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31

Wednesday, July 27th 2016, 5:46pm

Hallo Peter & alle anderen,
da ich noch beim Dichten des vorigen Beitrags war, hatte ich beim Absenden deinen Beitrag noch nicht gesehen.
Zu der Sättigungsdiagnose hab ich noch Fragen:
Die Kompression loszuwerden dürfte schwierig bis kaum möglich sein, aber wie ist es mit dem Sättigungsfrequenzgang des Bandes ?
Würde es Sinn machen, sich den anzuschauen und per "inversem Filter" zu eliminieren ?

@Reginald:
Wieso sieht man keinen 19 kHz Pilot-Ton ? War das noch kein FM-Stereo ?
Falls nicht, woraus hast du dann die Phasenlage beurteilt ?

MfG Kai

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32

Wednesday, July 27th 2016, 6:04pm

Hallo Peter,

besten Dank. Was meinst du mit Sättigung?
Das die Tonhöhe sich bei Conny ändert ist mir gar nicht aufgefallen. Da hast du ein sehr feines Gehör. ;)
Tatsächlich ist es das erste Stück am Anfang des Bandes.

Rauschen wird nachgeliefert.

Hier ist es schon:

https://www.dropbox.com/s/a0pt54c4vnayo5…er%205.wav?dl=0

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33

Wednesday, July 27th 2016, 6:18pm

Hallo zusammen,

es ist mir jetzt endlich gelungen, die wav-Files downzuloaden.
Hab in beide erst mal reingehört.
Beide klingen nicht wie direkt von einem guten UKW-Radio aufgenommen.
Bei Conny fällt mir bei meinem "Bass-schlanken" Kopfhörer ein dicker Bass auf. Das macht den Eindruck, als sei erst hinter einer kräftigen Bass-Anhebung aufgenommen worden. Höhen sind kaum da und recht unsauber bzw. durch Übersteuerung des Bandes verkümmert. Insofern klingt es eher nach Cassette oder mehrfach Kopie mit Übersteuerung.
Bei Ramsey/Alexander ist nicht soviel Bass drauf.
Da sind übrigens ein paar Lücken/Pausen drin, in denen man Rauschproben nehmen kann.
Ich wäre nicht erstaunt, wenn die Aufnahme von einem Röhrenradio der 60ziger Jahre über die Lautsprecher-Ausgänge gemacht wäre...

@Peter:
Hast du Tools, mit denen du (entgegen guter Tonmeister-Praxis) künstliche Höhen hinzufügen kannst, a'la Aphex Aural Exciter oder SBR (spectral band replication) ?

MfG Kai

34

Wednesday, July 27th 2016, 7:22pm

Wieso sieht man keinen 19 kHz Pilot-Ton ? War das noch kein FM-Stereo ?
Falls nicht, woraus hast du dann die Phasenlage beurteilt ?
Na ja, 1960 und FM-Stereo passt eh nicht zusammen.
Es sieht für mich sogar danach aus, das es nur eine Spur auf dem Band war. Die Phasenlage zwischen L und R ist ja wie angenagelt.

Gruß Ulrich

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35

Wednesday, July 27th 2016, 8:10pm

Hallo zusammen,

inzwischen hab ich mal Spektren generiert.
Als erstes das von Conny...


Dann Bill und Peter:


Und schließlich zum Vergleich ein 38-minütiger Ausschnitt aus einer Sendung des Hamburger Lokalradio vom 17.07.2016, 20 Uhr, aufgenommen mit einem UKW-Stereo Receiver der 80er Jahre aus dem Analogsignal von KabelDeutschland, mit einem älteren mittelmäßigen PC und ebensolcher Soundkarte:

Es werden jeweils 2(4) Kurven gezeigt. Die untere ist ein mittleres Spektrum über den ganzen File, die obere zeigt die Spitzenwerte des Spektrums über den ganzen File. Dicker darüber gemalt ist unten noch eine geglätte mittlere Kurve und oben eine Spitzenwert-Hüllkurve.
Der Abfall des Spektrums im dritten Fall ist völlig normal für Musik und kein Indiz für ein technisches Defizit.
Die Spektren der ersten beiden Bilder fallen deutlich stärker ab und weisen auch im unteren Frequenzbereich keinen flachen Verlauf aus.

