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1

Samstag, 16. Januar 2016, 15:40

Neue Bandmaschine angekündigt!

In der aktuellen Hifi-Analog Beilage der Zeitschrift Stereo kündigt Volker Lange (horchhouse) eine neue Bandmaschine in Zusammenarbeit mit einem Schweizer Unternehmen an. Weiß da jemand Genaueres? Wie schätzt Ihr den Preis von rund 4000 Euro für ein reines Wiedergabegerät ein? Ich denke eine generalüberholte Telefunken oder Studer wäre billiger und kann mehr.
Es bleibt auf jeden Fall spannend!
Viele Grüße
Klaus

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2

Samstag, 16. Januar 2016, 16:57

Eine reine Wiedergabemaschine ist völliger Mumpitz. Wer soll denn die kaufen und wozu? Um die sündhaft teuren Mastertape-Kopien von Revox anzuhören? Das haben sie sich wahrscheinlich so ausgemalt. :D

Tonband ist nun mal kein reines Abspielmedium, wie etwa die Schallplatte. Wer Bänder hat, will auch mal was Neues aufnehmen oder altes Material löschen (gut, dazu kann man auch einen Magneten nehmen, und dann?).

Und wer alte Bänder hat, und sich die nur mal anhören will, wird sicher keine 4 k€ für ein solches Edelteil ausgeben wollen. Da reicht auch 'ne alte Kiste aus der Bucht. Daher: Thema verfehlt, am Markt vorbei geplant. :thumbdown:

LG Holgi

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3

Samstag, 16. Januar 2016, 17:02

Im selben Artikel wurde auch angekündigt, dass gegen Aufpreis Aufnahmefunktion dabei wäre, desweiteren wurde eine Variante mit Studionorm in Aussicht gestellt. Preis wurde hierfür allerdings keiner genannt!
Viele Grüße
Klaus

4

Samstag, 16. Januar 2016, 17:07

Das steckt meiner Meinung nach noch nicht viel hinter.

Die dort

http://www.analogarts.net/project-r2r/

hinterlegte "Information" geht gegen Null.

Gruß Ulrich

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5

Samstag, 16. Januar 2016, 17:08

Was heißt Studionorm? IEC1-Entzerrung? Die ist aber nicht aufwändiger als NAB und daher keinerlei Aufpreis wert.
Oder deutsche Schichtlage? Symmetrische Anschlüsse?
Nee, du weißt das natürlich auch nicht... Aber kommt Zeit, kommt sicher auch mehr Info!

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6

Samstag, 16. Januar 2016, 18:04

Eine reine Wiedergabemaschine ist völliger Mumpitz. Wer soll denn die kaufen und wozu? Um die sündhaft teuren Mastertape-Kopien von Revox anzuhören? Das haben sie sich wahrscheinlich so ausgemalt. :D


Vermute ich auch. Für mich sieht das nach einem Versuch aus, im Fahrwasser des Vinyl-Comebacks noch mal ein paar Euros zu verdienen. Nur-Wiedergabe passt da in's Bild.

4.000 € liegen mehr oder weniger deutlich unter meinen Erwartungen für den Preis einer neuen Bandmaschine, auch wenn die Aufnahmefunktion fehlt. Da schlagen andere Firmen für die Neuauflagen ihrer legendären Geräte, gemessen am ehemaligen Neupreis, weitaus dreister zu. :)

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Samstag, 16. Januar 2016, 18:10

Im professionellen (vielleicht sogar "amtlichen") Anwendungsbereich der Archivierung dürfte der Preis keine Rolle spielen, zumal der amtliche Bedarf ja von Steuergeldern bezahlt wird. Man denke auch an die riesigen Archive der Musik-Industrie mit Bandaufnahmen des vorigen Jahrhunderts. Da drohen große (Wieder-Veröffentlichungs-) Werte zu verfallen, wenn nicht alles zügig in aktuelle Speicherformen überführt wird.
Eine Aufnahmefunktion wird da nicht benötigt, da ja nur digitalisiert werden soll.
Die Aufpreispolitik ist eine im professionellen Bereich typische Preisgestaltungsform, die von Budgets gekniffene Kunden auch gern nutzen, um eine geplante Anschaffung auf mehrere Budget-Zeiträume zu verteilen, weil sie sie sonst auf einen Schlag nicht bewilligt kriegen.

MfG Kai

8

Samstag, 16. Januar 2016, 18:34

Wenn ich mir überlege, dass der Plattenspieler Technics SL-1200 um wohlfeile 4000 Dollar wieder auf den Markt gebracht werden soll, finde ich 4000 Euro für eine - mechanisch um Lichtjahre kompliziertere - Bandmaschine eigentlich geradezu günstig! Inflations- und kaufkraftbereinigt ist das möglicherweise sogar billiger als eine A77 oder B77 zu ihrer Blütezeit. Und das für etwas, was in Kleinstserie hergestellt wird, vermutlich weitgehend in Handarbeit.

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9

Samstag, 16. Januar 2016, 19:17

Wenn ich mir überlege, dass der Plattenspieler Technics SL-1200 um wohlfeile 4000 Dollar wieder auf den Markt gebracht werden soll, finde ich 4000 Euro für eine - mechanisch um Lichtjahre kompliziertere - Bandmaschine eigentlich geradezu günstig!


Genau so war meine Bemerkung in Beitrag 6 gemeint. :) Wobei mich jetzt noch interessieren würde, was das Modell mit Aufnahmefunktion kostet.

10

Samstag, 16. Januar 2016, 19:24

Das ist doch alles müßig.
Die haben doch nur angekündigt ein Gerät entwickeln und dann auch bauen zu wollen.

Zitat

The team here at Horch House is very excited indeed to announce the initiation of “PROJECT R2R”: the development of a brand new consumer reel-to-reel machine!


Zur Zeit gibt es doch noch gar nichts.

Gruß Ulrich

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11

Samstag, 16. Januar 2016, 21:16

Hallo ihr Ungläubigen,

ich hab mir eben mal die Zeit genommen, den ganzen Horch House Site zu lesen,
danach ist ziemlich klar, worauf das alles abzielt:
Der Firmengründer vertritt die Ansicht, daß Tonbänder das allerbeste Speichermedium für Musik sind.
Deshalb hat er die Firma gegründet, um existierende Analog Master Bänder zu vervielfältigen und als Tonbänder an die gläubige Gemeinde zu verkaufen.
Aber auch als Vinyl Platten und, man wundert sich, auch als digitale Kopie, ein Medium, das er ansonsten als ungeeignet bezeichnet.
Damit auch junge Gläubige aus der Leserschaft der HiFi-Zeitschriften mitmachen können, werden natürlich Abspielgeräte für die Bandkopien benötigt.
Wer sich einen Plattenspieler für 2000€ mit einem System für 1000€ und Lautsprecher für >10000€ leisten kann, hat bestimmt auch noch irgendwo 4000€ für ein Tonbandgerät übrig, das Kopien abspielen kann, von denen allen Ernstes behauptet wird, daß sie aufgrund eines "soft refurbishing process" besser sind als das derzeitige Original:
http://www.analogarts.net/how-close-are-…al-master-tapes

Als nüchterner Techniker mit ein bischen Einblick in Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Speichermedien lese ich da eine Menge Unsinn und kann nicht glauben, daß dort jemand viel von Magnetbandtechnik versteht. Das beste was dabei rauskommen kann, wäre, Studer zur Produktion einer Nur-Wiedergabe-Variante einer ihre bewährten Konstruktionen zu überreden.

MfG Kai

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Samstag, 16. Januar 2016, 21:59

Die PR 99 "Nur Wiedergabe" gab es doch schon für Rundfunk-Automation. Guckstu hier:
http://www.reeltoreel.de/Revox/PR99-RO.htm

Mal im Ernst:
Für 4000 Euro kriege ich eine A 700 im komplett restaurierten Neuzustand.

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Samstag, 16. Januar 2016, 23:00

Die anvisierte Klientel liest vermutlich weder die ebay Angebote noch hier im Forum oder bei der überschaubaren Zahl von Bandgerät-Restaurierern, sondern eben die HiFi-Zeitschriften und möchte exclusive Neu-Produkte erwerben, die sich nicht jeder Hans&Franz kaufen kann.
Auf dem Horch House Site sind auf Abbildungen Studer Maschinen zu sehen, die offenbar zur Anfertigung der Master Tape Kopien in Realtime dienen.
Die abgebildete Mannschaft des "Project R2R" von 4+1 Mann taugt vermutlich gerade mal zur Targetspezifikation.
Beziehungen zu Studer liegen ja anscheinend vor.

14

Samstag, 16. Januar 2016, 23:46

Das beste was dabei rauskommen kann, wäre, Studer zur Produktion einer Nur-Wiedergabe-Variante einer ihre bewährten Konstruktionen zu überreden.


Selbst das wird man vergessen können. Seitens Studer (heute by Harman) wird da gar keine Interesse bestehen. Dafür ist der potenzielle Markt doch viel zu klein.

Gruß Ulrich

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Samstag, 16. Januar 2016, 23:59

Ich bin absolut Ulrichs Meinung - das ist eine lockere Gesprächsrunde Gleichgesinnter. Mehr als laute Gedanken dieses Teams lese ich da in der Tat noch nicht heraus. Da uns dieses Horch House ein stetiges Informationsupdate verspricht, ist es sicher interessant, da mal von Zeit zu Zeit vorbeizusehen.

Gruß
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)

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Sonntag, 17. Januar 2016, 00:08

Trotz aller Fragezeichen und der wohl angebrachten Skepsis ist es dennoch schön, in einer vielbeachteten Zeitschrift die Schlagzeile "Szene im Tonbandrausch" zu lesen, womit unser Hobby in den Fokus einer breiteren Öffentlichkeit gelangt. Ebenso sehe ich die Ankündigung einer Neuentwicklung einer Bandmaschine in Zusammenarbeit mit einem Schweizer Unternehmen positiver als eine kryptische Philips-Bandmaschinen-Produktion.
Viele Grüße
Klaus

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17

Sonntag, 17. Januar 2016, 08:14

Geht die Information wirklich gegen Null?

Hallo zusammen!

"Die dort http://www.analogarts.net/project-r2r/ hinterlegte "Information" geht gegen Null."

Geht die Information wirklich gegen Null?

Also zumindest einer der Herren auf dem Foto http://www.analogarts.net/project-r2r/
dürfte dem aufmerksamen REVOX Freund vom Namen her bekannt sein:
Manfred Meinzer war der Designer der Revox A77 - A50 - A76 Serie.

Mit den heutigen Produktionsmethoden kann man für 4000 Euro einiges herstellen.
Klar wendet sich das Angebot nicht an Sparfüchse. Die haben bereits ihren MP3 Player.

Der Knackpunkt werden wohl die Köpfe sein. Da führt kein elektronischer Weg vorbei.
Deshalb vermutlich auch die Unterscheidung: Nur-Wiedergabe mit einem Kopf (=Preis)
und mit Record-Möglicheit (3 Köpfe)

Als Anbieter der bespielten Bänder und unter Betrachtung des gesamt stabilen Marktes
im "Höherpreissegment" und der Analog- und Tonbandszene werden sich die analogarts-Leute
schon ihre Gedanken gemacht haben.

Ich bin gespannt.

Meint der

Pausenprofi

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18

Sonntag, 17. Januar 2016, 09:29

Der etwas ältere Herr könnte bei der Besprechung auch ein Ernährungsberater sein, der den anderen anwesenden Herren Ernährungstipps zur nachhaltigen Gewichtsreduzierung zum Besten gibt. Was soll das Bild aussagen?

Ich sehe nichts, was mit einem Bandwiedergabegerät zutun hat, odr?

Gruß Bernd


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19

Sonntag, 17. Januar 2016, 10:09

Äh, Hmmm, der 1. April kommt doch erst...oder habe ich verschlafen?

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20

Sonntag, 17. Januar 2016, 10:32

@Bernd:
Genau das gleiche hab ich gedacht beim Betrachten des Fotos der "zukünftigen Produktionsstätte" :D .

Ich war allerdings auch nicht in der Lage, die auf dem Werktisch abgelegten Teile zu identifizieren ?( .

Lenkt man mal die Gedanken in die Richtung:
- Wie sähe das Konzept eines mit zeitgemäßer Technologie zu fertigendes reines Wiedergabegerät für analoge Magnetbandaufzeichnungen aus ? -
so käme sicher dabei heraus, daß man nach einem Sensor mit rauscharmer Vorverstärkung sofort digitalisieren, mit Anwender-konfigurierbaren Digital-Filtern die Entzerrung vornehmen und dann das Signal in einem der Standard Digital-Formate und parallel dazu über geeignete DA-Wandler analog ausgeben würde.
( Den Analog-Freaks muß man ja nicht verraten, was zwischen analogem Eingang und Ausgang passiert 8) .)
Das ließe sich alles mit einem modernen Signalprozessor erledigen, denn es ist nicht mehr als heute in jedem Netbook vorhandene hochauflösende Sound-Chips können.
Bleibt bei der Signalgewinnung die Frage, ob man aus den riesigen Fortschritten der Magnetfeldsensor-Technologie in der Festplattenfertigung etwas übernehmen könnte, um den klassischen Wiedergabekopf durch etwas kleineres mit größerem Output zuersetzen (GMR ?).
Auch die ganze elektronische Steuerung einer 3-Motormaschine inklusive Bandzugregelung und narrensicherer Bedienungsautomatik läßt sich in wenigen Chips wie z.B. bei Quadro- oder Oktokoptern realisieren. Damit würde die Fertigung schon mal wesentlich vereinfacht und verbilligt.
Da sehe ich viel Potential, die Fertigungskosten gegenüber den Methoden von 1975 zu verringern.

MfG Kai

21

Sonntag, 17. Januar 2016, 12:29

Aktuell ist anscheinend die Zeit der verrückten Wiederbelebungen. Immerhin hat Kodak erstmals seit 1982 eine neue Super-8-Kamera angekündigt und hat schon ein Designmodell! Kolportierte Preise schwanken zwischen 500 und 1000 Dollar für das mächtig prächtige Gerät (mit digitalem "Sucher", d.h. 4"-LCD zum Ausklappen und digitaler "Tonspur" auf SD-Karte). Der winzige noch vorhandene Heimmarkt hofft jetzt auf eine Belebung des Angebots von neuen Farb-Umkehrfilmen, da sieht es sehr düster aus. Kodak selbst hat auch Filme angekündigt, Filmpreis inklusive Entwicklung (wie sich das halt gehört) und 4K-Digitalisierung, aber ich fürchte das werden nur ihre allseits bekannten Negativfilme, also zur Projektion unbrauchbar.

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Sonntag, 17. Januar 2016, 13:58

Lenkt man mal die Gedanken in die Richtung:
- Wie sähe das Konzept eines mit zeitgemäßer Technologie zu fertigendes reines Wiedergabegerät für analoge Magnetbandaufzeichnungen aus ? -....



Hallo Kai,

so wie Du das schilderst, könnte auch ich mir eine aktuelle BaMa vorstellen. Das Ganze gepackt in ein Kunststoff-Spritzguss-Chassis a la Philips N7300, kleinere Mechanikteile im Laufwerk und in der Bandführung liefert der (industtrielle) 3-D-Drucker, et voila... .... und "schon" ist das Bandgerät fertig. So etwas müsste nicht zwangsläufig mehrere Tausender kosten... ...wird es aber! Der Massenabsatz wird ausbleiben (Boom-Herbei-Schreiben seitens der Presse hin oder her...). Der heutzutage mittlerweile enorm hohe Aufwand an Zertifizierung, Sicherheitsprüfung, Dokumentationen, Haftungsregelungen etc. etc. "produziert" Kosten, die es in diesem Ausmaß (= prozentualem Anteil an den Gesamtherstellungskosten) in dieser Form vor 40 Jahren (noch) nicht gab. Dieses gälte es auf eine doch recht überschaubare Anzahl von verkauften Einheiten umzulegen - genau das wird am Ende den finalen Verkaufspreis in die Höhe jagen. Gesetzgeber scheren sich nicht um Stückzahlen - von den Inverkehrbringern wird das Gleiche verlangt, egal, wieviele Einheiten sie von ihrem Produkt absetzen. Schlimmer noch: als "Kleiner Hansel" mit Kleinstückzahlen ist man sogar gut beraten, diese Richtlinien besonders ernst zu nehmen - drohen doch bei Zuwiderhandlung Konsequenzen, an denen der "Kleine Hansel" bankrott gehen kann. Ein Branchen-Riese könnte da etwas gelassener mit umgehen. (Damit will ich nicht sagen, dass der "Riese" dies auch tut aber er würde es zumindest überleben, wenn man ihn "erwischt".)

