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61

Friday, July 29th 2016, 2:36pm

moin moin,

ich möchte hier mal reingrätschen.
die ganze sache entwickelt sich sehr speziell, vielleicht sollte man erst die frage klären, ob es sich bei den älteren aufnahmen um suuuperrare sachen handelt, oder sind diese evtl. mit geringem aufwand " neu " zu beschaffen.
die andere seite der geschichte ist die, die sachen wie f-gang, eq-kurven, entzerrungszeitkonstanten usw. wären vielleicht in einem extra fred besser aufgehoben, da besonders interessant und lernen kann man / frau auch noch was.

cu reginald :)
Das wahre Verbrechen verübt die volkstümliche Musik am Gehörgang der Menschheit.
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62

Friday, July 29th 2016, 3:19pm

Hallo Reginald,

das erste ist natürlich eine Geschmacks- und Geldbeutel-Frage. Dazu wird es sicher keine einheitliche Meinung aller hier reingucken- und hörender geben. Das muß Thomas für sich entscheiden.
Ich hör sowieso ganz andere Musik,
versuche hier nur Hilfestellung zu geben, weil Thomas sich offenbar noch nicht an die meßtechnische Überprüfung seiner Geräte herantraut.
Man wird sicher viel von dieser Musik noch oder schon wieder auf CDs bei den üblichen großen Händlern finden.
Es geht aber wohl noch um die Fragestellung, was man mit welchem Aufwand aus dem vorhandenen Material machen kann, ohne mehr Geld auszugeben. Das ist legitim. Wenn Thomas klar wird, wieviel Zeit und Mühe er da reinstecken muß, um erträgliche Ergebnisse zu erzielen.....
Ich hab vor etlichen Jahren sowas selbst durchgemacht, weil ich viele Aufnahmen exotischer Musik hatte, die unter schlechten technischen Randbedingungen entstanden waren und leider weder zu kaufen waren noch im Radio wiederholt wurden. Da hab ich mit mehreren Programmen entrauscht, entknackt, bei alten Cassetten Drop-Outs wegoperiert, etc., selbst spezielle Programme geschrieben mit Funktionen, die in den Fertig-Programmen nicht vorhanden waren. Tage und Nächte damit zugebracht. (Die PCs waren damals noch deutlich langsamer als heute). Irgendwann kannte ich die Musik fast auswendig und mochte das fertig gereinigte Werk lange Zeit garnicht mehr anhören. Dafür hatte ich Ringe um die Augen und brauchte morgens auf der Arbeit im Büro viel Kaffee...
Man lernt was dabei, sieht aber viel blasser aus, als die, die sich zur gleichen (Tages)Zeit der Sonne in den Weg gestellt haben.

MfG Kai

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63

Friday, July 29th 2016, 4:19pm

moin moin,

mir war das spontan in den sinn gekommen.
damit wollte ich nicht den fred abwerten.
ich kann die sache mit dem aufbessern der musik ebenfalls nachvollziehen, weil ich, genau wie du, das auch gemacht habe.
für verschiedene aufnahmen habe dazumals extra einen aphex aural exciter angeschafft, entknackt habe ich von hand.
noch heute habe ich ca. 30 bänder von einem freund, der hatte sich damals einen mixer /eq angeschafft und in unkenntnis die regler
so eingestellt wie auf dem sm abgebildet.



damit hat er zig lp's aufgenommen, letztlich sind die bänder bei mir gelandet.
er hat entnervt aufgegeben.
aber genug ot, ich will niemand auf die füsse treten.

cu reginald
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64

Friday, July 29th 2016, 4:59pm

Wo du dich gerade hier rumtreibst, hab ich mal ne Frage zu Audacity:
Ich benutze die portable Version vom Memory-Stick aus.
Bei mir wollen die drei Effekte, die unter dem Etikett "spektrale..." firmieren, nicht ausgeführt werden.
Ich bekomme immer die Meldung, ich müsse die erst unter Track-Einstellungen enablen. Hab ich aber gemacht unter Spectrum-Preferences oder so ähnlich. Auch im FFT-Plot werden die Einstellungen in Preferences völlig ignoriert.
Funktioniert das bei dir ?
Ich hatte mal bei einem anderen Programm in der portablen Version den Effekt, daß Einstellungen ignoriert wurden, weil der File, indem sie gespeichert wurden, nicht unter dem voreingestellten relativen Pfad wiedergefunden wurde. Oder es funktionerte abhängig davon, welcher Laufwerksbuchstabe dem USB-Stick zugeteilt worden war.

