Sie sind nicht angemeldet.

Beiträge: 296

Registrierungsdatum: 29. September 2016

Wohnort: Nahe Frankfurt

Beruf: Verfahrensingenieur

  • Nachricht senden

91

Dienstag, 14. August 2018, 18:06

Gestern kam der Brief von Kabel Deutschland mit der definitiven Ankündigung, Analog-UKW im Kabel abzuschalten.
Heute war ich nach Alternativen im "Fachhandel" suchen. Entweder Antenne und UKW terrestrisch hören oder einen weiteren Empfänger. Mit Antenne wird das bei mir leider nichts nur Rauchen und HR3 :thumbdown: halbwegs ordentlich. Also ein weiteres Kästchen aufstellen und auf den Tisch eine weitere Fernbedienung. (Langsam wird mir der Platz für mein Bierglas knapp.)
Habe ein Kästchen, VT855, für 65 Piepen gekauft. Spielt gut, habe mal ein Musikstück analysiert: Das Diagramm der Frequenzanalyse sieht genauso aus wie bei Kabel-UKW analog.
So, das war die digitale Revolution bei mir :cursing: .
Gruß Jürgen

Beiträge: 2 802

Registrierungsdatum: 5. Oktober 2004

Wohnort: München

Beruf: Pensionär

  • Nachricht senden

92

Dienstag, 14. August 2018, 18:36

oder einen weiteren Empfänger

Ich habe gerade noch mal am Begriff "Empfänger" gekaut und bin zu dem Schluss gekommen, dass er korrekt ist, wenn man davon ausgeht, dass jemand eine Hifi-Anlage betreibt, mit separatem Verstärker und Boxen. Dann kann er den DVB-C-Empfänger anschließen und seinen UKW-Empfänger wegwerfen. Wenn jemand aber eine Kompaktanlage mit integriertem Verstärker (und eventuell auch Lautsprechern) hat, ist die Verwendung eines DVB-C-Empfängers meines Erachtes nur eine Notlösung.

Wenn Du oder jemand anderes im Fachhandel auf eine DVB-C-taugliche Kompaktanlage im UKW-Preissegment (also nicht dem von Restek) stößt, bitte unbedingt posten!

Meines Erachtens haben noch viel zu wenig Leute die Analogabschaltung mitbekommen und die Konsequenzen verstanden. Da dürfte es noch einen mittelgroßen Aufstand geben. Ich möchte unmittelbar nach der Abschaltung nicht bei der Hotline der Kabelanbieter beschäftigt sein.

Falls ich in dieser Diskussion etwas wiederholt haben sollte: Das ist in meinem Alter so. ;)

Gruß, Anselm

Beiträge: 3 330

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2015

Wohnort: bei Hamburg

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

93

Dienstag, 14. August 2018, 19:06

Das Diagramm der Frequenzanalyse sieht genauso aus wie bei Kabel-UKW analog

Das wundert mich nicht, denn seit geraumer Zeit wird (zumindest im Netz von Vodafone) das "analog UKW" wohl aus den digitalen Signalen aufbereitet.
Das schließe ich daraus, daß im Gegensatz zu früher seit etlichen Monaten (ich habe versäumt, mir das Umstellungsdatum aufzuschreiben) das "analog UKW" im Kabel die gleiche Verzögerung wie das digitale Signal gegenüber dem terrestrisch verbreiteten UKW hat.

Wenn man mehrere Empfänger am Kabel parallel betreiben möchte, braucht man wohl
1. unterschiedliche Geräte, damit sich die IR-Fernbedienungen nicht in die Quere kommen
2. entsprechend viele HF-Anschluß-Buchsen oder HF-Verteiler oder Empfänger, die den HF-Eingang auch wieder als gepufferten Ausgang zur Verfügung stellen.
Letzteres hatte mein ursprünglicher PACE-Receiver. Der XC80 und der renkforce 1510C haben das nicht.
Der 1510C hat zwar eine LAN-Buchse, ist aber nicht über eine Web-App steuerbar. Sie dient nur als Internet-Zugang für eine Wetter-App.

