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Tuesday, March 7th 2017, 10:07pm

Bandseite

Hallo Zusammen,
bei der Revox B77 MK2, die ich vor kurzem erhielt, sind auch einige bespielte Bänder dabei. Ich war sehr überrascht, nachdem die Aufnahmen sehr dumpf klangen. Neue Aufnahmen, die ich mit dieser Maschine machte sind einwandfrei. Ich wollte das betroffene Band schon überspielen, machte dann aber den Versuch, und drehte es beim Einfaedeln vor dem Bandpfad um 180grd, so dass die vom Tonkopf abgewandte Seite jetzt innen lag. Das Band klingt jetzt absolut gut. Nun meine Frage: Gibt es irgend einen Sinn, die Bandage beim Aufspulen zu drehen, oder ist dem Vorbesitzer beim Auflegen des Bandes evtl nur ein Fehler unterlaufen. Ich habe noch weitere Spulen mit diesem Effekt.
LG Andreas
ReVox A 77 im Koffer; ReVox B 77 MK 2; UHER Royal de Luxe C; UHER SG 561 Royal; Philips N4418; Report 4000; Report 4400 Stereo; Report 4200 STEREO IC; Report Monitor 4200; Tascam 34 B; AKAI X201D und mehr als 30 DUAL-Plattenspieler und verschiedene Verstärker, Tuner und Kassettendecks von DUAL.

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Tuesday, March 7th 2017, 10:18pm

Gibt es irgend einen Sinn, die Bandage beim Aufspulen zu drehen, oder ist dem Vorbesitzer beim Auflegen des Bandes evtl nur ein Fehler unterlaufen. Ich habe noch weitere Spulen mit diesem Effekt.

Professionelle Bandmaschinen im europäischen Raum verwenden nicht selten die sog. "deutsche Schichtlage" mit außenliegender Magnetschicht.

Magnetbänder, die nur in einer Richtung bespielt wurden (z.B. in Halbspur Stereo), zeigen einen gewissen Vorteil bei der Archivierung: Wenn sie auf Bandanfang und mit Schichtlage außen gewickelt sind, wird ihr Kopiereffekt als weniger störend empfunden, weil das Vorecho leiser ist als das Nachecho.

Ich erlebe es aber äußerst selten, dass Heimtonbänder aus diesem Grund absichtlich schichtaußen gewickelt werden. Zur Verminderung des Kopiereffekts bietet sich bei internationaler Schichtlage ("schichtinnen") eher eine Lagerung an, wo das Programmende außen liegt ("tail out"). (Diese Wickelart war Standard z.B. beim Versand ausländischer Produktionen, von denen in Deutschland Lackfolien zur Plattenfertigung geschnitten werden sollten.)

Bei Maschinen wie der B77 und vollen 26er Spulen bereitet ein Drehen des Bandes (oft "Schränken" genannt) auf der Abwickelseite nicht unerhebliche Probleme, wegen der relativ kurzen freien Bandlaufstrecke.

Grüße, Peter

This post has been edited 1 times, last edit by "Peter Ruhrberg" (Mar 8th 2017, 8:05am)


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Wednesday, March 8th 2017, 5:06am

Hallo Peter,
vielen Dank für die ausführlichen Informationen.
Viele Grüße, Andreas
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