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  • "Cris Cassella" started this thread

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Saturday, May 2nd 2020, 10:51pm

Bandgeschwindigkeit beim Uher Royal de Luxe C beeinflussen

Hallo liebe Gemeinde,
um beatsynchrone Echos zu generieren suche ich nach einer Möglichkeit die Bandgeschwindigkeit eines Royal de Luxe (RDL) zu verändern.
Ich habe mir schon das Servicemanual herauntergeladen und gesehen, dass der Motor direkt und ständig läuft und die Geschwindigkeit samt Entzerrung mechanisch ausgeführt werden.
Mir geht es um die RDL als reines Bandecho bzw Sound On Sound-Tool.
Könnte man den Motor abklemmen und an einen Drehzahlsteller zwischenschalten? https://www.conrad.de/de/p/tru-component…-w-1570778.html
Besten Dank für die Hilfe!

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Sunday, May 3rd 2020, 10:06am

Hallo Chris,

das funktioniert nicht zusammen.
Dazu bräuchte man einen Generator für Sinus-Spannung in der vom Motor benötigten Höhe und mit einstellbarer Frequenz. Ist machbar, aber aufwendig.
Viel einfacher ist die Verwendung eines Tonbandgerätes mit elektronisch geregeltem DC-Motor, zB die vielen günstig zu erwerbenden Philips-Geräte.
Da wird die Geschwindigkeit über Widerstands-Trimmer eingestellt. Wenn du einen davon durch ein (Heli-)Pot(entiometer) ersetzst, hast du variable Geschwindigkeit.
Wenn du den damit gesetzten Vergleichsstrom der Regelung durch ein elektronisch erzeugtes Signal ersetzst, kannst du die Geschwindigkeit auch dynamisch variieren nach Lust & Laune, Lautstärke ... was dir so einfällt.

MfG Kai
Nachtrag: Eine einfache (anständige) Möglichkeit, die Geschwindigleit einer RdL etwas variabel zu machen, wäre dies: Einen Verstärker für ~30 W an 4 Ohm, besser an 6 oder 8 Ohm organisieren, mit einem Sinus-Tongenerator variabler Frequenz um 50 Hz speisen, so daß hinten ca. 12V rauskommen. Da einen Netztrafo für 2x110V auf 12V anschließen, 12V-Wicklung an den Verstärker. An die 110V-Wicklung den Motor der RdL anschließen. Beruht auf der Vermutung, daß der mit ~110V laufen soll. (Falls nicht, Trafo anpassen). Dann kann man die Geschwindigkeit mit dem Tongenerator einstellen. Das funktioniert aber nur in einem eingeschränkten Frequenzbereich gut, weil die nötige 90°-Phasenschiebung für die Hilfswicklung des Motors mit einem C-L-Glied erfolgt und deshalb "recht" Frequenz-abhängig ist, sowohl bezüglich Phase als auch Amplitude der an der Hilfswicklung ankommenden Spannung.

This post has been edited 1 times, last edit by "kaimex" (May 3rd 2020, 10:52am)


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Sunday, May 3rd 2020, 12:23pm

;-) Jürgen
JUM has attached the following image:
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  • "Cris Cassella" started this thread

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Sunday, May 3rd 2020, 6:14pm

Vielen Dank für die Antwort! :-)


Das klingt doch schon mal gut. Laut Schaltplan ist der Motor der RdL direkt mit dem Netz verbunden. Ich lese das so, dass eine Wicklung den Motor speist und die andere Wicklung die Elektronik. Laut Internet sind die Royal Motoren normale Papst Asynchronmotoren für 50Hz.
"Da einen Netztrafo für 2x110V auf 12V anschließen, 12V-Wicklung an den Verstärker. An die 110V-Wicklung den Motor der RdL anschließen." Für was brauche ich die 12V?

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Sunday, May 3rd 2020, 6:41pm

Hallo,

in dem Schaltplan, der mir vorliegt, ist der Motor parallel zu einer der Primär-Wicklungen des Netztrafos angeschlossen. Daran liegen vermutlich 110V. Das wäre aber zu überprüfen. Der Motor hat zwei Wicklungen. Die eine ist direkt angeschlossen, die andere über einen Kondensator von 8 µF. Dadurch wird ein Drehfeld erzeugt. Mit der Elektronik hat der Motor nichts zu tun.

Da Verstärker mit einer Ausgangsspannung von 110Vrms seltener zu finden sind, nimmt man einen ganz normalen Audio-Verstärker, der zB 12Vrms ausgeben kann. Die transformiert man mit einem umgekehrt benutzten Netztrafo auf die benötigte Spannung (zB 110 V) hoch.

MfG Kai

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Sunday, May 3rd 2020, 7:36pm

Könnte man da nicht auch einen 100V - Verstärker nehmen?
VG
Wolfgang

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Sunday, May 3rd 2020, 8:07pm

Hallo Wolfgang,

ein "100V"-Verstärker ist im gängigen Sprachgebrauch nichts anderes als ein Verstärker, dessen nominelle Ausgangsspannung mit einem Trafo auf ca. 100V hochge"hieft" wurde. Also im Prinzip das Gleiche.
Es ist natürlich heutzutage "ohne weiteres" möglich, eine Verstärker mit billigen MOSFETs zu bauen, der ohne Trafo 110 oder 220 V Ausgangsspannung liefert.
Man kann es aber erstmal mit einem preiswerten ausgemusterten bzw 2nd-Hand Verstärker für wenig Geld ausprobieren.
Will man einen größeren Frequenzbereich als mit dem Phasenschieberkondensator möglich abdecken, muß man elektronisch die 90° Phasenverschiebung erzeugen (Quadratur-Oszillator) und die beiden Motorwicklungen mit je einem Verstärker speisen. Das geht mit einem "Stereo"-Verstärker auch noch preiswert.

MfG Kai