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Freitag, 11. Mai 2018, 23:47

Linux: stream audio to disk ?

Hallo,

gibt es unter Linux ein Tool, mit dem man einen eingehenden Audio Stream parallel als WAV oder mp3 auf Harddidsk speichern kann, zwecks späterem offline Anhören ?

MfG Kai

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Samstag, 12. Mai 2018, 00:20

Hallo Kai,

wenn Du die Befehlszeile nicht scheust, kann z.B. der mplayer das. Das hatte ich mir mal als Schablone gespeichert, um das "Best of 80s"-Internetradio von laut.fm mitzuschneiden (uralt, Adresse des Streams ist wahrscheinlich nicht mehr aktuell):

Quellcode

1
mplayer -dumpstream -dumpfile /home/timo/testlautfm.mp3 http://www.laut.fm/user/best_of_80s/stream.pls


Eine Lösung mit graphischer Benutzeroberfläche wird hier vorgestellt (habe ich noch nie ausprobiert):

https://itsfoss.com/record-streaming-audio/

Gruß,
Timo

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3

Samstag, 12. Mai 2018, 00:23

Streamripper. Damit habe ich mal zwei DVDs mit Internetradio befüllt.
Gruß
André

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Samstag, 12. Mai 2018, 09:07

vlc media player
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Samstag, 12. Mai 2018, 09:43

Moin moin,

danke für Eure (ersten) Vorschläge.
Mir erscheinen nicht alle geeignet.
Das Vorhaben wird zusätzlich erschwert dadurch,
daß die Stream-Adresse nicht bekannt ist,
der Start des Streamens nicht aus einem Programm wie VLC gestartet werden kann.
Die Quelle befindet sich zB in der Mediathek eines "öffentlich-rechtlichen Programmanbieters" und kann nur durch Click auf einen Link dort gestartet werden. Dann beginnt unter meinem Linux Mint die Wiedergabe (vermutlich mit MPlayer ? "Medienwiedergabe").

Mir ist nicht bekannt ob man zB den VLC als Default-"Medienwiedergabe" installieren kann mit der Option, grundsätzlich alles, was er ausgibt, temporär auch auf Disk zu speichern.

@timo:
Hier soll eine keine Leerzeile hin, nur ein Neubeginn ! verflucht nochmal :cursing:

Dein Vorschlag mit dem Kommando-Zeilen-Befehl hat offenbar als letzten Parmeter die unbekannte Stream-Adresse.
Hier soll eine Leerzeile hin :cursing:

Das parallele Speichern der Audio-Ausgabe muß also völlig unabhängig vom Stream oder was sonst auf dem PC passiert gestartet und gestoppt werden können.Ob "Audio Recorder" oder "Streamripper" das leisten, werde ich mir ansehen, sobald der Hafengeburtstag das zuläßt...

MfG Kai
PS.: Ich hatte hier eben den merkwürdigen Effekt, daß der Editor eine eingefügte Leerzeile nach "Moin moin," und vor "MfG.." entfernte, aber an anderer Stelle im Text eine zweite überflüssige Leerzeile einfügte. Nach Berichtigung von ein paar Schreibfehlern verhielt sich der Editor kooperativer, ist aber imer noch sehr eigenwillig bei der Gestaltung des Umbruchs. Meine Wünsche gefallen ihm wohl nicht. Wenn ich nicht aufpasse, fügt er an eingen Stelle weitere Leerzeilen ein, zieht aber andere ohne Zwischenraum ans Ende der Vorzeile. Ich geb auf.

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6

Samstag, 12. Mai 2018, 10:18

moin moin,

mglw. kannst du den beitrag mittels mediathekview dl und anschliessend die audiospur extrahieren, oder kann man nicht auch mit audacitiy den gerade wiedergegebenen audiostream aufzeichnen, so intern irgendwas war da.

reginald
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Samstag, 12. Mai 2018, 15:14

Hallo Kai,

die Inhalte so einer Mediathek oder andere live-Strams habe ich in der Vergangenheit in der Regel mit Audacity mitschneiden können. Es gibt dazu eine Aufnahme-Erweiterung in Form eines Scripts.