MfG Kai

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36

Wednesday, July 27th 2016, 8:12pm

moin moin,

hallo kai, ich habe mich in audacity einfach reingezoomt in das wav.file, es ist nicht 1000% genau aber vernachlässigbar und es klingt auch nicht wie nur 1 spur aufgenommen.

cu reginald
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37

Wednesday, July 27th 2016, 8:26pm

Hallo Kai,

was kann man nun aus den grafischen Darstellungen ablesen bzw. welchen Erkenntnisgewinn bringt das?
Ich frage wirklich ganz neutral, weil ich davon wenig Ahnung habe.

Thomas

38

Wednesday, July 27th 2016, 8:31pm

es klingt auch nicht wie nur 1 spur aufgenommen
Woran erkennt/erhört man es?

Gruß Ulrich

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39

Wednesday, July 27th 2016, 8:32pm

Was meinst du mit Sättigung?

Dass die Aufnahme deutliche Übersteuerungseffekte zeigt, unter anderem Pegelkompression an den lauteren Stellen.

Das die Tonhöhe sich bei Conny ändert ist mir gar nicht aufgefallen. Da hast du ein sehr feines Gehör.

Déformation professionelle, vermute ich mal :D

Grüße, Peter

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40

Wednesday, July 27th 2016, 8:35pm

@Peter:
Hast du Tools, mit denen du (entgegen guter Tonmeister-Praxis) künstliche Höhen hinzufügen kannst, a'la Aphex Aural Exciter oder SBR (spectral band replication) ?

Ich nutze so etwas nie, weil das Ergebnis mehr nach Zusatzeffekt klingt als nach Restauration.

Grüße, Peter

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41

Wednesday, July 27th 2016, 9:32pm

Leider muß man zynisch dazu sagen, das ist aber die Zukunft und teilweise schon Gegenwart, denn die aktuellen Übertragungs/Kompressionsverfahren, die nur noch nach Datenreduktionseffiziens beurteilt werden und (immer) an die Grenzen dessen gehen, was sich der Musikkonsument gefallen läßt, als da sind AAC+ und DAB+ benutzen SBR (Spectral Band Replikation) und codieren nur noch bis 5 oder 6 oder 8 kHz direkt und erzeugen die beiden oder eine höchste Oktave (bis 15..16 kHz) per SBR und ein paar Bit Informationen über die ursprüngliche Hochton-Hüllkurve. Man kann sogar soweit gehen, die Hüllkurve aus den unteren Kilohertzen einfach asymptotisch fortzusetzen, wenn niemand das Original odr ähnliches je in Natura gehört hat...
(Dann braucht man eigentlich auch keine Mikrofone mehr, die jenseits 8kHz noch was hören)-

@Thomas:
Wenn du die Spektren von Fall (3) mit denen von (1) und (2) vergleichst, siehst du, daß (3) bei ~ 5kHz um 20 dB gegenüber dem anfänglichen flachen Teil von 50 Hz bis 1,2 kHz abgefallen ist (obere Kurve, von -10 dB auf -30dB). Bei Corinna ist der Pegel bereits von -10 auf -50 dB abgefallen und schwenkt dann in einen nur noch flach abfallenden Teil bis 20 (oder 19) kHz ein. Ich vermute, daß das ab etwa 6 kHz nur noch Verzerrungsprodukte und Rauschen sind. Wenn man jetzt ganz pragmatisch ein Spektrum ähnlich (3) erzeugen will, in der Hoffnung, daß es ähnlich klingt, so muß man um die Differenz der Hüllkurven anheben. Das wären also bei 5 kHz schon 20 dB (Beginn bei 1,3 kHz mit 0 dB). Wenn oberhalb 5 kHz tatsächlich nur Schmutz ist, muß man den dort mit einem steilflankigen Tiefpass wegfiltern und je nach persönlichem Geschmack mit einem Exciter a' la Aphex oder SBR künstlich hinzufügen oder mit dem unteren Teil zufrieden sein. Wenn es nicht ganz so schlimm ist mit den Frequenzanteilen ab 6 kHz, könnte man probeweise mal so filtern, daß die Hüllkurve etwa asymptotisch fortgesetzt wird.
Unklar ist der Bassbereich, weil (1) und (2) sich dort recht verschieden verhalten. Darüber kann man ein besseres Urteil abgeben, wenn man deine 3 Files a' ~20 min auch noch auf diese Weise analysiert.
Kann man denn davon ausgehen, daß die unter konstanten Randbedingungen aufgenommen wurden ?
Wenn da noch mal so und mal anders eingestellte Klang"regler" im Spiel waren, macht eine Mittelung natürlich nicht viel Sinn.

