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1

Sunday, September 1st 2019, 9:19am

BASF PER 368

Hallo,

Ich habe 3 15er Spulen von diesem Band geschenkt bekommen, finde aber keine richtige Antwort für welche Zwecke es ist und wie es sich von LPR 35 unterscheidet. Die Spulen sehen gepflegt und selten bis gar nicht gespielt aus, also 1 mal benutzt und danach im Karton verpackt. Probiert habe ich es noch nicht. Ist es für 9,5 cm/sec geeignet? Die Kartons und Spulen sehen nach 90er Jahre aus.

Danke schon mal
LG Tobi

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2

Sunday, September 1st 2019, 9:33am

Auch wenn ich jetzt Haue bekomme.....

PER 368 läuft bei mir auf Uher Report IC 4200 und 4400, auf Sony TC377 und Grundig TS1000 tadellos. Auch mit 9,5cm/s

Alle Geräte sind auf LPR35 eingemessen. Das Ergebnis mag deshalb sicher nicht 100%ig sein.
Es ist aber so, daß das Aufnahmeergebnis wirklich, zumindest für mich, einwandfrei ist.
Gruß
Manfred

2 x Grundig TS 1000. Jeweils wahlweise als 2Spur, 4Spur oder Autoreverse. Beide mit Dolby, drahtloser Fernbedienung, mit Op-Amp Ausgang und Hinterbandanzeige. In täglicher Verwendung: Grundig SXV 6000, Grundig ST 6000, CF5500-2,TS 1000, Grundig A5000 und Dual 731Q an Canton Plus E Subwoofersystem. Werkstatt: Proline 3000 Endstufe , Grundig T6500 und Sony TC 377. Im Esszimmer: Grundig V5000, T5000, CF 5500 und Grundig CF 5500-2 an Canton Plus C Subwoofer.

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3

Sunday, September 1st 2019, 11:00am

Ich danke dir für deine Antwort.

Ich würde aber trotzdem gerne den technischen Unterschied erfahren, also abgesehen von der weissen Rückseite. Ist das Band dünner als LPR 35?

Irgendwie sind da Takes von Balko und einem ZDF Film namens Tödliche Wahl von 1995 drauf. Hat man wohl beim Dreh verwendet und ist dann nach dem Umkopieren nutzlos geworden... Mein Kumpel hat ne ganze Kiste davon im Keller.

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4

Sunday, September 1st 2019, 11:05am

Das 368er ist auch ein 35µm Band.
Bei der Einmessung liegt es einen kleinen Tick neben dem LPR 35, für die meisten, denke ich, aber verschmerzbar.
Die helle Rückseitenbeschichtung ergibt eine überlegene Wickeleigenschaft.

Für weitere Details müssen dann die richtigen Fachleute ran.
Gruß
Manfred

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5

Sunday, September 1st 2019, 11:10am

Das PER 368 ist die Langspielversion vom PER 528.

Daher kann ich mir nicht vorstellen, daß die Aufnahmen auf einer LPR 35 Maschine klanglich befriedigen. Die Aufnahmen werden deutlich zu dumpf sein.
Leute, bleibt schön glatt gewickelt!

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Sunday, September 1st 2019, 11:22am

Aber worin unterscheidet sich das PER 528 denn vom LPR 35?

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Sunday, September 1st 2019, 1:53pm

Hier kannst du sie vergleichen:

RMGI_LPR_35.pdf

RMGI_PER_368.pdf


Auf meinen Nagras sind die beiden Bandsorten durchaus nebeneinander zu verwenden. Es ergeben sich nur kleine Klang- und Pegelunterschiede, sofern man keine „amtlichen“ Qualitätsanforderungen stellt.

LG Holgi

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8

Sunday, September 1st 2019, 2:18pm

Ok, wenn Du beide nebeneinander verwenden kannst, stammt wohl meine Beobachtung aus der Zeit, als ich auf SM 468 eingemessen hatte. Da ging das PER 528 garnicht....
Leute, bleibt schön glatt gewickelt!

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Sunday, September 1st 2019, 7:26pm

Danke für eure Ausführungen.

Ich werde das die Tage mal probieren. Meine Akai ist zwar auf XL I eingemessen, aber mit dem Bias Regler hab ich bis auf leichten Pegelabfall Hinterband, was ja ohne Kompander nix aus macht, mit LPR 35 immer gute Ergebnisse erzielen können, wenn ich mal eine alte 18er Spule bespielt habe. Sollte also damit auch möglich sein.

LG Tobi

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Sunday, September 1st 2019, 7:50pm

PER und LPR haben geringfügig unterschiedliche Arbeitspunkte (PER 368 = +1,5 dB gegenüber LPR 35), wie aus der Gegenüberstellung ihrer Kurven zu erkennen ist:



Wegen der scharfen Minima des Gleichfeldrauschens (in den Diagrammen DCN genannt) ergeben sich bei der Einstellung auf den jeweilig anderen Arbeitspunkt deutliche Unterschiede in den Modulationsrauschwerten.

Die beiden folgenden Kurven zeigen das Modulationsrauschspektrum bei Einstellung auf den idealen Arbeitspunkt jeweils rot, bei dem des anderen Bandtyps blau.

LPR 35:


PER 368:


Grüße, Peter

This post has been edited 1 times, last edit by "Peter Ruhrberg" (Sep 2nd 2019, 7:01am)


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Monday, September 2nd 2019, 6:24am

Danke für deine Mühe!

Dann wäre eine korrekte Einmessung wohl doch angebracht, das sind ja himmelweite Unterschiede.

LG Tobi

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Monday, September 2nd 2019, 11:35pm

PER368 ist genau wie LPR35 ein Langspielband. Es wurde vor allem für mobile Geräte im professionellen Einsatz (v.a. Nagra, aber auch Uher Report Monitor) entwickelt, um zu den im Rundfunkbereich üblicherweise eingesetzten PER528 kompatibel zu bleiben. Magnetschicht identisch mit PER528, nur die Trägerfolie ist dünner.
  • Sehr zuverlässiges, robustes und langlebiges Band, bis heute keinerlei Ausfälle bekannt
  • Optimiert für 19cm/s und bei dieser Geschwindigkeit qualitativ dem LPR35 ebenbürtig, für 9,5cm/s auch geeignet aber nicht ideal, da ist LPR35 besser
  • Sehr gute Wickeleigenschaften, uneingeschränkt offenwickeltauglich (für Besitzer von Studiomaschinen interessant)
  • Wie hier bereits erklärt wurde, grundsätzlich nicht zu LPR35 kompatibel, die Unterschiede sind aber nicht allzu groß, bei einer auf LPR35 eingemessenen Maschine klingt PER368 minimal höhenbetont - notfalls also verwendbar.

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13

Friday, September 13th 2019, 4:32pm

Meine Nagra von der ARD war auch auf PER 368 eingemessen, ein super Band sogar bei 9,5cm!

R.