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1

Thursday, November 7th 2019, 3:03pm

Sennheiser Kunstkopf MKE 2002 - Schaltbild ?

Habe einen Sennheiser (Amateur-)Kunstkopf MZK 2002 mit (Elektret-)Mikros MKE 2002 bekommen.
Leider ohne Funktion. vermutlich ist die Elektronik defekt.
Hat jemand zufällig Schaltbild(er) ?
VG Jürgen

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2

Thursday, November 7th 2019, 4:17pm

Ich glaube nicht, daß es sich um mehr als zwei Elektret-Mikrofone handelt, die zu einem Stereo-Anschluß zusammengeführt sind.
Das Mikro wurde auch ohne die Kopf-Attrappe verkauft zum Aufsetzen auf den eigenen Kopf.

MfG Kai

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3

Thursday, November 7th 2019, 7:32pm

Und das Ganze wird über einen Speiseadapter, bestehend aus einem Batteriekasten für einen 9 V-Block, versorgt. Da gibt es einen Schalter und ein paar Drähte und einen dieser billigen Batterieclips. Womöglich sind da auch Auskoppelelkos drin... Da kann schon irgendwo ein Kontaktproblem oder eine Unterbrechung bestehen! Wenn beide Kapseln tot sind, tippe ich doch sehr auf die Spannungsversorgung!

Übrigens ist das durchaus kein "Amateur-Kunstkopf", denn damit wurden Platten und Hörspiele aufgenommen, z.B. zwei LP's der Bourbon Skiffle Company. Aber es gab sicher auch bessere Kunstköpfe, wie die von Neumann oder AKG, die etwas weniger gerauscht haben und einige Märker mehr gekostet haben! ;)

LG Holgi

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4

Thursday, November 7th 2019, 7:47pm

Ich habe mal etwas recherchiert und bin in einem Elektronikforum auf einen Beitrag von jemandem gestoßen, der das MKE2002 mit anderen Kapseln ausgerüstet hat. Dazu gehört aber auch der Schaltplan im Originalzustand. Der soll wohl so aussehen, wie unten.
Ich übernehme dafür aber keine Gewähr!

Jedenfalls sind tatsächlich noch ein paar Teile außer der Batterie in dem Kästchen. Das alles natürlichin doppelter Ausführung.
Da würde ich mir dann als Erstes mal die 3,3 µF-Tantals (oder Elkos) ansehen!


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5

Thursday, November 7th 2019, 8:06pm

Hallo zusammen,

mein Name ist Martin.
Ich lese schon seit einiger Zeit im Forum mit und habe viel Neues erfahren.
Einen Schaltplan vom MKE-2002 kann ich beisteuern, auch wenn die Qualität nicht berauschend ist;
hoffentlich klappt das mit dem Anhängen der Datei...

Viele Grüsse Martin
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6

Thursday, November 7th 2019, 8:10pm

Die Diode macht einen ziemlich überflüssigen Eindruck:
Der C-R-Hochpaß dient sicher dazu, Gleichspannung des Verstärker-Ausgangs von Anschluß Out fernzuhalten.
Da mit positiver Spannung gespeist wird, ist die Ausgangsspannung auch positiv, die Diode folglich gesperrt.
Eine weitere Dioden-Funkion ist nicht erkennbar. Dann kann man sie auch weglassen.
Bei einem richtigen Kunstkopf befinden sich die Mikrofone am Ort des Trommelfells. Bei diesem Teil befnden sie sich außerhalb des Ohrs, folglich wirkt sich nur die große "Birne" auf die Wirkung (HRTF) aus. Wahrscheinlich könnte man auch einen Rugby-Ball oder eine Melone nehmen.

MfG Kai
Nachtrag zu dem ausführlicheren Schaltbild von Martin:
Enthält nur weitere Dinge, die auch entbehrlich sind. Die Signale gehen direkt auf die Pins 1 & 4 und nochmals geteilt auf ~1/3 auf die Pins 3 & 5. Die beiden 22 kOhmWiderstande werden durch die Spannungsteiler aus 3.3 k und 1.5 k völlig überflüssig. Andererseits braucht kaum jemand einen 1/3 bzw etwa -10 dB Abschwächer an einem Mikrofon. Neben der Batterie kann man offenbar noch eine Schnell-Entlade-Schaltung aktivieren oder den Ladezustand kontrollieren.
Wesentlich an dem ganzen Teil sind nur die beiden Elektret-Mikrofone und die Abtrennung von deren DC-Ausgangsspannung.
Andererseits haben viele Laptops eine Eingangsschaltung, die genau so eine Spannung an Elektret-Mikros liefern soll.
Was sinnvoll ist, hängt also davon ab, wo man es anschließen will.

