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Wednesday, November 16th 2011, 7:13am

LP s auf CD zu brennen, ist zwar schon seit langer Zeit Usus, ich selber habe bisher einen großen Bogen darum gemacht, ohne besonderen Grund.

Nun entsteht im näheren Bekanntenkreis (also bei Menschen, die man nicht so einfach links liegen lassen kann) des Öfteren der Wunsch, eine LP oder einen ähnlich nostalgiegetränkten Tonträger via CD anzuhören, da man die für die Wiedergabe des Originalformats erforderlichen Gerätschaften im Interesse einen möglichst aufgeräumten Inneneinrichtung entsorgt hat.

Meine üblichen Ausreden (... weiss ich nicht, wie das geht, kann ich nicht, was ist ein PC???, hab' keine Hardware, hab' keine Software) werden mir nicht mehr geglaubt. Die einzig wahre Begründung (... habe keinen Bock) kann ich sozialen und taktischen Gründen nicht bringen - ich will ja auch mal was.

Also, erster Versuch:

Auf der Suche nach geeigneter Software habe ich im Net gefunden:
a) No.23 Recorder
b) Audacity

Auf der Hardwareseite wurde ein Revox B790 via VV Revox B252 und von dort über Tape-Out mit dem Line-In des Laptops (Windows XP) verbunden, wo eine Soundkarte Realtek HD angezeigt wird.

Mit beiden Programmen gelingt es, das Signal auf Band, soll heissen auf Festplatte zu bekommen. Für die Verwendung von Audacity gegenüber No.23 Recorder habe ich mich entschieden, weil man bei Audacity die Aufnahme graphisch dargestellt bekommt, und sehr leicht die Tracks trennen und unerwünschte Bestandteile entfernen kann. So lasse ich die Aufnahme über beide LP-Seiten durchlaufen, das Plattenwenden schneide ich beim Auftrennen der Tracks (durch Textmarken) 'raus.

Zwischenbemerkung:

Ich möchte die Aufzeichnung nicht bearbeiten, also kein Entrauschen, kein Entknacksen, sondern eine 1:1 Kopie des Tonträgers. Kann man den nicht mehr anhören, trete ich ihn lieber in die Tonne, bevor ich versuche, ihn zu restaurieren. Es handelt sich hier nicht um Raritäten sondern um altbekantes und überall verfügbares Material.

Während der Ablauf im Grunde klar ist, macht mir die Aussteuerung Probleme.

Sowohl Audacity als auch No.23 Recorder bedienen im Endeffekt den Windows-Mixer. Bereits eine minimale Öffnung der Regler (< 10%) bewirkt dabei in beiden Programmen einen Vollausschlag der Anzeigeinstrumente. Das heisst, das visualisierte Zeigerinstrument von No.23 Reorder geht in den roten Bereich, bei Audacity erreiche ich die Levelmarke 1, nutze also die Breite der angezeigten Tonspur voll aus und bin vor Übersteuerungen nicht sicher.

Das ist unbefriedigend, nur per Zufall kann man die virtuellen Aussteuerungsregler mit der Maus so hinzittern, daß man ein passables Ergebnis bekommt.

Was wäre als Abhilfe möglich?

Ich habe schon überlegt, ein Aufnahmegerät (Tonband, Mischpult) zwischen zu schalten, um die Aussteuerung an realer Hardware machen zu können, gibt es etwas eleganteres?

Kann man vielleicht die Eingangsempfindlichkeit der Soundkarte herabsetzen?

Die Eingangsempfindlichkeit des Phono-Eingangs am B252 mag ich nicht verstellen, da ich mit diesem Eingang auch Musik höre.

Könnte eine spezielle externe Soundkarte weiterhelfen? Diese Lösung hätte den Charme, daß ich das Equipment verleihen könnte und mit einem freundlichen "... mach's selber, geht ganz easy, steht alles im Net ..." den ganzen Ärger vom Hals hätte.

