belegt. Was dann?

MfG, Dietmar

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105

Samstag, 18. August 2018, 18:29

Dann tauscht man die Anschlußdose aus gegen eine mit zwei Anschlüssen, die das gesamte (ungefilterte) Breitband-Signal liefern. Gibt es im Fachhandel und den Baumärkten.
Es soll Leute geben, die mehr als einen TV und mehr als ein Radio anschließen wollen.
Die brauchen dann eine Verteilerkiste mit zusätzlichen Verstärkern und Anschlußmöglichkeiten, wenn die einzelnen Geräte keinen gepufferten HF-Ausgang zur Verfügung stellen.

MfG Kai

106

Samstag, 18. August 2018, 18:44

Ich habe mich noch nicht intensiv auf die Suche gegeben. Stationsstasten scheinen nicht von Belang zu sein. Ich las von 7 oder 9. Bei meinen derzeit genutzen UKW-Geräten habe ich entweder gar keine oder mindestens 16 (bei meinem JVC-Küchenreceiver), bei Sony 30 und Yamaha 40. Wahrscheinlich bewerte ich Radio einfach über....

niels
Ich halte die analoge Aufzeichnung einer qualitativ gut erzeugten digitalen Aufzeichnung für unterlegen.
Aber jene macht mir mehr Freude.

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107

Samstag, 18. August 2018, 20:02

"Reine" Radiohörer sind für die Produzenten wohl nur noch eine sehr geringfügige Minderheit, ansonsten kommt Radiohören in deren Szenarios wohl nur noch in Auto, Küche und Bad vor.

Ich habe mir nicht die Bedienungsanleitung eines dieser Geräte "reingezogen" (Bei Vodafone kann man eins downloaden, stammt von vistron). Die haben 999 bis 6000 Speicherplätze und es sind auch sicher mehr als 9 "Favoriten" möglich. Zugriff dann aber nicht über Tasten am Gerät sondern wohl wie bei den Set-Top-Boxen über IR-Fernbedienung.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, wie man die Ersteinrichtung ohne Video-Display oder Web-Interface einigermaßen erträglich gestalten kann. Mit einem 1-zeiligen LED-Display wird das wohl eher zur Sysiphus-Arbeit oder Tunnelfahrt.

MfG Kai