Mag sein, dass es zur Zeit viele "verrückte Wiederbelebungen" gibt (sicher ein Indiz für manche Ideenlosigkeit und in vielen Bereichen gesättigte Märkte) aber genausowenig wie die Liebe zum privaten Reitpferd diesem eine Rückkehr in den öffentlichen Straßenverkehr beschert hat, genauso gering schätze ich die Chancen für eine breitflächige Renaissance von Sofortbildkameras (zZt in den Blödmärkten erhältlich), Super-8, Vinyl-Drehern und Bandmaschinen ein. Warum bzw. warum nicht? (Das Fahrrad ist doch auch -wieder- populär geworden...) Ganz einfach: auch vor 40 oder 50 Jahren galt: die meisten Menschen wünschen sich Komfortgewinn und Bequemlichkeit zu sinkenden Einkaufspreisen. Als es noch nichts anderes gab als Tonbandgeräte, "musste" man eines kaufen, wenn man diese Technologie nutzen wollte. Spätestens mit der Einführung hochqualitativer MC-Decks aber war deren Schicksal besiegelt - die (wenigen) zurückbleibenden Liebhaber konnten diese Technologie auf breiter Front nicht am Leben erhalten. (Bekanntermassen fand dies Jahre später mit der Verbreitung der Digitaltechink wieder statt. Magnetband war -bis auf Nieschen- endgült. "out") Den meisten ging es eben doch nur um das "Preiswertere", das "Praktischere", das "Bequemere". Nur da, wo ein Folgesystem mehr Bequemlichkeit zu gleichen oder sinkenden Preisen verspricht, bildet sich eine grossflächige Nachfrage aus. Das ist z.B. beim Fahrrad seit einigen Jahren der Fall - in überfüllten Grossstädten mit entsprechenden Radwegen eine praktische Alternative. Bei Sofortbild-Kameras aber wohl eher nicht. Man müsste dann schon (wie bei der Mode) einen Lifestyle-Hype draus machen. Das Horch House sollte also versuchen, Johnny Depp, Eminem oder Beyonce als Werbe-Ikone zu gewinnen... :D ...aber leider machen diese Herrschaften soetwas nicht umsonst... ...und um den Hals hängen oder über die Füsse stülpen lässt sich so ein Bandgerät ja auch schlecht. Und da schliesst sich m.E. wieder der Kreis... Warten wir's also ab... ...vielleicht hat die "Planungsgruppe ReelToReel" ja noch die Marketingidee.

Gruß

P.
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »PeZett« (17. Januar 2016, 14:34)


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23

Sonntag, 17. Januar 2016, 14:48

vielleicht hat die "Planungsgruppe ReelToReel" ja noch die Marketingidee.

Was die evtl. erzielbaren Erlöse auf einem zugegeben kleinen Markt angeht, lässt sich schon mal hier studieren:
http://www.unitedhomeproducts.com/prices_and_features.htm
(Woher kenne ich diese Laufwerkstasten bloß ...?)

Und wer richtig Geld zum Fenster rauswerfen möchte für eine Nur-Wiedergabe-Maschine, die bei kompletter Ausstattung mal B77 hieß:
http://www.sonorusaudio.com/ATR10_FIF7.html

Grüße, Peter

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Peter Ruhrberg« (17. Januar 2016, 14:51)


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Sonntag, 17. Januar 2016, 15:03

Woher kenne ich diese Laufwerkstasten bloß ...?)



Hallo Peter,

das ist schnell erklärt: bei der "UHA" handelt es sich m.E. um eine revidierte/getunte/verbesserte (?) /optisch "gepimpte" Tascam BR-20T
(wobei ich die ziselierten Drehknöppe für stilistisch völlig daneben ansehe... ...aber das mag man in Hong-Kong im Penthouse eines Millionärs anders sehen).
Auf jeden Fall sind 11.000,- $ (Basispreis) ja schon mal eine Ansage. Ob es weltweit mehr als 100 verkaufte Exemplare der Topmodelle (Phase 12 .für 24.000$) gibt? However - so etwas schwebt mir nicht vor, wenn ich über eine nennenswerte Wiedergeburt der Magnettontechnik nachdenke. Das ist eher die Revision und "Veredelung" von Oldtimern (wie es sie überall bei "technischem Spielzeug" gibt und geben wird und wie sie unter "ernsthaften" Sammlern auch verpönt ist).

Gruß
Peter

PS: ...was UHA da sonst noch so auf ihrer homepage listed, zeigt mir (vor allem der Vielfältigkeit wegen), dass es sich hier um ein paar Enthusiasten handelt, die Old-Hifi revidieren/tunen/pimpen... ...sicher kann man da mit ein bischen Geschick und gutem Leumund Geld mit verdienen - wenn die Organisation nicht zu gross ist - aber statistische Relevanz attestiere ich dem Ganzen nicht. Eine kleine, feine Niesche halt... ...zumindest sieht es für mich so aus.
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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »PeZett« (17. Januar 2016, 15:10)


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Sonntag, 17. Januar 2016, 22:53

