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391

Monday, December 24th 2018, 11:52am

Heute bekam ich das Winter/Frühjahr 2019 "Technik-Kracher" Heft von Pollin.
Das Titelblatt ziert ein "Design DAB+ und Internetradio" mit Schriftzug "Philips".
6 weitere Modelle gibt es im Heft auf Seite 64 von denen 4 als "Denver" und 2 als "DUAL" firmieren.
Ich frage mich, wer wohl das "Philips" Gerät herstellt, denn Philips hat sich schon vor etlichen Jahren von der Unterhaltungselektronik verabschiedet.
Den Lautsprechern dieser Geräte traue ich einen Frequenzbereich von 150/200 Hz bis 6/8 kHz zu.
Die Vodafone/KD Bandreite von 13,5 kHz ist dafür also eigentlich schon zuviel des Guten.
Eine Basisbandbreite von 8 kHz bei DAB+/HE-AAC v1 wäre also auch ausreichend, vielleicht sogar die 6 kHz, die in einer Fraunhofer-IIS Veröffentlichung zu SBR beispielfaft genannt werden.

Vielleicht liegt es daran, daß Vodafone und DAB+-Promotion ihre Verfahren für ausreichende Qualität halten, weil sie nur solche Geräte und deren Besitzer als Zielgruppe vor Augen haben.
In mehreren Beschreibungen ist von kristallklarem Klang, rauschfrei in CD-Qualität zu lesen.

MfG Kai
PS.: Stereo erscheint dabei auch noch reine Verschwendung von Bandbreite, denn die Geräte haben nur einen Lautsprecher.

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392

Thursday, December 27th 2018, 12:21am

Heute habe ich mal aus dem Programm DABPlayer ein bischen Audio von NDR-Info in einem mp4-File gespeichert.
Der Windows Media-Player spielt den File ab.

Audacity 2.1.2 weigert sich trotz eingerichteter ffmpeg 2.2.2 Bibliothek, den File zu laden.
Audacity erkennt die neuere Version ffmpeg 4.0.2 trotz eingetragenem Pfad nicht.

Wenn ich mit ffmpeg 4.0.2 den File in mp3 wandele, kommt die Warnung "SBR with 960 frame length is not implemented".
Der so erzeugte mp3-File hat eine Bandbreite von ca. 11,2 kHz. Das könnte also die in DAB+ kodierte Bandbreite ohne SBR sein.

Wenn ich aus dem DABPlayer direkt mp3-Files erzeuge, gibt es bei NDR-Info (DAB+ HE-AAC v1, 48 kHz, 96 kbps) 15,76 kHz Bandbreite.
Das "Low band" wird bei HE-AAC v1 mit halbierter Sample-Rate (24 kHz) verarbeitet, muß also eine Bandbreite < 12 kHz haben.

Bei der neuesten Version von ffmpeg (4.1) lese ich unter den Erweiterungen leider nichts von SBR mit Blockgröße 960.

MfG Kai

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393

Thursday, December 27th 2018, 1:16pm

Hallo Kai,

Wenn ich mit ffmpeg 4.0.2 den File in mp3 wandele, kommt die Warnung "SBR with 960 frame length is not implemented".

ich habe diesen Thread gefunden, der zwar schon Jahre alt ist, aber der letzte, jüngere Kommentar am Ende sagt:

Quoted

Meanwhile support for 960 samples/frame has been added:

Leider gleich wieder eingeschränkt:

Quoted

While the support seems to be fine for the above AAC-LC sample, according to the console warnings there is no support (yet) for SBR (HE-AAC) and/or PS (HE-AAC v2) for the 960 case.


Bei der neuesten Version von ffmpeg (4.1) lese ich unter den Erweiterungen leider nichts von SBR mit Blockgröße 960.

Leider sieht es so aus, als hätte sich hier tatsächlich nichts geändert: Die oben genannte Warnung kommt aus Zeile 823 von libavcodec/aacdec_template.c, und ist auch im aktuellen Code noch enthalten :(

Hast Du eine Möglichkeit, den Ausgabestrom vom Windows-Mplayer digital abzugreifen? Spielt er es mit oder ohne SBR ab?

Nachtrag, aus dem oben verlinkten Thread:

I will provide DAB+ samples in both LATM and MP4 format, with the necessary 960 signalling. Both are played correctly by VLC, but fail with ffplay and the mentioned error message.

Hast Du es mal mit VLC (von http://www.videolan.org/) versucht?

Viele Grüße
Andreas

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394

Thursday, December 27th 2018, 5:18pm

Hallo Andreas,

schön, daß du mal wieder etwas Zeit fürs forum hast.

AAC-LC ist das alte DAB, wie es kaum noch benutzt wird. Letzte Ausnahmen könnten (Kultur-)Programme von hr2 sein.
Das übliche ist bei DAB+ HE-AAC v1 (also mit SBR und der 960er Blockgröße). Bei v2 werden weitere Bits eingespart durch "Parametric Stereo".

Hast Du eine Möglichkeit, den Ausgabestrom vom Windows-Mplayer digital abzugreifen? Spielt er es mit oder ohne SBR ab?
Keine Ahnung, sehe nur, daß er kein Problem mit dem Abspielen hat.
Ich könnte mal ein sogenanntes "Virtual Audio Cable" installieren, um den Output wieder aufnehmen zu können, ohne ein Kabel von einem Line-out zu einem Line-in zu legen.
Mt VLC habe ich es noch nicht versucht.

Ich habe gelesen, daß zur DAB+ Decodierung die faad2-Library benutzt wird.
Kennst du die ?
Gibt es die auch als Executable für Kommandozeile oder Programm mit GUI ?

