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  • »egon« ist der Autor dieses Themas

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Sonntag, 1. Juli 2018, 23:31

Uher 4400 Report Stereo IC quietscht

Mein Report fing heute an zu quietschen, meiner Meinung nach irgendwo links. Als ich den Bandkomparator etwas nach recht gedrückt hatte, hörte das Quietschen auf - a ha,die Bremsen stimmen also nicht. Bremsen also neu eingestellt und es quietschte immer noch, Bremsen gelöst - quietschen hört auf. Hmm
Also den Bandlauf überprüft ok, Andruckrolle ok. Dann habe ich das schwarze Plasteteil, das das Band an die Köpfe anlegt etwas abgehoben und siehe da, das Quietschen hörte auf.
Schuld war in Endeffekt schmieriger Abrieb, der sich an den schwarzen Plastenasen abgesetzt hatte. Beim Putzen hatte ich bisher immer in Richtung Köpfe gesehen und das Plasteteil, das im Normalfall zurückgefahren ist, nie zur Kenntnis genommen.



Damit habe ich den ganzen Vormittag zugebracht, das Putzen letztendlich hat nur 5 Minuten gedauert.
Damit es Euch nicht auch so ergeht, dieser Hinweis.
Viele Grüße
Eckhard

Revox B77, A76, A77, A78; Braun TG1000; Philips N4416; Uher 4400 Report Stereo IC; www.engelstrasse.de

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2

Montag, 2. Juli 2018, 09:10

Dann benutzt du offensichtlich mindestens ein Schmier-Band. Es gilt jetzt rauszufinden welches das ist. Hier im Forum gibt's genug Themen hierzu. Revox, Ampex inkl. Shamrock sind da die hauptverdächtigen Marken.
Gruß
Stefan

  • »egon« ist der Autor dieses Themas

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3

Montag, 2. Juli 2018, 11:18

... hab ich schon gefunden und entsorgt. Bei den kleinen Spulen hatte ich noch nie ein Schmierband, bei den 26ern des Öfteren.
Ich hätte eigentlich schon früher darauf kommen müssen, denn wenn meine Revox quietscht, dann war es ein Schmierband, das alles zugesagt hat, aber meine großen Bänder habe ich schon längst überprüft und da dürfte sich keines mehr darunter befinden.
Viele Grüße
Eckhard

Revox B77, A76, A77, A78; Braun TG1000; Philips N4416; Uher 4400 Report Stereo IC; www.engelstrasse.de

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Montag, 2. Juli 2018, 13:33

Leider isses ja so, dass auch im Lauf der Zeit Bänder zu Schmierbändern werden, die das bisher nicht waren! Auch ich habe kürzlich ein schon seit Jahren in meinem Bestand befindliches BASF DP 26 LH aus den 70ern (nicht Ferro LH!) ausmustern müssen, weil es anfing, die Bandführungen und Köpfe zuzumüllen! Gemerkt habe ich das, als das Hinterbandsignal meiner AS 5002 langsam immer dumpfer wurde.
Nanu? -- Band raus, Klappe auf: alles klar!
Von dieser Charge habe ich noch ein halbes Dutzend, ich fürchte, denen wird das gleiche Schicksal drohen.

Bisher hatte ich nur mit den DP26 Ferro LH-Bändern auf der rauchgrauen Spule (rot-schwarzer Karton) ins Klo gegriffen, die seinerzeit haufenweise aus BW-Beständen feilgeboten wurden. Nun kann man den älteren Low Noise-Typen also auch nicht mehr trauen. Eigentlich schade. Meine Uher Reports sind darauf eingemessen ;( .

LG
Holgi

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Dienstag, 3. Juli 2018, 12:49

Diese BASF LH-Bänder aus den 70ern haben bei mir eigentlich alle mehr oder weniger Abrieb. Tendenziell die DP 26 LH etwas mehr als die LP- und TP-Versionen.

Das erste Mal hatte ich diese Erfahrung bereits Ende der 80er Jahre gemacht, mit ein paar auf dem Flohmarkt erstandenen Exemplaren. Die staubten auch die Tonköpfe derart zu, daß man immer nach 10 Minuten Musikhören putzen mußte. Dieses Verhalten war mir bereits von den orangen LH-Cassetten aus der gleichen Zeit bekannt, von daher dachte ich damals, das sei bestimmt genau die gleiche Beschichtung auf den Tonbändern und den Cassettenbändern. Was natürlich Unfug war, wie ich viel später, unter anderem in diesem Forum, lernen durfte.

So extrem ist es mit dem Abrieb zum Glück aber nur selten. Der Normalfall für diese Bandsorten ist eher, daß sie zwar braunen Staub hinterlassen, der aber die Funktion nicht weiter stört und nach einem Durchlauf des Bandes einfach weggeputzt wird. Und die extremen Kandidaten ließen sich bisher mit einmal vor- und zurückspulen durch ein Taschentuch auf ein erträgliches Maß bringen.

Optimal ist das alles natürlich nicht, aber mir sind diese Bänder immernoch wesentlich lieber als solche, die kleben oder quietschen.

Viele Grüße,
Martin

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Mittwoch, 4. Juli 2018, 06:56

Ich kann Martins Erfahrungen zu 100 Prozent bestätigen. Die LHs weisen fast alle schon seit Jahrzehnten mehr oder weniger stark trockenen Abrieb (mehlartig, nicht klebend) auf. Daher verstehe ich nicht, dass die so rege gegandelt und genutzt werden.
Gruß
Stefan

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Mittwoch, 4. Juli 2018, 10:28

Och, ich nutze die auch gerne als Brot-und-Butter-Bänder. Sie entsprechen der Norm-Einmessung für Heimtonbänder und machen abgesehen von dem Staub keinen Ärger. Zudem sind sie sehr zahlreich vorhanden, in der Ludwigshafener Ecke war gefühlt jedes zweite Band auf den Flohmärkten von der Sorte (nebst etwa 1/4 LGS und 1/4 sonstiger Bänder), und bis vor ein paar Jahren bekam man sie quasi hinterhergeworfen.

Für Aufnahmen, die sich nicht so einfach wiederholen lassen, oder wenn ich für die aufzunehmende Musik wirklich Kopfhörer-geeignete Qualität will, dann darf es auch mal aktuelle Neuware sein, oder Maxell, oder gebrauchte LPR/DPR. Aber um mal einfach aus Spaß an der Freude eine Datei auf ein Band zu kopieren, reichen mir die LH-Bänder völlig.

Viele Grüße,
Martin