Tschüß, Matthias
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Samstag, 12. Mai 2018, 16:29

Hallo Kai!
1) Diesrn Ärger mit dem Editor hatte ich auch. Ich habe dann im Editor auf "Quellcode" umgeschaltet und den Editortext editiert. Das hat das gewünschte Ergebnis gebracht; die Leerzeilen waren dort, wo ich sie haben wollte.
2) Unter Windows klappt das Speichern je nach Anwendung manchmal mit rechtem Mausklick und "Ziel speichern unter .." (o. ä). Vielleicht gibt es unter Linux auch so etwas?
LG
Hannes
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Samstag, 12. Mai 2018, 20:42

Hallo,

zu den beiden Verweisen auf eine Möglichkeit in Audacity:
Davon weiß ich nix, bräuchte konkretere Hinweise.

@Hannes:
a) In den Quellcode gehe ich auch gelegentlich, wenn der Editor aus unerfindlichen Gründen auf einmal eine kleinere Schrift benutzt oder anderen Unfug macht. Hier kam ich nicht auf die Idee, weil bei gefühlten 10 Versuchen, Leerzeilen zu setzen und andere zu beseitigen jedesmal hinterher was anderes dargestellt wurde. Aus unerfindlichen Gründen war FireFox auch von der deutschen in die englische Forum-Darstellung gewechselt. Außerdem schien das Verhalten von meinen restlichen eigenen Schreibfehlern abhängig zu sein. Ich konnte kein logisches System hinter den Umbruchänderungen erkennen, das sah mehr nach Schikanierung aus.
b) Ein Download über Kontextmenü per Rechtsklick war nicht möglich bzw. wurde nicht angeboten.

@Reginald:
"mediatheview dl" sagt mir nichts. Da bräuchte ich mehr Erläuterung, was das bedeuten soll.

Anlaß meiner Frage war eine Sendung von Kulturradio rbb am 10.05.2018 um 19:30 Uhr n der Serie "The Voice" über Hugh Coltman.
Ich habe leider die erste Viertel-Stunde verpaßt und konnte nur ca. 13 Min. Rest während der Sendung aufnehmen. In der Absage hieß es, die Sendung sei ca. 7 Tage in der Mediathek zum Nachhören verfügbar. Später konnte ich dazu bei rbb den Link zum Start des Streams finden, heute (2 Tage später) finde ich ihn nicht mehr und die Suchfunktion der Mediathek kennt keinen "Hugh Coltman".
M.a.W.: Ich habe nicht nur das Problem, nicht zu wissen, wie man einen nur per Click startbaren Stream aufzeichnet, sondern kann ihn in der schrottigen oder kaputten Mediathek von rbb Kulturradio garnicht mehr finden.

MfG Kai
PS: In dem o.a. Text hatte der Editor alle Leerzeilen entfernt. Dann bin ich gemäß Hannes' Vorschlag in den Quellcode gegangen und hab sie wieder reingehauen. Bei Kontrolle per Vorschau waren sie auch zu sehen. Hoffentlich bleibt es dabei.

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Samstag, 12. Mai 2018, 21:23

Hier wird der Streamripper recht gut erklärt.
Gruß
André

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Samstag, 12. Mai 2018, 22:24

Hallo Andre',

der Beschreibung entnehme ich, daß dem streamripper als parameter die URL des streams übergeben werden muß.
Die ist aber anscheinend nicht verfügbar.
Gestern oder vorgestern, als der Link zum Start des Streams noch zu finden war, sah ich als Quelltext des Links nichts URL-artiges, sondern etwas, was vermutlich nur hausintern zum Starten des Streams diente. Würde so etwas den gleichen Zweck erfüllen ?
Dann hätte ich es sicher ebenso mit dem vlc machen können. Das erschien mir aber so unwahrscheinlich, daß ich es nicht ausprobiert habe.

Nochmal zur Erinnerung:
Es wird ein Tool gesucht, das im System jeden Audio Datenblock, der zur Soundkarte zwecks Ausgabe geschickt wird, parallel in einen Audio-File (wav oder mp3 oder sonst was Konvertierbares) schreibt, beginnend und endend bei einem unabhängig von den Audio-Quellen gewählten Start- und End-Zeitpunkt.

