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331

Freitag, 14. Dezember 2018, 00:11

Hallo Kai!

Deine Forschungsarbeiten sind sehr interessant.
Dazu hatte ich mir bisher keine Gedanken gemacht, was man so alles messen kann. :thumbsup:
MfG
Dietmar

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332

Freitag, 14. Dezember 2018, 01:58

Hallo Dietmar (und sonstige Leser),

freut mich, daß du das interessant findest.
Ich bin selbst überrascht, was man da so entdeckt (und was ich erst nicht glauben mochte).
Heute habe ich versucht, den gestrigen Fehler wettzumachen, also einen Mitschnitt der DVB-C Version von BR-Klassiks Jazztime ohne störendes Tiefpassfilter anzufertigen zwecks Vergleich mit der Bandbreite der Mediathek-Version.
Zunächst wieder der Hüllkurven-Vergleich mittels Audacity:

Oben ist der DVB-C Mitschnitt,
darunter die Version aus der Mediathek.
Beide Files wurden auf einen Spitzenwert von -0,2 dB skaliert.
Auch hier ist zu sehen (allerdings nicht so ausgeprägt wie in den gestrigen Beispielen), daß das DVB-C Signal über einen Kompressor (Optimod?) ging,
und daß hinten an der Mediathek-Version noch "Bonus-Material" dranhängt.

Nun die über die gesamten File-Längen gemittelten Spektren:

Die Mediathek-Version (rot : Spitzenwerte, blau : Effektivwerte)


Die DVB-C Version

Hier zur besseren Erkennung des Unterschiedes ein Zoom in das obere Ende der Spektren:

Die Mediathek-Version (blau) geht also bis etwa 16,6 kHz ,
die DVB-C Version (rot) bis etwa 13,5 kHz.
Eigenartig auch das rote Plateau bei etwa -82 dB zwischen 13,75 ... 19,5 kHz.
(Nicht die 19,5 kHz Grenze, die kommt von einem "unvermeidlichen" Tiefpass im System).
Wär mal interessant, ob andere das Plateau auch sehen. Die naheliegendste (aber peinliche) Erklärung wäre ein quadratischer "Klirr" im System.

Offene Fragen zur 13,5 kHz Grenze:
1. Ist das ein BR-Klassik typisches Phänomen ?
2. Ist das ein Vodafone/KD typisches Phänomen ?

Die auch schon beim DLF aufgefallene Kompressor(?Optimod?)-Praxis wirft diese weitere Frage auf:
Werden vorproduzierte Sendungen in einem verlustlos komprimierten Datenformat abgelegt bevor sie über die Kompressoren rausgehen oder wird etwa aus ökonomischen Gründen das mpeg-Signal (wie in der Mediathek verfügbar) darüber geschickt ?
Letzteres könnte die hörphysiologisch begründete Datenreduktion im mp3-File unerwünscht als Artefakte über die Hörbarkeitsschwellen heben.

MfG Kai

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333

Freitag, 14. Dezember 2018, 06:42

Sehr interessante Meßergebnisse.

Wenn man bedenkt, daß die alte HiFi Norm Bandgeräte bis 12,5 kHz spezifizierte und der UKW Analogrundfunk bis 15kHz reichte, ist das doch ein beachtlicher Fortschritt.
Gruß
Manfred

2 x Grundig TS 1000. Jeweils wahlweise als 2Spur, 4Spur oder Autoreverse. Beide mit Dolby, drahtloser Fernbedienung, mit Op-Amp Ausgang zur Impedanz und Pegelanpassung und jetzt neu....die VU Meter zeigen Hinterband an. Tägliche Verwendung: Grundig SXV 6000, Grundig ST 6000, CF5500-2,TS 1000, Grundig A5000 und Dual 731Q an Canton Plus E Subwoofer. Werkstatt: Grundig V 5000, T6500 und Revox B77/HS. Im Esszimmer: Grundig V5000, T5000, CF 5500 und Grundig CF 5500-2./size]

