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Sonntag, 4. März 2018, 00:34

Philips N4417 Revision

Hallo zusammen!

Ich habe mir mal mein altes Tonband vorgenommen.
Es war die übliche Riemenpest vorhanden.
Die stundenlange Reinigung hab ich mit Äthanol gemacht.
War die übliche Sauerei.
Danach hab ich technische Änderungen vorgenommen, da einiges nicht mehr zeitgemäß ist.

Der Signalweg ist ja wie folgt.
Aufnahme, Aufnahmeverstärker, A/W-Verstärker, Tonkopf.
Wiedergabe, Wiedergabeverstärker, A/W-Verstärker, Line out.

Warum soll der normale Line out Pegel von ca. 200mV erst über 1,5Mohm abgeschwächt werden um dann wieder mit 20,6dB verstärkt zu werden? Gibt nur zusätzliches Rauschen bei der Aufnahme.
Hab den Aufnahmeverstärker umgangen und geh direkt in den A/W-Verstärker.
Dessen 18dB sind ausreichend für 175mV Eingangsempfindlichkeit.
Die Preemphasis geschieht ja erst im A/W-Verstärker, somit bleibt der Frequenzgang gleich.

Bei Wiedergabe hat der Wiedergabeverstärker 41,6dB, was dazu führt, dass der Pegel mittels Trimmer wieder abgesenkt werden muß.
Hab den dann auf 38dB geändert. Somit weniger Verstärkungsrauschen bei Wiedergabe.
Die Deemphasis geschieht ja erst im A/W-Verstärker, somit bleibt der Frequenzgang gleich.
Die Änderungen sind für mich gut hörbar.
Die Motorregelung ist ja hinter dem Laufwerk angebracht. Die Siebung der Regelelektronik (Elko) sitzt aber auf der Hauptplatine. Über die langen Kabelwege koppelte die Motorregelung auf das Signal ein. Ein zusätzlicher Elko 100µ plazierte ich direkt auf der Regelplatine.
Es zeigte sich, dass nach Umstellung auf 240V die Spannung +D nicht mehr stabil war. Netzspannung welche anlag, war 235V. +D versorgt direkt den Signalverstärker und wurde auch noch durch die Motorregelung beeinflusst.Also wieder auf 220V gestellt und das Signal ist stabil. Ursache war Kapazitätsverlust von Elko C504.
W&F gemessen nach DIN gute 0,03%, max 0,04%. Nicht schlecht für das Alter.Frequenzgang bei -20dB 65Hz- 16Khz <2dB. 33Hz -2,6dB. 22Khz -4dB.
Sieht soweit ganz gut aus und ich bin zufrieden.

Gruß Mani

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ManiBo« (4. März 2018, 20:08)


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Montag, 5. März 2018, 00:04

Hallo Mani,

auch wenn ich ja grundsätzlich bei "Oldtimern" ein Fan des Originalzustandes bin, ist auf der anderen Seite eine sinnvolle Verbesserung recht interessant.
Wenn Du uns die Freude machen würdest, Deine Tuningmassnahmen im Schaltplan eingezeichnet hier zu posten, hättest Du bei den Philips-Freunden hierzuforen sicher einen dicken Stein im Brett. Ich denke da natürlich primär an den Elko, den Du auf der Motorregelung platziert hast. Dies ist vor allem deshalb von grossem Nutzen, weil sich die Philips Schaltunterlagen nicht besonders "flüssig" lesen lassen. (Die Darstellungsweise im SM ist ja leider etwas zerklüftet, wenn ich das mal so anmerken darf) Also - nurzu...

Herzliche Grüße
Peter
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)

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Dienstag, 4. September 2018, 18:27

Hallo zusammen!

Ich habe mir mal mein altes Tonband vorgenommen.
Es war die übliche Riemenpest vorhanden.
Die stundenlange Reinigung hab ich mit Äthanol gemacht.
War die übliche Sauerei.
Danach hab ich technische Änderungen vorgenommen, da einiges nicht mehr zeitgemäß ist.