MfG Kai

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12

Samstag, 12. Mai 2018, 22:28


Es wird ein Tool gesucht, das im System jeden Audio Datenblock, der zur Soundkarte zwecks Ausgabe geschickt wird, parallel in einen Audio-File (wav oder mp3 oder sonst was Konvertierbares) schreibt


Ich habe die Beschreibung von dem Programm, das ich in Beitrag 2 verlinkt habe, genau so verstanden.

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13

Samstag, 12. Mai 2018, 22:31

moin moin,

https://www.kulturradio.de/av/programm/t…voice_6687.html hier könntest du zumindest extern aufzeichnen. über mediathekview downloaden geht nicht, da es sich um eine radiosendung handelt.


reginald
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Sonntag, 13. Mai 2018, 01:31

Hallo Reginald,

danke für den Link.
Unter Mediathek war der nicht zu finden.
Dann muß ich wohl vorerst einen anderen Rechner an die Kopfhörerbuchse anschließen oder timo's Programm-Tip ausprobieren.

MfG Kai

15

Sonntag, 13. Mai 2018, 02:37

Oder die Platte kaufen die da gespielt wurde, denn laut Playlist wurde alles aus einem einzigsten Album gespielt.

Siehe dort : https://www.kulturradio.de/programm/sche…80510_1900.html

Die Platte : https://www.jpc.de/jpcng/jazz/detail/-/a…py/hnum/8109512

Damit hast die Titel in besserer Qualitaet als das Streaming gedoense was ja oft Radiogerecht zurecht gebogen wird und ich denke das lohnt sich, denn schlecht ist das beileibe nicht :)
Ich putze hier nur...

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Sonntag, 13. Mai 2018, 08:51

Könnte man erwägen...

Ich würde mir allerdings auch gerne anhören, ob/was die Moderatorin über Hugh Coltman's Werdegang vom früheren Sänger bei der englischen Blues-Rock Band "The Hoax" zum "New Orleans"-orientierten Jazz-Sänger mit guter Band in Frankreich/Paris erzählt hat.
Man ist ja vielsetig interessiert.


MfG Kai
PS: Ich habe hier immer noch den Effekt, daß der Editor des Forums meine gesetzten Leerzeilen entfernt und ich sie deshalb im "Quellcode"-Mode nochmal einfügen muß. (unter FireFox 60 (32Bit) , Linux Mint)

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Sonntag, 13. Mai 2018, 10:35

Inzwischen ist mir eine erste Aufnahme der Sendung mit dem von timo genannten Programm "audio-recorder" gelungen.
Bei der gewählten Ausgabe-Format Option "CD Quality, mp3 lossy 44 kHz" wird VBR mit ca. 157 kBit/s erzeugt.

Ich habe Zweifel, daß das die höchste mögliche VBR-mp3 Qualität ist.
Bei meinen eigenen Aufnahmen mit den Lame-Parametern -h bzw -q 2 und V0 bei 48 kHz Sample-Rate werden typisch 222...4 kBit/s und natürlich größere Files erzeugt.
Kann man beim audio-recorder die Parameter des "Recording Commands" sinngemäß so ändern, daß gleiche Qualität erzeugt wird ?
Mir ist nicht klar, ob dort lame oder xing benutzt wird, und wo man die Parameter editieren kann.
Außerdem habe ich den Verdacht, daß nicht digital kopiert wird, sondern die analoge Ausgabe re-digitalisiert wird bei Quelle "Internes Audio Analog Stereo (Audio Ausgabe)". Ließe sich das vermeiden ?

Meinen alten Ohren ist allerdings beim ersten Anhören nichts negatives aufgefallen.

MfG Kai

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Sonntag, 13. Mai 2018, 22:27

Ich habe mir mal den Quelltext von Kulturradio angesehen, das ist ziemlich zerstückelt, wohl gerade um das rippen zu erschweren, hier muß man sich den Link wohl zusammenbauen. Ich mache mich da mal schlau, sorry, das ich nicht helfen konnte.
Gruß
André

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19

Sonntag, 13. Mai 2018, 23:17

Hallo,

zu den beiden Verweisen auf eine Möglichkeit in Audacity:
Davon weiß ich nix, bräuchte konkretere Hinweise. ...



