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Hanspeter Günster

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31

Saturday, October 2nd 2004, 11:07am

Leider habe ich dieses Thema im Forum etwas spät entdeckt, möchte aber trotzdem meine Erkenntnisse dazu anbieten.

Eigentlich handelt es sich um 2 verschiedene Probleme. Klebende, sich auflösende Bänder hatte ich noch nicht. Dafür aber welche, die ganz laut beim Abspielen gequietscht und die tollsten Tonverfremdungen erzeugt haben.

Der nachfolgende Praxistipp gilt nur für quietschende Bänder:
Nach vielen Versuchen, diese Quietsche-Bänder ein letztes Mal zu überspielen, hatte einer meiner Tonbandfreunde die rettende Idee:

Das Quietschen entsteht offensichtlich durch den Kontakt des Bandmaterials an den Metallteilen der Bandführung und den Tonköpfen. Verringert man die Kontaktfläche, verringert man auch die Reibung und damit das Quietschen.
Das ist wohl auch der Ansatz von Agfa mit den Schmierflüssigkeiten.

Doch niemand wird sich gern seine Tonbänder mit irgendwelchen Sachen vollschmieren und schon gar nicht die Tonbandmaschine.

Man kaufe deshalb Teflonband. Dieses bekommt man in ca. 1 cm Breite auf einer Rolle z.B. beim Spengler oder beim Heimwerkermarkt. Es sieht aus wie Isolierband und hat eine weiße Farbe.

Damit klebe man alle Metallteile der Bandführung, den Löschkopf und den Aufnahmekopf ab. Nur der Wiedergabekopf oder der Kombikopf bei 2-Kopf-Maschinen bleibt frei!

Beim Abkleben muß man halt ein bißchen Fantasie walten lassen. Aber das Teflonband ist so geschmeidig, daß sich wunderbar anbringen und mit Tesafilm auf der Abdeckung des Gerätes fixieren läßt.

Je nach Zustand des Bandmaterials muß man das Teflonband nach der Überspielung einiger Bänder auswechseln, weil sich Band- und Schmutzpartikel darauf ablagern.

Wir haben auf diese Art und Weise ca. 60 Bänder (26,5cm) aus dem intertape-Archiv ein letztes Mal überspielen und unsere Eigenaufnahmen erhalten können.

Auf www.intertape.de wird unter <Aktuell> ab heute mittag eine Revox A77 mit abgeklebter Bandführung extra für die Teilnehmer dieses Threads gezeigt, damit man mal eine Idee bekommt, wie man das machen kann.

Hoffentlich nutzt der Tipp und hoffentlich funktioniert das auch auf anderen Maschinen. Eine Garantie kann ich natürlich nicht geben.

Viel Erfolg wünscht Hanspeter

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32

Saturday, October 2nd 2004, 12:09pm

Hallo,
über meine Erfahrungen mit Backen von Bändern habe ich an anderer Stelle schon beschrieben:
http://de.groups.yahoo.com/group/diespulentonbandfreunde/message/2004

Zur Lagerung in Plastikfolien möchte ich sagen:
Ich habe vor Jahren einmal so 10-15 BASF LGR 50 Radio Broadcast 1000 m-Wickel via ebay gekauft.
Die Bänder waren orginalverpackt in der Folie und augenscheinlich noch nie benutzt worden.
Trotzdem haben sich dann beim Versuch einer Aufnahme(TFK M15A) Teile der MAgnetschicht gelöst,nicht wie bei Semih,sondern in einer Art kleine Flocken,die dann am Band klebten ähnlich Woll"läusen"am Pullover.Außerdem quietschte das fürchterlich,und die TFK hat abenteuerliche Gleichlaufschwankungen bekommen.

Also:an der Folie,in die Dinger eingepackt waren,wird´s nicht gelegen haben,aber die Folie hat das auch nicht verhindert.

Ich hab´ die komplette Charge(Chargennummer war gleich,ich habe mir die irgendwo auch notiert,für alle Fälle)entsorgt.

Viele Grüße
Frank

(das hätte man auch unter "Überzieher" posten können..)