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7

Friday, November 8th 2019, 10:06am

Danke an alle!
Holgis Hinweis habe ich hier gefunden.
Falls die Kapsel(n) defekt sind, denke ich diese könnten passen.
VG Jürgen

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8

Friday, November 8th 2019, 12:19pm

Falls die Kapsel(n) defekt sind, denke ich diese könnten passen.

Ja, sicher, mechanisch schon, aber da gibt es eine viel bessere, die ich selbst schon eingesetzt habe, das ist die EM172 von Primo!
Es sind sicher die besten Elektretkapseln mit Kugelcharakteristik, die man für bezahlbares Geld kaufen kann, mit einem Rauschabstand von 80 dB (20 mehr als dein Vorschlag) und als selektiertes Pärchen gibt es die auch: https://micbooster.com/primo-microphone-…sules-2_matched
Die Kapsel rauscht auch gut 20 dB weniger als die Uraltteile von Sennheiser und ein Austausch ist sicher auch dann sinnvoll, wenn die alten Kapseln noch funktionieren!

Die verlinkte Quelle ist übrigens soweit ich herausgefunden habe, die Einzige. In Deutschland verkauft die niemand.

LG Holgi

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9

Friday, November 8th 2019, 12:30pm

Gibt es für die Teile auch Frequenzgang-Spezifikationen ?

MfG Kai

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Friday, November 8th 2019, 12:36pm

http://www.micbooster.com/documents/EM17…July%202015.pdf

Ich weiß nicht, ob die mit 9 V noch klar kommen, aber das würde ja nicht wirklich ein Problem darstellen.

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Friday, November 8th 2019, 3:07pm

Danke Holgi!
Empfindlichkeit und Frequenzgang > 10 kHz sind zwar schlechter, das kann man aber dank der 80dB SN ja ausgleichen.
Allerdings verstehe ich deren Schaltungsvorschlag bzgl. der Versorgungsspannung nicht.
Wenn der Sensor 600 µA benötigt, fallen an dem 2.7k-Widerstand 1,62V ab (U=R*I).
Dann bleiben doch für den Sensor von den 3V nur noch 1,4V übrig...
VG Jürgen
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12

Friday, November 8th 2019, 3:58pm

Die 3 V stehen da sicher nur als Beispiel, daß das Ganze an einer 3 V Zelle laufen kann.
Außerdem sind die 3V und die 2.7 kOhm Widerstand etwa das Gleiche, was in Laptops in den Mikrofon-Eingängen bereits enthalten ist, oft sogar nur 2.5 V.
Der JFET wird aber bestimmt auch an 9 V laufen, insbesondere wenn man den Arbeitswiderstand so bemißt, daß am Ausgang (1) etwa die halbe Gleichspannung liegt.
Das ist bei den meisten rauscharmen JFETs ohnehin empfehlenswert, weil oberhalb einer Gate-Drain-Spannung von 5 V meist der Gate-Drain-Leckstrom ansteigt und den Rauschpegel anhebt.
Man sollte mal prüfen, ob es unter den unempfindlicheren Kapseln der Firma Typen gibt, deren Frequenzgang erst weiter oben "abschmiert".

MfG Kai
Nachtrag: Inzwischen gefunden: Informationen über weitere Primo Mikrofon-Kapseln gibt es bei
http://www.primomic.de/produkte.htm
http://www.primomic.de/omni.htm
http://www.primomic.de/uni.htm
Aktuelle Version des EM172 scheint das EM272 zu sein.
Einen weiteren Frequenzumfang hat das EM258 bei 4 dB weniger Empfindlichkeit und 6 dB geringerem SNR.

This post has been edited 1 times, last edit by "kaimex" (Nov 8th 2019, 6:58pm)


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13

Friday, November 8th 2019, 10:36pm

Einen weiteren Frequenzumfang hat das EM258 bei 4 dB weniger Empfindlichkeit und 6 dB geringerem SNR.

Das mit dem Höhenabfall der EM172 sollte man nun wirklich nicht überbewerten! Zum einen ist der -3 dB-Punkt erst bei 15 kHz erreicht und zum andern wird die Übertragungskurve bei der Verwendung als Kunstkopfmikro, ob nun in den Gehörgängen eingebaut oder wie beim Sennheiser Kunstkopfmikro kurz davor, ohnehin völlig verbumfeit! Da ist von Linearität im Vergleich zum freien Schallfeld wahrscheinlich nicht viel übrig...
Und ich kann den 172er Kapseln einen sehr durchsichtigen, absolut nicht höhenarmen Klang bescheinigen! :thumbup:

Die EM258 haben übrigens nur 5,8 mm Durchmesser.