Tschuldigung, Verdenker. Ich meinte Amarok.

Unter "Extras" findest Du die Scriptverwaltung. Dort lädst Du das Script RecordStreams und startest Amarok neu. Dann hast Du ein Menü "Livestream aufnehmen" Bei mir funktioniert es seit Jahren einwandfrei.

Mit Audacity müsstest Du dann aufnehmen können, wenn Du über Stereomix eine Rückspur legst. Allerdings ist nicht mehr in jedem Treiber der Stereomix integriert. Dann gibt es noch das Virtual Audio Cable.

Tschüß, Matthias
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Montag, 14. Mai 2018, 01:07

Hallo Kai, liebe Mitleser,

meist ist die URL des betroffenen Streams garnicht so schwer herauszufinden, denn die gängigen Browser bringen umfangreiche Entwickler-Werkzeuge mit. Am konkreten Beispiel:



Rechtsklick auf das Bild, mit "Inspect Element" (oder einer entsprechenden deutschsprachigen Beschriftung) kommt man zu den "Developer Tools". Dort ist das Element, von der wir abgesprungen sind, schon markiert - wie erwartet ein Bild:



Irgendwo in der Nähe findet man dann meist einen Verweis auf den Stream. Hier war das vier Elemente weiter unten der Fall:



Am einfachsten kopiert man ihn mit Hilfe des langen Kontextmenüs (also wieder Rechtsklick) in die Zwischenablage:



Da ich das Ergebnis gerade zur Hand habe: https://rbbmediapmdp-a.akamaihd.net/content/214fb53e-6090-4e75-98d7-72870f5c9a62_47c977f8-1b0b-4507-b0ea-8e34e64d4145.mp3

Herunterladen beliebiger URLs mache ich gerne mit wget:

Quellcode

1
wget https://rbbmediapmdp-a.akamaihd.net/content/214fb53e-6090-4e75-98d7-72870f5c9a62_47c977f8-1b0b-4507-b0ea-8e34e64d4145.mp3


Fertig.

Seit Flash so gut wie ausgestorben ist hat die Anzahl der Stream-URLs, die ich auf diese Weise nicht finde, stark abgenommen. Wenn ich nicht fündig werde, hilft immernoch eines der oben genannten Helferlein weiter - prominent z.B. youtube-dl beim bekannten Videoportal.

Den Weg über einen Mitschnitt des abgespielten Materials muss man nur selten gehen. Wenn es nötig ist, ginge es hier wahrscheinlich so (nicht ausprobiert):
  • Firefox verwendet für die Ausgabe den Soundserver PulseAudio. (Weil dieser ein PITA ist, habe ich ihn rausgeworfen, und Firefox ist seitdem verstummt. Es gibt ja noch andere Browser, wenn ich Ton brauche.)
  • PulseAudio kann in seinen Menüs alles Mögliche - vielleicht auch die Firefox-Wiedergabe als Aufnahmequelle für ein anderes Programm festlegen. Kann ich gerade nicht ausprobieren, einen Versuch wäre es aber wert.
  • Was aber zuverlässig funktioniert, ist JACK als Soundserver: Wenn man diesen zwischen PulseAudio und Soundkarten-Treiber (ALSA) schaltet, kann man dort (z.B. mit qjackctl) problemlos eine virtuelle Kabelverbindung von der PulseAudio-Ausgabe zum Aufnahmeprogramm der Wahl (z.B. Audacity) ziehen.
  • Die ganze Prozedur musst ich bisher nur einmal anwenden - meist war es wesentlich einfacher, mit dem Browser nach der URL zu suchen :)

Vielleicht hilft es ja irgendwann mal jemandem...

Viele Grüße
Andreas

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Montag, 14. Mai 2018, 08:52

Moin moin,

vielen Dank für die weiterführenden Hinweise an alle !

