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Freitag, 27. Januar 2006, 01:32

Hallo Leute,

in diesem Thread möchte ich Euch in den nächsten Tagen ein paar Geräte vorstellen, die sich für mich in den letzten Monaten und Jahren (Jahrzehnten ...Mensch, bin ich alt...) teilweise als ungemein praktisch erwiesen haben.
Obwohl sie nachweislich keine Spulen haben, helfen sie doch, das eine oder andere Problem im Alltag mit unseren "Freunden" zu lösen.

Vielleicht habt ja auch Ihr mit dem einen oder anderen Gerät Eure Erfahrungen gemacht, oder kennt zum jeweils vorgestellten Typus eine interessante Alternative und könnt den anderen Lesern dieses Forums etwas mehr als: "...den gibts auch noch..." dazu sagen.

Tschüß, Matthias M
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch

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Freitag, 27. Januar 2006, 01:33

Teil I.
Kabeladapter mit Vor- und Hinterband-Aussteuerung und nebenbei noch ein bischen Rauschunterdrückung!

Der Telefunken CN750 Highcom Baustein hat mit der Pleite seines Herstellers zu mir gefunden. Das erste mal im Ausverkauf für DM 248 (bei Lichtenfeld am Gänsemarkt).



Das CN750 beherrbergt zwei Highcom-Stereo-Decoder, so daß es für ein beliebig angeschlossenes Aufnahme-Gerät gleichzeitig das eingehende Signal komprimieren und das ausgehende (Monitor-) Signal dekodieren kann. Hinterbandkontrolle ist möglich.
Dabei ist der Telefunken "einmeßbar", kann also optimal an das angeschlossene Gerät bzw. verwendete Band angepasst werden. Telefunken lieferte dazu eine Cassette mit einem aufgezeichneten Meßton mit, mit dem der 750er auf das Ausgangssignal eines Recorders ohne Hinterbandkontrolle eingepegelt werden kann. Außerdem hat der CN750 einen eingebauten Tongenerator, der einen eigenen Meßton liefert.
Das Gerät kann sowohl in seiner Eingangsempfindlichkeit (vom Recorder), als auch in der Dekodierung der Rauschunterdrückung auf das Aufnahmematerial eingemessen werden. Das ermöglicht ganz nebenbei auch das optimierte Dekodieren älterer Highcom-Aufzeichnungen, die mit anderen Bausteinen gemacht worden sind!

Wer sich für Rauschunterdrückung interessiert, wird in dem CN750 sicherlich einen interessanten Spielpartner finden, der bestenfalls durch erheblich teurere Konkurrenten übertroffen wird.

Aber der Telefunken hat noch andere Qualitäten, die ich an dieser Stelle VIEL INTERESSANTER finde!

Zunächst einmal bietet der Compander Eingänge nach DIN und Cinch. Die Empfindlichkeit kann an der Rückseite umgeschaltet werden, so daß sich der Telefunken hervorragend als Mittler zwischen alten Bandgeräten und modernen Verstärkern (oder andersrum) eignet. Selbst das Übersteuerungs-Problem bei der Aufnahme mit einen DIN-Gerät an einem RCA-genormten Zuspieler löst der Silberling!
Nochmal zum mitschneiden: Die Verbindung zum Verstärker kann mit Cinch-Kabeln erfolgen, die zum Bandgerät z.B. mit DIN. Das DIN-Kabel, geschaltet als klassische "Radio"-Leitung mit Hin- und Rückweg in einem Kabel, oder getrennt in Aufnahme und Wiedergabe in zwei Kabeln. Der *Funken ermöglicht jede denkbare Kabel- und Normen-Kombination zwischen beiden Standards.

Ein weiterer Vorteil, den z.B. alle Grundig-Liebhaber zu schätzen wissen werden: Der CN750 hat einen eigenen Pegelregler. Der läßt sich getrennt für links und rechts einstellen und ermöglicht damit für ein Aufnahmegerät, das das eben nicht kann (TS1000, TS925/945 etc.), die beiden Stereo-Kanäle getrennt einzupegeln.
In einer idealen Welt vielleicht überflüssig. Aber ICH arbeite mit alten Bandgeräten...