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334

Freitag, 14. Dezember 2018, 17:40

Hallo,
ich habe mal frühere Mitschnitte von Musiksendungen von DVB-C Programmen aus dem Kabel von Vodafone/KD bezüglich ihres spektralen Endes angeschaut.
Daraus ergibt sich zu Frage 1 "ist die 13,5 kHz Obergrenze ein BR-Klassik Phänomen ?" folgendes:
DLF : ..............ebenso, Mediathek-Version bis 15,7 kHz
DLR Kultur : ......ebenso
NDR-Info : ........ebenso
Radio Bremen 2 : ebenso
Mitschnitte von WDR 3 und rbb Kulturradio hab ich auch irgendwo, weiß nur nicht welche es sind, weil mir das bislang nicht notierenswert erschien.

In letzter Zeit habe ich nur Sendungen des Hamburger Lokalradios per UKW aus dem Kabel von Vodafone/KD aufgenommen.
Deren Spektrum endet bei etwa 14,9 kHz. Das ist aber der Einsatz des von mir selbst bislang "default-mäßig" eingesetzen Tiefpasses. Deshalb ist nicht klar, ob da noch mehr möglich wäre.

Es wäre also mal interessant zu testen, ob die genannten Programme in anderen Kabelnetzen als DVB-C mit höherer Bandbreite angeboten werden oder ob das System-typisch zu sein scheint.

MfG Kai

335

Freitag, 14. Dezember 2018, 18:29

Dann teste mal WDR 3, ob nun notierenswert oder auch nicht.

BR-Klassik über DVB-S Stereospur (also nicht AC3)



WDR 3 über DVB-S Stereospur



Beide Beispiele gesammelte Spitzenwerte über ca. einer Minute.

Gruß Ulrich

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336

Freitag, 14. Dezember 2018, 19:05

Hallo Ulrich,
danke für deine Plots. Das sieht ja besser aus.
Hier ein Test-Spektrum von WDR 3 per DVB-C aus dem Kabel von Vodafone/KD geringfügig außerhalb Hamburgs in Schleswig-Holstein.
Es handelt sich um einen etwa 2-minütigen Jazzmitschnitt von eben (14.12.2018, ca. 18:42...44 Uhr).


Auch hier liegt das obere Ende bei ca. 13,5 kHz.

Gönnt Vodafone/KD den jungen Hörern nicht mehr ?
Ich selbst leide nicht so sehr darunter, denn bei der letzten Hörkurvenmessung war kurz oberhalb 10 kHz Schluß.

MfG Kai
Nachtrag: Aus diesen Beobachtungen reduzierter Audio-Bandbreite ergibt sich eine neue Frage:
Besteht nach Einstellung des "analogen UKW" im Kabel nicht nur ein Anspruch an den Kabeldienstleister, daß die bisherigen analogen Radioprogrammen als DVB-C Audio verfügbar werden (so die Antwort der Medienanstalten) sondern darüber hinaus, daß dies mit mindestens gleicher Qualität, also auch Audio-Bandbreite geschieht ?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »kaimex« (15. Dezember 2018, 10:12)


337

Samstag, 15. Dezember 2018, 12:56

Ein Beispiel hab ich noch, wieder BR-Klassik, aktuell laufende Sendung (Divertimento).

Normaltonspur



AC3



Ich kann bei diesen beiden Beispielen übrigens keinen relevanten Unterschied hören.

Gruß Ulrich

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338

Samstag, 15. Dezember 2018, 13:26

Hallo Ulrich,

was ist mit "Normaltonspur" gemeint, also woher bezogen ? Woher stammt die AC3-Version ?
Ob man einen Unterschied hört, hängt natürlich davon ab, wo die eigene Alters-bedingte Hörgrenze liegt.
Einen Unterschied zwischen 15,5 kHz und fast 20 kHz werden wohl nur ganz junge Menschen wahrnehmen.