MfG Kai

Beiträge: 66

Registrierungsdatum: 7. Mai 2018

Wohnort: Mülheim an der Ruhr

Beruf: Diplom-Elektron

  • Nachricht senden

94

Dienstag, 14. August 2018, 22:48

Was nur im vierstelligen Euro-Bereich von einem Hersteller erhältlich ist, dürfte für die absolute Mehrheit der Radiohörer so gut wie nicht existieren


Hallo, Anselm!

Ich sprach nicht umsonst von "Wermutstropfen". Andererseits: Mit der Anschaffung eines MSAT+ habe ich ernstlich geliebäugelt - aus verschiedenen Gründen: Zum Einen habe ich im Musikzimmer keinerlei TV-Bildschirm, eine Nur-Radio-Sat-Lösung wäre für diesen Zweck perfekt. Zum Zweiten ist das Ding nicht einfach ein "Nur-Radio-Empfänger", sondern eher ein "Nicht-TV-Empfänger": Während so ziemlich jeder andere DVB-Empfänger auf Fernsehen optimiert ist, ist Radioempfang eher ein Abfallprodukt. Was TV empfängt, kann "mit links" auch Radio. Ein paar Feinheiten seien am Rande erwähnt: Die Resteks haben galvanische Trennung zwischen Audio-Ausgang und HF-Eingang - es entstehen also keine lästigen Brummschleifen, die mit gewöhnlichen DVB-Empfängern nur mit entsprechenden Entkopplungsmaßnahmen vermieden werden können. Und: Die Restek-Geräte können ohne Anschluss eines irgendwie gearteten Monitors konfiguriert und programmiert werden.

Auf die Anschaffung eines Restek-Empfängers habe ich dennoch verzichtet, tatsächlich nicht zuletzt wegen des Preises. Außerdem wurde bei mir vor einigen Jahren der Sat-Receiver durch ein HD-fähiges Gerät ausgetauscht. Der alte "konnte" nur SD-Fernsehen, dafür aber Digitalradio ohne Einschränkungen. Die einmalige Programmierung habe ich vorgenommen, als er noch am TV-Gerät hing. Jetzt habe ich sämtliche TV-Sender wegprogramiert und nur den Radioempfang zugelassen. Dank Fernbedienung kann ich alle DVB-S-Radiosender direkt anwählen, und die Klartextanzeige des Receivers zeigt mir eben unmittelbar den Sendernamen (und mitunter auch weitere Infos, je nach Sender). Mein "Nur"-Radioempfang ist digital, einigermaßen komfortabel und quasi ein Gratis-Produkt. Das genügt mir vollauf.
Gruss,

Hendrik

---

Sind wir nicht alle ein bisschen γ-Fe₂O₃?

Beiträge: 2 802

Registrierungsdatum: 5. Oktober 2004

Wohnort: München

Beruf: Pensionär

  • Nachricht senden

95

Mittwoch, 15. August 2018, 15:22

Hallo Hendrik,

neugierig geworden, habe ich mir nun mal RESTEK (High End Made in Germany) und ECAB+ und MCAB+ mal angesehen. Das sieht wirklich qualitativ (und preislich) spitze aus. Für meinen Zweck aber zu aufwändig.

Danke für Deinen Bericht und Gruß, Anselm

Beiträge: 3 330

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2015

Wohnort: bei Hamburg

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

96

Mittwoch, 15. August 2018, 16:36

Auch diese Geräte können nicht aus dem dekodierten MPEG Datenströmen wieder das Signal der zugrunde liegenden CD oder Schallplatte rekonstruieren. Insofern geht der restek Promotion Text, der ähnliche Qualität suggeriert, an der Realität vorbei und unterstützt nur eine möglicherweise überzogene Käufererwartung.
Durch ein goldenes Essbesteck wird das Essen auch nicht besser.
Die veröffentlichten exzellenten Daten habe nichts mit den entsprechenden der ganzen Signalverarbeitungskette zu tun.