Der CN750 hat zwei eigene Aussteuerungsinstrumente, die sich - Hinterbandkontrolle beim Aufnahmegerät vorausgesetzt - auch auf das Monitor-Signal schalten lassen. Manche Hersteller gingen vielleicht davon aus, ein Tonbandgerät sei immer optimal justiert und brauche nicht hinterband ausgesteuert zu werden. ASC, Braun, Grundig und Andere bauten diese Funktion daher auch garnicht erst ein. Mit dem CN750 geht das plötzlich.
Er ermöglicht dabei aber nicht nur den Versuch der optimierten Aussteuerung bei einer Aufnahme, sondern auch direkt die Kontrolle der Qualität des Bandmaterials (schlagen die Pegel gleichmäßig aus?) bzw. der Maschine (kommt das Hinterband-Signal genauso stark, wie das Vorband-Signal?). In verschiedenen Situationen ist z.B. der direkte Vergleich zwischen vorband (Instrument der Bandmaschine) und hinterband (am Telefunken) möglich. Hier kommt dann wieder der eingebaute Testton-Generator zum Einsatz. Eine einfache und schnelle Methode, die Justierung bzw. den Zustand eines Bandgerätes zu prüfen.
Nebenbei zeigt das Instrument des Telefunken grundsätzlich an, wenn das Monitor-Signal eingeht. Das tun Instrumente an Bandgeräten eben nicht alle. Auch nicht bei Wiedergabe (z.B. Braun, mache ASC).
Außerdem ersetzt der 750 für mich bei mancher Maschine das eingebaute Instrument, wenn das nicht optimal ablesbar ist oder das Bandgerät überhaupt kein eigenes Aussteuerungsinstrument hat.

Schließlich ist der eingebaute Pegelregler angenehmer zu bedienen, als so manches bei Bandmaschinen eingebaute Instrument. Wer also z.B. die Flachbahnregler der Grundig haßt, oder die kanalgetrennte Aussteuerung der Revox beim Nachregeln nicht mag, kann einfach am Telefunken drehen. Dessen Poti läßt eine feine Abstimmung in kleinen Schritten über eine weite Bandbreite zu. Dabei können die beiden Stereokanäle getrennt vorgepegelt und gemeinsam gemastert ausgesteuert werden.

Zusätzlich Funktionen wie die Subsonic- und MPX-Filter sind wahrscheinlich eher unerheblich. Man kann sie ja auch ausgeschaltet lassen.

Neben soviel Euphorie: Hat der CN750 auch Nachteile? Der typische Netzschalter, der gerne hakt und irgentwann ausfällt. Dafür gibt es Ersatz bei Dingsda. Ist er hübsch? Sind die LEDs zu hell? Die Kette zu kurz? Wen interessierts?
In über zwanzig Jahren hat mir kaum ein anderes Gerät so konstant gute Dienste geleistet. Das fand ich eine Erwähnung wert.

Ach ja. Als ich meinen alten Grundig CN1000 das erste mal an den Telefunken angeschlossen hatte, hatte ein nagelneuer Aiwa AD-3800E erstmal ausgedient. Auch gegenüber Dolby C (von dem schlechten "B" von Grundig garnicht zu sprechen) brachte Highcom ganz neue Dimensionen und hat den alten Recorder auch klanglich spürbar aufgewertet.
Zugegeben verzichte ich heute auf Rauschunterdrückung und nutze lieber höhere Bandgeschwindigkeiten meiner Spuli's.

Tschüß, Matthias M
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3

Freitag, 27. Januar 2006, 03:06

Teil II.
Wie mache ich mit mehreren Bandgeräten Aufnahmen vom gleichen Signal?