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33

Sunday, October 3rd 2004, 11:49am

=> Hanspeter Günster

Danke für die Bilder, der Tip mit dem Teflonband ist gut, denn das Zeug hält ohne zu kleben.

Nicht ganz klar ist mir, wieso Ihr den gefederten Bandumlenkhebel (links) umwickelt habt. Das Band soll doch über den Hebel drüber, oder habt ihr das Band komplett anders eingelegt und den Hebel durch Hochbinden ausser Funktion gesetzt? Meiner Meinung nach gehört dieser Hebel separat umwickelt oder, vielleicht noch besser, mit einer aufgesteckten Rolle/Kugellager drehbar gemacht.

Die linke Rolle zu umwickeln, halte ich für unnötig, da sie schon drehbar ist. Ich würde darauf achten daß sie sich auch wirklich dreht!

Wichtig wäre eine Behandlung der rechten Rolle: Hier könnte, wie schon oft diskutiert, ein Kugellager eingebaut werden, so daß das Band nicht gleiten muss sondern abrollen kann.

ACHTUNG! Die Empfehlung, Gleitreibung druch Rollreibung zu ersetzen gilt nur für den Notbetrieb zur Rettung von Bändern, die sich anders nicht mehr abspielen lassen. Der oft verbreiteten Empfehlung, die rechte Rolle durch ein Kula zu ersetzen, stehe ich kritsich gegenüber.
Michael(F)

Hanspeter Günster

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34

Sunday, October 3rd 2004, 3:56pm

Hallo Michael,
grundsätzlich wurden alle Metalltreile, also auch die rechte Umlenkung mit Teflonband abgeklebt. Das ist auf unseren Bildern nur nicht zu sehen.

Das Kugellager auf der linken Seite mußte abgeklebt werden, weil - man glaubt es kaum- es Bänder gab, die nach einiger Zeit daran hängen geblieben sind, obwohl das Kugellager einwandfrei in Ordnung war und sich drehte.

Wir dachten zunächst, das Band hätte sich verformt und haben die Laufbreite
für das Band am Kugellager durch zusätzliche, schmale Unterlegscheibchen
vergrössert. Doch es half nichts, das Lager mußte abgeklebt werden.

Der Bandzughebel machte ebenfalls Probleme. Denn er fing an zu vibrieren und das schaukelte sich immer weiter hoch. Also wurde auch er abgeklebt und das hatte absolut keine negativen Einflüsse auf die Notüberspielungen, wie die geretteten Aufnahmen beweisen.

Unsere Erfahrungen beziehen sich auf eine A77 - jeder kann darauf basierend seine eigenen Methoden weiterentwickeln. Ich würde nur empfehlen, für die Versuche keine Bänder mit wichtigen Aufnahmen zu verwenden und die Notüberspielung erst zu starten, wenn Tests bewiesen haben, daß man keinen Bandsalat bekommt.

Also - viel Erfolg wünscht Hanspeter

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35

Thursday, March 3rd 2005, 3:53pm

Wie ist es in der Regel um die Bänder des Herstellers AGFA bestellt?

Sind z.B. die Typen AGFA Professional PER 528 noch zu gebrauchen?
Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!

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36

Thursday, March 3rd 2005, 4:23pm

Wie sich das mit einzelnen Ausreißerchargen verhält, weiß ich nicht.

Ansonsten:
AGFA hatte durch seine sehr fortschrittliche Fertigungstechnik elektroakustisch wirklich hochwertig(st)er Bänder (wie auch Scotch/3M...) die Finger auch schnell in 'modernen' Bindermaterialien drin, die besser außen vor geblieben wären. Aus den KOnsequenzen lernte man aber nicht zuletzt durch den innigen Kontakt mit den Rundfunkgesellschaften bzw. der Studioszene hierzulande. Bei PEM 468 lernte ich in meinem ganzen analogen Leben lediglich eine einzige Charge (bei einem Kollegen war das ein Karton) kennen, die nicht stabil war. Für mich damals verwirrend, denn 'so etwas' hatte ich noch nie gesehen.