Aufgefallen sind mir auch Störgeräusche, die nicht von der Platte stammen sondern vom PC: Leichtes Zwitschern und Zirpen, vom Level her in etwa so wie das Rauschen und Knistern einer guterhaltenen Vinylplatte. Die Störgeräusche gehen in der Musik unter, das Ergebnis befriedigt den erstaunten Laien durchaus, aber es stört mich trotzdem. Ob die Störgeräusche bei beiden Softwares gleichermaßen auftreten, müsste ich nochmals genau ausprobieren.
Michael(F)

esla

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2

Wednesday, November 16th 2011, 7:54am

Hallo Michael,

es scheint, dass Du mit zu hohem Pegel in die Soundkarte einspeist. M.W. ist es nun soundkartenabhängig, wo dort die Lautstärkeregelung beim Line-In eingreift. Am besten sollte es ja direkt am Eingang sein. Ist dem aber nicht so, bekommst Du das zwar mit dem Pegelregler noch gerade so eingestellt (wie jetzt bei Dir), ob Du aber die Eingangsstufe der Soundkarte trotzdem "überfahren" wird ist nicht sicher.

Ich habe im Moment auch etwas eigenartige Probleme bei der Schallplattenüberspielung (Geräte: Technics SL-Q3 mit Ortofon Turbo MC-1, dahinter eine ProJect Phono-Box als Entzerrer und dann zur Soundkarte Yamaha DS-1). Trotzdem ich nur bis -3 dB aussteuere, habe ich deutliche Abkantungen im Signalbild. Ich zeige dazu mal ein Bild:



Trotzdem die max. Aussteuerung bei -3 dB liegt, sieht man deutlich die Abflachungen! Das weitere Vorgehen wird sein, Eingangsregler der Soundkarte voll auf und das Eingangssignal mit einem dazwischengeschalteten Mischpult einpegeln.

EDIT: Es sieht auf meinem Bild so aus, als ob die Pegelregler voll aufgezogen wären, das ist unter Linux aber nicht der Fall. Da wird das im Mixer außerhalb von Audacity eingestellt.

Es gibt m.W. auch externe USB-Soundkarten, die einen Pegelregler haben, der direkt vor dem A/D-Wandler liegt.

Gruß Jens

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3

Wednesday, November 16th 2011, 8:02am

Guten Morgen Michael,

ich kenne dein Problem leider zu gut, da auch ich immer wieder angesprochen werde, LPs auf CDs zu bannen, was ich auch kann. Wenn es sich dabei nur um ein paar Platten handelt, mache ich das auch. Wenn allerdings jemand mit einer ganzen Sammlung kommt, lehne ich ab.

Da das Überspielen prinzipbedingt in Echtzeit geschehen muß, sowie auch die Titel gesetzt werden müssen und das Brennen auch selbst Zeit in Anspruch nimmt, verweise ich immer darauf, die entsprechenden Titel direkt auf CD zu kaufen. Denn meistens handelt es sich dabei um nichts besonderes, sondern um Sachen, die man heute für ein paar Euro in der Ramschkiste findet. Wenn ich einen normalen Stundenlohn dafür bekommen würde, wäre das völlig unrentabel. Das verstehen dann viele.

Nun aber zu der Überspielproblematik:

Auch ich hatte Probleme mit Hintergrundgeräuschen, die durch den PC verursacht wurden. Abhilfe schaft hier nur eine andere Soundkarte, idealerweise mit SPDIF Eingang. Die meisten in fertigen Rechnern verbauten (Onboard)-Soundkaren verfügen bestenfalls über einen Digitalausgang, keinen Eingang.

Ein gutes Preis/Leistungsverhältnis bietet z.B. die M-Audio Delta 2496:

http://www.thomann.de/de/m-audio_delta_audiophile_2496.htm

Diese benutze auch ich.

Sowas ähnliches gibt es auch per USB, wenn du das Notebook nutzen willst:

http://www.thomann.de/de/m_audio_fast_track_pro_retoure.htm

Nun musst du deine Quelle erst mal A/D wandeln. Abhilfe könnte hier ein MD- oder DAT-Recorder schaffen, der einen SPDIF Ausgang hat (bei MD-Geräten nicht immer der Fall). Viele Sony MD-Recorder lassen sich durch betätigen der Aufnahmetaste (ohne eingelegte MD) als A/D-Wandler verwenden. Damit wäre auch dein Aussteuerungsproblem behoben, da du dann am Recorder aussteuerst und nicht mehr am Rechner.
Bei Verwendung eines DAT-Recorders sollte man darauf achten, daß sich die Samplingfrequenz fest auf 44,1 kHz einstellen läßt, sonst muss man später am Rechner die Aufnahme von 48 kHz auf 44,1 kHz wandeln, was u.U. zu hörbaren Fehlern führt.