Der erste Canton Combi 40T (aus Weilrod-Niederlauken) fand noch in den Siebzigern zu mir. Er löste das Problem, an einem Verstärker mit einem Tonband-Eingang zwei Bandgeräte (Aufnahme und Wiedergabe) und ein weiteres "Reserve"-Gerät (nur Wiedergabe) zu betreiben.
Dabei besteht nicht nur die Möglichkeit, von einem Bandgerät auf das andere zu überspielen. Es können auch beide Bandgeräte gleichzeitig das gleiche Signal aufnehmen. Die Aufnahme-Leitung ist genauso frei schaltbar (UND), wie die Wiedergabe-Signale (ODER).
Der klassische Canton arbeitet mit DIN-Anschlüssen und trennt Monitor nicht, so daß keine Hinterbandkontrolle möglich ist!



Mit dem schwarzen Connect 20 interpretierte Canton (Usingen im Taunus) das Thema neu. Eigentlich änderte sich nicht viel: Die Form, die Farbe und je ein Pegelregler pro Monokanal. Ansonsten: Jacke wie Hose.

Quasi das gleiche Teil gibt es auch von Freitag. Dieses Hifi-Umschaltpult 553 hat allerdings drei Tonband-Eingänge. Gegenseitige Überspielungen sind jedoch nur zwischen den ersten beiden möglich.

Das ursprüngliche Thema des Canton Combi wurde unter dem Markennamen Vivanco, z.B. mit dem Contact 55TC, wiederum hervorgeholt. Die äußere Form etwas vereinfacht, aber ansonsten das gleiche Gerät, das es auch schon als Canton gab, wiedererweckt. Der extra Schalter für das Überspielen wird nun durch einen Poti ersetzt, der gleichzeitig auch die Funktion eines Master--Trimmers für den Ausgangspegel übernimmt. Das scheint eher ärgelich, weil es einen weiteren störenden Poti im Signalweg bedeutet. Krächtz.
Das Vivanco Umschaltpult hat im Gegensatz zu den Canton Cinch-Anschlüsse!

Eine Stufe höher ist der Akai Deck Selector DS-5 angesiedelt. Nicht das edle Metallgehäuse macht ihn interessant, sondern die Möglichkeit bis zu vier Aufnahmegeräte mit jeweils eigener Monitor-Schleife anzuschließen. Praktischerweise liegt ein Anschluß an der Vorderseite, so daß auch mobile Geräte schnell angekoppelt werden können.



An der Front hat der Akai pro Aufnahmegerät einen Rec.-Selector, mit dem zwischen Source (Zuspielung über den Amplifier-Line In) und den drei anderen Bandgeräten ausgewählt werden kann. Außerdem hat er einen Monitor-Selector, über den das ausgehende Wiedergabesignal zum Verstärker gewählt werden kann.
Natürlich hat der Akai Cinch-Anschlüsse. Leider aber keine Umstellung der Empfindlichkeit, so daß er für DIN-Geräte nur bedingt brauchbar ist.

Auf die Spitze getrieben hat Pioneer in den späten Siebzigern die Connecteritis mit dem Program Selector U-24!



Dieses Gerät wird regelrecht in den Verstärker bzw. Vorverstärker eingeschleift!
Das bedeutet, daß er auf der Rückseite einen Tape-Eingang (Record und Play) hat, den er vervierfacht. Kompett mit Monitor-Schleife!
Das kann der Akai auch? Der Pioneer hat aber auch eine Plattenspieler-Verbindung zum Verstärker, die er verdreifacht, eine Aux-Leitung, die er verdoppelt und schließlich eine Endstufen-Leitung, die er verdreifacht!
Man stelle sich also den üblichen Vorverstärker vor: 2x Tape, 2x Plattenspieler, 1x Tuner, 1x Aux und 2x Endstufe. Mit dem Pioneer werden daraus 5x Tape, 4x Plattenspier, 1x Tuner, 2x Aux und 4x Endstufe. Bei Erhalt ALLER Funktionalität der Anschlüsse untereinander. Wer mehr braucht, der schleift einfach einen zweiten U24 ein.