Wenn das, was ffmpeg für DAB+ mp4 als mp3 ausgibt, ein korrekter Indikator für die "Low band"-Bandbreite ist, hat auch dieses Manko zumindest einen nützlichen Informationswert, denn ich habe noch keine andere Möglichkeit gefunden, die "Low band"-Bandbreite von DAB+-Formaten herauszubekommen.

MfG Kai

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395

Thursday, December 27th 2018, 7:09pm

Hallo Kai,

ich habe zwischen den Jahren mal etwas Urlaub, und fahre erstmals seit Jahren nicht auf die Chorfreizeit über Silvester... Zeit, endlich mal wieder zumindest ansatzweise den nicht-beruflichen Interessen nachzugehen :)

Ich habe gelesen, daß zur DAB+ Decodierung die faad2-Library benutzt wird.
Kennst du die ?
Gibt es die auch als Executable für Kommandozeile oder Programm mit GUI ?


Bisher kannte ich sie nicht, aber sie ist in den Ubuntu-Paketquellen enthalten und damit leicht installierbar. Dort gibt es auch ein einfaches Frontend faad, das laut Anleitung eigentlich trivial mit faad -o outfile.wav inputfile.mp4 zu verwenden sein dürfte; sudo apt install faad genügt. Ob es das Frontend auch unter Windows gibt, weiß ich leider nicht.

Testen konnte ich es mangels passenden Material nicht.

Viele Grüße
Andreas

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396

Thursday, December 27th 2018, 8:26pm

faad2 wird aus Lizenz-rechtlichen Gründen (nur) im Source-Code bei sourceforge angeboten.
Ich traue dir zu, dafür ein python-interface zu schreiben, mit dem man die bei "rarewares" (unter "AAC Decoder") verfügbaren Binaries unter Windows (und anderswo) benutzen könnte.

Inzwischen habe ich mal die Unfähigkeit von ffmpeg zur SBR-Decodierung mit Blockgröße 960 schamlos dazu mißbraucht, aus von DAB+ Programmen erzeugten mp4-Files das in AAC-LC mit 24 kHz Sample-Rate codierte "Low band" zu extrahieren und dessen Bandbreite zu bestimmen.
Hier die beispielhaften, vielleicht typischen Ergebnisse:


Da, wo mehrere Werte als mp3-Obergrenze stehen, hatte des Ende des Spektrums einen merkwürdigen abwärts-gestuften Verlauf mit diesen Eckfrequenzen.

MfG Kai
Nachtrag: Inzwischen habe ich auf meinem Windows-PC ein Program (wieder)gefunden, daß mit faad2 decodieren und mit faac codieren kann und noch mehr.

This post has been edited 1 times, last edit by "kaimex" (Dec 28th 2018, 5:30am)


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397

Friday, December 28th 2018, 1:29pm

Hallo Kai,

unter Ubuntu 16.04.5 habe ich mal mit verschiedenen Tools experimentiert:

  • mplayer ("MPlayer 1.2.1 (Debian), built with gcc-5.4.0 (C) 2000-2016 MPlayer Team")
  • faad ("Ahead Software MPEG-4 AAC Decoder V2.7"), ein FrontEnd für libfaad2
  • vlc ("VLC media player 2.2.2 Weatherwax (revision 2.2.2-0-g6259d80)")
  • ffmpeg ("ffmpeg version N-47834-gb5e0a0fe3a-static https://johnvansickle.com/ffmpeg/ Copyright (c) 2000-2018 the FFmpeg developers"), aktuellster nightly build von gestern
  • ffmpeg in der installierten Version ("ffmpeg version 2.8.15-0ubuntu0.16.04.1 Copyright (c) 2000-2018 the FFmpeg developers")
  • Audacity 2.1.2


Die ersten drei davon (mplayer, faad und vlc) liefern eine Sample-identische Ausgabe. Mplayer verwendet faad, wie man in seiner wortreichen Debug-Ausgabe lesen kann, und vlc vermutlich dann auch. Das Spektrum geht bis rund 16 kHz, scheint also wie beabsichtigt anzukommen.

FFmpeg in der alten Version macht nichts brauchbares, liefert also keine Ausgabe, nur eine Fehlermeldung:

Quoted


[aac @ 0x191ac20] 960/120 MDCT window is not implemented. Update your FFmpeg version to the newest one from Git. If the problem still occurs, it means that your file has a feature which has not been implemented.


Der Nightly Build (also letzter Entwicklungsstand) meldet zwar auch einen Fehler wie bei Kai, gibt aber eine wav-Datei mit 24 kHz Sampling-Rate und einem Spektrum bis ca. 10 kHz aus. Die Fehlermeldung ist diese:

Quoted


[aac @ 0x67fb880] SBR with 960 frame length is not implemented. Update your FFmpeg version to the newest one from Git. If the problem still occurs, it means that your file has a feature which has not been implemented.


Audacity sagt schlicht "nicht unterstütztes Format". Wohl aber kann man damit die wav-Ausgaben der Konvertierung öffnen und eine FFT machen. Hier beide Versionen, bewusst und absichtlich auf linearer Frequenzskala, dass man das Ende besser erkennt (bevor wieder jemand meckert ;) ):



Fazit: Unter Ubuntu würde ich wie immer einfach mplayer zum Abspielen verwenden. Zur Konvertierung ist faad etwas einfacher zu benutzen, aber sonst auch identisch.

Viele Grüße
Andreas

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398

Friday, December 28th 2018, 1:46pm

Hallo Andreas,

das Ergebnis mit ffmpeg zeigt das mit AAC-LC und 24 kHz Sample-Rate verarbeitete "Low band" im DAB+ Signal (die grüne Kurve im Plot).
Die rote Kurve im Plot zeigt, was "obenrum" mit SBR (Spectral Band Replication) aus dem Low band dazu konstruiert wurde.