Der Signalweg ist ja wie folgt.
Aufnahme, Aufnahmeverstärker, A/W-Verstärker, Tonkopf.
Wiedergabe, Wiedergabeverstärker, A/W-Verstärker, Line out.

Warum soll der normale Line out Pegel von ca. 200mV erst über 1,5Mohm abgeschwächt werden um dann wieder mit 20,6dB verstärkt zu werden? Gibt nur zusätzliches Rauschen bei der Aufnahme.
Hab den Aufnahmeverstärker umgangen und geh direkt in den A/W-Verstärker.
Dessen 18dB sind ausreichend für 175mV Eingangsempfindlichkeit.
Die Preemphasis geschieht ja erst im A/W-Verstärker, somit bleibt der Frequenzgang gleich.

Bei Wiedergabe hat der Wiedergabeverstärker 41,6dB, was dazu führt, dass der Pegel mittels Trimmer wieder abgesenkt werden muß.
Hab den dann auf 38dB geändert. Somit weniger Verstärkungsrauschen bei Wiedergabe.
Die Deemphasis geschieht ja erst im A/W-Verstärker, somit bleibt der Frequenzgang gleich.
Die Änderungen sind für mich gut hörbar.
Die Motorregelung ist ja hinter dem Laufwerk angebracht. Die Siebung der Regelelektronik (Elko) sitzt aber auf der Hauptplatine. Über die langen Kabelwege koppelte die Motorregelung auf das Signal ein. Ein zusätzlicher Elko 100µ plazierte ich direkt auf der Regelplatine.
Es zeigte sich, dass nach Umstellung auf 240V die Spannung +D nicht mehr stabil war. Netzspannung welche anlag, war 235V. +D versorgt direkt den Signalverstärker und wurde auch noch durch die Motorregelung beeinflusst.Also wieder auf 220V gestellt und das Signal ist stabil. Ursache war Kapazitätsverlust von Elko C504.
W&F gemessen nach DIN gute 0,03%, max 0,04%. Nicht schlecht für das Alter.Frequenzgang bei -20dB 65Hz- 16Khz <2dB. 33Hz -2,6dB. 22Khz -4dB.
Sieht soweit ganz gut aus und ich bin zufrieden.

Gruß Mani
Bitte mal um Belehrung, Ich rätsle da schon lange, die Pläne frinde Ich ziemlich unübersichtlich..

An der Tape In/Out Buchse wird mit 1,5M Ohm abgeschwächt, anschließend auf der Platine REC/PLAY UNIT verstärkt. Kann es sein, das man so eine hohe Eingangsimpedanz erreichen wollte, zwecks Anpassung an die Signalquelle ? Die Stufe die mit 20,6 dB verstärkt ist die Transistorstufe um TS351 vor dem Aussteuerungsregler ? Preemphasis ist das netzwerk an Anschluß 7 REC/PLAY Unit.

Die Motorregelung auf der Hauptplatine. Ja, Ich hatte meine 4419 offen und versehentlich das Sm der 4417 in den Fingern :-)) Bei der 4418 ist das besser gelöst, es ist eine eingesteckte Platine Speedcontrol/Deemphasis. Ich staune über den guten Frequenzgang bis über 20 kHZ. Ich hatte eine 4419, da ging hatte Ich auf einem Kanal kaum noch Höhen. Ich konnte den Kopf justieren wie Ich wollte, erst mit einem fast neuen Kopf waren auf beiden Kanälen alle Höhen bis 15 kHz wieder da. Mein Testband geht nur bis 15 kHz

Warum soll der normale Line out Pegel von
ca. 200mV erst über 1,5Mohm abgeschwächt werden um dann wieder mit
20,6dB verstärkt zu werden? Gibt nur zusätzliches Rauschen bei der
Aufnahme.

Hab den Aufnahmeverstärker umgangen und geh direkt in den A/W-Verstärker.

Dessen 18dB sind ausreichend für 175mV Eingangsempfindlichkeit.

Die Preemphasis geschieht ja erst im A/W-Verstärker, somit bleibt der Frequenzgang gleich.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »dl9day« (4. September 2018, 22:50)