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1

Donnerstag, 6. Dezember 2018, 13:36

Wie reinigt man ein verstaubtes Tonband?

Hallo in die Runde!
Normalerweise tue ich das nie, es ist ein absolutes No- Go bei mir, aber durch dramatische Ereignisse in der Familie kam es dazu, dass ein 26'er Maxell XL1 Tonband in der Maschine eingefädelt blieb, und jetzt sind es schon ein paar Monate, so dass sich zweifellos Staub auf der Magnetschicht in dem ungeschützen Bereich zwischen der Kopfabdeckung und der linken bzw rechten Spule gelegt hat.
Ich möchte das Band nicht mit dem Staub aufspulen, aber wie sollte man es schonend reinigen? Einfach mit Wattestäbchen abwischen? Reicht das? Zerkratzt man das Band damit nicht? Mit spiritusgetränktem oder wassergetränktem Wattestäbchen? Abblasen mit Airbrusch-Pistole und Kompressor? Andere Idee?
Es ist ein tadelloses Band mit wertvollen Aufnahmen drauf...

Nik

2

Donnerstag, 6. Dezember 2018, 13:58

Wie wäre es mit Mikrofasertuch?

niels
Ich halte die analoge Aufzeichnung einer qualitativ gut erzeugten digitalen Aufzeichnung für unterlegen.
Aber jene macht mir mehr Freude.

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3

Donnerstag, 6. Dezember 2018, 14:37

Weichen Kosmetikpinsel, gibts in der Drogerie. Abwischen würde ich erst danach, um zu vemeiden, das härtete Körnchen Schleifspuren hinterlassen. Ausblasen mit Druckluft würde ich vermeiden, da diese den Staub in die Maschine hineinblasen kann. Dieses Set nehme ich auch gern um Staub gezielt zu entfernen, auch am Plattenspieler.
Gruß
André

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4

Donnerstag, 6. Dezember 2018, 21:24

Wat 'n Upstand.... Man nehme ein altes Taschentuch oder ein Microfasertuch, tränke dies ggf. mit Isopropyl (auf keinen Fall Wasser) und lasse das Band mit geringem Druck durchlaufen, wobei man nach der halben Länge eine neue Stelle des Lappens nimmt und diese auch neu anfeuchtet.
HInterher ist das Band so sauber, dass es ein Chirurg zum Wundennähen benutzen könnte! ;) :thumbup:

LG Holgi

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5

Donnerstag, 6. Dezember 2018, 22:52

Man nehme ein altes Taschentuch

sind neue ungeeignet??? :rolleyes:


Dat is mir alles zu einfach, ich hab mir eine Reinigungsmaschine gebaut, die funktioniert sogar, meine teuersten "REVOX Bänder" bröseln auch noch. Der Pfropfen ist mit Isopropyl getränkt..

,,,

.Gruß
Peter

.

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6

Freitag, 7. Dezember 2018, 00:19

Oder in dieser Art:

https://www.youtube.com/watch?v=qybUFnY7Y8w

:whistling:

Grüße, Peter

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7

Freitag, 7. Dezember 2018, 11:23

Moin,

Oder Mann nimmt eine Uher SG631...Die hat nämlich keine Andruckrolle die den Staub und Dreck ins Tonband reinpresst...

:D
Vintage HiFi, besser dann diese Digitalen Dinger.... :D

8

Freitag, 7. Dezember 2018, 12:00

Hallo pkm-Peter,
Hut ab vor Deinem Erfindungsreichtum! ^^
Ich könnte mir vorstellen, daß die linke Rolle reinigt und die rechte abtrocknet. Ist das richtig geraten?
Sonst würde das Band auf dem kurzen Weg wohl noch mit Restfeuchtigkeit aufgewickelt werden.
Was man von Deiner Maschine erkennen kann, macht neugierig.
Habe mich im Leben noch nie mit Iso an Bänder rangetraut....
Habe allerdings auch noch nie so heftige Verschmutzungen gehabt.
Wenn ich mal ein Band auf der Maschine vergesse, reinige ich diesen kurzen Abschnitt so, dass ich das Band erstmal aus der Führung nehme und es ein bißchen "ausschüttele" damit der grobe Staub abfällt. Danach reicht mir ein Brillentuch.

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9

Freitag, 7. Dezember 2018, 15:27

Oder Mann nimmt eine Uher SG631...

Das ist doch die mit dem Omega,, als Bandgerät war die wohl kaum zu gebrauchen, liest man so,,,,so ein Teil werde ich mir jedenfalls nicht anschaffen,,
.
Gruß
Peter

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10

Freitag, 7. Dezember 2018, 15:44

Ich könnte mir vorstellen, daß die linke Rolle reinigt und die rechte abtrocknet. Ist das richtig geraten?

Der Filz wird nicht stark getränkt, ist nur feucht. Einen Film auf dem Band konnte ich nicht feststellen, das verdunstet sehr schnell. Zu der Maschine kann ich noch folgendes sagen.
.
Die ist schon mind 10 Jahre alt, ich hatte in dieser Zeit Bänder die schrecklich schmierten und quitschten, selbt auf den Glasköpfen der Akai GX 635D. Ich glaube es waren BASF. Auf diesen Bändern waren unwiederbringliche Aufnahmen meine beiden Mädels, vom ersten Piep bis geschätzt 14 Jahre. Das galt es zu retten, also digitalisieren. Nachdem ich die Bänder durch die Maschine geschickt hatte, liefen die einwandfrei, der Filzstopfen reichte kaum für ein Band so verschmutzt war der danach. Als die Aufnahmen gerettet waren, hab ich die Bänder alle entsorgt, damit die aus Versehen nicht nochmal genutz wurden.

Ich glaub es gibt einen kleine Film wie das Teil arbeitet, kann ich ja mal ins Netzt laden.
-
Gruß
Peter

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11

Freitag, 7. Dezember 2018, 16:13

Das ist doch die mit dem Omega,, als Bandgerät war die wohl kaum zu gebrauchen, liest man so,
Bei mir läuft Sie Perfekt!

;)
Vintage HiFi, besser dann diese Digitalen Dinger.... :D

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12

Freitag, 7. Dezember 2018, 18:14

Ich reinige meine Bänder seit zwanzig Jahren mit meinen nackten (entfetteten) Fingerspitzen, und der vorhergesagte Schimmelbefall ist bisher ausgeblieben. Einfach das Band zwischen zwei Fingern durchlaufen lassen. Ich halte das für eine schonende Methode.

Gruß
Heinz

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13

Freitag, 7. Dezember 2018, 21:53

Wenn ich mal Bänder "reinigen" muss, nehme ich ein Kosmetiktuch zwischen die Finger. Kein Tempo, die sind nämlich getränkt.

Gruß Dietmar
Fostex R8; REVOX B77; Uher 4200 Report IC, Uher 4000 L, Tesla B115; Tesla B90; Tesla B56; Tesla Start; Technics RS AZ7;

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14

Samstag, 8. Dezember 2018, 13:48

Ich halte es wie Heinz.

In den Fingern hat man das entsprechende Gefühl und weiß schon nach wenigen Metern durchgelaufenen Bandes, in welchem Verschmutzungs- bzw Gesamtzustand es sich befindet. Man kann dann schon gegebenenfalls abbrechen und das Band seinem Endlager zuführen.

Arbeit macht hungrig, darum werden danach die Bandstaub-kontaminierten Finger gewaschen und man kann als Lohn so viele fettige Wurstbrote essen, wie man mag. Tonbänder werden dann nur noch gehört, aber nicht mehr angefasst.

Guten Appetit wünscht
Thomas
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.

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15

Samstag, 8. Dezember 2018, 18:33

Ich reinige meine Bänder seit zwanzig Jahren mit meinen nackten (entfetteten) Fingerspitzen

Entweder sehen die Finger danach wie die eines Kettenrauchers aus, oder aber das was schmiert und quitscht bleibt auf dem Band, trockener Staub macht doch die wenigsten Probleme, ich nehme lieber meine Maschine, hat sich auch bewährt.
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Gruß
Peter

16

Samstag, 8. Dezember 2018, 19:53

Dankeschön für Deine weitere Erläuterung Peter.
Falls Du den kleinen Film irgendwo zeigen solltest lass es mich bitte wissen ich mag ihn mir gerne ansehen.

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17

Sonntag, 9. Dezember 2018, 12:02

Entweder sehen die Finger danach wie die eines Kettenrauchers aus, oder aber das was schmiert und quitscht bleibt auf dem Band, .....

Na, dann putze ich die Finger, wenn ich fertig bin. Sind ja nur zwei. Oder vier, wenn man während des Laufs die Hand wechselt.
Der zweite Teil Deiner Aussage stimmt nicht.
Deine Maschine ist Klasse, aber wer hat schon so eine Möglichkeit?
Gruß
Heinz

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18

Sonntag, 9. Dezember 2018, 13:45

aber wer hat schon so eine Möglichkeit?

das sehe ich natürlich ein, ich wollte damit aber nicht angeben. Ich mache halt viel selbst, kann mir nicht immer alles kaufen, manchmal kommt da auch Blödsinn bei rum, obwohl,,, der Drehteller wurde gebaut um Kleber gleichmäßig aufzutragen, gehört also nicht zum Blödsinn,,das will aber niemand sehen.
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https://www.magentacloud.de/lnk/y4gCKXhZ
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Gruß
Peter

Beiträge: 97

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19

Sonntag, 9. Dezember 2018, 15:30

hier noch eine kleine Demo der Maschine, quasi ein Upgrade, die Maschine wurde verändert, der 2. Gang mit dem Schalter kam hinzu, zuvor brauchte die immer ein regelbares Netzteil, nun nur noch ne Steckdose.
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https://www.magentacloud.de/lnk/gdAiqQiA
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Gruß
Peter