MfG Kai

Beiträge: 2 377

Registrierungsdatum: 15. Juli 2004

Wohnort: Schleswig-Holstein

  • Nachricht senden

97

Donnerstag, 16. August 2018, 09:13

Das Diagramm der Frequenzanalyse sieht genauso aus wie bei Kabel-UKW analog

Das wundert mich nicht, denn seit geraumer Zeit wird (zumindest im Netz von Vodafone) das "analog UKW" wohl aus den digitalen Signalen aufbereitet.
...
MfG Kai


Das geht schon länger so und das machen auch die Sendestudios. Da legt keiner mehr CDs auf, da kommt alles von Servern. Allerdings weiß ich nicht wie die Titel dort abgelegt werden. Sicherlich nicht im CD-Format, eher komprimiert. Aber ob das verlustlos (z.B. FLAC) passiert, kann man nur hoffen.
Gruß,
Michael/SH

Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu (Ö v. Horvath)

Beiträge: 3 330

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2015

Wohnort: bei Hamburg

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

98

Donnerstag, 16. August 2018, 16:59

eher komprimiert. Aber ob das verlustlos (z.B. FLAC) passiert

Glaub ich nicht, da siegt idR die Ökonomie und damit möglichst hoher Kompressionsgrad.
Kein Beweis, aber doch ein Indiz in die Richtung ist, daß zB aus der Mediathek des DLF ihre eigenen Konzertmitschnitte in einem MPEG Format kommen.
Man kann auch andersrum denken :
Welchen Sinn hätte es noch, verlustlos zu speichern, wenn alle aktuellen Ubertragungsformate verlustbehaftete Verfahren sind, weil möglichst hohe Kompressionsgrade gewünscht werden (siehe AAC gebenüber herkömmlichem mp3).

MfG Kai

Beiträge: 761

Registrierungsdatum: 23. Februar 2006

  • Nachricht senden

99

Donnerstag, 16. August 2018, 18:37

eher komprimiert. Aber ob das verlustlos (z.B. FLAC) passiert

Welchen Sinn hätte es noch, verlustlos zu speichern, wenn alle aktuellen Ubertragungsformate verlustbehaftete Verfahren sind, weil möglichst hohe Kompressionsgrade gewünscht werden (siehe AAC gebenüber herkömmlichem mp3).

Mit jeder neuen Codierung verschlechtert sich das Signal. Es ist deshalb nicht falsch, im Studio PCM zu speichern, auch wenn der Weg zum Hörer dann datenreduziert erfolgt.


Grüße

96k

Beiträge: 3 330

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2015

Wohnort: bei Hamburg

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

100

Donnerstag, 16. August 2018, 18:54

Wenn man in dem Format speichert, in dem es es auch rausgeht zum Hörer, gibt es keinen Unterschied.
Die Systeme müssen nur so gestaltet sein, daß überflüssige Neu-Codierungen unterbleiben.

MfG Kai
Nachtrag: Das würde allerdings zugegebenermaßen erfordern, daß man auf (digitale) Mischpulte verzichtet und stattdessen unterschiedliche Inhalte (Musik-Konserven, Ansagen) nur per Sequenzer fährt. Will man dagegen feine Blenden fahren und Ansagen über die Musik legen (schreckliche Praxis), kommt man um die Umwandlung ins PCM-Format (oder gar analog) nicht herum und muß danach wieder codieren.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »kaimex« (16. August 2018, 19:38)


Beiträge: 761

Registrierungsdatum: 23. Februar 2006

  • Nachricht senden

101

Freitag, 17. August 2018, 10:25

Wenn man in dem Format speichert, in dem es es auch rausgeht zum Hörer, gibt es keinen Unterschied.
Die Systeme müssen nur so gestaltet sein, daß überflüssige Neu-Codierungen unterbleiben.

MfG Kai
Nachtrag: Das würde allerdings zugegebenermaßen erfordern, daß man auf (digitale) Mischpulte verzichtet und stattdessen unterschiedliche Inhalte (Musik-Konserven, Ansagen) nur per Sequenzer fährt. Will man dagegen feine Blenden fahren und Ansagen über die Musik legen (schreckliche Praxis), kommt man um die Umwandlung ins PCM-Format (oder gar analog) nicht herum und muß danach wieder codieren.

