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Das Forum zieht am 3.4.2020 um. Der Umzug wird ein paar Stunden dauern.
Wahrscheinlich ist das Forum am Freitag Abend wieder erreichbar. Die neue URL lautet
https://www.tonbandforum.de
Während des Umzugs ist das Forum geschlossen. Daher sind Anmeldeversuche unnötig und verlängern evtl. die ganze Angelegenheit.
Eine Anmeldung im "neuen" Forum sollte mit den bisher verwendeten Passworten möglich sein.
Falls nicht, lasst euch ein neues Passwort zusenden. Falls es dann immer noch nicht funktioniert,
könnt ihr eine Mail an umzug@magnetofon.de schicken.
Dort werdet ihr geholfen ...
Und nun lade ich alle zum kollektiven Daumen drücken ein. Ab Freitag Vormittag.

Danke und Gruß
Michael

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61

Friday, April 13th 2012, 11:40am

Mist, jetzt dachte ich schon, den Fehler gefunden zu haben. Sollte das Band auch ohne Samtbändchen fehlerfrei laufen? Dann weiß ich jetzt wirklich nicht mehr, wo ich noch suchen soll. Sollte während der Wiedergabe der linke Bandteller gebremst sein um Bandzug aufzubauen? Bei meinem Modell wirkt da nämlich keine Bremse soweit ich sehe. Capstanwellenführung - was ist das? Die beiden dicken Schlitzschrauben, die auf diese federnd gelagerte Wippe wirken? Soweit ich weiß, hat da noch niemand dran gedreht.

Grüße
Stefan

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62

Friday, April 13th 2012, 1:02pm

Da hast Du richtig beobachtet: der linke Teller läuft bei Play völlig frei; statt mit Bandzug wird das Band vom Samtbändchen an den Tonkopf gedrückt. Insofern ist das Samtbändchen unverzichtbar, aber solange die Beflockung fehlt und das Band die Neigung zum Nach-oben-Ausweichen hat, wird das Ergebnis unbefriedigend bleiben. Das sollte zuerst gerichtet werden, denn das Ausweichen schädigt das Bandmaterial erheblich. Ich kann mir vorstellen, dass eine nicht ganz exakt senkrechte Capstanwelle zu diesem Ausweichen führen kann. Die Andruckrolle selber ist ja 'schwimmend' aufgehängt und sollte sich selber zentrieren. Ist die Capstanwelle eigentlich sauber, glatt und ( neigt bei diesen Modellen zum Rosten ) rostfrei? Vielleicht kannst Du das mit einem alten Band testen? - Einfach leicht nachdrehen, wenn das Band nach oben wandert. Wenn Du Dir die Ausgangsstellung der Schrauben merkst, kannst Du ja immer wieder zurückdrehen. Ich denke, einen Versuch wäre es wert.
Gruß
Heinz

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63

Friday, April 13th 2012, 1:37pm

Wenigstens liegt das bei der Bremse kein Fehler vor. Ich habe zwei Bremsen gesehen: Eine breite Gummibremse, die bei PAUSE greift (nachdem ich den Gummistöpsel gereinigt habe, tut sie dies sogar wieder) und eine schmalere (sieht aus wie ein Lederriemchen), die bei STOP greift.

Andruckrolle ist geputzt und meiner Meinung nach okay. Die Capstanwelle war extrem verdreckt aber selbst dann lief das Band. Dann habe ich sie stundenlang mit Alkohol und Edelstahlpolitur bearbeitet und nun glänzt sie wie neu, wenn nicht gerade ein altes Band durchgelaufen ist. Was mir aber auffällt, wenn das Band nach oben schiebt: Die Gummirolle hebt ab und verkantet leicht, läuft nicht mehr parallel zur Capstanwelle sondern öffnet nach oben hin ein Stück. Oben liegt sie also an der Capstanwelle nicht mehr an. Erhöhe ich den Bandzug, indem ich die linke Spule bremse oder fester an den Kopf andrücke, legt sich die Gummispule wieder so an die Capstanwelle wie es sein soll.