Ich hab schon überlegt, ob ich noch eine Sat-Schüssel brauche, oder mich erstmal bei der lokalen Medienanstalt und Vodafone/KD beschwere wegen der klammheimlichen Reduktion der oberen Frequenzgrenze

Gerade eben habe ich mal die Verzögerung von DVB-C Audio gegenüber terrestrischem UKW bestimmt für zwei Programme:
Obere Grenzfrequ: UKW | DVB-C
NDR-Info : 2,99 s, 15 kHz | 13,5 kHz
DLF........: 2,474 s, 15 kHz | 13,5 kHz

MfG Kai

339

Samstag, 15. Dezember 2018, 13:34

Mit "Normaltonspur" meine ich MP2 48kHz 320kbps.

Mit den hörbaren Unterschieden meint ich auch nicht die Bandbreite sondern die Dynamik, die Zeiten in denen ich 15kHz noch hören konnte sind auch schon etwas länger vorbei.

Ich kann gerne mal ein Beispiel aufzeichnen und zu Demozwecken hochladen, nur um die Auswertung zu vergleichen.
Das kann als MP2 und/oder AC3 getrennt erfolgen (das geht dann nicht gleichzeitig) oder als TS Transportstream, das ist dann MP2 und AC3 gleichzeitig und muss dann mit einem passendem Programm wieder getrennt werden.

Gruß Ulrich

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340

Samstag, 15. Dezember 2018, 15:05

Mir ist immer noch nicht klar, woher du das beziehst und wo es solche Wahlmöglichkeiten gibt.
Aus den Mediatheken der Programm-Anbieter kommt nach meinen bisherigen Erfahrungen immer nur ein vorbestimmtes Format.
Viele benutzen mp3 mit 44,1 kHz Abtastrate und 128 kbit/s Bitrate. DLF benutzt AAC (LC, also ohne SBR) mit etwa 128 kbit/s .

MfG Kai

341

Samstag, 15. Dezember 2018, 15:21

Ich schrieb doch weiter oben DVB-S, also Satellit Astra 1M 12266 MHz Horizontal, der sogenannte ARD Digital Transponder.
Ich zeichne grundsätzlich direkt auf, ohne Trans- oder Recodierung.
Es gibt auch Kabelsegelschaften die diese Signal ohne Recodierung umsetzen, Vodafone gehört leider nicht dazu.

Gruß Ulrich

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342

Samstag, 15. Dezember 2018, 15:39

Das war mir nicht klar, weil ich bisher mit DVB-S bzw. überhaupt mit Satelliten noch nix zu tun hatte.

Noch eine Korrektur zur vorigen Aussage über DLF Mediathek-Files: es handelt sich um AAC in mp4-Files.

Inzwischen hab ich versucht, die Zeitverzögerung zwischen Kabel-UKW und DVB-C zu messen anhand der Signale von NDR-Info und DLF.
Es ergibt sich ein uneinheitliches Bild:
Obere Grenzfrequ: Kabel-UKW | DVB-C
NDR-Info : 1,907 s, 15 kHz | 13,5 kHz. Eine zweite Messung ergab 2,402 s
DLF........: 0,44 s, 13,5 kHz | 13,5 kHz

Das könnte bedeuten daß lokal verfügbare Programme (NDR-Info) anders behandelt werden als ferne (DLF).

MfG Kai

343

Samstag, 15. Dezember 2018, 15:44

Mal eine Gegenfrage, wie kommt denn DVB-C bei dir in den Rechner?

Gruß Ulrich

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344

Samstag, 15. Dezember 2018, 16:18

Garnicht, das war nur verkürzte Ausdrucksweise für
DVB-C Empfänger -> Analog-Ausgang -> Line-In am PC.
Ich nehme also analog auf ->WAV->mp3 (on the fly) mit 48 kHz Samplerate in VBR 0 (höchste Qualitätsstufe), wobei ein in LAME aktivierter 15 kHz Tiefpass dafür sorgt, daß keine Bits für "Schmutz" oberhalb 15 kHz zu Lasten der Qualität des unteren Bereiches verschwendet werden.