MfG Kai
PS: Wegen des steilen Höhenabfalls kommen mir doch Zweifel, ob der Azimuth schon optimal eingestellt ist (obwohl es natürlich noch andere Ursachen dafür geben kann)

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42

Wednesday, July 27th 2016, 9:56pm

Hallo Thomas,

mein zweiter Versuch, diesmal mit Brumm- und Rauschreduzierung und etwas veränderter Klangfilterung:

Peter Alexander & Bill Ramsey - Immer zieht es mich zu ihr (Let's go) 1961 19er TB (2)
https://app.box.com/s/ah1pqyu3sop1k14pdfwgd9vj8inir8ki

Conny Froboess Sunshine 19er TB (2)
https://app.box.com/s/hl4nnwua19b3gyoi98dsmr08akndmns9

Bei Madame Conny muss ich mich korrigieren: Da in der Mitte des Stückes eine Rückung erscheint (also der Rest des Stückes um einen Halbton höher komponiert wurde), die Tonhöhe am Ende des Stückes aber nur um knapp einen Viertelton angestiegen ist, ist es offenbar doch so, dass die Bandgeschwindigkeit während der Aufnahme zugenommen hat (also nicht abgenommen, wie ich anfangs vermutete).
An die Rückung hätte ich eigentlich von selber denken müssen, das war schließlich Standard beim deutschsprachigen Schlager der 1950-60er Jahre ... na egal.

Grüße, Peter

Edit: Link korrigiert

This post has been edited 3 times, last edit by "Peter Ruhrberg" (Jul 28th 2016, 11:45am)


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43

Wednesday, July 27th 2016, 10:38pm

(Dann braucht man eigentlich auch keine Mikrofone mehr, die jenseits 8kHz noch was hören)-

Vor Jahren hatten wir im "Tonthemen"-Forum mal die Vorstellung einer Erfindung, die aus einer Monoaufnahme angeblich Richtungs- und Rauminformation rekonstruieren kann. Auf dieses Plugin hatten Tonmeister gerade noch gewartet 8|
Ist natürlich nix draus geworden - nice try though ...

Ach ja, wen's interessiert, hier der Link dahin:
http://www.tonthemen.de/viewtopic.php?f=1&t=1673
(Ich bin dort unter dem Nick "alex" tätig.)


PS: Wegen des steilen Höhenabfalls kommen mir doch Zweifel, ob der Azimuth schon optimal eingestellt ist (obwohl es natürlich noch andere Ursachen dafür geben kann)

Den Azimut habe ich diesmal weniger im Verdacht. Wäre er so stark verstellt, wie es nötig wäre, um die Aufzeichnung so dumpf klingen zu lassen wie sie ist, würde sich der Klang - aufgrund der durch unvermeidliche Bandlaufschwankungen ständig wandernden ersten Nullstelle - deutlich und mehr oder weniger unregelmäßig verändern. Für mich klingt das ganz einfach wie eine Wiedergabe mit zugedrehtem Höhenregler.

