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31

Montag, 21. November 2011, 10:45

´
Wie ich schon schrieb, für den Zweck kommt man auch ohne ASIO klar. Der Vorteil bei dem System ist -wenn ich es richtig begriffen habe- dass diverse Sachen in Windows umgangen werden, um Bittungenauigkeiten zu vermeiden. Mit ASIO gibt es (angeblich) keine Bitfehler, was sich natürlich bei mehrfachem hin- und herkopieren positiv auswirkt.

ASIO ist übrigens eine Entwicklung von Steinberg.
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.

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32

Montag, 21. November 2011, 11:12

@ Jens:

Zitat

Der Grund warum ich sie mir überhaupt gekauft hatte, waren die von Dir angesprochenen TOSLINK-Anschlüsse.
Ja, war bei mir der gleiche Grund. Bisher bin ich zufrieden, die Töne kommen so ohne Abstriche auf die Platte, dann auf CD. Ich kann da nur dem Frank beipflichten.

Muß gestehen, daß ich die analogen Eingänge noch nie ausprobiert habe. Wegen des alten DAT 55 ES habe ich bisher drauf verzichten können. Computer und analoge Musik(eingänge) sind für mich kein Thema.:pc:

Heribert

33

Montag, 21. November 2011, 14:27

Hallo Heribert,

aha, Du wandelst also vorher mit dem SONY-DAT. Darüber hatte ich auch schon nachgedacht ob das so einfach möglich ist. Leider lässt sich mein SONY DTC-670 bei analogen Aufnahmequellen nicht von 48 kHz auf 44,1 kHz umschalten. Also müsste man dann die Daten wieder von 48 kHz Abtastfrequenz auf 44,1 kHz nachträglich im PC herunterrechnen. Das gefällt mir nicht so ganz. Welchen Weg gehst Du da?

Gruß Jens

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34

Montag, 21. November 2011, 19:21

Da ich jetzt wieder etwas Zeit habe hier noch etwas Senf von mir.

ASIO: Bei der Verwendung des Windows Soundsystems durchläuft das Signal fast immer eine Abtastratenwandlung, auch bei gleicher Abtastrate. Hinzu kommt der schlecht zu bedienende und für eine richtige Digitalisierung sinnfreie Windowsmixer.
Einige Hersteller versuchen eine bitgenaue Übertragung ohne ASIO zur Verfügung zu stellen, was aber nicht immer funktioniert.
Gibt man der Soundkarte digital den Takt vor, z.B. S/P-DIF in mit 48kHz mit Sync auf diesen Eingang, muß ein Versuch der Aufnahme in 44,1kHz mit einer Fehlermeldung abbrechen.
Läuft die Aufnahme einfach so und "fehlerfrei", würde ich von dem System Abstand nehmen. Erfolgt die Aufnahme in 48kHz und hat nur die falsche Abtastrate im Header , kann man über die Verwendung vorsichtig nachdenken.

Wer bei analoger Technik nicht auf eine Einmessung je Bandsorte verzichtet, täglich die Tonköpfe reinigt und alles unter 19cm/s 2 Spur für unbrauchbar hält, der sollte nicht mit digitalen Bastellösungen anfangen.

Eine günstige ASIO-Software ist REAPER [1], die auch als Demoversion alle Funktionen zur Verfügung stellt.


Pegelanpassung/Verstärkung:

Passen die Rahmenbedingungen, dann spricht nichts dagegen, da es sehr viel Zeit braucht um den maximalen Pegel einer LP zu finden.
Die nachträgliche Verstärkung von 16Bit-Aufnahmen ändert zwar den Pegel der Aufnahme, verschlechtert aber die Qualität durch unnötige Rundungsfehler (die Rundungsfehler entstehen schon einmal bei der Aufnahme, dann nochmals bei der Verstärkung) und durch die nicht voll genutzten 16Bit.
Als Alternative erfolgt die Digitalisierung in 24 Bit mit ca. 12 dB Übersteuerungsreserve. Danach erfolgt dann die Verstärkung auf -1dBFS und die Reduzierung auf 16Bit.


LP-Qualität vs. OnBoard-Soundkarten:

Auf einer guten LP ist mehr drauf als man mit 44,1kHz/16Bit und OnBoard-Soundkarten speichern kann. An den 44,1/16 kommen wir beim gewünschten Anwendungsfall nicht vorbei, aber diese Behelfseingänge gehen IMHO gar nicht.
Natürlich darf jeder so seine analogen Quellen digitalisieren, nur wundert mich das ganze Gerede von besseren analogen Klang einer Bandmaschine/Schallplatte nicht mehr.