Mein schlichter Empfänger hat keinen S/PDIF Ausgang, der PC keinen S/PDIF Eingang.
Ich hab mal ein S/PDIF - USB Interface ausprobiert an einem früheren Empfänger. Die Kombination war jedoch bezüglich Austeuerung sehr unbefriedigend (immer weit unter 0 dBFS).

MfG Kai

345

Samstag, 15. Dezember 2018, 16:35

Das ist ja technisch gesehen der "Worst Case" :)
Selbst über S/PDIF wäre es noch ungünstig. Wie trennst du die Einflüsse vom DA Umsetzer im Receiver, der AD Umsetzung im Rechner, der Codierung vom tatsächlichem Inhalt der DCB-C Information?
Da muss man halt doch ein wenig tiefer in die Tasche greifen und wenigstens einen DVB-C Receiver kaufen der direkt (über USB) und ohne Transcodierung auf ein digitales Medium aufzeichnen kann.

Gruß Ulrich

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346

Samstag, 15. Dezember 2018, 16:59

Das sehe ich pragmatischer.
Das was aus dem DVB-C Receiver analog rauskommt, geht normalerweise über Verstärker und Kopfhörer oder Lautsprecher auf die Ohren und man ist zufrieden.
Die heutigen PCs haben ein HD-Audio-Interface (zB die weit verbreiteten von Realtek) von mehr als ausreichender Qualität.
Wenn man bei der Verkabelung nicht schlampt, wird man den Unterschied zwischen der Ausgabe vom PC und der vom DVB-C Empfänger nicht wahrnehmen, obwohl er meßbar sein mag.
Der Qualitätsverlust ist auf jeden Fall kleiner als der bei Aufzeichnung mit einem Tonbandgerät.

Ich gehöre nicht zu den Leuten, die glauben, sie könnten den Sauerstoffgehalt ihrer Lautsprecherkabel hören und ob eine High-End-Audio-taugliche Sicherung im Sicherungskasten steckt.

Trotzdem, falls du einen DVB-C-Stick oder einen früheren DVB-T-Stick kennst, der mit geeigneter Software DVB-C als digitalen Daten-Strom in den Rechner bringt, will ich gern die Anschaffung erwägen.
Um eine "Transcodierung/Dekodierung" kommt man nie herum. In die Ausgabe-Buffer des Audio-Interfaces kommt immer das PCM=WAV-Signal.

MfG Kai

347

Samstag, 15. Dezember 2018, 18:13

Mir geht es auch gar nicht um klangliche Erwägungen, es geht mit nur darum das gesendete "Original" zu erhalten. Nebenbei erwähnt bleiben so auch die in der MP2 Datei getunelten RDS Daten erhalten.
Die kann man so aus der Datei nachträglich wieder auslesen. Das kann dann so aussehen:



Das ist dann auch Pragmatismus.

Die Möglichkeit bietet jeder bessere DVB-C Receiver oder auch Fernseher mit integriertem DVB-C bzw DVB-S.
Auch nahezu jeder DVB-C oder DVB-S USB Stick oder auch eine interne DVB Karte mit geeigneter Software (z.B. DVB-Viewer) hat diese Möglichkeit.

PS: Natürlich kann man ohne Dekodierung nichts hören, eine Transkodierung ist aber ein Schritt weiter.

Nachtrag: Ein angenehmer Nebeneffekt ist es mehrere Programme gleichzeitig aufnehmen zu können, sie müssen sich nur auf dem gleichen Transponder, auf der gleichen Frequenz befinden. Das geht mit DVB-S genauso wie mit DVB-C.
Ein Beispiel, dort werden 5 Programmen gleichzeitig aufgezeichnet, die Senderliste links wird automatisch auf die verfügbaren Programme reduziert.



