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31

Wednesday, December 12th 2018, 11:15am

Hallo,

Kann denn so eine M15A auch mit 9,5 cm/sek laufen ? Oder ist allein schon der Gedanke daran frevelei :P
Darf die nur mit Einfachspielband betrieben werden, oder kann die auch mit Zweifachspielband umgehen (z.B. LPR35) ?
Wenn ja, wieviel Meter LPR35 Band bekommt man auf den 30cm Teller ?

Gruß
Gerhard

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32

Wednesday, December 12th 2018, 12:26pm

Kann denn so eine M15A auch mit 9,5 cm/sek laufen ? Oder ist allein schon der Gedanke daran frevelei :P

Ich bin bekannlich vor nix fies, wie man am Niederrhein sagt ...

Eine M15A läuft sogar bei 4,75 cm/s zufriedenstellend, nur setzt der dort üblicherweise verwendete Wiedergabekopf mit seiner effektiven Spaltbreite von 6 µm eff. dem vollen Vergnügen gewisse Grenzen, da die kleinen Wellenlängen zu stark gedämpft werden. (Ein WC09 mit 2 µm Spaltbreite wäre eine Lösung, der ist aber etwa so schwierig zu finden wie das Bernsteinzimmer.) Außerdem muss dafür die Tonmotorregelung und die Entzerrerschaltung modifiziert werden, und vor allem letzteres ist keine triviale Aufgabe.

Darf die nur mit Einfachspielband betrieben werden, oder kann die auch mit Zweifachspielband umgehen (z.B. LPR35) ?

Du meinst vermutlich Standardband (50mm) oder Langspielband (35 µm).
Beim Ausdruck "Zweifachspielband" besteht Verwechslungsmöglichkeit mit Doppelspielband (26 µm).
Eine M15A kann theoretisch und praktisch sogar mit Dreifachspielband (18 µm) betrieben werden, da ihr Bremsbandzug rein mechanisch erzeugt wird. Allerdings bedarf es eines gewissen Fingerspitzengefühls beim Rangieren, weil die ungebremsten Wickelmotoren das dünne Band problemlos überdehnen können.

Wenn ja, wieviel Meter LPR35 Band bekommt man auf den 30cm Teller ?

Mit einem AEG-Bobby (100 mm Durchmesser), einem Wickeldurchmesser von 285 mm und einem 35 µm Band passen 1600 m auf den Teller. Das entspricht einer Spieldauer von 4h40m bei 9,5 cm/s.

Grüße, Peter

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33

Wednesday, December 12th 2018, 12:31pm

Soviel ich weiß, gab es werksseitig nur die beiden Geschwindigkeitsvarianten 19/38 oder 38/76. Schon wegen der Kopfspalte...
Einfachspielband gibt es nicht und LPR 35 ist kein Zweifachspielband. ;)

Es gibt Standardband mit einer Gesamtdicke von 50-52 µm und Langspielband mit ca. 35 µm. Das spielt aber nicht "zweifach" so lange, sondern nur ca. 1,45-fach. Das was du Zweifachspielband nennst, heißt Doppelspielband, ist 26 µm dick und damit halb so dick wie Standardband. Es spielt daher auch doppelt so lange bei gleichem Wickeldurchmesser.
Auf einen 30 cm-Wickelteller passen 1000 m Standardband oder 1500 m Langspielband.

LG Holgi

P.S.: Peter war schneller (und erschöpfender natürlich!).

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34

Wednesday, December 12th 2018, 12:47pm

(und erschöpfender natürlich!).

Ich hoffe niemanden erschöpft zu haben 8)

Grüße, Peter

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35

Wednesday, December 12th 2018, 4:55pm

Servus z'samm,

@ Peter Ruhrberg: Erschöpfen Du ??? Niemals nich.

Ich für mich kann zusammenfassend zu diesem Thread hier sagen... OVER THE TOP... zig verschiedene Meinungen und nicht ein kleines Streiterle über Sinn oder Unsinn. :thumbup: Zu LPR35 möcht ich sagen, ich hab noch keine Langzeit Tests durchgeführt, zumindest nicht auf der M15A. Ich denke immer noch, überlass das mal der A77. Einzig und allein Dreifachspielbänder mag die A77 nicht und die M15A gleich gar nicht. Bei letzterer wurden die Lieder immer länger und das Band immer welliger. Ich frage mich, wie ging die A,B und PR Serie, die etwas erhöhten Bandzug hat, mit dem Bandmaterial um? Oder wurden darauf auch 50µ Studiobänder verwendet? Ging das dann mit der Einmesserei? Ich vermute jetzt mal, da musste nicht nur der Bandzug angeglichen werden .... Oder?

LG Andre

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36

Wednesday, December 12th 2018, 5:10pm

Das Dreifachspielband entstand zufällig, als zwei Schotten gleichzeitig eine Bandspule mit DPR fanden... :D
Gruß
André

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37

Wednesday, December 12th 2018, 10:45pm

Hallo,

Wiedergabekopf mit seiner effektiven Spaltbreite von 6 µm eff. dem vollen Vergnügen gewisse Grenzen, da die kleinen Wellenlängen zu stark gedämpft werden.


