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  • »UHER-Report-Fan« ist der Autor dieses Themas

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Registrierungsdatum: 17. August 2013

Beruf: Ingenieur (B.Eng)

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1

Dienstag, 7. August 2018, 21:26

Nach 100 UHERs auch mal eine Revox

Hallo,
nach der Reparatur von wirklich allen möglichen Tonbandgeräte-Typen und -Marken bin ich bis jetzt nie zu einer Revox gekommen, bzw. nie eine Revox zu mir (oft finden die Geräte ja über Umwege zu Sammlern).
Nun ist es aber doch soweit, beim Einkaufspreis von nur VB 10€ konnte ich einfach nicht widerstehen, auch wenn die Optik sehr zu wünschen übrig lies und der technische Zustand als „ungeprüft, Fehlteile“ beschrieben wurde. Fehlteile mag ich nicht sonderlich gerne, solche Überaschungspakete aber sehr. ;)

Der Versandbote schmunzelte bei der Übergabe des Pakets, weil man bereits von außen durch den halb offenen „Karton“ das Gerät sehen konnte (im Karton waren 2 schwere Geräte…). Wundersamer weise kam der Inhalt (beide Geräte) allerdings nicht viel schlechter als erwartet an – gut, ein paar lose Schrauben und Kleinteile sind wohl beim Transport aus der offenen Verpackung herausgeflogen und leider wurde auch die scheibe des einzigen noch heilen VU-Meters zerbrochen.





Nun steht sie also bei mir, meine erste (vielleicht folgt ja noch eine) Revox, eine A77 MK2 im meines Erachtens schöneren silber-Design als die späteren Modelle.

Hier noch ohne Frontblenden etc.:



Der Vorbesitzer hat leider nach Fehlern gesucht, dabei aber offensichtlich nichts oder nichts Wesentliches gefunden und hat alles wenn dann nur verschlimmert: der Capstan flog abgeschraubt im Gehäuse herum, Kopfträger und Köpfe ebenfalls lose, falsches VU-Instrument eingebaut, VUs zertrümmert (Scheibe weg, Zeiger abgerissen, Magnet, Spule fest), Spulenteller weggeschraubt usw.

Das wurde inzwischen gemacht:
- Passende Schrauben suchen >> Kopfplatte montiert
- Passende Schrauben suchen >> Capstan montieren und anschließen
- Passende Schrauben suchen >> Köpfe montieren und Bandlauf einigermaßen begradigen (Capstan hat beim Versand dagegen geschlagen) >> Band läuft sauber
- Kondensatoren gewechselt (der Klassiker, stanken fürchterlich) >> Gerät läuft, spult, nimmt auf und bremst gut

Was noch fehlt:
- Tonkopfabdeckung >> bestellt
- Lager für die rechte Bandführung (obwohl so original). War erst irritiert von der festen Umlenkrolle und deren massivem Einschliff und habe einen Eigenbau vermutet >> trotzdem bestellt
- Zahnriemen fürs Zählwerk >> bestellt

Zuletzt braucht das gute Stück noch Knöpfe und VUs, die fehlten leider bzw. sind zerdäppertz, aber das an anderer Stelle.


Gruß
Andreas


P.S.: im Hintergrund ist das parallel laufenden Frustrationsobjekt Grundig TS1000 zu sehen... :D
Festina lente!

Motto der SN-Sammler: Irgendwann haben wir sie alle...

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2

Dienstag, 7. August 2018, 22:23

gratuliere zu deiner ersten wirklich vernünftigen tonbandmaschine. :D

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3

Donnerstag, 9. August 2018, 06:18

Hut ab, so einen weiten Weg könnte ich nicht gehen. Nichtsdestotrotz benutze ich die A77 MKII auch sehr gerne. Ich habe mich auch lange um die A77 herum gedrückt. Man sucht ja immer gerne nach Sideways und glaubt wenn man lange genug sicht findet man den Stein der Weißen. Bis man dann mal eine hat und feststellt -> Auch im hohen Alter im Preis/Leistung nicht zu toppen. Wenn es so etwas wie einen großen Wurf gibt dann für die A77 von Revox. Mir gefallen die Silberlinge übrigens auch besser als die Nextel. Aber das ist Geschmackssache.
VG Martin

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