Gruß Ulrich

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »uk64« (15. Dezember 2018, 19:42)


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348

Sonntag, 16. Dezember 2018, 06:53

Ich gehöre nicht zu den Leuten, die glauben, sie könnten den Sauerstoffgehalt ihrer Lautsprecherkabel hören und ob eine High-End-Audio-taugliche Sicherung im Sicherungskasten steckt.

:D

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Sonntag, 16. Dezember 2018, 10:52

Hallo,
was ist das für eine Mediathek aus der man Radiosendungen herunterladen kann? Leider kenne ich so etwas nur für Fernsehen.
Gurß, Jürgen

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Sonntag, 16. Dezember 2018, 11:38

Hallo Jürgen,

das ist bei jedem Radio-Programm anders "geregelt". Insofern kann man das nicht mit einer Beschreibung erklären.
Man muß dazu auf den Internetseiten des Programms rumstöbern. Manchmal gibt es explizit einen Menü-Punkt Mediathek (der aber oft TV-orientiert ist), oft hilft es, erstmal nach der gewünschten Sendung zu suchen. Hat man sie gefunden, gibt es entweder einen Button "anhören" o.ä. oder zB ein illustrierendes Bild oder Foto. Manchmal hat das in der rechten unteren Ecke einen Button zum "Nachhören", manchmal hilft in das Bild reinclicken und ein Startbutton erscheint. Manchmal gibt es auch garnix, wie zB bei dem BR-Klassik Konzert, an dem du die reduzierte Bandbreite beobachtet hattest. Das ist dann eine der Sendungen, die aus irgendwelchen Gründen (Lizenzrechte ?) nicht nachhörbar sind.
Mit den Nachhör-Buttons wird eine Wiedergabe in Realtime gestartet, die du allerdings auch wieder stoppen und restarten kannst.
Den Stream kann man wohl auch in einen File lenken (zB mit VLC oder anderen Tools).
Als Rentner hat man bekanntlich wenig Zeit und möchte lieber den ganzen File aus der Mediathek schnellstmöglich auf die Festplatte schaufeln. Das wird so gut wie nicht angeboten, ist aber trotzdem möglich (solange das von den Anbietern nicht verhindert wird). Dazu muß sich ein bischen schlau machen, wie man aus dem, was "normal" möglich ist, zu der Adresse des Files kommt. Das geht meist mit den Informations-Optionen des Internetbrowsers beim "normalen" Abhören, jedenfalls mit dem von mir benutzten Forefox.
Ist aber auch bei den Anbietern mal so, mal anders, mal einfacher, mal etwas diffiziler.
Wenn man die Adresse hat, muß man nur noch ein Consolen-Fenster öffnen und kann zB mit ffmpeg (oder wget) den File downloaden und erforderlichenfalls in ein anderes Format umwandeln.
Letzteres kann nützlich sein, wenn der angebotene File nicht mp3 sondern aac in mp4 ist (DLF) oder noch schlimmer. Im Prinzip kann man damit auch aus einem Video die Tonspur rausziehen und als mp3 speichern lassen.
Wenn du ein konkretes Beispiel hast, kann ich schaun, ob das so geht und mal erläutern. Es würde aber zu weit führen, alles, was mir da bislang begegnet ist, zu beschreiben.
Da ist möglicherweise auch taktische Vorsicht angebracht, damit diese Zugänge nicht blockiert werden, wenn alle zum schnellen Download übergehen.

MfG Kai

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Montag, 17. Dezember 2018, 13:01

Danke für die Antwort. Das deckt sich mit meinen Erkenntnissen.
Gruß, Jürgen

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Montag, 17. Dezember 2018, 14:15