So mache ich das immer, auch mit Audacity. Evtl. ist aber auch der M-Audio Mixer besser zu bedienen als das Windows Pendant, und du kannst direkt aus deinem B252 in die Soundkarte gehen.

Nachbearbeiten mache ich bei den Aufnahmen auch nicht, da entrauschen/entknacksen mit bezahlbarer Software immer zu erheblichen Qualitätseinbußen führt. Lediglich bei sehr lauten Knacksern begradige ich den Peak in Audacity, da sich hier die einzelnen Samples verschieben lassen.
Grüße,
Wayne

Weil immer wieder nachgefragt wird: Link zur Bändertauglichkeitsliste (Erfassung von Haltbarkeit und Altersstabilität von Tonbändern). Einträge dazu bitte im zugehörigen Thread posten.

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4

Wednesday, November 16th 2011, 8:34am

´
Die eingebauten Onboard- Soundkarten machen fast immer Ärger oder liefern nur beschränkte Tonqualität. Darum nehme ich in diesen Fällen auch eine USB- Soundkarte. Da geht man mit dem analogen Signal rein, dieses wird digitalisiert und via USB auf den Rechner übertragen. Umgekehrt funktioniert es natürlich auch, von der Festplatte in den Verstärker zu einzuspeisen.

Das klappt tadellos und die Tonqualität ist einwandfrei.

Beim gut sortierten Versandhandel finden sich solche Soundkarten schon für recht kleines Geld.
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.

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5

Wednesday, November 16th 2011, 11:21am

Moin,

ich vermute, dass der Eingang des Laptops ein Micro-Eingang ist, so ist das auch bei meinem EEE-PC.
Abhilfe schafft hier entweder ein angepasster Spannungsteiler, oder wie angesprochen eine externe Soundkarte (die könnte man dann auch verleihen).

Bei dem Problem von Jens vermute ich, dass der Mixer erst hinter dem A/D-Wandler eingreift, das ist z.B. auch bei den M-Audio Karten so. Da muss das Signal dann vorher schon angepasst werden.
Eh ich das noch durch einen Mixer schicken würde, würde ich aber wohl eher einen Spannungsteiler basteln.
Eine etwas zu niedrige Austeuerung lässt sich hinterher problemlos ausgleichen (Normalisieren nach Peak-Level auf z.B. -1dB).
Der Störabstand meiner internen M-Audio 2496 liegt bei über 100dB, da kann man oben ruhig mal ein paar dB verschenken.

Die Qualität, selbst der Onboard-Karten ist inzwischen meist so hoch, dass man die durchaus benutzen kann ohne dass man irgendwelche Störungen mit aufnimmt.

Grüße,
dieter

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6

Wednesday, November 16th 2011, 11:40am

Einen Spannungsteiler würde ich auch vorschlagen. Selbst, wenn man den Eingangspegel ohne Spannungsteiler im Computer soweit abgesenkt bekommt, dass das Signal unverzerrt klingt, kann die Eingangsstufe vor dem Pegelsteller auf der Soundkarte schon bis an die Grenze ausgesteuert sein. Man muss nämlich bedenken, dass hier kein Poti mehr eingebaut ist, sondern eine Halbleiterschaltung, die einen begrenzten Aussteuerbereich hat.