Hallo Peter (Zett),
3-D-Drucker, et voila... .... und "schon" ist das Bandgerät fertig. So etwas müsste nicht zwangsläufig mehrere Tausender kosten... ...wird es aber! Der Massenabsatz wird ausbleiben (Boom-Herbei-Schreiben seitens der Presse hin oder her...). Der heutzutage mittlerweile enorm hohe Aufwand an Zertifizierung, Sicherheitsprüfung, Dokumentationen, Haftungsregelungen etc. etc. "produziert" Kosten, die es in diesem Ausmaß (= prozentualem Anteil an den Gesamtherstellungskosten) in dieser Form vor 40 Jahren (noch) nicht gab.
einerseits hab ich von dem Aufwand im professionellen Fertigungsbereich auch gehört, aber andererseits scheint es doch im Entertainmentbereich garnicht so schlimm zu sein: Sonst könnte es doch diese Flut an billigen Technik-Produkten wie z.B. in den Weihnachts- und WSV-Prospekten von Conrad oder Media-Markt, Saturn garnicht geben. Dann gäbe es keinen Cassetten->mp3-Wandler für ?19/29€?, keinen "USB-Plattenspieler" ab 69€ oder mit offenbar tatsächlich brauchbarer Qualität für 2XX €. Oder Drohnen ab 29 € bis allerdings auch 33XX €. Insofern denke ich, es sollte nicht unmöglich sein, ein Gerät vom Niveau einer Uher SG561 für wenige hundert Euro und etwas vom Niveau einer ASC6004 für den Preis eines recht guten PCs zu verkaufen.
Bei dem was wir hier beobachten, wird aber vermutlich das Pferd vom Schwanz, bzw. der Preis von der anvisierten Klientel aufgezäumt.
Es gibt halt auch viele Kunden, die sehr viel Geld haben und auch immer noch verdienen. Wie sollen die sich daran freuen, wenn es nicht Produkte gibt, mit deren Erwerb sie sich von der breiten Masse abheben können. Wer schon die eine oder andere Rolex hat, braucht beim nächsten Fest die mit Diamanten besetzte Version. Dazu würden sich auch die ziselierten Drehknöpfe der UHA-Maschine ganz gut machen.
Zu den "verrückten Wiederbelebungen" zwei Anmerkungen:
Für die jungen Leute unter 30 sind Tonbandgeräte oder Sofortbildkameras "neue Produkte", wenn sie sie nicht zufällig bei Opa oder Oma haben rumliegen sehen. Viele Ebay-Verkäufer gucken einen erstaunt an, wenn man fragt, ob es sich bei dem angebotetenen Gerät um eine 4- oder 2-Spur Version handelt, wissen garnicht, wovon man redet.
Die Allgegenwart der digitalen Fotografiermöglichkeit hat dazu geführt, daß für die jungen Leute das Foto ein Kurzzeit-Fun-Objekt ist, über das man sich in Gemeinschaft kurz freut und das man dann nicht mehr braucht. Das Betrachten zu Hause am PC-Monitor oder gar großformatige Ausdrucken is sicher eher die Ausnahme. Leider ist aber das Bilderbetrachten bei hellem Sonnemschein auf dem Handydisplay etwas schwierig, und da macht dann die Sofortbild-Hardcopy wieder Sinn für den Sofort-Spaß. Da können alle was drauf erkennen, ohne daß man in den Schatten gehen muß oder mit den Händen Schatten auf dem Display erzeugt, so daß aber höchstens noch eine zweite Person draufschauen kann.
Die modernen Fertigungsmethoden erlauben heute, recht kurzfristig neue Produkte und Trends zu erzeugen, zu bedienen, und wenn das Interesse nachläßt, durch wieder andere zu ersetzen. Das wird vermutlich ein "Wanderzirkus" werden wie jetzt schon viele 1€-Shops, die mal hier ein paar Monate sind, und wenn der Umsatz nachläßt (oder die Reklamationen zunehmen ?) weiter ziehn in einen anderen Stadtteil oder die nächste Stadt.
Ist also garnicht soooo verrückt, kommt den älteren unter uns nur so vor.
Bei den Musikaufzeichnungsgeräten kommt hinzu, daß die meisten Verbraucher mangels technischem Einblick nicht in der Lage sind zu erkennen, ob die Produktbeschreibungen des Promoters korrekt oder Unsinn sind. Dann bleibt es nicht aus, daß jeder Prediger auch eine Gemeinde von Gläubigen findet.

MfG Kai

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26

Montag, 18. Januar 2016, 16:43

diese billigen Technikprodukte haben meist nur eine geringe Fertigungstiefe, und werden in Millionenauflage für den ganzen Weltmarkt produziert.

Sicher würde sich auch ein Tonbandgerät als Weihnachts-Gadget in großen Stückzahlen verkaufen lassen, wenn der Preis bestimmte Hemmschwellen nicht überschreiten würde. Das ist aber beim Tonbandgerät aus mehreren Gründen schwierig.