Nun bin ich mir nicht sicher, was Ursache und was Wirkung ist. Wird die Gummirolle abgehoben weil der Bandzug zu schlaff ist oder stört die abhebende Gummirolle den Bandzug? Und wie kann ich die Capstanwelle justieren? Die sitzt doch fest auf der Schwungmasse und ihre Lage wird durch das Lager bestimmt. Was ändert sich denn, wenn ich an den beiden Schrauben der "Wippe" drehe, aus der die Capstanwelle heraus kommt?

Edith sagt: Jegliche Einstellung an den Schrauben bewirkt gar nichts, außer dass es noch schlimmer wird. Leichten Druck auf dieses (ehemalige) Seidenbändchen hingegen bringt sofortige Linderung. Könntet Ihr zustimmen, dass dieses Teil die Ursache ist:


Meine Logik sagt mir, dass man irgendwelche Höhen- oder Winkeleinstellungen an der Bandführung erst dann sinnvoll durchführt, wenn der Bandzug überhaupt stimmt. Ist da "kein Zug drauf", stimmt der Rest sowieso nicht. Nun habe ich gelernt, dass der Bandzug beim TK245 alleine durch das Seidenbändchen aufgebaut wird und nicht durch eine Bremsung der abwickelnden Spule. Also müsste der allererste Reparaturansatz doch sein, korrekten Bandzug durch eine funktionsfähiges Seidenbändchen herzustellen oder nicht?

Grüße
Stefan

Grüße
Stefan

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64

Friday, April 13th 2012, 6:04pm

Heinz´Ausführungen kann ich bis auf einen Punkt zustimmen:

Der linke Bandteller läuft keineswegs völlig frei, er wird selbstverständlich auch im Play-Betrieb entsprechend gebremst, so dass ein Bandzug zustande kommt. Wenn man den linken Teller ausbaut, sieht man auf drei runde Filzplättchen, die in entsprechenden Vertiefungen liegen und auch in ihrer Lage verändert werden können. Wie gesagt, dazu braucht man unbedingt eine Federwaage, um den korrekten Bandzug zu ermitteln und ggfs einzustellen.

Das abgebildete Filzband hat es hinter sich, da würde ich wiederum Heinz´Vorschlag aufgreifen und mir etwas passendes zurechtschneiden und aufkleben. Kann nur besser werden.

Aber: Das Band muss (!) auch ohne das Samtbändchen absolut gerade durch Rolle und Capstan laufen. Wenn es das nicht tut, ist etwas nicht in Ordnung. Ist die Rolle auch einigermassen weich ? Den Fingernagel muß man schon eindrücken können, wenn nämlich die Rolle knochenhart ist, braucht man sich über einen schlechten Bandlauf nicht zu wundern.

Wenn die Rolle noch gut ist (sauber alleine reicht hier nicht aus), muss diese zunächst korrekt eingestellt werden.

Gruß
Thomas
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65

Friday, April 13th 2012, 7:03pm

Danke Thomas, da hast Du natürlich Recht. Hab' die TK245 schon lange nicht mehr benutzt.
In diesem Zusammenhang ist mir eingefallen, dass es bei der RdL, die ja eine aktive mechanische Bandzugregelung hat, zu der gleichen Erscheinung mit dem hochwandernden Band kommt, wenn man die linke Spule durch Eindrücken des linken Komparatorhebels völlig frei gibt, also den Bandzug fast auf Null setzt.
Stefan, was macht das Band, wenn Du die linke Spule mit der Hand leicht zurückhältst, also den Bandzug erhöhst? Geht das Band dann wieder nach unten? Die von Thomas erwähnten Filzplättchen wirken als gewichtsabhängige Rutschkupplung. Ist die Spule voll und schwer, wird die Spule stärker verzögert als eine leere. Du könntest auch versuchsweise ein zusätzliches volles Band auf die linke Spule legen und beobachten, was passiert.
Gruß
Heinz

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66

Friday, April 13th 2012, 7:26pm

Wenn ich die linke Spule per Hand abbremse, zieht sich das Band augenblicklich wieder nach unten und läuft einwandfrei.