Auch der Pioneer setzt auf Cinch und hat keine Möglichkeit, die Empfindlichkeit der Anschlüsse zu verändern. Schade.
Gebaut wurde der Pioneer von 1978 bis 1983 (glaub ich). Hat es da jemals einen echten Nachfolger gegeben?

Mein Favorit bleibt - peinlich, peinlich - der alte Canton Combi 40T. Das liegt daran, weil ich in der Regel nicht das gleiche Signal viermal aufnehmen will, sondern die Anschlußlast auf verschiedene Vorverstärker verteile. Mein 'Anschlußproblem' taucht vor allem bei älteren Verstärkern al'a Telefunken STP1 auf, die weniger Anschlüsse haben, als das oben genannte Beispiel (mein ASC AS3200 / Kücke KS V32). Dann kommt der Canton zum Einsatz.

Aber erst dann. Momentan liegen sie alle unbenutzt herum.

Aber das mag bei Euch völlig anders aussehen!

Tschüß, Matthias M
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4

Freitag, 27. Januar 2006, 15:14

Teil III.

Ein Haufen Bandgeräte und nur ein Paar Boxen?

Es gibt Leute, bei denen stehen massenweise Lautsprecherboxen in der Wohnung herum. Andere beschränken sich - warum auch immer - auf ein Paar Boxen und einen Verstärker und stapeln lieber Bandgeräte.
Wenn diese Bandgeräte aber spielen sollen, beginnt das Problem, daß in der Regel nur zwei Tape-Anschlüsse und vielleicht noch zwei oder drei Hochpegel-Eingänge am Verstärker vorhanden sind. Und die restlichen Maschinen?

Die oben genannten Umschlater bieten da eine Lösung. Es gibt aber noch weitere Umschalter, die, wenn es nur usm Abspielen oder "mal testen" geht - auch und viel billiger weiterhelfen können.

Der Canton Combi 70E sieht auf den ersten Blick wie der 40er aus. Er unterscheidet sich darin, daß er Anschlüsse für sieben Geräte bietet, die an einen Verstärker-Eingang angeschlossen werden können!



Auf der Rückseite gibt es sieben DIN-Buchsen für die Quellgeräte und einen "E+A gang" (steht da wirklich!) für den Anschluß zum Verstärker. Der Vorteil: Das kleine Gerät beitet die Möglichkeit schnell mal eine Neuerwerbung anzustöpseln ohne gleich den HiFi-Turm auseinander reißen zu müssen.!

Wer es etwas größer mag, findet in dem Telefunken U250 einen interessanten Partner. Ich habe die kleine Version, die fünf NF-Quellen verwalten kann. Es gibt aber auch größere Varianten, die immer wieder günstig aus Geschäftsauflösungen angeboten werden.



Der Telefunken wird quasi zur Steuerzentrale einer Anlage. Meine Version hat neben den fünf schaltbaren NF-Quellgeräte-Eingängen acht Anschlüsse für NF-Ausgänge (Verstärker). Es gibt wiederum acht Paar Lautsprecher-Eingänge (LS-Leitung von der Endstufe) und acht Paar LS-Ausgänge (zu den Boxen). Quellen, Verstärker und Lautsprecher sind jeweils beliebig schaltbar. Außerdem ist der Ausgangspegel regelbar.
Ich habe zum Beispiel mehrere Vorverstärker an den NF-Eingängen angeschlossen und kann so mehrere Anlagen an einer Endstufe und einem Paar Boxen betreiben bzw. auch Verstärker-Lautsprecher-Kombinationen beliebig testen.
Der U250 ist dabei sehr aufwendig aufgebaut. So werden die Verbindungen nicht einfach mechanisch hergestellt, wie bei den kleinen Canton Combi. Es gibt also kein Schaltknacken oder Überspannungen.