MfG Kai
PS: Mir ist aufgefallen, daß Audacity beim Equalizer nicht die eingestellte Filterlänge mit einem Preset speichert. Davon hängt aber das realisierte Filter entscheidend ab. Man ist also gezwungen, sich zu jedem Preset die benutzte Filterlänge aufzuschreiben, oder alle Filter immer mit der größten benutzten Filterlänge implementieren zu lassen.Das ist unschön.

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65

Friday, July 29th 2016, 5:33pm

filterlänge

moin moin,

kai, bei mir läuft audacity unter linux, aber fehlermeldungen habe ich bisher nicht bekommen, so aus'm hut würde ich mal sagen unter einstellungen -> effekte -> LDSPA, Nyquist , VAMP anhaken und nochmal probieren.

p.s. cu reginald

nochmal p.s.

ich habe mal eine filterkurve gebastelt, das erste ergebnis war wie du beschrieben hast.
dann einmal mit eingestellter filterlänge durchlaufen lassen und die kurven exportiert.
jetzt sind alle kurven mit der neuen filterlänge, auch die mitgelieferten.
ein softwärbug ?

nochmal cu reginald
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66

Sunday, July 31st 2016, 1:11pm

Hallo Thomas,

mir ist mittlerweile nicht mehr so recht klar, ob deine WAV-Files von den alten DDR-Aufnahmen nun unter idealen Bedingungen digitalisiert wurden, also mit einem Wiedergabe-seitig einwandfreien Tonbandgerät und optimal zu den alten Aufnahmen eingestelltem Azimuth des Wiedergabekopfes, oder nicht (etwa, weil du damit gleichzeitig die Problem-behafteten RdLs testen wolltest).
In letzterem Fall macht es vorerst keinen Sinn, Arbeit in Entwurf und Anwendung einer Nach-Entzerrung und sonstiger Restaurationsmaßnahmen zu stecken, die optimalen Klang herausholen, sondern dann mußt du erst mal ein Bandgerät für diese Anwendung optimieren.

MfG Kai

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67

Monday, August 22nd 2016, 9:13am

Anbei der Link zu einem Site mit Beispielen restaurierter historischer Tonaufnahmen und reparierter Aufnahmen mit anderen Defekten:

http://www.diamondcut.com/st3/before-and-after/

Es gab vor etlichen Jahren mal eine kostenlose unbeschränkte Demo-Version des Programms Diamond Cut, die hierzulande auf CDs einiger Computer-Zeitschriften verteilt wurde. Hab ich einige Zeit gern und erfogreich benutzt. Insbesondere die Rauschunterdrückungs-Option gefiel mir besser als die in früheren Audacity-Versionen.

MfG Kai
Nachtrag: Hier ein weiterer Link von deren deutscher Webseite:
http://www.diamondcut.de/download_dcf.html

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Monday, August 22nd 2016, 3:55pm

Danke für die Info.

Du hast das Programm aber nicht, oder?

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69

Monday, August 22nd 2016, 5:17pm

Ich habe die alte Promotion-Version, war glaube ich, V 4.71.
Aktuell ist V 8.5. Das gibt es als (amputierte) Demo.

Das einzige Programm dieser Art, das ich je gekauft habe, war WavePurity. Auch in einigen Features ganz brauchbar und im Detail anders.
Ich hab von den Programmen jeweils die Features benutzt, die mir besser gefielen.
https://wavepurity.de
Kommt jetzt aus Dresden. Als ich es vor etlichen Jahren erwarb, meine ich, noch aus Norderstedt bei Hamburg.

Da fällt mit ein, ich hab doch noch eins gekauft, das heißt WaveRepair
http://www.delback.co.uk/wavrep/
Wird aber seit 2007 nicht mehr weiter entwickelt. Der Autor gibt nur noch Hinweise, wie man es unter den neueren Windows-Versionen zum Laufen kriegt. Das Programm versuchte nicht, alle für Restauration nützlichen Tools anzubieten, sondern konzentrierte sich darauf, Sample-Defekte zu reparieren, wie z.B. Spikes, Drop-outs. Es ist etwas eigenwillig ausgeführt, hält sich nicht an die Konventionen, die sich für WAV-File Darstellung "eingebürgert" haben. War aber dennoch für einige beschädigte Aufnahmen ganz nützlich.
Hat keinen professionellen Anspruch, war ein Hobby-Projekt des Autors.

Der Vorläufer von Adobe Audition war ein Programm namens CoolEdit. Das hatte auch schon ein paar Restaurations-Features.
Kann man vielleicht noch irgendwo im Internet finden. Benötigte eine Lizenz.

Aus Canada gab und gibt es ein Programm namens Goldwave. Konnte auch einiges. Es gibt hier im Forum einen alten Thread in dem davon erzählt wird. Ich hab eine Zeit lang eine ältere Version benutzt, in der man digitale Filter eigenen Entwurfs einbauen konnte. Diese Möglichkeit hatte ich zu der Zeit in keinem anderen Programm zur Verfügung. Das habe ich einige Male benutzt, um digitalisierte LPs bezüglich des Frequenzganges des Tonabnehmers zu korrigieren. Dessen Originalnadel (von Ende der 60er Jahre) war nicht mehr zu gebrauchen, weil die elastischen Stoffe darin ausgehärtet waren und sie sich im Halter nicht mehr frei bewegen konnte. Für das eigentlich hochwertige System (STS444 von Elac) wurden von einigen Händlern Ersatznadeln angeboten, die aber wenig taugten. Ich hab schließlich eine gefunden, die halbwegs brauchbar war, aber leider eine Resonanzspitze im Frequenzgang bei 1x kHz hatte. Die hab ich dann nach Digitalisierung mit in Goldwave implementierten inversen Filtern weggerechnet. Bald darauf kam eine neue Goldwave-Version heraus, in der es das Feature nicht mehr gab ("weil es kaum ein Kunde benutzt hätte").

Einige Forianer loben die Produkte von Magix. Die kenne ich nicht aus eigener Erfahrung, sehen mir zu bunt und schickimicki-mäßig aus.

Aus deutschen Landen kommt auch noch Acoustica mit einigen Restaurations-PlugIns und eine Restaurations-Suite:
https://acondigital.de/produkte/

Es gibt eigentlich garnicht wenig Tools dieser Art, ganz zu schweigen von den (nicht bezahlbaren) Profi-Versionen.

MfG Kai

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Monday, August 22nd 2016, 7:44pm

Kopiereffekt

Moin, liebe Gemeinde!

Hier wurde viel Interessantes geschrieben zum Thema "Klangverbesserung". In diesem Zusammenhang bitte ich um eure guten Ideen und Erfahrungen:

Ich möchte alte Familientonbandaufnahmen digitalisieren. Das Problem dabei ist, dass die Aufnahmen durch den Kopiereffekt deutlich gelitten haben.

Was kann man da unternehmen?

Gruß

Hannes
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Monday, August 22nd 2016, 8:16pm

Hallo Hannes,

das erste was man machen sollte,
wäre, eine präzise Beschreibung der empfundenen Defizite oder unerwünchten Zusätze anzugeben :D
Dann kann man sich über Details Gedanken machen oder zur Tat schreiten.

MfG Kai

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Tuesday, August 23rd 2016, 12:44pm

Moin Kai,

ein altes chinesisches Tonbandler-Sprichwort sagt: "Töne sagen mehr als Worte", und darum werde ich ein fehlerbehaftetes Wav-Schnipsel als Beispiel hochladen.

Gruß

Hannes
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Tuesday, August 23rd 2016, 3:05pm

Hallo Hannes,

das ist zwar richtig,
berücksichtigt aber noch nicht die individuellen Wahrnehmungsfähigkeiten des Hörers und dessen akustischen Prioritäten/Preferenzen.
Ein Farbenblinder wird an einem beschädigten schönen Gemälde andere Dinge bemängeln als ein Normalsichtiger.
Wenn dein Beispiel oberhalb 10 kHz eklig rauscht infolge vielfachen Kopierens, werden ich es garnicht bemerken, außer durch Blick auf eine mitlaufende Spektralanzeige.
Insofern sind von dir beschriebene Defizite und Störungen in den Aufnahmen schon wichtig für den zu treibenden Restaurationsaufwand, auch, ob es nur für Selbsthören oder als Geschenk für die nachfolgende Generation gedacht ist, die noch soweit hoch hinauf hört, wie in den Lexika behauptet wird.
Moderne digitale Restauration ist auch immer eine Gratwanderung zwischen z.B. Grad der Unterdrückung von Störgeräuschen und damit einhergehenden klanglichen Nebenwirkungen. Starke Rauschunterdrückung kann z.B. "metallischen" Klang der gereinigten Musik und eventuell sogar "musikalische" Nebengeräusche zur Folge haben. Ersteres findet man auf manchen "bereinigten" Django Reinhardt Editionen. Da ist kein Rauschen und keine Verzerrung mehr zu hören, aber der metallische sterile Klang ist auch nicht das reine Vergnügen.
Insofern gilt hier etwas anders als beim Schlachter: "Darf es etwas weniger sein, oder wollen Sie wirklich mehr (Entrauschung) haben ?".

MfG Kai