@Matthias:
Amarok kenne ich bisher garnicht. Da müßte ich erstmal weitere Erkundigungen einziehen oder gar downloaden & installieren, bevor ich damit was probieren könnte.

@Andreas:
Schön, mal wieder von Dir zu hören und dann auch noch so eine Fülle an detailliertem Expertenwissen vorgeführt zu bekommen. Das würde ich gern nachvollziehen, was aber einiges an "Einarbeitung" erfordert. Dem steht leider aktuell das immer noch schöne Wetter und 2,5 Wochen Restzeit für die Anfertigung der Steuererklärung entgegen...
Wo schreibt wget denn hin ? Oder fragt das Tool mich, wohin der Stoff soll ?
Weißt Du (zufällig) auch, wo der von timo genannte "audio-recorder" die Parameter für den LAME-Encoder rumliegen hat bzw. wo man sie editieren kann bzw. welche Parameter-Syntax der Audio-Recorder selbst verwendet ? In seiner eigenen Hilfe-Funktion gibt es nur zwei Links, die aber darüber keine Auskunft geben. Eine ausführliche/erschöpfende Beschreibung aller seiner Optionen habe ich noch nicht gefunden.

Ich wundere mich im Übrigen, daß der Programm-Anbieter den direkten Download nach Sendung so behindert. Wer einen Kabel-Receiver mit Digital-Ausgang und einen PC mit Digital-Eingang hat, kann schließlich bereits während der Sendung eine verlustfreie Digital-Kopie mitschneiden.
Im Prinzip wäre ja sogar noch vorstellbar, daß der spätere Download verhindert wird durch Abbruch bei höherer Download-Geschwindigkeit als RealTime-Anhören.

MfG Kai
PS: Auch hier gibt es nur Leerzeilen per Einfügen im Quellcode Modus.

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22

Montag, 14. Mai 2018, 09:03

Hallo Andreas,

hab im vorigen Beitrag einiges vergessen:
Deinen letzten Absatz mit den 4 Spiegelpunkten finde ich hoch interessant, hab aber viel zu wenig Hintergrundwissen, um zu verstehen, was Du da andeutest. Das geht gleich los mit "PITA": hab ich noch nie gehört...
Da bräuchte ich ein Seminar oder eine Schritt für Schritt-Anleitung, um diese Möglichkeiten zu begreifen und selbst das Beste abwägen und durchführen zu können.

MfG Kai
Nachtrag:
Inzwischen habe ich den wget Befehl mal mutig ohne tieferes Verständnis in einer Console abgesetzt, was tatsächlich einen flotten Download mit dem langen kryptischen Namen zur Folge hatte.
Eine kleine Enttäuschung bietet das verwendete mp3-Format: mp3DirectCut meldet "mpeg1,0 layer 3 128 kbps 48 kHz Stereo". Also zwar erfreuliche 48 kHz Sample-Rate aber nur 128 kbps. Da hatte ich mehr erhofft.
Der Mitschnitt per "Audio-Recorder" ergab "mpeg1.0 layer 3 VBR (157kbps) 44 kHz Joint Stereo", wobei 157 nur der Mittelwert über den File ist. Als höchsten Wert in einem Block hab ich 256 kbps gesehen. (Natürlich kann das Programm nicht mehr aus einem 128 kbps Original zaubern, hielt das aber wohl für angemessen...).
Daraus muß man wohl schließen, daß wir Audio-Konsumentem dem Programm-Anbieter nur 128 kbps mp3 wert sind. Da senden die Russen von 1jazz.ru im Internet eine höhere Qualität.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »kaimex« (14. Mai 2018, 11:44)


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23

Montag, 14. Mai 2018, 17:57

Hallo Andreas,

danke für den Tip. Ich hatte auch den Quellcode abgesucht, bis an die gleiche Stelle, aber weder ein https am Anfang noch ein mp3 am Ende gesehen, dafür viele Zwischenzeichen, die der Streamripper dann nicht mochte, ich verwende allerdings Brave und Chrome. Ich werde das mal nach Deiner Methode, ggf. auch mit jackctl ausprobieren.
Gruß
André

