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Posts: 2,019

Date of registration: Jun 29th 2004

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31

Tuesday, September 4th 2007, 2:46pm

Rainers Hinweis ist von wesentlicher Bedeutung für die Kompandertechnologie überhaupt, die -wenn das Ergebnis überschaubar bleiben soll- einwandfrei eingemessene Bandgeräte voraussetzt. Jeder Frequenzgangfehler, den das Bandgerät einmischt wid um den Kompressionsfaktor verschärft ausgegeben. Kommt es zu einer Abweichung von 6 dB in den Höhen, macht die dB-lineare Kennlinie des dBx (Steigung 1 : 1,55) aus 6 sofort 10 dB; aus drei werden viereinhalb, aus vier sechs dB.

Dies ist übrigens der Grund dafür. dass Kompanderssysteme die Auflösung einer Analogbandaufnahme nicht steigern können. Die den 60 dB bei unkodierter Aufnahme zukommenden etwa 1000 Pegelstufen, die die analoge Aufnahme bereitstellen kann, bleiben beim Kompanderverfahren erhalten, es werden lediglich die Stufen um den Kompressiongrad gröber. Die 1000 Pegelstufen verteilen sich also auf die neue Betriebsdynamik von 75 bis 90 dB.

Ob allerdings dies als Problem gelten muss, wenn -etwas bissig und überspitzt formuliert- ein klassisches Musikinstrument interpretatorisch halbwegs sinnvoll reproduzierbar auf ein Dutzend Pegelstufen (bzw. weniger) kommt, von denen die Komponistenriege zwischen zwei und acht systematischer nützt?
Die Probleme liegen woanders und wurden von Rauschminderern sinnvoll bekämpft. Sonst wäre diese Technologie nicht für 25 Jahre erfolgreicher Stand der Technik gewesen.

Einmal mehr aber kommen wir an den Punkt, an dem fachliche Kompetenz als Voraussetzung eines solcherart erfolgreichen Einsatzes und der daraus folgenden fachlichen Selbstverständnisse ("man kennt ja sein Werkzeug, weiß damit umzugehen!") definiert wird. Das HiFi-Zeitalter läuft nun gut 40 Jahre, trotzdem dauerte es bis heute, dass solche Diskussionen wie die jetzige auch unter interessierten Laien nutzbringend geführt werden können. Man sehe sich die seinerzeit trotz einer breiten HiFi-Marktströmung kleine Breh-Gemeinde an, wenn man heute darüber nachdenkt, warum zeitgenössisch bestimmte Aktivitäten der professionellen Riege nicht oder nur mühselig in den Amateurbereich abkindern konnten: Der Massenkunde war dazu ebenso nicht empfangsbereit, wie die Industrie Produkte hätte abliefern können, die selbst den damals schon Interessierten mit ihren Mitteln den Ausweg aus der 'Unmündigkeit' hätten ermöglichen können.

Hans-Joachim

sounds-good

Unregistered

32

Tuesday, September 4th 2007, 3:57pm

Tja, der Hans-Joachim liefert einen erheblichen theoretischen Background zum Thema einmessen der Teac und Praxistauglichkeit von dbx.

Als ich meine Teac X-1000 vor rund 23 Jahren erstanden habe (war so um 1984 herum), hatte ich mir nicht groß Gedanken gemacht um irgendwelche klangliche Einflüsse, hervorgerufen durch das hochwirksame Kompandersystem, welches dbx nun mal darstellt, auf das Originalsignal gemacht. Damals, im vordigitalen Zeitalter, stand für mich schlicht die erzielbare enorme Rauschfreiheit im Vordergrund, zumal diese weitestgehend ohne die von Dolby B/C bekannten wie berüchtigten Rauschfahnen erzielt werden konnten. Zu der Zeit habe ich meine Aufnahmen mit den legendären Maxell Bändern XL-1 und UD gemacht, die sich m.E. als sehr kompatibel zur Teac Werkseinstellung gezeigt hatten, d.h. ein ummessen wurde damals nicht vorgenommen bzw. hatte ich nicht einmal ernsthaft in Erwägung gezogen.

Nachdem ich meine Teac bestimmt ein Jahrzehnt nicht mehr eingesetzt hatte und diese vor rund 4 Jahren reaktiviert, mechanisch komplett habe zerlegen und überholen lassen (die übliche Teac-Krankheit: klemmender Andruckschlitten usw.), auch keine neuen Maxell-Bänder mehr erhältlich waren, war ein ummessen auf LPR 35 unumgänglich.

In Folge des ummessens sowie einer inzwischen erheblich besseren Wiedergabekette (Accuphase-Verstärker, Acapella-Lautsprecher) fallen mir klangliche Unterschiede zwischen Vorder- und Hinterband (die u.U. noch durch dbx verstärkt werden) heute wesentlich mehr auf als dies vor 20 Jahren der Fall gewesen ist.

Vielleicht bin ich klanglich einfach anspruchsvoller geworden, so daß konstruktive Gegebenheiten (oder auch Unzulänglichkeiten) der Teac-Maschine für mein Klangempfinden heute mehr ins Gewicht fallen als dies früher der Fall gewesen ist, vielleicht muß ich die (aktuellen) Einstellungen auf LPR 35 über die Zeit noch einmal leicht optimieren lassen.
Überdies stellt jedes einmessen immer einen Spagat zwischen einer empfohlenen, einer vermeintlich optimalen Einstellung und dem eigenen Klangempfinden dar.

Im diesem Sinne
Tom

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33

Tuesday, September 11th 2007, 4:35pm

Ich habe mit der X2000 sehr gute Ergebnisse erzielt. Aber eben auch erst nach genauer Einmessung. Das dbx I zeigt sich hier negativ nur so:
wenn man hochtonreiche Musik zu weit aussteuert, merkt man beim Hinterband , dass die Höhen weniger brillant wirken. Ist meiner Ansicht nach deshalb, weil das band da nicht mehr kann und das dbx das natürlich noch verstärkt. der dbx I Kompander in der X2000 ist meiner Ansicht nach an sich von sehr hoher Qualität. Rauschfahnen hingegen habe ich bislang nie bemerkt, obwohl ich nach ihnen gesucht habe.

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34

Tuesday, September 11th 2007, 5:14pm

Aha, na siehste, wie ich immer sage..... ;-)

Gruß
Martin
Leute, bleibt schön glatt gewickelt!