Welche Soundkarte:

Für einen Rechner mit PCI wäre meine Empfehlung die "M-AUDIO DELTA AUDIOPHILE 2496" [2], oder die "M-AUDIO DELTA AUDIOPHILE 192" [3]. Brummprobleme kann es aber auch hier geben.
Beides sind aber Recordingkarten und haben Festpegeleingänge. Die "DELTA AUDIOPHILE 2496" ist umschaltbar zwischen -10dBu und +4dBu, bei der "M-AUDIO DELTA AUDIOPHILE 192" müsste ich erst nachlesen. Die "M-AUDIO DELTA AUDIOPHILE 192" hat auch symmetrische Eingänge und Ausgänge.
Zu den USB-Karten kann ich nicht viel sagen, da mir USB-Audio zu problembehaftet ist. Es gibt aber auch externe Karten, die auch ohne USB-Verbindung zum Rechner als A/D-D/A-Wandler laufen. Damit könnte man per TOSLINK brummfrei in den Rechner, sofern man sich 2 Soundkarten leisten möchte.


Workflow:

Ich würde die Digitalisierung mit fs=96kHz und 24Bit durchführen, auch wenn das Ergebnis eine CD werden soll. Die 24Bit bringen die benötigte Aussteuerungsreserve, die 96kHz eine Qualitätsreserve für die Umrechnung nach 44,1kHz.
Eine direkte Aufzeichnung in 44,1kHz halte ich mit heutiger Hardware für problematisch, da diese i.d.R. immer mit der höchsten Abtastrate läuft und nur der Treiber die Abtastrate umrechnet. Das geschieht aber nicht in der maximal möglichen Qualität. Auch lassen sich Kratzer oder andere Störgeräusche mit fs=96kHz viel besser erkennen/bearbeiten.

Die Aufnahme wird dann auf den gewünschten Pegel hochgerechnet (z.B. -1dBFS).

Will man die Aufnahmen auch in der originalen Qualität behalten, z.B. um die LP selbst vom Rechner zu hören, so würde ich die Datei nun in einzelne Tracks schneiden und erst dann den nächsten Schritt durchführen. Soll es wirklich nur eine CD werden, dann könnte man erst nach 44,1/16 konvertieren und mit Feurio [4] eine CD erstellen.

Für die Konvertierung nach 44,1/16 verwende ich das kostenlose Tool SSRC. Eine GUI gibt es hier [5].
Meine Empfehlung: Als Dither "Triangular spectral shape" und "SSRC_HP.exe" verwenden.


Das Thema CD-Brennqualität bei vielen aktuellen DVD-Brennern spreche ich jetzt mal nicht an, das ist ein eigenes Thema.


Ein paar allgemeine Anmerkungen:

Natürlich geht's auch einfacher, kein Frage. Nur sollte man Folgendes nicht vergessen:
Nur weil man etwas digital macht, bedeutet das nicht, daß man es gut macht.
Digitale Audiotechnik hat sehr viele Vorteile, wie z.B. das verlustfreie Kopieren. Eine Manipulation der Daten (Abtastratenwandlung, Pegelumrechnung, Frequenzgangbearbeitung usw.) bedeutet immer eine auch eine Verschlechterung der Klangqualität. Es hängt von der Implementierung ab, ob diese Verschlechterung hörbar wird.
Einen Workflow für digitale Audiobearbeitung sollte man mit der gleichen Sorgfalt planen wie bei der Verwendung analoger Technik. Niemand würde ein Programm auf einer "Compact Cassette" zusammenstellen und das Ergebnis als Master für eine Tonbanddemonstration mit 38cm/s verwenden.

Digitale Audiotechnik macht andere Fehler als analoge Audiotechnik. Möchte man keine weitere Qualitätsverschlechterung, dann darf man die Fehler nicht miteinander "verrechnen".


