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Donnerstag, 4. Oktober 2018, 15:48

"Mischen possibel", mit den UHER Mixern

Hallo!

Anlaß zu dieser Auflistung der UHER Mischpult-Typen, die von ca. 1958 bis zum Ende von UHER gebaut wurden,
ist ein stark modifiziertes Mix-5 A121 (mit Germaniumtransistoren), was ich kürzlich aus Neugier erworben habe.
Dazu später mehr...

Teil 1:

Zur Produktionszeit der 195/295/395/495 UHER Bandmaschinen brachte UHER das 4-Kanal Mischpult M153 heraus.
Das Design ist zeittypisch und es ist mit Drehreglern bestückt. In einem robusten, in schwarzem Schrumpflack
lackierten und goldeloxierten Seitenteilen Metall-Pultgehäuse sind 4 Drehregler mit ihrer fliegenden Verdrahung
zu den 6 Buchsen untergebracht. Über vier Druckknöpfe werden die Kanäle durchgeschaltet. Einen Ein/Aus-Schalter
für die 3V-Batterie (Pervox Nr. 256) sucht man vergebens. Die elektrische Verbindung wurde durch das Einstecken
des Ausgangs-DIN-Kabels hergestellt. Wer vergaß, diese Verbindung zu trennen, hatte beim nächsten Gebrauch
eine leere Batterie zu ersetzen.













(Quelle: ebay)

Zwei Kanäle sind rein passiv. Die anderen 2 Kanäle sind aktiv, weil sie über je eine Transistorstufe (OC603) ver-
fügen. Der Ausgang muß beim M153 noch ohne zusätzliche Verstärkung auskommen. Der Kaufpreis betrug über
die gesamte Produktionsdauer (M153/M153A/M153B) stolze 130DM.

Ca. 1960 kam das Mischpult in unveränderter äußeren Erscheinung als M153A auf dem Markt. Innen wurde dem
Ausgang eine Transistorstufe (OC603) spendiert. Ein Schalter für die Batterie fehlt noch immer. Die Versorgungs-
spannung war jetzt (lt. BDA) bei 9V. Geliefert von einer Pervox Nr. 28 Batterie.

M153A_Plan_001.jpg (Quelle: ebay)

Gegen Ende der M153A-Produktion wurde an der Ausgangsbuchse die Masse umgelegt (s. Plan).
Zuletzt (1962, lt. Preisblatt) heißt das Mischpult M153B. Ob die mickrigen Bauteilbezeichnungsänderungen
einen anderen Zusatzbuchstaben rechtfertigten( s. Änderungsskizze)?

(Quelle: ebay)

(Quelle: ebay)

Vielleicht gab es ja noch "richtige"
Schaltungsänderungen. Ohne vorliegenden Schaltplan des M153B reine Spekulation. Natürlich hatte auch
das "B" keinen Batterieschalter.

Zum Abschluß noch ein zeitgenössisches Szenario:



Gesucht: Schaltbild M153 und M153B

Ende Teil 1

Fortsetzung folgt...

Gruß
Wolfgang

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »cisumgolana« (4. Oktober 2018, 19:48)


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2

Donnerstag, 4. Oktober 2018, 17:56

Auf den ersten Blick dachte ich tatsächlich, da könne jemand "Mission possible" nicht schreiben. Dann habe ich den Autor gesehen. :) Ich muss doch mal einen Gegenbesuch machen. ;) (Kleiner Scherz; ich bin froh, neulich ins Allgäu gekommen zu sein.) Mal wieder ein super Beitrag! Besonders natürlich das "zeitgenössisches Szenario". Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

Gruß, Anselm

3

Donnerstag, 4. Oktober 2018, 19:58

Hallo Anselm!

Ja, DAS wär´ was - Dein Gegenbesuch in H.
Seien wir einfach optimistisch...

Zu Deinem "ersten Blick":
Erst hatte ich mit dem zweiten Wort in der Überschrift gezögert.
Aber dann habe ich mich für die o. a. Schreibweise entschieden.

Ich werde Dich nicht allzu lange auf die Folter spannen. Morgen
geht´s weiter.

