You are not logged in.

Posts: 5,574

Date of registration: Mar 23rd 2006

Location: NRW

  • Send private message

61

Monday, October 30th 2006, 8:38pm

@Hans,

eigentlich reicht meine Phantasie schon aus, um mir vorzustellen, was
im Innern dieser "Büchse" los ist. (CD-RW-Laufwerk, Kassettenrecorder
mit grossen Wickeltellern, unterdimensionierte Spul- und Capstanmotoren
- wenn es überhaupt mehr als einen gibt). Bei den Geräteabmessungen ist
auch nicht für viel mehr Platz. Da ich aber vor allem vor undefinierten
Versandkosten zurückschrecke (...die aus den USA leicht noch den Geräte-
Preis übersteigen...), hält sich meine Neugierde in Grenzen. Ausserdem - was
will man anschliessend mit dem Ding? Vielleicht taucht ja irgendwann mal
so ein Teil in Europa auf, weil es irgendein Touri im Koffer mitgebracht
hat. Bis dahin sollten wir uns mit echten Bandmaschinen beschäftigen.

Gruss
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)

Hans

Unregistered

62

Monday, October 30th 2006, 8:48pm

Quoted

PeZett postete
@Hans,

eigentlich reicht meine Phantasie schon aus, um mir vorzustellen, was
im Innern dieser "Büchse" los ist. [...]
So richtig mit Fotos hätte es ein angenehmes Gruseln erzeugt. Aber dafür ist der Preis eindeutig zu hoch.

Quoted

Vielleicht taucht ja irgendwann mal
so ein Teil in Europa auf, weil es irgendein Touri im Koffer mitgebracht
hat.
Oder es steht plötzlich tausendfach bei Tchibo im Regal ... :)

Aber recht hast Du, es gibt wirklich interessantere Forschungsobjekte.

Gruß, Hans

EinarN

Unregistered

63

Monday, October 30th 2006, 10:12pm

Nicht Mahl Geschenkt wurde ich mir sowas im wohnzimmer Stellen. Die Kiste ist der Schlechteste Witz was Ich je Gesehen habe und das noch für über 100 USD. Nein. Niemahls.

Posts: 299

Date of registration: Aug 10th 2004

  • Send private message

64

Monday, October 30th 2006, 10:52pm

Quoted

Frank postete
.

Ursprungsland könnte China sein, die machen jetzt das was die Japaner vorgemacht haben: billige Kopien zusammenklatschen, und dann zu Qualitätsartiklen hocharbeiten.

Frank ( darklab )
Ist wie mit dem Transrapid, den versuchen die Chinesen jetzt selbst zu bauen. Und unsere Industrie ist so naiv und will jetzt ein Airbus-Werk in China bauen.

Für die Konstruktion und Werkstoffforschung werden seit neuestem auch Computer-Tomographen eingesetzt, damit kann man Bauteile zerstörungsfrei untersuchen und dreidimensional abbilden. Selbstverständlich lassen sich daraus auch Konstruktionszeichnungen anfertigen. Die Chinesen sind ganz verrückt auf solche, noch sehr teuren Geräte.

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann deutsches know-how nicht mehr gefragt ist, weil andere das genausogut und billiger können.

Gruss, Michael
"Der Abstand zwischen Brett und Kopf wird im Allgemeinen als "geistiger Horizont" bezeichnet!"

EinarN

Unregistered

65

Monday, October 30th 2006, 11:19pm

Quoted

Uhu postete
Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann deutsches know-how nicht mehr gefragt ist, weil andere das genausogut und billiger können.
Hast'e was Verpast? Das ist schon längst gang und gebe. Es ist jedoch die frage offen, Wie Lange Noch?

Posts: 5,574

Date of registration: Mar 23rd 2006

Location: NRW

  • Send private message

66

Monday, October 30th 2006, 11:35pm

A C H T U N G - T O T A L O F F T O P I C !!!


Quoted

Uhu postete
a)Ist wie mit dem Transrapid, den versuchen die Chinesen jetzt selbst zu bauen.
b)Und unsere Industrie ist so naiv und will jetzt ein Airbus-Werk in China bauen.

c)Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann deutsches know-how nicht mehr gefragt ist, weil andere das genausogut und billiger können.

Gruss, Michael
Zu a) ...wenn wir den TR in die Ems donnern lassen, bleibt denen ja nichts
anderes übrig!
Zu b) ...das ist ein sogen. Koppelgeschäft. Die Chinesen wollen näml. 80 St.
(oder so...) von den Dingern kaufen. Dass die das nicht ohne "Gegenleistung"
tun, ist wohl klar.
Zu c) ...damit leben wir schon seit 35 Jahren (da kamen die Kopien
allerdings noch aus Japan, später dann ... ach Ihr wisst ja selber...
deshalb: öfter mal was Neues!