Charakteristische Klangveränderungen durch Fehlazimut kann man übrigens leicht selber erzeugen mit weißem Rauschen als Signal. Nach etwas Übung hört man den Effekt auf drei Meilen gegen den Wind :D

Grüße, Peter

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44

Wednesday, July 27th 2016, 11:04pm

moin moin,

hallo kai, meine bearbeitung wird gerade hochgeladen, du müsstest eine mail bekommen mit einem dl link von mr-597@gmx,
ich habe nicht den ganzen titel bearbeitet, ab 00:20:00 etwa.

cu reginald
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45

Wednesday, July 27th 2016, 11:08pm

Der Höhenabfall erscheint mir aber steiler und stärker als mit dem üblichen Höhensteller (zumindest auf einem HiFi-Gerät) zu realisieren, selbst wenn man noch den Höhenentzerrungsunterschied damals und heute berücksichtigt (Friedrich Engel's Hinweis), der aber zwischen 1 und 5 kHz nur etwa 4 db beträgt.Ich hab zwar noch nicht das richtige Referenzspektrum einer einwandfreien Trackkopie vorliegen, aber der Unterschied zu meiner moderneren Aufnahme beträgt bei 5 kHz immerhin ~23 dB, ( bei 3k: 9 dB, 4k:14 dB) das schafft kein Kuhschwanz 1. Ordnung, noch nicht mal ein Shelffilter 2.Ordnung. Das Spektrum ist ja kaum breiter als bei AM-Radio oder einer guten Schellackplatte.
Ich möchte nochmal an eine frühere Frage erinnern: Kann man irgendwo den Sättigungsfrequenzgang finden und würde es (im Prinzip) Sinn machen, den bei einer übersteuerten Aufnahme rauszurechnen ?

MfG Kai

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46

Wednesday, July 27th 2016, 11:23pm

moin moin,

so leute, ich würde ja gerne noch bleiben, aber ich muss erstmal an der matratze horchen, arbeiten an haus, hof und garten sind anstrengend, mich haut's gleich aus den socken, bis morgen.

cu reginald
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47

Wednesday, July 27th 2016, 11:24pm

Ich möchte nochmal an eine frühere Frage erinnern: Kann man irgendwo den Sättigungsfrequenzgang finden und würde es (im Prinzip) Sinn machen, den bei einer übersteuerten Aufnahme rauszurechnen ?

Ja, die Frage hatte ich geflissentlich überlesen, weil sie entweder lapidar zu beantworten ist - zweimal „nein“ - oder man deutlich tiefer in die Materie einsteigen muss.

Hierbei erkennt man dann ziemlich rasch, dass sich bei Übersteuerungen komplexer Audiosignale diverse Effekte überschneiden: neben dem "sattsam" bekannten Klirrfaktor auch Intermodulationseffekte (Bass-Signale können durch ihre eigene Sättigung höherfrequente Signale modulieren), Differenztöne, Pegelkompression und (infolge Selbstentmagnetisierung) sogar Pegelrückgang vor allem hoher Frequenzen bei Bandsättigung. All das und noch mehr gemeinsam ergeben charakteristische Klangdegradationen, die m. W. mit keinem Mittel der Welt wieder zu beseitigen sind.

Der Höhenabfall erscheint mir aber steiler und stärker als mit dem üblichen Höhensteller (zumindest auf einem HiFi-Gerät) zu realisieren,

Das habe ich etwas salopp ausgedrückt.
Ich hätte auch schreiben können: Es klingt nach einer höhenbeschnittenen Aufzeichnung, wie sie eher für damalige Spulengeräte mit Geschwindigkeit 4,75 typisch wäre.

Grüße, Peter

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Wednesday, July 27th 2016, 11:30pm

@Reginald:

Vielen Dank, ich hab schon down-geloaded.
Soll ich raten, was du gemacht hast oder erzählst du noch was dazu ?
Ich werd wahrscheinlich erst morgen rein hören, will noch was in Rückenschonender Lage lesen.
Ist dein Upload/Download System weniger unverschämt als DropBox ?
(Wenn man DropBox auf einem Android Tablet installiert, beansprucht es das Recht, die Kamera zu benutzen und die Kontaktliste auszuwerten !)

MfG Kai

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49

Thursday, July 28th 2016, 12:42am

Hallo zusammen,

@Peter: das hört sich doch in Anbetracht des Ausgangsmaterials ganz manierlich an.
Könnte ich mit Audacity einen ähnlichen Effekt erzeugen? Denn irgendwie wäre es ja gut, diese 7h Aufzeichnung auf ein gutes Maß zu bringen und ich glaube nicht, dass du das alles machen willst, oder? ;)
Dh wie, mit welchen Hilfsmitteln, könnte ich das hinbekommen?