Es geht damit los, dass bei einem Tonbandgerät im Vergleich zu Platte und Cassette ziemlich hohe mechanische Kräfte am Werk sind, was eine gewisse mechanische Stabilität erfordert. Während die Industrie bei Plattenspielern und Cassettenrecordern noch ausreichend Produktionswerkzeuge recyclen kann, ist das Thema Reel To Reel schon so lange vom Tisch, dass wahrscheinlich alle Produktionswerkzeuge neu entwickelt werden müssten. Und last but not least wäre der Materialaufwand im Vergleich zu der ganzen angebotenen Billig Elektronik um ein mehrfaches höher.

Die letzten käuflichen VHS-Videorecorder lagen preislich so bei 150 bis 200 Euro, billiger ging es einfach nicht, trotz riesiger Stückzahlen und Möglichkeit, vorhandene Produktionsmittel weiter zu nutzen. Ich denke, beim Spulentonbandgerät läge die preisliche Untergrenze bei 300 bis 400 Euro, unter der Voraussetzung, dass man auf dem Weltmarkt mindestens eine sechsstellige Stückzahl verkaufen könnte.

Unabhängig von allen Sinnhaftigkeitsüberlegungen wäre es ein interessantes Planspiel, sich mal genau zu überlegen, wie billig man so ein Gerät realisieren könnte. Gibt es z.B. noch Hersteller, die Tonköpfe herstellen ?

Gruß Frank

27

Dienstag, 19. Januar 2016, 12:22

Unabhängig von allen Sinnhaftigkeitsüberlegungen wäre es ein interessantes Planspiel, sich mal genau zu überlegen, wie billig man so ein Gerät realisieren könnte. Gibt es z.B. noch Hersteller, die Tonköpfe herstellen ?

Ja, die BBC bezieht soweit ich weiß immer noch Köpfe neu und es wird vermutet, dass eben diese Firma auch eine US-Schmiede für solche Oldtimer-Upgrades mit neuen Köpfen beliefert. Habe ich gerade erst im Tapeheads-Forum gelesen.

Insgesamt waren jedenfalls sogar die billigsten Spulen-Portables im Vergleich zu heutiger Unterhaltungselektronik eine reine Materialschlacht. Das Castelli S3000 (italienische Produktion, Spulen bis 13 cm wenn mich nicht alles täuscht, Halbspur-Mono mit 4,75 und 9,5) ist von der Machart das Billigste was mir auf dem Sektor je begegnet ist und trotzdem mechanisch noch relativ aufwändig. Ich hab mal versucht, den Preis auf heutiges Kaufkraftniveau umzurechnen und bin auf unter 100 Euro Neupreis gekommen!

Der Aufbau: relativ dünnes (Augenmaß 1,5 mm) Stahlblechchassis, Schwungmasse mit etwas über 6 cm Durchmesser, ein kleiner DC-Motor (wird sogar im SM als "motorino", also "Motörchen" bezeichnet!), Antrieb über diverse Hebelagen und Reibräder aus Gummi und Kork. Eine Platine für alles (Netzteil, Verstärker usw.).

Allerdings stammt das Design von 1968/69, da war Elektronik noch verhältnismäßig teuer. Vieles von dem was hier mechanisch gelöst ist, könnte man heute elektronisch machen und damit Fertigungsaufwand sparen. 3 Motoren (Direktantrieb, maximal mit einem Capstan-Riemen), elektronische Geschwindigkeitsumschaltung usw. DC-Motoren gibt es praktisch geschenkt, bleiben noch Chassis, Wickelteller und Schwungmasse samt Lager als wesentliche mechanische Teile. Ach ja und die Andruckrolle muss irgendwie bewegt werden, entweder per Zugmagnet oder Hebel von den Laufwerkstasten. Um ein Blechchassis wird man allerdings nicht herumkommen schätze ich, das treibt die Fertigungskosten in die Höhe. Und wenn man ins High-End-Segment will, sollte man tunlichst eher Motoren nehmen die nach Waschmaschine aussehen und nicht nach Kassettendeck. Da geht es vielen Leuten um Optik. Mit AC-Synchronmotoren wird die ganze Kiste aber gleich wieder aufwändiger. Andererseits planen wir hier an einem Budget-Gerät für Hipster, die nehmen vermutlich nie den Deckel runter. Ist also eher eine Frage der richtigen Werbung. Für DIE Klientel könnten wir noch ein paar ausgelutschte Röhren irgendwo gut sichtbar einbauen (ohne Sockel, Pins durch Löcher stecken und umbiegen) und orange LEDs drunter setzen.

Auf alle Fälle halte ich ein Spulentonbandgerät für deutlich weniger komplex als einen Videorecorder, wir reden hier von recht simpler Bandführung ohne Einfädel-Automatik und stationären Köpfen, an denen das Band vorbeiläuft. Nicht von Omega-Umschlingung und rotierender Kopfscheibe usw. usw. Auch der Kassetten-Lademechanismus ist ja bei Video schon nicht ganz trivial.

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28

Dienstag, 19. Januar 2016, 21:34

Gibt es z.B. noch Hersteller, die Tonköpfe herstellen ?


Wie Ragnar schon schrieb: Wahrscheinlich ja. Aber mit Sicherheit gibt es keine Hersteller mehr, die in der Lage wären, Köpfe in ausreichenden Stückzahlen und zu akzeptablen Preisen für eine Serienfertigung von Bandmaschinen zu produzieren.

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29

Mittwoch, 20. Januar 2016, 06:45


Allerdings stammt das Design von 1968/69, da war Elektronik noch verhältnismäßig teuer.

...und jeder in Fernost getätigte Handgriff war noch unglaublich kostengünstig.

Zitat


Um ein Blechchassis wird man allerdings nicht herumkommen schätze ich, das treibt die Fertigungskosten in die Höhe. Und wenn man ins High-End-Segment will, sollte man tunlichst eher Motoren nehmen die nach Waschmaschine aussehen und nicht nach Kassettendeck.

Das mit dem Chassis hat Philips schon vor 30 Jahren gelöst. Wie schon zuvor angemerkt: die Chassis der N7150 und der N7300 sind komplett aus Kunststoff (Spritzteile... ...leicht, relativ verzugsstabil und erstaunlich langlebig... ...bis auf die Sacklöcher für irgendwelche Schrauben. Die "nudeln" natürlich nach mehreren (De-)Montagen aus).
Was die Motoren angeht, darf man übrigens nicht vergessen, dass die Festigkeitsanforderungen an diese (Drehmoment, Lagerbeschaffenheit etc. etc.) bei der BaMa ungleich höher sind als bei einem Video-Recorder. Hier müssen ganz andere Massen bewegt werden, von der Länge der entstehenden Hebel (26,5er Spule mit relativ schwerem Band) mal ganz abgesehen. Die Beschaffenheit der Motoren hat also weniger was mit "fühlbarer Qualität" zur Befriedigung der "High-Ender"-Ansprüche zu tun, sondern sie ist m.E. nüchterne technische Notwendigkeit.

Zitat

...
Auf alle Fälle halte ich ein Spulentonbandgerät für deutlich weniger komplex als einen Videorecorder, wir reden hier von recht simpler Bandführung ohne Einfädel-Automatik und stationären Köpfen,...

Da stimme ich Dir allerdings zu - mit einer klugen Modularisierung (und der Fremdfertigung dieser Module versteht sich...) wäre da sicher einiges zu machen. Die möglichen Herstellkosten allerdings in Relation zu den letzten VHS-Geräten zu setzen, die der Markt ausspuckte, halte ich für unrealistisch. Diese Geräte (VK-Preissegment deutlich unter 200,-) dürften wohl nur noch dem Resteabverkauf einer aussterbenden Technologie entsprungen sein. Da lagen wohlmöglich noch irgendwo Laufwerke, Köpfe usw. herum, die man sonst hätte entsorgen müssen (was auch Geld kostet).
A pros pros "Köpfe"... ...Bogen-Electronic fertigt ja noch Magnetleseköpfe (für Karten etc.). Solch ein Herstelle wäre wahrscheinlich noch am ehesten in der Lage, die Fertigung "klassischer" Magnetbandköpfe wieder aufzunehmen... ...wenn die Werkzeuge und Maschinen nicht mittlerweile ver(sch)rottet sind.

Soweit meine Meinung zu dem netten Hirngespinst...

Gruß

P.
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30

Mittwoch, 20. Januar 2016, 14:42

Servus,

da gab es doch schon mal was und ist nie wieder aufgetaucht.



Aber man(n) soll ja den Glauben nicht verlieren. Vielleicht sind es ja auch solche Gurus die alte Geräte bis zu einer bestimmten Stückzahl vom Markt abgefischt haben, die Dinger optisch und technisch getunt haben, um sie eben für Super Preise zu verscherbeln. Ganz neu ist die Idee nicht weil so einige, incl. mir, schon solche Hirngespinste hatten.

Dieses Gerät:



gab es weder optisch, noch technisch so. Sogar Insider hatten mir zum Verkauf geraten, nur um zu sehen zu welchem Preis der Koffer verschwindet.
Zu erwähnen wäre da noch die STEREO Version, die leider nie zustande kam. Die Grundidee dazu war einfach nur genial.

Gruss Andre