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Beiträge: 282

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91

Montag, 16. Mai 2016, 14:06

Ich weiß jetzt nicht, ob das hier schon bekannt ist:


http://www.analogarts.net/project-r2r/
Viele Grüße,

Matthias

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92

Montag, 16. Mai 2016, 15:15

Hallo Matthias,

war schon bekannt, siehe Beitrag 81 (eine Seite zurück).

Hat man eigentlich von den neuen Philips-Maschinen noch mal was gehört? :)

Gruß,
Timo

93

Samstag, 21. Mai 2016, 08:04

Hallo!

Gestern beim AAA-Stammtisch habe ich (aus 2. Hand, ungesichert) über die neue Bandmaschine Neuigkeiten erfahren:

1) die Bandmaschine für reine Wiedergabe soll preislich bei 4000 Euro liegen.
2) für die Bandmaschine mit Aufnahmefunktion sollen ca. 8000 Euro aufgerufen werden.
3) das Design stammt vom Gestalter der REVOX-Bandmaschinen
4) die Entwicklung der Elektronik soll ein Fachmann aus Hannover erledigen
5) es ist angedacht, später auch eine Profiversion (mit 30cm-Spulen?) zu bauen

Ich lasse das unkommentiert so stehen...

Wenn ich mehr, und hoffentlich gesicherte, Informationen bekomme, lasse ich es Euch hier wisssen.

Gruß
Wolfgang

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94

Montag, 10. Oktober 2016, 11:51

auch wenn es vielleicht das Thema nur am Rand streift - was mich so wundert, habe ich gestern in einer Radiosendung mal wieder auf die Nase gerieben bekommen - da wurde über die Wertentwicklung von historischer Unterhaltungs- und HiFi-Technik laboriert, und behauptet, dass die Geräte ab der oberen Mittelklasse aufwärts weiterhin massiv an Wert zulegen, weil der Kreis der Nachfrager immer größer wird. Nach Gerätearten sortiert bilden aber die Magnetbandgeräte, also Tonbandgeräte und Cassettenrecorder, hier eine Ausnahme - nach denen ist die Nachfrage angeblich unverändert am Boden und die Preise niedrig - selbst alte Tuner, die in absehbarer zeit wertlos werden, stehen nach diesem Bericht in der Käufergunst höher als Bandmaschinen und Tapedecks.

Woher kommt es, dass der Plattenspieler einen stetig steigenden Nachfrageschub erfährt, und das Tonbandgerät bzw. der Casettenrecorder davon scheinbar überhaupt nichts abbekommen. Die Beobachtungen aus dem Bericht halte ich auch deshalb für seriös, weil sie sich mit meinen Beobachtungen decken. Rettbare Revox A77 bekommt man schon für unter 100 Euro, und selbst bei ansonsten sauteuren Komponentensystemen von B&O, Braun o.ä. sind die Tapedecks immer für ein Taschengeld zu haben, und müssen häufig als Gehäusespender für Eigenbauten ihr Leben lassen. was fehlt der Magnetbandtechnik, dass sie von dem ganzen Vintage Hype der letzten Jahre überhaupt nicht profitiert ? So ein Hype hat nämlich nicht nur Nachteile. Die Geräte würden zwar teurer werden, es käme aber auch mehr in Richtung Ersatzteilnachschub in Gang, und die Hersteller von Bandmaterial würden nicht der Reihe nach pleite gehen. Wenn so eine neue Revox Maschine für 4000 respektive 8000 Euro nichts weiter erreicht, als das Tonbandgerät wieder schick zu machen, dann hat es sich schon gelohnt.

Gruß Frank

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95

Montag, 10. Oktober 2016, 12:32

Nun - ich denke das könnte damit zusammenhängen, daß man sich zwar gerne Retro ins Haus stellt, jedoch gerne beim "Plug & Play" bleibt.
Es gibt halt verschwindend wenig bespielte Senkel - wenn dann sauteuer - und die bespielte MC spielte m.W. auch nie eine große Rolle.
Also holt man sich den Amp, den Tuner und 'nen Plattendreher und es kann los gehen.
Ich glaube daß heutzutage niemand mehr eine Cassette geschweige denn ein Band bespielen möchte
Viele Grüße
Jörg

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96

Montag, 10. Oktober 2016, 13:40

Ich glaube daß heutzutage niemand mehr eine Cassette geschweige denn ein Band bespielen möchte


Mein Reden. :) Dazu gesellen sich vermutlich noch ein paar andere Gründe:

- Für die heute 40-50jährigen, die heute wahrscheinlich den Großteil der LP-Neukäufer stellen, hat die LP Kultpotential, weil sie gefühlt noch damit aufgewachsen sind. Zu Bandmaschinen fehlt den allermeisten dagegen jegliche Beziehung. Bei jüngeren Käufern wird das wahrscheinlich noch extremer sein, die kennen Tonbandgeräte ja oft gar nicht mehr.

- Mit der Kassette sind zwar die meisten durchaus aufgewachsen, aber meines Eindrucks zufolge war sie für die meisten Leute immer das ungebliebte Stiefkind der Audiotechnik. Fertig bespielte Kassetten wurden nur notgedrungen (mangels Platten- oder CD-Spieler) gekauft. Und den in letzter Zeit so oft gepriesenen Kult um das "Mixtape" halte ich für eine Ausnahmeerscheinung. In meinem Bekanntenkreis wurde die Kassette zu 90% genutzt, um komplette Alben zu überspielen, die man nicht toll genug fand, um Geld für die CD oder LP auszugeben.

- Gebrauchte Bandmaschinen und Kassettendecks mögen preiswert sein, aber der Kauf erfordert wahrscheinlich mehr Wissen über die Materie, als die meisten potentiellen Käufer haben. Dazu kommen wahrscheinlich in vielen Fällen generelle Vorbehalte gegenüber Gebrauchtkäufen. Bei Plattenspielern ist es ja auch nicht umsonst so, daß statt eines hochwertigen Gebrauchten (trotz des großen Angebots und des - gemessen an Bandmaschinen - vergleichsweise kleinen Risikos) oftmals lieber ein primitives Neu-Brett für den fünffachen Preis gekauft wird.

97

Montag, 10. Oktober 2016, 16:06

Hallo!

Baruse-Zitat:
"Ich glaube daß heutzutage niemand mehr eine Cassette geschweige denn ein Band bespielen möchte"

Hier wird er m. E. wieder ganz deutlich - der heutzutage all so beliebte Hang zur Pauschalbehauptung.
Entäußerungsdrang in Unkenntnis der Faktenlage. Eine ungute Mischung...

Zur Sache:
Ich glaube kaum, daß ich der Einzige hier zu Foren bin, der sowohl auf "open-reel-Band" als auch auf CC
aufnimmt. Und daran wird sich noch ganz lange nichts ändern.
Eine Neu-Bandmaschine,wie angekündigt, werde ich allerdings nicht kaufen. So sie denn auf den Markt
kommt. Mir reichen die bis dato angesammelten Bandmaschinen und CC völlig aus.

Gruß
Wolfgang

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98

Montag, 10. Oktober 2016, 16:35

Ach Wolfgang...
Du wirst doch den verschwindend geringen Bevölkerungsanteil den dieses und ähnlich geartete Foren ausmacht nicht ernsthaft in Erwägung ziehen wollen? :rolleyes:

Aber gerne konkretisiere ich meinen Satz in "...so gut wie niemand..." :D
Zufrieden?
Viele Grüße
Jörg

99

Montag, 10. Oktober 2016, 16:41

Naja, Wolfgang, so ganz abwegig finde ich die Äußerung nicht. Die Teilnehmer dieses Forums scheinen mir nicht repräsentativ für die bundesrepublikenische Bevölkerung zu sein, nicht einmal für den durchschnittlichen bundesrepublikanischen "retro" Hifi-Fan. Ich fühle mich den Niemands durchaus zugehörig und vermute, dass wir bei Landtagswahlen keinen eigenen Balken bekommen würden.

niels

P. S. Ich habe eindeutig zu lange zum Formulieren gebraucht.
Ich halte die analoge Aufzeichnung einer qualitativ gut erzeugten digitalen Aufzeichnung für unterlegen.
Aber jene macht mir mehr Freude.