Also, Spannungsteiler vorschalten und alles wird gut...
Gruß,
Michael/SH

Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu (Ö v. Horvath)

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Wednesday, November 16th 2011, 1:09pm

Zum Spannungsteiler habe ich noch einen "1:1 Übertrager" im Zweig (vom Con.ad).
lG Walter

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Kofferradio LOEWE Opta LORD 92 368, 92 369 (Vorgänger vom T70)

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8

Wednesday, November 16th 2011, 1:31pm

Hallo,

@ Michael Franz

Grundlegend kann ich Deine Probleme mit dem Notebookeingang bestätigen. Versuche bei mir brachten eine Verbesserung dahin gehend, dass ich den Kopfhörerausgang meines Tapedecks anstatt der Lineausgänge nehme. Audacity selber empfinde ich als Katastrophe, eine vernüftige Aussteuerung ist mir nie gelungen, siehe auch das 2. Problem hier:

http://forum2.magnetofon.de/f2/showtopic.php?threadid=10403

@ Jens

Genau dieses Problem hatte ich auch, siehe obiger Link. Die Aussteuerungsanzeige von Audacity ist nicht zu gebrauchen. Cool Edit in einer sehr alten Version läuft aus diesem Grund bis heute bei mir.

Gruß, Thomas(4504)!

esla

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9

Wednesday, November 16th 2011, 3:05pm

Hallo Thomas,

danke, das Thema hatte ich zwar kurz mal angelesen, aber vergessen. Bislang habe ich mich auf die Aussteuerungsanzeige von Audacity allerdings verlassen können, sollte ich mich so geirrt haben? Möglich.

Gruß Jens

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10

Wednesday, November 16th 2011, 3:08pm

Nachdem ich ja auch Probleme mit einer anständigen Aufnahme am Analogeingang der Soundkarte hatte (rauschen, falsche Aussteuerung, Verzerrung, Piepen, sonstige Nebengeräusche) trotz der unterschiedlichen ausprobierten Programme, habe ich weiterhin meinem alten Creative Wave Studi für Windows 98 (oder war es gar 95) nachgetrauert. Jedefalls ein Programm, was auf XP nicht mehr läuft. Bei dem alten Dingen war alles dran, was der geimeine Bandmaschinennutzer so braucht und was er größtenteils von seiner Bandmaschine schon kennt, nämlich Aufnahme-, Wiedergabe- und Stopptaste, sowie eine in der Bandbreite umschaltbare große Spitzenwertanzeige zur genauen Aussteuerung. Die Aussteuerungsanzeige ging dabei über die volle Bildschirmhöhe. Ich hatte den Bereich immer so etwa von -20 bis +6 db oder so in der Richtung eingestellt. Ausgesteuert wurde dann mit der Lautstärkeregelung des Computers. Desweiteren noch eine Umschaltung der Aufnahmequalität. Anfags klangen bei mir alle Aufnahmen verzerrt, bis mir nach Wochen jemand sagte, daß ich 44,1 lHz einstellen müsse und nicht 48. Naja, Klein - Martin dachte halt, je größer alle Zahlenwerte, je besser die Qualität. Daß eine dann so gebrannte CD mit einem CD - Player nciht harmonierte, wußte ich nicht. Nach korrekter Einstellung gab es nie Probleme! NIE!

Was tun auf einem heutigen Windows XP - Rechner (*hust*)?

Ich habe mir dann kostenlos dann das Creative Wavestudio 7 runtergeladen. Das Programm sieht immer noch sehr aufgeräumt aus und ist immer noch fast intuitiv zu bedienen. Folgende (leider alles negative) Änderungen ergeben sich zum alten Creative Wave Studio; man muß halt damit leben:

Die Aussteurunganzeige ist zwar immer noch ein Leuchtbalken, nun aber keine Spitzenwertanzeige, sondern eine VU - Anzeige; ergo, man muß die Aussteurung schätzen!

Dann ist der "Rec - Level" der "digitalen Bandmaschine" nicht korrekt eingestellt. Soll heißen, daß man "Hinterband" einen anderen Pegel hat, als bei der Aufnahme "Vorband" eingestellt wurde. Wenn ich mich recht erinnere, ist Hinterband leiser, als Vorband.

Somit muß man etwa mal 5 Aufnahmen probieren, um sich so an die richtige Aussteurung ranzutasten, indem man nach der Aufnahme die Zweifach - Doppelzackenschrift auf dem Bildschirm und deren Aussteurung bildlich betrachtet.

Ausgesteuert wird nach wie vor mit der Lautstärkeregleung des Computers.

