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  • »naka600« ist der Autor dieses Themas

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1

Samstag, 23. April 2016, 21:17

Dual Sprechkopf bei Pollin

Hallo Bandmaschinen-Fans,

über dieses Angebot bin ich in einem anderen Forum gestolpert. Vielleicht ist das von Interesse und noch nicht bekannt.
DUAL 222242 Sprechkopf

VG, Jan
Viele Grüße, Jan

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2

Sonntag, 24. April 2016, 01:17

Wo ich den gerade gesehen habe (danke für den Tipp): Wer hat diese Köpfe eigentlich gefertigt? Dual selbst? Stammen jedenfalls nicht von einem der beiden deutschen Hersteller Bogen oder Woelke.

LG Holgi

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3

Sonntag, 24. April 2016, 10:56

Moin moin,

vielleicht steht darüber etwas in N.Kotschenreuter's Buch über Dual drin.

Im "magnetbandmuseum" kann man lesen, daß die Dual-Tonbandgeräte von Schaub-Lorenz entwickelt wurden.

MfG Kai

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4

Sonntag, 24. April 2016, 13:00

vielleicht steht darüber etwas in N.Kotschenreuter's Buch

Ich denke eher nicht. Wenn ich heute Nachmittag dazu komme, sehe ich aber mal rein. Ggf. kann ich Norbert (Kotschenreuther) auch direkt anmailen. Aber das sind so detaillierte und spezielle Fragen, dass ich bezweifele, dass er das weiß. ?(

LG Holgi

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5

Sonntag, 24. April 2016, 13:56

Im "magnetbandmuseum" kann man lesen, daß die Dual-Tonbandgeräte von Schaub-Lorenz entwickelt wurden.


Im "Magnetbandmuseum" kann man so einiges lesen. :)

Ich kenne die Geräte nicht, aber für mich klingt es schlüssiger, daß Dual sie entwickelt und gebaut hat und Schaub-Lorenz die erste Generation für den Vertrieb unter eigenem Namen zugekauft hat. Allein deswegen, weil es nur zum TG-27 ein Schaub-Gegenstück gibt, aber (soweit ich weiß) zu den neueren TG-28 und TG-29 nicht mehr. Ich kann mir nicht vorstellen, daß Schaub die neueren Modelle ausschließlich für Dual gebaut hat.

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6

Sonntag, 24. April 2016, 14:47


Im "Magnetbandmuseum" kann man so einiges lesen.
Man kann überall so einiges lesen. In den wenigsten Fällen findet man Belege dafür, daß etwas stimmt.
Das gilt hier ganz genauso.
Wenn mit dem o.a. Satz allgemeiner Zweifel ausgedrückt werden soll, daß dort etwas zutreffendes steht, so fände ich es besser, wenn dafür nachvollziehbare Beweise vorgelegt werden.
Wenn diese spezielle Information über das Verhältnis von Schaub-Lorenz zu Dual und das dahinterstehende von Dual zu Grundig in Zweifel gezogen wird, dann sollten gegenteilige Informationen vorgelegt werden, statt nur andersartige Vermutungen zu präsentieren.
Im übrigen war mein Hinweis nur dazu gedacht, Holgi darauf aufmerksamzu machen, daß er vielleicht über Schaub-Lorenz die Herkunft der Tonköpfe aufklären kann.

MfG Kai

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7

Sonntag, 24. April 2016, 18:22

Hallo,

Norbert hat mir umgehend geantwortet. Es ist aber so, wie ich vermutet habe: nichts genaues weiß man nich! Hier seine Antwort:

"Hallo Holgi,

danke für die Info. Das mit den Teilen ist sehr interessant, ich dachte Dualfred hätte alles von Pollin übernommen. (Anm.: ich hatte ihn auf die Köpfe, die bei Pollin verkauft werden, hingewiesen)

Die Dual TG der ersten Serie (TG 12SK TG 12A und TG15) konstruierte und fertigte Dual selbst, sind aber sehr sehr sehr rar. Die anderen Maschinen ab TG 14 liefen in Pforzheim bei Schaub-Lorenz vom Band. Dual brachte hier nach meine spärlichen Informationen aber einiges Know-How mit ein.
Zu den Tonköpfen: Ich weiß nur , dass Dual sich in den sechziger Jahren ein oder zwei Patente auf Tonkopfkonstruktionen hat sichern lassen.