Gruß

96k


[1] http://www.reaper.fm/index.php
[2] http://www.thomann.de/de/m-audio_delta_audiophile_2496.htm
[3] http://www.thomann.de/de/maudio_delta_audiophile_192.htm
[4] http://www.feurio.de/
[5] http://www.holliesoft.de/software/ssrcgui.htm

Edit: Kleine Schönheitskorrektur am Text

35

Dienstag, 22. November 2011, 08:32

Zitat

Michael Franz postete
b) Phono-Pegel verstärkerseitig etwas reduziert, um überhaupt aussteuern zu können.
c) Aufnahmeregler bei Audacity bei 0,1 (also gerade mal einen Strich offen), noch ein Strich (0,2), schon bin ich im roten Bereich
Das klingt nach Vorverstärkung für Mikrofonempfindlichkeit des Eingangs. Wenn es eine Möglichkeit gibt die Verstärkung zu reduzieren (im Windows Mischer, Treiber oder BIOS), wäre das Punkt b) vorzuziehen.

Zitat

Michael Franz postete
d) die entstehende Aufnahme müsste, um auf 0db zu kommen um ca. 5 db verstärkt werden. (Lt. Anzeige im Menü "Verstärkung")
e) Ich wähle eine Verstärkung (ohne Clipping zu erlauben) auf -1 db

...

Folgende Fragen habe ich im Moment:

a) was ist von der Verstärkung zu halten, die nach der etwas verhaltenen Aussteuerung erfolgt?
b) Ist das ein geeignetes Mittel oder zieht es Nachteile mit sich?
c) Bis zu welchen Werten kann, sofern überhaupt, bedenkenlos verstärkt werden?
d) ist -1 db okay, zuwenig, zu hoch oder gibt es "übliche" Werte?
Pro Bit verdoppelt sich der mögliche Dynamikumpfang, das entspricht 6dB. 16 mal 6 = 96 dB theoretischer Dynamikumfang bei 16 Bit.
Wenn man die Signalspitzen zwischen -6 und unter 0 dBfs aussteuert, hat man alle Bits verwendet.
Hebt man 6 dB-weise den Pegel digital an, werden die Quatisierungsstufen einfach verdoppelt ohne, daß es zu Rundungsfehlern kommt.
Beim Resampeln oder mp3-Kodierung kann es zu Ungenauigkeiten kommen, die den Spitzenpegel verändern. Je nachdem, was man noch vor hat, ist es nicht verkehrt etwas Headroom zu lassen.

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36

Dienstag, 22. November 2011, 09:17

Hi Jens,

wie ich schon geschrieben hatte, verarbeitet die terratec-Karte bei Win-XP sowohl 44,1 kHz als auch 48 kHz S/P DIF. Deswegen gibt der PC auch keine Fehlermeldung ab. Der New Wave Editor zeigt 44,1 kHz an und zeichnet sie auf.

Dieser (ältere !) PC für Musik/Videobearbeitung ist ansonsten offline, und mit WinXP kann ich ohne Murren arbeiten.

Jawohl, der Sony DAT 55 ES wandelt nur in 48 kHz - Rate um. Ist aber eben kein Problem. Ich hatte die terratec-Karte wegen dieses Features gekauft. Der alte (defektes Laufwerk!) DAT hat eine hervorragende Spitzenwertaussteuerung, es macht einfach Freude damit, A-D zu wandeln...

Klangliche Beeinträchtigungen zwischen dem Original (meistens eigene Liveaufnahmen) auf der A77 und gebrannter CD habe ich noch nicht hören können.

Heribert

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37

Dienstag, 22. November 2011, 13:00

Hallo,

wen es interessiert, hier das Handbuch der Terratec-aureon 5.1:

ftp://ftp.terratec.de/Audio/Aureon/Aureon5.1PCI/Manual/Aureon5.1PCI_Manual_DE.pdf

Dort ist u. a. auch nachzulesen, daß die Sampling-Frequenzen 44,1 kHz oder 48 kHz umschaltbar sind. Es findet also keine automatische Umschaltung nach der Eingangsquelle statt, was für die Qualität der Aufzeichnungen wohl nur förderlich sein kann.

Zitat: "S/PDIF ist ein digitales Signal das keine Regelung der Verstärkung ermöglicht."

Auch diesen Satz habe ich mit Befriedigung gelesen... So hat das Betriebssystem keine Möglichkeit, in das Musiksignal einzugreifen und zu verschandeln.:space:

Heribert

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38

Mittwoch, 23. November 2011, 01:41

Zitat

VITC postete

Zitat

Michael Franz postete
d) die entstehende Aufnahme müsste, um auf 0db zu kommen um ca. 5 db verstärkt werden. (Lt. Anzeige im Menü "Verstärkung")
e) Ich wähle eine Verstärkung (ohne Clipping zu erlauben) auf -1 db

...

