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31

Wednesday, October 24th 2018, 9:32pm

Guten Abend,




hier meldet sich der Maihak Vorbesitzer, ich denke chronologisch der Drittbesitzer, Holger ist jetzt der Vierte, also: NDR Fernsehen (öffentliches Eigentum!) , ausgemustert zu einem NDR Tonmeister, getauscht gegen einen Diaprojektor Marke Voigtländer mit einem NDR Assistenten ca. 1980 (ich).

Freue mich mich sehr, dass der alte Koffer noch etwas Hype erzeugen kann. Meine letzte Synchronaufnahme damit habe ich wohl 82/83 gemacht und die MMK6 lief wie am Schnürchen und empfing die Synchronsignale der Arriflex BL (16mm Film) über ein langes graues Pilottonkabel mit einer kleinen eleganten Lederschlaufe um den Aufwickler zu binden. Schon zu der Zeit war sie ein grotesker Anachronismus, Standard war glaube ich damals die phantastische Nagra IV, aber junge Filmemacher haben nicht viel Geld und ‚billige‘ eigene Ausrüstung war oft willkommener als teueres Leihequipment .




Ist lange her, die Beteiligten sind verschiedenen Wege gegangen. Einige sind bei Film/TV geblieben, ich bin mit meiner jungen Familie andere Wege gegangen und habe Hamburg verlassen. Meine Tonbandliebe ist geblieben (Körting vom Opa, Variocord vom Studentenjob, A77 vom NDR Honorar, PR 99 von der Rente) oder besser wiedererblüht mit Hilfe eines einschlägig bekannten Forums-Kollegen.




Technisches für diesen Kollegen: ich kann mich nicht an wesentliche, hörbare Anlauf- oder Endlauf Schwankungen dieser Aufzugs-Maschine erinnern, das wäre auch technisch kaum akzeptabel für die Ton- und Bildkollegen gewesen.



Mit freundlichen Grüßen
Rolf

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32

Thursday, October 25th 2018, 12:31am

Vielen Dank für die ergänzenden Erläuterungen der Geschichte meiner "Kaffeemühle", Rolf!

Von Schwankungen der Geschwindigkeit kann auch keine Rede sein, nur gegen Ende, wenn die Feder schon ein paar Minuten abgelaufen ist, sieht man am Stroboskop, dass die Drehzahl zunimmt. Ich schätze, so von 19,05 auf knappe 20 cm/s. Das ist ja nicht schlimm und wenn man die Kurbel dreht, gibt sich das auch sofort wieder und das Strobo steht wieder still. Bei Sprachaufnahmen hört man das wahrscheinlich nicht mal.

@Peter: deine ganzen Fotos sind verschwunden! :huh: X( Nun konnte ich das Beispiel für die Nummerierung der Teile gar nicht sehen. Und Edgar Wallace ist auch wech....

Gruß und gute Nacht
Holgi

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33

Thursday, October 25th 2018, 6:49am

@Peter: deine ganzen Fotos sind verschwunden! :huh: X( Nun konnte ich das Beispiel für die Nummerierung der Teile gar nicht sehen. Und Edgar Wallace ist auch wech....

Tja, das dürften nicht meine einzigen Bilder sein, die Knall auf Fall im Nirwana verschwunden sind. Offensichtlich hat mein (Ex-)Bilderhost nebenbei entschieden, mein gesamtes Konto ohne Ankündigung oder Vorwarnung zu löschen, keine Ahnung wieso.

Zumindest die vier in diesem Thread kann ich nachliefern:











Grüße, Peter

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34

Thursday, October 25th 2018, 8:27pm

Johannes Brüning hat heute alle greifbaren Unterlagen für das MMK 6 an mich abgeschickt, die er extra im Copyshop auf DIN A3 hat kopieren lassen. Natürlich habe ich ihm die Kopien bezahlt... ^^
Super nett von dem Mann, der ja immerhin schon 77 ist! :thumbsup:

Wenn die Post schnell ist, kann ich schon morgen mit der Fehlersuche beginnen.
Heute hatte ich mir einen Adapter für den Kopfhöreranschluss gelötet und Monozellen eingelegt, aber das Gerät bleibt völlig stumm. Auch kein Knacken oder irgend ein Lebenszeichen am Kopfhöreranschluss.
Das Drehspulinstrument zuckt auch nicht, weder als Pegel- noch als Batteriespannungsanzeige.

Hoffentlich ist nicht dieser dösige Eingangsübertrager (prim.: 15 kOhm/sek.: 2 x 5 kOhm Impedanz) der Komplementärendstufe defekt, wie bei vielen anderen Maihaks... 8|

Aber mit Schaltplan und Signalverfolger werde ich dem Kupferwurm schon auf die Schliche kommen!

LG Holgi

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35

Tuesday, October 30th 2018, 9:17pm

Hallo,

es sieht nun mit der Maihak wohl so aus, dass sie ein nicht betriebsfähiges Vitrinenstück bleibt.

