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  • »konrad007« ist der Autor dieses Themas

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1

Dienstag, 5. September 2017, 11:14

Akku öffnen

Hallo,
weiß evtl. jemand wie man diesen Akku für einen Zellentausch öffnet ?
Es ist ein NP-22H und ich brauche ihn für meinen Sony TCD-D10 DAT Recorder.

Sony und Fisher sind baugleich, beide NP-22

Danke +LG
Konrad



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2

Dienstag, 5. September 2017, 11:54

Hallo Konrad,

ist das ein NC-Akku? Dann könnte sich die Reparatur noch lohnen. Bei moderneren Lion-Akkus kann das gefährlich werden, da würde ich von abraten.

Zerstörungsfrei lassen sich solche Akkus nicht öffnen, die sind kalt verschweißt. Du kannst versuchen, mit einem Messer den umlaufenden Nut aufzuhebeln. Manchmal klappt das. Wenn nicht, bleibt dir nur mit einer Säge vorsichtig den Kunststoff wegzuschleifen. Nach dem Zellentausch hilft vielleicht ein Isolierband, einmal um den Spalt herumwickeln, um beide Gehäuseteile wieder zusammenzuhalten.

Viel Erfolg. :)
Gruß,
Michael/SH

Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu (Ö v. Horvath)

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3

Dienstag, 5. September 2017, 12:20

Hallo,

entweder Sägen oder mit einem guten Messer viele Male auf der gleichen Stelle entlang einer Führung (z.B. Lineal) schneiden. Damit hast Du weniger Sägemehl und entsprechend mehr Gehäuserest nach der Aktion. Habe damit gute Erfahrungen gemacht, ist allerdings sehr mühsam, weil die meisten dieser Akkus sehr robuste Gehäuse haben... lohnen wird sich das wohl kaum, aber was will ma machen. Das Teil gibts bestimmt nicht mehr (außer defekt in einem anderen Gerät).

Gruß Andreas
Festina lente!

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4

Dienstag, 5. September 2017, 13:00

Es handelt sich mit einiger Sicherheit um einen NiMH - Akku (6V Akkuspannung = 5 Zellen), bei Li-Ionen sind es 3,7V x Anzahl der Zellen).
NiCd Akkus sind unwahrscheinlich, da Cadmium ein Schwermetall ist und deren Einsatz zuletzt begrenzt war auf Powertools. Meines
Wissens sind diese Zellen in Europa heute nicht mehr erhältlich (NiMH-Akkus sind inzwischen auch sehr gut und können NiCd bezüglich
Stromtragfähigkeit gut ersetzen.

Es gibt Firmen, die solche Akkupacks reparieren, google mal nach "Akkupackreparatur" (Akkuplus.de, etc.). Die Zellen sind i.d.R. genormt, es
sollte deshalb kein Problem darstellen, Deinen Pack zu "regenerieren". Ich würde den Pack aber wahrscheinlich nicht selber reparieren, da
meistens Flachkopfzellen verbaut sind, die mit Punktschweissungen verbunden werden müssen. Die Zellen zu verlöten ist keine gute Idee, da
die thermische Belastung für die Zellen dann zu hoch ist.

gerd
...den ganzen Dach över deiht se nix, ober nobends, dor neiht sik enen rin :sleeping:

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5

Dienstag, 5. September 2017, 13:30

Wenn da gross Cadnica auf dem Akku steht, wird es sich wohl um einen Nickel-Cadmium Akku handeln. Hier bietet jemand Zellentausch an.

MfG, bitbrain2101
<<--- Sony BVH-2000PS, prof. 1 Zoll "C"-Standard Videorecorder Bj. 1983
bildgenauer Insert- und Assemble- Schnitt für Video und 3 Tonspuren
Video Zeitlupen-Wiedergabe, Hinterband-Wiedergabe für Video und Audio

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6

Dienstag, 5. September 2017, 20:14

Akku

Alles klar, Danke an alle !!!

LG
Konrad
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7

Sonntag, 10. September 2017, 09:36

Moin,

ich hab die Kameraakkus früher immer mit der Mini-Bohrmaschine und einer Trennscheibe ausgemacht, alles
andere war mir zu mühsam. Hinterher einfach Paketband einmal rum und gut.
Ist nicht schön, aber wenn es um die Funktion geht ausreichend.

NC Akkus gibt es sehr wohl noch, siehe z.B. hier:

https://www.pollin.de/stromversorgung/akkus/nicd-akkus/

Grüße,
Dieter

8

Montag, 11. September 2017, 15:40

NiCd war mitnichten auf Werkzeuge (Powertools) beschränkt, bis mindestens Mitte der 90er hatte jegliche Sorte Unterhaltungselektronik (Camcorder, MD-Player, manche Walkmans, etc.) und auch der Großteil der Laptops NiCd-Akkus, erst dann kam langsam NiMH auf, mit ziemlichen Kinderkrankheiten inklusive spontaner thermischer Selbstzerstörung. Manche Laptopakkus waren in dieser Phase vom Flugtransport ausgeschlossen! Auch als Monozellen (AAA, AA, C, D) gab es NiCd-Akkus zu Hauf, einige müssten hier noch liegen. Der Memory-Effekt war bei den meisten Exemplaren böse, verschärft durch die Tatsache, dass Geräte für Alkalibatterien mit 1,5 V rechneten, aber selbst bei vollem Akku nur ca. 1,2 V bekamen und somit schneller in die Abschaltung gingen (bei NiCd-Monozellen).

Die allerersten Laptops hatten teilweise Bleiakkus, aber das war ca. 1990 zu Ende, ab dann wurde NiCd verbaut. Waren auch immer entsprechende Entsorgungshinweise drauf.

Die NiCd-Akkus von Elektrowerkzeugen habe ich immer gehasst, die Laufzeit war mäßig und wenn man die Dinger nicht mindestens einmal pro Woche im Einsatz hatte, konnte man die Akkus binnen kürzester Zeit entsorgen. Unseren Bosch-Akkuschrauber (nach der Jahrtausendwende gekauft) habe ich irgendwann fast neuwertig verschenkt, weil die NiCd-Akkus für den gelegentlichen Heimwerker-Einsatz nie zu gebrauchen waren.