Es wäre in diesem Zusammenhang aufschlußreich, wenn auch in den Netzen anderer Kabeldienstleister Messungen der gelieferten Audio-Bandbreite durchgeführt würden.
Das kann jeder tun, der einen PC mit Audio-Interface hat und einen DVB-C Empfänger.
Man muß nur ein paar Minuten Musik mit ordentlichem Hochtonanteil (also nicht gerade ein Bass- oder Bratschen-Solo) aufzeichnen und danach das Spektrum anschauen und speichern oder einen Screenshot davon machen.
Das geht zB alles mit dem kostenlosen Programm Audacity, das für Windows, Linux und Apple-Rechner verfügbar ist.
Als Project Rate (SampleRate) stellt man zweckmäßig 48 kHz ein. Das findet man im Menü
Edit -> Preferences -> Quality -> Default Sample Rate.
Ist die Aufnahme "im Kasten", clickt man das File-Window an oder wählt mit der Mouse einen zu analysierenden Abschnitt, und clickt im Menü auf
Analyze -> Plot Spectrum
Das aufpoppende Window läßt sich auf die gesamte Displaybreite aufziehen, um bequem mit dem Mouse-Cursor die obere Grenze des Spektrums ablesen zu können.
Normalerweise schaut man sich Spektren über logarithmischer Frequenzskala an. In diesem Fall eignet sich die lineare Skalierung aber doch besser zum Ablesen.
Bei den Optionen von Audacity's "Frequency Analysis" Window sind wären als Größe/Size 8192 und als "Function" Blackman window" eine gute Wahl.

Sollte sich herausstellen, daß in anderen Kabelnetzen mindestens UKW-typische Bandbreiten von 15 kHz oder mehr verfügbar sind, wären wohl gute Voraussetzungen gegeben, Vodafone/KD aufzufordern, gleiches zu tun.

MfG Kai

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353

Montag, 17. Dezember 2018, 15:18


Sollte sich herausstellen, daß in anderen Kabelnetzen mindestens UKW-typische Bandbreiten von 15 kHz oder mehr verfügbar sind, wären wohl gute Voraussetzungen gegeben, Vodafone/KD aufzufordern, gleiches zu tun.

Solange Du das Signal nach analog und zurück nach digital wandelst, wäre ich da sehr vorstichtig mit Aussagen. Bitte erst mal den Stream direkt aufzeichnen und analysieren. Vielleicht hat ja Dein Empfänger ein Problem.


Viele Grüße

96k

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354

Montag, 17. Dezember 2018, 15:27

Bitte erst mal den Stream direkt aufzeichnen und analysieren.

Wenn du mir verrätst, wie man das mit welchen Geräten macht, kann ich das gerne (wenn zu angemessenen Konditionen erschwinglich) versuchen.
Jürgen/Olav246 hatte durch seine Messung den Anstoß gegeben. Wäre ein großer Zufall, wenn er den gleichen Empänger hätte.
Das läßt sich auch dadurch klären, daß weitere Mitleser mit ihrer jeweiligen Empfängern Vodafone/KD "auf den Zahn fühlen".

MfG Kai

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355

Montag, 17. Dezember 2018, 15:33

Bitte erst mal den Stream direkt aufzeichnen und analysieren.

Wenn du mir verrätst, wie man das mit welchen Geräten macht, kann ich das gerne (wenn zu angemessenen Konditionen erschwinglich) versuchen.

Hat Ulrich doch schon geschrieben:


Die Möglichkeit bietet jeder bessere DVB-C Receiver oder auch Fernseher mit integriertem DVB-C bzw DVB-S.
Auch nahezu jeder DVB-C oder DVB-S USB Stick oder auch eine interne DVB Karte mit geeigneter Software (z.B. DVB-Viewer) hat diese Möglichkeit.


Grüße

96k

PS. Wobei einige TV-Geräte die Aufzeichnungen verschlüsselt ablegen.