Gruß
Martin
Leute, bleibt schön glatt gewickelt!

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11

Wednesday, November 16th 2011, 4:49pm

´
Vielleicht sollte ich nachschieben, dass ich ein altes Steinberg Wavelab 5 habe, damit kann man gute Sachen machen. Sogar viel, viel mehr als ich verstehe. Vor allem kann man damit aussteuern, ohne die Lautstärke des Rechners zu verändern.
Frank


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12

Thursday, November 17th 2011, 11:09am

Hallo Michael,

Wayne hat in seinem Posting fast schon alles Wichtige geschrieben.
Allerdings würde ich um alles, was über das Soundsystem von Windows läuft, einen Bogen machen und zur Aufzeichnung nur eine Software und Soundkarte mit ASIO verwenden.
Sag uns mal Deine Qualitätsansprüche an die Aufzeichnung, dann sehen wir weiter.


Gruß

96k

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13

Thursday, November 17th 2011, 11:34pm

Danke für die Lektüre,

=> wayne
Mir ist nicht ganz klar, wieso ich ausserhalb der Karte wandeln soll. Die externe Soundkarte gefällt mir ganz gut, und die hat doch auch einen A/D-Wandler. Was spricht gegen dessen Verwendung? Wenn die Karte sowieso neu beschafft werden soll, dann kann ja auf entsprechende Qualität geachtet werden.

=> 96k
Was ist ASIO?
Qualitätsansprüche? Also, eine LP sollte dann nicht besser klingen sollen als vor der Aufnahme, aber wenn ich mir die Arbeit und die Mühe schon machen, dann soll die Qualität schon "hoch" sein oder "so gut wie möglich". Keine Ahnung, was geboten wird für welchen (preislichen) Aufwand und mit was für Mängeln man Leben muss.

Sagen wir mal so: das, was eine gute Bandaufnahme mit 38 cm/sec und Halbspur schafft, ohne Rauschen ;-)
Michael(F)

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14

Friday, November 18th 2011, 6:51am

Guten Morgen Michael,

bei Verwendung der externen USB-Karte spricht gar nichts dagegen, direkt da rein zu gehen, außer man bevorzugt die Aussteuerung an einem HiFi-Gerät mit den dementsprechenden Instrumenten.

Aber auch hier darauf achten, daß die Samplingfrequenz am Rechner auf 44,1 kHz eingestellt ist.

Bei internen Karten kann es allerdings Sinn machen, außerhalb zu wandeln, da die Möglichkeit besteht, daß im inneren des Rechners was auf die Karte einstreut.


ASIO:

http://de.wikipedia.org/wiki/Audio_Stream_Input/Output
Grüße,
Wayne

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15

Friday, November 18th 2011, 12:24pm

Quoted

Michael Franz postete
Mir ist nicht ganz klar, wieso ich ausserhalb der Karte wandeln soll. Die externe Soundkarte gefällt mir ganz gut, und die hat doch auch einen A/D-Wandler. Was spricht gegen dessen Verwendung? Wenn die Karte sowieso neu beschafft werden soll, dann kann ja auf entsprechende Qualität geachtet werden.
Bei Notebooks machen die schlechten Netzteile oft Ärger (Ausgleichsströme über die Audioleitungen).
Wenn Du schon einen DAT hast, wäre das eine günstige Möglichkeit. Günstige Soundkarte mit ASIO und Digitaleingang in Zusammenarbeit mit dem DAT über TOSLINK, dann brummt nix mehr.
Für die ggf. nötige Wandlung von fs=48kHz nach fs=44,1kHz gäbe es eine sehr gute kostenlose Lösung.

Die o.g. Karte kann man aber mal ausprobieren und bei Problemen mit dem USB zurück schicken. USB-Audio mag ich nicht so, Firewire geht da i.d.R. stressfreier.

Welchen Weg willst Du gehen? Brauchst Du zur Entscheidung noch Informationen?


Quoted

Michael Franz postete
Was ist ASIO?
Damit bekommst Du Deine Audiodaten von der Soundkarte bitgenau in den Rechner, was bei dem Windows Soundsystem nicht immer der Fall ist.


