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  • »kaimex« ist der Autor dieses Themas

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1

Samstag, 20. Oktober 2018, 18:10

Unbek. historisches TBgerät

Heute in den Hamburger Messehallen gesehen:





Kann jemand das Gerät identifizieren ?

Defekt, Innenleben vorhanden, Verkäufer-Kontaktdaten verfügbar.
Morgen sicher auch noch in Halle A3, Stand TM211

Der Verkäufer hatte außerdem noch ein defektes Uher 4000 Report -L dabei (20€)
und erzählte von einem vermutlich noch älterem defekten und einem funktionierenden Gerät plus Band mit historischen Aufnahmen.

MfG Kai

2

Samstag, 20. Oktober 2018, 18:33

Das sieht nach einem Bausatz von Radio RIM aus, Rimavox, so um 1950. Übrigens ohne Andruckrolle mit so einer Art Omegaumschlingung.

Gruß Ulrich

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3

Samstag, 20. Oktober 2018, 19:02

...wobei da dann eine große Gummirolle fehlen dürfte, die sich auf dem tonwellenähnlichen Ding befinden müsste.

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4

Samstag, 20. Oktober 2018, 19:17

Hallo,

da ist doch eine Gummirolle auf Ebene der Bandführung und mit den beiden Umlenkrollen kommt eine Umschlingung von 180° zustande. Es muss wohl für andere Geschwindigkeiten andere "Omega-Rollen" (so nenne ich das jetzt mal) gegeben haben. Einfach aber effektiv.

Gruß
Andreas
Festina lente!

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5

Samstag, 20. Oktober 2018, 19:39

Nach Ulrichs Hinweis hab ich weitere Bilder gefunden
und einen alten Thread im Forum dazu:
Tonbandgerät Rimavox
Bilder unter
https://www.radiomuseum.org/r/rim_rimavox.html
http://galerie.ig-ftf.de/details.php?image_id=6228
http://galerie.ig-ftf.de/categories.php?cat_id=855
Von einem späteren Modell Rimavox 2G findet man eine ganze RIM-Baumappe im Netz.
Das sah allerdings schon etwas konventioneller aus:
https://www.radiomuseum.org/r/rim_rimavox_2g2.html

MfG Kai

6

Samstag, 20. Oktober 2018, 23:31

Hallo,

ich halte das für einen Selbstbau auf der Basis eines Rimavox 55 .
Im Buch von Heinz Richter:"Tonaufnahme für Alle" , vierte Auflage von 1961, wird auf Seite 114 "Ein Selbstbaugerät für 9.5 cm/sec" beschrieben, dem als Laufwerk eben jenes des Rimavox 55
diente.
Es mag aber natürlich noch andere Anleitungen geben, und auch einfach irgendwelche anderen Bastelarbeiten.
Jedenfalls ist die Zeitangabe: "30-iger Jahre" Blödsinn, und der Ausdruck "Pionier" kann sich nicht auf das Gerät beziehen.
Übrigens konnte man durch Wechseln der Tonrolle die Geschwindigkeit variieren. Und der "Omega-Antrieb" von Uher war keine Uher-Erfindung, sondern bereits bei Markteinführung des SG 630 ein alter Hut:
Bereits in der Anfangszeit der Tonbandgeräte hatten diverse Hersteller einen solchen Antrieb realisiert, weil die AEG ein Patent auf den uns bekannten Antrieb mittels Capstan/Gummiandruckrolle hatte.
Schaut einfach in die alten Bücher von Junghans oder anderen....

Viele Grüße

Frank

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7

Sonntag, 21. Oktober 2018, 00:49

Die Ähnlichkeit ist sehr groß, aber es fehlt die dritte Umlenkrolle, die rechts vom Antriebsrad des Omega-Drive.
Die fehlt auch schon auf dem ersten von mir angegebenen Link des radiomuseums.

MfG Kai

8

Sonntag, 21. Oktober 2018, 10:37

Ich würde es auch für älter als das Rimavox 55 halten, aber es ist bei einem Selbstbau/Bausatz schwierig zu sagen.
Radio RIM hat ja nicht nur komplette Laufwerke verkauft, man konnte auch Einzelteile dort beziehen, was das Ergebnis etwas individueller machte.



Auf den Bilder oben sieht man eine recht lange Tonwellenachse, es gab so auch Plattenspieler Tonbandkombinationen wie das Laufwerk Melodie.

https://www.radiomuseum.org/r/rim_melodie_i.html

Gruß Ulrich