Daher sehe ich den Bandzug als primäres Problem und schrecke davor zurück, Bandhöhe oder Rolle oder sonstwas neu zu "justieren". Meiner Ansicht nach fängt man immer mit dem ersten Problem an und kompensiert es nicht durch die Verstellung darauf folgender Stufen. Außerdem ist die Rolle meiner Meinung nach freischwingend selbstjustierend und es kann nur über eine Federschraube der Druck eingestellt werden aber nicht die Höhe. Wirklich weich ist die Rolle allerdings nicht mehr, wie übrigens auch alle anderen Gummibereifungen in dem Gerät, weswegen es auch recht laut und ruppig läuft. Austausch aller Gummiteile möchte ich aus Kostengründen aber nicht vornehmen,

An meinem linken Bandteller ist bei Wiedergabe keine Bremswirkung mehr vorhanden. Lege ich eine volle Spule drauf und stupse sie an, fährt sie lustig und lange Karussell, fast als wäre der Teller kugelgelagert. Da besteht also ganz offensichtlich Handlungbedarf.

Grüße
Stefan

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67

Friday, April 13th 2012, 8:53pm

Stefan, das klingt vielversprechend!
Also dann mal das Filzbändchen instandsetzen und abwarten, was passiert.
Bin gespannt.
Gruß
Heinz

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68

Friday, April 13th 2012, 9:59pm

Na ich denke, der linke Bandteller soll auch ohne das Filzbändchen genügend Bandzug aufbauen? So hat es doch Thomas gerade beschrieben. Das tut er (der Bandteller) aber nicht sondern dreht vollkommen frei ohne jede Abbremsung während der Wiedergabe.

Und an die Mechanik traue ich mich echt nicht dran um sie zu zerlegen. Am Anfang war ich auf den Betreiber dieser Webseite http://www.tonbandmuseum.info/grundig7.html sauer weil er die Grundig-Geräte so zerrissen hat aber mit dem "Man durfte nur nicht rein sehen. "Tausende" (etwas übertrieben!) von Heblchen und Federchen werkelten da vor sich hin. " hat er vollkommen recht.

Oder kommt man doch irgendwie an den Bandteller ran um die drei Filzplättchen zu erneuern?

Edith sagt: Ich habe mir mal das Service Manual für das TK245 besorgt. Die Kupplungen mit den Filzplättchen (lt. SM sind es nur zwei) werden zwar beschrieben aber nicht, wie man die Bandteller ausbaut. Lt. SM sind die Reibmomente des rechten und linken Bandtellers nahezu gleich und liegen zwischen 170 und 250 pcm. Rechts ist auch eine deutliche Reib- bzw. Bremswirkung vorhanden, links hingegen rutscht der Bandteller ohne jeglichen fühlbaren Widerstand durch. Wie bekomme ich ihn also ausgebaut?

Grüße
Stefan

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69

Friday, April 13th 2012, 11:27pm

Stimmt, es sind nur zwei Plättchen. Ja, bei so vielen Geräten kommt man auch mal durcheinander.

Ausbau des linken Tellers:

Bodenplatte abnehmen, Platine (zwei Schrauben mit Schiene direkt über den Anschlussbuchsen, diese nur lösen, nicht herausdrehen) hochklappen. Vorsicht mit dem Bowdenzug für die Mikro/Radio-Umschaltung. Nun siehst du die Tellerachse, die mit einem Sicherungsring gehalten wird. Den Ring abnehmen, nun kann der Teller nach oben (also auch die Abdeckplatte abnehmen) herausgezogen werden.

Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge. 0,5 mm Spiel sollte der Teller haben, Sicherungsring also wieder entsprechend aufsetzen.

Hört sich alles schlimm an, ist aber keine große Sache. Du schaffst das !

Gruß
Thomas
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70

Friday, April 13th 2012, 11:36pm

Uarghs! Das mach ich, wenn ich mal ganz viel Zeit und Ruhe habe. Wieso ist links keinerlei Reib/Bremswirkung mehr vorhanden, während sie rechts noch deutlich da ist; was kann da passiert sein? Aber ist ja auch egal weil es so ist, wie es ist.

Achja, der Bowdenzug löst sich auch schon auf und hängt nur noch am eisernen Faden. Aber bei der Aufnahmefunktion bin ich ja sowieso noch lange nicht ...

Grüße
Stefan

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71

Monday, April 16th 2012, 10:54pm

Es SIND die vermaledeiten Kupplungsbeläge aus Filz! Völlig zusammengedrückt, verhärtet und glatt wie ein Nylongleitlager wie ich es im Modellbau verwende. Da kann nichts mehr bremsen/schleifen. Habe sie mal aufgerubbelt und die Maschine baute einen Bandzug auf, dass das Band selbst ohne Andruckfilz/Samtbändchen satt und stramm am Tonkopf an lag! Leider war der Effekt nur von kurzer Dauer und die Filzklötze bekamen wieder eine glatte Oberfläche.

Nun benötige ich also neue Filzbremsen für die Tellerkupplung und neuen Belag für das Samtbändchen. Woher nehmen und nicht stehlen? Irgendeine Möglichkeit, die Filze dauerhaft rau und rubbelig zu bekommen?

Grüße
Stefan

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72

Tuesday, May 1st 2012, 1:54pm

Liebe Bandmaschinen-Freunde,

ich habe im Downloadbereich die Bedienungsanleitung dieses Gerätes hochgeladen. Wenn die Administratoren sie freigeschaltet hat, steht sie dort zur Verfügung. Separate Anmeldung erforderlich.

Zur Einstimmung die Seite "Bedienung":


Viele Grüße Klaus

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73

Tuesday, May 1st 2012, 4:24pm

Danke. Habe ich mir seinerzeit bereits aus dem bekannten Hifi-Archiv http://wegavision.pytalhost.com/ geladen. Benötigt auch keine extra Anmeldung.

Grüße
Stefan

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Tuesday, May 1st 2012, 6:09pm

Hallo Stefan,
gehe ich richtig in der Annahme, dass Du schon selber auf die Idee gekommen bist, die Filzscheibchen einfach umzudrehen?
Aus der Zeit, als ich im IT Bereich tätig war, habe ich Filzklötzchen und filzartige Streifen vorrätig, die m.E. zum Basteln geeignet wären, da sie sehr widerstandsfähig sind. Du müßtest halt mit Messer und Schere umgehen können....
Wenn Du möchtest, kann ich Dir ein paar Proben schicken. PM genügt.
Gruß
Heinz

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75

Tuesday, May 1st 2012, 7:10pm

Ja, umgedreht habe ich auch schon. Ohne Erfolg. Ich bekomme den korrekten Andruck nicht wirklich und dauerhaft hin. Entweder ist er zu niedrig oder zu hoch. Das goldene Mittelmaß ist schwer zu finden. Mal ist der Bandzug zu lasch und das Band knittert oder er ist zu stark und die Wiedergabe leiert, was man besonders bei 19 cm merkt. Ich glaube, ich benutze das Gerät doch eher als Erinnerungsstück als für den täglichen Bedarf. Außerdem heizt der eingebaute Röhrenverstärker doch recht unangenehm, besonders jetzt im Sommer. Im Augenblick denke ich über einen Kauf des mit Transistoren bestückten Nachfolgers nach.