100

Montag, 10. Oktober 2016, 17:54

Laut Tapeheads-Forum hat Analogarts das Projekt bis auf weiteres auf Eis gelegt. Die Webseite verkündet nichts davon, aber der letzte Beitrag dort ist von Mai 2016, auch nicht sehr ermutigend.

Beiträge: 259

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101

Montag, 10. Oktober 2016, 17:54

Hallo zusammen,

das Plattenspieler höher im Kurs stehen als Cassetten- oder Bandmaschinen, mag auch damit zusammenhängen, dass in vielen Fällen beim Kauf einer LP die digitale Kopie direkt (als Download) mitgeliefert wird.
Wozu also noch die Mühe machen, die LP zu überspielen?

Gruß,
Klaus

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102

Montag, 10. Oktober 2016, 19:26

Ich gehöre zu der Generation der heute 50-jährigen und werde mir aber definitiv keinen Plattenspieler zulegen. Ich habe in meinem Leben auch noch nie einen besessen. Demnächst steht jedoch wieder eine Bandmaschine auf dem Plan. Ich habe in den 80ern meine Musik ausschließlich auf "Senkel" aufgenommen. Mit Cassetten konnte ich mich aufgrund der viel zu kurzen Spieldauer (habe seinerzeit fast ausschließlich Maxi-Versionen aufgenommen) und der - zumindest im Osten Deutschlands - mießen Qualität der Aufnahmen nie anfreunden. Anfang der 90er bin ich auf CD und DAT umgestiegen und habe eines meiner beiden Tonbandgeräte (Unitra ZK246) verkauft. Mein zweites Gerät, ein UHER Royal DeLuxe, habe ich vor einigen Jahren ebenfalls verkauft, nachdem ich die gesamten Werke der 80er in digitaler Form hatte. In den 90ern habe ich mir viele Mixtapes aus Maxi-CD's auf DAT zusammengestellt, welche ich auch gelegentlich immer mal laufen lasse. Im Gegensatz zu vielen anderen Usern habe ich mit DAT sehr gute Erfahrungen gemacht und mich auch sehr intensiv mit dieser Technik befasst (u.a. mehrere Geräte instandbesetzt). Ich finde die alten Bandmaschinen immer noch faszinierend, im Gegensatz zu der zwar komfortableren jedoch eher langweiligen Digitaltechnik von heute. Vor allem die Erinnerung an die alten Zeiten haben mich dazu bewogen, mir wieder eine Bandmaschine zuzulegen. Meine Favoriten sind die A77 oder B77 aus dem Hause Revox.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Houseverwalter« (10. Oktober 2016, 19:47)


103

Dienstag, 11. Oktober 2016, 09:19

Hallo "Baruse"!

Danke für Deine "Konkretisierung/Ergänzung/Änderung" von "95"...

Gruß
Wolfgang

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104

Dienstag, 11. Oktober 2016, 16:11

Es ist letztlich eine Frage der Bequemlichkeit.
Plug and play macht nahezu jeder Plattenspieler. "Bespielte" Platten gibt es wie Sand am Meer.
Aber ein Magnettongerät will erstmal gewartet und dann mit viel Aufwand eingepegelt werden. Die "bespielten" Bänder muss man sich erstmal sebst erstellen.
Ein großspuliges Bandgerät findet nahezu jeder "toll", aber nahezu niemand wird es sich kaufen. Völlig parallel zu Oldtimer-Autos. Toll finden - ja. Kaufen -nein.
Die gängigen Medien sind Digital Downloads. Plattenspieler ist als Vintage- Nebeneffekt "cool" und weil einfach zu händeln auch stark nachgefragt. Zumal es da auch einfache Lösungen mit USB-Ausgang (interner AD-Wandler) gibt. Und das muss nicht Schrott sein. Project zB hat da einiges Interessantes im Portfolio.
Auch die Optik muss passen. Und auch da gibt es moderne Lösungen. Zur Ikea-Einrichtung auch das Ikea-Plattenspieler-Brett (mit USB).
Bandgeräte sind hingegen optisch generell "Vintage". Auch das passt sicher nicht in jede aktuelle Einrichtung.