528 ist ein reines Rundfunkband; wenn sich AGFA, danach BASF und schließlich auch noch EMTEC dabei hätten auch nur irgendwas zuschulden kommen lassen, der Rundfunk hätte die betreffenden Firmen schnellstens vom Markt gemendelt bzw. so unter Druck gesetzt, dass den Herrschaften nichts mehr eingefallen wäre. Wenn also etwas umsichtig gefertigt wurde, dann 528/468/911, zumal damit ja auch wegen der in Frage stehenden Mengen Geld zu verdienen war. Hier ging es also um etwas, was sogar Geschäftsleitungen neuzeitlichen Managementzuschnittes begreifen konnten.

Bis zum bitteren Ende arbeiteten die analogen Studio-EMTECies ja (schon weitgehend ohne Rundfunk) profitabel. Zufall war das nicht. Bei 528 wäre ich also besonders sicher, wobei kein Mensch angesichts modernen Industrieprodukts weiß, was der morgige Tag oder die nächsten 40 Jahre bringen werden (außer Geschäften für den kaltschnäuzigen Anbieter): "DOA, dead on arrival" gehört bei Festplatten heute ja fast zum guten Ton.

Hans-Joachim

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37

Thursday, March 3rd 2005, 9:26pm

In letzter Zeit sehe ich bei Ebay etc. Öfters Angebote wie: Revox Band im Schuber OVP also originalverpackt. Das ist doch verlockend, ein praktisch neues Band. Denkste! Ich habe neulich voller Vorfreude ein solches OVP Revoxband aufgelegt, und musste feststellen, dass dieses genau so klebt wie seine sonstwie gelagerten Geschwister! Also ACHTUNG bei diesen OVP Angeboten gibt es auch keine Garantie, dass die Baender OK sind.

Grüsse revodidi

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38

Thursday, March 3rd 2005, 10:29pm

´
Der Zahn der Zeit nagt immer, ob ovp oder im heimischen Regal. Wohl mehr oder weniger schnell, aber er nagt. Und die originalen Revox- Bänder sind zwangsläufig sehr alt, und ein angesehnenr Markenname schützt nicht vor Verfall.

Btw, die Revox- Bänder kamen seinerzeit vom Ampex, die ja zeitweise nicht eben den Ruf stabiler Bänder hatten. Der Vorläufertyp aus dem Hause Scotch noch weniger.

Mein Tipp: Finger weg!
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.

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Friday, March 4th 2005, 9:05am

Dies kann ich nur unterstreichen. Ich bin selbst im Besitz dreier ReVox Typ641, welche ich vor sehr langer Zeit bei ReVox als Austauschmaterial für meine 631 Bänder erhalten hatte. Die Bänder habe ich dann vor etwa 2 Jahren ausgepackt und sie klepten wirklich prächtig. Eine habe ich dabei sofort entsorgt, zwei weitere als experiment in den Backofen geschoben. Nach dieser Prozedur liefen die verbliebenden zwei Bänder einwandfrei. Inzwischen sind also zwei Jahre seit dem Aufbacken vergangen und bei Bänder beginnen wieder zu Klebeben und erhöten Abrieb zu bilden. Vor kurzem habe ich es dann gewagt die Bänder einer ebay-Restauration anzuvertrauen. Nach Rücksendung scheine die Bänder wieder einwandfrei zu sein, jedoch kann ich erst in zwei Jahren einen erneuten Vergleich zu meinem Backversuch machen.
Bis auf das ReVox 601 und sehr wenigen 621 sind mir keine ReVox-Bänder bekannt welche stabil sind, in Bezug auf Nicht-Kleben und geringen Abrieb.
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40

Friday, March 4th 2005, 9:51am

Um diese immer wieder aufflammende Bäckersituation etwas zu entspannen bin ich derzeit dabei, ein Osterangebot zu formulieren, das via DHL (vielgeschmäht, aber flächendeckend verfügbar) einige Ewigkeitsbänder der Sorten LGR-50 und PER-528 für ernsthaft interessierte Endzeitverwerter zugänglich machen soll.

More to come, wahrscheinlich wird es das "Nachbarforum" sein, wo das dann nachzulesen sein wird, denn hier gibt es die passende Rubrik nicht...