Gibt es irgendwelche empfehlenswerte Standardwerke/Bücher zum Thema Magnetband, in dem solche Grundlagen der Magnetbandaufzeichnung erklärt bzw. erarbeitet werden?

Danke
Gerhard

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38

Wednesday, December 12th 2018, 11:11pm

Gibt es irgendwelche empfehlenswerte Standardwerke/Bücher zum Thema Magnetband, in dem solche Grundlagen der Magnetbandaufzeichnung erklärt bzw. erarbeitet werden?

Jede Menge. Für die Dauer ihrer Existenz wurde spätestens seit den 1950er Jahren fast jeder Einzelaspekt der analogen Magnetbandtechnik mit wissenschaftlicher Akribie untersucht.
Eine Auswahl einschl. Downloadadressen schicke ich dir per PN.

Grüße, Peter

This post has been edited 2 times, last edit by "Peter Ruhrberg" (Dec 13th 2018, 1:12am)


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39

Thursday, December 13th 2018, 12:26am

zig verschiedene Meinungen und nicht ein kleines Streiterle über Sinn oder Unsinn. :thumbup:

Zumindest versuche ich, einen bescheidenen Beitrag dazu beizutragen, wobei ich vermute, dass mir beim Vermeiden destruktiver Eskalationen eine gewisse tonmeisterliche Erfahrung zur Seite steht. (Obwohl ich natürlich auch anders kann, falls ich es für notwendig halte.)


Einzig und allein Dreifachspielbänder mag die A77 nicht und die M15A gleich gar nicht. Bei letzterer wurden die Lieder immer länger und das Band immer welliger.

Das geht wie gesagt auch kaum ohne eine Neujustage der Betriebsbandzüge. Die M15A war und ist ein professionelles, zuverlässiges Arbeitspferd für vergleichsweise raue Bedingungen, und dazu passt technisch betrachtet ein Magnetband in Standarddicke nun mal am besten.

Ich frage mich, wie ging die A,B und PR Serie, die etwas erhöhten Bandzug hat, mit dem Bandmaterial um? Oder wurden darauf auch 50µ Studiobänder verwendet? Ging das dann mit der Einmesserei? Ich vermute jetzt mal, da musste nicht nur der Bandzug angeglichen werden .... Oder?

Auch wenn es der eine oder andere vielleicht nicht gerne hört: Die HS- und ORF-Versionen erzeugen nicht wirklich transportstabile Wickel. Sie fallen zwar nicht gleich auseinander, bleiben aber doch relativ "weich", denn der Bandzug liegt auch hier kaum über 80 p (und das am Ende der Vorratsspule!). Ein stärkerer Zug würde die – relativ zu den großen Tieren – schwächelnden Wickelmotoren auch klar überfordern, die Kleinen kämen beim Umspulen einfach nicht auf Trab. Hier waren Vorgänger wie die G36 deutlich flotter unterwegs, und dies trotz kleinerer Rotordurchmesser, also schlechteren Hebelverhältnissen :!:

Die elektrische Einmessung hat in meiner Erfahrung noch nie Probleme gemacht, nur würde eine Bandzugeregelung die Gleichmäßigkeit der Frequenzgänge über den Abwickeldurchmesser deutlich erhöhen, was sich vor allem bei Kompanderverwendung auszahlen würde.

Grüße, Peter

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Friday, December 21st 2018, 12:34pm

Mir tut es ja immer noch leid, dass meine ehemalige Schule ihre beiden A80 aus ORF-Beständen nicht mehr hat... die dürfte ich sonst problemlos nutzen. Naja.
Meine einzigen Erinnerungen an den ORF sind, dass Ende der 90er, Anfang der 2000er, sowohl bei Ö1 in der Argentinierstraße als auch bei Ö3 in Heiligenstadt überall A80 vorhanden waren, bei Ö3 nur mehr als Deko. FM4 in der Argentinierstraße hatte auch keinerlei Analogausrüstung soweit ich das in Erinnerung habe, aber die konnten sicher die Infrastruktur von Ö1 nützen wenn sie Bedarf hatten. A77 habe ich bei den Besuchen als Schüler nirgends gesehen.

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Saturday, January 5th 2019, 5:00pm

Wer die A77 von 4spur auf 2spurig umrüstet und den alten Oszillator drin lässt, kann beim Einmessen an die Grenzen kommen.

Die B77 hatte ich noch nicht, die PR99 MKII schafft beim Einmessen die dicken Studiobänder problemlos.

Freitragende Wickel werden aber nie so fest wie auf den Profimaschinen.

Wer professionell arbeiten möchte und Konzerte mitschneiden darf, kommt um die 0,75mm Schmetterlingsköpfe nicht herum und nimmt gleich eine Studer oder Telefunken M15A bis M21.
:thumbsup:

R.

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Saturday, January 5th 2019, 9:44pm

Die B77 hatte ich noch nicht, die PR99 MKII schafft beim Einmessen die dicken Studiobänder problemlos.

Die A77 und B77 in HS haben auch mit SM911 elektrisch keine Probleme, die Mechanik hatten wir schon beharkt.

Grüße, Peter