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105

Dienstag, 11. Oktober 2016, 16:40

Ein großspuliges Bandgerät findet nahezu jeder "toll"


Oh, dann kenne ich (von Forenmitgliedern mal abgesehen) genau den Teil der Menschheit, der nicht "nahezu" ist. :) Ich stelle meistens fest, daß Menschen auf Bandmaschinen irritiert reagieren und überhaupt nicht nachvollziehen können, was man heutzutage (eigentlich schon vor über 20 Jahren) noch damit will. Einzige Ausnahme war ein Freund aus Schulzeiten, der von meiner damaligen GX-77 so fasziniert war, daß er zunächst den TK 745 seines Vaters reaktiviert und sich kurz später eine gebrauchte GX-215 D gekauft hat. Die hat er heute, fast 25 Jahre später und inzwischen in England wohnhaft, immer noch, schiebt eine Reparatur (Entstörkondensator abgeraucht) aber schon seit Jahren vor sich her.

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106

Dienstag, 11. Oktober 2016, 18:33

Man kann ja eine alte Technik nicht danach beurteilen was gerade aktuell in ist.

Habe am Montag meine Tandberg 4041X mit harten Verhandlungen aus den Fängen des Zolls befreien müssen Ich konnte nicht genügend Angaben zum Wert machen. Ja wenn es ein Handy wär hat der Herr Beamte gesagt. Dann wüssten wir schon was es wert wäre. Glauben Sie im ernst das in 50 Jahren noch jemand ein Handy von Norwegen nach Deutschland sendet erwiderte ich. Nicht mal wenn ein Apfel drauf ist.

Es war auch ein Band mit Beatles Songs mit dabei. Alleine die Zusammenstellung der Songs auf dem alten PE41 Band hat mich unglaublich inspiriert. Waren es doch überwiegend Songs die ich von den alten Herren gar nicht so auf der Pfanne hatte. Es geht also nicht nur um den Gehirnschmalz den man selber in neue Compilations steckt sondern auch um das was unsere Vorfahren hinterlassen haben. Vor dem Hintergrund finde ich die aktuelle Diskussion um den Nutzen von Tonbändern absurd.

VG Martin

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »leserpost« (11. Oktober 2016, 20:26)


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107

Mittwoch, 12. Oktober 2016, 10:23

Ich konnte nicht genügend Angaben zum Wert machen.
:D So ging es mir bereits vor Jahren beim Zoll. Ich hatte Tonband-Rohwickel aus der Schweiz gekauft. Der Zollheini hat überhaupt nicht kapiert, was das eigentlich sein soll. Ich habe versucht, es ihm anhand einer Cassette (die kannte er) zu erklären. Aber die Vorstellung, dass es so etwas in gross gegeben haben sollte, war ihm derartig abstrus, dass er das Zeug erstmal nicht herausgeben wollte. Erst als ein älterer Kollege "zu Hilfe" geholt wurde, der ihm erklärte, dass es das sehr wohl gäbe, rückte er kopfschüttelnd die Bänder heraus.

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108

Mittwoch, 12. Oktober 2016, 19:47

Meiner fragte nur Tand...was? :D

VG Martin

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109

Donnerstag, 13. Oktober 2016, 08:31

Meiner fragte nur Tand...was? :D
:thumbsup: Hatte ich mit einer Revox F 36 aus der Schweiz.
"Revox"??? Was soll das sein???
Ein Tonbandgerät.
Ein WAS?
Ton Band Gerät
Was ist das? Paggenses ma aus.
Ich ausgepaggd.
Er: Was ist das?
Ein Magnettongerät ( :D )
Aber sie ham doch eben was anderes gesagt.
Tonbandgerät.
Was isn sowas Wert?
Naja so ungefähr....
Ach, kommher nehmses halt mit!