Gruß

96k

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16

Friday, November 18th 2011, 2:57pm

Die "terratec-aureon" Karte bietet ebenfalls TOSLINK Ein- u. Ausgänge mit Bit-genauer Übertragung. Windows XP: 44,1 und 48 kHz, Win 7 nur 48 kHz!

Ich zeichne mit Nero-New Wave Editor auf.

Heribert

esla

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17

Friday, November 18th 2011, 5:29pm

Hallo Heribert,

sorry, aber gerade die Terratec Aureon 5.1 PCI ist für mich eine so gut wie unbrauchbare Karte. Der Line-In-Eingang sowie auch der Mikrofoneingang ist absolut unempfindlich. Da ich sie selbst (noch) in meinem PC habe kann ich sie nicht empfehlen. Der Grund warum ich sie mir überhaupt gekauft hatte, waren die von Dir angesprochenen TOSLINK-Anschlüsse.

Gruß Jens

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18

Saturday, November 19th 2011, 10:57pm

Als Provisorium habe ich den Phono-Eingang des Vorverstärkers 'runtergeregelt, so daß offensichtliche Übersteuerungen vermieden werden. Dafür hört man jetzt die Störgeräusche der Soundkarte umso deutlicher.

Ganz katastrophal ist übrigens die Wiedergabe der Tonspur über Audacity, da geht das Signal in den Störgeräuschen unter. Die .wav kann man dagegen anhören, wenn die Passagen nicht gerade sehr leise sind.

Wenn ich richtig verstehe:
a) Ich brauche eine Soundkarte, die ASIO-kompatibel ist
Stellt sich die Frage, ob die von The_Wayne verlinkte M-Audio Fasttrack Pro dies ist. In der Produktbeschreibung findet sich nichts, bei höherpreisigen M-Audio-Produkten schon.
b) Eine Software, die ASIO kann.
Was wäre hier zu empfehlen?

Der von mir bevorzugte Weg wäre eine externe Soundkarte, in der ich auch A/D-Wandeln möchte und eine Software, die den Windows-Mixer umgeht. Einen DAT / MD zu verwenden möchte ich vermeiden, wenn es geht.

Unsummen möchte ich nicht ausgeben, ich lege auch keinen Wert darauf, irgendwelche Mikrophone oder Musikinstrumente anzuschliessen. Dazu sind die Audio-Interfaces ja eigentlich gemacht. Ein Stereo-Line-Eingang reicht vollkommen.
Michael(F)

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19

Saturday, November 19th 2011, 11:18pm

Ich verfolge das alles mit Verwunderung. Sind meine Ohren so mies, oder hatte ich bisher immer das Glück, zufällig digitalisierungstaugliches Equipment verwendet zu haben?

Meine ersten ernsthaften Vinyl-/ Tonband-/ Kassetten-Digitalisierungen habe ich vor dreizehn Jahren mit Thorens TD-318/Akai GX-636 DB/ Akai GX-75 Mk II, Harman/Kardon PM-655, einer ganz einfachen PCI-Soundkarte (Kostenpunkt damals 50 DM, absolute Unterklasse) und einem Freeware-Aufnahmeprogramm für Windows NT 4.0 (Name? Vergessen!) gemacht. Die trage ich teilweise (inzwischen zu MP3s gewandelt) immer noch auf meinem mobilen Abspielgerät mit mir herum, und ich bin mit der Qualität absolut zufrieden. :-|

Equipment inzwischen: Technics SL-Q3 oder Dual CS-621, Yamaha AX-596, Zoltrix Nightingale und Audacity (unter Linux 64-Bit). Hier müsste ich mal den direkten Vergleich haben, um zu sagen, ob es hörbar besser geworden ist.

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20

Sunday, November 20th 2011, 9:37am

´
ASIO muß man nicht unbedingt haben, es macht aber Sinn bei sehr hochwertigen Aufnahmen. Wenn Du nur einmalig oder selten LP´s digitalisieren willst, kannst Du m. M. darauf verzichten. Selbst mit Voodoo- Plattenspielern kann man aus einer LP nicht das herausholen, was eine mittelprächtige Soundkarte kann. Soll der Rechner jedoch dauerhaft als Musikzentrale eingesetzt werden, sollte man nicht auf ASIO verzichten.
Frank


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21

Sunday, November 20th 2011, 12:56pm

Ich kann die genannten Probleme von Michael auch nicht nachvollziehen. Seit längerer Zeit nehme ich nun schon Schallplatten auf, aber von solchen "Störgeräuschen", durch die Soundkarte verursacht, habe ich noch nie etwas gehört.