Hinzu kommt die Verwendung von unterschiedlichen Codecs für die verschiedenen Verbreitungswege (DAB+, DVB-S, Internet usw.).


Grüße

96k

102

Samstag, 18. August 2018, 14:59

Meiner Meinung nach geht "Schön" zwar anders, aber es ist zumindest ein reines DVB-C Radio:

https://www.technisat.com/de_DE/CABLESTA…52-12037-12038/

Gruß Ulrich

Beiträge: 3 330

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2015

Wohnort: bei Hamburg

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

103

Samstag, 18. August 2018, 15:32

Wenn man google nach Ulrichs Begriff "DVB-C Radio" suchen läßt, findet man noch mehr Modelle, darunter 2 von vistron. Eines davon wird auch von Vodafone als solches angeboten. Das hat sogar den "durchgeschleiften" HF-Eingang, so daß man mehrere "daisychainen" kann. Nur für den separaten Zugriff per IR-Fernsteuerung muß man sich was einfallen !assen.
Diese Geräte kosten alle mehr als die günstigsten Set-top-Boxen, bieten aber eigentlich nur ein zusätzliches einzeiliges Kanaldisplay. Ab ca. 35€ bekommt man bei Pollin ein LCD-Viceo-Display.

MfG Kai

Beiträge: 135

Registrierungsdatum: 26. März 2018

Wohnort: LKr. Wor/Toel

Beruf: im Ruhestand

  • Nachricht senden

104

Samstag, 18. August 2018, 18:14

Hallo!

In Geräte Beschreibung folgender Hinweis:

Anschluss an die Radio-Buchse. Hinweis: Je nach Dosenhersteller kann es sein, das die Signale für digitales Kabelradio nicht an der Radio-Buchse vorhanden sind
Werden bei der Erstinstallation keine Radioprogramme gefunden kann es daran liegen, dass die Signale für digitales Kabelradio nicht an dem genutzten Anschluss der Antennendose anliegen.

Der TV Anschluß ist schon belegt. Was dann?

MfG, Dietmar
MfG
Dietmar

Beiträge: 3 330

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2015

Wohnort: bei Hamburg

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

105

Samstag, 18. August 2018, 18:29

Dann tauscht man die Anschlußdose aus gegen eine mit zwei Anschlüssen, die das gesamte (ungefilterte) Breitband-Signal liefern. Gibt es im Fachhandel und den Baumärkten.
Es soll Leute geben, die mehr als einen TV und mehr als ein Radio anschließen wollen.
Die brauchen dann eine Verteilerkiste mit zusätzlichen Verstärkern und Anschlußmöglichkeiten, wenn die einzelnen Geräte keinen gepufferten HF-Ausgang zur Verfügung stellen.

MfG Kai

106

Samstag, 18. August 2018, 18:44

Ich habe mich noch nicht intensiv auf die Suche gegeben. Stationsstasten scheinen nicht von Belang zu sein. Ich las von 7 oder 9. Bei meinen derzeit genutzen UKW-Geräten habe ich entweder gar keine oder mindestens 16 (bei meinem JVC-Küchenreceiver), bei Sony 30 und Yamaha 40. Wahrscheinlich bewerte ich Radio einfach über....

niels
Ich halte die analoge Aufzeichnung einer qualitativ gut erzeugten digitalen Aufzeichnung für unterlegen.
Aber jene macht mir mehr Freude.

Beiträge: 3 330

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2015

Wohnort: bei Hamburg

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

107

Samstag, 18. August 2018, 20:02

"Reine" Radiohörer sind für die Produzenten wohl nur noch eine sehr geringfügige Minderheit, ansonsten kommt Radiohören in deren Szenarios wohl nur noch in Auto, Küche und Bad vor.

