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1

Sunday, February 20th 2005, 10:35am

Hallo,

gab es eigentlich noch andere als die Telefunken 3000/ 3002?

Gruß,
Timo

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2

Sunday, February 20th 2005, 10:46am

Hallo Timo,

auch im Studiobereich hat Telefunken 2-Motoren-Maschinen gebaut, ich erinnere hier an die legendäre "M5 - Serie".

Gruß

Bernd

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3

Sunday, February 20th 2005, 11:51am

Hallo Leute,

das 2-Motoren-Design war anfangs der 50-iger Jahre für bessere Maschinen durchaus gebräuchlich.
Man denke nur an die Ihleschen Ferrophone,die m.W 2 Motoren haben.
Außerdem gab es offenbar noch vor der M5 eine TFK-Maschinen mit 2 Motoren,wenn der Wolfgang Junghans recht hat:ein Typ "d"...

Weiter Maschinen mit 2 Motoren:
-Duophon(Otto Otto,Hildesheim)
-Duoton(Hans W.Stier,Berlin-Neukölln)

und die RIM-Bausätze:
- RIM 1
- RIM 2

Ein RIM Gerät,das etwas später gebaut wurde(ich denke Ende der 50-iger,Anfang der60-iger) ist noch ein paar Stunden bei ebay zu haben.Die steht bei 1 Euro..
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&rd=1&item=6511798835&ssPageName=STRK:MEWA:IT

Das mit den 3 Motoren-Antrieben war vielleicht in den 50-igern nicht so einfach,wie wir uns das heute vorstellen:
Ein "normaler"Motor macht Polrucken.Wenn ich den als Antriebsmotor einsetze,dann kann ich das vielleicht mehr oder weniger durch eine mehr oder weniger große Schwungmasse ausgleichen.
Eine Schwungmasse am Wickelmotor geht aber nicht:man überlege sich,wie lange der bei "Stop" aus den schnellen Vorlauf oder Rücklauf nachlaufen würde.

Andererseits würde dieses Polrucken an den Wickelmotoren das Band in Longitutinalschwingungen versetzen.

Man braucht also Außenläufer,die "nutenlos" sind(und die in Deutschland aus dem Schwarzwald kamen:Papst)

Ab wann gab es den die??bzw.waren die zu teuer für den Consumer-Bereich???


Viele Grüße
Frank

magno-siggi

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4

Sunday, February 20th 2005, 5:15pm

Es gibt da noch die Telefunken M 36, ebenfalls mit 2 Motoren bestückt. Das Gerät wurde damals für die Bundeswehr hergestellt und war auch entsprechend teuer.

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5

Monday, February 21st 2005, 8:36pm

Quoted

firstthird postete

Das mit den 3 Motoren-Antrieben war vielleicht in den 50-ern nicht so einfach,wie wir uns das heute vorstellen:
Ein "normaler"Motor macht Polrucken.Wenn ich den als Antriebsmotor einsetze,dann kann ich das vielleicht mehr oder weniger durch eine mehr oder weniger große Schwungmasse ausgleichen.
Seit Jahrzehnten haben sich "normale" Motoren (Synchron-bzw.Asynchron-Motoren) entweder als Capstanmotor (mit eingebauter Schwungmasse) zum Direktantrieb, oder über Reibrad- bzw. Riementrieb zum Indirektantrieb (exerne Schwungmasse mit Capstanwelle) bestens bewährt.

Quoted

Eine Schwungmasse am Wickelmotor geht aber nicht:man überlege sich,wie lange der bei "Stop" aus dem schnellen Vorlauf oder Rücklauf nachlaufen würde.
Als Wickelmotoren haben sich die "normalen" Motoren (Asynchronmotoren) gerade deshalb bewährt,weil ihre bewegte Masse(kleiner Innenläufer) relativ gering ist und somit beim Bremsen auch nur geringe Trägheitsmomente auftreten.

Quoted

Andererseits würde dieses Polrucken an den Wickelmotoren das Band in Longitutinalschwingungen versetzen.
Da ein Wickelmotor bei Normalbetrieb (Rec/Play) nur sehr langsam läuft(Geschwindigkeit wird vom laufenden Band bestimmt), sich aber sein magnetisches Drehfeld mit konstant hoher Geschwindigkeit (cca.700...1000 U/min.je nach Polzahl) dreht, entsteht durch die Drehzahldifferenz ein "Schlupf" (Rotor hängt hinter seinem treibenden M-Feld nach),welcher dem Wickelantrieb eine völlig ruckelfreie und elastische Antiebs-Charakteristik verleiht.
Ein "Polruckeln" tritt in Erscheinung, wenn z.B.ein Asynchron-Wickelmotor abwickelseitig mit einer Gleichspannung zur elektr.Bandzugregelung beauflagt und damit abgebremst wird.
Dieser Effekt wird durch Verwendung eines Außenläufer-Motors (hohes Trägheitsmoment) minimiert.

Quoted

Man braucht also Außenläufer,die "nutenlos" sind(und die in Deutschland aus dem Schwarzwald kamen:Papst)
Außenläufer,die nicht nur aus dem Schwarzwald kamen,bringen durch den außenliegenden Rotor zwangsläufig die gewünschte Schwungmasse gleich mit,ohne das die Gesamtmasse des Motors größer ist. Sie sind,Dank ihrer Konstruktion und dem daraus resultierenden vibrationsarmen,ruhigen Lauf für Capstanmotoren regelrecht prätestiniert.

Quoted

Ab wann gab es den die??bzw.waren die zu teuer für den Consumer-Bereich???
Viele Grüße
Frank
Außenläufer verwendete man schon in den 50er Jahren z.B. bei Studer in der Schweiz bereits für die ersten Tonband-Maschinen.

Andere Firmen wiederum,wie z.B.Telefunken setzten auf "normale" Asyncron-Motoren.

Philips wiederum stand bei einigen Geräte-Serien auf Gleichstrommotoren.

Es gab eine ungarische Firma "ERKEL" die baute Heimbandgeräte bestückt mit Papst-Außenläufern.

So hatte jede Firma für sich bei der Auswahl der eingesetzten Motortypen ihre eigene Philosophie.