Was meinst du hier mit "Sample-identische Ausgabe" ?
SBR ist keine Wavform-Codierung. Die findet nur bei AAC-LC statt. Das, was oben hinzugefügt wird, ist nur "Spektrum-ähnlich" aber sicher nicht Sample-identisch.
Es wäre interessant, mal eine optimale Differenz vom Audio-Input mit dem rekonstruierten DAB+ Singal durchzuführen (optimal = minimal im Bereich des Low band).

Ich habe übrigens ffmpeg 4.0.2 benutzt. Den (und alle anderen Versionen) kann man über die Coder-Parameter des Aufrufs auffordern, anderes als WAV auszugeben.

MfG Kai

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399

Friday, December 28th 2018, 2:04pm

Hallo Kai,

Low Band und per SBR rekonstruiertes "obenrum" ist mir klar - hatte ich nicht explizit so beschrieben.

Was meinst du hier mit "Sample-identische Ausgabe" ?

Ganz einfach: Wenn ich unabhängig voneinander die gleiche aac-Quelldatei mit den drei Tools (mplayer, faad und vlc) in wav umwandle, bekomme ich dreimal identischen output. Verifiziert habe ich das, indem ich per Audacity eins vom anderen abgezogen (invertiert und addiert) habe, und das Ergebnis dann leer war:



Meine Schlussfolgerung ist, dass alle drei Tools wohl die gleiche Bibliothek (also libfaad2) verwenden.

Das, was oben hinzugefügt wird, ist nur "Spektrum-ähnlich" aber sicher nicht Sample-identisch.

Wenn die Samples im Zeit-Raum gleich sind, sollte doch auch das Spektrum im Frequenz-Raum gleich sein, oder nicht? Oder meinst Du damit, dass identischer Code zweimal ausgeführt unterschiedliche Rekonstruktionsergebnisse liefern sollte? Das fände ich seltsam.

Es wäre interessant, mal eine optimale Differenz vom Audio-Input mit dem rekonstruierten DAB+ Signal durchzuführen (optimal = minimal im Bereich des Low band).

Hm, das verstehe ich noch nicht. Wie kommst Du an den Audio-Input vor der Codierung für DAB+? Und bisher habe ich ja nur eine (immer identische) Version des rekonstruierten High-Bands, da ist ein Vergleich ziemlich langweilig ;)

Ich habe übrigens ffmpeg 4.0.2 benutzt. Den (und alle anderen Versionen) kann man über die Coder-Parameter des Aufrufs auffordern, anderes als WAV auszugeben.

Ja, das kann ganz praktisch sein - wenn es nur das Eingabeformat richtig verarbeiten könnte... Das gleiche erreicht man aber auch, wenn man z.B. lame (nichts anderes benutzt ffmpeg wohl auch) direkt die Ausgabe von mplayer oder faad verarbeiten lässt. Wenn es nicht über STDOUT und STDIN funktioniert, kann man auch eine Named Pipe verwenden: Ein Fifo-Buffer, der für beide Programme wie eine Datei aussieht. Unix ist schön :)

Viele Grüße
Andreas

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400

Friday, December 28th 2018, 3:07pm

Wenn die Samples im Zeit-Raum gleich sind, sollte doch auch das Spektrum im Frequenz-Raum gleich sein, oder nicht? Oder meinst Du damit, dass identischer Code zweimal ausgeführt unterschiedliche Rekonstruktionsergebnisse liefern sollte? Das fände ich seltsam.
Wir sprechen hier noch von verschiedenen Dingen:
Du meinst die Samples von drei Rekonstruktionsergebnissen, ich meine die Samples des unbekannten (nicht verfügbaren) Originals.
Wenn alle Programme faad2 benutzen, weil nichts anderes frei vorhanden ist, sind die Ergebnisse natürlich gleich, sofern gleiche Parameter-Einstellungen verwendet wurden. Sie können aber trotzdem im hochfrequenten Anteil sehr verschieden vom Original sein, weil nicht die Original-Waveform approximiert wurde, sondern nur das Spektrum oberhalb der Grenze des Low bands. Außerdem werden eventuell diskrete Signale hinzugefügt, wenn die Approximation allein durch (nichtlineare) Operationen auf dem Low band nicht gut genug ist.

Wie kommst Du an den Audio-Input vor der Codierung für DAB+?
Das wäre möglich, wenn man wüßte, daß ein Mediathek-File identisch wäre mit dem Input eines DAB+-Programs. Wenn es einen freien DAB+ HE-AAC v1 Encoder gäbe, könnte man einen beliebigen Test-File auf ca. 15 kHz Tiefpass-filtern, einspeisen und das Rekonstruktionsergebnis mit dem Original vergleichen.

wenn es nur das Eingabeformat richtig verarbeiten könnte
Das ist ja hier ein unverhofftes willkommenes Geschenk, weil es ohne Verrenkungen den Zugriff auf das Low band erlaubt.

Das gleiche erreicht man aber auch, wenn man z.B. lame (nichts anderes benutzt ffmpeg wohl auch) direkt die Ausgabe von mplayer oder faad verarbeiten lässt. Wenn es nicht über STDOUT und STDIN funktioniert, kann man auch eine Named Pipe verwenden: Ein Fifo-Buffer, der für beide Programme wie eine Datei aussieht.
Das ist richtig. Man spart nur Arbeitsschritte und Speicherplatz, wenn man gleich in mp3 höchster Qualitätsstufe wandeln läßt.
Die "named pipes" muß man bei Windows durch "Virtual Audio Cable"-Treiber ersetzen, die es auch als (kostenlose) Donationware gibt bei
https://www.vb-audio.com/Cable/index.htm

MfG Kai

401

Friday, December 28th 2018, 3:51pm

Wenn es einen freien DAB+ HE-AAC v1 Encoder gäbe


Es gibt doch den Nero Encoder, der ist Freeware und sollte für Vergleiche reichen.