Noch etwas größer als der Telefunken ist mein Canton Combi 600.



Er kann nicht nur zwanzig Verstärker bzw. Lautsprecher-Paare verwalten, sondern auch neun Hochpegel-Geräte ("Tuner/Tonband") und zehn Plattenspieler.



Die Impedanz ist zwischen vier und acht Ohm umschaltbar, die LS-Ausgänge einzeln anpaßbar. Dazu gibt es noch eine näckische doppelte LED-Kette für die Leistungsanzeige in Watt/dBV.
Für absolut Wahnsinnige sind also neun Vorverstärker-U24 Kombinationen (Tel II) und weitere zehn Plattenspieler gleichzeitig möglich. Das sollte reichen, oder?

Wenn ich jemanden von den großen Umschaltern erzähle werde ich regelmäßig für etwas bekloppt gehalten. Ich finde, bei Preisen unter fünfzig Euro für ein solches Schaltpult ist das eine echte Alternative, wenn es z.B. nur darum geht, den eigenen Gerätepark hin und wieder mal spielen zu lassen ohne ewig Boxenkabel stöpseln zu müssen.
Für hochwertige Aufnahmen oder echte "Musik-Genuss-Sitzungen" benutzt man ja doch eher eine "normale" Stereoanlage und beschränkt sich dabei auf ein angeschlossenes Tonbandgerät

Tschüß, Matthias M
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5

Freitag, 27. Januar 2006, 15:33

So ein Canton Combi 600 wird gerade bei eBay angeboten. Ich melde schon mal Bedarf an. :)
Gruß,
Michael/SH

Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu (Ö v. Horvath)

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6

Freitag, 27. Januar 2006, 17:24

Hallo zusammen,

als Ergänzung zu obigen Geräten kann ich noch folgende Teile vorstellen:

DBX 200



Anschlussmöglichkeit für 3 Tonbandmaschinen inkl. Hinterband + Kopie, sowie 3 Sound Prozessoren, die Post- oder Pre-Ausgang geschaltet werden können.

Außerdem - für die einfacheren Ansprüche, aber auch umso preiswerter - von
der Firma Vogel's den VTS 221:



Hier finden 2 Geräte Anschluss mit Überspielmöglichkeit. Hinterbandkontrolle ist hier allerdings nicht möglich.

Gruß,
Klaus

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7

Freitag, 27. Januar 2006, 17:43

Zum Canton 600:

Die Plattenspieler werden offenbar über die gleiche Leitung wie die TBs zu den Verstärkern gebracht und dürften somit nur für Kristalltonabnehmer gut sein...stimmt das? Würde man auf TB verzichten, könnte man die Leitungen auch auf Magnet legen bzw. bei einigen Verstärkern halt nur Magnet angschließen und auch nur dort Plattenspieler-Umschaltereien betreiben...

Will man mit seinen Bandgeräten über dieses Pult auch aufnehmen, dann schließt man sie an die Verstärker-Eingänge an und drückt sowohl diese als auch die reguläre Verstärkertaste gleichzeitig.

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8

Freitag, 27. Januar 2006, 18:41

Zitat

highlander postete
Zum Canton 600:

Die Plattenspieler werden offenbar über die gleiche Leitung wie die TBs zu den Verstärkern gebracht und dürften somit nur für Kristalltonabnehmer gut sein...stimmt das? ...
Hallo Andreas,

soweit ich aus Erfahrung weiß, besitzt das Canton 600 einen integrierten Phono Entzerrer-Vorverstärker für MM-Systeme.

Für einen Tonbandkollegen habe ich mal so ein Gerät umbebaut, damit alle Eingänge nur noch für Tonbandgeräte geeignet sind. Dabei habe ich damals den Vorverstärker "operativ" entfernen müssen....