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Montag, 17. Dezember 2018, 16:23

Ich habe einen einfachen DVB-C Empfänger mit HF-Eingang für das Signal aus dem Kabel, sowie einer Scart-Buchse, aus dem man das analoge Stereo oder 2-Kanal Signal entnehmen kann, und einer HDMI-Buchse, aus der man möglicherweise ein S/PDIF Signal entnehmen kann. Das "rohe" undekodierte DVB-C Signal gibt es nicht und ich hätte auch keine Software, die das verarbeiten könnte.
Das S/PDIF Signal hilft auch nicht weiter, denn dem könntest du ebenso "unterstellen", daß mein Receiver beim Dekodieren von DVB-C -> S/PDIF Mist macht.
In den technischen Daten des Gerätes bezieht man sich auf die Einhaltung ISO 13818-1 beim Demultiplexing sowie die Verfahren für Video bis zu HD und Audio mpeg-1 & mpeg-2 , Layer I und II.

Es ist einfacher und gleichwertig, wenn andere Interessierte mit ihren Geräten den Bandbreiten-Test für Vodafone/KD wiederholen.
Wenn mit allen Geräten eine obere Frequnezgrenze von 13,5 kHz sichtbar wird, ist wohl der Schluß gerechtfertigt, daß hier etwas geliefert wird, was nicht der UKW-Audio-Bandbreite von 15 kHz äquivalent ist.

MfG Kai

357

Montag, 17. Dezember 2018, 16:40

Suche nacheinem PVR fähigen DVB-C Receiver mit USB, die Wahrscheinlichkeit ist dann sehr hoch, das er die MP2 Datei direkt (ohne Transcodierung nach MP3) aufzeichnen kann und man sie auch dem Receiver herausbekommt. Sowas bekommt man schon für 50€.
Eine Altenative ist ein DVB-C USB Stick, die Dinger sind aber selten geworden. Damit ist man nicht von der mitgelieferten Software abhängig.

Gruß Ulrich

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358

Montag, 17. Dezember 2018, 16:54

Danke für die gut gemeinten Rastschläge.
Ich bin aber nicht bereit, 50 € für eine Wahrscheinlichkeit auszugeben.
Mir selbst bringt das ganze auch garnix, weil meine Hörgrenze zwischen 10 und 11 kHz liegt.
Meine Messungen waren "aufklärerisch" gemeint.
Ich hatte bislang keine Grund, daran zu zweifeln, daß mein Empfänger in der Lage ist, mpeg mit maximal 48 kHz Sample-Rate in Audio mit einer Bandbreite bis zu 20 kHz zu wandeln.
Testen kann ich es leider nicht.
Wenn sonst niemand bereit ist, zur Aufklärung in dieser Angelegenheit beizutragen, kann das Thema ad acta gelegt werden.
Dann muß man aber auch weiterhin in der Ungewißheit leben, ob man hier vom Dienstleister "beschissen" wird, oder Pech mit dem gekauften Empfänger hat,
oder zu DVB-S wechseln.

MfG Kai

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Montag, 17. Dezember 2018, 17:08

Danke für die gut gemeinten Rastschläge.
Ich bin aber nicht bereit, 50 € für eine Wahrscheinlichkeit auszugeben.

Wenn Du lieber den PC anschaltest, eine Aufnahmesoftware programmierst, das Aufnahmeformat prüfst, den Empfänger programmierst, die Aufnahmeeinstellungen im Windows-/Linux-Mixer prüfst, der Aufnahmedatei dann von Hand einen Namen gibst, anstatt einfach bei einem Empfänger mit PVR-Funktion im EGP eine Sendung auswählst und auf Timer drückst, damit die gewüschte Sendung auf einer SD-Karte oder einem USB-Stick landet, auch wenn der Empfänger bis dahin im Standby ist, dann ist Dir nicht zu helfen.


Grüße und schöne Feiertage

96k

360

Montag, 17. Dezember 2018, 17:15

Ich hab es ja schon einmal geschrieben, Vodafone Recodiert. So werden aus dem ursprünglichem MP2 mit 320 kbps MP2 mit192kbps.
Unitymedia macht das zur Zeit noch nicht. Wenn aus Unitymedia doch noch Vodafone werden sollte ist es vielleicht vorbei.
Man kann sich den Kabelanbieter ja auch nicht aussuchen ohne umzuziehen.

Gruß Ulrich