Gruß
Wolfgang

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4

Donnerstag, 4. Oktober 2018, 21:34

Hallo Wolfgang,

Ja, DAS wär´ was - Dein Gegenbesuch in H.
Seien wir einfach optimistisch...

Gut. Gibt's "an der Leine" auch ein Hochufer mit Biergarten? :)

Zitat

Zu Deinem "ersten Blick":
Erst hatte ich mit dem zweiten Wort in der Überschrift gezögert.
Aber dann habe ich mich für die o. a. Schreibweise entschieden.

Auch gut. :)

Zitat

Ich werde Dich nicht allzu lange auf die Folter spannen. Morgen
geht´s weiter.

Jieper! :)

Gruß, Anselm

5

Freitag, 5. Oktober 2018, 12:07

Hallo!

Teil 2:


Mit dem Mix-5 A121 (1963) stand dem Nutzer das erste Stereo-Mischpult mit Flachbahnregler von UHER zur
Verfügung.Es verfügte über 2 Stereo-Kanäle und einen Mono-Kanal, die über knackfreie Wippschalter ak-
tiviert werden konnten. Eine Anpassung an die jeweilige Quelle konnte pro Kanal über ein Eingangspoti
vorgenommen werden.

Natürlich war auch ein 5-kanaliger Mono-, bzw. ein Stereo- und 3-kanaliger Mono-Betrieb möglich.
Der mittlere Mono-Kanal konnte per Richtungsregler den Stereo-Kanälen re/li zugemischt werden.
Hoch- und Niederpegel-Anschlüsse hatten ihre eigenen DIN-Anschlußbuchsen.

Erstmals verbaute UHER auch einen Pegeltongenerator, um die Aussteuerung am Bandgerät zu erleichtern.
Die Spannungsversorgung war wieder bei 9V, die von einer Blockbatterie (6LR61) kam. Einen Batterieschalter
spendierte UHER dem Mix-5 auch. Ebenso einen Stereo-/Mono-Umschalter.

Das Mix-5 kostete anfangs 238DM. Später (1964, lt. Preisliste) stieg der Preis auf satte 269DM.

(Quelle: ebay)

(Quelle: ebay)





Was ich bis zu meiner Recherche nicht wußte, das A121 wurde ab ca. 1970 auf Silizium-Transistoren (BC214)
umgestellt. Nur die Pegeltongeneratorschaltung blieb unverändert. Der Preis fiel auf 239DM.



Als A122 (ca. 1972) kam das Mix-5 in seiner letzten Ausbaustufe daher. Es hatte zusätzlich eine Schaltung
für einen hochpegeligen Ausgang (über andere Pins der DIN-Buchse ) verbaut bekommen. Der VK vom
A122 ist mir leider nicht bekannt.













Ende Teil 2

Gruß
Wolfgang

PS.: Weil ich leider keine Bilder meines A121 vor seiner Modifikation gemacht hatte,
mußte ich leider auf Fremdbilder von geringer Qualität zurückgreifen.

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6

Freitag, 5. Oktober 2018, 15:30

Was Sie schon immer über UHER wissen wollten – bei cisumgolana erfahren Sie es. Dankeschön!

Gruß, Anselm

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7

Freitag, 5. Oktober 2018, 23:34

Die Varta-Trockenbatterien hießen übrigens PERTRIX, nicht Pervox. Das wäre irgendwie auch sinnfrei gewesen, denn Batterien geben normalerweise keinen Ton von sich!

Ansonsten bin auch ich an der Fortsetzung interessiert. Mit meinem Mix 500 (dem einzigen von Uher) bin ich nach der Überholung vor einigen Jahren (alle Elkos neu) recht zufrieden, wenn ich es denn mal benutze... Es rauscht wenig, die Flachbahnpotis von Preh sind von sehr guter Qualität und die Kanalschalter sind tatsächlich knackfrei. :thumbup:

LG Holgi

8

Samstag, 6. Oktober 2018, 00:03

Sinnfrei oder auch nicht, es gab Pertrix-Pervox Batterien, die hießen nun mal so. Batterien für Gerät die einen Ton von sich gaben?

Gruß Ulrich

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9

Samstag, 6. Oktober 2018, 06:33

Pertrix Pervox

Gruß, Anselm

10

Samstag, 6. Oktober 2018, 08:38

Hallo!