Gruß Ulrich

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402

Friday, December 28th 2018, 5:10pm

Hallo Ulrich,

danke für den Tip.
Gehört hatte ich schon, daß es da was geben soll.
Wußte aber weder, daß er Freeware ist, noch, daß er HE-AAC v1 erstellen kann.

Download bei Nero selbst gelang eben nicht. Die wollten trotz abgewählter Zusendung von Infos und Werbung eine EMail-Adresse haben.
Das Paket (V 1.5.4 von 2010 ?) gab es aber anderswo ohne solche Bedingungen und zusätzlich eine GUI.

Wieder ein neues Spielzeug zum Ausprobieren.

MfG Kai

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403

Friday, December 28th 2018, 9:38pm

Erste Spielereien mit synthetisierten Test-Files haben zu dem Ergebnis geführt, daß der Nero-Encoder zwar HE-AAC erzeugt, aber nicht mit der ominösen Blockgröße 960 sondern wohl mit standard-mäßigen 1024. Jedenfalls hat ffmpeg mit den Ergebnissen beim Decodieren kein Problem. Man bekommt mit dem Nero-Encoder also nicht exakt das, was offenbar bei DAB+ HE-AAC v1 verwendet wird.
Den rekonstruierten Test-Files ist mit bloßem Auge anzusehen, daß die hochfrequenten Anteile der Waveform nicht mit dem Original übereinstimmen. Die Spektren zeigen auch deutliche Unterschiede.

MfG Kai

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404

Saturday, December 29th 2018, 11:47am

In Ergänzung zum Beitrag #396 (der sich leider nicht mehr editieren läßt)
nach dem Motto "2 Bilder sagen mehr als die schönste Tabelle",
hier ein Plot der Low band Obergrenze als Funktion der Bit-Rate bei Sample-Frequenz 48 kHz:


und hier die Bit-Rate dividiert durch die Low band Obergrenze:


Es werden also bei niedrigen Bit-Raten mindestens 7,1 Bit/s pro Hz spendiert.
Bei den höheren Bit-Raten wird die Audio-Qualität etwas komfortabler mit bis zu 10 Bit/s pro Hz unterstützt.

MfG Kai

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405

Friday, January 18th 2019, 8:16pm

Eine Ergänzung zum vorigen Beitrag:
Die bei DAB+ festgestellte Obergrenze des "Low band" läßt sich für die benutzten Bitraten (48, 64, 72, 96, 104, 112 kbps) und 48 KHz Sample-Rate durch folgende einfache Formel darstellen:
Obergrenze/kHz= 3/1024 * Bitrate/kbps *Fs/kHz , für Bitrate <=80 kbps
Darüber wächst die Obergrenze nicht mehr mit der Bitrate.

Zur Abwechslung mal wieder was zum digitalen Kabel-Radio:
Hannes hatte in Beitrag #300 berichtet, daß er nach der Umstellung in Hamburg den BBC Worldservice nicht mehr kostenlos bekommt.
Seine Anfrage bei der Medienanstalt MA-HSH blieb unbeantwortet.

Ich bekam vor ein paar Tagen von dort die Information, es hätte sich dabei um ein vorübergehendes Problem gehandelt. Jetzt sei BBC unverschlüsselt zu empfangen.
Schaut man allerdings in Vodafone/KDs Liste der digitalen Radio-Programme für den Standort, so findet man BBC darin nach wie vor nur unter
Pay TV: Vodafone TV Englisch
BBC World Service Radio

MfG Kai

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406

Friday, January 18th 2019, 9:15pm

Bei uns fehlt seit Kurzem der EPG von ORF2. Aber das ist TV und damit völlig OT. (Heute habe ich den Aküfi. :) )

Gruß, Anselm

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407

Tuesday, January 22nd 2019, 5:19pm

Hallo Radiohörer,

da in der nächsten Nacht in meiner Region Vodafone/KD das analoge UKW im Kabel durch digitale Übertragung ersetzt (mit auf 13,5 kHz reduzierter oberer Grenzfrequenz (das ist der Fortschritt)) habe ich eben noch schnell einen zweiten Kabel-Receiver erworben.
Es handelt sich um einen TELESTAR DIGISTAR T2 IR, Listenpreis 119 €, Internetpreis ab 79,99 €. ich mußte 44,11 € an der Kasse abgeben.
Das Teil kann angeblich DVB-T2 (verschlüsselt und frei), DVB-T1, DVB-C , hat vorn eine Kanal-Anzeige, Netzschalter, Up/Down-Tasten,
hinten Antennen/Kabel-Eingang, USB, Ethernet, HDMI, Audio Ausgang digital optisch, SCART, Audio Ausgang Cinch L/R, SmartCard Leser.

Hat jemand mit diesem Gerät negative Erfahrungen gemacht ?
Ich habe 14 Tage Umtausch/Rückgaberecht.