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Friday, November 8th 2019, 11:09pm

Enthält nur weitere Dinge, die auch entbehrlich sind. Die Signale gehen direkt auf die Pins 1 & 4 und nochmals geteilt auf ~1/3 auf die Pins 3 & 5. Die beiden 22 kOhmWiderstande werden durch die Spannungsteiler aus 3.3 k und 1.5 k völlig überflüssig. Andererseits braucht kaum jemand einen 1/3 bzw etwa -10 dB Abschwächer an einem Mikrofon. Neben der Batterie kann man offenbar noch eine Schnell-Entlade-Schaltung aktivieren oder den Ladezustand kontrollieren.

Hierzu sei mir folgende Bemerkung erlaubt:

Sennheiser wird kaum überflüssige Teile in seine Produkte einbauen, oder? 8|
Die Beschaltung des Ausgangssteckers ist so zu verstehen, dass die Pins 1 und 4 für mittelohmige Mikrofoneingänge gedacht sind, die ca. 5...20 kOhm Eingangsimpedanz bei einer Empfindlichkeit von 0,3...0,6 mV aufweisen. Diese Werte passen optimal zu den Elektretmikros, die immer mittelohmig sind und eine etwas höhere Spannung abgeben, als niederohmige dynamische Wandler. Viele Tonbandgeräte der damaligen Zeit hatten ja mittelohmige Mikroeingänge.

Die Pins 3 und 5 mit den 1,5 kOhm-Parallelwiderständen sind nach der seinerzeitigen Norm für niederohmige Eingänge vorgesehen. Als solche bezeichnet Sennheiser Eingänge mit Impedanzen < 5 kOhm und einer Empfindlichkeit von unter 0,3 mV. Damit die durch das MKE 2002 nicht übersteuert werden, sind die Spannungsteiler vorgesehen. Wenn die Eingangsimpedanz über 10 kOhm liegt, sollen/können die 1,5 kOhm-Widerstände ausgelötet werden. So schreibt es Herr Sennheiser jedenfalls in der Mikrofon-Anschlussfibel.

Die Schaltung mit der LED und deren peripheren Bauteilen ist eine Batterie-Prüfschaltung, die beim Drücken der grünen Taste T die ebenfalls grüne LED leuchten lässt, wenn die Spannung des 9-V-Blocks ausreicht.

This post has been edited 1 times, last edit by "hannoholgi" (Nov 9th 2019, 10:23am)


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Tuesday, November 19th 2019, 8:10pm

die EM172 von Primo!

Die habe ich heute im abgeglichenen Viererpack bekommen, zwei in meinen Flashrecorder eingebaut und die anderen mit dünnen Anschlusskabeln für AB-Anordnung (dadurch auch als PZM verwendbar). Ich kann nur sagen: Respekt, was die kleinen Biester leisten! Für Protokollmitschnitte eigentlich überqualifiziert :thumbup:

Ihr gegenseitiger Abgleich (Übertragungsmaß, Frequenzgang) ist übrigens so gut wie perfekt, weswegen ich den Mehrpreis gerechtfertigt finde, denn die ursprünglichen Kapseltoleranzen sind naturgemäß recht hoch:



Noch etwas: Die untere Grenzfrequenz meiner Exemplare liegt bei 7 Hz.

Danke für den Tipp!

Grüße, Peter

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Wednesday, November 20th 2019, 11:47am

Danke für den Tipp!

Da nich für, Peter! ;)

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Wednesday, November 20th 2019, 2:52pm

Hallo Peter,

hast du über die Mikrofone, in denen du diese Kapseln nun verwendest, hier schon mal berichtet ?

Da das Kürzel PZM mir bis zu deinem Beitrag noch nicht begegnet war, hab ich natürlich sofort versucht, meine Ahnungslosigkeit zu verringern und mir bei youtube Videos zum Selbstbau angesehen und danach noch, was Herr Sengpiel dazu meint. Wenn ich es richtig verstanden habe, waren die youtube-Vorschläge aus dem Bereich "ungünstig bis falsch".
Insofern bin ich natürlich neugierig, wie deine PZMs aussehen.
War meine Vermutung falsch, daß das Electret-Kapsel-Model EM172 inzwischen durch EM272 abgelöst wurde ?

MfG Kai

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Wednesday, November 20th 2019, 3:07pm

hast du über die Mikrofone, in denen du diese Kapseln nun verwendest, hier schon mal berichtet ?

Nein, ich habe sie erst seit gestern in Gebrauch.

Insofern bin ich natürlich neugierig, wie deine PZMs aussehen.