Wo Ulrich Recht hat - so hat er Recht.

Auszug aus der M153 BDA:



OK, ich hatte vergessen "PERTRIX" dabei zu schreiben...

Gruß
Wolfgang

------

KORREKTUR/NACHTRAG ZU M153B:
"Vielleicht gab es ja noch "richtige" Schaltungsänderungen. Ohne vorliegenden Schaltplan
des M153B reine Spekulation. Natürlich hatte auch das "B" keinen Batterieschalter.
"

Jetzt liegt mir der Schaltplan des M153B vor. Und das M153B hat einen Schalter verbaut,
um die Batterie zu trennen (s. Ausschnitt):



Außerdem sind die OC603 durch TF65 Transistoren ersetzt. Dadurch veränderten sich auch
Widerstand-/und Kondensatorwerte. Der Ausgangssignalweg ist wieder wie beim ersten Modell
M153! Die Transistorstufe wurde wieder gestrichen.

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11

Samstag, 6. Oktober 2018, 09:45

Moin moin,

von Neugier getrieben, hab ich eben mal nach TF65 gegoogelt, da mir der Typ ungeläufig war, obwohl ich seit früher Kindheit Elektronik-Literatur lese.
Demnach war er ein Vorläufer des AC151 ähnlich OC71 (siehe radiomuseum).
Zu meiner noch größeren Überraschung kann man die zum stolzen Preis von 8,49 € sogar noch kaufen:
https://www.donberg.de/katalog/halbleite…s_tz/tf_65.html
Zum Vergleich: heute übliche BC559 o.ä. kosten ein paar Cent und sind auch noch besser.

MfG Kai

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12

Samstag, 6. Oktober 2018, 11:19

Pertrix-Pervox Batterien

Hmm... die von Anselm verlinkten Zellen sind Hörgerätebatterien. Da macht der Name ja noch einen Sinn.
Aber wie dem auch sei, ich kenne aus meiner Jugend nur Pertrix. Pervox hatte ich noch nie gesehen, da mein Opa schon ein Hörgerät mit Transistoren hatte, das mit Knopfzellen betrieben wurde. Bei solchen Sachen musste er immer das Modernste haben. :thumbup:

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13

Samstag, 6. Oktober 2018, 12:42

Bei der VARTA Pertrix Batterie Nr. 72 mit 22,5V steht an der linken Seite "VARTA-PERTRIX-PERVOX"
siehe zB unter
http://www.radio-ghe.com/flohmarkt/batthuellen.HTM
oder
https://www.radiomuseum.org/r/varta_25_v…erie_15f20.html
(Bild oben rechts anclicken)

MfG Kai

14

Samstag, 6. Oktober 2018, 16:05

Vielen Dank für den Einblick in diesen Teil des Uher-Katalogs.
Daß Uher schon zu Zeiten der frühen Röhrenkoffer auch Mischpulte gebaut hat wußte ich noch gar nicht.

Der stolze Preis war sicher zum Teil auch dadurch bedingt, daß die frühen Transistoren recht teuer waren. Irgendwo habe ich mal einen Bericht über die Anfänge der Transistorproduktion bei Telefunken in den Fünfzigerjahren gelesen, damals noch im Röhrenwerk Ulm. Der Ausstoß lag zu Beginn bei 50 Stück pro Stunde.
Der OC603 von Telefunken hat schon etwas größere Verbreitung gefunden, man trifft ihn auch in Tonbandgeräten von z. B. Tfk, Butoba und Körting an. Seine Vorgänger OC601 und OC602 waren deutlich seltener.
Während viele europäische Hersteller in den Fünfzigern ihre Transistoren mit OCxxx oder ODxxx bezeichneten, in Anlehnung an das Bezeichnungsschema für Röhren, kochte Siemens zunächst ein eigenes Süppchen und wählte die Bezeichnungen TSxx und TFxx, vermutlich für «Transistor, Spitzen-» und «Transistor, Flächen-».