Grüße
Stefan

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76

Tuesday, May 1st 2012, 7:36pm

Hallo Stefan,

auch wenn die Rutschkupplung des linken Bandtellers nicht mehr funktionieren sollte, darf das Tonband nicht knittern oder vertikal aus der Bandführung laufen. Dann ist wohl die Andruckrolle verhärtet und muß ausgetauscht werden.

Du hast weiter oben geschrieben, dass Du keine Gummiteile erneuern möchtest bzw. dafür kein Geld ausgeben willst. Dann wirst Du dieses Gerät auch nie richtig verwenden können. Tut mir leid, aber so ist das nun mal.

Gruß,
Manuel

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77

Tuesday, May 1st 2012, 7:54pm

Bitte richtig wiedergeben. Ich möchte für eine Gummirolle nicht mehr ausgeben als das ganze Gerät wert ist.

Grüße
Stefan

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78

Tuesday, May 1st 2012, 10:34pm

Dann darf die Rolle höchstens nichts bis ganz wenig kosten, ansonsten kommt dein Preisgefüge durcheinander.

Ich liebe diese Baureihe (sieht man ja an meinem Nick), bin mir jedoch auch bewußt, dass diese Geräte leider praktisch wertlos sind.

Und der transistorisierte Nachfolger des TK 245 war der TK 247 und der hat exakt die Gleiche Rolle.

Du meinst wohl den TK 248, der hat eine problemlose Rolle, dafür wieder ganz andere, nicht minder ärgerliche Gebrechen.

It´s hard, but it´s true.

Gruß
Thomas
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.

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79

Tuesday, May 1st 2012, 11:38pm

Wenn man sämtliche Verschleißteile erneuert, muß man dafür immer mehr Geld investieren, als man beim Verkauf des kompletten Gerätes dafür bekommt. Aber man muß sich eben entscheiden, was man möchte. Entweder nur ein begrenzt funktionsfähiges Tonbandgerät, das den Hörgenuß durch lautes Geratter und Drop-Outs trübt und obendrein das Bandmaterial knittert, oder eines, das einwandfrei läuft.

Ist kein Verkauf in Absicht und ich will das Gerät selber die nächsten Jahre benutzen, so würde ich investieren. Ansonsten zurück damit in den Schrank und weiter vor sich hinschlummern lassen.

Denn: Leider muß ich Thomas völlig Recht geben, diese Modellreihe ist wirklich so gut wie wertlos. Ich selber habe vor einigen Jahren so ein Exemplar zähneknirschend für EUR 1,50 verkauft und das war sogar noch ziemlich gut in Schuß. Wenn jedoch sogar schon die Rutschkupplung abgenutzt ist, kann man sich ungefähr vorstellen, wie viele Betriebsstunden das Gerät hinter sich gebracht haben muß. Der Austausch sämtlicher Gummiteile ist in so einem Fall absolut Pflicht! Sonst wird das nie etwas.

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80

Tuesday, May 1st 2012, 11:48pm

Nun, ich mag dieses Gerät aber mein Verstand verbietet mir, zig Euro in eine Gummirolle zu investieren, zumal ja wohl strittig ist, ob dies wirklich die Ursache des Problems ist.

Grüße
Stefan

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81

Wednesday, May 2nd 2012, 10:12am

Quoted

blauescabrio postete
Habe heute das Überspielkabel zusammengelötet und wollte ans Digitalisieren gehen. Leider macht das Gerät in unregelmäßigen Abständen Bandsalat und schiebt das Band an der Tonwelle nach oben raus.
Dies passiert, wenn die Andruckrolle verhärtet ist.

Übrigens: Auf Deinem Foto in Posting #062 sehe ich, dass das Andruckband mit der samtartigen Beflockung auch schon abgenutzt ist. Auch das muß ausgewechselt werden. Bevor Du keine neue Andruckrolle und Andruckband besorgt hast, wird dieses Gerät NIEMALS voll funktionstüchtig sein.

