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31

Friday, October 4th 2019, 1:59pm

Hallo,
den Anstieg kriegt man immer weg, dazu gibt es diverse mögliche Wege.
Es ist nicht die Frage einer Idee, sondern meine Einstellung, möglichst Ursachen statt anderer Stelle die Symptome zu beseitigen.
Dazu wäre nötig festzustellen, wo es herkommt.
Das Doppel-T-Glied ist völlig undokumentiert, sollte also mal für sich vermessen werden oder alternativ die Frequenzgangmessung sowohl davor als auch dahinter abgegriffen werden. Wenn man die Werte der verwendeten Rs und Cs hätte, könnte man dessen Frequenzgang natürlich auch berechnen oder mit SPICE per Simulation ermitteln.
Ich neige auch dazu, es für die "normale" Entzerrung für überflüssig zu halten. (Eine Rechtfertigung könnte es bekommen, wenn man damit eine einzelne besonders störende "Kopfresonanz" per Notch-Effekt platt machen möchte. Dazu könnte aber ein aktives Notch nötig sein.)
Für einen Ausgleich des Bassbereichs wäre es auch wünschenswert, mehr Messwerte unterhalb 500 Hz bis zum unteren Ende zu haben, um besser den mittleren Verlauf erahnen zu können und darüber das Gewaber der Tonkopf-"Resonanzen". Momentan erscheint mir insbesondere unter 250 Hz die Dichte der Meßstellen zu gering.
Kannst du nicht per PC kontinuierlich messen ?

MfG Kai

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32

Friday, October 4th 2019, 3:29pm

F-Gang vor und hinter Doppel T- kann ich dir posten.
Wenn ich den Arbeitswiderstand des ersten Transistors auf 8k2 verkleiner kann ich nur den Bassbereich bis zu 3dB lt. Spice verkleinern.
Mach heute Abend Messungen ob das stimmt.

Gruß Mani
Besonders gerne repariere ich meine Philips, Braun und TEAC Geräte :D

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33

Friday, October 4th 2019, 3:52pm

Das glaub ich gern, ist aber der falsche Weg.
Damit reduzierst du die Leerlaufverstärkung und weil die ohnehin schon knapp ist, reduziert die weitere Absenkung damit die Bassanhebung.
Es ist besser, stattdessen den großen Gegenkopplungswiderstand (im Original 270 kOhm) zu verringern. Das reduziert die Bassanhebung genauso durch Erhöhen der Gegenkopplung im Bassbereich, was für die Reduzierung von Nichtlinearitäten willkommen ist.
Die Leerlaufverstärkung sollte eher erhöht als vermindert werden.
Ich hab den Aufnahmezweig bislang nicht angesehen und das Schaltbild gerade nicht zur Hand. Gibt es da eine Bass-Anhebung ?

MfG Kai

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34

Saturday, October 5th 2019, 10:07pm

Hier mal der letzte Stand.
Bleibt jetzt erst mal so bis ich neues LPR35 habe.
Ich weiss ja jetzt wo ich dran "drehen" muss. :D


Gruß Mani
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35

Sunday, October 6th 2019, 11:16am

Hallo,
hier mal ein Schaltungsauszug mit dem Playback-Amp:


Auf Basis der Annahme, daß du deine letzte Messung mit den Werten
R115=2.1k, R116=220k, C110=19.4n, VR101=6.8k, C108=470p, R106=47k
gemacht hast, bekämest du bei Änderung dieser Werte zu
R116=214.3k, C110=22.6n, VR101=7.92k, C108=769p
diesen Frequenzgang:

Grau hinterlegt ist deine Messung, davor die etwas geplättete Version mit etwa +-0.25 dB Variation zwischen 120 Hz und 20 kHz.
Man kommt nahezu gleichen Verlauf auch mit anderen Werte-Kombinationen. Wesentlich scheint zu sein die Anhebung von C110 auf etwas über 22nF, R116 sollte darauf "abstimmbar sein für die Senke bei x00 Hz (200...250k). Bei VR101 ist mehr das Produkt mit C108 entscheidend als die beiden Einzelwerte. Man bekommt die Spitze bei 16 kHz auch mit 9.8k und entsprechend kleinerem C108 da hin.

MfG Kai

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36

Sunday, October 6th 2019, 4:24pm

Danke Kai,
sieht gut aus.
Interessant ist, dass wir, wg. der Kopfresonanz, den gleichen Verlauf haben.

Ich bin jetzt von 100Hz bis 20Khz auf beiden Kanälen innerhalb von 0,6dB gesamt.
Den Fgang des WV hab ich um 1dB bei 10Khz angehoben. Ist sicherer als den Aufsprechpegel zu erhöhen. Außerdem gibt es über die Zeit immer einen leichten Höhenabfall.
Den Fgang des RV hab ich im Bassbereich um ca. 0,7dB flacher gemacht. Minimiert die Gefahr des Übersprechens (Rückspur) und etwas weiter von der Bandsättigungsgrenze weg.

Bilder gibts heute Abend.

Gruß Mani
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37

Sunday, October 6th 2019, 4:47pm

Hallo Mani,
Interessant ist, dass wir, wg. der Kopfresonanz, den gleichen Verlauf haben.
Das könnte ein Mißverständnis sein.
Ich habe nur ein Schaltbild einer A-2300, deine Messdaten und Computer.

MfG Kai

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38

Sunday, October 6th 2019, 7:31pm

Hallo Kai,

ich dachte das sind deine simulierten Daten. ?(
Nach etwas Feintuning sieht der Frequenzgang nun brauchbar aus. :)


Danke für Deinen Einsatz.


Gruß Mani
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  • Frequenzgang TEAC A3300SX modifiziert-1.jpg
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Sunday, October 6th 2019, 7:38pm

ich dachte das sind deine simulierten Daten

Es sind deine Daten, geschickt über einen simulierten modifizierten Entzerrer.

MfG Kai