Gruß
TSF

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15

Samstag, 6. Oktober 2018, 17:05

Zitat von »uk64«
Pertrix-Pervox Batterien


Hmm... die von Anselm verlinkten Zellen sind Hörgerätebatterien. Da macht der Name ja noch einen Sinn.
Aber wie dem auch sei, ich kenne aus meiner Jugend nur Pertrix. Pervox hatte ich noch nie gesehen, da mein Opa schon ein Hörgerät mit Transistoren hatte, das mit Knopfzellen betrieben wurde. Bei solchen Sachen musste er immer das Modernste haben. :thumbup:

Bei den Batterien hats einem die Ohrwaschel aber ganz schön nach unten gezogen damals... :D

VG Martin

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16

Samstag, 6. Oktober 2018, 20:26

Nee, das wohl weniger. Die Hörgeräte mit Miniaturröhren aus den 50er Jahren trug man um den Hals, respektive in der Jackentasche. Nur ein Ohrhörer steckte dann im Ohr.
Aber wir werden hier O.T.! 8|

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17

Sonntag, 7. Oktober 2018, 09:53

Hallo in die Runde,
gerade mal nachgeblättert: Ein Siemens TF 65 kostete 1958 DM 10,- (VK). Zwei Jahre später war er schon deutlich billiger: DM 6,- (mit Beta = 20...30) oder wahlweise 6,80 DM (Beta 40...100). Mit anderen Worten, wahlweise mit grottenschlechter oder gegen Aufpreis mit mieser Stromverstärkung.

Der TF 65 war als Standard-Nf-Transistor sehr verbreitet. Er war aber kein speziell rauscharmer Typ, wie später z.B. der AC151r.
Gruß
Stefan

18

Freitag, 12. Oktober 2018, 08:37

Hallo!

Aus privaten Gründen muß die Fortsetzung der Vorstellung von UHER
Mischpulten ausgesetzt werden. Sorry...

Gruß
Wolfgang

19

Samstag, 3. November 2018, 14:06

Hallo!

Die Fortsetzung präsentiert das Mix-500:



1973 stellte UHER das Folgemodell Mix-500 A124 vor. Weiterhin 5 Eingänge, aber robuster und in zeit-
genössischem Design. Erstmals konnte das Mischpult auch extern über die NT Z131 (mit K639 ) /N210 versorgt
werden. Und für den Batteriewechsel spendierte UHER dem Mix-500 eine separate Klappe.









Die Schaltung wurde weiter verbessert (rauschärmer). Auch der Pegelton kam jetzt aus einer Schaltung mit
Siliziumtransistor. Das Mischpult ist nun von oben zu öffnen. Bedienknöpfe und 4 Schrauben sind schnell ent-
fernt. Und schon liegt die gehäusefüllende Platine mit der Bauteileseite offen vor dem Betrachter. Sogar die
DIN-Buchsen sind auf der Platine verlötet. Das Platinenlayout ist für 5-pol. DIN-Buchsen ausgelegt. Die
Schieber der 5 Flachbahnregler sind aus solidem Metall. Das "Querregler-Poti" muß mit einem Kunststoff-
schieber auskommen.







Den VK muß ich leider schuldig bleiben, weil mir keine Preisliste aus dieser Zeit vorliegt.

Dann fand ich in einer Preisliste von 1985 ein Mix-500 A125 . Der VK wird dort mit 320DM gelistet. Diese
Mix-500 Variante war mir bis dahin völlig unbekannt. Ein TB-Freund half mir mit den folgenden Bildern aus:





Meine Recherche ergab, daß es anstatt 5-pol DIN-Buchsen die 8-pol DIN-Buchsen verbaut hat.





Es wurde anscheinend zeitlich parallel zum Mix-700 vertrieben. Vermutlich ist es sogar aus der
Nullserie, denn es hat kein Typschild auf der Unterseite nahe des Batteriedeckels vorzuweisen
(s. Mix-500 A124).
Das A125 müßte als Kennziffer die 5125 aufweisen, wenn die UHER-typische Kennzifferreihenfolge
eingehalten wurde.
EDIT: Dem ist so, wie ich in der UHER-Preisliste von 12/1985 ablesen konnte.

Wer hat ein A125 MIT unterseitiger SN?
Dann bitte ich um ein Bild vom Typschild als Ergänzung für diesen Beitrag.
Gesucht ist auch der Schaltplan für das A125 (gern als scan).