Vielleicht könntest Du uns mehr über Dein ganzes Computersystem an sich sagen, Michael? Also: Desktop oder Laptop, welche Soundkarte, Betriebssystem usw.? Vielleicht kommen wir dann ja weiter.

Gruß Jens

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22

Sunday, November 20th 2011, 1:52pm

Es handelt sich um einen

Notebook / Laptop Asus A7J
Betriebssystem ist Windows XP, meines Wissens mit SP 3


Als Soundkarte wird eine

Realtek Audio HD

angegeben.

Störgeräusche:
In der .WAV bzw. auf der gebrannten CD hört man ein Zwitschern / Zirpen etwa auf dem Level des Schallplattenknisterns. Bei reduzierter Aussteuerung eingangseitig natürlich etwas lauter.

Die Wiedergabe der Tonspur direkt aus Audacity ist praktisch nicht anzuhören.

Möglicherweise ist die Soundkarte ausgabeseitig defekt. Es kommt nur der linke Kanal korrekt, wenn ich den PC als Abspielgerät benutze, der rechte kommt entweder gar nicht oder mit Aussetzern und verzerrt. Nachdem ich einen Kabelfehler ausschliessen konnte, vermutete ich eine defekte Buchse, zumal die Wiedergabe über die eingebauten Lautsprecher korrekt ist.
Michael(F)

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23

Sunday, November 20th 2011, 2:17pm

Habe ich bei mir auch schon gehabt.
Das Problem waren wirklich Kontaktschwierigkeiten am Soundkartenausgang.
Vielleicht da mal putzen und ein bißchen Kontaktpflege.

Gruß
Wolfgang

esla

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24

Sunday, November 20th 2011, 3:13pm

Hallo Michael,

beim Suchen nach Deinem Notebook habe ich folgendes gefunden: http://www.notebookcheck.com/Test-Asus-A7Jc.2216.0.html. Da sind bei den Schnittstellen der linken Seite (Foto ist vergrößerbar) nur zwei 3,5 mm-Klinkenbuchsen sichtbar. Laut der Herstellerangabe soll dieses Laptop aber drei haben: Mic-In, Line-In, Out. :undnun:

Gruß Jens

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25

Sunday, November 20th 2011, 3:17pm

´
Versuche doch mal im Akkubetrieb eine Aufnahme - bei meinem alten Laptop war das Netzteil der Störenfried.
Frank


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26

Sunday, November 20th 2011, 4:23pm

Es sind in der Tat 3 Mini-Klinken anzuschliessen:
a) Mic (Mitte)
b) Line (hinten
c) S/PDIF out (vorn)

Ortsangaben jeweils vom von Bediener aus gesehen, Bauchnabel an der Leertaste, Buchsenfeld ist links an der Seite.

Ich gehe zu Wiedergabe über die S/PDIF analog in den Vorverstärker (der PC ist als "Tape" angeschlossen) und zur Aufnahme vom VV über den Line-In in den PC

Frank war schneller. Der Gedanke mit dem Netzteil war mir auch gekommen. Wenn ich das Netzteil ausstecke, herrscht silencium, was Störgeräusche anbelangt.

Auch den Fehler mit der völlig "unhörbaren" Wiedergabe ab Audacity konnte ich nicht mehr reproduzieren, auch mit Netzteil nicht. Ich hatte damals vor dem ersten Speichern gehört, jetzt ein .aup aufgerufen. Möglicherweise hat das einen Einfluss.

Ich werde heute abend nochmals eine LP digitalisieren ohne Netzteil. Spätestens morgen früh gibt es Ergebnisse.
Michael(F)

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27

Sunday, November 20th 2011, 7:02pm

Eine digitalisierte LP OHNE die Verwendung des Netzteils, also im Akkubetrieb, wies die bisher störenden Geräusche nicht auf. Ich habe vor dem Brennen die .aup-Datei auf -3db normalisiert, nachdem die Aufnahme bei ca. -6 db von statten ging.