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110

Donnerstag, 13. Oktober 2016, 14:34

na ja, ich glaube, es gab schon immer Leute, die nicht so wirklich mitkriegen, was es auf unserer Erde alles gibt. Das Tonbandgerät ist erst in den achtziger Jahren von der Bildfläche verschwunden, also vor heute gut 30 Jahren, und hat davor noch durch die japanischen Protzkisten für jedermann eine große Renaissance erlebt. Danach gab es noch lange Jahre den Cassettenrecorder, der ja nichts weiter ist als ein Tonbandgerät in klein. Und heute wird das Tonbandgerät als hippe Dekoration in Film und Fernsehen verwurstet, wo es nur geht. Achtet mal darauf, wie viele Uher Reports in ganz modernen Fernsehkrimis in den Büros rumstehen, und öfter auch noch bei Verhören eingesetzt werden. Die Großspulenmaschine ist in Musikvideos ein ähnlich beliebtes Deko-Element wie in den achtzigern der Ventilator.

Ich glaube mittlerweile immer mehr, dass das Volk alles mitmacht, wenn es der PR nur gelingt, es sexy zu machen. Dass das Volk heute mehrheitlich glaubt, die Schallplatte würde am besten klingen, ist ein genialer Schachzug des Marketings der Musikindustrie. Dieser geht es nämlich darum, die ungebremste Verbreitung anonymer Raubkopien zu verhindern, und aus dieser Perspektive ist die CD das schlimmste aller verfügbaren Medien. Die Schallplatte in Kombination mit der Download Option ist da viel besser. Zunächst mal kann man sie überteuert verkaufen, weil sie ja "Luxus" ist. Dann kann man sie nur schwer digitalisieren, und um die digitale Zugabe-Version nutzen zu können, muss man sich der Musikindustrie mit seinen persönlichen Daten offenbaren.

Das Tonband hat das Potential nicht, der Musikindustrie zu helfen - im Gegenteil ist es ja das erste Medium, mit dem die Menschen den Kauf von Musik umgehen konnten, indem sie sich ihre Konserven selber gemacht haben. Ich denke, wenn man jetzt für irgendwas ab 500 Euro Tonbandgeräte in die Läden stellen würde, und anschliessend in allen Medien penetrant das Image kultivieren würde, Tonbandgeräte seien wie guter Rotwein, und nur vom Band kann man wirklich Musik hören, dann würden die Leute auch wieder Tonbandgeräte kaufen. Im Grunde sind die Konsumbürger doch nur noch satt und gelangweilt bis oben hin, und wenn alte Klamotten nur weit genug weg sind, dann kann man sie auch wieder als Neuheit verkaufen - die Mode ist hierfür bestes Beispiel. Wieso aber sollte die Industrie etwas fördern, mit dem man auch noch "analog klingende" Aufnahmen selber machen kann ?

Gruß Frank

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111

Donnerstag, 13. Oktober 2016, 18:58

Dass das Volk heute mehrheitlich glaubt, die Schallplatte würde am besten klingen, ist ein genialer Schachzug des Marketings der Musikindustrie. Dieser geht es nämlich darum, die ungebremste Verbreitung anonymer Raubkopien zu verhindern, und aus dieser Perspektive ist die CD das schlimmste aller verfügbaren Medien. Die Schallplatte in Kombination mit der Download Option ist da viel besser. Zunächst mal kann man sie überteuert verkaufen, weil sie ja "Luxus" ist. Dann kann man sie nur schwer digitalisieren, und um die digitale Zugabe-Version nutzen zu können, muss man sich der Musikindustrie mit seinen persönlichen Daten offenbaren.
Trotzdem ist die Schallplatte nur ein Nischenprodukt. Das diese der MI/CM mehr Geld in die Kassen spült wage ich stark zu bezweifeln.