Ich habe mir nicht die Bedienungsanleitung eines dieser Geräte "reingezogen" (Bei Vodafone kann man eins downloaden, stammt von vistron). Die haben 999 bis 6000 Speicherplätze und es sind auch sicher mehr als 9 "Favoriten" möglich. Zugriff dann aber nicht über Tasten am Gerät sondern wohl wie bei den Set-Top-Boxen über IR-Fernbedienung.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, wie man die Ersteinrichtung ohne Video-Display oder Web-Interface einigermaßen erträglich gestalten kann. Mit einem 1-zeiligen LED-Display wird das wohl eher zur Sysiphus-Arbeit oder Tunnelfahrt.

MfG Kai

Beiträge: 2 802

Registrierungsdatum: 5. Oktober 2004

Wohnort: München

Beruf: Pensionär

  • Nachricht senden

108

Donnerstag, 23. August 2018, 19:06

Hallo,

wer hat Lust, mal kritisch zu lesen, was ich an unsere WEG-Verwaltung schreiben will, von der ich solche Informationen eigentlich erwarten würde:

Die Digitalumstellung wird auch bei uns folgende Konsequenzen haben:

- Wer bereits einen Digitalfernseher hat, wird voraussichtlich nur einen Sendersuchlauf durchführen müssen.
- Wer noch einen Analogfernseher hat, wird einen digitalen kaufen oder einen passenden Receiver beschaffen müssen, sonst bleibt der Bildschirm dunkel.
- Wer bereits einen (fürs "Kabel" geeigneten) DVB-C-Hörfunkempfänger hat (von denen es erst sehr wenige, sehr teure gibt), wird voraussichtlich nur einen Sendersuchlauf durchführen müssen.
- Wer noch ein Analogradio hat, kann entweder einen DVB-C-Hörfunkempfänger kaufen oder einen passenden Receiver beschaffen, sonst bleibt der Lautsprecher stumm.
- Wer noch ein Analogradio hat, kann alternativ vom "Kabel" auf Antenne per UKW (wird in absehbarer Zeit auch abgeschaltet), DAB+ oder DVB-T2 oder auf Internetradio umsteigen.

(Empfänger für DAB+ können nicht ans "Kabel" angeschlossen werden.)


Danke im Voraus und Gruß, Anselm

Beiträge: 3 330

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2015

Wohnort: bei Hamburg

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

109

Donnerstag, 23. August 2018, 20:54

Hallo Anselm,

da würde ich nicht zu allem "ja so isses" oder "paßt" sagen:
(Zu einem Ende von Analog-TV kann ich garnix sagen, weil ich kein solches Gerät habe/hatte).

Wer bereits einen Digitalfernseher hat, wird voraussichtlich nur einen Sendersuchlauf durchführen müssen.
...der hat bestimmt schon einen Sendersuchlauf durchgeführt !

Wer bereits einen (fürs "Kabel" geeigneten) DVB-C-Hörfunkempfänger hat (von denen es erst sehr wenige, sehr teure gibt), wird voraussichtlich nur einen Sendersuchlauf durchführen müssen.
...der hat bestimmt schon einen Sendersuchlauf durchgeführt !
Wer noch ein Analogradio hat, kann entweder einen DVB-C-Hörfunkempfänger kaufen oder einen passenden Receiver beschaffen, sonst bleibt der Lautsprecher stumm.

Besser: Wer noch ein Analog-UKW-Radio am Kabel betreibt, benötigt nach der Umstellung eine Set-Top-Box/Kabel-Receiver (für TV & Radio) oder einen speziellen Nur-Radio-Receiver (nicht biliger als die Set-Top-Boxen).

Wer noch ein Analogradio hat, kann alternativ vom "Kabel" auf Antenne per UKW (wird in absehbarer Zeit auch abgeschaltet), DAB+ oder DVB-T2 oder auf Internetradio umsteigen.

Mein Vorschlag: Alternativen zum Digital-Radio-Empfang aus dem Kabel wären (auf noch nicht absehbare begrenzte Zeit) UKW-Radio wieder an einer (Außen-)Antenne, DAB+ oder Internet-Radio. Radio per DVB-T2 wird es nur in Ausnahme-Regionen geben. Man muß damit rechnen, nicht sämtliche UKW-Programme im Kabel zu finden, vermutlich noch weniger unter DAB+. Was fehlt, findet man vermutlich im Internet als Streaming-Angebot.