MfG Kai

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408

Wednesday, January 23rd 2019, 11:01am

Die "nächste" Nacht ist schon wieder Vergangenheit.
Heute morgen habe ich meinen Empfänger einen Suchlauf machen lassen, von selbst sah er dazu keine Veranlassung. Mir war aber beim Test auf dem bisherigen BBC-Kanal merkwürdiges Verhalten aufgefallen (längeres Hängen und anschließendes Zurückspringen auf Kanal 1).
Die Suche hat ihn von 9:19 bis 9:56 Uhr beschäftigt.
Wenn ich richtig gesehen habe, wurde zwischen 87,5 (oder gar 85,5) und 107,5 MHz nicht gescannt (bisheriger UKW-Bereich).
Die Anzahl der Radio-Programme ist unverändert 113. TV nun 275 statt 274.
Entgegen den Zusagen der Medien-Anstalt Hamburg/Schleswig-Holstein sind weder BBC Worldservice frei noch TIDE 96,0/Hamburger Lokalradio überhaupt verfügbar.
Delta Radio und Energy hab ich auch nicht bemerkt (aber auch "ewig" nicht analog gehört):
Im UKW-Band liefen heute morgen noch "überall" Ansagen per UKW-FM über die Notwendigkeit zur Anschaffung von DVB-C Empfängern.
Insofern ist mir unklar, ob dort vielleicht in ein paar Tagen noch digitale Radio-Kanäle auftauchen.
Dagegen spricht, daß im sonstigen Bereich zwischen 50 und ca. 300 MHz weder TV noch Radio gefunden wurde.
Oberhalb 5xx MHZ wohl auch nicht.
Anselm wird/würde vielleicht freuen, daß das Gerät nach dem Einschalten statt Radio Paloma vom bisherigen Kanal 47 nun Bayern 1 auf Kanal 1 zu Gehör bringt.

MfG Kai

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409

Wednesday, January 23rd 2019, 1:00pm

Ein Forianer rät, nichts vor dem zweiten Kaffee zu posten,
ich rate zusätzlich, nicht über "fehlende" Digital-Radio-Programme zu meckern, bevor man nicht ein zweites Gerät in Betrieb genommen hat.
Das habe ich in der Zwischzeit getan.
Das erste war ein renkforce 1510C HD (Hausmarke conrad).
Eben noch den gestern dort erworbenen, wo früher die "nicht blöden" eingekauft haben.
Beim Auspacken des TELESTAR DIGISTAR T2 IR fiel auf, daß die Fernbedienung identisch mit der des renkforce ist.
Ähnlichkeiten setzten sich bei der Inbetriebnahme fort. Ganz am Anfang kann man wählen, ob das Gerät für DVB-T2 odr für DVB-C verwendet werden soll.
Dann macht das Gerät einen Restart und bietet danach Suchlauf an. Nach Start war das Erscheinungsbild auf dem Bildschirm identisch mit dem des renkforce.
Dann ging es jedoch zügiger voran. Nach ca. 3 1/2 ... 4 Minuten war es erledigt (renkforce: 37 Min).
Die Suche förderte 129 (statt 113) Radio-Programme zutage, den letzten Stand bei TV hab ich glatt übersehen.
Dieses Gerät hat also 16 zusätzliche Radio-Programme gefunden.
Dafür habe ich noch keine Erklärung.
Erfreulicherweise sind darunter TIDE 96,0 , auch Delta Radio und Energy 97,1 sowie weitere Hamburger Stadtsender.
BBC Worldservice allerdings nur verschlüsselt.

Hat jemand eine Idee, wieso 2 Geräte zu so unterschiedlichen Ergebnissen kommen ?

MfG Kai

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410

Wednesday, January 23rd 2019, 9:52pm

Am Nachmittag habe ich dem renkforce 1510C HD eine zweite Chance gegeben, alle digitalen Radio-Programme zu finden. Es kamen aber wieder nur 113 raus, also 16 zuwenig.
Am späten Nachmittag haben ich bei der Vodafone/KD Support Hotline angerufen, weil deren Internetseite mit dem Problem-Thema "Mein DVB-C Receiver kann die 16 neuen unverschlüsselten Radio-Programme des Pakets 'Vodafone TV-Erlebnis' (so heißen die dort tatsächlich) nicht finden" nichts anfangen konnte. Ein sehr bereitwilliger Mitarbeiter versuchte, mir zu helfen. Eine Erklärung konnte aber nicht gefunden werden. Immerhin verriet er, daß nach den ihm zugänglichen Informationen zwei der fehlenden Programme bei 122 MHz untergebracht seien, die anderen wohl bei 562 MHz. Dann verhalf er mir noch zu einer EMail-Adresse, zu der ich mein(e) Anliegen schicken könnte.
Am noch späteren Nachmittag hab ich meinen allerersten Digital-Receiver, den DC220KKD von PACE, reaktivert. Den mußte ich vor einigen Jahren ausmustern, weil er bei nächtlichen Mitschnitten stotternden Ton lieferte. Nach Anschluß meldete er sofort "Neue Kanäle gefunden" und bot NIT-Analyse + Kanalsuche an. Das hab ich dankbar angenommen. Nach ca. 8 Minuten war er fertig und hatte auch 129 Radio-Programme gefunden, wieviele TV-Programme konnte ich nicht erhaschen, denn er versäumte keine Zeit, auf TV-Empfang umzuschalten.
Jetzt dachte ich natürlich, er sei zum gleichen Ergebnis wie der TELESTAR DIGISTAR gekommen. Bei Überprüfung der gefundenen neuen Sender, fehlte dort jedoch TIDE 96,0/Hamburger Lokalradio. Der Vergleich wurde dadurch weiter erschwert, daß die Programm-Reihenfolge eine recht andere war und die Nummerierung der Kanäle nicht fortlaufend sondern mit Sprüngen erfolgte.
Es verdichtet sich damit aber der Eindruck, daß der renkforce nicht kann oder nicht will.

MfG Kai

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411

Thursday, January 24th 2019, 2:38pm

Moin aus Hamburg!

Durch Kai angeregt habe ich meinem Vistron VT 855 einen erneuten Sendersuchlauf befohlen, das Ergebnis habe ich als txt-Datei angehängt. Seit Oktober haben einige Sender andere Nummern bekommen, aber der Umfang hat sich nicht verändert. Alle Sender sind empfangbar, BBC fehlt immer noch. Hat jemand eine ähnliche Liste aus Hamburg oder gar Uhlenhorst zum Vergleich? Legen andere Empfänger die Sender auf andere Kanalnummern?

