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GXNet

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Tuesday, January 31st 2012, 7:21pm

Hallo in die Runde,

als Linux-Neuling habe ich eine Frage in die Runde. Mit welchem Programm rippt man Audio-CDs um unkomprimierte Dateien zu erhalten ?

Z.Zt. nutze ich CDEx um Audio-CDs unter Windows auf die Festplatte zu bannen.

Bei meinem schleichenden langsamen Umzug in die "Herde" stellt sich jetzt die Frage nach der Linux-Alternative.

VG
Michael

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Tuesday, January 31st 2012, 8:50pm

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GXNet postete
als Linux-Neuling habe ich eine Frage in die Runde. Mit welchem Programm rippt man Audio-CDs um unkomprimierte Dateien zu erhalten ?
Hallo Michael,

wie üblich in der Unix-Welt, musst Du zwischen dem eigentlichen Programm und dem Frontend mit der graphischen Benutzeroberfläche unterscheiden.

Rippen an der Befehlszeile kannst Du mit cdparanoia:

cdparanoia -d /dev/cdrom -w -v [Titelnummer] [Dateiname]

Wobei Du statt /dev/cdrom evtl. durch die Gerätedatei Deines CD-ROM-Laufwerks ersetzen musst (wenn nur ein Laufwerk vorhanden ist, stimmt es aber höchstwahrscheinlich schon). Heraus kommt eine unkomprimierte WAV-Datei.

Titelnummer kann auch "von bis" sein, also 1-20 für Titel 1 bis 20.

Ein komfortables graphisches Frontend für KDE 4 (bei SuSE nehme ich mal an, daß Du das als Desktop-Umgebung nutzt) ist der soundKonverter. Kenne ich aber nur sehr flüchtig, da ich KDE schon vor längerer Zeit abgeschworen habe.

Gruß,
Timo

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Wednesday, February 1st 2012, 12:57am

Hallo Michael,

es gibt eine ganze Reihe interessanter Programme mit denen Du arbeiten kannst.

Zu dem genannten kommen beispielsweise noch der KAudioCreator, SoundJuicer, RubyRipping, Grip, ffmpeg, Asounder, Audex.... Standard dürfte K3b sein. Auch Nero ist verfügbar. Und sogar im Konqueror und in Dolphin gehts ...
Es ist übrigens relativ egal welche grafische Oberfläche Du benutzt. Unter KDE kannst Du mit Gnome-Programmen arbeiten und anders herum; solange Du über YAST installierst, mußt Du Dich da nicht notwendig drum kümmern, für welche Oberfläche das Programm geschrieben ist.

Wenn Du unter Linux CDs oder DVDs brennen willst, kommst Du an K3b sowieso kaum vorbei. (http://de.opensuse.org/K3b) Probier's also aus.

Ansonsten findest Du im Netz diverse Workshops, die Dir helfen können:
http://www.opensuse-lernen.de/?p=4190
http://www.cyberciti.biz/faq/linux-ripping-and-encoding-audio-files/
http://aykutcevik.com/cds-rippen-mit-opensuse/
etc.

Wichtig ist, daß Du sicherstellst, daß Du die entsprechenden Hilfsprogramme und Codecs installiert oder über aktive Repositories im Zugriff hast.
Denn aufgrund unterschiedlicher Lizenzmodelle sind in der Regel nicht einmal standard-Codecs bei der Erstinstallation dabei.

Viel Spaß beim Rippen.

Tschüß, Matthias
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Wednesday, February 1st 2012, 1:09am

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Matthias M postete
Unter KDE kannst Du mit Gnome-Programmen arbeiten und anders herum
Ist natürlich richtig, aber es spricht schon einiges dafür, eine "passende" Applikation für die eingesetzte Desktop-Umgebung zu verwenden:

- Oft hat eine "Fremd-Applikation" weitreichende Abhängigkeiten. Für ein kleines Programm muss also ein Wust an Bibliotheken der anderen Desktop-Umgebung installiert werden.

- Optisch wirken solche Programme oft wie Fremdkörper und integrieren sich auch bzgl. der Interaktion mit anderen Komponenten nicht immer optimal.

- Der Ladevorgang dauert länger. Wenn man eine KDE-Applikation unter Gnome aufruft (oder umgekehrt), muss die entsprechende Laufzeitumgebung erst mal gestartet werden.

Zugegebenermaßen geht's oft nicht anders. Das erwähnte CD-/DVD-Brenn-Frontend K3B ist das beste Beispiel, für Gnome und XFCE gibt es leider nichts auch nur annähernd gleichwertiges.

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Wednesday, February 1st 2012, 2:22pm

Moin, moin,

der Einwurf von Timo ist korrekt. Allerdings denke ich, bei nahezu jeder existierenden SuSE-Einzelplatz-Installation mit KDE ist sowieso GIMP aufgespielt, damit ein Gros der zugrundeliegenden Gnome-Biliotheken bereits auf dem Rechner vorhanden.

Nichtsdestotrotz kann Michael natürlich erst einmal damit beginnen, die KDE-Programme zu testen, bevor er sich die Gnome-Varianten (z.B. Grip) anschaut.
Denn es ist zwar kein Problem bestimmte Programme wieder zu deinstallieren, wenn man sich gegen sie entschieden hat. Die mit installierten Deamons und Bibliotheken bleiben jedoch oft irgendwo auf dem Rechner, wenn man die von ihnen abhängigen Programme liquidiert. Muß nicht sein.

Tschüß, Matthias
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch