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31

Sunday, June 15th 2014, 7:52pm

Hallo Ulf,

Die Laufwerke der M5B waren alle noch M5A gelabelt. Ich hatte allerdings auf den Bildern die für M5A und damit M5B typischen Entstörkontensatoren am Tastenblock nicht gesehen.

Die Anschlußbuchse des Kopfträgers an das Verstärkerchassis wurde von M5A zu M5B geändert. Bei Deiner Maschine sollte also zur Aufrüstung auf stereo neben einer Ergänzung er Verstärkerkarten tatsächlich ein Austausch der Köpfe genügen.
Bernhard Smets/Buntfernsehen vertickt gerade einen Aufnahmekopf in ebay, wobei ich jetzt selber nachgucken müßte, ob der 2 mm oder 0.75 Trennspur ist. Vielleicht hat er auch noch andere ..

http://www.ebay.de/itm/TELEFUNKEN-M5-ste…=item5b00e73390

Wie geschrieben: Verstärkerkarten sollte ich noch haben....

Ansonsten: wenn die Bilder nicht lügen hast Du eine sehr schöne Maschine...

Viele Grüße
Frank

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32

Monday, June 16th 2014, 8:18am

Hallo Frank,

bei dem ebay Händler habe ich nachgefragt ob er noch einen Stereo-Wiedergabekopf da hat, leider nein. Vielleicht ergibt sich ja mal was.



die Kondensatoren sehen nicht so gut aus



Ein Bild von den Köpfen, wie bekomme ich das Messing wieder blank?



Ein paar Stunden ist sie schon gelaufen




Der Koffer sieht noch recht gut aus würde ich sagen alle Klappen funktionieren noch, hoffentlich muss ich den nicht mal zweckentfremden. :S



Gruß Ulf

so genug zugemüllt
Gruß Ulf

This post has been edited 1 times, last edit by "sensor" (Jun 16th 2014, 10:23am)


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33

Monday, June 16th 2014, 11:08am

Hallo Ulf,

zunächst nochmal zu Deinem Laufwerk:

das weist tatsächlich M5B und M5C -Merkmale auf: der Motor sieht nach einem frühen M5C-Motor aus (grün statt grau lackiert). Die in Deinem Bild oben sichtbaren Relais sind M5C und nicht M5B. Zum Vergleich:



Mich würde interessieren wie der Schalter zur Regelung der variablen Umspulgeschwindigkeit aussieht....

Der obere Kondensator sieht abgeraucht aus : damit sollte die kleinere Geschwindigkeit nicht mehr funktionieren (wenn ich mich nicht täusche..)
Das Kerzenwachs auf den anderen Kondensatoren sollte Dich nicht stören: damit hat man sich die 3. Hand gespart: Die Kondensatoren wurden zum Einlöten mit dem Kerzenwachs auf der Platine befestigt....

Was den 3-ZAck betrifft: einfach die Bobby-Halterungen abschrauben......wenn man nicht die dafür vorgesehenen Verlängerungen der Wickelmotorachsen hat, kann man einfach Schrauben mit passendem Gewinde nehmen, um die Spulen zu befestigen. Das ist vielleicht etwas umständlich, funzt aber.

Das Messing der Köpfe.... man kann es ja ´mal Metallpolitur versuchen. Mich würde das aber nicht stören, solange die Flächen, mit denen das Band Kontakt hat, blank sind.
Was im Kopfträger fehlt ist die Bandberuhigungsrolle zwischen Aufnahme- und Wiedergabekopf. Die sollte Longitudinalschwingungen des Bandes verringern. Andere Hersteller, wie z.B.Otari, haben das nicht gemacht, es sollte also auch ohne gehen.

Nochmal zum Laufwerk: ich überlege mir, ob ich nicht M5C Mechanik auf eine M5a/B Chassisplatte schraube: ich hatte eine Laufwerksplatte zum Lackieren gegegeben, aber das Ergebnis gefällt mir jetzt gar nicht. Aber im Keller habe ich noch eine von einem Vorbesitzer mit mir unbekannten Absichten unvollständig umgebaute (man könnte auch sagen: vermurkste) M5B stehen....Vielleicht bin ich nicht der Erste, dem so etwas eingefallen ist....

Wenn Du Interesse hast, schau ich ´mal nach, ob ich noch stereo-Köpfe habe. In grauer Vorzeit habe ich mir ein kleines Lager an Ersatzteilen angelegt. Zunehmend wird mir klar, daß ich die Teile nie brauchen werde.
Falls Du selbst auf die Suche gehst: Du brauchst Köpfe, die auf die Fußplatte der vorhandenen Köpfe passen, oder mit der Fußplatte verkauft werden. Sonst bekommst Du die nicht in die Abschirmglocken. M5C-Köpfe passen nicht!

Viele Grüße

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34

Monday, June 16th 2014, 12:00pm

Nochwas,

bevor Du die Maschine in Betrieb nimmst:das obere Lager de Capstan-Motorst mit Sinterlageröl versorgen, nicht daß es trocken läuft. Unten an der Stützkugel das Fett wird sich nicht verflüchtigt haben. Mittelfristig sollte man den Motor oder wenigstens den Rotor ausbauen und die Depotfilze mit Sinterlageröl versorgen....

Viele Grüße

Frank

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35

Monday, June 16th 2014, 12:32pm

Hallo Frank,

Danke für die Informationen sehr interessant.

zwei Bilder von dem Stufenschalter





die Bobbyhalter gingen sehr schwer runter



Gruß Ulf
Gruß Ulf

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36

Monday, June 16th 2014, 12:37pm

upps :S

mit dem Öl, ich habe kein Sinterlageröl :( reicht zur Not erst mal ein Tröpfchen Feinmechaniköl?

Wenn Ja, wie komme ich da am besten rann. Das Öl habe ich in einer Spritze.

Gruß Ulf
Gruß Ulf

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37

Monday, June 16th 2014, 1:52pm

Hallo Ulf,

der Schalter ist definitiv M5C, also ist wenigstens die Laufwerkssteuerung M5C, und der Tonmotor auch.

Wenn Du die Kunststoffabdeckung des Capstan entfernst siehst Du das obere (Sinter-)Caostan-Lager. Ich denke, Du kannst es mit Deinem Öl versuchen, im schlimmsten Fall nimmt das Lager das Öl nicht an, also halt mit etwas Vorsicht, um noch die ganze Maschine mit Öl zu baden. Die Originalqualitäten gibt´s eh´nicht mehr. Ich nehme das Öl, das Studer verwendet hat: Klüber PDP 65.

Viele Grüße
Frank

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38

Monday, June 16th 2014, 4:34pm

Öl ist dran, der Motor läuft schön leicht

Irgendwie ist die Andruckrolle recht hart, so das der Zugwickel mit einer kleinen Spule es schafft das Band durch zu ziehen, was sich nicht gut anhört. Wenn ich auf Dreizack stelle haut es mit dem Bandzug nicht mehr hin und der Zugwickel bleib stehen.
Gruß Ulf

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39

Monday, June 16th 2014, 5:40pm

Hallo,

prüfe einmal den Zustand der Antriebsriemen vom Wickelmotor zu den Spulentellern. Wenn die Riemen in Ordnung sind,aber scheinbar zu locker, läßt sich die Riemenspannung mit den 3 Befestigungschrauben der Kupplungen, die von oben zugänglich sind, einstellen. Die Riemen sollen beim Umspulen nicht flattern. Wenn Riemen und Riemenspannung in Ordnung sind, wirst Du nicht darum herum kommen, die Bandzüge nach Manual einzustellen.

Ein Problem bei dem Schlupf, das Du beschreibst, kann aber auch daran liegen, daß die M5B 50 (gibt´s hier ein mü) dickes Band erwartet, aber das läßt sich einstellen.Die M5x Rollen sind relativ hart, ob Deine verschlissen ist, muß Du selber entscheiden.

Ich denke, Du mailst mir Deine email-Adresse, dann kann ich Dir M5B und M5C Manuals schicken.

Viele Grüße
Frank

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40

Monday, June 16th 2014, 8:34pm

ist es Normal das die Maschine recht schnell warm wird? Ich habe ein Band ca. 1000m mit 38 löschen wollen nach der Hälfte war die Oberfläche und innen schon recht warm? Was soll erst werden wenn sie den ganzen Arbeitstag läuft?
Gruß Ulf

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41

Monday, June 16th 2014, 10:33pm

Hallo Ulf,

warm wird sie schon die M5x... Ob sie wärmer wird als sie soll....
Ich denke, daß Du sie einfach nach Manual überprüfen solltest. Und schau nach dem angekokelten Elko... Wenn der Motor zu heiß oder zu laut ist, solltest Du den elektrischen Abgleich überprüfen: im M5B-Manual ist das der Punkt 5.1.2, bei M5C ist das analog, schau einfach unter "Einstellungen und Messungen" " Tonmotor und Gummiandruckrolle"

Viel Glück

Frank

P.S.: ich habe nur noch einen 2mm Trennspur-Wiedergabekopf gefunden (AC/WC 02 sind 2mm Trennspur-Köpfe, AC/WC 06 0.75mm Trennspur-Köpfe. Telefunken hat die 2 mm-Trennspurklpfe als 2-Kanal-Köpfe bezeichnet, die 0.75 als stereo-Köpfe)

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42

Tuesday, June 17th 2014, 3:09pm

Hi Frank, passt der zu dem ebay Aufnahmekopf?

Danke für die Manuals!!!

Heute war ich bei Conrad und wollte ein paar Kondensatoren kaufen für den Capstanmotor aber Fehlanzeige haben sie leider nicht.

Gruß Ulf
Gruß Ulf

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43

Tuesday, June 17th 2014, 3:27pm

Hallo Frank!

Zitat: "(gibt´s hier ein mü)"

Ja, das gibt es.
Versteckt unter dem "m" findest Du es, wenn Du gleichzeitig die "Alt Gr"-Taste betätigst.

µµµµµµµµµµµµµµµµµµµµµµµµµµµµµ - soll reichen...

Gruß
Wolfgang

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44

Tuesday, June 17th 2014, 5:34pm

Hallo Wolfgang, hallo Ulf

Danke, das "µ" habe ich jetzt gefunden

Bernhard Smets verkauft 2 AC 02, wenn auch einer davon als Wiedergabekopf angeboten wird. "A" steht bei TFK für Aufnahme, also "W" für Wiedergabe. Zweiter Buchstabe "B" sind mono-Vollspur-Köpfe, "C" 2-Kanal bzw. stereo
Die Ziffer steht für den Typ: AC 02 sind 2 mm Trennspur Aufnahmeköpfe für M5B, WC 02 die entsprechenden Wiedergabeköpfe . AC/WC 05 sind 0.75 mm Trennspur Köpfe für M10/M5C (und passen nicht in M5B-Kopfträger), AC/WC 06 sind Vacodur 0.75 mm
Trennspur-Köpfe für M5B..

Ob es sich um Aufnahme- oder Wiedergabeköpfe handelt, kann man bei TFK auch an der Farbkennung der Litzen sehen: Ab 1962 (jedenfalls ist der Brief von TFK Konstanz an den Süddeutschen Rundfunk, den ich in meinem Archiv habe, von 1962)
wurden die Köpfe nach IEC-Empfehlungen gekennzeichnet:
- Löschkopf weiß/braun (vorher braun)
- Aufnahmekopf weiß/blau (vorher blau)
- Wiedergabekopf weiß/rot (vorher rot)
- Pilotkopf weiß/grün

Die AC 02 von Herrn Smets würden also zu meinem WC 02 passen...

Viele Grüße
Frank

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45

Tuesday, June 17th 2014, 7:11pm

Der Unterschied der M5en sieht folgendermaßen aus;

Die Ur-Version hat ein Getriebe mit Zwischenrädern, ähnlich wie beim Plattenspieler. Die sind unzugänglich, folglich ungewartet, blockieren irgendwann, härten aus, bekommen Flachstellen wenn man diese nicht auskuppelt.

Seriemäßig 9,5 - 19 - 38, auch Maschinen mit 76cm hatte ich, darunter Röhren-Doppeldecker.

Dann kam die M5A mit Papstmotor und nur 2 Geschwindigkeiten, überarbeitete Röhrentechnik.

Irgendwann in den späten 1960ern gab es dann die erste Transistorversion, die M5B. Diese Technik taugte nichts, da bei Themeraturunterschieden die Arbeitspunkte wegliefen, machte also richtig Ärger - das Laufwerk nicht.

Man entwickelte rasch die M5C mit der Technik V396/97, die identisch ist mit der der M10A und M15 (ohne A).

Vorhandene M5B wurden im Werk auf C-Version umgebaut, ältere in Zahlung genommen und nur wenige Maschinen blieben in der B-Version.

Umgebaute Maschinen erkennt man daran, ob die Steckkarten von links oder von vorn eingeschoben werden.

In dieser Zeit zählte Telefunken auch die Fabriknummern durch, alte im Werk aufgearbeitete Maschinen bekamen neue Typenschilder mit höheren Nummern.

Von der T9 beispielsweise wurden nur rund 300 Stück gebaut, Fabriknummern über 500 gab es daher.

Seit den 1970er Jahren begann Telefunken auch, Serienmaschinen mit Werknummer 1100 an zu zählen.

So gab es von der M10 und M10A über 5.000 Stück, die M15A übertraf das mit rund 7.000 Maschinen, nachdem der WDR und die Deutsche Welle die ersten 70 Stück Studer A816 zurückgaben zwecks Verbesserung der Zuverlässigkeit und man so M15A nachbestellte.

Als Telefunken von Studer geschluckt wurde (wegen der Kundenkartei), wurden aufgrund erloschener Namensrechte die 4. und letzte Serie der M15A als AEG beschriftet mit nochmals überarbeiteten Steckkarten.

So endete die erste Serie mit einer 1, dann kamen 11er Karten, 12er un d die allerletzten trugen 13er Nummern - bis auf meine M15A Mehrspur, da waren sogar 14er Steckkarten drin, alle kompatibel zu den älteren!

Nicht aber bei der M15, dort dürfen gemäß Handbuch Laufwerkkarten mit anderen Endziffern nicht unterschiedlich verbaut werden, Grund wird nicht erläutert.

Was die M5 betrifft, ist sie von den techn. Daten nichts besonderes, hat auch nur max. 60dB Dynamik.

Die V396/97 der M5C, M10A und M15 sind sehr beliebt, da komplett diskret aufgebaut mit sehr übersichtlicher Anordnung.

Auch sehr beliebt war die M28 wegen ihrer extremen Zuverlässigkeit. Der Nachfolger M12 war auch ein kleiner "Rheinfall" und wurde durch die M12A (B-Version = deutsche Schicht) ersetzt mit der Bezeichnung "kleine M15".

Die Vacodurköpfe der T9, M5, M10 bis M15A haben gleiche elektrische Werte, nur andere Sockelplatten.

Die Ferritköpfe der M28 - M12 passen nirgens anders, auch die der M20 / M21 sind wieder grundverschieden - aber sehr gesucht, da ähnlich der Studer-Köpfe ab Nummer 1.117...... einen verglasten Kopfspalt haben.

Dieser kann sich so nicht zusetzen und mit Bandabrieb die Kopfpole kurzschließen und haben mehr als doppelte Lebensdauer! :thumbsup:

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46

Tuesday, June 17th 2014, 7:32pm

Nachtrag:

Der Rangierschalter ist nicht Original, dieser wurde nur ab der M10 - M15A verbaut.

Die Köpfe vom Smets passen, haben die große runde Bodenplatte.

Schau vorher nach, ob der Kabelbaum vorverkabelt ist, sonst würde ich es nur bei Stereo-Wiedergabe belassen wegen dem Verkabelungs-Aufwand!

Versiffte oder durch aufgelösten Schaumstoff bekommt man nur mit Läppen runten, dabei kann man aber sehr viel falsch machen!

Nimm eine sehr saubere Glasplatte mit etwas Zahnpasta und Wasser und bewege die Flanken leicht kreisend darin.

Erst zum Schluß - falls überhaupt erforderlich - wirklich nur dann den Kopfspalt in Längsrichtung des Spaltes bewegen, da sonst Abrieb im Kopfspalt sich festsetzt, die Kopfpole kurzschließt und später das Band zerstören kann!

Also aufpassen - oder Finger weg!! ;(

Köpfe lässt man im Kopfträger drin, denn nicht nur der Azimut muß danach kontrolliert werden, sondern auch der Kippmoment nach hinten oder vorn, sonst läuft das Band zu fest an den Führungen auf und die Bandkante wird beschädigt!

Gleiches gilt für die Beruhigungsrolle; die steht nicht senkrecht, sondern in einem bestimmten Winkel in Abhängigkeit der Betriebslage der Maschine und Schichtlage!

Ab Werk wurden diese Dinge übrigens mit einem optischen Lineal aus Glas mit eingravierter Linie eingestellt, hat ja sicher jeder herumliegen....

Und: Finger weg von den Bremsen, erst Recht bei einer M10, diese hat sogar doppelte Bremsen, da die Wickelmotore für international gewickelte Bänder umgepolt werden können!

Erst wenn beim Einmessen die Frequenzen einer Telefunken im Takt des linken Wickels schwanken, ist eine Reinigung mit Neu-Einlauf der Bremse erforderlich.

Im Spielbetrieb ist der linke WM stromlos, um Wärme zu vermeiden (daher der kleine Capstan der M15). Erst durch den Bandzug wird am linken Hebel die Bremse geöffnet und sorgt für den korrekten Andruck des Bandes an die Tonköpfe!

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47

Tuesday, June 17th 2014, 8:35pm

Hallo Magnetophonliebhaber, danke für Deine umfangreichen und interessanten Ausführungen! :thumbsup:


Gruß Ulf
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48

Tuesday, June 17th 2014, 9:09pm

Kann mir Jemand einen Tip geben wo ich die Kondensatoren für den Capstan kaufen kann.

0,25µF 630V

2,7µf 630V

0,5µF 630V

oder welche Ersatzkondensatoren kann ich verwenden?

Gruß Ulf
Gruß Ulf

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49

Wednesday, June 18th 2014, 1:09pm

Hallo Ulf,

zu den Kondensatoren kann ich nichts sagen, diese Arbeiten delegiere ich an eins der größten "Käpsele"(wie man hier in Schwaben sagt), die ich kenne.

In den Beiträgen von ??Rudy?? ist leider einiges schräg:
- der Rangierschalter, der auf Deinen Bildern zu sehen ist, ist definitiv M5C. Ich habe 3 M5C, alle haben diesen Schalter. Ein Blick in die Ersatzteilliste(Einzelteile unterhalb der Grundplatte") belehren den, der sehen und lesen kann, daß das auch Standard war. Im Buch "Zeitschichten" von Friedrich Engel et al. ist dieser Schalter als Neuerung von M5B zu M5C abgebildet: in meiner ersten Ausgabe auf Seite352, Abb.407.

- Zu den Bremsen: es ist zwar hübsch, wenn man die Finger davon lassen kann, aber die M5x hat Betriebsbremsen. D.h. die Maschine wird nicht wirklich gut laufen, wenn die Bandzüge nicht stimmen, weil sie Schlaufen produzieren wird etc...
Das Einstellen der rechten Bremse ist etwas kompliziert, weil man erst die Blattfederbremse einstellen sollte und dann die vom Fühlhebel gesteuerte Bremse.
Links genügt es meistens, die kleine Lochplatte am 2.Seil des Bandzugfühlhebels zu verstellen, d.h. den festen Zapfen in ein anderes Loch zu stecken. Wer bis 10 zählen kann und nicht das Gedächtnis einer Stubenfliege hat, kann sich ja leicht merken, wie die Einstellung war, und sie gegebenenfalls wieder rekonstruieren.
Das Problem ist allerdings, daß zum Einstellen der Bandzüge ein Tentelometer, idealerweise von TFK, vorgesehen ist, um die Bandzüge links und rechts der Tonwelle zu messen. (Nein, ich gebe meins nicht her)

- Du kannst davon ausgehen, daß die Verkabelung des Verstärkermagazin für stereo vorbereitet ist: so steht´s jedenfalls im Manual. Das Problem ist aber, daß die Übertrager nicht im Verstärkermagazin sind, sondern auf dem Verstärkerchassis fest montiert wurden. Dabei sind 3 Übertrager( Eingangsübertrager des Aufnahmeverstärkers/Eingangs- und Ausgangsübertrager des Wiedergabeverstärkers) für einen bzw. den ersten Kanal auf dem Übertragerblech zusammengefasst. Für stereo brauchst Du noch eine zweite Übetragerkarte MTR1. Nachdem ich mir Deine Bilder nochmal angesehen habe, glaube ich, daß diese Karte in Deiner Maschine fehlt.Diese Übertragerkarte kann angeblich auf einfache Weise nachgerüstet werden, Du wirst aber kaum eine finden, es sei denn, Du schlachtest eine andere Maschine aus...

D.h. wenn diese Karte fehlt,, dann würde ich den Wunsch, die Maschine in eine stereo-Maschine umzubauen, fallen lassen. Insbesondere ist auch der Umbau nach stereo-Wiedergabe nicht sehr sinnvoll. weil zuviel Bastelei.

Viele Grüße
Frank

P.S.: ich habe gerade nachgesehen: ich habe noch ein komplettes Verstärkerchassis einer M5B herumstehen, das ich demnächst in ebay verkaufen wollte. Das hat erstens die MTR1 und ist zweitens voll bestückt, d.h. stereo.
Das dazugehörige Laufwerk ist verschollen: ich hatte die Laufwerksplatte zum Lackieren einem Restaurateur in meiner Umgebung anvertraut, der leider vor der Ausführung gestorben ist. Die Laufwerksplatte wäre leider im Nachlass nicht auffindbar...

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50

Thursday, June 19th 2014, 5:13pm

Warum ist mein Beitrag "schräg" und aus welchem Grunde bitte soll ich nicht lesen können??

Ich habe kein Manual der M5C und kenne diesen Rangierschalter nicht von von der M5 und habe auch kein Buch von Ihnen.

Wenn Sie schlauer sind als ich, gönne ich Ihnen das. Aber wenn das von Ihnen hier dargebotene Niveau sich auch in Ihrem zitierten Buch wiederfindet, ist es sicher kein Verlust das in den Jahren als Service-Techniker nicht besessen zu haben. :sleeping:

Mit etwas viveauvolleren Grüßen...

Jürgen Heiliger

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51

Thursday, June 19th 2014, 6:04pm

Hallo Rudi,

und Du wunderst Dich warum man hier so auf Dich reagiert?

Ich also nicht.

Mal eine Frage an Dich, bist Du im Besitz der Blaupausen (bzw. deren gestempelten Originalkopien) von den Konstruktionsplänen zur M-5 in sämtlichen Typen?
Der Autor des von Dir geschmähten Buches sehr wohl....

Gruß
Jürgen

PS und nun darfst Du Dich wieder auf mich einschießen..... ;)

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52

Thursday, June 19th 2014, 10:45pm

Hallo Rudy,

es gehört eigentlich nicht hierhin, und ich habe lange überlegt, ob ich noch etwas dazu schreibe oder das, was bisher gepostet wurde, einfach so stehen lasse.
Wenn ich etwas schreibe, wird es eh´nur falsch verstanden.

Ich habe nicht geschrieben, daß Dein Beitrag "schräg" sei. Ich habe allerdings geschrieben, daß so einiges in Deinen Beiträgen schräg sei, und damit ausdrücken wollen, daß einige Deiner Behauptungen nicht ganz richtig sind. Einige sind schlicht falsch, wie
z.B. das mit dem Rangierschalter.

Das mit dem Lesen hat sich eigentlich gar nicht auf Dich bezogen, das war eher ein allgemeiner Hinweis ruhig auch einmal einen Blick in gedruckte Infos zu werfen.

Was mir an Deinen Beitragen mißfällt ist, daß hier teilweise erlebtes Leben und Dinge, die Du nur vom Hörensagen kennst (wie Du ja in Deinem letzten Beitrag freimütig bekennst: Du hast weder ein Manual noch Fachbücher), als Tatsachen behauptet werden.
Wenn Du alle Entwicklungen, wie im konkreten Fall der M5, selber miterlebt haben wolltest, dann hättest Du ja bei Erscheinen der M5 1954 mindestens 20 Jahre alt sein müssen. Also bist Du jetzt 80 Jahre alt?? Wenn nicht, woher beziehst Du dann Dein Wissen, wenn Du keine Bücher und anderes Infomaterial liest?? Von anderen, die das auch nur aus dem Gedächtnis erzählen?? So haben die Gebrüder Grimm gearbeitet. Und das, was die dann aufgeschrieben haben, nennt man Märchen.

Ich würde mir deshalb in Deinen Beiträgen wünschen, daß Du Deine Quellen offenlegst, oder halt bekennst, daß Du das Wissen von anderen Leuten hast, oder z.B., daß Du irgendwann eine Maschine repariert hast, in der Du eine bestimmte Technik oder Bauform vorgefunden hat.

Ich zweifle nicht an Deinen Fähigkeiten, Geräte zu reparieren. Aber Deine Behauptungen zur Entwicklung der TFK-Maschinen, sind, ich wiederhole mich, etwas schräg.

Ich habe fertig

Viele Grüße und nix für ungut

Frank

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53

Friday, June 20th 2014, 11:56am

Die Kondensatoren die Ulf an seiner Telefunken M 5
auszutauschen gedenkt , müssen die denn

630 Volt

Spannungsfestigkeit haben ?

Also ich bin kein Techniker , aber 400 Volt täten es doch wohl auch ?

Gruss
Revoxidiert
Revox A76 , A78 , B285 , B739 , B750 , B760 , B790 , C36 , C115 , C221 , D88 , E36 , G36 MKI , Lautsprecher Agora B , STUDER A 68 , A 81R , A 721 , 1 x A 730 , 1 x A 62 ( 9,5 / 19,0 cm/ sec ) , 1 x B 62 , ..... C37.... meine absolute Lieblingsmaschine ..... Telefunken 1 x M 5 A mono ...... 2 x M 5 B stereo ..... Grundig TK- 6 L .. TK - 42 ...2 mal TK 46...Telefunken Musikus 504 V ........ S.A.B.A. M.E.E.R.S.B.U.R.G --- S.T.E.R.E.O. - G .

Plattenspieler E M T 9 4 8

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Friday, June 20th 2014, 1:16pm

Mich interessiert nur der Grund, dass man in Foren - jetzt mal allgemein gehalten - nicht kritikfähig ist und sich einige Leute wie pupertierende Kinder verhalten.

Seit 1979 repariere ich Studiotechnik mit dem dem Schwerpunkt Telefunken Bandmaschinen und erlaube mir daher, bei Anfragen oder Hilfeersuchen den Leuten zu helfen und - werde beinahe regelmäßig abgeputzt.

Gestattet mir diese Aussage, die mußte mal raus.

In meiner Werkstatt habe ich sehr wohl reichlich Unterlagen über fast alle Studio-Bandmaschinen, nur gerade nicht über die M5C oder die uralten K8 und Tonschreiber.

Meine frühere M5C muß wohl eine umgebaute frühere B-Version gewesen sein, da meine Maschine eben nicht diesen Preh-Rangierschalter inne hatte und mir wurde daraufhin unterstellt, nicht lesen zu können.

Diese Aussage trifft mich nicht, denn das ist das Niveau der heutigen i-Pod & MP3-Generation...

Jürgen, wir hatten uns auch schon wegen eines ähnlichen Vorfalls, inzwischen hast Du dich offensichtlich beruhigt und bist wieder kommunikationsfähig.

Wir sind hier in den Foren mit nahezu identischen Interessen unterwegs; dem Erhalt historischer Bandmaschinen.

Daher ist es schwer für mich nicht nachvollziehbar, aus welchen Gründen sich einige Herrschaften nicht benehmen können und sich mit unüberlegten Worten über andere stellen und glauben, das gesamte Wissen für sich gepachtet zu haben und keinen anderen neben sich dulden (das Wort Narzissmus vermeide ich mal).

Für mich war es das auch. Schade nur, dass durch vereinzelte Leute ganze Foren leiden müssen und Menschen das Hobby vermiest wird, da es in fast jedem Forum "Platzhirsche" gibt, welche sich profilieren müssen.

Fragt Euch mal, aus welchem Grund weder Tonmeister noch Ton-Ingenieure in Foren unterwegs sind incl. etablierte langjährige Service-Stützpunkte, ehemalige Mitarbeiter der ARD, Studer oder Telefunken, sich nicht bei Hilfesuchenden melden, Unterlagen mailen oder Teile anbieten!

Freundlichkeit, Respekt und Akzeptanz anderen Menschen gegenüber scheint ein Fremdwort zu sein.... :huh:

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55

Friday, June 20th 2014, 1:27pm

Freundlichkeit, Respekt und Akzeptanz anderen Menschen gegenüber scheint ein Fremdwort zu sein....

Meine Herren.

Ich hatte es an anderer Stelle schon mal gesagt: hier wird niemand runtergeputzt, unfreundlich oder respektlos behandelt. Und wenn doch und wenn ich das sehe, gibts auf die Ohren. Punkt. Was mir allmählich auf den Senkel geht, ist die regelmäßige Wiederholung der oben zitierten Aussage. Die durch die Wiederholung auch nicht richtiger wird. Und was mir gepflegt auf die N***e geht, ist der private Kleinkrieg zwischen zwei bestimmten Usern (die wissen schon, wen ich meine). Dieser Kleinkrieg gehört nicht ins Forum. Und beim nächsten Mal haben beide "Krieger" danach ein paar Wochen Ruhe. Doppelpunkt.

@Revoxidiert

Bei Folienkondensatoren stehen üblicherweise zwei Spannungsangaben drauf. Eine für Gleich- (630 V - auf dem Bild durch den "-" hinter der Spannungsangabe gekennzeichnet) und eine für Wechselspannung (ca. 250 V - so größenordnungsmäßig kommt das hin). Die MP Kondensatoren dürften irgendwo in der Motorsteuerung sitzen und damit liegt reichlich Wechselspannung an. So ganz verkehrt ist das also nicht. Man müsste die Dinger mal drehen um zu sehen, was noch alles so draufsteht.

Gruß
Michael

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56

Saturday, June 21st 2014, 1:15pm

Als Beitrag zur Wiederherstellung der Forums-Ruhe bitte ich

- um Löschung der an den Beitrag #26 von BASF-Band
angehängten Zeichnung; zur Begründung siehe die Beiträge #31, #33 und #34;

sowie – falls dies mit den Forums-Gepflogenheiten vereinbar ist –

- Löschung des Beitrags #30

F.E.

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57

Saturday, June 21st 2014, 11:53pm

Als Beitrag zur Wiederherstellung der Forums-Ruhe bitte ich





- Löschung des Beitrags #30




seltsam seltsam ?( ?(
Gruß Ulf

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58

Sunday, June 22nd 2014, 7:15am

Es ging in beiden Fällen um Beiträge aus BASF-Band

Bin zu näheren Auskünften gern bereit.

F.E.

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59

Sunday, June 29th 2014, 6:11pm

Bei Folienkondensatoren stehen üblicherweise zwei Spannungsangaben drauf. Eine für Gleich- (630 V - auf dem Bild durch den "-" hinter der Spannungsangabe gekennzeichnet) und eine für Wechselspannung (ca. 250 V - so größenordnungsmäßig kommt das hin). Die MP Kondensatoren dürften irgendwo in der Motorsteuerung sitzen und damit liegt reichlich Wechselspannung an. So ganz verkehrt ist das also nicht. Man müsste die Dinger mal drehen um zu sehen, was noch alles so draufsteht.

Wenn dort (Netz-) Wechselspannung anliegt, bieten sich eventuell X2-Kondensatoren als Ersatz an, die sind offiziell für Wechselspannung vorgesehen und dürfen auch parallel zur Netzspannung eingesetzt werden (Entstörkondensatoren).

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Monday, June 30th 2014, 8:18am

Moin,

ich habe erst mal diese Kondensatoren verwendet.



Gruß Ulf
Gruß Ulf

This post has been edited 1 times, last edit by "sensor" (Jun 30th 2014, 9:35am)