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24

Montag, 14. Mai 2018, 18:01

Hallo Kai,

128kBs sind für Streaming meist schon recht gut und fast auf CD-Qualität. Viele Sender müssen für die Leitungskapazität zahlen, daher verwenden sie keine zu großzügigen Bitraten, ganz schlimm bei den Privaten, die fast auf Modemgekrächze runtergehen. Variable Bitrate in höchster Qualität wäre das Beste, nehme ich zum CD-Rippen, bisher kamen alle Player damit zurecht. Da geht dann, wenn es drauf ankommt auch 320kb/s und komprimiert bei einfacheren Signalen dann stärker. Ich habe zwei DVD als Ergebnis von Soma-FM über mehrere Tage gerippt, 128kb/s und hört sich alles sehr gut an.
Gruß
André

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Montag, 14. Mai 2018, 19:16

Hallo Andre',
ich verwende seit Jahren immer variable Bitrate bei Wandlung in mp3 per LAME mit den Parametern -h bzw -q 2 und -V0 bei 48 kHz Sample Rate. Zusätzlich werden minimale und maximale Bitrate auf 32 kbps bzw 320 kbps begrenzt ( über die -b & -B Optionenen). Außerdem begrenze ich die Bandbreite (wenn sie nicht bereits von der Quelle begrenzt ist) mit LAME's lowpass Option auf 15 kHz. Das ergibt meist eine mittlere Bitrate von 224 kbps, manchmal weniger. Da fällt mir nur ganz selten mal etwas auf, wo ich mich frage, ob das noch Originalqualität ist.
Rundfunksendungen schneide ich auch mit WaveRec direkt in mp3 in diesem VBR Format mit, obwohl das vom Programm-Autor bislang garnicht unterstützt wird. Mit Trick geht es aber auch.

Ich erinnere mich an frühere Hörtest in Fachzeitschriften (u.a. c't), in denen festgestellt wurde, daß sich bei mp3 um 192 kbps "Gut" und "Unerfreulich" scheiden.
128 kbps in AAC soll allerdings ausreichend gut sein. Nur das verwendet rbb leider nicht.
MfG Kai

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26

Montag, 14. Mai 2018, 23:19

Hallo Kai, hallo André,

Ich hatte auch den Quellcode abgesucht, bis an die gleiche Stelle, aber weder ein https am Anfang noch ein mp3 am Ende gesehen

ja - seltsamerweise liefert die Suche nach "mp3" bei mir auch keinen Treffer, wenn ich direkt im Quelltext suche. Möglicherweise liegt das daran, dass die URL des Streams dynamisch nachgeladen wird, oder von einem JavaScript nach dem Laden der Seite zusammengesetzt wird; die Developer-Tools könnten dann das Ergebnis davon anzeigen. Ich habe aber von dem, was heutzutage alles im Browser passiert, nur eine oberflächliche Ahnung.

Schön, mal wieder von Dir zu hören

Ich habe schon ein ganz schlechtes Gewissen... auf dem Schreibtisch liegt noch so eine Relaiskarte mit Widerständen in Zweierpotenzen, und das Projekt dazu ist im Winterschlaf... der Job hält mich gerade vom Hobby ab. Es kommen auch wieder bessere Zeiten, hoffe ich.

Wo schreibt wget denn hin ? Oder fragt das Tool mich, wohin der Stoff soll ?

Normalerweise ins aktuelle Verzeichnis, wenn man nichts gesondert in den Optionen angibt. Das ist bei eigentlich alles Kommandozeilen-Tools ein übliches Verhalten. Wie üblich bekommst Du mit man wget eine ausführliche Hilfe, und mit wget -h eine "Zusammenfassung" der Optionen auf mehreren Bildschirmseiten.

Weißt Du (zufällig) auch, wo der von timo genannte "audio-recorder" die Parameter für den LAME-Encoder rumliegen hat bzw. wo man sie editieren kann bzw. welche Parameter-Syntax der Audio-Recorder selbst verwendet ?