Viele Grüße,
Silvio

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Sonntag, 21. Mai 2006, 17:40

Teil IV
Die billige Frequenzgang-Kontrolle

Alle echten Freaks unter Euch werden mich jetzt im Geiste steinigen. Alle Elektroniker werden mit einer Vielzahl berechtigter Argumente kommen, warum mein Vorschlag eigentlich überflüssig sei. Es gäbe doch bessere Möglichkeiten. Richtig. Aber die hat nicht jeder!

Vor einiger Zeit ist bei mir ein einfacher Equalizer mit Spectrum Analyer eingetrudelt. Was hat das mit Tonbadgeräten zu tun? Das kommt darauf an, was man daraus macht!



Ich habe das Gerät zwischen den CN750 und den Verstärker gehängt und auf Linear-Betrieb geschaltet. Jetzt zeigt der Spectrum Analyser an, was in das Bandgerät eingespielt wird bzw. über die Monitor-Schleife des CN750 von einem Tonbandgerät zurückkommt. Interessant sind vor allem die Unterschiede!

Sicher, der hier gezeigte Schneider hat keinen wirklich geeigneten Anayser. Aber es gibt ja bessere und für ein paar Euro ist auch dieser zum Ausprobieren schon ganz geeignet.
So notiere ich also den Ausschlag der einzelnen LED-Ketten vorband, wenn ich einen Testton, z.B. eines Tuners, des CN750 oder besser von einer Test-CD einspiele und vergleiche ihn mit den Ausschlägen hinterband. Das Ergebnis sagt etwas über die Tonköpfe und über das verwendete Bandmaterial aus!
Natürlich braucht man für die Auswertung eine Referenz. Das Spielchen sollte also zunächst mit einem wirklch guten Bandgerät und Bandmaterial durchgespielt werden. Relevant sind die Abweichungen mit dem selben Band bei einer anderen Maschine oder bei der selben Maschine mit anderem Bandmaterial bei unveränderter Geschwindigkeit.
Der CN-750 hilft mir vor allem beim Pegelabgleich, da nicht alle Bandgeräte den gleichen Ausgangspegel haben, und stellt mir die Monitor-Schleife zur Verfügung, weil die insbesondere "moderne" Verstärker und Receiver nicht mehr grundsätzlich haben.

Wie gesagt: Es gibt bessere Lösungen. Aber die sind nicht unbedingt billiger. Mir hat so ein kleiner Equalizer jedenfalls schon geholfen und seine Anschaffung amortisiert, weil er eine angeblich voll funktionsfähige B77 entlarvt hat. Die gab nämlich nicht alle Frequenzen so wieder, wie sie sollte. Darüber musste nicht mehr diskutiert werden. Ich konnte es dem Verkäufer anhand des Unterschiedes zwischen den vorband/hinterband-Pegeln und anhand meiner Liste sofort zeigen. Das beliebte Argument: "Ich habe sie doch immer gut gepflegt. Sie kann keinen Fehler haben" war vom Tisch, weil der Fehler sichtbar war.

Wie gesagt: Der Equalizer hat zehn Euro gekostet. Das macht ihn doch zum netten Helferlein, oder?

Tschüß, Matthias
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10

Mittwoch, 13. September 2017, 17:51

Über einen Suchthread zum Akai DS-5 habe ich dieses Thema hier gefunden und hätte noch etwas Senf zur Zugabe:

Außerdem - für die einfacheren Ansprüche, aber auch umso preiswerter - von
der Firma Vogel's den VTS 221:



Hier finden 2 Geräte Anschluss mit Überspielmöglichkeit. Hinterbandkontrolle ist hier allerdings nicht möglich.


So einen besitze ich seit 1,5 Jahren (auf Ebay ersteigert). Negative Auswirkungen auf den Klang sind mir bislang keine aufgefallen.
Jetzt zum Eigentlichen: Hinterbandkontrolle geht! Einfach "Rec"- und "Play"-Schalter für das jeweilige Gerät gleichzeitig drücken (ist ein bisschen fummelig, hält dann aber).