MfG Kai

Beiträge: 2 802

Registrierungsdatum: 5. Oktober 2004

Wohnort: München

Beruf: Pensionär

  • Nachricht senden

110

Donnerstag, 23. August 2018, 21:18

Hallo Kai,

...der hat bestimmt schon einen Sendersuchlauf durchgeführt !

Ich korrigiere (danke): ... wird voraussichtlich nur einen erneuten Sendersuchlauf durchführen müssen.

Zitat

Besser: Wer noch ein Analog-UKW-Radio am Kabel betreibt, benötigt nach der Umstellung eine Set-Top-Box/Kabel-Receiver (für TV & Radio) oder einen speziellen Nur-Radio-Receiver (nicht biliger als die Set-Top-Boxen).

Es geht mir primär nicht darum, die Technik im Detail zu erklären, sondern den Aufwand hervorzuheben, welcher der Umstellung wegen erforderlich ist. Ich denke noch mal über die beste Formulierung nach.

Zitat

Mein Vorschlag: Alternativen zum Digital-Radio-Empfang aus dem Kabel wären (auf noch nicht absehbare begrenzte Zeit) UKW-Radio wieder an einer (Außen-)Antenne, DAB+ oder Internet-Radio. Radio per DVB-T2 wird es nur in Ausnahme-Regionen geben. Man muß damit rechnen, nicht sämtliche UKW-Programme im Kabel zu finden, vermutlich noch weniger unter DAB+. Was fehlt, findet man vermutlich im Internet als Streaming-Angebot.

Auch das sollte für technische Laien (um die es sich bei der WEG-Verwaltung offenkundig handelt) einigermaßen nachvollziehbar sein. Also dito.

Danke für die Anregungen. Ich bin gespannt, ob meine Mail mehr auslöst als Achselzucken: Die Bewohner werden's schon selbst richten.

Gruß, Anselm

Beiträge: 3 330

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2015

Wohnort: bei Hamburg

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

111

Donnerstag, 23. August 2018, 22:06

Einen Sendersuchlauf muß man bei Erst-Installation eines Gerätes und ansonsten nur bei Änderungen im Programm-Angebot durchführen.
Bei Vodafone hab ich bisher keine Informationen finden können, wozu der frei werdende FM-Radio-Bereich nach Abschaltung genutzt wird.
Gibt es von eurem Kabel-Provider dazu Aussagen ?

MfG Kai

Beiträge: 2 802

Registrierungsdatum: 5. Oktober 2004

Wohnort: München

Beruf: Pensionär

  • Nachricht senden

112

Freitag, 24. August 2018, 06:51

Gibt es von eurem Kabel-Provider dazu Aussagen ?

"Übrigens: Auch wenn Du bereits digitales Fernsehen nutzt, solltest du am Tag der Umstellung einen Sendersuchlauf durchführen." Wenn das unser Netzbetreiber ist, was ja gar nicht ganz klar ist. :(

Gruß, Anselm

Beiträge: 2 802

Registrierungsdatum: 5. Oktober 2004

Wohnort: München

Beruf: Pensionär

  • Nachricht senden

113

Freitag, 24. August 2018, 07:54

Das Problem ist gelöst! Zumindest für unseren Verwaltungsbeirats-Vorsitzenden. Er schreibt dazu:

"Im Übrigen dürfte es tatsächlich niemanden überraschen, wenn z.B. ein Sender, eine bestimmte Radiosendung aus dem UKW-Band genommen wird oder analoge Übertragung terrestrisch oder im Kabel nicht mehr bedient wird."