Der Link zu Bill&Peter geht übrigens nicht. :/

Thomas

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50

Thursday, July 28th 2016, 2:03am

Hallo Thomas,

Peter's Vergleich mit einer 4,75 cm/s Aufnahme finde ich sehr treffend.
Du hattest von der Aufname von RIAS UKW- Sendungen gesprochen mit 19 cm/s .
Ist der Täter noch befragbar bezüglich der nâheren Umstände und ob deine Bânder wirklich die Erstaufnahmen sind (mit welchem Gerät eigentlich gemacht) ?
Die technische Qualität bleibt ja leider weit hinter dem zurück, was man von einem ordentlichen 19 cm/s Gerât erwarten kann.
Stellst du die ursprunglichen drei 20min-Files noch zum Download in die Dropbox ?

MfG Kai
Nachtrag: Kann man die YouTube FIles downloaden statt abzuspielen ?

This post has been edited 1 times, last edit by "kaimex" (Jul 28th 2016, 2:32am)


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51

Thursday, July 28th 2016, 6:51am

Moin moin,

gerade eben habe ich einen Online-Dienst entdeckt, mit dem man das Audio von YouTube-Videos in mp3 wandeln kann:
http://convert2mp3.net
Damit konnte ich die beiden Referenz-Videos konvertieren.
Bei Conny sind deutlich mehr und sogar saubere Höhen zu vernehmen als auf der Bandaufnahme.
Allerdings ist auch hier der Bass/Bottom Bereich nach meinem Geschmack unausgewogen laut.
Bei Ramsey&Alexander bleibt der Eindruck dürftiger Höhen sowohl bzgl Pegel als auch Sauberkeit/Verzerrungen.
Spektren kommen demnächst.
Hab bei convert2mp3 (noch) keine Informationen über deren mp3-Qualität gefunden.

MfG Kai
PS: Damit die Ohren wieder freigeblasen werden für ordentliche Musik (Peter mag anderer Meinung sein), hier noch ein unverbindlicher Hörtip:
https://youtu.be/1XBqp8mW2H0

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52

Thursday, July 28th 2016, 7:18am

moin moin,

ich habe ThrillseekerXTC benutzt dieses vst plug in generiert aus dem vorgegeben material obertöne.
ist in 3 sektionen eingeteilt, low, mid und air.
die lassen sich in einsatzfrequenz und intensität regeln oder bei nichtbedarf abschalten.
bei conny braucht man z.b. keinen low anteil.
ich habe das nur auf die schnelle zusammengestrickt um es mal zu demonstrieren.
bei eq einsatz zieht man ja den rauschteppich mit hoch.
das plug kost nüscht.

cu reginald

p.s. für den filetransfer benutze ich folgendes https://www.zeta-uploader.com/de/
die datei hält nur 7 tage, aber das reicht, kost nüscht und die cam will auch keiner einschalten
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53

Thursday, July 28th 2016, 8:13am

Könnte ich mit Audacity einen ähnlichen Effekt erzeugen?

Habe Audacity lange nicht verwendet, kann deswegen leider nichts Hilfreiches dazu beitragen.

Ich habe halt den Frequenzgang nach Gehör hingebogen, so dass möglichst viel von dem Klang herauskommt, den ich von den alten Schlagerschätzchen kenne.
Dann das Netzbrummen etwas reduziert (nicht ganz unproblematisch, auch weil die Brummfrequenz nicht konstant bleibt) und schließlich die Aufnahme mit Hilfe des „cleanen“ Samples entrauscht. (Diesen Effekt habe ich demonstrationshalber etwas übertrieben, was sich vor allem bei der Ansage zu Anfang der „Peter & Bill“ Aufnahme bemerkbar macht. Bei einer regulären Bearbeitung würde ich dieses Werkzeug etwas behutsamer einsetzen.)