Leider nicht - das Programm ist mir bisher nicht begegnet. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als wären zumindest die Default-Werte der verschiedenen Profile im Quelltext hinterlegt, siehe hier. Für mp3 steht dort lamemp3enc name=enc target=0 quality=2 - das könnte man zumindest austauschen und neu kompilieren. Wahrscheinlich Ist das auch über irgend einen Gnome-Konfigurations-Mechanismus änderbar - für die Auseinandersetzung damit fehlt mir aber gerade der Antrieb. Programme mit Oberfläche wie dieses sind mir oft zu kompliziert...

Das geht gleich los mit "PITA": hab ich noch nie gehört...

Das ist ein "Pain in the a.." - die Obszönität wollte ich vermeiden, aber es ist doch der einzig in diesem Fall angemessene Ausdruck :rolleyes:

Zum Hintergrund hier nur kurz: Die Sound-Hardware selbst wird von ALSA zugänglich gemacht, und darüber liegt normalerweise noch ein sog. Sound-Server (z.B. PulseAudio oder JACK), um die Audiostreams mehrerer Anwendungen zu mischen und zu routen. ALSA ist also quasi die Studio-Bandmaschine mit Ein- und Ausgang, und der Soundserver ist das Mischpult, was man daran anschließt. Ausführlicher wird das z.B. hier beschrieben: https://wiki.ubuntuusers.de/Soundsystem/. Ansonsten klemme ich das Thema hier mal ab, um nicht zu weit abzudriften.

Mein Vorschlag oben funktioniert tatsächlich - habe ich eben ausprobiert. Es geht aber auch einfacher - ohne JACK - wenn man weiß, wie man PulseAudio bedient. Es steht mal wieder im Ubuntu-Wiki: https://wiki.ubuntuusers.de/PulseAudio/#…tream-aufnehmen. In Screenshots sieht das so aus:

Zuerst Audacity starten und (wichtig!) die Aufnahmepegelanzeige durch Klicken aktivieren. Danach zeigt sie (bei mir) das enorme Hintergrundgeräusch meines Notebook-Mikrofons an:



Erst dadurch scheint das Programm eine Verbindung zum Soundserver aufzunehmen. (Audacity selbst ist hier wieder eine Sache für sich: Um Plattformunabhängig zu sein, verwendet es PortAudio als Abstraktion - was durchaus eine Komplikation sein kann). Die PulseAudio-Einstellungen erreicht man (zumindest auf meinem Desktop) über den Lautstärkeregler:



Dort wählt man wie im Bild auf dem Aufnahme-Tab aus, von wo Audacity aufnehmen möge. (Der Tab ist leer, wenn die Pegelkontrolle in Audacity aus ist). Aus den Bezeichnungen ("Monitor of Internes Audio Analog Stereo") werde ich nicht schlau - PulseAudio eben. Dann Audacity auf Aufnahme stellen, und im Browser auf Abspielen drücken - wie mit Plattenspieler und Bandmaschine:



Dass hier im Beispiel mal aus Versehen eine Samplingraten-Wandlung von 48 kHz (mp3-Quelle, wie oben diskutiert) auf 96 kHz stattfindet, ist wiederum PulseAudio zu verdanken :cursing:

Der Vollständigkeit halber: Wenn man JACK verwendet, hat man ein schönes "Steckbrett", um die Verbindungen eindeutig zu ziehen:



Wenn aber PulseAudio wegen Firefox sowieso schon laufen muss, und es den Job auch alleine erledigt - warum denn nicht... Fairerweise: Eine "Rechtfertigung" für PulseAudio gibt es hier: http://0pointer.de/blog/projects/when-pa-and-when-not.html

So weit erstmal für heute.

Viele Grüße
Andreas


Nachtrag: Beim Kürzen ist vorhin etwas Zusammenhang verloren gegangen - ich hatte vorher zum Ausdruck gebracht, dass ich PulseAudio nicht sehr schätze, weil es mir mehr im Weg ist, als tatsächlich zu helfen. Deswegen habe ich es abgestellt. Firefox besteht seit einer Weile darauf, Ton ausschließlich über PulseAudio auszugeben - weswegen ich jetzt normalerweise einen anderen Browser bemühe, wenn ich Tonausgabe brauche. Der am Ende verlinkte Artikel zu PA vs. JACK - wohlgemerkt von einem der PulseAudio-Autoren - lässt erahnen, was die gängige Kritik ist, und was auch mich stört.