8|

Gruß, Anselm

Beiträge: 3 330

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2015

Wohnort: bei Hamburg

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

114

Freitag, 24. August 2018, 08:43

Hallo Anselm,

habt ihr noch die alten Wandsteckdosen mit einem Anschluß für TV und einem für Radio ?
Siehe Dietmars Beitrag #104.
Die enthalten einen Diplexer (Frequenzweiche) für die früher üblichen jeweiligen Frequenzbereiche.
Die machen im Breitband/Digital-Zeitalter nicht nur keinen Sinn mehr sondern wohl auch Probleme und sollten deshalb durch Wandsteckdosen mit zwei gleichwertigen Breitbandanschlüssen ersetzt werden.
Ich erinnere mich dunkel, daß es nach Anschaffung meines ersten Kabelreceivers Probleme mit dem Empfang eines Multiplexes im Ubergangsbereich oberhalb UKW gab.
Die damals beschaffte Breitband-Anschlußdose hatte noch eine weibliche und eine männliche Buchse (wie zuvor) aber mit Breitband-Leistungsteilern statt des Diplexers vom Kabel her.
Ob aktuelle Dosen noch verschiedene Buchsen verwenden, weiß ich nicht.

MfG Kai

Beiträge: 2 802

Registrierungsdatum: 5. Oktober 2004

Wohnort: München

Beruf: Pensionär

  • Nachricht senden

115

Freitag, 24. August 2018, 09:13

Hallo Kai (und hallo Dietmar),

habt ihr noch die alten Wandsteckdosen mit einem Anschluß für TV und einem für Radio ?
Siehe Dietmars Beitrag #104.

Ich habe Dietmars Beitrag zu wenig Beachtung geschenkt, pardon. Hinsichtlich der Zahl der Anschlüsse sehen unsere Anschlussdosen so aus, nur sind Radio oben und Fernseher rechts angesteckt. Die Gewindebuchse nütze ich nicht; der Betreiber bietet auch Telefon und Internet an, die ich von der Telekom beziehe. Ob ein angeschlossener DVB-C-Hörfunkempfänger daran einwandfrei arbeitet, kann ich nur raten.

Heute ist ein Artikel zur Umstellung in der Süddeutschen Zeitung, "Analog guckt bald in die Röhre". Das Thema Hörfunk haben sie nur gestreift. Unser Kabelbetreiber ist nicht mal erwähnt. Bei uns wird immer nach dem Motto Hauptsache billig abgestimmt. Das liegt an den Eigentümern, die ihre Wohnung(en) vermietet haben.

Übrigens bietet KMS hinter dem Pÿur-Hinweis einen Receiver an, habe ich entdeckt.

Gruß, Anselm

Beiträge: 3 330

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2015

Wohnort: bei Hamburg

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

116

Freitag, 24. August 2018, 09:32

Die Gewindebuchse ist der breitbandige Anschluß, an den "die Zukunft" gehört, also alles.
Die von mir genannte neue Dose hatte nur die beiden herkömmlichen Video-Buchsen, daran aber ebenfalls das Breitbandsignal.
Ihr könnt jetzt wählen, ob ihr an die Breitbandbuchse weitere Verteiler mit Buchsen eurer Wahl dran hängt, oder die Wandsteckdose durch eine mit mehreren gleichwertigen Breitbandanschlüssen austauscht.
Dabei ist zu bedenken, daß die Breitbandaufteilung immer mit einer Pegel-Reduktion verbunden ist. Bei zwei Buchsen beträgt die Einfügungsdämpfung theoretisch 3 dB, praktisch etwas mehr. Bein N Buchsen wird die Leistung an jeder Buchse auf 1/N reduziert, wovon noch etwas "Reibungsverluste" abgehen. Das ergibt eine Dämpfung von mindestens 10*log(N) dB. Unter Umständen muß dann am Eingangsverstärker des Systems die Verstärkung entsprechend angehoben werden oder es müssen weitere Verstärker eingefügt werden oder aktive Verteiler verwendet werden.

MfG Kai

Beiträge: 2 802

Registrierungsdatum: 5. Oktober 2004

Wohnort: München

Beruf: Pensionär

  • Nachricht senden

117

Freitag, 24. August 2018, 10:26

Ihr könnt jetzt wählen, ob ihr an die Breitbandbuchse weitere Verteiler mit Buchsen eurer Wahl dran hängt, oder die Wandsteckdose durch eine mit mehreren gleichwertigen Breitbandanschlüssen austauscht.