Gruss
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)

Posts: 13,697

Date of registration: Apr 4th 2004

Location: Meerbusch (bei Düsseldorf)

Occupation: Softwareentwickler

  • Send private message

67

Thursday, July 4th 2019, 1:25pm

(Damit der Bezug erhalten bleibt: Es geht hier um diese "Bandmaschine".)

Lang, lang ist's her, daß der letzte hier im Thread geschrieben hat. Da aber gerade jemand bei den "Tonbandfreunden" dieses Wunderwerk der Technik zur Reparatur auf dem Tisch und ein Foto des Innenlebens in die Gruppe eingestellt hat, teile ich es (mit Genehmigung, versteht sich) mal hier.


© Mikel Tee

Ich bleibe dabei, daß ich dieses Ding nicht haben möchte. Auch nicht geschenkt. :)

68

Thursday, July 4th 2019, 8:48pm

Am 31. Oktober 2004 habe ich mich gefragt:

Ich bin neugierig, wie der Antrieb verwirklicht wurde. Ob z. B. unter der gewaltigen Abdeckung vielleicht einfach ein Kassettenlaufwerk von der Stange eingeschroben wurde.


Das scheint ja wirklich so zu sein.

Timo, könnte der Tonbandfreund evtl. das Gerät hier umfänglich vorstellen? Meine Neugier habe ich mir die letzten 15 Jahre bewahrt....

niels
Ich halte die analoge Aufzeichnung einer qualitativ gut erzeugten digitalen Aufzeichnung für unterlegen.
Aber jene macht mir mehr Freude.

Posts: 5,574

Date of registration: Mar 23rd 2006

Location: NRW

  • Send private message

69

Friday, July 5th 2019, 6:09am

eigentlich reicht meine Phantasie schon aus, um mir vorzustellen, was
im Innern dieser "Büchse" los ist. (CD-RW-Laufwerk, Kassettenrecorder
mit grossen Wickeltellern, unterdimensionierte Spul- und Capstanmotoren
- wenn es überhaupt mehr als einen gibt)


Hallo Niels,

deine Frage drängte sich in der Tat auf... ...und Du solltest natürlich Recht behalten. Ein echtes "Sahneschnittchen" (...hat nur zu lange in der Sonne gestanden... :P )

Gruß
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)

Posts: 312

Date of registration: Apr 7th 2018

  • Send private message

70

Friday, July 5th 2019, 7:59am

Es benutzt 3.81 mm Kassettenband.
Ich finde das Ding 'Great!'. Alleine die Idee, ein Kassettenlaufwerk auf R2R 'aufzublasen'...
Wenn doch solche genialen Konstrukteure mal sinnvolle Sachen machen könnten...

VG Jürgen

Posts: 836

Date of registration: Nov 22nd 2005

  • Send private message

71

Friday, July 5th 2019, 8:36am

Ich finde das auch echt lustig. :thumbup:
Ist ein Spaßartikel. Sozusagen ein CD-Player mit Tonbandlook. 8)

Weiß irgendjemand, wo es das zu kaufen gibt?

72

Friday, July 5th 2019, 9:49am

Gar nicht mehr. Das Ding würde vor 15 Jahren auf den Markt geworfen. Vielleicht lässt sich über eBay USA noch was finden, mit viel Geduld.

niels
Ich halte die analoge Aufzeichnung einer qualitativ gut erzeugten digitalen Aufzeichnung für unterlegen.
Aber jene macht mir mehr Freude.

Posts: 137

Date of registration: May 18th 2005

Location: Steyr, Oberösterreich

  • Send private message

73

Sunday, July 7th 2019, 3:25pm

Wird zwar jetzt auch ein bisschen Offtopic, aber das ganze erinnert mich an meine Kindheit... So mit 10 oder 11 Jahren habe ich mir selber eine Bandmaschine gebastelt, die zumindest für kurze Zeit tatsächlich funktioniert hat. Das ganze zu 90% aus Pappkarton, ein Kassettenlaufwerk mitsamt Elektronik aus einem alten Kassettenrecorder, Antrieb für die Aufwickelspule war ein Lego-Motor, die Spulen natürlich auch aus Pappkarton und das Band aus einer Kassette drauf aufgewickelt. Eine Rückspulmöglichkeit gab es in Ermangelung eines zweiten Motors nicht, das ging nur händisch. Mann war ich stolz damals... Schade, dass es kein Foto davon gibt.
Das Ding hier ist im Prinzip genau das gleiche, nur eben nicht aus Pappkarton :D