Das Mischpult stammt aus dem ehemaligen UHER-Fundus in Bad Homburg (lt. Aussage des jetzigen
Besitzers). Das Platinenlayout wurde gegenüber dem A124 mindestens im Bereich der DIN-Buchsen
geändert. Vermutlich auch an anderer Stelle. Denn, es konnten jetzt Elektret-Mikrofone ange-
schlossen und über das MP mit Spannung versorgt werden.



Fortsetzung folgt...

Gruß
Wolfgang

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »cisumgolana« (3. November 2018, 16:46)


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20

Samstag, 3. November 2018, 14:41

Den VK muß ich leider schuldig bleiben, weil mir keine Preisliste aus dieser Zeit vorliegt.

Laut der 1973er Preisliste DM 259,-

21

Samstag, 3. November 2018, 16:42

Hallo Holger!

M. E. hast Du Dich von der Angabe "500mV" in die irre führen lassen.
In der mir vorliegenden UHER-Preisiste Nr. 9 (gültig ab 1.4.1973)
wird unter "Aufnahmezusatzgeräte" für das

Stereo-Mischpult 500mV A122 der Preis von 259DM aufgerufen (s. Bild)



Trotzdem Danke für Deine Recherche.

Die Suche nach dem VK-Preis für das A124 geht also weiter.

Gruß
Wolfgang

PS.: Gesucht: UHER-Preislisten von 1974 - 1984, 1986 - 1995

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22

Samstag, 3. November 2018, 17:15

Alles klar, da habe ich glatt das "A122" übersehen.... 8|

23

Dienstag, 6. November 2018, 09:05

Hallo!

Fortsetzung:

Das Mix-700 A126 (ab ca. 1982) erfüllte viele Wünsche, die Nutzer der früheren Mischpulte gehabt hatten.



Instrumente zur Aussteuerungskontrolle. Einen Kopfhörerverstärker zum Mithören bei der Aufnahme.
Einen Stereo-Masterregler, Vorhör-Möglichkeiten für jeden Kanal, und eine Fern-Stop-Möglichkeit
für das angeschlossene UHER-Bandgerät. Sogar eine Batteriekontrolle war jetzt möglich.





Bei dem Stromfresser, der mobil über 3(!) 9V-Blockbatterien versorgt wurde, ein Muß. Sonst wurde
das Mix-700 über das NT Z170 gespeist.



Die vergebene UHER-Kennziffer ist 5126.

Leider gab/gibt es auch negative Überraschungen zu vermelden. Die Vorpegelregler waren von minderer
Qualität, und neigen im laufe der Zeit zu Aussetzern. Die "knackfreien" Schalter produzieren, in die
Jahre gekommen, vernehmlich Knackser. Ganz mies, und zwar von Anbeginn an, sind die Flachbahn-
regler der 5 Eingangs- und der 2 Augangskanäle. Die Schieberlaschen sind, nicht wie beim Mix-500 aus
Metall, sondern aus labbrigem Kunststoff. In Verbindung mit den asymmetrischen Knopfaufnahmen
eine unheilige Verbindung. Durch die beim Verschieben auftretenden seitlichen Scherkräfte brechen
die Schieberlaschen reihenweise ab. Ganz toll! Die notwende Auswechselung des/der Schiebpoti ist
aufwändig und zeitraubend. Wenn man denn passenden Ersatz fände. Innen ist das Mix-700 dermaßen
serviceunfreundlich aufgebaut, daß es Seinesgleich sucht (nachzulesen hier im Forum - nach Mix-700
suchen). Wie hoch der von UHER für diese Schrottkiste (Ich habe selbst Erfahrungen mit dem Mix-700 -
darum der Kraftausdruck).
Der von UHER für das Mix-700 aufgerufene Preis war, ist mir nicht bekannt. Billig dürfte das A126 nicht
gewesen sein. Ich habe den Verdacht,daß das Mix-700 in Fernost und nicht in einem der UHER-Werke
gefertigt wurde...

Mein persönliches Fazit:
Ein UHER-Mischpult mit der Robustheit und Qualität eines Mix-500, gepaart mit der Ausstattung
eines Mix-700, das wäre noch heute mein Wunsch(traum).