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112

Donnerstag, 13. Oktober 2016, 23:44

Ich habe nicht geschrieben, dass die Strategie besonders gut funktioniert. Trotzdem wird bärbeissig an ihr festgehalten, oder wie lässt es sich sonst erklären, dass mittlerweile schon in manchen Supermärkten Schallplatten rumstehen, und dass die Industrie jetzt doch anfängt, neue Pressmaschinen bauen zu lassen. Ich habe auch immer an ein Nischenprodukt geglaubt, kann aber nicht ignorieren, dass z.B. in unserem Saturn die CD Regale im gleichen Mass verschwinden wie sich das Vinyl breit macht.

Gruss Frank

113

Freitag, 14. Oktober 2016, 13:18

Es ist sicher ein winziger Nischenmarkt, aber die Geschäfte mit vorbespielten Tonbändern in angeblicher Masterqualität (Halbspur 38 cm/s) blühen, da gibt es einige drauf spezialisierte Firmen! Ich hätte ja keine paar hundert Eier für ein einziges Album über, aber wer will... und wer willens ist, für irgendwelche 300 oder 400 Euro ein Album zu kaufen, zahlt auch 4000 für ein passendes Abspielgerät. Und wer solche Alben kauft, dem ist auch die Aufnahmemöglichkeit eher egal.

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114

Donnerstag, 2. Februar 2017, 13:22

Wieder maleine Neuvorstellung. Ich bin mit Bandmaschinen nicht so erfahren und kann daher nicht beurteilen wie neu sie wirklich ist. Ist das nur alte Technik neu eingetütet oder eine echte Neuentwicklung? http://www.ballfinger.de/tape-recorder-m-063 Ergänzung vom Webseitentext: Nach vier Jahren Entwicklungszeit ist es soweit: In einer Zeit, in der alles tonale und visuelle in ein Telefon passt und sich Vinyl wieder höchster Beliebtheit erfreut, stellt Ballfinger die erste neu entwickelte, analoge Tonbandmaschine seit rund 25 Jahren vor.
Gruß
André

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Captn Difool« (2. Februar 2017, 14:23)


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Donnerstag, 2. Februar 2017, 14:23

Ich denke, das ist wirklich eine vollkommene Neuentwicklung, wenn ich mir die Beschreibung und die Daten ansehe. Die Maschine gefällt durchaus! Über den Preis steht da aber lieber nix... ;) Auch anderweitig ist darüber nichts zu finden.

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116

Donnerstag, 2. Februar 2017, 14:25

Hab gerade mein Post ergänzt, soll eine Neuentwicklung sein. Vom Preis erwarte ich locker den der neuen Revox, seine Uhren sind auch keine Schnapper. Denke mal, unter 4000€ wird da nichts gehen, eher mehr. Denn der Aufbau ist auch nicht weniger komplex als bei einer B77 oder gar A80.
Gruß
André

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117

Donnerstag, 2. Februar 2017, 14:30

4000 Euro? Du bist ja ganz schön... na ja, optimistisch! Ich würde da eher mit 15-20.000 rechnen.

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118

Donnerstag, 2. Februar 2017, 14:37

Ok, wenn ich den "Designeraufschlag" miteinkalkuliere, wirst Du da gar nicht so weit daneben liegen, vor allem wird die Maschine sicher in sehr überschaubarer Stückzahl in einer Manufaktur hergestellt werden. ;) Wird dann für die meisten von uns wieder wie eine A77 im Schaufenster sein, wo wir noch mir 300DM Lehrgeld auskommen mußten...
Gruß
André

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119

Donnerstag, 2. Februar 2017, 15:01

Hierbei sind die technischen Daten der genannten Maschine fehlerhaft oder sogar technisch falsch umgesetzt. Für den Bereich Wiedergabe NAB(IEC2) CCIR (IEC1) stimmen die Angaben nicht.

Thomas
Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!

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120

Donnerstag, 2. Februar 2017, 15:53

Da die Vorführung eines solchen Gerätes für die am Wochenende 4/5.2.2017 in Hamburg stattfindenden HiFi-Tage angekündigt ist, habe ich mal beim hifi-studio-bramfeld angefragt, ob man da mehr über Verfügbarkeit und Preise weiß.
Auskunft: Das ist noch nicht der Fall. Man hofft, am Wochenende mehr zu erfahren.

MfG Kai