Idealerweise eingelassen in eine schallharte Platte größeren Durchmessers. Je nach Aufnahmesituation hänge ich die Dinger einfach so bündig wie möglich an die Wand oder irgend eine andere geeignete Fläche (Rückseite großflächiger Stuhllehnen, Kirchenbänke etc.). Wegen der geringen Kapselhöhe (6mm) schere ich mich - vor allem bei Raummikrofonen - nicht lange um exakt bündigen Einbau, bevor mir irgendwelche Kacheln von der Wand auf die Füße eine überraschten Konzertbesuchers fallen :whistling:

War meine Vermutung falsch, daß das Electret-Kapsel-Model EM172 inzwischen durch EM272 abgelöst wurde ?

Das scheint tatsächlich so zu sein. Wobei die Herstellerangaben der ELA-Daten beider Modelle identisch sind.

Grüße, Peter

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Monday, November 25th 2019, 11:26am

So, hatte Zeit, das Kästchen und den Anschlussstecker(!) zu öffnen.
Der Fehler lag im Stecker, da waren alle Drähtchen ab.
Habe nach Schema II verdrahtet, nun kann ich mit dem CR 240 einwandfrei aufnehmen.
Abgehört mit meinem alten HD414 gibt es auch tatsächlich einen deutlichen räumlichen Effekt.
VG Jürgen
P.S. Habe das Manual mal gescannt und im Download-Bereich abgelegt.
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Friday, December 13th 2019, 10:13pm

Hallo Peter,

und die anderen mit dünnen Anschlusskabeln für AB-Anordnung (dadurch auch als PZM verwendbar).

das klingt natürlich sehr interessant :)

Wie hast Du sie denn angeschlossen? Unsymmetrisch und aus Batterien versorgt, oder irgendwie symmetriert, und die Versorgungsspannung aus der Phantomspeisung gewonnen?

Sowas würde ich durchaus auch mal ausprobieren...

Viele Grüße
Andreas

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21

Saturday, December 14th 2019, 5:31am

Wie hast Du sie denn angeschlossen? Unsymmetrisch und aus Batterien versorgt, oder irgendwie symmetriert, und die Versorgungsspannung aus der Phantomspeisung gewonnen?

Beides, je nachdem an welches Gerät die Mikrofone angeschlossen werden sollten.
Im Internet gibt es zahlreiche Symmetrierschaltungen, meine ersten Versuche vor fast 40 Jahren begannen so:



Der ausgegraute Teil wird für Elektrets weggelassen, er war für sog. Echtkondensatorkapseln vorgesehen, die eine Vorspannung benötigen, die nicht höher als ca. 46 V liegt.

Das Elektretmikrofon wird dort angeschlossen, wo im Schaltplan die Anschlüsse D & S des FET liegen.

Der Speisewiderstand wird nach benötigter Betriebsspannung für das Elektretmikrofon abgeglichen, die Ausgangstransistoren sind rauscharme pnp-Typen (BC 560C o.ä.), ihre Basiswiderstände liegen zumeist bei 100 kOhm.

Ich habe ein paar Mikrofone mit dieser Schaltung im Einsatz, die ihren Dienst seit Jahrzehnten störungsfrei verrichten.

Grüße,
Peter

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22

Saturday, December 14th 2019, 11:32am

Hallo Peter,

vielen Dank! Mal sehen, ob ich zwischen den Jahren dazu komme, das mal auzuprobieren :)

Viele Grüße
Andreas

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Sunday, December 15th 2019, 5:22pm

In dem Aufsatz der Wikipedia über Phantom-Speisung
https://de.wikipedia.org/wiki/Phantomspeisung
wird behauptet, daß bei der Variante P48 mit 48 V und zwei Vorwiderständen von je 6.8 kOhm die pro Leitung gezogene Verlustleistung nur 85 mW betragen dürfe. Das ergibt magere 1.77 mA pro Draht.
Ist das richtig oder muß das nicht ernst genommen werden ?
Vertragen praktische Ausführungen jede Last ?
Das wäre bei Kurzschluß 339 mW.

MfG Kai

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24

Sunday, December 15th 2019, 5:34pm

Ist das richtig oder muß das nicht ernst genommen werden?

Ich denke die beiden angehängten pdfs können fast jede denkbare Frage zur Phantomspeisung beantworten.

Grüße, Peter
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25

Sunday, December 15th 2019, 6:04pm

Vielen Dank !

Danach darf die Summe der Ströme maximal 10 mA betragen,
ergibt bei gleichen Lastströmen je 5 mA pro Leitung oder 34 V Spannungsabfall an den 6.8 kOhm.

MfG Kai

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