Eine lästige Angelegenheit ist, dass ich alle Sendernamen abtippen musste, um mir eine Übersicht zu verschaffen. Vodafon bietet zwar an, für die eigenen Adresse die Verfügbarkeit von Sendern zu ermitteln, aber die Darstellung ist schwer durchschaubar. Oder- kennt jemand eine verlässliche Übersicht?

Gruß

Hannes
Hannes has attached the following file:
Meine Elektronik-Kenntnisse: Ich löte nach Zahlen :)

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412

Thursday, January 24th 2019, 3:14pm

Meine drei Geräte machen verschiedene Kanallisten. Bei manchen Geräten hängt das sogar noch von Optionen ab. Das ganz neue TELESTAR DIGISTAR T2 IR war defaultmäßig auf LCN= AN eingestellt. Der Verkäufer hatte mich zwar davor gewarnt, aber zu Hause hatte ich das schon wieder vergessen. Die Folge war, daß die Kanalnummerzählung bei 850 begann. Bei >270 TV-Kanälen laufen die Nummern dann bis >1120 hoch. Das Gerät zeigt jedoch Kanalnummern nur 3-stellig an. Die vorderste der 4 LED-Anzeigen zeigt "C" bei TV und "A" bei Radio. Aber auch auf einem angeschlossenen Monitor wird links die Kanalnummer nur 3-stellig angezeigt, sah allerdings nach den oberen 3 Digits aus. Noch schlimmer wurde es bei Kanälen >1017; da wurde bei allen rechts oben 65535 angezeigt, auf dem LED-Display 535 und links auf dem Monitor wohl 553. MaW, das Gerät kann nicht mit Zahlen oberhalb 1017 umgehen.
Erst nach Hinweis des Hersteller-Supports, daß es wohl besser funktioniert, wenn man LCN auf AUS stellt, war das Gerät überhaupt für TV zu gebrauchen. Bei Radio ging es wegen 850+128=978 gerade noch gut.
Keines der Geräte kann die Liste per USB auf einem angeschlossdenen Stick speichern.
Die Liste bei Vodafone gibt es wohl auch als Druckversion, die du dann als PDF speichern kannst, wenn du einen Pseudo-PDF-Drucker installiert hast oder der Browser oder das Betriebssystem das selbst schon unterstützt. Das ist dann aber wohl auch eine Bildchenliste, keine einfache Textliste. Ich muß für meine beiden Gebrauchsgeräte das ganze zweimal eintippen, oder mir den Luxus gönnen, vom neuesten noch ein zweites Exemplar zu kaufen und das andere beiseite zu stellen.

Ich nehme die Gelegenheit war, hier allgemein kund zu tun, daß die nach Abschaltung von UKW in der Nacht zum 23.1.2019 auf dem neuen Gerät in Erscheinung getretenen neuen bzw ersten 16 Kanäle , die ich auf dem vorigen Gerät nicht zu sehen bekam und bekomme (insofern weiß ich nicht, ob einige davon vorher schon existierten) bei mir totenstill sind (wie die verschlüsselten Pay-"TV"-Kanäle) (bei Vodafone heißt alles "TV"). Letzte Nacht waren außerdem die 3 DLF-Programme DLF, DLF Kultur & DLF Nova von ca. 01:12 Uhr an stumm. Erst gegen 03:20 sah ich auf DLF Kultur wieder Signal. Eine Abfrage per Internet, ob an meinem Ort eine technische Störung vorläge ergab: Keine Störung an Ihrer Adresse. Ich war anderer Meinung, bzw. eine mutwillige geplante Abschaltung, die mir vorher nicht angekündigt wird, betrachte ich auch als Störung.

Von einem der offenbar trainiert werden soll, sich zu ärgern,
MfG Kai

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Friday, January 25th 2019, 1:16pm

Neues aus der UKW-Ersatz-Forschung:

Mein DIGISTAR T2 IR bringt inzwischen alle freien Radio-Kanäle zu Gehör.
Das schafft sogar mein (ur)alter PACE DC220KKD mit einer Ausnahme: er findet TIDE 96,0 nicht, obwohl der sich im gleichen Multiplex befindet wie 15 andere, die er listet.
16 neue digitale Kanäle nach der Analog-Abschaltung befinden sich im Multiplex bei 122,0 MHz.
Die findet mein renkforce 1510C HD (conrad Hausmarke, Software- und Fernbedienungs-indentisch mit TELESTAR DIGISTAR im August gekauft) nicht.
Er sucht erst von ca. 300 - 862 MHz, setzt dann von 107,5 MHz nach oben fort, prüft bei 114,5/121,0/121,5/128,5/... und findet da nix.
Heute behauptete er, es gäbe 112 Radio-Kanäle (vorgestern und vor der Abschaltung 113), Der DIGISTAR meldet 129. Der PACE 128.

MfG Kai

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Friday, January 25th 2019, 7:12pm

Heute morgen habe ich eine Support-Anfrage wegen der Fehlfunktion des renkforce 1510C HD an Conrad-Electronic geschickt. Davor hab ich mich erst noch schlapp gesucht auf deren Internet-Seiten nach einer EMail-Adresse für technischen Support. Fand ich nicht, gibt as anscheinend nicht. Deshalb hab ich die Mail an eine andere Info-Adresse von conrad geschickt.
Heute Abend lag eine Antwort vor. Gekürzt zusammengefaßt: Man habe keine Zeit für technische Beratung und im Übrigen gäbe es alle Informationen und Kundenbewertungen zum Gerät auf den Internetseiten . Man sei sicher, damit alle meine Fragen beantwortet zu haben.

Ich kann deshalb vom Kauf eines solchen Gerätes nur abraten.