Michael B. hat bereits die Adresse des zukünftigen Holländer Vertriebs in petto, wohin aber bitte keine Einzelanfragen ("hätte Bedarf an drei 18cm Spulen LPR-35" o.ä.) gestellt werden mögen, sondern Vertriebler und Jungunternehmer à la <Dunkellabor> oder kleinere, analog ambitionierte Studios (gibt es die überhaupt noch?) ihre Bedürfnisse melden können.

@MichaelB.: an Bluthard sollte man die Adresse vielleicht sofort ungefragt "weitergeben"...

wie gesagt, more to come...

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41

Friday, March 4th 2005, 9:22pm

Quoted

Gyrator postete

Bis auf das ReVox 601 und sehr wenigen 621 sind mir keine ReVox-Bänder bekannt welche stabil sind, in Bezug auf Nicht-Kleben und geringen Abrieb.
Bestätigt: Ich habe soeben einen schönen Posten 601-Bänder mit Schuber bekommen, die ausweislich der beiliegenden Aufnahmelisten so Mitte der 80er Jahre aufgenommen wurden. Sie riechen zwar immer noch unangenehm, haben aber nur sehr wenig Abrieb und kleben nicht. Meine Neuaufnahmen darauf sind gut brauchbar.

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42

Sunday, March 6th 2005, 10:18pm

Moin Forum,

ich hab hier 2 PEM368 (drei-sechs-acht) gefunden die schmieren,kleben und quietschen wie teufel, schade, denn ich dachte wenigstens AGFA wär da aussenvor.

Bänder gehören nicht in Plastikhüllen, dann "vergiften" sie sich selber, der geruch entsteht aus dem ausgasenden binder bzw. kleber, wenn das band luftdicht "eingesperrt" ist, kann der nicht raus und kondensiert zum teil wieder am band, selbst, meistens genau da, wo er nicht sein soll, und es fängt an zu kleben und zu quietschen. Einhergehend damit enstehen auch kleine flocken auf dem band, welche an den andruckrollen haftenbleiben, und sich darin "einprägen" können, d.h. es muss ne neue her, oder regelmässig säubern.

Ein 806, mehrere jahre im "plastiksarg" hat so stark ausgedampft, das selbst der beutel klebrig war, -> mülleimerfutter

Meine "versuche" haben ergeben; eines der 368 hab ich möglichst unsauber auf die gegenspule gewickelt, im heizungskeller (warm & trocken) 2 tage liegenlassen und es klebt und quietscht nicht mehr. Allerdings werd ich es trotzdem entsorgen, da sich auf der oberfläche diese flocken gebildet haben, das ist deutlich beim umspulen zu hören (wie die scotch 806 bänder) und das will ich meinen maschinen nicht antun.

Beste grüsse,
AmImaX

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43

Sunday, March 6th 2005, 10:56pm

Um es nochmals zu wiederholen:

Gerade Agfa ist -von den beiden großen Herstellern in Deutschland- stärker betroffen gewesen als BASF, weil man nicht so konservativ war wie in LU.
Das galt aber bereits für den Profimarkt mit Einschränkungen, weil der über eine auch prinzipielle Fertigungskonstanz aufmerksam wachte. 525/528 sind ungefährdet. Von 468 habe ich in den 1980ern gerade ein Band gesehen, das schmierte. Im Amateurmarkt sah das schlechter aus, nicht jedoch so schlimm wie in den USA (3M/Scotch), wo Fertigungskonstanz seitens der Verbraucher (ich formuliere mal allgemein, weil der Profidruck sicher abfärbte) nicht so aufmerksam registriert wurde wie hierzulande.

Hans-Joachim

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Wednesday, February 22nd 2006, 8:58pm

Heute habe ich mal 10 Shamrock in die Röhre geschoben. 60 Grad, rund 10 Minuten. Weniger bringt bei unserem backofen wohl nichts, nur 'warme' Bänder bekomme ich auch mit einer Akai oder ASC hin, wo die Wickelmotoren für kuscheliges Klima sorgen.