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82

Wednesday, May 2nd 2012, 10:17am

In Wirklichkeit ist es wohl die Summe aus mehreren Faktoren und nicht nur die Rolle alleine. Ansonsten würde das Rausgeschiebe ja nicht aufhören sobald der Bandzug stark genug ist oder das Samtbändchen installiert ist.

Grüße
Stefan

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83

Wednesday, May 2nd 2012, 10:21am

Nochmal: Besorge Dir bitte eine neue, frische Andruckrolle. Schon ist das Problem gelöst.

Klar, Du kannst jetzt die nächsten Wochen und Monate den Bandzug ein-/verstellen, aber das Problem dadurch nicht lösen oder wenn, dann nur kurzzeitig. Sobald die Spule voll oder leer ist, je nachdem wie Du es eingestellt hast, fängt das Problem wieder an. Jetzt glaub das halt mal! Andere Leute vor mir haben es Dir ja auch schon gesagt. :)

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84

Wednesday, May 2nd 2012, 10:27am

Das Samtbändchen ist bereits erneuert und wenn ich es einbaue, findet kein Rausschieben mehr statt. Es wurde hier im Forum aber empfohlen, das Bändchen erst mal weg zu lassen und den Bandzug mittels der Filzschleifer so zu justieren, dass auch ohne kein Rausschieben mehr stattfindet. Daran arbeite ich.

Grüße
Stefan

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85

Wednesday, May 2nd 2012, 10:48am

Dann besorge Dir eine neue Andruckrolle. Schon ist das Problem gelöst. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

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86

Wednesday, May 2nd 2012, 11:06am

Ja, Du erwähntest es bereits.

Grüße
Stefan

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87

Wednesday, May 2nd 2012, 11:49am

Ja, schau, ich/wir meinen es ja nur gut.

Du kannst die Rutschkupplung natürlich so einstellen, dass das Band wegen der verhärteten Andruckrolle nicht mehr aus der Bandführung rausläuft, aber dafür wäre der Bandzug dejustiert. Dadurch entstünden wieder andere Probleme. Ist der Bandzug optimal korrekt eingestellt, knittert das Band wegen der defekten Andruckrolle.

Es hilft nichts - eine neue Andruckrolle muß eben her. Ich/wir Grundig-Kenner sprechen aus Erfahrung. Erst mal alle Verschleißteile erneuern. DANACH - nachdem die Verschleißteile ausgewechselt sind, macht man die Feinjustierung, stellt den Bandzug ein usw. DANACH! Du machst es genau umgekehrt. :D

88

Wednesday, May 2nd 2012, 2:26pm

Manuel und ich sind gewiß nicht immer einer Meinung. Hier würde ich seinem Urteil auf jeden Fall vertrauen und folgen.

niels
Ich halte die analoge Aufzeichnung einer qualitativ gut erzeugten digitalen Aufzeichnung für unterlegen.
Aber jene macht mir mehr Freude.
-----
Was will uns der Autor damit sagen? Interpretationshilfe:
"Mutter und Tochter waren da; diese (= die Tochter) trug einen Hosenanzug, jene (= die Mutter) ein Kostüm"
Quelle: https://www.duden.de/rechtschreibung/dieser
:D

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89

Wednesday, May 2nd 2012, 5:00pm

Jetzt fehlt nur noch eine Bezugsquelle ...

Grüße
Stefan

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90

Wednesday, May 2nd 2012, 6:42pm

Ich kenne deine Maschine leider nur von Bildern. Messe mal deine ADR (also Durchmesser kpl. und Durchmesser der Bohrung). Ich habe hier noch ein paar Rollen für UNITRA-Geräte liegen. Nicht neu aber unbenutzt. Die haben ja unter Lizenz von Grundig ihre Geräte gebaut. Vielleicht passt da was.

Gruß
Wolfgang
VG
Wolfgang