Folgende Fragen habe ich im Moment:

a) was ist von der Verstärkung zu halten, die nach der etwas verhaltenen Aussteuerung erfolgt?
b) Ist das ein geeignetes Mittel oder zieht es Nachteile mit sich?
c) Bis zu welchen Werten kann, sofern überhaupt, bedenkenlos verstärkt werden?
d) ist -1 db okay, zuwenig, zu hoch oder gibt es "übliche" Werte?
Pro Bit verdoppelt sich der mögliche Dynamikumpfang, das entspricht 6dB. 16 mal 6 = 96 dB theoretischer Dynamikumfang bei 16 Bit.
Wenn man die Signalspitzen zwischen -6 und unter 0 dBfs aussteuert, hat man alle Bits verwendet.
Hebt man 6 dB-weise den Pegel digital an, werden die Quatisierungsstufen einfach verdoppelt ohne, daß es zu Rundungsfehlern kommt.
Das ist aber kein Beispiel aus der Praxis, da die benötigte Verstärkung selten 6dB beträgt. Und um eine Verstärkung von 6dB bei 16Bit ohne Clipping durchführen zu können, darf das Quellmaterial maximal 15Bit nutzen. Es werden also nur 32.767 von 65.535 möglichen Werten genutzt.

24Bit: 16.777.215 (8.388.607 bis -8.388.608)
16Bit: 65.535 (32.767 bis -32.768)
15Bit: 32.767 (16.383 bis -16.384)

Bei einem Spitzenwert von -6dBFS ist der Rest des Musiksignals aber "mindestens" nochmal 6dB leiser.

14Bit: 16.383 (8.191 bis -8.192)

Die Aufnahme in 24Bit mit nachträglicher Konvertierung auf 16Bit hätte im o.g. Aussteuerungsbeispiel "mindestens" die doppelte Auflösung einer direkten 16Bit Aufnahme, sofern die Verstärkung vor der Wandlung in den Wertbereich von 16Bit durchgeführt wird.

Wir können uns auch gern mal den Amplitudenverlauf von Klassik ansehen und dann nochmal nachrechnen ... ;-)


BTW: Ich habe Dein Beispiel mit Audition (Dither abgeschaltet) nachgestellt:

1. Testsignal (Sinus) erzeugt. Abtastwert Nr. 10=7.086, Maximalwert=14.301.
2. Verstärkung um 6dB.
3. Ergebnis: Abtastwert Nr. 10=14.138 (soll 14.172), Maximalwert=28.534 (soll 28.602).

Traue also keiner Software ohne Prüfung.


Zitat

VITC postete
Beim Resampeln oder mp3-Kodierung kann es zu Ungenauigkeiten kommen, die den Spitzenpegel verändern. Je nachdem, was man noch vor hat, ist es nicht verkehrt etwas Headroom zu lassen.
Der von Michael angesprochene Wert von -1dBFS ist praxistauglich. 0,1dBFS sind IMHO zu wenig, da über den Umweg MPEG 1 Layer 3 (MP3) schon 0,2dB dazu kommen können.


Zitat

Heribert W postete
Hi Jens,

wie ich schon geschrieben hatte, verarbeitet die terratec-Karte bei Win-XP sowohl 44,1 kHz als auch 48 kHz S/P DIF. Deswegen gibt der PC auch keine Fehlermeldung ab. Der New Wave Editor zeigt 44,1 kHz an und zeichnet sie auf.

Zitat

Heribert W postete
Jawohl, der Sony DAT 55 ES wandelt nur in 48 kHz - Rate um. Ist aber eben kein Problem. Ich hatte die terratec-Karte wegen dieses Features gekauft.

Zitat

Heribert W postete
wen es interessiert, hier das Handbuch der Terratec-aureon 5.1:

ftp://ftp.terratec.de/Audio/Aureon/Aureon5.1PCI/Manual/Aureon5.1PCI_Manual_DE.pdf

Dort ist u. a. auch nachzulesen, daß die Sampling-Frequenzen 44,1 kHz oder 48 kHz umschaltbar sind. Es findet also keine automatische Umschaltung nach der Eingangsquelle statt, was für die Qualität der Aufzeichnungen wohl nur förderlich sein kann.
Du gehst also mit fs=48kHz vom Dat in den Rechner, Deine Aufzeichnung läuft mit fs=44,1kHz fehlerfrei, aber eine Abtastratenwandlung soll nicht im Signalweg sein
Wie bitte ist das möglich? Kommt bei Dir der Heilige Geist mit einem Wunder vorbei?