Ergebnis: sie schmieren nicht mehr, überhaupt nicht. Dafür ist das Quietschen teilweise unerträglich, egal ob Akai oder ASC oder Pro12.

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Wednesday, February 22nd 2006, 10:20pm

Man kann nicht alles haben, auch wenn das Überraschungsei schon erfunden ist. :)

Andreas, DL2JAS
Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com

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Thursday, February 23rd 2006, 9:27am

Quoted

highlander postete
Heute habe ich mal 10 Shamrock in die Röhre geschoben. 60 Grad, rund 10 Minuten. Weniger bringt bei unserem backofen wohl nichts, nur 'warme' Bänder bekomme ich auch mit einer Akai oder ASC hin, wo die Wickelmotoren für kuscheliges Klima sorgen.

Ergebnis: sie schmieren nicht mehr, überhaupt nicht. Dafür ist das Quietschen teilweise unerträglich, egal ob Akai oder ASC oder Pro12.
Zehn Minuten ist etwas wenig, ein Stündchen sollte es schon sein.
Lohnt es sich überhaupt die Shamrocks aufzubacken?
Frank


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Thursday, February 23rd 2006, 9:54am

Würde ich es sonst machen? ;)

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48

Friday, July 28th 2006, 2:53pm

Hallo beisammen,

leider muß ich auch noch meinen Senf dazugeben ;-)

Habe einige Bänder von BASF aus den 1960er und 1970er Jahren vom Flohmarkt gekauft, für mich als Sammler zum Glück vollständig mit Plastik-Archivhülle, Indexblatt und in unbeschädigter Plastik-Archivbox.

Ich habe mich -zuhause angekommen- auch sehr über den Geruch gefreut, es roch alles noch neu. Die Bänder habe ich mittlerweile schon mehrmals abgespielt und ich kann weder übermäßigen Bandabrieb noch Quietschen etc. feststellen.

Zu Hören waren Rundfunkmitschnitte aus den Jahren 1968 und 1975.

Aus unserem Familienarchiv war allerdings ein Band zu finden (ohne Beschriftung auf dem Magnet- oder Vorlaufband) auf einer BASF-Spule aufgewickelt im Pappkarton-Schuber. Es entsteht sehr hoher Bandabrieb, das ganze Tonbandgerät ist voll hellbraunem, trockenen Dreck und alle 10 Minuten muß der Tonkopf gereinigt werden, weil man sonst nichts mehr hört. Wahrscheinlich ist das zwar kein BASF-Band gewesen, aber immerhin ist die "luftige" Lagerung im Pappschuber auch nicht der Weisheit letzter Schluß.

War aber nicht weiter schlimm, auf dem Band war nur die Bayern-1-Faschingswelle von 1984 und das Neujahrskonzert von 1985 drauf.

Hebe das Band auf und werfe es nicht in die Tonne, um zu sehen, was in 50 Jahren daraus wird. (Stichwort Langzeitstudie ;-) )

Viele Grüße,
Manuel

49

Sunday, August 25th 2019, 5:54pm

Dieses Thema hatten wir zwischenzeitlich wieder mehrfach. Mir fällt aber nur immer wieder diese Überschrift ein.

Heute habe ich im Aldi-Nord-Prospekt diesen Dörrautomat im Angebot gesehen:

https://www.aldi-nord.de/angebote/angebo…31.article.html

Ob der zum Shamrock/Ampex/Quantegy... Aufbacken taugt?

niels
Ich halte die analoge Aufzeichnung einer qualitativ gut erzeugten digitalen Aufzeichnung für unterlegen.
Aber jene macht mir mehr Freude.

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50

Sunday, August 25th 2019, 9:49pm

Es sollten ja 27er Bänder reinpassen, fröhliches "Dörren" :D

Erhard
Hinfallen ist kein Fehler - wohl aber das Liegenbleiben (Th. Heuss)

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51

Sunday, August 25th 2019, 10:59pm

Hat vielleicht jemand Erfahrung mit dem Archivieren von gebackenen Bändern in Plastiktüten mit Silikagel gemacht? Ich frage mich, ob das so ausreichend wäre, damit die Bänder nicht wieder klebrig werden.