Zweiter Nachtrag: Da erscheint es mir doch deutlich befriedigender, einfach die URL der Quelldatei in Erfahrung zu bringen und selbige bitgenau herunterzuladen - ganz ohne implizite Samplingratenkonvertierung, und Sounds von anderen Anwendungen können einem beim Aufnehmen auch nicht dazwischenkommen...

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Dienstag, 15. Mai 2018, 12:21

Hallo Andreas,
nochmals vielen Dank für die Fülle deiner nützlichen Hinweise.
Ich hab jetzt 2,4 Mitschnitte der Sendung, 40% selbst während derselben aufgenommen, einen kompletten mit dem audio-recorder (timo's Tip) und einen mit deinem genußfertig aufbereiteten wget Befehl.
Damit ist die größte Not erstmal beseitigt (bis zum nächsten Fall).
Mein Horizont wurde auch praxistauglich erweitert und wird das wohl noch mehr, wenn ich mal alle deine Erläuterungen im Detail durcharbeite...
"PITA" würde ich nicht als "obszön" sondern allenfalls als etwas vulgär einordnen, was jetzt aber nicht als persönlicher Vorwurf gemeint ist.
Die Amerikaner drücken sich ja oft etwas drastischer aus, auch mit F...-Worten.
Ich hatte vorher demnach "PITH", das ist etwas weiter oben am Rumpf, aber nicht PP (persönliches Pech) sondern PG (persönliches Glück) daß Du und einige andere hilfsbereite Mehrwisser meine Anfrage zur Kenntnis genommen haben.
Übrigens finden solche Formulierungen (jetzt) auch Eingang in Buchtitel:
Schon länger gibt es die "Memoiren eines alten Arschlochs", ziemlich neu ist "Newton - Wie ein Arschloch das Universum neu erfand" von Florian Freistetter (einer der "Science Busters") im Hanser Verlag.
Letzteres bezieht sich darauf, daß Newton wohl ein ziemlicher Fiesling im zwischenmenschlichen Umgang und speziell mit wissenschaftlichen Konkurrenten war. So hat er auch in intriganter Weise mit Leibniz um die Urheberschaft der Differential/Integral-Rechnung gestritten.
Das Buch wurde in der Zeitschrift "Sterne & Weltraum" rezensiert. In einem späteren Heft beklagte sich ein Leser über die Wortwahl im Titel und erklärte, allein deshalb würde er das Buch trotz der positiven Beurteilung nicht lesen. Ich hab's mir gerade aus der Hamburger Zentralbibliothek geholt.

Dank an alle
Kai

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28

Mittwoch, 16. Mai 2018, 22:25

Andreas, noch mal Danke auch von mir, da habe ich wieder was zum probieren und testen. Streams nehme ich kaum noch auf, daher bin ich da etwas raus aus dem Thema. Einzig lade ich mir gelegentlich noch MP3-Voucher von LP-Beilagen runter fürs Autoradio/Smartfone.

@Kai
Ja, der Newton ist in meinen Augen schon fast ein Scharlatan und überbewertet. Dem Leibniz kann er in keiner Weise das Wasser reichen, denn Leibniz war im Gegensatz zu Newton ein echtes Universalgenie. Aber das ist jetzt OT... ;)
Gruß
André

  • »kaimex« ist der Autor dieses Themas

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29

Donnerstag, 17. Mai 2018, 00:35

Hallo Andre',

OT macht mir nix,
ich hab erst die Einführung des Buches gelesen.
Der Autor ist promovierter Astronom, also Fachmann, und teilt auf den ersten Seiten mit, daß er trotz der so drastisch formulierten Charakterisierung ganz großen Respekt vor der wissenschaftlichen Leistung Newton's hat. Aber menschlich war der wohl ein großes Ekel.
Wer neugierig geworden ist, findet zB hier mehr:
https://de.wikipedia.org/wiki/Florian_Freistetter
http://www.florian-freistetter.de/

MfG Kai