Gruß
Norbert
"

Gruß
Holgi

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8

Sonntag, 24. April 2016, 18:34

Wenn mit dem o.a. Satz allgemeiner Zweifel ausgedrückt werden soll, daß dort etwas zutreffendes steht, so fände ich es besser, wenn dafür nachvollziehbare Beweise vorgelegt werden.


Beweise habe ich natürlich auch keine, aber die Argumentation des Seitenbetreibers erschließt sich mir nicht. Ob Dual nun selber Tonbandgeräte gebaut oder welche von Schaub-Lorenz bauen lassen hat, beides dürfte Grundig gleich recht oder unrecht gewesen sein. Letztendlich war es ihnen höchstwahrscheinlich sowieso egal, denn die Stückzahlen waren so klein, daß die kaum eine Bedrohung für Grundig darstellten.

Mehr dazu können vielleicht die Leute sagen, die so ein Gerät besitzen. Die Bauweise lässt vielleicht tatsächlich Rückschlüsse auf die Verwandtschaft zu Dual oder Schaub-Lorenz zu. Vom Gehäuse her sieht's für mich stark nach Dual aus.

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9

Donnerstag, 7. Juli 2016, 10:12

ich kann auch nur orakeln, aber die Quasi Baugleichheit des Schaub Lorenz SL100 und des Dual TG14 ist, glaube ich, amtlich:

http://www.radiomuseum.org/r/schaub_sl100.html

http://www.radiomuseum.org/r/dual_tg14_tg_14.html

Das Dual TG27 ist ein Tischgerät, sieht aber dem Koffergerät Dual TG14 alias Schaub-Lorenz SL 100 vom Innenleben zum Verwechseln ähnlich, ist also zumindest davon abgeleitet. Und wenn man sich nach dieser Vorbetrachtung das populärste Dual Tonbandgerät TG29 ansieht, scheint es zumindest naheliegend, dass diese Geräte aus einer Schmiede kommen.

Was vielleicht auch noch bei der Spurensuche hilft - in den späten Fünfzigern hat die Firma Graetz den West-Teil der Firma Sander & Jantzen ( Saja ) übernommen, und eine kurze Zeit um 1960 herum Diktiergeräte und Tonbandgeräte unter dem Namen Graetz verkauft. Graetz wurde dann kurz später von SEL übernommen, in der Folge gab es im Bereich Radio/Fernsehen viele Geräte, die als ITT Schaub Lorenz und als Graetz verkauft wurden. Zusätzlich ist Schaub Lorenz durch die Graetz Übernahme Besitzer von Sander & Jantzen geworden. Ich weiß nicht, ob Sander & Jantzen selber auch Tonköpfe gefertigt hat, es ist aber zumindest möglich.

Gegen die ITT-These spricht beim TG29, dass bei ITT in den späten sechzigern die Unterhaltungselektroniksparte sehr stark reduziert wurde, und es zur Bauzeit des TG29 von ITT nur noch in Fernost gefertigte Cassettengeräte gab. Es ist schwer vorstellbar, dass eine Firma die Tonbandgerätefertigung nur für ein einziges OEM-Modell aufrecht hält, das noch nicht mal große Stückzahlen erreicht.

Eine weitere interessante Facette von Dual ist, dass hier ein einziges Mal ein Stereo Magnetsystem für Plattenspieler entwickelt und gefertigt wurde, das DMS900. Verbaut wurde es im 1006 M bzw. 1006 AM, also dem Vorläufer des ersten "offiziellen" Dual HiFi-Laufwerkes 1009, das schon mit zugekauften Tonabnehmern bestückt war. Man war also durchaus in der Lage und auch Willens, Bauteile wie Tonköpfe selber zu machen.

Gruß Frank

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »nick_riviera« (7. Juli 2016, 10:46)