Gruß

Nelson

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52

Monday, August 26th 2019, 9:58pm

Ich hatte vor ca 4-5 Jahren von Peter R. gebackenes SPR50LHL bekommen, das lagert in ganz normalen Frostbeuteln in den Pappschubern und verhält sich bis jetzt tadellos :thumbup:
Viele Grüße,

Matthias

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Wednesday, August 28th 2019, 6:49am

Zu hoffen, dass Bänder, die sich als chemisch instabil erwiesen haben, nach dem Backen durch irgendwelche Maßnahmen wieder langzeit-haltbar sind, ist sinnfrei. Das Backen hat den einzigen Zweck, den Inhalt zu retten.
Was nützt dir eine neue Bandaufzeichnung wenn du nicht weißt, ob du sie nächste Woche, nächsten Monat oder nächstes Jahr noch abspielen kannst? Na eben.
Meine 5 Cent,

Stefan

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54

Wednesday, August 28th 2019, 11:17am

Für mich wäre die Aktion nicht sinnfrei. Deswegen bin ich auf Erfahrungen von anderen in diesem Bereich interessiert. Wenn die Binderinstabilität durch die Luftfeuchte entsteht, würde vielleicht das Archivieren in Plastiktüten mit Silikagel helfen, die Bänder haltbar zu machen. Da ich viele Bänder habe, die ich nicht wegschmeißen möchte, werde ich es so versuchen. Wegschmeißen kann ich sie in 10 Jahren noch, falls das Experiment fehlschlägt.

Gruß

Nelson

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55

Wednesday, August 28th 2019, 9:54pm

Ich seh das genauso wie Nelson, was soll groß passieren?
Fangen die Bänder irgendwann wieder mit Kleben/Schmieren an, können sie immer noch entsorgt werden. Da heutzutage ja alle neu aufgespielten Aufnahmen (außer man produziert selber und macht keine digitale Sicherung) wiederbeschaffbar sind, ist das auch völlig unproblematisch.
Viele Grüße,

Matthias

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Thursday, August 29th 2019, 7:23pm

Ob der zum Shamrock/Ampex/Quantegy... Aufbacken taugt?

Heute hatte ich mal Gelegenheit, in einem offen stehenden Karton eines solchen Gerätes einen Blick auf die Zwischenböden des Dörr-Bereiches zu werfen:
Diese Böden sind konisch nach außen abfallend. In der Mitte befindet sich eine Kuppel mit einem Durchmesser ähnlich dem des Wickelkerns einer 18 cm Spule. Diese Kuppel ließ sich nicht mit der linken Hand einfach vom Zwischenboden entfernen. Sie schien fest damit verbunden.
Mir kamen deshalb Zweifel, ob man da überhaupt eine (18 cm) Spule reinlegen könne.

MfG Kai

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Friday, September 13th 2019, 4:42pm

Seitens der Tonmeister ist backen out, man friert Schmierbänder ein, nachdem man in jede Lage Zeitungspapier mit eingewickelt hat und so die dreifache Länge erreichte.

Beim Auftauen (Gefriertrocken) werden die Bänder abgespielt / kopiert und wandern danach in den Müll.
R.

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Friday, September 13th 2019, 5:01pm

in jede Lage Zeitungspapier mit eingewickelt hat und so die dreifache Länge erreichte.

? dreifache Länge ? oder dreifachen Wickeldurchmesser ?
Gibt es dazu spezielle Anlagen für Bandwickel ?

MfG Kai

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Friday, September 13th 2019, 6:04pm

Einfrieren hatten wir von 10 Jahren schonmal:

Don't freeze tape

In dem Thread ist folgender Artikel verklinkt:

http://www.richardhess.com/tape/history/…ournal_39-2.pdf

niels
Ich halte die analoge Aufzeichnung einer qualitativ gut erzeugten digitalen Aufzeichnung für unterlegen.
Aber jene macht mir mehr Freude.

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Friday, September 13th 2019, 7:21pm

Es gab auch schon mal einen Bericht über den Betrieb einer A77 im Kühl- oder Gefrierschrank zum Abspielen von Problembändern.

MfG Kai