Fortsetzung folgt...

Gruß
Wolfgang

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24

Dienstag, 6. November 2018, 17:30

Ich habe den Verdacht,daß das Mix-700 in Fernost und nicht in einem der UHER-Werke
gefertigt wurde...

Ich glaube, da kann man 100%ig sicher sein! Die Platinen mit dem auf der Bestückungsseite aufgedruckten Leiterbahnverlauf deuten ebenso wie die verwendeten Bauteile auf eine Fertigung in Japan oder Korea hin. In den letzten Jahrzehnten des 20. Jhd. sahen fast alle Leiterplatten von fernöstlichen Geräten so aus!

Die Flachbahnpotis sind aber wohl leider nicht in der in Japan üblichen Bauweise mit Metallschiebern, sonst gäbe es diesen ganzen Ärger nicht.

Aber ich habe gerade auf der Seite vom Radiomuseum ein Foto gefunden, bei dem ich ziemlich sicher bin, dass die Schieber der Regler aus Metall bestehen! Ist dir bekannt, ob man da in der Serie mal eine Änderung vorgenommen hat? Verwunderlich wäre es nicht, haben doch wahrscheinlich die Werkstätten ständigen Ärger mit den abgebrochenen Schiebern gemeldet!

Bei der Aufzählung der neuen Fietschers des Mix 700 sollte man die eingebauten Entzerrer-Vorverstärker für Magnettonabnehmer nicht vergessen! Bei Einführen des entsprechenden DIN-Steckers in die Phono-Magnet-Buchse wurde durch einen Schaltkontakt das Entzerrernetzwerk eingeschaltet.

LG Holgi

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »hannoholgi« (6. November 2018, 19:26)


25

Dienstag, 6. November 2018, 19:34

Hallo Holger!

Vielen Dank für Deine Ergänzungen.

Den Entzerrer-Vorverstärker hatte ich völlig vergessen.
Hätte doch vor dem Geschreibsel erneut die BDA lesen
sollen. Zum Glück gibt´s aufmerksame Leser, so wie Du
einer bist.

Leider bin ich nicht Mitglied bei Radiomuseum.org, und
kann daher die Bilder nicht vergrößern- So kann ich nicht
erkennen, auf welchem der Bilder die Potimitnehmer aus
Metall sind.

Es ist durchaus möglich, daß UHER während der Produktion
bei der Potiausführung nachgebessert hat.

Gruß
Wolfgang

26

Samstag, 10. November 2018, 14:36

Hallo!

Fortsetzung:

Wegen diverser Anforderungen, die manchem Nutzer bei den UHER-Mischpulten nicht erfüllt
wurden, haben diese ihre Mischpulte modifiziert/umgebaut. Hier einige Beispiele:
Ich beginne mit einem M153-Umbau (07/71, lt. Plan):



Mir liegen Bilder und Schaltplan eines Nutzers (Quelle: ebay) vor, der sein M153 mit einem seitlich angebrach-
ten Schiebeschalter spannungslos machen konnte(s. Bild) .





Die OC603 wurden durch AC151 VII Transistoren
ersetzt. Einen der zwei passiven Eingänge wandelte er in einen aktiven Eingang um. Der zusätzlichen Transis-
torstufe im Ausgang spendierte er ebenfalls einen AC151 VII (s. Plan), um das Rauschen etwas zu verringern.



Mit einer Batterie gab er sich auch nicht zufrieden. Es wurden (so handschriftlich vermerkt) zwei 1,5V-Batterien
in Reihenschaltung zum Betrieb verbaut. Die ursprünglich empfohlene 3V-Batterie (Pervox 256) war vermut-
lich zu teuer, oder nicht mehr lieferbar. Die Stromaufnahme erhöhte sich durch die Schaltungsänderungen
(s. handschr. Vermerk).





Auch wurde eine Klinkenbuche für eine externe Stromversorgung verbaut



Fortsetzung folgt...

Gruß
Woflgang

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27

Samstag, 10. November 2018, 21:58

Da hast Du ja mal wieder ein besonderes Schmankerl ausgegraben, "Woflgang"! :)

Gruß, Anselm

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28

Samstag, 10. November 2018, 22:36

:thumbsup:

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