Ich hatte Gück, mein Akku überlebte gerade mal die Aufzeichnungszeit von ca. 45 Minuten und meckerte erst dann.

Die gebrannte CD vergleiche ich gerade gerade mit dem abgespielten Original - LP: Unterschiede sind meiner aktuellen Empfindung nach zu hören, die Aufnahme klingt gedämpfter und zugleich härter. Bevor ich mich in sinnlosem Geschwafel verliere, mache ich erstmal Pause und morgen einen erneuten Hörvergleich. Im Moment würde ich der LP den vorzug geben.

Mittlerweile ist das Qualitätslevel auf einem Niveau, auf dem die meissten die ihre LPs auf CD wieder hören wollen, wahrscheinlich ganz zufrieden sein würden - den direkten O-K vergleich (Original - Kopie ) werden wohl die wenigsten machen.
Michael(F)

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28

Sunday, November 20th 2011, 9:07pm

Quoted

Michael Franz postete
Ich hatte Gück, mein Akku überlebte gerade mal die Aufzeichnungszeit von ca. 45 Minuten und meckerte erst dann.
Hast Du nicht noch irgendwo einen Desktop-Rechner mit PCI-Steckplätzen herumstehen? Muss ja nicht das neueste Modell sein. Wenn man da eine einigermaßen brauchbare Soundkarte (gibt's inzwischen für um die 20 €) reinpackt, hat man ordentliche Qualität ohne Akku-Problem.

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29

Sunday, November 20th 2011, 9:43pm

Ja, hier steht eine HP Z 600 mit einer wie immer auch gearteten Audigy-Karte. Diesen Rechner zu verwenden wird Bestandteil meiner nächsten Versuche sein.
Michael(F)

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30

Monday, November 21st 2011, 9:59am

Nach mehreren Aufnahme der Zwischenstand:

a) mit dem Laptop, aber ohne Netzteil eliminiert die Störgeräusche
b) Phono-Pegel verstärkerseitig etwas reduziert, um überhaupt aussteuern zu können.
c) Aufnahmeregler bei Audacity bei 0,1 (also gerade mal einen Strich offen), noch ein Strich (0,2), schon bin ich im roten Bereich
d) die entstehende Aufnahme müsste, um auf 0db zu kommen um ca. 5 db verstärkt werden. (Lt. Anzeige im Menü "Verstärkung")
e) Ich wähle eine Verstärkung (ohne Clipping zu erlauben) auf -1 db
f) Tracks trennen mit Textmarken, ich schneide auch immer die ca. 1 Sekunde heraus, die das Brennprogramm einfügt. Bei der Gelegenheit geht auch der eine oder andere Knackser über Bord.
g) Ausgabe als .wav
f) brennen

Die CDs werden so, daß man sie als Gefälligkeit fortgeben kann.

Folgende Fragen habe ich im Moment:

a) was ist von der Verstärkung zu halten, die nach der etwas verhaltenen Aussteuerung erfolgt?
b) Ist das ein geeignetes Mittel oder zieht es Nachteile mit sich?
c) Bis zu welchen Werten kann, sofern überhaupt, bedenkenlos verstärkt werden?
d) ist -1 db okay, zuwenig, zu hoch oder gibt es "übliche" Werte?
e) Was hat es konkret mit ASIO auf sich, ist das für den genannten Zweck überhaupt relevant? Diskussionen über ASIO beziehen sich in der Regel auf Musikaufnahmen, bei denen viele Spuren zusammengemischt werden müssen.

Anmerkung: Ich verwende bewusst den Begriff "Verstärkung" und nicht "Normalisieren". Audacity versteht unter Normalisieren wohl etwas anderes als üblich, da wird starr auf -3 db normalisiert, ohne Wahlmöglichkeiten. Bei der Verstärkung bekommt man den Wert vorgeschlagen, der für 0db erforderlich wäre und kann die Obergrenze wählen, in meinem Fall -1 db.
Michael(F)