Um über den Ärger hinweg zu kommen, habe ich heute Nachmittag ein zweites Exemplar des TELESTAR DIGISTAR T2 IR gekauft, auch mit der Hoffnung, bei zwei gleichen Geräten nur eine gemeinsame Programmliste zu benötigen. Die Realität sah anders aus: Das zweite Gerät überspringt einen "Pay-TV"-Radio Kanal namens "Klassik Radio Movie", Kanal 49 beim ersten Exemplar. Infolgedessen stimmen die Kanalnummern nur bis 48 überein, darüber unterscheiden sie sich um eine Position.

Noch eine Anmerkung zu Hannes seinem VT855. Ich nehme an, das ist das auch von Vodafone/KD empfohlene/angebotene DVB-C "Radio".
Soll bei conrad in der Filiale ~59 € kosten.
Gestern sagte mir ein Herr von Vodafone-Support, das könne man dort für 39 € bekommen. Der Fachverkäufer bei conrad meinte dazu, es seien schon Kunden aufgetaucht, die vermeldeten, daß Vodafone monatlich 39 € für das Gerät abgebucht habe.

Man kann so allerlei erleben
Kai
Nachtrag: Leider vorhin vergessen: Da es keinerlei Info gab, ob bereits ein Software Update für das renkforce Gerät verfügbar sei, habe ich es am späten Nachmittag per LAN-Kabel am Internet-Router angeschlossen und im Setup die Option "Update per ftp" gestartet. Nach kurzer Zeit kam die Meldung "Update failed, Version 3.2" o.ä.. 3.2 ist die Software Versionsnummer. Ich gehe davon aus, daß die Meldung bedeutet, es gibt nichts Neueres.

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Saturday, January 26th 2019, 12:33pm

Um auch mal was Positives über conrad zu sagen:
Der technische Support findet durch die Kulanz der Mitarbeiter in den Filialen statt, die auch Monate nach Kauf nach glaubhaftem Vortrag einer Fehlfunktion noch Geräte tauschen und sogar gegen Erstattung des Kaufpreises zurücknehmen. (Ob das auch bei online-Kauf so ist, weiß ich nicht).
Ich hatte ca. im April 2017 einen ersten DVB-C Ersatz-Empfänger für den stotternden PACE DC220KKD gekauft. In den nächsten Wochen fiel mir auf, daß das Gerät trotz Abstellen des von der EU verlangten Wechsels in den Standby-Zustand nach geraumer Nichtbedienung sich nachts einfach in den stummen Energie-Spar-Zustand versetzte. Das konnte ich nicht gebrauchen während vierstündiger automatischer Aufnahmen von DLF Kultur. Also getauscht in ein anderes Gerät im Mai 2017. Das hat längere Zeit gut funktioniert, bis es im August 2018 auch mit diesem Unfug anfing. Also wieder zur Filiale und nochmal getauscht. So kam ich zu dem renkforce Gerät, das jetzt durch nicht vorhandene Empfängnisbereitschaft bei 122 MHz auffiel, wo Vodafone 16 der digitalen Ersatzprogramme für das abgeschaltete UKW untergebracht hat.
Ich hab mein Geld wieder, und bin um Erfahrungen ?reicher? .

MfG Kai
PS.: Übrigens, man kann aus der Tatsache, daß es beim Geräte-Hersteller (oder Importeur) einen technischen Support gibt, nicht schließen, daß der das auch tut für Geräte unter anderem Handelsnamen. Sogar bei Geräten mit Originalnamen habe ich erlebt, daß die Firma jede Zuständigkeit abstritt und auf eine dritte Firma zeigte (auf deren Seiten das Gerät garnicht vorkam), so geschehen beim Opticum XC80.

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Saturday, January 26th 2019, 1:08pm

Moin aus Hamburg!

dem Conrad-OT Kais schließe ich mich kurz an:

Kulanz habe ich bei den Mitarbeitern in HH-Wandsbek häufig nur positiv erlebt, auch Umtausch von Gerätschaften, deren Rechnung nicht mehr vorlag. - Andererseits macht sich die Conrad-Geschäftsführung augenscheinlich daran, Ressourcen zu sparen, vergl. u. a . Kais Beitrag oben. Seit letztem Jahr bezog ich den Conrad-Infobrief per Email und fand dort häufig interessante Informationen: es steckte richtige redaktionelle Arbeit dahinter. Seit Anfang diesen Jahres wurde der Inhalt massiv eingeschränkt und besteht überwiegend nur noch aus links auf Heise. Weiterhin hörte ich aus berufenem Munde, dass noch in diesem Jahr die Filiale in HH-Altona geschlossen wird. Außerdem wurde angeblich die Conrad-Gesellschaftsform geändert (mit welchem Ziel ?( :thumbdown: )

An anderer Stelle hatten wir die Folgen des zunehmenden Internethandels diskutiert ...

OT Ende

Grß

Hannes
Meine Elektronik-Kenntnisse: Ich löte nach Zahlen :)

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Sunday, January 27th 2019, 8:30pm

Neues aus der Vodafone/KD Beobachtung:

Seit Mittwoch, 23.01.2019 ist bei mir in Süd-Holstein UKW im Kabel abgeschaltet und durch DVB-C Kanäle ersetzt.
Ich habe eben mal alle fast alle 129 Kanäle auf einem TELESTAR DIGISTAR T2 IR durch gescannt, und auf einem PC mit Spektrum-Analyzer-Programm (VA2011) die obere Frequenzgrenze des Audio-Signals notiert. Dabei kam dies raus:
Kanäle | obere Frequenzgrenze ca.
1 - 4 : ca. 15,2 kHz, Ersatz für UKW Programme
5 - 7 : ca. 15 kHz, Ersatz für UKW Programme
8 : 15,5 kHz, Radio Hamburg Cityfunk
9 - 11: ca. 15,1 kHz, Ersatz für UKW Programme
12 : 15,4 kHz, dito
13 - 14 : 13,5...13,6 kHz, NDR 1 Welle Nord (Ost & Süd)
15 - 16 : 15,1 kHz, NDR 2 & NDR Info, vormals UKW
17 - 25 : 13,5 kHz, Bayern Programme
26 - 50 : stumm/verschlüsselt
51 - 106 : 13,5...13,6 kHz
107 - 114 : stumm/verschlüsselt
115 : sieht unbeschränkt aus, geht teilweise bis über 18 kHz, ist Radio Horeb ("Leben mit Gott")
116 : 15 kHz, ERF Plus
117 : still, BBC Worldservice verschlüsselt, laut Mitteilung der MA-HSH unverschlüsselt zu empfangen
118 : 16,7 kHz, sunshine LIVE, vormals UKW
119 : 15 kHz, Klassik Radio
120 : 16,6...17 kHz, RTL Radio
121 : 15,8 kHz, Radio Paloma
122 : 12,5 kHz, JAM FM
123 : still/verschlüsselt, METROPOL FM
124 : 15,5 kHz, radio B2 Schlager
125 : 12,9 kHz, MEGA Radio
126 : 9 kHz, Unser Ding
127 : 12,8...12,9 kHz, Bremen Next
128 & 129 stehen noch aus

Die große Mehrheit der Programme wird also nur mit etwa 13,5 kHz Bandbreite übertragen.
Einige lokale bzw. vorher analog verbreitete gibt es mit 15 kHz, gelegentlich etwas mehr.
Völlige Ausnahme-Erscheinung ist Radio Horeb mit anscheinend nicht per Tiefpass begrenztem Frequenzgang, der in Spitzen bis 18,8 kHz beobachtet wurde.

MfG Kai

Nachtrag:
128 : 9 kHz, antenne Saar, französisch
129 : 13 kHz, WDR 2 Ostwestfalen-Lippe

Nachtrag2: Nach Erbsenzählung ergibt sich folgende Bilanz:
1 Kanal mit > 18 kHz
20 Kanäle mit >=15 kHz << 18 kHz
71 Kanäle mit 12,5 ... 13,5 kHz << 15 kHz
2 Kanäle mit 9 kHz
35 verschlüsselte Kanäle.

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Saturday, February 2nd 2019, 10:25pm

Wer selbst mal unangestrengt Live Spektrum seiner Radio-Programm-Quellen angucken möchte (oder anderes), dem kann ich folgendes Programm empfehlen:
AudioAnalyser (2017.03) von Sebastian Dunst.
Gibt es umsonst bei
http://softsolutions.sedutec.de
Hier ein Screenshot, angefertigt beim Lauschen an WDR 3 aus dem Kabel von Vodafone/KD bei der Live-Übertragung des WDR-Jazzfestes aus Gütersloh bzw. Bielefeld:

Die horizontale Achse ist zwecks besserer Erkennbarkeit der oberen Grenze des Spektrums auf linear eingestellt,
FFT Size auf 4096, Blackman-Harris Window, Num AvG : 8, Max Hold auf On
Dann sieht man einerseits das über 8 Durchgänge gemittelte Spektrum und die Kurve der Maximal-Werte seit Start.
Daran kann man wunderbar die Obergrenze ablesen.
Hier liegt das Knie vorm steilen Abfall bei 13,5 kHz, die fast senkrechte Oberflanke bei etwa 13,75 kHz.
Man kann aus dem File-Menu als "Beweismittel" auch einen Screenshot anfertigen, muß dazu jedoch das vor dem Programm-Fenster aufpoppende File-Window zur Seite schieben, weil der Shot erst beim Speicher-Click losgeht.

MfG Kai

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Sunday, February 3rd 2019, 12:41pm

Hier eine ganz aktuelle Tabelle der Bandbreiten aller bei mir frei empfangbaren DVB-C Radio-Kanäle im Kabel von Vodafone/KD:


und drei weitere Beispiele des Spektrums. Zwei Extremfälle mit der kleinsten und größten Bandbreite:

Das ist "Unser Ding" mit nur 8,9 kHz

Hier das andere Extrem: Radio Horeb ohne erkennbare steile obere Begrenzung


Und ein lokales Programm (NDR Info), das mit den UKW-üblichen 15 kHz übertragen wird:


Merkwürdigerweise gibt es andere lokale (NDR) Programme, die nur mit 13,5 kHz gebracht werden.

MfG Kai
kaimex has attached the following file:

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Tuesday, February 12th 2019, 10:44pm

Auf den Seiten von Deutschlandradio
https://www.deutschlandradio.de/wichtige…ng.3859.de.html
ist Folgendes zu lesen:

"Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia hat zum 22.01.2019 die Verbreitung der Deutschlandradio-Programme in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen eingestellt.

Sie empfangen uns in diesen Regionen auf dab+, UKW, DVB-S, als Onlinestream oder über die Dlf Audiothek App. "

Ohne weitere Erläuterungen.
Das vermittelt den Eindruck, als sei das erlebtes Schicksal.
Hier im Norden hat die Medien-Anstalt Hamburg-Schleswig-Holstein (MA-HSH) angesichts der in letzter Zeit durchgeführten Abschaltung der UKW-Übertragung im Kabel-Netz verkündet, es sei mit den Betreibern verabredet, daß danach alle UKW-Programme als DVB-C verfügbar sein werden.
Das trifft nicht zu für den BBC-Worldservice, den es derzeit wie vorher schon nur als Zusatz-Kosten-pflichtiges "Englisches Pay-TV" gibt. Es gibt allerdings ein frei empfangbares BBC-TV-Nachrichten-Programm.

Da fragt man sich, ob die Medienanstalten dem Treiben der Netzbetreiber nur hilflos zusehen, oder ob es denen und dem Deutschlandradio selbst "Wurscht" ist, ob DLF, DLF Kultur und DLF Nova auch noch im Kabel vertreten sind.

MfG Kai