Posts: 13,697

Date of registration: Apr 4th 2004

Location: Meerbusch (bei Düsseldorf)

Occupation: Softwareentwickler

  • Send private message

74

Sunday, July 7th 2019, 6:15pm

In dem Zusammenhang erstaunt es schon etwas, daß es in über fünfzehn Foren-Jahren keinen hier dokumentierten Versuch gab, eine Bandmaschine selbst zu bauen (und sei es auf Grundlage eines alten Kassetten-Laufwerks).

Wenn sich noch jemand an das Projekt trauen will, dann sollte es zeitnah geschehen. In ein paar Jahren wird die 3D-Druckertechnik so weit sein, daß man sich über Nacht eine komplette, funktionstüchtige Philips N7300 ausdrucken kann. Dann verlieren Basteleien mit Lego oder Fischertechnik natürlich stark an Reiz. :D

Posts: 637

Date of registration: Jul 20th 2006

  • Send private message

75

Tuesday, July 9th 2019, 5:53am

Dann muss aber auch erst mal Jemand die Teile drucken. Ich hab keine Ahnung davon, wie man Images erstellt, würde es also niemals hinbekommen irgendwelche Objekte zu entwerfen und ich habe keinen 3D Drucker.

Im Prinzip kann man ja sämtliche Laufwerke ausdrucken, soweit die Teile aus Plastik sind. Es gibt so viele Teile in Laufwerken die brechen können und es werden trotzdem nur die für bestimmte Geräte gedruckt. Solang es keine Menschen gibt, die das entwickeln, gibt es auch keine druckbaren Bandmaschinen.

LG Tobi

Posts: 5,452

Date of registration: Mar 16th 2006

  • Send private message

76

Tuesday, July 9th 2019, 8:28am

Hallo Tobi!

Zitat: "...soweit die Teile aus Plastik sind..."

Der Fortschritt in der 3d-Druckerei ist inzwischen schon viel weiter.

Daimler-Benz druckt Ersatzteile (aus Metall), die in geringen
Stückzahlen für Oldtimer benötigt werden (z. B. für den 300SL W198 ),
schon seit Längerem aus. Die sind von alten Orginalteilen weder in
Aussehen, Präzision oder Haltbarkeit nicht zu unterscheiden. Das
Ganze hat natürlich seinen Preis.

Gruß
Wolfgang

PS.: In China werden ganze Häuser im 3D-Verfahren gedruckt. So las ich...

Posts: 1,449

Date of registration: Dec 18th 2013

  • Send private message

77

Friday, July 12th 2019, 2:43pm

Es gibt grundsätzlich drei 3D-Druck-Verfahren:
- Schmelzschichtverfahren (englische Abkürzung FDM): Kunststoff (oder auch mal Schokolade) wird geschmolzen und wie bei einer computergesteuerten Heißklebepistole Schicht für Schicht extrudiert. Genauigkeit meistens um die 0,1 mm, Oberflächen müssen wenn sie feiner sein sollen nachbearbeitet werden. Es können nur thermoplastische Materialien verarbeitet werden (unter Umständen auch zähflüssige wie Marzipan, Ton oder Beton). Gerätekosten für Bastelwillige ab ca. 200 Euro

- Stereolithographie: ein Harz wird in eine Flüssigkeit extrudiert und mit UV-Licht gehärtet. Feiner als Schmelzschicht, aber nicht um Gößenordnungen. Angeblich wegen der Materialien problematisch (giftig). Gerätekosten ab etwa 1500 Euro, für Bastelwillige eventuell weniger.

- Lasersintern: Metallpulver wird aufgeschichtet, selektiv mit einem Laser geschmolzen und zuletzt das lose Pulver um den fertigen Teil entfernt. Erzeugt massive Metallteile. Gerätekosten sechsstellig.
Ein Tanashin-Kassettenlaufwerk, jedenfalls das Grundgerüst, könnte man schon FDM-drucken, für die Zahnräder wird es eher Stereolithographie (SLA) brauchen. Für ein wirklich solides Spulentonband-Chassis reden wir aber ziemlich sicher von Lasersintern und das ist für den Heimwerker unleistbar. Und ob man bei Feinteilen wie Capstan ohne CNC-Nachbearbeitung auskommt bin ich mir nicht sicher. Das sind ja Präzisionen, die sich der kleine Bastler zu Hause nicht einmal vorstellen kann!