PS: Damit die Ohren wieder freigeblasen werden für ordentliche Musik (Peter mag anderer Meinung sein)

Nö, isser nicht. Doch erinnere ich mich sehr gut an eine Zeit in meinem Leben, wo man noch klar unterschied zwischen anständiger Musik und unanständiger Musik: „Spiel doch mal was Anständiges…!“

Ich habe Thomas zur Fortsetzung seines Experiments „Vor-Hinterband“ zwei Links zu Musikstücken geschickt, die klingen auch nicht nach „La Traviata“ oder Beethovens Fünfter …

Grüße, Peter

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54

Thursday, July 28th 2016, 9:20am

Anbei die Spektren der YouTube-Versionen von Conny F und Bill R & Peter A:
Conny:

Hier sind deutlich mehr Höhen zu sehen als bei der Band-Version. Außerdem zeigt der Bereich unterhalb 1,3 kHz mehr Pegelvariation, was an der Kompression der Bandversion liegen kann.
Bill & Peter:

Dieser File ist leider kein gutes Beispiel.
Er ist nur bis -9,7 dB ausgesteuert und die Hüllkurve sieht wie dem Rasenmäher-Lineal abgeschnitten aus. Hier sind auch kaum mehr Höhen zu sehen als in der Bandversion. Da wäre nochmal ein besseres Beispiel nützlich.

Der erste Höreindruck wird von den Spektren bestätigt.
Die mp3-Files waren mit 192 kbps und 44kHz , Joint Stereo erzeugt.

MfG Kai

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55

Thursday, July 28th 2016, 10:30am

Inzwischen hab ich mir mal Peter's letze Bearbeitung von Conny angehört und die von Reginald.
Garnicht übel mit dem Exciter, könnte sogar noch mehr sein, denn Peter's Version hat noch mehr Höhen (obwohl nur mit EQ erzeugt) und klingt dort auch etwas naturidentischer. Dafür ist aber (nach meinem Geschmack) ein bischen zuviel vom Bass wegoperiert worden.
Reginald's ThrillseekerXTC müßte sich ja als VST-Plug-In in Audacity einbinden lassen (auch in WinAmp). Ich erinnere nur von meinen (geraume Zeit zurückliegenden) Versuchen solcher Art, daß die damalige Version von Audacity nicht die Original graphische Oberfläche der Plug-Ins anzeigte, sondern nur Ersatz-Slider und Checkboxes. Hab noch nicht geprüft, ob das immer noch so ist.

Beim Vergleich von Conny_YouTube mit Conny kommt man unterhalb 9 kHz zu ähnlichen Differenzen wie beim Vergleich mit meinem dritten Beispiel. Daraus habe ich mal für Thomas einen Vorschlag für Bearbeitung mit Audacity's Equalizer erzeugt:
Setze mal Punkte bei
1,3__2____3___4___5___6____8__14__20 kHz
_0 _4.5__10__13__20__20__20__15___0 dB
Vor Anwendung auf den File solltest du den Pegel um -2.5 dB herabsetzen (Effekt: Amplify), weil sonst mehr Samples geclippt werden.
Danach erscheint der Bass schon relativ niedriger.
Falls es dir noch zuviel ist, könntest du eine EQ-Variante mit zusätzlich (oder als separaten Bass-EQ mit)
57 __ 65 __ 110__130__240__270 Hz
0 ___ -4 ___ -4 ___+6___+6 ____ 0 dB
anwenden.
Alle Schritte kannst du mit Edit-Undo wieder rückgängig machen.
Einmal definierte EQs kannst du mit Save unter einem Namen deiner Wahl speichern.
Wenn es dir nicht gefällt (ich höre nicht mehr, ob es oberhalb 10 kHz rauscht und zirpt), ändere diesen ersten Vorschlag einfach nach Belieben.
Übrigens zeigt die grüne Kurve im EQ die tatsächliche Funktion, während die eingetragenen Punkte nur deine Wünsche an das Tool protokollieren.
Für die Höhenentzerrung ist eine Filterlänge von 163 mehr als ausreichend. Leider sehe ich aber gerade noch rechtzeitig, daß für den Bass-EQ eine Länge von >=3000 benötigt würde. Das ist machbar, aber unerfreulich. Da wäre ein parametrischer EQ schon vernünftiger.
Spiel erst mal damit rum, um damit vertraut zu werden.