Die Dosen sehe ich als Hoheitsgebiet des Betreibers an, ähnlich den Telekom-Übergabedosen. Wir haben schon halboffiziell hinter die offizielle einzige Dose im Wohnzimmer zwei weitere in Arbeits- und Schlafzimmer legen lassen. Mehr traue ich mich nicht, müsste die Verwaltung beim Betreiber in Auftrag geben. Die Anlage wurde übrigens vor einigen Jahren ausgetauscht, kann jetzt mehr Programme.

Gruß, Anselm

Beiträge: 3 330

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2015

Wohnort: bei Hamburg

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

118

Freitag, 24. August 2018, 12:33

Die Dosen sehe ich als Hoheitsgebiet des Betreibers an,

Das glaube ich nicht, wenn du mit Betreiber den Kabel-Provider meinst.
Mein Informationsstand für Einzelhäuser, Reihenhäuser u.ä. ist daß das "Hoheitsgebiet" bzw. die Verantwortlichkeit des Providers am Übergabepunkt (im Keller) endet.
Außerdem ist er noch für bereitgestellte Kabelmodems verantwortlich und deren Eigentümer.
Kabel und Verstärker, selbst wenn sie bei Erst-Installation vom Kabel-Provider installiert/verlegt wurden, gehen danach auf den Hausbesitzer über.

Vor einigen Wochen war bei mir für einige Tage Internet und Telefon (beides über das Kabelmodem) ausgefallen. Nachdem ich nach vielen Telefonaten endlich einen Techniker bekam und der erstmal nur feststellte, daß das Kabel von einem Verzweigungspunkt im Keller zum Modem im Erdgeschoß defekt sei, eröffnete er mir, daß in dem Fall die Reparatur und das neue Kabel von mir bezahlt werden müßten (sozusagen Privatvergnügen). Selbst wenn der Eingangsverstärker hinter dem Übergabepunkt defekt sei, müßte ich den neuen bezahlen. Erst als sich herausstellte, daß das Kabelmodel auch mit dem neuen Kabel nicht funktionierte, also wohl auch defekt war, wurde das ganze als kostenlose Service-Reparatur eingestuft und behandelt.

MfG Kai

Beiträge: 2 802

Registrierungsdatum: 5. Oktober 2004

Wohnort: München

Beruf: Pensionär

  • Nachricht senden

119

Freitag, 24. August 2018, 13:19

Das glaube ich nicht, wenn du mit Betreiber den Kabel-Provider meinst.

Jein. Ich bin "militanter" Denglisch-Gegner und suche, wo sinnvoll, nach deutschen Entsprechungen. Kabel-Anbieter, Kabel-Versorger also. :)

Zitat

Mein Informationsstand für Einzelhäuser, Reihenhäuser u.ä. ist daß das "Hoheitsgebiet" bzw. die Verantwortlichkeit des Providers am Übergabepunkt (im Keller) endet.

Bei WEGs in Mehrfamilienhäusern ist halt alles etwas komplizierter. Eigentümer solcher Gemeinschaftseinrichtungen ist meist die Eigentümergemeinschaft, selten der einzelne Eigentümer. Etwas anschaulicher wird das bei Wasserleitungen, Zentralheizungen, Fenstern, Jalousien usw. Ich muss meist nachschlagen, wer im konkreten Fall zuständig ist (und Störungen beseitigen lassen und bezahlen muss). Was die Kabeldosen betrifft, lasse ich lieber die Finger davon.

Gruß, Anselm

Beiträge: 3 330

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2015

Wohnort: bei Hamburg

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

120

Freitag, 24. August 2018, 13:42

Was die Kabeldosen betrifft, lasse ich lieber die Finger davon.

Mußt du ja auch nicht selbst begrabbeln.
Du wolltest aber doch bei den Verantwortlichen und anderen Benutzern Bewußtsein schaffen, was die Digitalisierung/Breitbandisierung bedeutet.
Dazu gehört der Hinweis, daß TV- & Radio-Anschluß-Buchsen per Diplexer/Frequenzweiche in der Anschlußdose obsolet sind und durch Breitbandanschlüsse ersetzt werden sollten.

MfG Kai