BTW: Eine Abtastratenwandlung ist keine automatische Umschaltung.


Zitat

Heribert W postete
Zitat: "S/PDIF ist ein digitales Signal das keine Regelung der Verstärkung ermöglicht."

Auch diesen Satz habe ich mit Befriedigung gelesen... So hat das Betriebssystem keine Möglichkeit, in das Musiksignal einzugreifen und zu verschandeln.
[_] Du hast das Problem verstanden
[X] Du willst diesen Thread bitte nochmal lesen


Gruß

96k

39

Mittwoch, 23. November 2011, 14:37

Zitat

96k postete
Du gehst also mit fs=48kHz vom Dat in den Rechner, Deine Aufzeichnung läuft mit fs=44,1kHz fehlerfrei, aber eine Abtastratenwandlung soll nicht im Signalweg sein
Wie bitte ist das möglich?
Hallo 96k,

genau um diesen Punkt geht es mir ja. Deswegen habe ich noch nicht versucht, das so auszuprobieren, denn wo 48 kHz Samplingrate rauskommt, geht in den Rechner auch 48 kHz rein. Ich bräuchte aber auch die 44,1 kHz, also müsste man es von 48 kHz auf 44,1 kHz umwandeln. Ob das softwaretechnisch nicht mit Nachteilen behaftet ist vermag ich nicht zu beurteilen.

Gruß Jens

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40

Donnerstag, 24. November 2011, 12:55

Hallo Jens,

leider habe ich im Netz keine Infos über Deine Soundkarte (Yamaha DS-1?) gefunden. Aufgrund des Alters der Karte vermute ich aber, daß Dein DAT die bessere Lösung ist.
Die benötigte Abtastratenwandlung macht das Tool "SSRC" sehr gut.

SSRC gibt es hier: http://shibatch.sourceforge.net/download/ssrc-1.30.tgz
Eine GUI dazu hier: http://www.holliesoft.de/software/ssrcgui.htm

SSRC und die GUI einfach in ein Verzeichnis entpacken und die GUI starten.

Meine Empfehlung: Die Option "Benutze SSRC_HP.exe" verwenden und als Dither "Triangular spectral shape" auswählen.


Gruß

96k

PS. Abtastratenwandlung ist nicht per se böse, es gibt jedoch sehr oft sehr schlechte Implementierungen. Auch sollte man diese nicht grundlos durchführen.
Hat Dein DAT hochwertige Wandler, so kann das eine gute Lösung sein. Probiers doch mal aus und berichte.

41

Donnerstag, 24. November 2011, 15:28

Hallo 96k,

ich habe mir den Sourcecode mal unter Linux compiliert. Ich nutze ja so gut wie kein Windows mehr. Die Compilierung ist mit einigen Warnungen verlaufen, aber fehlerfrei, das Programm lässt sich im Terminal starten. Ich werde in den nächsten Tagen mal damit probieren, nach Deinen Tipps vorzugehen.

Ein Script zu schreiben, was mehrere Dateien nacheinander bearbeitet, sollte ich auch noch hinbekommen. ;) Danke erst einmal für den Hinweis!

Gruß Jens

42

Donnerstag, 24. November 2011, 15:41

Zitat

96k postete

1. Testsignal (Sinus) erzeugt. Abtastwert Nr. 10=7.086, Maximalwert=14.301.
2. Verstärkung um 6dB.
3. Ergebnis: Abtastwert Nr. 10=14.138 (soll 14.172), Maximalwert=28.534 (soll 28.602).

Hmmm, rechnen wir doch mal nach.
Abtastwert 10 mit dem Wert 7086 wird um 6dB "verstärkt".
Das ist dann

7086 * 10^(6/20) = 14138 (letzte Stelle gerundet)

Maximalwert

14301 * 10^(6/20) = 28534 (letzte Stelle gerundet)

6dB sind halt nur ungefähr Faktor 2, die "Software" rechnet innerhalb ihrer Genauigkeit somit korrekt.