MfG Kai

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56

Thursday, July 28th 2016, 11:07am

@ Kai: Das werde ich mal ausprobieren, nur könnte es nächste Woche werden. Werde mich dazu aber nochmal melden.
@ Peter: der erste Link geht nicht (Bill), könntest du mal nachschauen oder mir das verbesserte file als Link in einer Nachricht zukommen lassen?

Thomas

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Thursday, July 28th 2016, 11:51am

Peter's Version hat noch mehr Höhen (obwohl nur mit EQ erzeugt) und klingt dort auch etwas naturidentischer. Dafür ist aber (nach meinem Geschmack) ein bischen zuviel vom Bass wegoperiert worden.

Da ich in Samplitude alles nur virtuell stattfinden lasse - alle Effekte und die Restauration werden in Echtzeit durchgeführt -, ist das jederzeit nach Lust und Laune zu ändern.

Grüße, Peter

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Thursday, July 28th 2016, 11:53am

@ Peter: der erste Link geht nicht (Bill), könntest du mal nachschauen oder mir das verbesserte file als Link in einer Nachricht zukommen lassen?

Habe den Link in #42 korrigiert, müsste jetzt funktionieren.

Grüße Peter

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59

Friday, July 29th 2016, 10:44am

Hallo Thomas,

anbei die Spektren deiner RIAS Files:
CD1T1, 29m:23s, 2829 pos.clipped, 1916 neg. clipped


CD1T2,. 29m:24s, 38681 pos. clipped, 47112 neg. clipped


CD1T3, 21m:2s, 33 neg. clipped


über alle 3 gemittelt:


In T2 ist ein bischen viel geclipped.
In den Files sind außerdem etliche Knack- bzw. Schaltgeräusche. Manchmal klingt ein Trackbeginn, als ob ein Tonabnehmer in eine Plattenrille plumpst/holpert oder als ob das Bandgerät zur Aufnahme über die Starttaste gestartet wurde. Das machen eigentlich nur Anfänger. Alle anderen starten über die Pausentaste, um diese Schaltgeräusche und das Hochjaulen zu vermeiden oder zumindest zu verringern. Sowas müßte man eigentlich vorher rausschneiden. Außerdem sind da offenbar Mikrofonansagen des Aufnehmers drin. Die gehören natürlich auch nicht in eine Spektralanalyse von Musik.

MfG Kai

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60

Friday, July 29th 2016, 2:18pm

Wenn man sich die Spektralverläufe der ersten 3 Bilder zwischen 1 und 10 kHz ansieht, fällt auf, daß bei (1) der Pegel um 50 dB von -10 auf -60 dB absinkt (obere Kurve), bei (2) nur um knapp 40 dB mit einer Schulter zwischen 7 und 10 kHz, bei (3) um fast 60 dB.
Der Höhengehalt ist also unterschiedlich. Man wird mit einer einheitlichen Entzerrung nicht optimale Ergebnisse erzielen.
Die "Schulter" in (2) könnte auf erhöhten quadratischen Verzerrungen beruhen, die dann die ursprüngliche Hängeschulter bei 3..5 kHz nochmal bei doppelten Frequenzen reproduzieren.
Gemeinsam, nur etwas unterschiedlich ausgeprägt, ist überhöhter Bass zwischen 50..120 Hz.

Bei moderner Popmusik hat man im Frequenzbereich von 1-10 kHz einen Abfall von eher 30 dB, mal mehr oder weniger je nach Instrumentierung und Einsatz von "Enhancern"

Inzwischen habe ich mal stichprobenmäßig in die Files reingehört:
Es ist alles Mono, allerdings mit Pegelunterschieden zwischen den hier vorliegenden 2 Kanälen, teilweise so groß, daß man fast nur noch mit einem Ohr was hört.
Selbst nahe am Filebeginn sind zeitweise Bandtransportprobleme zu hören. Gegen Ende der Files gibt es auch jaulenden Transport.
Gelegentlich springt der Pegel beidseitig um gefühlte 10..14 dB.
Auch innerhalb der Files liegt kein einheitlicher Klangeindruck der unterschiedlichen Musikstücke vor.
Eine einheitliche Entzerrung wird also selbst in einem dieser Files nicht zu einem homogenen Klangeindruck führen.
Dazu wird allerlei individuelle Handarbeit erforderlich sein.

MfG Kai