Leider bekomme ich die Kiste nicht mehr hin. Es sind bisher folgende Fehler festgestellt worden:
- Das Drehspulinstrument ist durchgebrannt.
- Der Eingangsübertrager der Gegentaktendstufe ist sekundärseitig unterbrochen und zwar in beiden Wicklungen. Ich hab extra jeweils ein Ende der Wicklungen abgelötet, um korrekt zu messen, aber leider zeigt das Multimeter mir eine Unterbrechung an.
Es kommt kein Ton aus dem Ausgang (logisch) und es wird auch nichts aufgenommen. Der Löschoszillator läuft und löscht auch das Band.

Einen Ersatz für das Gossen-Profilinstrument werde ich 100 Jahren nicht finden und diesen Übertrager auszubauen und neu zu wickeln ist eine Arbeit, für die ich keine Geduld mehr habe. Man muss ja das halbe Gerät zerlegen, dank der vorbildlichen, "kundendienstfreundlichen" Konschtruktion! Allein die Drahtführung ist eine Zumutung.
Vor zehn oder zwanzig Jahren hätte ich das eventuell noch in Angriff genommen, aber nun nicht mehr.

Der Aufbau dieses Gerätes kann einen zur Verzweiflung treiben! Zwar sind im Schaltbild ordentlich die Teilenummern eingetragen, aber gerade im extra auf das Chassis aufgesetzten Teil, der die Endstufe, den Anzeigeverstärker und den Oszillator sowie drei Übertrager enthält, gibt es gar keine Schildchen mit Teilenummern! Man sucht sich dumm und dämlich, bis man wenigstens irgendwelche Messpunkte gefunden hat. Es gibt in den "Serviceunterlagen" nur einen im DIN A1-Format gedruckten Schaltplan, keine Bestückungspläne, keinen Verdrahtungsplan, keine Blockschaltung. Nein, ich tue mir das nicht an, nachdem ich heute schon Stunden fluchend in der Küche zugebracht habe.... :cursing:

Ich hatte mir das so einfach vorgestellt, wenn ich die Unterlagen habe, aber man merkt schon, dass Maihak eigentlich aus dem Feinmechanik-/ Messgerätebereich kommt. Sie konnten sicher tolle Indiziergeräte bauen und die Mechanik der MMK 6 ist auch eine Augenweide, aber wie man ein vernüftiges, servicefreundliches Elektronikchassis baut, davon hatten sie leider keine Ahnung X( . Anfang der 60er wurde selbst im Consumerbereich längst mit gedruckten Schaltungen gearbeitet!

Ich hätte das alte Schätzchen gern wieder zum Leben erweckt, aber man muss auch mal zugeben können, dass man gescheitert ist. Es hat nicht sollen sein.

Und wenn jetzt jemand von euch den Wunsch äußert, ich solle doch mal den Schaltplan hier einstellen... sorry. Der ist auf vier A3-Blättern gedruckt und lässt sich nicht einscannen!

Amen.

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36

Tuesday, October 30th 2018, 11:25pm

Hallo Holgi,

das tut mir wirklich leid, dass diese Maschine offenbar den Todesstoß erlitten hat. Aber "a schöne Leich'", wie der Wiener sagen würde, ist sie immer noch ...

Der ist auf vier A3-Blättern gedruckt und lässt sich nicht einscannen!

Falls es am Format liegen sollte, da kann ich Abhilfe schaffen.

Grüße, Peter

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37

Wednesday, October 31st 2018, 7:51am

das ist ja schade :(

aber so ein A3 Blatt ließe sich abfotografieren
Gruß Ulf

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38

Wednesday, October 31st 2018, 8:17am

SP vom MMK6 in den Download-Breich geladen (Geräte/Maihak). Muß noch freigeschaltet werden.

Gruß
Hajo

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39

Wednesday, October 31st 2018, 9:09am

Einen Ersatz für das Gossen-Profilinstrument werde ich 100 Jahren nicht finden ...


Das würde ich jetzt nicht so pessimistisch sehen. Skala und Gehäuse sehen noch tip-top aus, Du brauchst ja im Prinzip nur ein (Feld-Wald-Wiesen-) Ersatzmeßwerk (100 µA sind ein gängiger Wert) einer Weltfirma.


Gemessene Grüße

TSD

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40

Wednesday, October 31st 2018, 2:58pm

Die Firma Gossen, Müller & Weigert existiert noch und bietet auch Reparaturen an:
https://www.g-mw.de/service/

Eingangsübertrager wurden auch in anderen frühen Transistorgeräten verwendet. Da der Schaltplan des Maihak vorhanden ist, besteht ja die Möglichkeit, gezielt auf die Suche nach geeigneten Schlachtkandidaten zu gehen.

Wäre schade, wenn dieses exquisite Stück dauerhaft stumm bliebe.