Das ich die Sache auch allgemein etwas entspannter sehe ist bekannt, dazu schreibe ich hier nichts mehr.

Gruß Ulrich

Beiträge: 789

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43

Freitag, 25. November 2011, 11:43

Zitat

uk64 postete
6dB sind halt nur ungefähr Faktor 2, die "Software" rechnet innerhalb ihrer
Genauigkeit somit korrekt.
Danke Ulrich,

dies zeigt sehr schön wie "gefährlich" Vereinfachungen sein können.


Zitat

uk64 postete
Das ich die Sache auch allgemein etwas entspannter sehe ist bekannt, dazu
schreibe ich hier nichts mehr.
Siehst Du es nur entspannter oder hörst Du das auch entspannter? ;-)


Gruß

96k

44

Dienstag, 6. Dezember 2011, 16:42

Ich hole den Thread nochmals hoch. :)

Was bringt es eigentlich für Nachteile, wenn ich über den DAT-Recorder digitalisiere und das lediglich als MP3 oder in einem anderen (mehr oder weniger komprimierten) Audioformat haben möchte? Das 44,1 kHz-WAV wird doch nur dann benötigt, um die Digitalisierung wieder auf eine CD zu brennen, denn nur so ist diese abspielbar.

Aber ansonsten - ist das "nicht völlig Wurscht" ;) - oder?

Gruß Jens

45

Dienstag, 6. Dezember 2011, 17:37

´
Soweit ich weiß, ja - aber ich weiß ja nicht alles.

Mit meiner Software nehme ich das wie auch immer in den Rechner gebrachte Signal auf, und entscheide mich sofort ob z. B. *.wav oder welche Bitrate in *.mp3. Egal in welchem Format ich dann gespeichert habe, kann ich die Datei später wieder in die Software laden und mit "speichern als*.x123" in dem dann gewünschten Format speichern oder mit entsprechenden Programmen umwandeln. Aber das ist nicht immer notwendig, so wandelt Nero VI in der Option "Audio CD erstellen" automatisch und beschreibt die CD in *.wav bzw. richtiger *.cda. Insofern würde *.wav nicht mal zum brennen gebraucht

Aber bei den heutigen, günstigen Preisen für Speicherplatz speichere ich eigentlich immer als *.wav.
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.

46

Dienstag, 6. Dezember 2011, 18:32

Hallo Frank,

alles was bei mir von der Platte kommt wird als WAV gespeichert. So kann ich das Rohmaterial noch eventuell nachbearbeiten. Eine Umwandlung "gleich in MP3" kommt für mich gar nicht in Frage, das wird später gemacht.

Gruß Jens

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47

Dienstag, 6. Dezember 2011, 18:51

Ich mach das auch so, vom Plattenspieler der einen eingebauten Vorverstärker vom Werk her schon hat, geht es direkt zur Soundkarte des Computers. Dann in Wave ....um eine CD zu erstellen, wird von Nero umgewandelt auf CD...geht wunderbar. Fürs Handy unterwegs wird Mp3 gewandelt...Gruß, Holger
Jede Tonbandmaschine ist ein kleines Wunder!

Maschinen:Telefunken M -15 A, und M-20.... 1 X Philips 4420... Uher Report 4000-L ,(Mono)
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48

Dienstag, 6. Dezember 2011, 22:32

Zitat

esla postete
Ich hole den Thread nochmals hoch. :)

Was bringt es eigentlich für Nachteile, wenn ich über den DAT-Recorder digitalisiere und das lediglich als MP3 oder in einem anderen (mehr oder weniger komprimierten) Audioformat haben möchte? Das 44,1 kHz-WAV wird doch nur dann benötigt, um die Digitalisierung wieder auf eine CD zu brennen, denn nur so ist diese abspielbar.

Aber ansonsten - ist das "nicht völlig Wurscht" ;) - oder?

Gruß Jens
Hallo Jens,

was genau ist Deine Frage? Meinst Du die Abtastrate des DAT (fs=48kHz)?
Wenn Du keine Audio-CDs machen willst bringen Dir die 48kHz nur Vorteile.


Gruß

96k

49

Mittwoch, 7. Dezember 2011, 01:44

Zitat

96k postete
Wenn Du keine Audio-CDs machen willst bringen Dir die 48kHz nur Vorteile.
Hallo 96k,

genau das war meine Frage - und Deine Antwort dazu! :bier:

Gruß Jens