Gruß
TSF

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41

Wednesday, October 31st 2018, 7:23pm

Die Firma Gossen, Müller & Weigert existiert noch und bietet auch Reparaturen an:

Selbst wenn man ein fast 60 Jahre altes Messwerk noch reparieren würde (was ich bezweifle), scheiterte das sicher daran, dass ich keinen Dukatenkacker habe. Ich bin nun Rentner und nicht willens, 250 Euro für eine solche Reparatur zu bezahlen. Weniger kann man da sicher nicht rechnen... :(

Ich habe jetzt ein ähnliches Instrument für einen Fünfer bei Ebay gekauft, fürchte aber, das wird nichts, denn es sieht äußerlich anders aus und der Zeiger kommt von oben. Das heißt, die Drehrichtung ist entgegengesetzt, so dass man es dann auch falsch herum einbauen müsste. Na ja, wenn es mechanisch geht, könnte man evtl. darüber hinwegsehen. Die Empfindlichkeit ist mit 100 µA korrekt, der Innenwiderstand beträgt 1k5, wobei ich den Wert des alten Instruments ja leider nicht mehr messen kann.

Eventuell hat auch Johannes Brüning noch ein Originales für mich, da muss er aber erst nachsehen.

Wenn sich der erste Frust gelegt hat, werde ich mir die Kiste bestimmt noch mal vorknöpfen. Es wird aber sicher kein Vergnügen, diesen erwähnten Übertrager auszubauen, für den ebenfalls Johannes noch ein Ersatzteil hat. Allerdings ist hier der Terminus "Ersatz" wörtlich zu nehmen, denn er hat andere Abmessungen und lässt sich nicht ohne Umbauten montieren.

Aber erst mal steht die Maihak jetzt an der Seite und ich muss erst wieder Motivation aufbauen! :rolleyes:

Gruß
Holgi

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Wednesday, October 31st 2018, 9:54pm

Aktuelle Profil-Instrumente gibt es bei
gmc-instruments bzw. Camille Bauer Metrawatt AG, siehe File MP-P_ger_tds.pdf, die Teile kosten aber > 100 €, werden bei Distributoren hierzulande mit anderen Bezeichnungen zB als GTS2010 oder GTS2053 gelistet

http://www.fujita-denki.co.jp/?page_id=1609
Serien EW60 (EW40) und KW-40. Die EW-60 scheinen >50 € zu kosten.

Gib doch mal die Maße des Original-Instrumentes an.

Sitzt der defekte Übertrager in einer Audio-Endstufe für einen Lautsprecher/Kopfhörer ?
Dann würde ich die Endstufe ganz pietätlos rausschmeißen und durch ein modernes IC ersetzen. Das tut der Optik des Gerätes keinen Abbruch.

MfG Kai
Nachtrag: Inzwischen habe ich mal ins Schaltbild geguckt.
Holger: "Es kommt kein Ton aus dem Ausgang (logisch) und es wird auch nichts aufgenommen."
Im Schaltbild ist kein Zusammenhang zwischen dem Übertrager Ü5 und der Aufnahmefunktion zu erkennen, Das Nicht-Aufnehmen muß eine andere Ursache haben.
Das Instrument scheint immer nur "HinterBand" anzuzeigen.

This post has been edited 1 times, last edit by "kaimex" (Nov 1st 2018, 5:50pm)


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43

Friday, December 14th 2018, 11:07am

Danke übrigens für die Bilder der Tonköpfe! Aus meinen Listen ergibt sich, dass diese ursprünglich für die M10 gebaut wurden. Entweder wurden sie von Maihak einfach übernommen, oder nachträglich eingebaut. Dies könnte vielleicht ein Blick unter die Haube des hr-Vitrinenexemplars klären helfen.

Und hier ist er (der Blick):








Entblätterte Grüße

TSD

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44

Friday, December 14th 2018, 11:35am

Und hier ist er (der Blick):

Danke!
Falls es irgendjemanden interessiert, nach den erhaltenen TFK-Fertigungslisten aus Wedel [1958] und Konstanz [1963] ergibt sich folgendes Bild:

Der Löschkopf C302 hat die Spaltbreiten 150/300 µm und Induktivität 1,5 mH.
Der Aufnahmekopf B203 hat 18 µm Spaltbreite und 7 mH.
Als Wiedergabekopf ist ein B208 mit 7 µm eingesetzt.
Laut Liste wäre dies ein Aufnahmekopf mit 50 mH.

Alle Köpfe sind mit "T10 Schnitt" bezeichnet (im Unterschied zum Ringschnitt für die T9/M5 Kopfträger).

Mehr geben die Unterlagen leider nicht her.

Grüße, Peter

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45

Saturday, December 15th 2018, 11:08am

Instrumente

Hallo Holgi,
habe in meiner Krabbelschublade noch ein paar Messgeräte gefunden.
Was passendes dabei für Dich ?
LG
Konrad







du hörst mit deinen Ohren, also vertrau deinen Ohren mehr als den Messwerten

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Saturday, December 15th 2018, 12:30pm

Leider nicht. Das Gossen-Instrument ist schon sehr speziell... Aber ich habe ja die Hoffnung, dass der "Maihak-Papst" Johannes Brüning noch ein Ersatzteil für mich hat.
Die Fertigstellung der Maihak "ruht" momentan, weil ich zu viel Anderes um die Ohren habe.

Trotzdem danke für deine Mühe! :love:

LG Holgi